• #1

Ist Blut dicker als Wasser?

Hallo,
wie handhabt ihr das, wenn ein Familienmitglied andere Menschen schlecht behandelt? Redet ihr mit ihr/ihm darüber, zieht ihr euch zurück, beabsichtigt ihr sogar den Kontakt abzubrechen?

Wie ich auf das Thema komme: Mein Ex hat mich andauernd belogen, betrogen, Tatsachen verdreht. Seine Familie hat es mitbekommen, aber nie etwas dazu gesagt bzw. ihn wenn überhaupt verteidigt.
 
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  • #2
Nein, Blut ist nicht dicker als Wasser, das ist eine Ansicht aus einer Zeit als die Menschen alleine nicht überleben konnten. Wenn sich jemand schlecht benimmt muss man das ansprechen, wie soll der Mensch sonst realisieren dass er etwas falsch macht. Wenn sich Menschen nicht ändern wollen breche ich den Kontakt problemlos ab, ich habe genug Stress, muss ich nicht auch noch in der Familie haben. Damit bin ich fantastisch gefahren und würde das auch jedem empfehlen.
 
  • #3
Ich finde dieser Spruch hat seine Berechtigung. Meine Familie hat schon viele Dinge getan, bei denen ich einer Freundin den Kontakt abbgebrochen hätte. Das kennt doch absolut (fast) jeder. Vater, Geschwister, Mutter...sie alle haben schon grenzüberschreitenden Dinge getan. Aber ich auch. Man verzeiht ihnen. Blut ist dicker als Wasser. Eindeutig. Schau doch alleine wie viele Dinge du deiner eigenen Familie durchgehen lässt. Bei Freunden würdest du nichtmal 30% davon erdulden. Schau dir doch die vielen Leute an die adoptiert sind aber ihre biologischen Eltern suchen, schau die die Leute an die vom Vater missbraucht/geschlagen wurden aber ihn trotzdem lieben.

Natürlich ist Blut dicker als Wasser. Für mich jedenfalls.
 
  • #4
Was hast du erwartet? Dein Ex ist so geworden, weil seine Familie ihn so erzogen hat.Greufst du ihn an, greifst du sie an. Kann sein, dass er ein Depp ist, aber er ist IHR Depp.
Das Thema ist an sich etwas komplexer. Mein Vater ist kein Musterknabe, beim letzten Besuch habe ich ihn gehörig zusammengestaucht. Sollte das aber jemand fremder machen, keine Ahnung, wie ich da reagieren würde.
 
  • #5
Keine Ahnung, ob es jetzt um Loyalität zw. den Eltern & ihren Sohn handelt? Glaube ich weniger.

Dein Ex hat dich schlecht behandelt, aber nur über seine Lügen, die er seinen Eltern erzählte, glaubten sie ihm, dass Du nicht das Opfer, sondern Täterin, Zicke, gar zur schwierigen Person von ihm dargestellt wurdest oder auch dein Verhalten als negativ dargestellt, da sie nicht dabei waren und nicht alles mitbekommen, was ihr beide besprecht, sie verteidigen ihn - nur aufgrund ihr ihnen mitgeteilten Erkenntnisse - und maßregeln daraufhin dein oder geben dir an Situationen eine Mitschuld.

-Im Grunde ist dies ganz normales Verhalten, wenn man selbst nicht dabei ist und nur die Situation einseitig hört, ggf. beidseitig. Manche fragen nach, können aber keinen Konsens bilden, weil die Wahrnehmung zu weit auseinander liegt, wer was erzählt und meint
-oder wie im Falle deines Exes, meint man jemanden gut genug/besser zu kennen,
-aufgrund der eigenen Erziehung (die Eltern, ggü. deinem Ex)
-oder auch oft unterschiedlich gezeigtes Verhalten (er verhält sich seinen Geschwistern liebevoller, als ggü. Dir, seiner Freundin; oder seiner Familie als Musterknabe, wobei du seine dunklen Flecken kennst).
-Es kann auch sein, dass die Familie generell konfliktvermeidend ist und deshalb dir den schwarzen Peter zuschiebt, eben weil du die Harmonie störst, wenn du Probleme auf das Trapez bringst, die sonst unter den Teppich gekehrt werden.
-Mag auch sein, sie lassen euch eure Beziehung allein klären und wollen sich nicht einmischen, weil ihr dies allein regeln sollst
-bzw. du die Eltern und andere Familienangehörige nicht direkt um Unterstützung im Streit mit deinem Ex gebeten hast, sondern diese nur insgeheim bei einem Konflikt erwartet hast. Sie jedoch aber keine Gedankenlesen können und sich aus eurem Streit heraushielten.
-Mag auch sein können die Eltern und Geschwister können die Sichtweise ihres Sohnes/Bruders besser verstehen und sein Verhalten nachvollziehen, empfinden also sein Verhalten dir ggü. nicht als negativ und schlimm. -Du musst auch sehen, wenn er dich geschickt belügt und heimlich betrügt, mag er dies auch genauso gut bei seiner Familie, die ihm auch erstmal das Gute glaubt, weil er damit den Anschein auch erwecken will, also auch die Familie wird von ihm durch Beschönigungen, Relativierungen, mitunter Übertreibungen zu deinen Lasten beeinflusst und in ihrer Meinung manipuliert.
-Und wie soll nun die Familie dies wissen, was Lüge, Auslassung von wesentlichen oder seine phantasievollen Ausschmückungen der Situation sin, wo unterscheiden können zwischen Lüge und Wahrheit? Als Mensch ist man kein ausschlagender Lügendetektor. Und meistens will man, grundsätzlich Menschen glauben, die man mag und mit denen man sich umgibt, ganz unabhängig von familiären Verbindungen.
 
  • #6
Auf jeden Fall ist Blut dicker als Wasser und das muss nicht immer die angenehme/bequeme Variante sein von "alles dulden, alles verstehen" sondern kann genau ins Gegenteil kippen von "Familienehre, in unserer Familie gibt es sowas nicht".

Familie sind für mich die echten Blutsverwandten und angeheirateten Partner. Unverheiratete Paare sehe ich nicht als meine Familienangehörigen, d.h keine besondere Verantwortung zu handeln, außer ein ganz dicker Hund, der krass an mein Wertesystem geht. Z.B. bei Misshandlung des unverheirateten Partners/Kindern durch meinen Familienangehörigen würde ich ihm dazu was sagen, was ihm nicht gefällt und ggfs. auch sehr konsequent handeln ohne ihn im geringsten zu schonen.
Grundsätzlich sehe ich 2 erwachsene Leute in der Eigenverantwortung für ihr Miteinander - bis ich um Hilfe gebeten werde.

Mein Ex hat mich andauernd belogen, betrogen, Tatsachen verdreht. Seine Familie hat es mitbekommen, aber nie etwas dazu gesagt....
Sie haben eure Partnerschaft nicht ernst genommmen, Dich nicht als Clanmitglied gesehen und sich daher nicht in der Verantwortung für das Handeln ihres Familienmitglieds.

Es ist auch eine Frage, wie ist das Wertesystem der Familie (ist fremdgehen für Männer ok?) ist und die Beziehung zu Dir.
Ich habe ähnliches erlebt: eine Schwester meines Exmannes hat ihn unterstützt beim fremdgehen, indem sie ihm ihre Wohnung für Trefffs überlassen hat - sie konnte mich nicht leiden. Sie hatte nur komische bis garkeine Beziehungen. Sie war halt eine Schlampe und Geld für Alk war ihr wichtiger als ein sauberes Bett. Da kann man nichts anderes erwarten.
Seinen anderen Schwestern hätte er mit sowas nicht kommen dürfen. Die hatten andere Vorstellungen von Ehe, Treue, Umgang miteinander und mochten mich - die hätten ihn gehäutet. Das zeigte sich auch nach unserer Scheidung, als ich begründet habe, warum ich gehe. Da hatte er keinen leichten Stand.

zieht ihr euch zurück, beabsichtigt ihr sogar den Kontakt abzubrechen?
Nur bei dauerhaft nicht tolerierbarem Verhalten, was auch nach etlichen Gesprächen nicht abgestellt wird. Das habe ich (und nicht nur ich) in einem Fall gemacht und bleibe auch dabei.
 
  • #7
Da frage ich mich zunächst mal warum du das solange mitgemacht hast. War ja für dich dann okay. Eine Familie mischt sich nicht in Partnerschaften ein. Weder wenn es super läuft und schon gar nicht wenn der eine oder andere Part ein Ar... ist.
Seine Familie hat es mitbekommen, aber nie etwas dazu gesagt bzw. i
Du bist für dein Glück zuständig, nicht die Familie.
 
  • #8
Ich vermeide es mich in die Angelegenheiten anderer einzumischen. Ich habe gelernt, das es nicht nur schwarz/weiß gibt und auch die vermeintlichen Opfer ihren Anteil haben. Es ist ist eine Dynamik, die neben dem Agonisten auch immer einen Antagonisten braucht.
Wenn mein Bruder seine Freundin ständig betrügt, würde ich mit ihm sprechen und ihm meine Meinung sagen, klar. Ich würde mich aber nicht positionieren. Es ist am Ende die Angelegenheit meines Bruders und der betroffenen Frau. Jeder muss seine Lektionen zu seinen Bedingungen lernen. Ich habe mit meinen eigenen Lektionen genug zu tun.
 
  • #9
wie handhabt ihr das, wenn ein Familienmitglied andere Menschen schlecht behandelt? Redet ihr mit ihr/ihm darüber, zieht ihr euch zurück, beabsichtigt ihr sogar den Kontakt abzubrechen?
Wie ich auf das Thema komme: Mein Ex hat mich andauernd belogen, betrogen, Tatsachen verdreht. Seine Familie hat es mitbekommen, aber nie etwas dazu gesagt bzw. ihn wenn überhaupt verteidigt.
Harte Nuss, es gibt für mich nur eine einzige, konsequente Haltung!
Ich rede ein letztes Mal, sage meine Meinung und dann verabschiede ich mich für immer mit Kontaktabbruch!
Meine Lebensenergie und meine Lebenszeit sind mir eindeutig wichtiger! Punkt!
 
  • #10
Ja, Blut ist dicker als Wasser. Familienangehörigen läßt man viel mehr durchgehen als außerfamiliären Personen. Das haben wir in unseren Genen und dient dem Schutz der Sippe. Außerdem hört die Familie meistens nur die Seite ihres Familienmitgliedes. Selbst wenn der Familie Zweifel kommen an der Darstellung der Situation ihres Familienangehörigen, wird sie eher zu ihm stehen als zu der Freundin, weil - Blut eben dicker ist als Wasser.
 
  • #11
Da frage ich mich zunächst mal warum du das solange mitgemacht hast. War ja für dich dann okay
Grundsätzlich richtig, aber so Betrug und Lügengeschichten kommen meist erst mit der Zeit raus.

Die Eltern halten zu ihm, da er das Ergebnis ihrer Gene und Erziehung ist. Wenn du ihn kritisierst, fühlen sie sich auch angegriffen. Vor allem Mütter, da sie die meiste Erziehungsarbeit übernommen haben und sich fürs Kind mehr oder weniger aufgeopfert haben. Es bedingungslos lieben. Er ist in ihren Augen wertvoller als du und kann sich so gut wie alles erlauben. Das darfst du nicht persönlich nehmen.

Ich würde den Kontakt zu Familienmitgliedern nur abbrechen, wenn sie sich über einen längeren Zeitraum mir gegenüber unangemessen verhalten haben oder anderen Leute schlimme Dinge (Missbrauch, Gewalt) zugefügt haben. Fremdgehen zählt jetzt nicht unbedingt dazu.
 
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  • #12
Ich rede ein letztes Mal, sage meine Meinung und dann verabschiede ich mich für immer mit Kontaktabbruch!

Kontaktabbruch, klar 🤣

Aber warum gehst Du in ein letztes Gespräch, wenn Deine Entscheidung schon feststeht?
Ist das eine Rechtfertigung für Dich?

Warum gelingt es Dir nicht Probleme mit anderen Menschen zu lösen und auch problematische Beziehungen zu pflegen und auszuhalten?

Das liest sich für mich immer so, dass Du den sozialen Rückzug empfiehlst, um Gefühle der Enttäuschung weniger zu spüren. Flucht.
 
  • #13
Ja, bei uns in der Kernfamilie ist Blut definitiv dicker als Wasser. Ich würde im Zweifelsfall immer meine Verwandten unterstützen und auf ihrer Seite sein, auch wenn sie Unrecht tun. Selbst wenn z.B. meine Schwester einen Mord beginge, würde ich sie nicht verraten, sondern mir ihre Geschichte anhören -- sie hätte bestimmt Gründe -- und sie unterstützen. Das heißt nicht, dass wir immer einer Meinung sind, wir kritisieren auch Entscheidungen untereinander und reden sowieso über alles mögliche, manchmal streiten wir uns auch heftig, aber das ist immer schnell vergessen und wenn es hart auf hart kommt, sind wir füreinander da. Das Schöne an Familie ist ja, dass man immer willkommen ist, auch wenn man sonst was für Scheiße baut. Das Gleichnis vom verlorenen Sohn bringt das ganz gut auf den Punkt.
w26
 
  • #14
Kontaktabbruch, klar 🤣
Aber warum gehst Du in ein letztes Gespräch, wenn Deine Entscheidung schon feststeht?
Ist das eine Rechtfertigung für Dich
Ich gehe in ein letztes Gespräch, um persönlich mitzuteilen, wobei ich das viel zu lange schon mitgemacht habe. Für mich selber ist die Entscheidung dann vorab getroffen, nein das ist keine Rechtfertigung, das ist lediglich eine konsequente und notwendige Handlung, bitte nicht verwechseln!
Warum gelingt es Dir nicht Probleme mit anderen Menschen zu lösen und auch problematische Beziehungen zu pflegen und auszuhalten?
Das mache ich ständig, ich bin Problemlöser, aber nicht unendlich lange!
Das liest sich für mich immer so, dass Du den sozialen Rückzug empfiehlst, um Gefühle der Enttäuschung weniger zu spüren. Flucht.
Absolut eine falsche Einschätzung, ich schaue generell sehr lange zu und dann treffe ich eine Entscheidung und dabei bleibe ich, Punkt! Das ist Konsequenz, ich lass auf meinen Gefühlen nicht unendlich lange rumtrampeln, das unterscheidet mich durch meine gesunden und klaren "S" Werte, inkl. meiner Aufrichtigkeit und Authentizität!
 
  • #15
Hallo,
wie handhabt ihr das, wenn ein Familienmitglied andere Menschen schlecht behandelt? Redet ihr mit ihr/ihm darüber, zieht ihr euch zurück, beabsichtigt ihr sogar den Kontakt abzubrechen?

Wie ich auf das Thema komme: Mein Ex hat mich andauernd belogen, betrogen, Tatsachen verdreht. Seine Familie hat es mitbekommen, aber nie etwas dazu gesagt bzw. ihn wenn überhaupt verteidigt.

Was erwartest du? Mein Bruder hat gegenüber seiner Ex auch 2-3 Sachen gebracht, die nicht ok waren. Wir haben im Familienkreis mit ihm gesprochen. Das hat die Ex nicht mitbekommen, wohl aber dass wir sein Verhalten nicht ok fanden. Dennoch finden solche Gespräche nur familienintern statt. Nach außen bilden wir eine geschlossene Linie und halten zusammen. Daran wird sich auch nichts ändern. In die Beziehungen meines Bruders mische ich mich übrigens nicht offen ein. Ich empfand sein Verhalten als unangemessen und habe ihm das auch klar gemacht. Wie seine Ex jedoch damit umging, war ihre Sache. Ich hätte es nicht geduldet.
Meine Eltern kritisieren mich auch manchmal wenn sie einen Streit zwischen mir und meinem Mann mitbekommen, aber nur wenn wir alleine sind und nicht vor ihm.
So gehört sich das finde ich und nicht, dass man Familienmitgliedern offen in den Rücken fällt.

Ich denke also, dass deine Schwiegereltern durchaus etwas gesagt haben und das Verhalten ihres Sohnes kritisiert haben, nur hast du es nicht mitbekommen bzw. empfindest ihre Beschwichtigungsversuche als Verteidigung seines Verhaltens. Ist es aber nicht.


W36
 
  • #16
Kontaktabbruch, klar 🤣

Aber warum gehst Du in ein letztes Gespräch, wenn Deine Entscheidung schon feststeht?
Ist das eine Rechtfertigung für Dich?

Warum gelingt es Dir nicht Probleme mit anderen Menschen zu lösen und auch problematische Beziehungen zu pflegen und auszuhalten?

Das liest sich für mich immer so, dass Du den sozialen Rückzug empfiehlst, um Gefühle der Enttäuschung weniger zu spüren. Flucht.
Niemand sollte dazu gezwungen sein, problematische Beziehungen auszuhalten und sie gar noch, welche Qual, zu pflegen. Meine Verwandtschaft ist klein, gottseidank, aber auch da musste ich cutten. Das Leben ist zu kurz für schlechte Gesellschaft.
 
  • #17
Jein....mein Erzeuger ist ja auch mein Blut!
Was für mich als Kind ganz Dick war, auch wenn ich ihn nicht mehr sah.
Ein paar super Aktionen von ihm...die durfte ich erleben und musste es nicht erzählt bekommen....wurde da ganz dünnes Eis draus...und seit 30 Jahren ist da: 0

Mein Adoptivater kam erst, als ich 20 war und wir sind ganz dicke miteinander.
Und ich mit meiner Mutter sowieso.
Ja sie hatten zu mir

Aber ich bin eindeutig kritisierbar und beide haben Meinungen über die Dinge die ich tue.
Vorallem meine Mutter hätte mich für solche Dinge, wie Lügen erzählen oder unfairness ordentlich in den Senkel gestellt.
Und ich hätte/würde mich wohl auch noch mit 54 beugen, wenn sie mich wie früher zwingen würde mich zu entschuldigen.
Also bei 3ten bei denen ich unfair war.
Es gibt bei uns diese bigotte Familienehre nicht.

Ansonsten alles für die Enkel= nett zum Vater sein, wenn er nett ist.
Ist er es zu Ihren Enkeln nicht, bekommt er auch ne Predigt.

Aber...mir hätten sie wohl dennoch immer irgendwann verziehen!
 
  • #18
Seine Familie hat es mitbekommen, aber nie etwas dazu gesagt bzw. ihn wenn überhaupt verteidigt.
Du brauchst doch nur bei dir zu gucken, wie sieht es da aus?

Wenn Du als Mädchen früher Mist gemacht hat, haben Deine Eltern nicht anderen für deren schlechten Einfluss die Schuld gegeben?

Zerbrich Dir nicht den Kopf über die Mischpoke anderer Leute oder besser lies Bücher oder schau Filme über erbitterte Familienfehden und such Dir Deine Freunde ganz genau aus.
 
  • #20
Nö das sehe ich mitnichten so, wer einem nicht gut tut und keinerlei Einsehen hat muss gehen.

Beispiel: Ich kenne meine beste Freundin seit knapp 30 Jahren, ihr kleiner Bruder ist 4 Jahre jünger, der hat ein Viertel seines Lebens im Knast verbracht, Drogen, Raub, schwere Körperverletzung die ganze Palette.

Der hat seine Eltern, seine Schwester betrogen, belogen, beklaut.

Meine Freundin war damals kurz nach dem Abi in Ausbildung und wohnte noch daheim, da stand morgens die Kripo vorm Haus und hat selbiges samt ihres Dachzimmers auseinander genommen.
Konsequenz daraus: Meine Freundin zog umgehend aus, hat ihren Eltern Klipp und klar mitgeteilt daß sie das gerne mitmachen können sie aber fertig sei mit ihrem Bruder.

Bis heute hat sie keinen Kontakt mehr und weiss nur über die noch lebende Mutter das der seinen Lifestyle fröhlich weiter führt- oder wie ich sage: alles richtig gemacht!
 
  • #21
Wie ich auf das Thema komme: Mein Ex hat mich andauernd belogen, betrogen, Tatsachen verdreht. Seine Familie hat es mitbekommen, aber nie etwas dazu gesagt bzw. ihn wenn überhaupt verteidigt.
In Beziehungen einmischen würde ich mich eher nicht. Die Sichtweise dazu ist oft subjektiv. Da verstehe ich, dass eine Familie sich raushält bzw. zu ihm hält. Deine wird ja auch zu Dir halten.

Generell würde ich Menschen, die mir nahestehen, schon auf Fehler hinweisen, aber auch genau überlegen, wie oft und bei welchen Fehlern ich das mache.
 
  • #22
Bruder ist 4 Jahre jünger,

Meine Freundin war damals kurz nach dem Abi in Ausbildung und wohnte noch daheim,
Also war Deine Freundin 10, der Bruder 16.
Konsequenz daraus: Meine Freundin zog umgehend aus, hat ihren Eltern Klipp und klar mitgeteilt daß sie das gerne mitmachen können sie aber fertig sei mit ihrem Bruder.
Kann man machen. Selbst ausziehen ist in der Konstellation sicher die richtige Lösung, wenn es ihr hilft.
 
  • #23
Konsequenz daraus: Meine Freundin zog umgehend aus, hat ihren Eltern Klipp und klar mitgeteilt daß sie das gerne mitmachen können sie aber fertig sei mit ihrem Bruder.
Bis heute hat sie keinen Kontakt mehr und weiss nur über die noch lebende Mutter das der seinen Lifestyle fröhlich weiter führt- oder wie ich sage: alles richtig gemacht!
Ich würde das 100 % genauso tun, ich gebe Energie und Zeit Vampiren keine Chance, egal wer das ist!!
Mein einzigartiges und begrenztes Leben ist mir viel zu wertvoll, viel zu kostbar, Punkt!

In Beziehungen einmischen würde ich mich eher nicht. Die Sichtweise dazu ist oft subjektiv. Da verstehe ich, dass eine Familie sich raushält bzw. zu ihm hält. Deine wird ja auch zu Dir halten.
Nein, bei solchen genannten Taten, gibt es kein raushalten und kein zu ihm halten mehr!
Generell würde ich Menschen, die mir nahestehen, schon auf Fehler hinweisen, aber auch genau überlegen, wie oft und bei welchen Fehlern ich das mache.
Bei solchen Taten, noch großzügig diesen gegenüber und konsequenzlos sich selbst gegenüber, das werde ich nicht sein wollen und deshalb auch nicht sein können!
Auch werde ich mich in jede Beziehung einmischen, wenn ich weiß, und erkenne, dass einer der beiden den Partner betrügt, das nenne ich aufrichtig, authentisch und Zivilcourage! Diesbezüglich gehe ich von mir aus und wäre heilfroh, wenn das andere mit mir auch tun würden, wenn sie wissen, dass meine Partnerin mich betrügt! Alles andere ist für mich Heuchelei pur, charakterlos, morallos, selbstwertlos und das passt nicht zu meinen Werten und somit nicht zu mir! Da ist Blut nicht mehr dicker als Wasser! Ich gehe lieber in Selbstachtung auf einem steinigen Weg durch das Leben, als auf einer Schleimspur durch das Leben rutschen! Und nochwas:
Sehr viele Menschen, würden sich zu Tode erschrecken, wenn sie statt ihrem Gesicht, ihren eigenen Charakter im Spiegel sehen würden! Auf meinem Badspiegel habe ich den Spruch angebracht:
"Siehst du deinen Charakter? "
Kann man machen. Selbst ausziehen ist in der Konstellation sicher die richtige Lösung, wenn es ihr hilft.
Um sich selbst zu schützen, muss man sich selber gegenüber, aufrichtig, authentisch und vor allem sehr konsequent sein und zwar in jeder Hinsicht!
 
  • #24
  • #25
Nun ja, ich erwarte, dass Eltern zu ihren Kindern stehen, alles andere ist Verrat. Wer braucht solche Menschen, die - wenn es SCHWER wird - den Schwanz einziehen? Also nein, danke! Da hat man ja ständig den insgeheimen Feind im Haus sitzen.

Man stelle sich vor, Eltern stellen sich auf die Seiten des Exes?
Und wer sagt nicht, ob du nicht doch lügst? Beweise bitte?

Vermutlich bist du leicht neidisch, weil du solche Eltern nicht hast, die hinter dir stehen.

Ich kenne das leider auch von mir. Meine Mutter glaubte meinem Ex mehr als mir, obwohl sie mich hätte vor fremden Männern schützen müssen. Leider hat sie sich damit als Mutter für immer disqualifiziert. Seitdem haben wir nur noch oberflächlichen Kontakt und ich verrate ihr nichts mehr. Ergebnis: Eine zerstörte Familie.

Lass den Mann in Ruhe, lebt euer Leben, begegnet euch nie wieder! Auch du wirst deinen Anteil/Schuld daran haben, dass es so geendet ist. Verhalte dich als Frau anders, erkenne Warnzeichen früher. Augen auf beim Partnerkauf! Und analysiere das Familienverhältnis bei einem neuen Mann besser.
Warum duldest du überhaupt mehrfachen Lug und Betrug?
 
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  • #26
Liebe Zuhii da muss ich widersprechen!

Elternschaft bedeutet nunmal auch seinen Kindern Werte und Verhaltensweisen mit auf den Weg zu geben.
Eltern sein bedeutet nunmal auch seinem Kind eine klare Rückmeldung über seine Verhaltensweisen zu geben.

Mein Ältester z.B. ist jetzt knapp 15 Jahre jung- wen der jetzt ne Freundin hätte und so behandeln würde dann wäre hier die Hölle los, im Traum nicht würde ich ihn da in Schutz nehmen.

Und wenns ganz hart kommen würde, mein Sohn würde straffällig, den würde mein Zorn treffen und das wäre mitnichten danach gegessen.

Oder für mich eine Horrorvorstellung, würde sexuelle Verbrechen begehen, dann sag ich's dir ganz klar, das wäre nicht mehr mein Sohn!
 
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  • #28
Man stelle sich vor, Eltern stellen sich auf die Seiten des Exes?

Meine Tante hat einem Ex meiner Cousine nach dem Beziehungsende mal einen Brief geschrieben, wie schade sie es fände, dass die Beziehung aus ist.🙈
Sie thematisierte es auf einer Familienfeier und man sah meiner Cousine an, wie unmöglich sie (und wohl alle anderen Anwesenden) das fand. Selbst meine Mutter, die mir ja gerne vorwirft, für das Scheitern meiner vorherigen Beziehungen verantwortlich zu sein, fragte mich hinterher ironisch, ob sie das auch mal machen soll.
Keiner außer dem Paar selbst weiß, was alles vorgefallen ist. Deswegen mischt man sich da nicht ein. Und wenn man schon was sagt, dann nicht offen vor dem Partner. Ich würde meinen Kindern nie offen in den Rücken fallen (krasse Ausnahmen wie Sexualstraftaten mal ausgenommen).

W36
 
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