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  • #1

Interkulturelle Beziehung

Hallo an alle :)

ich bin neu hier und wollte eigentlich nur euren Rat hören. Bevor ich anfange,bitte ich euch kein plakativen Aussagen oder sonstiges zu fällen, weil ich mir diesbezüglich echt schon eine Menge anhören musste.

Nun zum Thema:
Ich bin mitte 30 (w) und habe nun mehrere Beziehung hinter mir, die trotz langer Dauer, nicht klappen konnten. Viele meiner Freundinnen, inkl. meiner Schwester und meinem Bruder sind bereits verheiratet und denken an Kinderplanung. Ich komme nun auch langsam in ein Alter, wo ich eigentlich verheiratet sein wollte. Ich habe vor einiger Zeit, als ich meine Nicht ins Krankenhaus bringen musste, einen super Mann kennen gelernt und wir haben uns noch sehr lange unterhalten und uns auch noch später getroffen. Er ist Arzt in der Viszeralchirurgie, hochgebildet, sehr attraktiv und ein Gentleman.
Mir ist sofort sein südländisches Aussehen aufgefallen und ich habe ihn darauf angesprochen, weil ich neugierig war. Er sagte mir, dass er in Deutschland geboren wurde, hier auch aufgewachsen ist. Seine Eltern kamen aus dem Iran und der VAE, um hier zu studieren und praktizieren auch als Ärzte. Ich fragte ihn nach seiner Relgion und er sagte mir, dass er zwar an Gott glaubt, aber keinen Glauben praktiziert und sich nicht für Religionen interessiert.
Meine Freundinnen waren Deutschen mit Migrationshintergrund immer sehr verschlossen und versuchten sich von ihnen zu distanzieren, was ich eigentlich dumm finde. Jedenfalls...als ich ihnen von ihm erzählt habe, waren sie nicht begeistert und wurden sofort leicht beleidigend, was mich sehr traurig gemacht hat.
Ich denke, dass er jemand ist, mit dem man die Zukunft planen kann, da wir ähnliche Vorstellung vom Leben haben und auch die gleichen Wünsche.

Habt ihr Erfahrungen mit interkulturellen Beziehungen oder irgendwelche Anregungen?
 
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  • #2
Willst du glücklich werden oder nach den Vorstellungen deiner voreingenommenen Familie dein Leben führen? Was hast du zu verlieren?
Fürchtest du, dass sich deine Familie gegen dich stellt? (...)
Du "jammerst", dass du keine Beziehung führst. Wenn du so weiter machst, kommt der nächste Mann und der ist deiner Familie dann zu blond, zu groß, zu ..... dies, zu .....das.Wenn du Mut hast, machst du dein Ding. Ob es klappt, wird sich zeigen.
Traust du dich nicht, wirst du es bereuen, immer, wenn nicht heute, dann später.
 
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  • #3
Daraus wird nichts. Der Mann ist Arzt, ist Iraner (na ja hier geboren oder nicht ist egal), attraktiv...Der wird bestimmt eine jungere Frau heiraten wollen (die auch noch eine Jungfrau ist) und mit ihr Kinder planen usw.
Sorry, aber du hast hier keine Chance.

24,w
 
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  • #4
Mir ist sofort sein südländisches Aussehen aufgefallen und ich habe ihn darauf angesprochen, weil ich neugierig war. Er sagte mir, dass er in Deutschland geboren wurde, hier auch aufgewachsen ist. ...... er sagte mir, dass er zwar an Gott glaubt, aber keinen Glauben praktiziert und sich nicht für Religionen interessiert.

Meine Freundinnen waren Deutschen mit Migrationshintergrund immer sehr verschlossen

Ich denke, dass er jemand ist, mit dem man die Zukunft planen kann, da wir ähnliche Vorstellung vom Leben haben und auch die gleichen Wünsche

Liebe FS,
ignorier' Deine Freundinnen - sie sind mit Mänenrn versorgt und wahrscheinlich nur eifersüchtig, weil sich in ihren Ehen schon die ersten Abnutzungserscheinungen zeigen, währedn Deinen Weg gerade eine echte Sahneschitte kreuzt..
Dir soll er gefallen - das reicht.

Für mich gibt es einige Gründe mit einem Mann mit Migrationshintergrund nichts anzufangen:
- Religiosität
- verhaftet in traditionelles Gedankengut, welches nicht in eine offene westliche Gesellschaft passt, insbesondere was das Thema Gleichberechtigung der Geschlechter angeht und Berufstätigkeit der Frau
- soziale Kontakte beschränken sich auf den eigenen Kulturkreis und seine Familie
- unzureichende Sprachkenntnisse, d.h. sich mal eben verständigen und Schlagzeilen entziffern können reicht mir nicht aus

Wenn das alles nicht gegeben ist, dann gibt es keinen Grund, mit ihm nichts anzufangen. In meiner Generation waren auch die akademisch gebildeten Männer mit Migrationshintergrund autorität und hatten ein Rollenverständnis, dass weit außerhalb meiner Toleranzen lag. Die ausländischen Studentinnen aus den gleichen Ländern dagegen waren sehr modern und haben mit diesen Männern auch nichts angefangen.
Weil ich Ingenieurwissenschaften studiert habe, hatten ich einen hohen Anteil an Mitstudenten aus der Türkei, Iran, Irak, Indien - also umfangreiche Erfahrungen. Allen fehlte damals der Respekt vor Frauen.

In der jüngeren Generation kenn ich sehr viele Männer mit Migrationshintergrund aus den gleichen Ländern, deren Eltern (ebenfalls Akademiker) hier schon aufgewachsen sind. Das sind ganz moderne und sehr freundliche/liebevolle Männer. Sie sind in ihrer Art deutlich angenehmer als die meisten deutschen Singlemänner der gleichen Kategorie. Es gibt keinen Grund, außer dem Verhalten der Einzelperson, so einen Mann von vornherein auszumustern.

Probier's einfach aus.
w, 55
 
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  • #5
Hi,

Ich bin wie Du mitte 30, w und mit Migrationshintergrund.

Für das Gelingen einer multi-kulti Beziehung ist meiner Meinung nahc die Akzeptanz. Die muss bedingungslos und auf beide Seiten Bestehen.

Ich würde mich mental auf Ablehnung oder Skepsis in meinem Umfeld vorbereiten, wiel es ganz natürlich kommen kann. Auf unsensible Fragen locker mit Humor antworten.

Meistens sind Deustchen der 2. Generation von der Mentalität her Deutsch aber mit einem Schuß Exotic.

Falls Dein Bauchgefühl sag etwas positives und Du verstehst Dich gut mit Ihm, probier's mal.

Ich wünsche Dir viel Glück!
 
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  • #6
Ich habe so einige Iraner und Iranerinnen als Freunde und Bekannte. Auch wenn sie nicht hier geboren sind. Ich finde sie wirklich klasse. Ganz feine Menschen. Ich kenne sie auch immer raus. Mit dem Islam hat keiner von ihnen zu tun. Ich möchte sie nicht missen. Ich würde an deiner Stelle nicht viel um die Meinung deiner Freunde gerne, denn sie scheinen keine Ahnung zu haben oder sind borniert. Lerne ihn erst mal weiter kennen. w47
 
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  • #7
Hallo liebe FS,
also meine Erfahrungen sind zwar "nur" Erfahrungen aus 2. Hand, aber da sie positiv sind, will ich Dir gern darüber berichten.
Meine Freundin hat vor langer Zeit einen netten Studenten im Krankenhaus kennengelernt. Der wollte Arzt werden und war aus Afghanistan, ein politisch verfolgter Mensch.
Inzwischen sind sie seit mehr als 25 Jahren glücklich verheiratet, mit drei tollen Kindern, er hier mit eigener Arztpraxis. Sie hatten am Anfang sehr zu kämpfen, weil ihr Vater die Beziehung wegen der unterschiedlichen Kultur einfach negiert hat. Der Schwiegersohn wurde bis zur Geburt der ersten Tochter ignoriert, die Schwiegermutter hat ihn mit offenen Armen empfangen und das seltsame Verhalten ihres Mannes versucht auszugleichen.
Grundlage der Ehe sind ein offenes Ansprechen der eigenen persönlichen, religiösen und familiären Denkweisen und ein offener Umgang mit der Familie und deren Eigenheiten, eben wie in vielen anderen Familien auch, nur eben mit unterschiedlichen Wurzeln und intensiverer Herangehensweise.
Natürlich gab und gibt es immer wieder Berührungspunkte mit beiden Kulturen, die aber auch von beiden gewollt sind. Z.B. auch deshalb, damit die Kinder wissen, woher der Vater stammt und z.B. warum er Bildung für so wichtig hält, weil er dafür so sehr kämpfen musste und es nicht wie hier, als selbstverständlich erachtet wird, selbst bei schlechten Noten noch auf die Schule zu schimpfen und keine eigene Leistung/Engagement zu bringen.
Beide wirken weiterhin sehr glücklich und kommunizieren das auch so.
Gegenseitige Aktzeptanz scheint dabei das Zauberwort.
Viel Erfolg und: Glaube an EUCH
W < 50
 
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  • #8
Zuerst: suchst du eine Beziehung oder suchen deine Freundinnen? Also: lass dir nicht drein reden, im Zweifel wollen sie dich mit niemandem teilen; das läuft manchmal ganz unbewusst so ab.

Mein Sohn lebt seit fast 10 Jahren mit einer Südamerikanerin zusammen. Die ist NICHT in Deutschland aufgewachsen, ist also ganz anders sozialisiert, als der Mann, der dir gefällt. Und es klappt prima. Wichtig ist eher, dass man einen ähnlichen Bildungsstand hat, dann lassen sich auch kulturelle Unterschiede leicht erlernen und akzeptieren. Eine Freundin ist seit vielen Jahren glücklich mit einem Chinesen verheiratet - ebenfalls ursprünglich völlig fremde Welten. Wobei ich auch gescheiterte Beziehungen kenne, doch die gibt es innerhalb unseres Kulturkreises genauso, wie in Migrantenbeziehungen.

Lass dich nicht verunsichern, geh auf diesen Mann, der dir so gut gefällt, zu und lerne ihn besser kennen. Am Ende wirst DU (nicht deine Freundinnen!) dich für oder gegen ihn entscheiden. Weil du meinst, es passt zwischen Euch (oder auch nicht). Das hat mit seiner Herkunft dann nicht unbedingt etwas zu tun. w
 
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  • #9
Ich wäre nicht traurig, sondern eher geschockt, wie deine Freundinnen über Rassismus denken! So etwas geht einfach über gar nicht! Sorry. Solche Leute wie deine Freundinnen sind dafür verantwortlich, dass Menschenhass in Deutschland so weit verbreitet ist. Wer mir so etwas erzählen würde, wäre letzer Tag im Leben Freund gewesen! Dass du darüber noch lachen kannst, ist mir schleierhaft. Bist du etwas naiv?

Ja, natürlich habe ich Beziehung mit Nichtdeutschen. Ist doch logisch, wer hatte das nicht? An dir ist wohl ziemlich viel vorbei gegangen.
 
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  • #10
Bei mir (M) ist einmal eine Beziehung mit einer Italienerin gescheitert, zum Teil gab es da auch Sprachbarrieren. Wo die Barrieren bei Dir und dem Mann liegen wird nicht klar, nur in dem verschiedenen Aussehen wohl. Du schreibst auch nicht, was Deine religiösen Vorstellungen sind, ob die vielleicht sehr abweichen. Vielleicht kommst Du der Antwort näher, wenn Du Dich fragst warum Du Deine Freundinnen und dieses Forum um Rat fragst, statt Dich einfach auf ein Kennenlernen mit dem Mann einzulassen. Vielleicht hast Du ein schlechtes Bauchgefühl, dass Du in Form von möglichen interkulturellen Schwierigkeiten rationalisierst, aber ernsthafte Schwierigkeiten lassen sich aus Deiner Frage nicht ersehen.
Alles Gute!
 
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  • #11
Zuerst: suchst du Und es klappt prima. Wichtig ist eher, dass man einen ähnlichen Bildungsstand hat,

Na ja... Bei Iranern, Türken und Muslimen ist es anders. Wenn dieser Mann nicht älter als 40 ist (auch noch attraktiv) und ledig, dann würde er eher eine junge Türkin heiraten (ohne sexuelle Vergangenheit).
In Deutschland leben viele junge schöne Frauen iranischer und türkischer Herkunft, die studiert habe und auch noch Jungfrauen sind.

Und das Problem ist nicht, ob die Familie der FS (Freunde) den Mann akzeptiert, sondern ob seine Familie sie akzeptiert.

Das sage ich jetzt aus Erfahrung. Ich bin keine Muslimin, aber bin noch Jungfrau und wurde so erzogen, habe studiert. Und ich habe sehr viele Verehrer unter Türken (Ärzte, Anwälte), die gerade auf "was seriöses" aus sind. Alle sind über 30, hatten schon ihren Spass mit anderen Frauen, aber geheiratet wird eine "reine".
Sogar Arbeitslose Muslime wollen eine Jungfrau und wenn er Arzt ist, dann wird er natürlich was besseres wollen.
 
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  • #12
Trau dich.
Ich kenne viele interkulturelle Ehen. Fast alle sind glücklich, weit über dem deutsch-deutschen Durchschnitt. Speziell Verbindungen mit Exil-Iranern bzw. Menschen, die iranische Wurzeln haben, hier geboren und aufgewachsen und religiös nicht fanatisch sind (bei Exil-Iranern ist das fast immer so), klappen meist sehr gut, da diese Menschen häufig gebildet, kultiviert und warmherzig sind.
Lerne ihn einfach näher kennen; überstürze nichts.
Ablehnende Haltungen beruhen meist auf Unkenntnis und mangelnder Aufgeschlossenheit.

In meinem Bekanntenkreis gibt es ein deutsch-iranisches Ehepaar (er Exil-Iraner, Arzt). Die beiden haben 4 inzwischen erwachsene Kinder, 2 davon jetzt auch Ärzte; die Ehe ist auch nach vielen Jahren außerordentlich glücklich. Ich könnte fast neidisch werden ...
 
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  • #13
Ich habe den Eindruck dass deine Meinung schon fest steht und du nur mal dampf ablassen wolltest weil du von deinen Freundinnen entteuscht bist.

Meine Interkulturelle Beziehung war härter als gedacht.

Hätte nie gedacht dass der unterschied zwischen Deutschland und USA so groß sein würde.

Also ich habe den Eindruck du fliegst da mit wehenden Fahnen in ein schwieriges Gebiet.

Ist nicht böße gemeint basiert auf meine Erfahrung

LG
 
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  • #14
Ich (m,45) bin seit fast 10 Jahren mit einer Inderin verheiratet und glücklich. Ja, es gibt Probleme bei interkulturellen Beziehungen, die man bei Menschen der eigenen Nationalität nicht hat. Das geht von Sprachproblemen über kulturelle Unterschiede und religiöse Ansichten bis hin zu einem anderen Erfahrungsschatz in vielen alltäglichen Dingen. Außerdem heiratet man (ja, ich weiß, soweit seid ihr noch lange nicht) - ob man will oder nicht - neben dem Partner auch die Familie mit. Wer diese Dinge verleugnet, ist einfach naiv. Aber wenn man sich liebt und bemüht, sind das keine unüberwindbaren Dinge. Garantien gibt es aber in keiner Beziehung. Wünsche dir viel Erfolg!
 
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  • #15
Liebe FS,

meine interkulturelle Beziehung dauert nun schon 36 Jahre. Auch mein Partner ist Iraner, ist Arzt und wir haben uns in eienr Zeit kennen und lieben gerlernt, in der es noch nicht so einfach war einen Partner mit Migrationshintergrund zu haben.

Wenn es sich für die RICHTIG anfühlt, dann wage es. Einige Deiner Freunde und Bekannten werden sich von der abwenden. Dann waren es nicht die richtigen Freunde.

Toleranz und Akzeptanz sollte auf beiden Seiten vorhanden sein. Auch das Einlassen auf eine andere Kultur.

Ich drücke Euch ganz fest die Daumen. Alles Gute

w, 58
 
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  • #16
Das sage ich jetzt aus Erfahrung. Ich bin keine Muslimin, aber bin noch Jungfrau und wurde so erzogen, habe studiert. Und ich habe sehr viele Verehrer unter Türken (Ärzte, Anwälte), die gerade auf "was seriöses" aus sind. Alle sind über 30, hatten schon ihren Spass mit anderen Frauen, aber geheiratet wird eine "reine".

Entschuldige bitte meine Neugier, aber woher wissen diese Männer, dass Du noch Jungfrau bist? Fragen sie das ganz am Anfang, beim ersten Date oder schreibst Du das ganz offen in deinem Profil?

@FS: Da ich in mehreren Ländern gelebt habe, habe ich mein ganzes Leben "interkulturell" gedatet. Ich hatte nur ein Mal einen Freund, der dieselbe Muttersprache hatte wie ich. Mit den anderen haben wir immer seine Sprache benutzt oder eine Fremdsprache die wir beide kannten. In deinem Fall ist das sogar viel einfacher - der Mann kommt ja aus Deutschland, er hat hier die Schule besucht. Ich kann also deine Zweifel nicht so ganz nachvollziehen. Natürlich kann es nicht klappen. Mit jeder einzelnen Person kann es nicht klappen. Ich habe den Eindruck, er gefällt Dir gar nicht, da es aber in deinem Alter schwieriger wird jemanden kennen zu lernen, willst Du dass unsere Kommentare dich motivieren, ihn doch zu kontaktieren.
 
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  • #17
Exil-Iraner sind wohl die wenigen brauchbaren aus diesem Kulturkreis, beschäftige dich mal etwas mit der Geschichte dieser Gruppe. Es handelt sich meist um Intelektuelle, die nicht weiter religiös sind, im Gegensatz zu gewissen Ziegenhirten.

Das deine Freundinnen abraten ist, da sie vermutlich nur oberflächlich gebildet sind, verständlich. Wenn Frau die Nuancen in der RIchtung nicht kennt kann ihr durchaus übel mitgespielt werden.

Versuch es, behalte dir aber ruhig etwas gesunde Skepsis.
 
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  • #18
Das mit der Jungfräulichkeit kannst du in so einem Fall getrost vergessen.
Ein Exiliraner der 2. Generation erwartet das bei einer Mittdreißigerin ganz bestimmt nicht, und er sucht auch nicht danach.
Wenn ihr euch mögt, dann ran! Lern ihn kennen, schau dir seine Familie an, seinen Freundeskreis.
Ich hätte sehr wenig Bedenken, und ich schließe mich denen hier an, die gute Erfahrungen gemacht haben, aus 1. oder 2. Hand. Auch ich kann nur Positives berichten.

Ich wünsche dir, wünsche euch, alles Gute!
 
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  • #19
Entschuldige bitte meine Neugier, aber woher wissen diese Männer, dass Du noch Jungfrau bist? Fragen sie das ganz am Anfang, beim ersten Date oder schreibst Du das ganz offen in deinem Profil?

Ich bin jetzt fast 24 und ich habe viele Männer gedated. Da ich auch sehr gut aussehe (und keine Muslimin bin), hat jeder (von den Männern) große Augen gemacht.
Ich habe 4 deutsche Männer gedatet, nach 2 Monaten wollten die schon Sex und als ich gesagt habe, dass das ganze zu schnell für mich ist, weil ich eine Jungfrau bin...waren die weg. Die wollten nur Sex mit mir, keine Ehe, keine ernsthafte Beziehung.
Habe auch ein Paar Russen gedated, aber irgendwie hat es nicht geklappt, ich habe dann Schluss gemacht.
Dann habe ich mir gedacht:"Ok, Mädel,vielleicht Türken". Und Iraner sind fast so wie Türken, Azerbaijaner usw. Ich habe nur die besten gedatet, attraktive und gebildete. Ich arbeite auch in so einem ausländischen Unternehmen und fahre öfters nach Azerbaijan und habe mit solchen Menschen zu tun.
Diesen Männern (die ich gedatet habe) habe ich dann gleich gesagt, dass ich eine Jungfrau bin.
Ich habe jetzt einen Verehrer, der mich heiraten will. Er ist attraktiv, erfolgreich ABER eifersüchtig und das stört mich.

Wenn ich keine Jungfrau wäre, würde er mich nicht heiraten wollen (für ein bisschen Spass wäre ich ok), denn so sind nun mal die muslimischen Männer (auch wenn sie ihr ganzes Leben in Deutschland verbracht haben)

Deswegen finde ich lustig wie die FS darüber Sorgen macht, dass ihre Familie/Freunde ihn nicht akzeptieren würden. Ist eher umgekeht ;)
Er kann jede Frau haben
1. Kommt aus gutem Hause, seine Eltern sind Ärzte
2. Er ist Arzt und hat Status
3. Gutverdiener
4. Gutes Aussehen
 
  • #20
Hi FS,

nun ja, vergess jetzt erstmal bitte die Posts die jedem der rät genauer hinzuschauen Rassismus vorwerfen.

Obs uns nun gefällt oder nicht, die Lebenswirklichkeit zeigt schon sehr eindeutig dass dies zu erheblichen Problemen führen kann. Ich hab schon die wildesten Dinge mitbekommen, so dass ein Türkischstämmiger Arbeitskollege Jahrelang mit einer Deutschen Frau ging (und natürlich im Bett war), eines Tages jedoch aus dem Türkeiurlaub mit einer Frau zurückkam die er vor seiner Eheschliessung 2 Minuten gesehen hatte. (Hier geboren und aufgewachsen!). So dass Deutsche Frauen einem konvertierungsdruck ausgesetzt wurden, bei Scheidungen Kindesentführungen ins muslimische Ausland...(Nein, keine Einzelfälle).

Daher
Für das Gelingen einer multi-kulti Beziehung ist meiner Meinung nahc die Akzeptanz. Die muss bedingungslos und auf beide Seiten Bestehen.
Muss das Erweitert werden: Auf die komplette Grossfamilie!

Das heisst ganz einfach dass Du sehr genau hinschauen musst. Wie ist das Klima in der Familie? (streng Patriarchalisch, religiös, Sprache, etc.), wie sind die Beziehungen im Clan?, all das spielt eine Rolle. Der Kerl kann noch so Europäisch unreligiös sein, dem Druck eines anders denkenden Clans kann dennoch kaum einer widerstehen.

Deshalb- Hinschauen, Familie kennenlernen (und zwar im täglichen miteinander).

Bei politischen Flüchtlingen, gebildeten nicht sonderlich religiösen Migranten kann es schon sehr gut funktionieren.
 
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  • #21
Hallo zusammen,
Ich finde es immer wieder erschreckend mit welchen Vorurteilen Menschen mit Migrationshintergrund in Deutschland begegnet werden. Gerade die vermeintlich Intellektuellen grübeln mehr als richtig hinzuschauen. Es gibt viele intellektuelle Migranten, die sehr tolerant und aufgeschlossen sind, egal ob Mann oder Frau. Es ist schade zu sehen, wie mögliche Beziehungen enden, bevor sie überhaupt angefangen haben, weil der Deutsche bei dem Wort Islam oder Moslem etc. Schneller weg ist, als man schauen kann.
Ich persönlich bin Ärztin, attraktiv, aus gutem Hause und liberal erzogen. Ich glaube an Gott aber sehe viele Weltreligionen eher als Satire als mich in eine zu verrennen.
Meine Erfahrung mit Deutschen Männern war eher enttäuschend. Immer wieder und gern wurde ich ausgefragt, wie religiös ich denn sei und ob meine Umgebung eine Beziehung mit einem Deutschen duldet. Dabei möchte ich erwähnen, dass ich in einem leichtem Sommerkleid und alkoholischen Cocktail in der Hand beim Date saß. In solchen Momenten ziehe ich die Leute gern durch den Kakao und erzähle ihnen das, was sie hören wollen. Ich bin es leid, mich immer wieder verteidigen zu müssen! Den es bleibt oft nicht bei den wenigen Fragen. Sobald man die Familie kennenlernt, erneut dieselben Fragen usw.
Ist es denn so schwer, den Menschen als Menschen zu sehen und nicht gleich die Haarfarbe?
Es ist einfach frustrierend für Frauen wie mich, die den europäischen Typ Mann attraktiv finden und diese einen erst durch ein Casting jagen. Wo bleibt die Romanze und die Leidenschaft?

Sorry, ich musste mich mal auslassen. Es bedeutet nicht, dass Deutsche per se intolerant sind.

LG, w28
 
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  • #22
Liebe FS,

es hört sich gut an, dass dieser Mann von Religion nicht viel hält. Das ist schon mal ein Hemmschuh weniger. Lass Dich doch auf ihn ein, OHNE irgendwelche Vorurteile und höre nur auf DICH !

Du wirst auch seine Eltern kennenlernen, Du wirst sehen, wie sie zu Dir stehen, und Du wirst sehen, welche Kultur er lebt.

Kulturunterschiede sind immer schwierig, aber sie sind zu meistern, auch wenn es öfter mal kracht, ab und zu kann man es auch humorvoll sehen.

Ich bin aus Bayern, ländlicher Raum und bin vor 2 Jahren nach Fernbeziehung zu meinem Partner im nördlichsten Deutschland gezogen...

ich kann euch sagen, kleine Sprachschwierigkeiten sind noch das geringer Übel. Geht weiter mit Unterschieden im Temperament, unterschiedliche Koch-Gewohnheiten, Gerichte usw..

es gibt schon mehr zu tun, und die Akzeptanz und Toleranz ist mehr gefordert als wenn beide Partner aus demselben Kaff stammen. Allerdings, es bereichert auch sehr und man kann dann oft miteinander lachen.

Wage es, und Du wirst sehen !

w, 41
 
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  • #23
Ich finde Beziehungen schon ohne kulturellen Unterschied schwierig genug.
Mein Ex ist Italiener, also quasi Nachbar ;-). Und das kann für eine emanzipierte deutsche Frau, die ihre Freiheiten gewöhnt ist, schon schwierig genug sein.
Da möchte ich lieber nicht wissen, wie es sich mit jemanden aus einer noch weiter entfernten Kultur lebt. Ich glaube, ich würde es lassen.
 
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