• #1

Intelligenzunterschied in der Ehe - übertreibe ich?

Hallo,

mein Mann und ich (beide 35) sind seit 4 Jahren verheiratet und üben als Selbstständige kreative Berufe aus. Gestern führten wir ein Gespräch über einen eventuellen neuen Kunden und er versuchte mir einzureden, dass ich für diesen Kunden meine Softwarekenntnisse in einem bestimmten Bereich erweitern sollte, da ich zu langsam sei. Im Grunde hatte er recht, ich habe mich allerdings angegriffen gefühlt und nicht unbedingt einsichtig reagiert. Im Laufe dieses Gesprächs führte dann eins zum anderen und ich fragte ihn, ob er denke, ich sei dumm. Seine Antwort: er denke nicht, dass ich dumm sei, ganz im Gegenteil. Allerdings halte er sich für klüger. Er sei im Allgemeinen der klügste aus seinem Freundes- und Bekanntenkreis.
Das ganze hört sich jetzt bestimmt nach Kinderkram für Euch an, allerdings hat mich seine Aussage schon tief getroffen. Er ist der Meinung, dass wir uns sehr gut ergänzen und es Dinge gibt, in denen er sich besser auskennt als ich und umgekehrt. Ganzheitlich betrachtet, verfüge er jedoch über mehr Wissen und Fähigkeiten als ich.
Wie ihr unschwer erkennt, ist er schwer von sich überzeugt, er kann Menschen wahnsinnig machen mit seiner Art, allerdings ist er wirklich sehr gebildet - seine belehrende Art führt jedoch häufig zu Diskussionen und Konkurrenzkämpfen in unserem Umfeld.
Hinzu kommt, dass ich über kein stark ausgeprägtes Selbstwertgefühl verfüge habe und mich leicht angegriffen fühle, wenn Kritik geäussert wird.
Wäre es ein Problem für Euch, die ewige Zweite in der Beziehung zu sein? Übertreibe ich?
 
  • #2
Hallo Devarum
Dass dich seine Worte verletzt haben, kann ich verstehen. Immerhin hat er zugegeben, dass ihr euch gut ergänzt. Offensichtlich hat er aber von sich eine hohe Meinung und sagt es auch... na ja. Kommt mir als Besserwisser rüber und eckt offenbar immer wieder mal damit an.
Ich an deiner Stelle würde das Thema mal ruhen lassen. Dann mach mal diesen Softwarekurs, wenn es notwendig ist und ihr so den Kunden bekommt. Für dich alleine würde ich aber mal anfangen, mich mit Fachbüchern zum Thema Selbstwertgefühl zu befassen und so dein Selbstwertgefühl nach und nach aufzubauen. Damit lernst du bestimmt viel dazu, auch besser mit Kritik umzugehen bzw. dass du dich gar nicht mehr immer wehren oder beweisen musst. Du bist wie du bist, du hast deine Fähigkeiten, du musst nicht mit deinem Mann konkurrieren usw. Vielleicht bist sogar du diejenige, die ihn in Sachen emotionaler Intelligenz weit übertrifft. In diesem Sinne bist du keinesfalls die Zweite in der Ehe, du bist seine Frau und Partnerin, nicht mehr und nicht weniger.
 
  • #3
Wenn die Beziehung zum Machtkampf wird, läuft was falsch.
Ich fand es in meiner letzten Beziehung wunderschön, daß er sehr intelligent war und vieles besser konnte, technische Sachen zum Beispiel, für die ich keinerlei Interesse habe.
Ich bin viel lieber mit Menschen zusammen, die ich für sehr intelligent halte. Ob du übertreibst, keine Ahnung, wir sind hier ja keine Schiedrichter für deine Ehe.
 
  • #4
Also meine (festen längeren) Exfreunde hatten alle einen Schnitt von 1,0 im Abi - einer sogar 0,8 !?! Bevor ich ihn kannte, wusste ich gar nicht,dass es sowas gibt!
Ich mag Männer, die mich intellektuell stimulieren, und ich mit meinem 2,0-Abi war eben eher im "Mittelfeld" im Gegensatz zu ihnen. Sie hatten auch in vielen Dingen eine etwas schnellere Auffassungsgabe und ein photographisches Gedächtnis. Während ich 1 Stunde über 2 Seiten Physiologie hing, hat er sich das - obwohl er gar nicht Medizin studierte - 10 min durchgelesen und mir dann alles erklärt mit sämtlichen physikalischen Formeln... ("Aber Schatz - hier greift einfach das Hagen-Poiseuille´sche Gesetz...") :)
Allerdings haben Sie das - im Gegensatz zu Deinem Mann - niemals(!) raushängen lassen - mein Mann hat mir auch immer bestätigt, dass ich so ziemlich alles besser kann als er - im Alltag und auch vieles im Beruf. Ich war organisatorisch besser und handwerklich geschickter.
Und mein Exfreund davor hat mir auch immer zu verstehen gegeben, dass ich intelligent bin (- zumindest in seinen Augen). Wir waren immer auf Augenhöhe.
Die Statements deines Freundes zeugen eher von einem kleinen Selbstbewusstsein - sonst hätte er so etwas Erbärmliches wie eine Erniedrigung Deiner Person nicht nötig.
Lass Dir bloß nicht einreden, dass Du die ewig Zweite bist!
 
  • #5
Liebe Fragestellerin. Wenn Du das mit Deinem Selbstwertgefühl nicht auf die Reihe kriegst, dann wirst Du überall nicht die erste Geige spielen.

Wenn Du ein gesundes Selbstwertgefühl hättest, dann würdest Du solche Fragen gar nicht erst stellen.

Du hast es schon erkannt. Das Problem ist nicht Dein kluger Partner sondern Dein angeknackstes Selbstwertgefühl. Und das wird nicht besser, wenn Du von ihm ein anderes Verhalten forderst oder einen weniger klugen Partner nimmst. Viel Glück.
 
  • #8
Warum heiratet eine selbstwertschwache Frau einen Besserwisser?

Liebe FS,

arbeite an deinem Selbstwertgefühl, setze deinem Mann Grenzen, ganz klar, wenn sich nichts ändert, dann ist in meinem Augen über kurz oder lang eine Trennung vorprogrammiert, weil das Ungleichgewicht immer größer wird.

wÜ50
 
W

wahlmünchner

  • #9
Er sei im Allgemeinen der klügste aus seinem Freundes- und Bekanntenkreis.
Leider denken das einige Männer von sich (manche insgeheim)...
..es gibt auch Männer die denken, sie wären die blödsten und dümmsten..und sind dann meist hochdepressiv...
So albern es ist: während manche Frauen andere sofort in die Kategorie- hübscher als ich... -hässlicher als ich ordnen...
sortieren andere in klüger/dümmer....beliebter/unbeliebter...reicher/ärmer...
Ja und Männer machen das auch. Ich finde derartiges Vergleichen anstrengend und unnötig.
Was mir imponiert ist, wenn Leute sich selbst wertschätzen und gut behandeln. Wenn sich jemand selbst motivieren kann und seine eigenen Schwächen kennt und akzeptiert. Wenn jemand aber meint, besonders toll, schlau oder schön zu sein, empfinde ich ihn leider oft als besonders unsympathisch oder/und weltfremd, weil es meistens nunmal keine Grundlagen zu diesen Überzeugungen gibt.
Nunja, ich kannte mal einen Menschen, der 11 Sprachen sprechen konnte, 3 Berufsausbildungen hatte und super aussah--ein Überflieger, eine Ausnahme und ein sehr netter Mann..
..ich denke aber sollte dein Partner derart herausragend schlau sein, wäre es dir schon aufgefallen.
Mach einen Schritt zurück und schaue dir seine Wahrheit in Ruhe an. Dann frage dich wer wohl mehr psychische Probleme hat. Du mit deinen Minderwertigkeitskomplex oder er mit seinem verzerren Selbstbild, das er wohl braucht für seine Psychohygiene...
Warum in einer Partnerschaft die Cleverness entscheidend sein soll ist mir nicht klar.
Mal abgesehen davon, dass du vermutlich nicht mal weniger intelligent bist ist es nunmal so, dass es wenn es so wäre doch (Entschuldigung ) völlig irrelevant ist.
ich wäre an deiner Stelle übrigens in schallendes Gelächter ausgebrochen ( ist mir an anderer Stelle bei fast identischem Thema schon passiert..allerdings waren wir kein Paar, sondern nur Freunde)
 
  • #10
Im Laufe dieses Gesprächs führte dann eins zum anderen und ich fragte ihn, ob er denke, ich sei dumm. Seine Antwort: er denke nicht, dass ich dumm sei, ganz im Gegenteil. Allerdings halte er sich für klüger.
Die eigentliche Frage ist doch, wie ihr aus der Nummer wieder rauskommt. Er hat verbalisiert, dass er dich für intellektuell unterlegen hält. Das so zu tun ist ziemlich dumm. Du hast das provoziert. War auch nicht so schlau.
Ich würde noch genau eine Chance geben, das gerade zu rücken und wenn das nicht adäquat läuft, mich trennen. Mit Leuten, die mir sagen, sie halten mich für intellektuell unterlegen, möchte ich nicht mein Leben verbringen.
 
  • #11
Ich finde nicht dass du übertreibst. Du könntest ihn fragen, ob ihm schon mal aufgefallen ist, dass es ziemlich bescheiden um diese Welt steht, trotz all der Leute, die sooo viel wissen und sooo schlau sind! Wissen und Intelligenz sind bei weitem nicht die einzigen essentiellen Eigenschaften die es gibt. Taktgefühl und guter Stil und Empathie - wo sind diese bei ihm? "Eigenlob stinkt", so kenne ich das.
Und andere Eigenschaften wie Vernunft, Klugheit, Achtsamkeit, Verantwortungsgefühl,.... Er überschätzt sich und (s)eine herausragende Intelligenz sehr. Das eingebildete Verhalten u. Eigenlob würden mich auch nerven.
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
  • #12
Damit, dass mein Partner klüger ist, hätte ich gar kein Problem. Ich habe keine sonderlich schnelle Auffassungsgabe, denke ich, und ich muss wohl auch mehr machen in bestimmten Bereichen, z.B. vergesse ich geschichtliche Daten dauernd und bin dann unsicher, obwohl ich das sehr interessant finde.
Aber das Problem sehe ich darin, wenn der schlaue Mann sein Ego aud seiner Schlauheit aufbaut und deswegen braucht, andere deswegen abzuwerten und ständig seine Fähigkeiten in den Vordergrund zu stellen. Selbstwert und Scheinselbstwert wiedermal.

Er sei im Allgemeinen der klügste aus seinem Freundes- und Bekanntenkreis.
In seinem Fachbereich vielleicht, aber lebenserfahrungsmäßig bezogen möchte ich das stark anzweifeln. Zumal dazu auch eine gewisse Demut gehört, weil man erst dann auch die anderen "sehen" kann.
Aber ich bin auch schon Leuten begegnet, die meinten, weil sie einen Doktor haben oder sogar Prof sind, wüssten sie nun automatisch in ALLEM mehr als andere Menschen.
seine belehrende Art führt jedoch häufig zu Diskussionen und Konkurrenzkämpfen in unserem Umfeld.
Kann ich mir vorstellen, denn er wertet ja damit auch ab, wenn er nicht einfach nur Infos gibt, sondern ständig selber einen Konkurrenzkampf draus macht, dass er mal wieder besser und mehr weiß. Und es nervt, wenn man nur einen Scherz machen will und der andere einen bierernst berichtigt und noch einen Vortrag darüber hält, wie es richtig zu sehen ist.
Es gibt ja Leute, die Freude am Wissen haben. Ich mag sowas auch, wenn ich noch Zusatzinfos kriege oder die Witze auf hohem gebildeten Niveau laufen können. Aber wenn der andere sich jedesmal innerlich einen runter***, nervt das irgendwann, weil man gleichzeitig immer mitgeliefert kriegt, dass man nicht so clever ist in den Augen des anderen, als sei das immens wichtig, der Beste zu sein.
Du bist allerdings ähnlich gestrickt, wenn Du Dein Selbstwertgefühl auch nur daraus beziehst, auf irgendeinem Gebiet viel zu wissen oder irgendwas zu können. Klar, dass Dich jemand wie Dein Freund dauerreizt, statt dass Du durchschaust, dass auch bei ihm ein kleines Ego dahintersteckt.
Es ist kein Problem für mich in irgendwas die Zweite zu sein. Nur, wenn ich dauernd als Hilfsmittel für das Ego eines anderen sein soll und das zu Folge hat, dass er mich als ewige Zweite behandelt, stört mich das sehr wohl.
 
  • #13
Nun ja, wenn überhaupt, dann in Bezug auf Intelligenz. Dafür kannst Du andere Dinge besser. Wohl bei fast allem ist einer besser und der andere schlechter.
Wenn man aber im Glauben, dass Intelligenz und Bildung das allerwichtigste bei der Beurteilung eines Menschen sind, aufgewachsen ist, ist es eben nicht egal, wenn man andere Dinge besser kann, denn diese Fähigkeiten empfindet man ja selbst als minderwertig.
( Ich rede von meinen eigenen Erfahrungen )

Ich stehe auch auf gebildete Männer. Mich turnen eine umfangreiche Allgemeinbildung und eine rasche Auffassungsgabe ungemein an.
Das ist für mich das allergrößte.
Wenn ich da einem ganz auffallenden Überflieger begegne, bin ich hin und weg, auch wenn er ein Vollnerd oder klein oder alt ist.
Derzeit flasht mich der Vater meines Freundes, der hat alle drei dieser Eigenschaften.

Meine Zuneigung und mein Interesse kann so ein Mann nur durch deutlichen Körpergeruch oder anderes Abstoßendes oder durch widerliches Benehmen zum Beispiel menschenverachtende Äußerungen kaputtmachen. Ersteres kommt schon mal vor, das zweite niemals, das wäre ein Paradoxon.
Und die dritte Methode, mich trotz der wunderbaren Geistesgaben in die Flucht zu schlagen, wäre, damit anzugeben.
Aber auch das habe ich bei wirklich intelligenten Menschen noch niemals erlebt.

Entweder ist dein Freund die Ausnahme, die die Regel bestätigt, oder er ist nicht so intelligent, wie er glaubt und dich glauben macht.
Vielleicht hat er nur genug an Wissen angehäuft und kann sich gut ausdrücken und schwupp denkt man, er hat's drauf.

Übrigens:
...einen Schnitt von 1,0 im Abi - einer sogar 0,8 !?! Bevor ich ihn kannte, wusste ich gar nicht,dass es sowas gibt!
Wußte ich auch nicht, bevor mein Bruder Abitur machte. Da war einer, der hatte einen Schnitt von 0,67 = 900 von 900 möglichen Punkten = überall 15 Punkte, sogar in Sport.
Boah, der hat mich damals schon schwer beeindruckt.
Ein sehr netter Kerl übrigens.
Ich habe ihn gerade bei fb entdeckt und gleich mal angeschrieben, der kannte mich noch.
Er hat Philosophie studiert, sonst weiß ich nichts von ihm.
Ich hätte sehr gerne Kontakt zu ihm.


w 48
 
  • #14
Nein, du übertreibst ganz und gar nicht. Ob er nun wirklich schlauer ist als du, sei mal dahingestellt - seine Bildung und Intelligenz so raushängen zu lassen, ist jedenfalls kein schöner Charakterzug. Gegenüber dem Partner, den man eigentlich unterstützen und bestärken sollte, finde ich es geradezu krank.

Männer, die in Gesprächsrunden ständig mehr oder weniger "subtil" ihr intellektuelles Potenzial zur Schau stellen müssen, sind mir ein absoluter Graus. Typischerweise geht das einher mit einem unterkühlten, emotionslosen Habitus, der einen als Zuhörer geradezu frösteln macht. Als würde man mit einer Rechenmaschine interagieren statt mit einem lebenden Menschen. Furchtbar.

Ich denke, innerlich sind solche Männer ganz klein. Es sind wohl typischerweise die schikanierten Klassenstreber von einst, die über die intellektuelle Schiene ihre sozialen Defizite und ihr schwaches Selbstwertgefühl kompensieren. Ich kann das ein Stück weit verstehen, weil ich selbst mal so ein Streberkind und Mobbingopfer war. Doch bei allem Verständnis finde ich dieses Verhalten gefühlsmäßig komplett abtörnend. Mit so jemandem könnte ich nicht befreundet sein, geschweige denn eine Beziehung führen. Ich halte solche Männer auch für potenziell gefährlich, weil unter ihrer kühlen Überlegenheit oft abgrundtiefer Hass brodelt.

Dass du einen solchen Mann zum Partner gewählt hast und hier diese Frage stellst, zeugt von einem wirklich sehr schwachen Selbstwertgefühl. Vermutlich fandest du ihn gerade deshalb mal so anziehend, weil er dir dein negatives Selbstbild bestätigt. Das Gefühl der Unterlegenheit, das er dir gibt, ist dir vertraut. Aber da gibt es auch einen Teil in dir, der aufbegehrt gegen seine Unverschämtheiten; der wachsen, erstarken und sich weiterentwickeln will...und das ist gut. Bewahre dir diesen Teil, hege und pflege und schütze ihn und gibt ihm immer öfter eine Stimme.

Wenn du es schaffst, zu einer selbstbewussten Persönlichkeit zu reifen, wirst du dich eines Tages fassungslos fragen, was du überhaupt mit so einem arroganten, abgehobenen Schnösel wolltest.
 
  • #15
Die eigentliche Frage ist doch, wie ihr aus der Nummer wieder rauskommt. Er hat verbalisiert, dass er dich für intellektuell unterlegen hält. Das so zu tun ist ziemlich dumm.
Meine Erfahrungen sagen mir, dass sich diese Nummer mit der Zeit vertiefen (verschlimmern) wird, denn ein solcher Konkurrenztyp macht immer weiter, hört nicht auf, es macht ihm sehr Spaß so zu sein und das unbekannte Verhalten des Partners motiviert ihn immer mehr, das zu tun! In meinem Umfeld ist auch so ein Typ,.der sich genau so verhält!
 
  • #16
. Er ist der Meinung, dass wir uns sehr gut ergänzen und es Dinge gibt, in denen er sich besser auskennt als ich und umgekehrt. Ganzheitlich betrachtet, verfüge er jedoch über mehr Wissen und Fähigkeiten als ich. Übertreibe ich?
Also, wenn das SO ist, dann ist das so. Ich finde seine Äußerung eigentlich nicht schlimm. Er lässt hier auch kein "zu kleines Ego" raushängen, denn du hast ja schließlich direkt nach seiner Meinung gefragt, und er hat dir eben eine direkte Antwort gegeben, die du nun nicht vertragen hast. Es ist ja nun auch nicht so, dass er sagte, er hielte dich für dumm. Wenn er objektiv betrachtet einfach mehr Wissen und mehr Fähigkeiten hat, dann ist das doch gut. Sowas gibt es manchmal. Ich war auch in Langzeitbeziehung mit so einem geistigen Überflieger, der dazu noch sehr nett war, wobei ich wahrscheinlich intellektuell eher der gute Durchschnitt bin. Mir macht sowas gar nichts aus, denn schließlich haben wir alle unterschiedliche Lebenswege, die uns zu dem machen, was wir heute sind. Er ist sehr behütet aufgewachsen und hatte in Kindheit und Jugend sehr viel Zeit, sich über alles Gedanken zu machen, konnte Wissen aufsaugen, ohne Abgelenkt zu werden. Ich hingegen komme aus widrigsten sozialen Verhältnissen, musste mich früh mit existenziellen Sorgen und lebensbedrohlichen Situationen auseinandersetzen, und habe erst sehr spät zu Bildung und Einsicht Zugang gehabt. Alles, was ich heute bin, bin ich aus eigener Kraft und bin wahnsinnig stolz drauf. Auch wenn es nur Durchschnitt ist. Daher bereichern mich Leute die mehr drauf haben als ich, man kann unendlich viel lernen und mitnehmen, wenn man will. Solange man das nicht kann, ist man noch viel zu sehr mit sich selbst beschäftigt und hat seine eigenen Stärken nicht erkannt.
Schau doch mal bei dir, ob es in deinem Leben etwas gibt, wo du Stärke rausholen kannst, wo du dein Selbstwertgefühl stärkem kannst, wodurch solche Äußerungen nicht mehr schlimm sind für dich, weil du ganz bei dir bist und weißt, was du kannst.
Man kann ihm allerhöchstens mal sagen, dass du dich durch ihn belehrt fühlst, ob er einen Weg findet, diese Art abzustellen.
 
  • #17
Wie ihr unschwer erkennt, ist er schwer von sich überzeugt, er kann Menschen wahnsinnig machen mit seiner Art, allerdings ist er wirklich sehr gebildet - seine belehrende Art führt jedoch häufig zu Diskussionen und Konkurrenzkämpfen in unserem Umfeld.
Hinzu kommt, dass ich über kein stark ausgeprägtes Selbstwertgefühl verfüge habe und mich leicht angegriffen fühle, wenn Kritik geäussert wird.
Wäre es ein Problem für Euch, die ewige Zweite in der Beziehung zu sein? Übertreibe ich?
Liebe @devarum grundsätzlich kann mich so viel Arroganz auch auf die Palme bringen insbesondere wenn sie von meinem Partner käme, denn ich zur Zeit nicht habe!
Aber ich sage dir etwas, was für dein Leben und für dein Seelenheil am besten wäre und zwar dem ganzen mit Gelassenheit und süffisantem Lächeln zu begegnen und ihn mit bestimmten Argumenten zu schlagen.

Und zwar könntest du ihm sagen: "was nutzt dir das ganze Wissen, Fertigkeiten und besser als die Besten zu sein, wenn du im Alter mit Demenz im Altersheim vegetierst und stirbst? In die jenseitige Welt kannst du nichts, was du gelernt hast mitnehmen."

Du könntest ihm dazu auch die Aussage von John Lennon zitieren. Als er in der Schule gefragt wurde, was er werden wolle, antwortete er:

"When I was 5 years old, my mother always told me that happiness was the key to life. When I went to school, they asked me what I wanted to be when I grew up. I wrote down ‘happy’. They told me I didn’t understand the assignment, and I told them they didn’t understand life."

Jetzt kannst du entscheiden, ob du mit ihm in einen Wettkampf treten willst, dich weiterbildest damit du das gleiche Wissensniveau erreicht. Doch wirst du damit glücklicher?

Finde selbst, was dir im Leben am wichtigsten ist, was dich am zufriedensten, glücklichsten macht, ohne an ihn zu denken als gebe es ihn nicht.
Ich vermute mit dieser Gelassenheit wird er nicht umgehen können und sich wundern, dass er diese Schlacht und diesen Krieg nicht gewinnen kann, denn du machst nicht mit!

Das Leben ist zu kurz, um in einer Partnerschaft in Konkurrenzkampf zu treten! Dafür ist sie nicht da, sondern der Beruf aber auch da wäre es besser, wenn sich jeder Annerkennung und Respekt zollt. Nur kleine Jungs wetteifern wer am weitesten pinkelt. Sag ihm das auch zum Schluss und verlasse den Raum. Er wird schon ins Grübeln kommen, was wirklich das Wesentliche im Leben ist.
 
  • #18
Hallo Devarum,

eine sehr gute Frage, dank dir dafür!

Ja, da gibt es schon echte Killer-Bekenntnisse:
"Also ganz objektiv sehe ich ja schon besser aus als du..."
"Ganz ehrlich finde ich deine Mutter unausstehlich..."
"Ich bin mir wirklich nicht ganz sicher, was das mit uns wird..."
Ganz zu schweigen von
"So richtig lieben tu ich dich wohl nicht... aber das kommt ja vielleicht noch..."

Ja, an so etwas können Beziehungen nach meiner Erfahrung sehr wohl zerbrechen. Es ist für den Partner, der sich einmal als "subjektiv schlauer" geoutet hat, einfach verdammt schwer, eigentlich unmöglich, dieses Statement wieder zu relativieren.... diese Thematik wird sich von da an durch alle eure Unterhaltungen ziehen, jede Diskussion wird von ihr begleitet werden, ob zu zweit oder in Gesellschaft.

Speziell bei dem "Schlauheits-Bekenntnis" könnte dir ein Trost sein, dass "gleiches Intelligenzniveau" für Männer schlicht und einfach kein besonders wichtiges Kriterium in der Beziehung ist, solange die Differenz nicht groß ist - und das scheint bei euch ja nicht so zu sein.
Ich glaube, dass die Frauen diesen Fragen ("Bin ich so schlau wie er?" "Meint er, dass wir beide gleich schlau sind?") zu große Bedeutung beimessen. Für die Männer ist das recht neutral... so ähnlich, wie wenn man fragen würde, wer wohl mehr wiegt. Und ja, Männer können Intelligenzunterschiede einfach gut einschätzen... so eine Aussage ist also sehr wenig emotional getönt, sondern einfach das, was man weiß oder zu wissen meint. Der männliche Teil wundert sich dabei i.d.R. noch, warum die Frau das überhaupt fragt, wenn es doch auf der Hand liegt...

manchmal
 
  • #19
Liebe devinarum,

Ein Partner, der einen anderen klein macht - Du bist zu dumm, ungeschickt, zu wenig attraktiv...

Ich würde das mir nachdrücklich verbitten, generell bei jedem, in einer Partnerschaft erst recht.
Und wenn es anhält, dass ein Partner immer wider versucht mich klein zu machen, ist das für mich ein absoluter Trennungsgrund.

Frage des Selbstwertes und der Selbstachtung.
 
  • #20
Nun, da seid ihr ja wunderbar in einen Konflikt hineingeschlittert.

Er hat dir gesagt, dass er sich für klüger hält als dich. Das könnte man als abwertend dir gegenüber betrachten. Insofern war diese Aussage von ihm ungeschickt. Allerdings hast du ihn auch ganz direkt danach gefragt. Du hast es also provoziert, er hat seine von ihm so gefühlte Überlegenheit in diesem Punkt nicht heraushängen lassen.

Wahrscheinlich wolltest du hören, dass er dich für genauso klug hält, nicht wahr? Das wäre dann gut für die Beziehungspflege gewesen, aber auch eine Art Fishing for compliments deinerseits, da du ja selbst gesagt hast, dass auch du ihn für sehr klug hältst. Dein Kalkül ist da wohl nach hinten losgegangen, weil du nicht damit gerechnet hast, dass dein Partner zwar sehr intelligent ist, du ihm auf der sozialen Ebene dafür überlegen bist (er kommt häufig als Besserwisser rüber, spricht Dinge offen aus, auch wenn das schädlich für die Beziehung ist).
Mein Tipp: lass solche Spielchen, arbeite an deinem eigenen Selbstwert, und akzeptiere, dass dein Partner (und Männer im Allgemeinen) anders ist als du. Dein Partner hat schon recht: Ihr ergänzt euch wunderbar! Er ist intellektuell und in punkto Bildung überlegen, du dafür im sozialen Miteinander. Wenn du lernst, mit diesen Unterschieden umzugehen, und keinen Wettkampf veranstaltest (der ging nämlich von dir aus, nicht von ihm), könnt ihr eine ganz wundervolle Beziehung haben.
 
  • #21
Allerdings haben Sie das - im Gegensatz zu Deinem Mann - niemals(!) raushängen lassen - mein Mann hat mir auch immer bestätigt, dass ich so ziemlich alles besser kann als er - im Alltag und auch vieles im Beruf. Ich war organisatorisch besser und handwerklich geschickter.
Und mein Exfreund davor hat mir auch immer zu verstehen gegeben, dass ich intelligent bin (- zumindest in seinen Augen). Wir waren immer auf Augenhöhe.
Genau darauf kommt es an. Eine Partnerschaft ist doch genau dann gut, wenn man das Gefühl hat, der Partner bereichert das eigene Leben und man selbst bereichert auch sein Leben. Jeder möchte vom anderen positiv bewertet und nicht gering geschätzt werden. Ein Partner der einen negativ bewertet (vielleicht um seinen eigenen Wert zu erhöhen) der achtet einen nicht.

Da helfen dann auch nicht so banale Floskeln, dass es ja auch Sachen gibt, die der andere besser kann. Schließlich findet man bei jedem Menschen etwas, was die Person besser kann als man selbst.

Ich kenne das auch Partnerschaften eher so, dass man automatisch um Hilfe bittet, wenn der andere etwas besser kann, sich den Rat holt, den man gerade braucht. Aber der Partner sollte nie ankommen und sagen, lass mich das mal machen, ich kann das besser. Viele Männer neigen zwar gerne dazu, in Gesprächen gleich Lösungen zu formulieren, aber da hilft dann oft der Hinweis, dass man die gerade gar nicht hören möchte. Sag Deinem Partner also deutlich, dass Dich sein Verhalten verletzt und dass Du Dich von ihm nicht wertgeschätzt fühlst. Ich denke, er hat da ein Thema, an dem er arbeiten muss.

Ich glaube übrigens, dass Du ein gesundes Selbstbewusstsein hast, wenn Du als Frau in der Softwareentwicklung selbständig bist. Denn da wirst du schon dem einen oder anderen Vorurteil gegenüber gestanden haben und Dich beweisen müssen.
 
  • #22
Das ganze hört sich jetzt bestimmt nach Kinderkram für Euch an.....
Würde ich nicht so sehen, gäbe es nicht Deine Aussage Du wärest Selbstständig - bist Du sicher, damit den richtigen "Beruf" gewählt zu haben?
Erfolgreiche und gute Geschäftsmänner und -frauen sind für Hinweise und Ratschläge, die gewinnmindernde und zeitaufwendige Fehler vermeiden helfen, jederzeit dankbar. Diese werden als postive Bereicherung aufgenommen und nicht als "er versuchte mir einzureden" abqualifiziert, wenn sie als richtig erkannt werden.

Ich würde mir, statt eingeschnappt zu sein, eher Gedanken darüber machen Deinen Partner für Deine Projekte prinzipiell "mit in´s Boot zu holen".

Ich frage mich auch, - wenn Du Dich mangels ausgeprägtem Selbstwertgefühl leicht angegriffen fühlst, wenn Kritik geäussert wird - wie die Kommunikation mit Deinen Kunden(!) aussieht, denen man es für ihr Geld nie gut genug machen kann.

Das Ganze natürlich nur mal aus beruflicher Sichtweise betrachtet!
 
  • #23
Ich hab einen Freund, der mich auch im Kreativbereich gefühlt runtermacht. Erst hat er mich bei meiner Kunst extrem gefördert, hat sich selbst massiv eingesetzt und viel von seiner eigenen Kreativität in mein Projekt einfließen lassen und sagte immer, dass ihn meine Kunst total inspiriert und emotional fordert und all den Kram.

Jetzt, da wir dieses Projekt im größeren Rahmen umsetzen und nicht nur meine/unsere Werke, sondern auch seine Werke zur Disposition stehen, sind meine Arbeiten auf einmal "ganz einfach" und "künstlerisch nicht soooo wertvoll", seine aber "anstrengend" und betitelt mit "hier werdet ihr aber richtig gefordert, nicht so wie bei /Seesturm/, da sind das ja nur zwei oder drei Schritte..."

Und es kotzt mich an.

Ja. Er IST hochkreativ und hat aus meinen Rohdiamanten wirklich zart geschliffene Schmuckstücke gemacht. Dafür danke ich ihm zutiefst. Aber nicht so tief, dass ich ihm den Staub von den Stiefeln küssen würde.

Ich hab mich ne zeitlang von ihm runterdrücken lassen. Und zwar so lange, bis andere meine Rohdiamanten fanden und sagten, dass sie sich davon total inspirieren lassen und mit mir auch hohem künstlerischen Niveau arbeiten.

Das Problem: Im Kreativbereich machen wir uns extrem abhängig von der Meinung der anderen. Wenn zwischen 50 Beeindruckten ein 51.ter ist, der die Kunst scheiße findet, zieht uns das mehr runter, als uns die anderen 50 hochheben. Das ist das Los der Künstler.

Dein Mann wäre also gut beraten, sich Deiner/ eurer kreativen Kraft etwas demütiger zu nähern. Mich erinnern seine Worte an pubertäres Gelabere und vielleicht wäre es gut für Dich, seine verbalen Angriffe auf Dich (denn auch ich hab das als Angriff verstanden) aufzugreifen und maßlos übertrieben zurückzugeben.

Wenn er sagt "ich bin ja intelligenter als du", dann konter mit "da bin ich ja froh, trotz meiner Minderbemittlung den Traualtar/ den Wasserkocher/ den Haustüschlüssel gefunden zu haben".

Den Hinweis mit dem Softwareprogramm würde ich professionell begegnen und "Danke für die Anregung" sagen. Dann würd ich mich zähneknirschend umdrehen und erstmal ne Kaffeelänge darüber nachdenken, dass er mich ja eh nur an einem Punkt packen konnte, der mich auch an mir wurmt.
 
  • #24
arbeite an deinem Selbstwertgefühl, setze deinem Mann Grenzen, ganz klar, wenn sich nichts ändert, dann ist in meinem Augen über kurz oder lang eine Trennung vorprogrammiert, weil das Ungleichgewicht immer größer wird.

wÜ50
In Wirklichkeit hat er selbst ein sehr schwaches Selbstwertgefühl mit dem Unterschied, dass er das damit kaschieren will, indem er andere erniedrigt (seine Frau) aber auch durch seine belehrende und besserwisserische Art eckt er auch bei seinen Freunden an. Er ist auch ein Selbstdarsteller, um nicht zu sagen ein Narzisst.

@FS trifft auf ihn diese kurze Beschreibung zu:

"Dass das Gegenüber für sie kein Mensch mit eigenen Gefühlen, Wünschen und Bedürfnissen ist, merkt man erst allmählich. "Sie haben kein Wir-Gefühl", sagt Bärbel Wardetzki. Sie suchen keinen Partner auf Augenhöhe, sondern einen Spiegel, der ihnen ihre eigene Großartigkeit vor Augen hält. "Unser Lied" gibt es nicht, es läuft immer nur die "Ich, ich, ich"-Schallplatte. Typisch auch: "Man kommt im Gespräch mit ihm nicht zu Wort. Er fragt nicht "Wie geht es dir?" und vergisst wichtige Daten der Partnerin", sagt Bärbel Wardetzki."
Zitat aus: die Welt

Wie verhält er sich sonst in der Beziehung ausser, dass er sich immer als der Bestausgebildete und Klügste im Freundeskreis gibt?
Nicht seine Bildung macht ihn zu einem ungemütlichen und unerwünschten Menschen im Freundeskreis, sondern sein Gehabe und Besserwisserei. Lässt er dich sonst in Gesprächen zu Wort kommen und nimmt er deine Meinung auch ernst? Oder will er in Gesprächen immer das letzte Wort haben und immer im Recht sein oder sich im Recht fühlen?

Und ja sie sind Meister darin hervorragend, die wunden Punkte anderer Menschen zu treffen, weil sie ihre Schwächen sehr gut kennen!
 
  • #25
Ich würde noch genau eine Chance geben, das gerade zu rücken und wenn das nicht adäquat läuft, mich trennen. Mit Leuten, die mir sagen, sie halten mich für intellektuell unterlegen, möchte ich nicht mein Leben verbringen.
Dann ist aber der Selbstwert der FS das Kernproblem. Was gibt es geradezurücken, wenn er wirklich intelligenter ist? Viele Menschen reagieren beim Thema "Intelligenz" sehr empfindlich, aber die FS schreibt ja selbst "im Grunde hatte er Recht". Dafür sieht sie vielleicht besser aus als er.

Rein faktisch ist in vielen Beziehungen einer intellektuell unterlegen. Demjenigen das (ständig) unter die Nase zu reiben, ist natürlich ungeschickt. Andererseits müsste die FS schon sehr unterlegen sein, wenn sie das erst nach 4 Jahren Ehe bemerkt. Ob sie damit klarkommt, könnte sie sich ja vorher schonmal überlegt haben. Meist haben Frauen mit männlicher Überlegenheit in vielen Punkten wenig Probleme (Stichwort "up-daten").
 
  • #26
Er ist der Meinung, dass wir uns sehr gut ergänzen und es Dinge gibt, in denen er sich besser auskennt als ich und umgekehrt. Ganzheitlich betrachtet, verfüge er jedoch über mehr Wissen und Fähigkeiten als ich.
Liebe FS,
ich sehe nach deiner Schilderung nicht, dass er sich für den Besseren hält und du die ewige Zweite bist. Er hat doch lediglich geäußert, dass er über mehr Wissen und Fähigkeiten verfügt und klüger ist und dies scheint auch objektiv so zu sein. Die Wertung, dass er deswegen besser ist, scheint dagegen von dir zu kommen.

Stell dir vor, es wäre bei eurer Diskussion um eure Körpergröße gegangen und er wäre 10 cm größer. Wenn du ihn dann gefragt hättest, ob er sich für größer hält, dann hätte er das bejaht, da es objektiv so ist. Darin liegt noch keine Wertung oder Abwertung, sondern einfach nur eine objektive Feststellung.

Die Frage ist vielleicht eher, warum du seine Aussage als abwertend empfindest, obwohl er sogar gesagt hat, dass ihr euch gut ergänzt und es Dinge gibt, bei denen du besser bist?

Zu deiner Frage sage ich daher: Ja, du übertreibst und interpretierst seine Aussage negativ, obwohl sie das nicht ist.
 
  • #27
Das Leben ist zu kurz, um in einer Partnerschaft in Konkurrenzkampf zu treten! Dafür ist sie nicht da, sondern der Beruf aber auch da wäre es besser, wenn sich jeder Annerkennung und Respekt zollt. Nur kleine Jungs wetteifern wer am weitesten pinkelt. Sag ihm das auch zum Schluss und verlasse den Raum. Er wird schon ins Grübeln kommen, was wirklich das Wesentliche im Leben ist.
Dieser Beitrag könnte von mir sein und bringt es echt auf den Punkt, danke! Dieser Typ Mann hat echte Probleme mit sich selbst und versucht dies zu kompensieren mit seinem destruktiven Verhalten anderer gegenüber. Da gibt es nur eines: mit hohen Selbstwert, Selbstachtung, Selbstbewusstsein und Selbstvertrauen ihn zu konfrontieren, klare Ansagen machen, dass das soo nicht geht und Punkt. Solche Typen brauchen genau diesen Order, ansonsten bleibst du für immer und für ewig sein respektloses Ersatzrad, das er nur dann benützt, wenn er es braucht, lass dir das bitte nicht gefallen! Keine Ehe/Beziehung funktioniert auf Dauer im Leidenskampf und/oder im Konkurrenzkampf!
 
  • #28
Im Laufe dieses Gesprächs führte dann eins zum anderen und ich fragte ihn, ob er denke, ich sei dumm.
Meine Frau hat immer ein paar Punkte weniger beim MENSA Test geschrieben, als ich ...aber nur, weil ihre Fähigkeiten (sie war ein Sprachengenie) in solchen Tests nicht genug gewürdigt werden. Sie hat aber nie dämliche vergleichende Fragen an mich deswegen gestellt!

Bei vielen Frauen ist es aber immer das selbe ...ihr behauptet bei vielen Dingen, dass sie euch nicht interessieren würden ...aber irgendwann stellt ihr eine konkrete Frage, die man kaum ausweichend beantworten kann!

Anderes Thema, gleiche Macke: Praktisch alle meine Dates behaupteten anfänglich, dass sie ihre Vorgängerin (verstorben, nicht gertrennt) nicht interessieren würde ...und irgendwann...spätestens beim 5. oder 6. Date ...fragen sie doch, ob ich ein Bild von ihr dabei hätte. Wenn ich dann ein Bild von einer schlanken 180cm Blondine (mit Haaren bis über den Po) vorzeige, die locker bei "hot or not", auch ohne Bikinibild im Neun-plus-X Punkte Bereich liegt, dann ist das Gesicht lang...

Warum fragt ihr überhaupt? (wenn es angeblich egal ist)

V.m46
 
  • #29
Und zwar könntest du ihm sagen: "was nutzt dir das ganze Wissen, Fertigkeiten und besser als die Besten zu sein, wenn du im Alter mit Demenz im Altersheim vegetierst und stirbst? In die jenseitige Welt kannst du nichts, was du gelernt hast mitnehmen."
Mein Gott, das kann jedem passieren. Warum sollte man so eine Eselei denn sagen?
Nicht seine Bildung macht ihn zu einem ungemütlichen und unerwünschten Menschen im Freundeskreis, sondern sein Gehabe und Besserwisserei. Lässt er dich sonst in Gesprächen zu Wort kommen und nimmt er deine Meinung auch ernst? Oder will er in Gesprächen immer das letzte Wort haben und immer im Recht sein oder sich im Recht fühlen?
Davon hat die FS eigentlich gar nichts geschrieben. Er hat ja eben nur behauptet, besonders intelligent zu sein.Am Ende ist es vielleicht auch so.

Das hat im engeren Sinne direkt auch gar nicht viel mit dem Selbstbewußtsein der FS zu tun, wie ich finde, am ehesten etwas mit dem Selbstbewußtsein des Mannes.
Sollen wir das von hier aus schlechtreden, damit die FS sich besser fühlt?

Warum muss immer so wahnsinnig viel in die Fälle hinein interpetiert werden ? Davon werden die Aussagen nicht besser. Die FS hat wirklich nicht viel über den Mann geschrieben.
 
  • #30
Solche Gesprächsthemen meiden, und sich nicht provozieren lassen.
Wenn man seinen Standpunkt anzweifelt, wird er so lange auf seinen Standpunkt bestehen, bis man ihm recht gibt.

Denn die meisten Männer wollen oder können nicht verlieren. Und erst recht nicht gegen eine Frau = das vermeintlich "schwächere" Geschlecht. Sie stehen selber ständig im Wettbewerb: Wer ist der Beste, Größte, Stärkste ?

Hinter einem "starken" Mann steht eine kluge Frau. Die ihn "stärker" sein lässt - weil sie mit dieser Taktik klüger ist.

Solange man den Mann seine "Nummer eins" sein lässt - solange bleibt man verschont von ihm.

Wirklich starke Persönlichkeiten können eingestehen, wenn Andere besser sind, als sie selber. Oder die Anderen dafür sogar bewundern, respektieren, wertschätzen.

*psst* Der am höchsten gemessene intelligente Mensch ist m.W. ..... eine Frau. Aber lasst die Männer stets in ihrem Glauben, dass sie in Allem besser seien.