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  • #91
@#86

Genau!
"Natürlich müssen sich Gäste an gewisse Grundregeln halten"

Und warum sind manche Grundregeln richtiger als andere?

Ich denke die allermeisten laden Freunde zu sich ein und bieten denen ein freundliches und heimeliges Heim/Gefühl an. Sie bewirten die Gäste, unterhalten sie und im besten Falle bieten sie ein Platz zum Schlafen an. Ich finde das klingt alles nicht nach Bittstellern die da klingeln!
Aber genauso wie es Restaurants gibt, die Kleidungsvorschriften haben, habe ich halt auch meine Regeln. Kein Rauchen, keine Drogen, keine Straßenschuhe in meiner Wohnung. Ich wohne nun einmal in keinem Palast, in dem ich die untere Etage nur für allwöchentliche "stilvolle" Empfänge für Geschäftspartner, oder Chefs zur Verfügung habe.
Das klingt für mich eher wie die Vorstadtmietze, die außer geladenen Gästen keine "Freunde" zu Besuch hat.
Ein Geschäftsessen würde ich auch geschäftlich belassen und nicht in mein privates Heim holen um dann piekfein und stocksteif die Etikette rauf und runter zu beten, während ich versuche an einem extra ordinären Essen nicht zu verhungern.

Im übrigen zwingt hier keiner den Gästen eine gewisse Kleidung auf. Die können an sich kommen wie sie wollen. Nur ist es einfach nett, auch die Sitten des Gastgebers zu beachten.
Mal abgesehen davon sieht es, wie ich finde, recht lächerlich aus, wenn da eine Frau in Kostümchen auf einer gemütlichen Couch sitzt und dank der hochhackigen Schuhe die Knie fast bei den Ohren hat und peinlichst darauf bedacht ist gut auszusehen, anstatt zu relaxen.

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  • #92
#84
ich kann niemanden ernst nehmen, der meint, daß Stil und Klasse von der Schuhsorte abhängig ist. Gummistiefel können von Aldi oder von Aigle sein - da sehe ich schon einen Unterschied - in den Aigle bekommt man keine Stinkefüße...

Ich trage Socken, Puschen, Gummistiefel, Reitschuhe, Turnschuhe, Pumps und Stilettos und bin immer dieselbe - ich konnte auch bei Freunden und Bekannten aus solchen Gründen keine spontane Wesensveränderung oder einen beginnenden sozialen Abstieg feststellen.

Tigerpuschen sind auch nicht unbedingt mein Ding, aber jeder Mensch hat seine Splins und wenn alle so harmlos wären, wäre die Welt schöner!
 
G

Gast

  • #93
Ich beurteile Menschen nicht danach, ob man sich bei ihnen die Schuhe ausziehen muss oder nicht. Und mal ganz im Ernst: Wo gibt es ein Geschäftsessen auf Socken? Na bitte!

Ich bin auch nicht begeistert, wenn ich mir die Schuhe ausziehen muss, aber ich bin immer drauf vorbereitet. Manchmal frage ich vorher, wie der Gastgeber dies hält. Wenn sich jemand einen schönen Fußboden angeschafft hat, der nicht jeden Absatz verträgt, kann ich diesen Wunsch sogar verstehen.

Manche wiederum unterscheiden stark zwischen drinnen und draußen, da hat das Schuheausziehen eher eine symbolische Bedeutung. Das finde ich zwar manchmal unbequem, aber in Ordnung - vor allem, wenn ich denjenigen besonders mag. Wir haben nun mal unterschiedliche Auffassungen, und das muss man respektieren. Mich interessiert viel mehr, ob mein Gastgeber insgesamt ein liebenswerter Mensch ist. Dann nehme ich diese kleine Marotte in Kauf. Ich werde doch einem Gastgeber nicht vorschreiben, wie er zu wohnen hat!
 
G

Gast

  • #94
@86
Also geht es für Dich vor, dem Gast seinen Wunsch nachzukommen als sich als Gast nach dem Wunsch des Gastgebers/ Hausregeln zu richten. Der Gast ist König!? Wenn der Gast in einer Nichtraucherwohnung rauchen möchte kann er das tun? Das geht ja wohl zu weit, wenn man seine Gewohnheiten fremdbestimmt? Wenn der Gast im Stehen pinkelt und der Gastgeber es nicht möchte, kann der Gast es auch tun, denn sein Wohlbefinden geht vor? Wenn dem Gast der Radiosender nicht zusagt, kann er den Radiosender umstellen? ...
 
G

Gast

  • #95
Also, Schuheausziehen hat sicher nichts mit Schichtzugehörigkeit zu tun, was für ein Unsinn.
Mein Mann und ich sind Selbstständige, also kommt der Chef nicht zu uns zum Abendessen. "Chef mit Gattin", das sind wir selbst.

Die Mehrzahl der Menschen, die zu uns kommen, sind Freunde, denen wir ohne weiteres in Hausschuhen entgegentreten - da gibt es auch hübsche, die nicht nach Puschen aussehen; ich habe solche. Es gibt Gymnastik- und Bauchtanzschuhe, es gibt Tanzschuhe mit Wildledersohle, die nur für drinnen gedacht, gemacht und geeignet sind. Es gibt Hausballerinas aus Samt, aus Satin, aus Stoff, gold- und silberfarben. Ich selbst habe u.a. hübsche, bequeme, ein bisschen verspielte Schuhe, die als leichte Straßenschuhe gedacht sind, die ich aber nur im Haus trage, und Bauchtanzschuhe.

Dann gibt es noch Geschäftspartner, die zu uns kommen. Es passiert fast nie, dass sie nicht zumindest fragen, ob sie ihre Schuhe ausziehen sollen. Sie sollen das tun, womit sie sich wohlfühlen, viele entledigen sich dann ihres Schuhwerks.

Weiter gibt es Nachhilfeschülerinnen, die zu mir kommen. Fast alles Gymnasiastinnen, alle aus guten Häusern, vom 8. Schuljahr bis zum Abitur. In den letzten Jahren sind bestimmt an die 20 Jugendliche hier erschienen. Alle, ohne eine einzige Ausnahme, haben immer, zu jeder Jahreszeit, unaufgefordert und ohne zu fragen ihre Schuhe im Flur ausgezogen; offensichtlich sind sie so erzogen und bei ihnen zu Hause ist es so üblich. Zwei Nachhilfeschüler, Geschwister, bei denen es nur um die Zensur 1 oder 2 ging, habe ich einige Male zu Hause unterrichtet. Die Eltern sind beide Ärzte und kamen mir in Hausschuhen entgegen, ebenso die Kinder (Jugendliche), die eine Privatschule besuchen.

Wenn wir irgendwo eingeladen sind, nehmen wir hübsche Schuhe mit, passend zur Garderobe, die nur im Haus getragen werden, und ziehen diese an.

Eine Ausnahme bilden natürlich formelle Essen und formelle Garderobe; das kommt aber nicht sehr oft vor.

Von unseren Gästen haben wir niemals das Ausziehen der Schuhe VERLANGT. Gäste werden als solche behandelt. Sie sollen sich wohl fühlen. Die weitaus meisten fühlen sich ohne Schuhe wohl.

Wenn wir irgendwo zu Gast sind, richten wir uns nach den Gastgebern. Das heisst in den allerwenigsten Fällen: Straßenschuhe im Haus. Kann ich nachvollziehen: Sie sind IMMER dreckig. Das Argument der geputzten Schuhe verfängt nicht, weil der Dreck an den Sohlen sitzt, das Abtreten des Schuhwerks ändert daran wenig - der Schmutz ist nicht unbedingt sichtbar. Schuhsohlen sind einfach keimig. Wir leben in Berlin, und das ist verdammt dreckig.
Aber auch in Hamburg oder München sind die Straßen ja nicht gerade mit frischgereinigten Perserteppichen ausgelegt, wenn ich mich recht entsinne.
 
G

Gast

  • #96
Ich freue mich,wenn die Gäste ihre Schuhe ausziehen (insbesondere bei dreckigen Schuhen oder High Heels wegen Laminat). Winterschuhe mit Profil produzieren viel Dreck (hinterlassen lange Matschspuren) und werden draussen ausgezogen. Da ich eine kleine Tochter habe,die rumkrabbelt und somit mit ihren Händen oft am Boden ist, haben meine Gäste dafür Verständnis.
Zurück zur Fragestellung: Falls mein Besucher dies kleinstgeistig findet und wieder gehen würde- sehr gerne. Ich hätte von meinem Hausrecht Gebrauch gemacht und den Besucher nicht reingebeten. Wenn ich zu Besuch bin, achte ich selbstverständlich auf saubere Schuhe und ziehe sie auf Bitten gerne aus.
Ausnahme ist bei Feiern, da dürfen die Besucher ihre Schuhe anbelassen. Knuddelmuddel an der Garderobe muss ich nicht haben...
 
G

Gast

  • #97
@21: also ich käme nie auf die Idee, förmlichen Besuch zu mir nach Hause einzuladen. Das wäre mir nun wirklich zu steif und ich würde mich in meinen eigenen vier Wänden nicht mehr wohlfühlen. Für solche Anlässe gibt es nun wirklich genug gute Restaurants mit entsprechendem Ambiente.
Ein Chef samt Gattin in Nylons bei mir zu Hause?? - grusel...
Ich stelle mir das gerade in einer Stadtwohnung vor. Hellhörige Wände/Böden und dann das Getrampel mehrerer Leute mit Schuhen inkl. Absätzen. Bin meinen Nachbarn dankbar dass die das (scheinbar) genauso sehen... DAS ist eine Unsitte!
Nunja, zu Besuch kommen bei mir Familienmitglieder, Freunde, Liebhaber und Partner - und die finden's in Straßenschuhen auch nicht sonderlich gemütlich.
LG W 27
 
G

Gast

  • #98
Für mich war es schon immer befremdlich, dass die meisten Deutschen ihre Schuhe nicht ausziehen. Im Ausland und auch bei Migranten bei uns zeigt das Schuheausziehn Benehmen.
Wenn ich Gäste bekomme, das sind immer nur Freunde und Familienmitglieder, ziehen sie ihre Schuhe gerne aus, weil sie gerne auf meiner Couch rumfläzen und mich Schuhen ist das unpraktisch.

Außerdem : Es trennt das Öffentliche (draußen) vom Privaten (Zuhause).

Ich mag die Vorstellung, dass ab der Türschwelle in meine Wohnung es viel sauberer ist, als auf der Straße, wo jeder Hund hinkackt, hinpisst, Jugendlich hinrotzen/ gekotzt haben, Kaugummis rumliegen. Nee, dann lieber Schuhe ausziehen und Zuhause barfuß rumlaufen können.
w
 
G

Gast

  • #99
Um dem Ganzen noch die Krone aufzusetzen:

in meiner Praxis werden die Schuhe in der Garderobe ausgezogen.
Patient/innen tun das von sich aus, nehmen gerne die gemütlichen Stoffschuhe oder gehen in Socken oder barfuß. Wartezimmer ist auch höchst bequem mit kleinem Sofa, Sessel, Bücherregal und großer Thermaoteekanne, wo sich jede/r bedienen kann.
Und ich?
Gehe den ganzen (Arbeits-)Tag in bequemen Hausschuhen.

Zuhause gilt übrigens dasselbe: meine Freundinnen und Freunde ziehen von sich aus ihre Schuhe in der Garderobe aus. Nicht weil ich sie bitte, sondern weil das Usus ist und einfach bequem. So mache ich es auch beim Besuch in ihrem Haus oder Wohnung.

Meine Füße atmen auf, wenn ich die Straßenschuhe nach dem Einkauf oder Spaziergang ablege. Wenn das bei anderen Menschen nicht so ist, auch ok.

Ob ICH deshalb ein Spießer genannt werde oder eher die es sind, deren Naserümpfen wegen ausgezogener Schuhe im Eingangsbereich sich seitenlang und fast schon militant durch den Thread zieht...?

w,57
 
G

Gast

  • #100
[ ]
Was für ein thread! Einer der spannendsten und kontroversesten seit einer Ewigkeit. Ich bin froh, dass nicht alle dogmatisch [Mod.= gelöscht](re)-agieren und die Mehrheit zumindest Verständnis für die Wünsche der Gastgeber zeigt, von denen wiederum viele unter bestimmten Umständen von ihrer "Strassenschuhe-bitte-vor-der-Tür-lassen-Regel" bereit sind, hinwegzugehen...
 
G

Gast

  • #101
Wo kommt ihr den alle her? Schuhe ausziehen ist eigentlich (zumindest hier in Berlin) vollkommen normal, sofern man eine saubere, gepflegte Wohnung betritt. Ich habe auch helle Auslegware, welche sehr sauber ist und ich möchte keinen übermäßigen Dreck in kritischen Bereichen (Bad usw.) haben. Schuhe anbehalten gibt es eigentlich nur bei dreckigen Wohnungen, um die Gäste zu schützen.
 
  • #102
das erstaunliche an diesem threat wird erst deutlich, wenn man ihn mit anderen, ähnlich gelagerten themen vergleicht:

straßenschuhe in der wohnung vs. raucher in der wohnung.

verblüffenderweise sind diejenigen, die keinen raucher in der wohnung dulden, durchaus bereit, jemanden mit straßenschuhen in die wohnung zu lassen, obwohl sie selbst, sind sie allein, ihre schuhe ausziehen.
raucher belasten die luft, schuhträger belasten teppich und andere bodenbeläge;-)
wo ist der unterschied?

demnach wäre der absolute supergau, der straßenschuhtragende raucher in der wohnung:))
 
G

Gast

  • #103
@98
Das kenne ich auch von mehreren Arzt- und Krankengmnastik-Praxen.
Warum auch nicht? Finde ich völlig nachvollziehbar und in Ordnung.

Besonders spießig oder unterschichtig kommen mir diese Ärzte und Therapeuten
eigentlich nicht vor.
 
G

Gast

  • #104
toller thread - da zieht's mir doch echt die schuhe aus ;-)
meine leute fragen von selber, ob sie die schuhe ausziehen sollen. je nach dem, ob ich gerade frisch gewischt habe oder nicht: "ja bitte" oder "nein, nicht nötig".
ich selber mache es bei anderen auch so: man sieht ja einigermassen, ob es sauber ist - dann fragt man eben, ob oder ob nicht.
 
  • #105
Meine Güte, man kommt sich offensichtlich nicht näher bei diesem Thread!

Warum können wir uns nicht einfach auf einen toleranten Kompromiss einigen?!
Bereits als Kind hörte ich bei meinen Eltern die Einstellung GAST IM HAUS: GOTT IM HAUS ! - So denke ich selbst heute auch!
Warum, um Himmels Willen, können die militanten Schuh- Gegner lieben Gästen nicht einfach frei stellen, ob sie die Schuhe ausziehen, oder nicht. So viel Toleranz muss sein! Es gibt einfach Menschen, für die ist es eine Überwindung, in Socken durch eine fremde Wohnung zu schlurfen. Es gibt eben solche und solche, wie alle hier unschwer lesen können.

Ich selbst lasse meine Schuhe lieber an, und kenne es auch gar nicht anders, wenn ich irgendwo eingeladen bin. MEINE Gäste jedoch dürften sehr gerne ihr Schuhwerk ablegen, wenn sie sich so wohler fühlten. Ich sehe das nicht so engstirnig.

Wenn ich Sätze lese wie "meine Gäste HABEN die Schuhe auszuziehen, wenn sie meine Wohnung betreten", (oder ähnlich militante Bestimmungen), dann kriege ich die Krise! Was sind das nur für Gastgeber, bzw.Freunde!? - Furchtbar! Solche wollte ich wirklich nicht als Bekannte haben! (und habe ich auch nicht!)
 
  • #106
@#104
angela, wenn der gast "gott im haus" ist, warum lässt man ihn dann nicht darin rauchen?
konnte gott nicht über wasser laufen, ohne darin zu versinken...dann darf er auch über meinen teppich schweben...ach nee, das war ja moses:))
 
G

Gast

  • #107
@#104
Wieso ist es dir denn so krampfhaft wichtig, dass wir uns einigen? Sind wir jetzt so weit, dass es eine einzige Schuh-in-Wohnung-Regel geben muss nur weil du es nicht akzeptierst (tolerieren wäre hier ja vollkommen fehl am Platz, das steht dir doch gar nicht zu), dass es Menschen gibt die das anders handhaben als du?
Du führst deinen Haushalt wie du es für richtig hältst und jeder andere Mensch macht das genauso. Hier groß nach Toleranz schreien (wieder flasche Wortwahl btw) aber im selben Atemzug bei anderen Meinungen die Krise bekommen ist ja wohl lächerlich.
Du magst ja bitte nach dem Leitsatz "Gast = Gott" leben, bei vielen anderen hier ist das offensichtlich anders. Denen die anders denken als du zu unterstellen sie seien schlechte Gastgeber und Freunde ist vollkommen überzogen. Ganz im Gegenteil frage ich mich was deine Freunde ertragen müssen wenn du dich getreu deinem Satz als Gast wie ein Gott aufspielst.
 
  • #108
@#105:
Ich habe nirgendwo gepostet, dass Gäste bei mir nicht rauchen dürfen! Ja, auch hier ist der Gast der Mittelpunkt und darf das.

Doch doch, Gäste, die bei mir rauchen möchten, dürfen das. Doch meistens wollen sie das gar nicht und tun es auch nicht. Das finde ich sehr nett!


@#106: Wie kommst du darauf, dass ich mich als "Gast wie Gott aufspiele"? Ts, ts...

Erstens würde ich (allerdings sehr ungern!) die Schuhe auf Wunsch NATÜRLICH ausziehen, habe aber (zweitens) Freunde, die das gar nicht wollen.

Im Übrigen gebe ich dir Recht: Jeder soll es so halten wie er will. Aber was die Diskussion zu diesem Thema angeht, wäre es nach dieser Endlosdiskussion super gewesen, wenn die Fronten etwas aufgeweicht worden wären. - Schließlich hatten doch beide Seiten vernünftige Argumente.
 
G

Gast

  • #109
<MOD: Schreiben Sie IHRE Meinung.>

Wenn ich eingeladen werde, habe ich meist ein Paar Wechselschuhe dabei. Diese selbstverständlich ebenso passend zu meiner Garderobe, wie das Paar in dem ich ankomme und gehe. Wenn ich Stiefel trage, bin ich ganz besonders froh, wenn ich mich dieser beim Gastgeber entledigen und dafür in meine hübschen und im Vergleich zu den Stiefeln "leichten" Pumps schlüpfen kann.

<MOD>

Wünsche euch allen stets angenehme Zeiten bei und mit euren Gastgebern, ob im Straßenschuh, barfüßig, in Socken oder Puschen - selbst mitgebracht oder bereits mehrfach durch andere getragen vom Gastgeber überreicht - oder wie auch immer.
Lasst euch den Spaß nicht verderben. ;-)
 
  • #110
@15 und 29 und alle anderen, die in die Richtung geschrieben haben:

Zitat #15
Ich frage selbst auch IMMER, wenn ich ein fremdes Haus betrete, ob ich die Schuhe ausziehen soll.

Ich auch.

Aber gute Erziehung ist nicht jedermanns Ding ...

So einfach ist das.

Und wer´s nicht hören will mit der Erziehung, der schiebt das "Problem" zum Gastgeber zurück. Aha. Wieder was gelernt.

w/49
 
G

Gast

  • #111
Ich hatte mal mehrere Dates mit einem Mann, er ganz normal aussehend. Einmal lud er mich noch zu sich ein. Wir fanden uns nett, es lag in der Luft, dass wir uns in seiner Wohnung vielleicht näher kommen würden. Trockenes Wetter draußen. Dann, die Wohnung war recht kalt, schlüpfte er am Eingang in seine Großvaterpuschen, behielt aber seine Jacke an. Ich behielt - natürlich - meine Schuhe an.

Irgendwann startete er einen Annäherungsversuch: aber, im Ernst, ein Mann, der vor einer Frau in Puschen steht, hat einen Erotikfaktor von minus zehn. Selbst bei George Clooney in Puschen würd ich einen Lachanfall kriegen. Also küssen konnt ich mein Date damals nicht mehr.

Also, da bin ich bei Frederika: Menschen in Hausschuhen, das muss man einfach so sagen, sehen einfach absolut dämlich aus. Hausschuhe oder Socken pur sind - wenn es denn sein soll - einfach sehr privat.

Wenn Mama und Papa nach zehn Ehejahren die zuhause tragen, gut, aber mir kann keiner erzählen, dass das - womöglich in Kombi mit Schlabberjogginghose - noch irgendeine (positive) Ausstrahlung hat. Ich geh sogar soweit zu behaupten, würden sich die Leute zuhause mehr Mühe mit der Optik geben, hätten sie auch mehr Lust aufeinander. Ich würde nie meinen Freund, eine Freundin, oder Familienmitglieder in Puschen empfangen. Wenn die ihre Schuhe ausziehen würden, fänd ich's auch schon komisch.

Ich hab übrigens Parkett und Fliesen zuhause und lebe nicht in Dreck und Speck. Habe im gesamten Freundes- und Bekanntenkreis auch noch nie irgendwelche schuhlosen Einladungen erlebt. Und stell mir gerade vor, ich würd mich für ein Date hübsch machen, er kommt zu mir, trage meistens Rock oder Kleider, und an den Füßen Puschen: ich würd mich fühlen wie die Putzfrau und mich auch entsprechend verklemmt benehmen. Nein, für mich geht das nicht und für alle Freunde und Bekannte zum Glück auch nicht. Wohne übrigens in München, also Süddeutschland.
 
  • #112
In #104 fragt Angela, warum die "militanten Schuh-Gegner" es ihren Gästen nicht einfach freistellen, die Schuhe auszuziehen oder nicht.
Ich empfinde die Schuh-Befürworter als mindestens ebenso radikal und frage mich, warum sie es ihren Gästen vielfach offenbar nicht freistellen, die Schuhe auszuziehen.
Ich frage mich auch, was jemand vor und nach dem Duschen trägt, wenn er/sie erstens keine Hausschuhe mag und zweitens Barfußlaufen unhygienisch findet. Denn diese Kombination scheint es offenbar zu geben...
 
  • #113
mich verwunder bei diesem threat noch etwas....
offenbar sind hier jede menge menschen - meist frauen, die seeehr viel wert auf stilvoll kleidung legen.

eigenartigerweise hat sich dieses stilvolle kleiden in parallelthreats, zu kleidungsthemen aller art, nach dem motto: "wann ist man overstylt, oder tussihaft"... ganz anders dargestellt;-)
da hiess es, man wünsche es bequem und natürlich, bloß nicht zu aufgedonnert..!
hochhackige schuhe...geht gar nicht - sneaker sind doch viel bequemer;-)
und jetzt...plötzlich sind alle zu gestylt, um sich mal die schuhe auszuziehen.
 
  • #114
Ich glaube inzwischen, wir müssen uns damit abfinden, dass es in Sachen Schuhe in Deutschland verschiedene Normalitäten gibt und jede Gruppe den Eindruck hat, die anderen verhalten sich irgendwie ungewöhnlich oder falsch.
Dabei können alle das Argument der Rücksichtnahme für sich beanspruchen: Gastfreundlichkeit ist ein hoher Wert, der Gast soll sich wohlfühlen. Und doch wäre es unverhältnismäßig, wenn ich als Gast für das Wohlgefühl an einem Abend den Bodenbelag des Gastgebers ruinierte (z.B. Pumpsabdrücke ins Laminat) oder einen ganz erheblichen Reinigungs(mehr)aufwand verursachte (z.B. Matsch auf hellem Teppichboden).

Ich habe hier im Thread eine Menge über mögliche Entscheidungseinflussfaktoren gelernt, da sind
- kulturelle Faktoren: regionaler Einfluss oder Einflüsse durch Gepflogenheiten des Auslands
- Faktoren der Wohnung: wie hell, empfindlich, teuer der Bodenbelag ist, wann ggf. zuletzt gereinigt wurde bzw. das nächste Mal gereinigt werden soll
- der zu erwartende Schmutz: Wetterlage, Profil der Schuhe
- der Anlass: im Alltag werden die Schuhe eher ausgezogen als bei feierlichen Anlässen
- der Status der Person: Kinder müssen die Schuhe eher ausziehen als Erwachsene, Freunde eher als Fremde, der Handwerker eher als der Chef

Das klingt in der Theorie ziemlich kompliziert, und ich wundere mich, dass ich in der Praxis noch nie Probleme damit hatte. Wahrscheinlich gibt es glücklicherweise genügend Menschen mit gutem Gespür für die jeweilige Situation, die bereit sind, die Schuhe je nach Lage mal anzubehalten und mal auszuziehen.
 
  • #115
<MOD: Chat entfernt.>

Also, liebe Frederika <MOD: Sticheleien ohne Inhalt entfernt.>

Und Fusspilz? Ähhh, also meine Butze ist kein Feuchtbiotop. Das ist doch eine sehr abstrakte Gefahr, das ist die Gefahr sich irgendwelche Sch.... an den Sohlen einzuschleppen erheblich grösser.

Liebe Angela: Das befremdet mich ein wenig, Der Gast darf bei Dir alles? Wie wenig selbstbewusstsein hast Du? Nein, mein Haus, meine Regeln. Bei gibts ein grosses Raucherzimmer (Terasse), eine kuschelige Fussbodenheizung und damit kein Grund die Schuhe anzulassen. Wenn ich zu Gast bin setze ich mich sogar zum pinkeln hin weil ich es als unhöflich empfinde meinem Gastgeber zuzumuten meine Spuren zu beseitigen. Und genauso werd ich Ihm nicht dem Boden einsauen oder verkratzen. Wer sich damit nicht wohlfühlt kann mir wirklich gestohlen bleiben.

Seltsamerweise beleiben meine Gäste immer sehr lange.... (Vielleicht schlägt auch mein Weinkeller die Tatsache dass man die Schuhe ausziehen soll).

In meiner alten Wohnung wars den Gästren gestattet sich mit Schuhen zu bewegen. Also der teppich war nach 8 Jahren fällig (Laufspuren) und das PArkett musste alle 3 Jahre geschliffen und Neu versiegelt werden. Das jetzige Domizil ist Schuhlos und das Parkett hält nun schon 14 Jahre ohne Schliff.
 
  • #116
@#110: Sehr guter Beitrag. So geht es mir auch. Ich könnte mich auch niemals einem Mann in Puschen annähern. Erotikfaktor exakt Null. Geht gar nicht. Genauso traurig ist es, wenn sich Menschen außerhalb ach-so-modisch kleiden und zuhause dann in H4-Jogginghose herumlaufen. Kein Wunder, wenn Beziehungen abkühlen, wenn man sich seinem Partner so übel präsentiert.

Wir reden hier ja eigentlich primär über Partnersuche. Ich stelle mir jetzt mal vor, ich mache mich hübsch zurecht und soll dann in seiner Wohnung auf Nylonstrümpfen oder Puschen ihm gegenüberstehen? Sorry, das geht echt nicht. Und ich kann mir auch nicht vorstellen, dass andere das anders sehen.

MadMax, Du würdest doch keiner Frau, die sich extra für Dich schick anzieht, etwas mit Rock, Kleid oder im kleinen Schwarzen kommt, dann bitten ihre Pumps auszuziehen?! Das kann ich einfach nicht glauben.

Oder auch umgekehrt ein Mann, der sich toll anzieht, ein gutes Paar Schuhe aussucht, das erste Mal in meine Wohnung kommt -- der soll sich dann die Schuhe ausziehen und in Socken vor mir stehen? Sorry, das ist VIEL zu privat und nicht angemessen.
 
G

Gast

  • #117
Bezüglich der "Hausschuh-Frage" sollten sich diejenigen, die meinen, Hausschuhe müssten biedere "Puschen" sein, einfach mal statt bei Deichmann lieber bei Prange in Hamburg oder bei Thomas-Schuhe in München ein paar edle Hausschuhe zeigen lassen!

Es liegen WELTEN zwischen Puschen und Hausschuhen!

Allerdings, wenn ich meinen Liebsten im sexy Outfit empfange, schlüpf ich auch lieber in die Stilettos :).

w54
 
  • #118
Langsam wundere ich mich über nichts mehr. Zumindest die Fragestellung, warum einige Schreiber zum jetzigen Zeitpunkt keinen Partner haben, ist nach dem Durchlesen der 116 (!) Beiträge geklärt.
Im Nachgang empfinde ich mich als erfrischend normal.

Sage keiner, es gäbe keine k.o.-Kriterien...
 
G

Gast

  • #119
<MOD: Chat gelöscht.>

w54
 
G

Gast

  • #120
Es ist doch wohl ein Gebot der Höflichkeit, dass man als Gastgeber seine Gäste mit Schuhen an den Füßen empfängt! Ich trage doch auch ein -dem jeweiligen Anlass entsprechendes- Outfit. Es käme mir nicht in den Sinn, meinen Besuch angekleidet mit einem Jogging-Anzug zu empfangen. Folglich trage ich auch Schuhe und keine Turnschuhe, geschweige denn Pantoffel!

Ebenso empfinde ich es als Zumutung, meine Gäste zu bitten, Schuhe -oder noch schlimmer- Stiefel auszuziehen, zumal ich von einigen Personen (z.B. meiner besten Freundin) weiß, dass ihre Füße -insbesondere in Stiefeln, auch wenn diese aus Leder sind- einen Eigengeruch entwickeln, den sie selbst als grauenhaft empfindet und in diese unangenehme Situation möchte ich nun wirklich niemanden bringen! Das wäre mir und natürlich auch dem jeweiligen Gast oberpeinlich!

In meinem Haus gibt es mehrere Matten, an denen man sich die Schuhe entsprechend abstreifen und somit säubern kann. Und mein weißer Marmorboden nähme auch keinen Schaden, wenn er mal einige Schmutzflecken bekäme!

Davon abgesehen sieht jeder -egal ob Gastgeber oder Gast- einfach nur lächerlich aus, wenn man chic gekleidet ist aber auf Socken daher "schreitet". Und in Pantoffel zu schlüpfen, die schon andere getragen haben (vielleicht mit Fußpilz?!?), ist für mich ein absolutet no-go und damit indiskutabel!
 
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