• #1

Ihr Interesse an Sex ist plötzlich weg

Hallo zusammen,
ich möchte gerne eure Ansichten zu diesem Thema erfahren. Die Beziehung ist nicht mehr existent, aber es interessiert mich einfach wie ihr in solchen Fällen handeln würdet.
Meine Partnerin war Ende 40 als sie mir eröffnete, daß sie keinerlei Interesse mehr am Sex hatte. Unsere Beziehung war zu diesem Zeitpunkt etwa 12 Jahre alt. Die Kinder seit 5 Jahren ausser Haus und im Alltag war eigentlich alles völlig normal. Klar gab es auch immer Differenzen, aber wenn wir gemeinsam etwas unternahmen (so ziemlich jeden Tag) suchten wir beide immer noch den Kontakt zueinander. Sie hat in der Folgezeit noch einmal mit mir geschlafen, aber ohne Leidenschaft und ehrlich gesagt habe ich es abgebrochen, weil ich ihren Widerwillen gespürt habe. Dieser Zustand währte jedenfalls länger als 3 Jahre und ich muss ehrlich zugeben, daß sich in dieser Zeit meine Einstellung zum Fremdgehen etwas relativiert hat, denn ich musste feststellen, das mir trotz allem was bei uns gut lief, dieser Teil unserer Beziehung extrem fehlte.

Ach ja, Status der Beziehung - eine sogenannte "wilde" Ehe (Sie wollte nicht mehr heiraten). Da wir beide ein etwa gleiches Einkommen hatten, bestand auch keine wirtschaftliche Abhängigkeit.
 
  • #2
Erstens: mit dem Alter hat das Null zu tun. Die Libido nimmt aus anderen Gründen ab.
Zweitens: Die Nähe, Vertrautheit und Intimität hat ihr gefehlt. (Oder was anderes? Das weiss ich dann aber nicht.)
Drittens: mutig, dumm, oder berechnend, es dir so zu sagen. Sie mußte wissen, daß du nicht gleich drüber denkst. Sie hat also in Kauf genommen, daß du fremdgehst und dich eventuell fremdverliebst.
Also - wollte Sie dich im Grund loswerden?
Anders versteh ichs nicht. Hätte sie dich halten wollen, hätte sie es als ihr Problem erkannt und eine Sexualberatung gesucht, oder sonst irgendwas unternommen, sodaß die Beziehung nicht gefährdet wird.
 
  • #3
Für mich gehört Sex in einer Beziehung ganz normal dazu! Wenn meine Partnerin das nicht mehr möchte, dann gehe ich, ganz einfach! Dasselbe ist mit Nähe/Distanz wenn das nicht kompatibel ist, geht es genauso wenig wie mit Sex, wenn da keine Kompatibilität vorhanden ist. Dasselbe ist mit Veränderung im Verhalten, weil sich die Persönlichkeit im Laufe der Zeit auch in eine andere Richtung verändern kann, dass es einfach nicht mehr passt!
s nicht mehr passt!
 
  • #4
Meine Partnerin war Ende 40 als sie mir eröffnete, daß sie keinerlei Interesse mehr am Sex hatte.
Ich würde das so verstehen, dass sie keinerlei Interesse an Sex mit _mir_ hätte. Dass sie mich nicht mehr sexuell attraktiv findet und dass die Beziehung nur noch rein freundschaftlich besteht und keine Liebesbeziehung mehr ist. Ich würde denken, dass (sexuelle) Treue in der Beziehung Quatsch ist und dass das nichts mit Fremdgehen zu tun hat, wenn man sich anderweitig umschaut. Ich hätte keine Lust bis ans Ende des Lebens wie Geschwister oder wie in einer WG zu leben. Ich würde denken, dass Sex doch zu wichtig ist, um darauf zu verzichten.
Worauf willst du mit der Frage hinaus?
 
  • #5
Nachtrag:
Diskussionen bringen nach meinen Erfahrungen nichts, außer kostbare Zeitverschwendung mit Hinhaltetaktik und Blockierung für ein neues Glück!
 
  • #6
Sie hatte halt keine Lust mehr auf Dich (Beziehung verschlissen im Alltag), aber der Leidensdruck im täglichen Zusammenleben war nicht groß genug, als dass sie sich direkt getrennt hätte.
So ist das unter sozial verträglichen, guterzogenen Menschen, die sich nicht gegenseitig das Leben zur Hölle machen und mit Beruf, Freunden, Familie, Hobbys so ausgelastet sind, Aufmerksamkeit, Anerkennung und Zuwendung aus vielen Quellen bekommen, dass sie keinen emotionalen Mangel leiden.

Das in der Beziehung was fehlt, wird für denjenigen richtig ersichtlich, der sich noch nicht so weit innerlich vom Partner entfernt hat, dass er noch Bedürfnisse/Sehnsucht hat oder aber, wenn jemand anderer auftaucht, der die Leidenschaft wieder erweckt. Daraus muss noch nichtmal was werden, aber man merkt, dass was ganz Wichtiges fehlt und das ist dann der Anlass für die Trennung, obwohl der Zustand schon lange unverändert besteht.
 
  • #7
Naja, als sie dir sagte, dass sie keinerlei Interesse an Sex ( mit dir ) hat, war das sicher der Showdown einer langen Entwicklung.
Das sagt man ja nicht eine Woche nach dem letzten tollen Sex.

Eure Beziehung war gut, daher wollte sie daran festhalten.
Ich habe mir jetzt mal dein Profil angesehen und finde da schon das ein oder andere, was einer Frau, die eine richtige Beziehung möchte, sehr gut gefallen dürfte.
Ich denke, sie hat gehofft, dass ihr trotzdem weiter zusammen bleiben könnt.

Ich habe ja schon mehrfach von den ersten 10 Jahren meiner Beziehungszeit erzählt.
Dass ich die Partner, die ich hatte toll, fand und gerne mit ihnen zusammen gewesen wäre. Und dass ich 'es' deshalb einmal pro Woche mitgemacht habe.
Das ging dann nie lange gut, weil ich es erstens nicht ewig machen konnte / wollte, er es irgendwann gemerkt hat und es dann immer öfter zum Klammern, zu Vorwürfen, zum Jammern und Betteln kam.
Ich habe damals von einer richtigen Beziehung, auch mit viel Schmusen und allem anderen sowieso geträumt, aber ich habe damals keinen solchen Mann gefunden. Logisch bei Männern zwischen 18 und 30, nicht ?

Ich denke nicht, dass du etwas falsch gemacht hast.
Es paßte halt nicht ( mehr ).
Wenn du keine Beziehung ohne Sex haben kannst, kannst du mit dieser Frau halt keine Beziehung haben.
Aber es gibt ja sicher sehr viele Frauen, gerade ältere ab 40, die Sex sehr gerne haben.

w 48
 
  • #8
Gab es einen Auslöser?
Mir z. B. ist die Lust auf meinen Ex vergangen, als ich zuviel über sein Vorleben, seine Werte und über sein Fremdgehen erfahren habe.
 
  • #9
@Lily321
Berechnend war sie nie, und da wir auch nicht vertraglich miteinander verbunden waren gab es auch keinen Grund eine Trennung so herbeizuführen. Da hätte es genügt zu sagen "ich gehe" oder "ich liebe dich nicht mehr - verschwinde". Das Problem war ja dabei, daß wir einander noch immer liebten, sie litt darunter genauso wie ich. Aber das Interesse fehlte trotzdem. Da halfen auch keine Hilfsmittel.

@INSPIRATIONMASTER
mag sein, daß das geht, kam aber für mich nicht infrage, weil ich von diesem einen Aspekt alleine keine Beziehung abhängig mache - dazu waren wir einfach im sonstigen Zusammenleben zu sehr eine Einheit geworden.
 
  • #10
Tja, gute Frage. Mir, w54, ging es genauso, wie deiner Partnerin. Ich, und vor allem mein Partner, haben es auf die Wechseljahre geschoben. Soll es ja geben. Nachdem ich mich aber 3 Jahre später von ihm aus diversen Gründen getrennt habe, hab ich festgestellt, dass auch die Lust zurück gekommen ist.
Ich glaube, wenn der Zustand der Unlust so plötzlich auftritt, ist in der Beziehung irgendwas im Argen und man verabschiedet sich innerlich so langsam. Meine Erfahrung.
 
  • #11
Gab es einen Auslöser?
Mir z. B. ist die Lust auf meinen Ex vergangen, als ich zuviel über sein Vorleben, seine Werte und über sein Fremdgehen erfahren habe.
Da ich in diesem Falle so gut wie kein Vorleben hatte und zumindest in Bezug auf meine Treue einen sehr harten Maßstab anlege glaube ich nicht, daß dies der Auslöser sein kann. Wie gesagt; ich habe meine Einstellung überdacht - aber ich bin ihr treu geblieben.
 
  • #12
Hallo Balu,

Allgemein Gültiges gibt es für Deine Frage nicht, es hängt m.E. sicher davon ab, welche Haltung man zu Sexualität hat. Es ist völlig anders, wenn Sexualität als Ausdruck der Intimität zwischen Partnern empfunden wird und eine entsprechende Wertstellung und Exklusivität aufweist, als wenn Sexualität überspitzt einfach ein Bedürfnis ist, das auch erfüllt werden soll, ggf. durch ONS.

Ich kann nur für mich sprechen - schwindende Libido hatte ihre Ursache immer darin, dass anderes in der Beziehung nicht mehr stimmig war, dass insgesamt Intimität verloren ging.
Heute bin ich sensibler geworden im Wahrnehmen von beginnenden Divergenzen, und steuere aktiv dagegen - aber früher habe ich Warnzeichen oft einfach ignoriert, schön geredet, innere Bedenken abgetan - und dann war die Sexualität der Ausdruck.
Und selbst dafür fand ich dann genügend Entschuldigungen in mir selbst, inkl. Vorwürfe und Abwertungen.

Es gibt sicher Phasen, wo man rein sexuell nicht so aktiv ist, es vielleicht eher gegen Null geht, man nicht die Bedürfnisse hat, aber Sexualität ist ein wesentlicher Teil der Intimität zwischen zwei Menschen - neben der körperlichen Nähe, der man dann entsprechend mehr Gewicht geben kann. Dann sind es eben intensivere Kuschelzeiten, Zärtlichkeit.
Grundsätzlich kein Bedürfnis mehr danach zu haben, kann ich mir nicht vorstellen, nur in Bezug auf den "Noch"Partner.
Bei mir kam dazu, dass ich den Partner irgendwann nicht mehr riechen konnte - da ist definitiv nichts mehr zu retten.

Also die Aussage heißt leider - ich mag keinen Sex mehr (mit Dir). Und dann ist die Trennung oft unausweichlich.
 
  • #14
Ich bin zwar noch nicht in dem Alter aber auch ich hatte über längeren Zeitraum mit Lustlosigkeit, was Sex angeht, zu kämpfen. Das lag aber in keiner Weise an meinen Mann, sondern einfach daran, dass ich nach der Geburt unseres ersten Kindes Depressionen bekommen habe und auch durch die Medikamente bei mir einfach 0 Lust war. Dadurch haben wir fast 2 jahrelang regelrecht abstinent gelebt. Man hat sich halt damit abgefunden selbst als die Lust so langsam zurück kam. Aber irgendwann merkt man dann doch das man eher eine wg ist ohne Sex und Intimität. Also haben wir angefangen daran zu arbeiten, im Sinne von wieder mal mehr Zweisamkeit genießen und ja jetzt läuft es wieder super, allerdings ist meine Geschichte wohl nicht mit der Deinen zu vergleichen, was ich damit ausdrücken will ist: bei mir steht Sex nicht hoch im Kurs was die Wichtigkeit einer Beziehung betrifft und auch bei meinem Mann nicht. Ich glaube das man für eine bestimmte Zeit auf Sex verzichten kann aber je länger man keinen hat desto, mehr entfernt man sich vom Partner. Zumindest war es bei mir so. Also Sex ist nicht das wichtigste gehört aber dennoch zu einer gesunden Partnerschaft dazu.
 
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G

Ga_ui

  • #15
Ich kannte früher viele Frauen, die mit Anfang 50 gesagt haben, sie haben mit Sex abgeschlossen. Meist fehlte auch der liebende Partner und die Sexerfahrung in jungen Jahren war mau.

Meiner Erfahrung und Beobachtung nach wird das Interesse für Sex früh in jungen Jahren gelegt. Jemand, der mit 20 und 30 schon wenig Lust auf leidenschaftlichen Sex hat, der wird auch mit 40 und 50 nichts mehr entwickeln, es eher als Last ansehen.

Zweitens, befinden sich Frauen in dem Alter in den Wechseljahren. Der Frauenarzt verschreibt dann gerne Mittel, um die sexuelle Lust wieder zu steigern - sofern den Frauen das wichtig ist (sind wenige). Für lustlose Männer in dem Alter gilt das Selbe (sind ebenfalls sehr wenige bis eigentlich keiner, der das tun will. Männer und Arzt? Ich bitte dich!). Will damit sagen, wem Sex wichtig ist, der kann potenzsteigernde Mittel sich verschreiben lassen. Wer nicht will, der lässt es. Wie bei allen Dingen auch, wer etwas stark will, der erreicht es auch. Ehrlich gesagt sind die meisten Leute (Männer wie Frauen) in dem Alter aber wahrscheinlich einfach nur noch froh, wenn sie in Ruhe gelassen werden.

Du bist Fremdgegangen, damit ist die Magie eure Liebe ohnehin zu Ende. Für dich gäbe es in der Beziehung, wenn deine Partnerin wieder Lust hätte, jetzt nur noch Triebabbau. Und wahrscheinlich würde dich das auch frustieren.
Man kann andere nicht ändern, nur einsehen, dass man selber Fehler gemacht hat. Du hättest dich trennen können. Jemandem zum Sex zu zwingen geht schließlich nicht, auch nicht in einer Partnerschaft. Besinne dich mal selber auf dich, meditiere und überlege, wie du dein Leben in zufriedene Bahnen lenken könntest.
 
  • #16
Du bist Fremdgegangen, damit ist die Magie eure Liebe ohnehin zu Ende. Für dich gäbe es in der Beziehung, wenn deine Partnerin wieder Lust hätte, jetzt nur noch Triebabbau. Und wahrscheinlich würde dich das auch frustieren.
Man kann andere nicht ändern, nur einsehen, dass man selber Fehler gemacht hat. Du hättest dich trennen können. Jemandem zum Sex zu zwingen geht schließlich nicht, auch nicht in einer Partnerschaft. Besinne dich mal selber auf dich, meditiere und überlege, wie du dein Leben in zufriedene Bahnen lenken könntest.
Ich schrieb, daß sich meine Einstellung relativiert hat, d.h. ich habe heute eher Verständnis dafür - nicht, daß ich fremdgegangen bin.
Aussage und Interpretation gehen hier etwas auseinander. Wäre ich fremdgegangen, wäre es das Aus der Beziehung gewesen, weil ich das Vertrauen gebrochen hätte, das uns verband. Keine Alternative für mich.
 
W

wahlmünchner

  • #17
Eher ist es so, das der Spass für die Frau beim Sex einfach zu gering war über längere Zeit und sich der Körper, die Seele nicht schönes mehr davon erhofft/ erwartet
Mal ein nicht sexuelles Beispiel:
Wenn du mal mit einem Kumpel wandern gehst und es einfach mal ca 20 Wanderungen nur höchstens ok , manchmal eher nervig war. ....dir sein Tempo nicht gefallen hat..du mit ihm über die Einkehr und Pausen diskutieren musstest, weil ihr euch diese zu verschiedenen Zeiten und Orten gewünscht hatten... Einer von euch ein Redebedürfnis hatte und der andere nur Schweigen wollte...Was meinst du..hast du endlos Lust in deiner Freizeit ausgerechnet mit dem Mann wieder wandern zu gehen? Vor allem wenn es Alternativen gibt?
Ganz sicher nicht. Sage aber mal einen Partner ohne ihn zu verletzen, das ungefähr 10 Punkte beim Sex verbesserungswürdig wären, damit er dir Spass machen kann....
Das Problem ist das viel zu viele Frauen nicht gleich am Anfang wenn es beginnt wenig Spass zu machen, das Gespräch mit dem Partner suchen, hoffen es regelt sich schon..und denken, naja die Nähe ist ja schön..Das Problem ist auch, das Männer solange sie noch einen Orgasmus haben, den Sex nicht so doof abspeichern werden wie Frauen es tun können und es einfach nicht kapieren wie schlecht es sich für eine Frau überhaupt anfühlen kann.
Also Selbstbefriedigung hat mich nie vom Hocker gerissen..aber so frustriert, wie ich nach schlechtem Sex mit einem Mann sein konnte war ich dabei nicht mal im Ansatz. Immerhin ist eine Grundlust vorhanden und irgendwann ist man fertig. Manchmal denke ich, so muss schlechter Sex für Männer sein. Abreagiert, aber nicht befriedigt.
Schlechter Sex für Frauen ist: unbefriedigt, benutzt, im Zwiespalt etwas zu sagen was man oft schlecht in Worte fassen kann oder lieber um des Friedens willens zu schweigen.
Und darüber reden ist oft einfach Nonsens, weil es ums Spüren geht.
Mit einem Exfreund hatte ich das Problem. Immer und immer weniger Lust. Mir ging es sogar total auf die Nerven.
ich wollte das er mich zärtlich streichelt und das geniest, das er mit Druck und Geschwindigkeit spielt...das er meine Körpersprache lesen kann und ich nicht alles verbalisieren muss...Es war furchtbar, denn entweder er hatte keine Lust und war aufmerksam..oder er hatte Lust und hat mich und meine Reaktion nur noch wahrgenommen wenn ich ihn quasi laut angesprochen habe.
Mir tut es für euch beide leid, dass es soweit kommen musste und ihr euch dabei verloren habt.
 
  • #18
Ich danke euch für eure Meinungen und Einschätzungen, es hilft mir, weil ich eine ähnliche Einschätzung hatte und mir viele Gedanken in dieser Richtung gemacht hatte.
Der Onkologe hat es ihr so erklärt, daß es auf die verminderte Hormonproduktion zurückzuführen sei. Nachdem Ihr Tumor entfernt wurde und sie die Medikamente, die diese Hormone simulieren, eine Zeitlang genommen hatte war zumindest in Hinsicht auf Sexualität wieder alles wie früher. Wir hatten noch ein gutes gemeinsames Jahr
 
  • #19
Oha, da habe ich offenbar nicht genau gelesen.
Sie hatte Krebs, eine Operation und bekam starke Medikamente ?
Hatte ich nicht kapiert...
Und die sexuelle Unlust kam deswegen ? Und du hast dir Sorgen um DEIN Sexualleben gemacht bzw. ein Problem mit der Unlust deiner Freundin gehabt ?
Ähm, sei mir nicht böse, aber ist das wirklich dein Ernst ?

Oder stimmt hier was nicht ?
Hab extra nochmal hochgescrollt und deinen Eingangstext gelesen.
Da steht, dass euer Alltag normal war.

Oder kapiere ich was nicht ?
*grübel* nee nee. Ich habe jetzt wirklich alles noch mal gelesen, weil ich mich nicht blamieren will, aber du hattest nicht gesagt, dass sie Krebs hatte.

... war zumindest in Hinsicht auf Sexualität wieder alles wie früher. Wir hatten noch ein gutes gemeinsames Jahr
Ich kann das nicht fassen.
Die Sexualität war wieder in Ordnung und damit deine Welt ?
DAS war deine Sorge ?

w 48
 
  • #20
Hallo Balu,

Es ist aber schon etwas grundlegend anderes, ob jemand aus gesundheitlichen Gründen seine Libido verliert, wie Du jetzt in der Ergänzung beschreibst.
Oder wenn es "einfach so" passiert, wie es bei Deiner Eingangsfrage verstanden werden musste.

Bei gesundheitlichen Gründen finde ich, sollte ein Paar einen guten Weg finden, damit umzugehen - keinen Druck, Zwang. Über körperliche Nähe, Zärtlichkeit, Kuscheln...ausgleichen. Sich körperlich nahe bleiben.
Dann verliert man sich nicht und wenn es wieder geht, glaube ich daran, dass sich zum möglichen Zeitpunkt wieder eine beidseitig befriedigende Sexualität einstellt.
Gehört eben zu den Tiefen, durch die man als Paar gemeinsam durch gehen sollte.
Fremd gehen wäre für mich gerade da der absolute Vertrauensbruch - als betrogener Partner Grund für das sofortige Ende der Beziehung.
Die analoge Situation zu Deinem Text wäre die Zeit Schwangerschaft / nach der Geburt.
Und es gibt solche Zeiten genauso bei Männern.

Ich kann jetzt den Thread nicht nachvollziehen - die Antwort war von Anfang an klar und die Fragestellung absolut irreführend.
Was ich persönlich nicht verstehe - Du hattest eine tolle Beziehung, da passte sehr viel, dann kam eine Flaute im sexuellen Bereich, mit der Du nicht gut umgehen konntest, warum auch immer, wenn alles andere gut war.
Und als es sich glücklicherweise wieder umgekehrte, alles wieder richtig stimmig war nach Deinen Worten, habt ihr beendet.

Aber das war ja nicht Deine Frage. Oder wolltest Du es gar nicht für Dich in Deinem speziellen Fall wissen, was die Gründe waren, sondern generell, wenn ein so offensichtlicher Grund nicht greifbar ist.
 
  • #21
Ich kann das nicht fassen.
Die Sexualität war wieder in Ordnung und damit deine Welt ?
DAS war deine Sorge ?
Männer eben! Was interessiert es sie, dass die Frau mit Krebs
- Angst um ihre Gesundheit, wahrscheinlich auch um ihr Leben hat,
- kraftraubende Behandlungen über sich ergehen lassen muss, in denen ihr Körper nur noch Objekt von Eingriffen und Träger einer schweren Krankheit ist
- unentwegt durch medizinische Interventionen ihre Intimsphähre verletzt wird
- Medikamente den Hormonspiegel durcheinander bringen und teilweise Depressionen auslösen, d.h. jedes normale Funktionieren und Empfinden nicht nur psychisch durch die Krankheitsbelastung sondern auch biologisch unmöglich machen.

Das kann wohl kein Mann sehen, sondern nur sich und seine sexuellen Bedürfnisse, im Zweifelsfall per fremdgehen ausgelebt, während die Frau mit der Krankheit kämpft. Dass der Frau für immer die Lust auf Sex mit einem derartig emotional ertaubten Mann vergeht ist für einen Mann wohl unverständlich.
Es wundert mich nicht, dass viele Frauen nach der Trennung von so einem Musterexemplar an gelebtem Egoismus und fehlender Empathie die Trennung als Erleichterung erleben und nur noch wenig Interesse an Männern haben - endlich keine Fortsetzung des Gebrauchs des Körpers mehr (benutzen), sondern endlich Ruhe vor seinen Forderungen.
 
  • #22
Da geht es mir nun wie den anderen jetzt. Was sollte die Frage? Bei Ende 40 konnte man schon mal einen Hormonumschwung vermuten, kombiniert mit "Luft raus" nach 12 Jahren. Das so eine Hormonersatztherapie immer anschlägt, ist auch nicht gesagt. Das geht mit Schilddrüsenwerten schließlich genauso. Auf dem Papier eingestellt heißt nicht, das man sich dann auch so fühlt. Das du aber in deinem Alter (Jhrgng. 72?) nicht auf den Trichter kommst, wie schlimm eine solche Diagnose und die Operation und der damit einhergehende Schock inklusive der damit einhergehenden Ängste vor Wiederholung ist, kann ich nicht nachvollziehen. Dafür muss man nun wirklich nicht selber so krank werden. Die Trennung wäre für mich in dieser Situation auf Dauer unausweichlich. Es ist unerträglich jemanden in einer solch existentiell erschütternden Situation als Sexbettler und Drängler am Hals hängen zu haben. Damit dürfte die Frage wo der letzte Rest Lust auf Sex hin ist wenn man um sein Leben und seien körperliche Unversehrtheit bangt sicher beantwortet. Der Frage ob F**** deine einzige Sorge war schließe ich mich an. Auch wenn du dich am Krankenbett hast regelmäßig sehen lassen. Langsam glaube ich das unsere Gesellschaft wirklich übersexualisiert ist. Ein Dach über den Kopf braucht man, Essen, Wasser und Sauerstoff, eine funktionierende Heizung. Danach kümmert man sich um die Menschen die einen wirklich brauchen. Dieses hysterische Überhöhen das mit Sexualleben alles steht und fällt finde ich beängstigend. Dann wären die meisten Singles doch schon längst tot. Da ich nun schon einige Menschen gut unter 50 an Krebs elend habe sterben sehen und die die es geschafft haben auch ordentliche Folgeschäden haben, trifft mich deine Aussage ganz besonders. Ich finde es geschmacklos.
 
N

nachdenkliche

  • #23
Der Onkologe hat es ihr so erklärt, daß es auf die verminderte Hormonproduktion zurückzuführen sei. Nachdem Ihr Tumor entfernt wurde und sie die Medikamente, die diese Hormone simulieren, eine Zeitlang genommen hatte war zumindest in Hinsicht auf Sexualität wieder alles wie früher. Wir hatten noch ein gutes gemeinsames Jahr
Das kann ich leider nicht begreifen und erschüttert mich!
Warum um alles in der Welt, nimmst Du dann Deine Frau nicht in Deine Arme und bist mit ihr glücklich? Nach noch einem guten gemeinsamen Jahr...ich verstehe das nicht.
 
  • #24
Ich kann jetzt den Thread nicht nachvollziehen - die Antwort war von Anfang an klar und die Fragestellung absolut irreführend.
Ich hatte die Frage nicht gestellt, um das Verhalten meiner Partnerin zu verstehen, sondern um meine Gedanken, die zur späteren Trennung führten, zu beurteilen.
Fast alle Antworten, die hier gegeben wurden, decken sich mit meinen Empfindungen vor 5 Jahren - insofern kann ich mit mir etwas weniger hart ins Gericht gehen.
 
  • #25
Sehr schön finde ich eure Empörung, nachdem ich die Erkrankung bekannt gegeben habe.
Ich habe sie mit Absicht nicht in der Frage erwähnt, weil sie mir zum damaligen Zeitpunkt ebenfalls nicht bekannt war.
Das heisst meine Zweifel und Ängste, die zur späteren Trennung führten, waren nicht auf eine lebensbedrohende Krankheit begründet, weil diese überhaupt nicht bekannt war, sondern darin, daß sie meine Nähe abgelehnt hat. Ich habe nicht mehr an Ihre Gefühle geglaubt, und das hat langsam zum Ersterben meiner Gefühle geführt.
Der Krebs wurde vor gut 2 Jahren entdeckt, die Ereignisse in der Frage liegen allerdings 6 Jahre zurück.
Ich bin genauso enttäuscht von mir, denn obwohl ich diesen Grund nun kannte konnte ich nicht mehr.
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
  • #26
Hallo Balu,
Du bist ein Ausbund an Egoismus. Du verschweigst in Deiner Frage die wichtigste Information, damit Du wohlwollende Antworten bekommst, sodass Du "mit [Dir] etwas weniger hart ins Gericht gehen" kannst. Unglaublich! Deine Frau hatte Krebs, der ihre Weiblichkeit direkt betroffen hat- und Du warst weg, sobald Du Deinen Trieb nicht mehr abreagieren konntest.
Für Deine damalige Frau war die Trennung von Dir, der mit der Hose denkt, ein Glücksfall.
w, 35 Jahre
 
W

wahlmünchner

  • #27
Ich hatte die Frage nicht gestellt, um das Verhalten meiner Partnerin zu verstehen, sondern um meine Gedanken, die zur späteren Trennung führten, zu beurteilen.
Ich finde schon, dass eine Krankheit einen Sonderfall darstellt.
Wie wäre es denn für dich, wenn deine Frau nach einem Prostatakrebs und ev darauf folgenden Dysfunktionen und Unlust eine Trennung will, obwohl sonst alles passt?
 
  • #28
Ich stimme allen zu, die sagen, das eine Krankheit ein Sonderfall ist. Leider bin ich kein Mediziner, der eine solche feststellen kann.
Die Stimmung schlägt um, sobald man eine weitere Info bekommt. War bei mir nicht anders. Mein Entschluss mich zu trennen, wurde durch die Diagnose aufgehoben. Ich habe mich die letzten zwei Jahre aber eigentlich ständig gefragt, ob ich in den fünf Jahren VOR dem Bekanntwerden irgendwie auf diese Lösung hätte kommen können. Es ist etwas völlig anderes, wenn man weis warum der Partner sich zurückzieht. Das sieht man auch wunderbar an den Reaktionen, nachdem die Krankheit hier im Thread bekannt wurde.

Warum hätte ich eine Info geben sollen, die ich nicht hatte? Es ging mir ja darum zu erfahren, ob ich der einzige Depp bin, der so etwas nicht auf eine Krankheit zurückführen kann. War offensichtlich aber nicht so, denn alle haben nur meine damaligen Vermutungen wiedergegeben:
- sie hat sich entliebt
- ich bin nicht mehr attraktiv für sie
- es mag noch funktionieren, aber nicht mit mir
- die Beziehung ist nicht mehr intakt

KEINER ist auch nur im Ansatz darauf gekommen, was der tatsächliche Auslöser war

Also - woher hätte ich es wissen sollen?

Meine Bitte an euch ist auch nicht mir Absolution zu erteilen, sondern einfach hellhörig zu werden, wenn sich euer Partner zurückzieht. Bezieht es nicht nur auf euch und die Beziehung, sondern denkt auch mal an medizinische Probleme. Denn eins weis ich sicher, wenn die Diagnose vor 5 Jahren gemacht worden wäre, würde es für mich keinen Grund geben diese Plattform zu nutzen
 
  • #29
Hallo Balu,

Also als Resümee, was bei mir ankommt.
An Anfang war "nur" die abnehmende Libido wahrnehmbar in einer an sich guten Beziehung.
Dadurch entstehend Zweifel, Entfremdung, Frust - zunehmend über einen längeren Zeitraum. Auch Zweifel am eigenen Selbst - zwangsläufig, wenn der Partner einen nicht mehr begehrenswert findet.
Und trotz allem auch wichtig - nur der Gedanke an Fremdgehen, nicht real erfolgt.
Dann das Feststellen der Diagnose, erfolgreiche Therapie, Heilung, bei der Du sie auch begleitet hast.
Danach ein Jahr eigentlich eine wieder richtig stimmige Beziehung und trotzdem die Trennung.
Weil wohl doch zuviel Distanz in der Zeit vor der Diagnose und Therapie entstanden ist, was leider nicht mehr umkehrbar war? Weil man leider nicht auf Knopfdruck Gefühle erzeugen kann?

Balu, wenn das jetzt korrekt angekommen ist, finde ich es persönlich eine traurige Geschichte. (und stimmiger mit dem Bild, dass Du an sich vermittelst, die teilweise jetzt erfolgten Abwertungen passen für mich nicht, so bist Du bis dato nicht bei mir angekommen).

Für mich als Quintessenz - so früh wie möglich kommunizieren, wenn es Unstimmigkeiten gibt und wirklich nach befriedigenden Lösungen suchen, weil es sonst, wie bei Dir eben zu spät ist.
Weil sich viel zu oft naheliegende Interpretationen ergeben, die trotzdem verheerend grundverkehrt sind. Eben Interpretationen.

Ich wünsche Dir, dass Du Dir irgendwann vergeben kannst - und ich weiß nicht, ob es geht, aber vielleicht wäre es auch eine Option, mit Deiner Ex noch mal zu reden? Nicht um sie zurück zu gewinnen, sondern um mit einem versöhnlichen Ton abzuschließen.

Alles Gute.
Lionne
 
  • #30
KEINER ist auch nur im Ansatz darauf gekommen, was der tatsächliche Auslöser war

Also - woher hätte ich es wissen sollen?
Deine Kommunikation ist wirr. 5 Jahre vor der offfiziellen (Krebs-)Diagnose hat sie sich bereits von Dir zurückgezogen?
War sie damals überhaupt schon krank, bzw, kann die unbehandelte Krankheit in der frühen Phase diese Auswirkungen gehabt haben?
Gerade wenn der Hormonspiegel bei Frauen nicht stimmt, zeigen sich so deutliche Symptome außer Libidoverlust, dass das nicht 5 Jahre lang unbemerkt bleibt - zumal Frauen sich gründlicher und regelmäßiger checken lassen als Männer und mit Ende 40 (ihr Lustverlust) bei jeder Veränderung sehr auf die Hormone geguckt wird.
Frau muss natürlich zum Arzt gehen, wenn sie sich nicht gut fühlt und ein fürsorglicher Partner, sollte darauf auch achten wenn er auffällige Veränderungenbemerkt, denn ihre Lustlosigkeit wird sich kaum auf den Sex beschränkt haben. So speziell wirken hormonelle Veränderungen dann doch nicht. Die anderen Veränderungen haben Dich aber nicht interessiert/hast Du nicht bemerkt - stimmts?

Bei Depressionen ist das so, dass es ca. 7 Jahre bis zur korrekten Diagnose dauert und die Chancen auf eine nur mittelfristig wirkende Behandlung gering sind.
Da setzt der Libidoverlust früh ein, wenn viele andere Dinge noch einigermaßen nach außen funktionieren.
M.E. kann aber niemand jahrelang mit einem depressiven Partner zusammenleben ohne von der Erkrankung etwas mitzubekommen. D.h. in der Innenbeziehung wird früh deutlich, dass mit dem Partner etwas/die Partnerinteraktion nicht stimmt.
Aus Bequemlichkeit und weil meistens an der Krankheitssentstehung/-aufrechterhaltung beteiligt, verschließen viele Partner gern die Augen davor und zeigen nach Jahren, wenn die Diagnose endlich gestellt ist das große Erstaunen.