• #1

Ich will sein Kind nicht mehr zu Besuch haben

Hallo zusammen,

Ich lese immer wieder mal mit und würde mich nun über einen neutralen Blickpunkt freuen.

Ich bin seit 2 Jahren mit meinem Partner sehr glücklich und wir heiraten nächsten Monat. Er unterstützt mich sehr.
Nun ist es aber so, dass finanziell ein sehr starkes Gefälle zwischen uns liegt. Er hat sich vor gut einem Jahr selbständig gemacht, eher als Notlösung, weil seine Firma in der er angestellt war insolvent gegangen ist. Er kann, wenn man ehrlich ist, nicht davon leben, es ist derzeit ein Nullsummenspiel. Er glaubt aber fest an Besserung und arbeitet auch wirklich hart dafür.
Ich bin in der Geschäftsführung eines aktiennotierten, grösseren Unternehmens.
Ergo komme ich derzeit für eigentlich alles auf, was grundsätzlich auch okay ist.

Nun ist es aber so, dass er 2 Kindern gegenüber Unterhaltspflichtig ist, allerdings aus 2 vorherigen Ehen.
Mit Kind 1 läuft alles super, der Kontakt zur Mutter ist sachlich und konstruktiv, der Umgang ist prima.

Mit Kind 2 ist es ein unvorstellbarer Albtraum. Hetze, Intrigen, Hysterie usw.
Möchte das gar nicht nähert ausführen.

Bei meinem Mann läuft es gerade mal wieder schwierig, ergo konnte er den Unterhalt des laufenden Monats nicht zahlen.
Für Kind 1 springe ich gerne ein. (Mal wieder)

Die Mutter von Kind 2 hat mir allerdings letzte Woche einen RA und da JA auf den Hals gehetzt, Sie versucht nun über den Taschengeldparagraphen quasi indirekt an mein Geld zu kommen. Mir reicht es jetzt wirklich, diese Frau ist ein Energiefresser sondergleichen. Und zwingen lasse ich mich gleich zweimal nicht.

Der Umgang ist auch jedes Mal ein Riesenhickhack und noch jedesmal kommt eine Attacke.
Das Kind plaudert natürlich daheim alles aus, ich fühle mich wie eine Fremde im eigenen Haus, wenn das Kind da ist. Ich kaufe mir ein neues Auto, Sie will mehr Geld, ich kaufe mir ein neues Bild, Sie will mehr Geld, wir machen eine tolle Reise...usw.

Ich bin mittlerweile soweit, dass ich das Kind nicht mehr bei uns haben möchte. Wir wohnen allerdings sehr weit weg, ergo ein paar Stunden holen geht auch nicht.

Er könnte sich allein nicht mal die Fahrt zum Kind leisten. Ich will dafür aber einfach nichts mehr hergeben.

Kann das jemand nachvollziehen?

Ich bin Ende 40 und mein Mann Anfang 50
Kind 1 ist 17, Kind 2 ist 9
 
  • #2
Hallo Kathi, du hast ja immer noch keine Antwort bekommen.
Gesetzlich wirst du spätestens dann, wenn ihr geheiratet habt, indirekt auch für Kind 2 mitzahlen müssen, da hat die Mutter gute Chancen, an dein Geld zu kommen.
Auch dann, wenn ihr in belegbar fester Bindungsabsicht zusammen wohnt, ist das je nach Richterermessen schon zumutbar.

Ich kann deinen Ärger über den Charakter des Mädchens gut nachvollziehen, ebenso deinen Wunsch, nicht mit ihm zusammen Zeit verbringen zu müssen, nicht seinen Forderungen ausgesetzt zu sein, dich nicht rechtfertigen zu müssen und nicht (gefühlt) deinen Lebensstandard überwachen zu lassen.

Die einzige Möglichkeit, dies zu vermeiden, wären getrennte Wohnungen von dir und dem Vater des Mädchens sowie euer Verzicht auf eine Heirat. Lass dir das durchrechnen von einem Familienanwalt, was du nach der Hochzeit zu zahlen hättest.

Möglicherweise käme es euch auch billiger, dem Vater eine eigene Kleinwohnung zu finanzieren, als Kind 2 an deinem Lebensstandard teilhaben zu lassen. Aber würdest du dafür wirklich auf die umfassende Nähe zu deinem Mann verzichten wollen?

Es wird dich nicht sehr trösten, aber auch einem unmöglichen Kind tut der Kontakt zum eigenen Vater gut. Entsprechend wird sich dein Partner später keine Selbstvorwürfe machen müssen, wenn er jetzt bei der verzogenen Kleinen am Ball bleibt. Das wiederum wäre mir an deiner Stelle Motivation, temporäre Zumutungen irgendwie durchzustehen. Partnerschaft ist eben nicht nur die Schokoladenseite einer Beziehung.

Was du vielleicht machen könntest, wäre, dem Mädchen oft aus dem Weg zu gehen: gibt es Wochenenden, die du mit (vielleicht alleinstehenden) Freundinnen verbringen möchtest? Städte/ Museen/ Aktivitäten..., die nur dich interessieren, deinen Partner weniger?
Ich war an den Wochenenden, die mein geschiedener Mann in meiner Wohnung verbrachte, um die gemeinsamen Kinder zu besuchen, oft unterwegs in anderen Städten.
Sicher, du hast ja einen Partner, und bei diesen Aktivitäten auf genau den Menschen zu verzichten, der einem am liebsten ist, ist schwerer als es für mich damals war-
aber dein Partner ist eben ein Vater, mit allen moralischen Verpflichtungen.
Alles Gute euch!
 
  • #3
Ich sehe das Problem beim Vater.
Der bekommt seine Angelegenheiten nicht geregelt und macht seine Probleme zu Deinen.
 
  • #4
Hallo Kathi, warum tust du dir so was an?

Es ist doch vorausschauend gesehen, klar gewesen, dass es Probleme geben wird mit einem Mann, der 2x geschieden ist und zwei Kinder aus diesen zwei Ehen hat, dazu mit einem nicht unerheblichen Altersunterschied bei den Kindern. Dazu noch mit der Mutter des zweiten Kindes, die nicht an einem sachlichen Elternkontakt interessiert ist.

Meine Meinung: Nicht heiraten!!!!! Bleibt zusammen, lass ihn den Kontakt mit dem "schwierigen" Kind alleine/selber leben und lebe dein Leben. Machst du das nicht, wirst du immer drauf zahlen, in jeder Hinsicht und nicht glücklich werden. Die nächsten 15 Jahren muss der Vater für seine Tochter noch zahlen. Du wirst mit ihm nie auf einen grünen Zweig kommen. Willst du so in Rente gehen?

Denke daran, es ist dein Leben. Alles für ein bisschen Liebe....?

W Ü55, die froh ist, von solchen Männer immer die Finger gelassen zu haben bzw. diese Männer schnell gemerkt haben, dass sie bei mir nicht landen können.
 
  • #5
Ich GLAUBE, wenn ihr heiratet, hat Dein Mann Anspruch auf einen Teil Deines Einkommens, wenn er selbst nichts verdient. Und von dem Teil Deines Einkommens müsste er dann auch was geben für den Unterhalt der Kinder, wenn sein Selbstbehaltbetrag überschritten ist durch Dein Geld.
Ich bin mittlerweile soweit, dass ich das Kind nicht mehr bei uns haben möchte.
Das geht aber nicht, wenn ihr zusammen wohnt. Dein Mann wird ja auch Mitspracherecht haben, wer zu euch kommt und wer nicht. Ich fänd das schon tragisch, wenn er sein 2. Kind ablehnt nur wegen des unmöglichen Verhaltens der Mutter oder ablehnen muss, weil die neue Partnerin es nicht in der Wohnung haben will.
Er könnte sich allein nicht mal die Fahrt zum Kind leisten. Ich will dafür aber einfach nichts mehr hergeben.

Kann das jemand nachvollziehen?
Ich finde, Du spielst hier den Oberboss, weil Du Geld hast, es vermutlich Dein Haus/Deine Wohnung ist, und er nichts hat. Das ist aber sein Kind, also wenn er zu ihm fahren will und Du ihm daraufhin sein "Taschengeld" kürzt, weil Dir das nicht passt, finde ich es bei allem, was Du sonst berechtigterweise schrecklich findest, nicht machbar. Klar, er verdient nichts und könnte auch nicht hinfahren, wenn Du nichts geben würdest. Aber ich finde Dein Verhalten falsch, Du benutzt Deine Macht und funkst in die Vater-Kind-Beziehung damit. Das Kind kann am wenigsten dafür, dass die Mutter so doof ist.
Ich würde mich an Deiner Stelle rechtskundig machen, was Du als Ehefrau für Deinen mittellosen Partner an Unterhalt zahlen musst und was davon an Unterhalt an die Kinder geht. Und hier kannst Du dann nichts kürzen von Rechts wegen. Ihre komischen Forderungen kannst Du getrost links liegen lassen und Dir noch ein Auto kaufen. Du bist doch nicht verpflichtet, aus lauter Güte mehr zu geben, als das Recht verlangt. Aber diesem Betrag kannst Du dann auch nicht hinterherweinen, das ist dann eben so.
 
  • #6
Hallo Kathi, du hast ja immer noch keine Antwort bekommen.
Gesetzlich wirst du spätestens dann, wenn ihr geheiratet habt, indirekt auch für Kind 2 mitzahlen müssen, da hat die Mutter gute Chancen, an dein Geld zu kommen.
Auch dann, wenn ihr in belegbar fester Bindungsabsicht zusammen wohnt, ist das je nach Richterermessen schon zumutbar.

Ich kann deinen Ärger über den Charakter des Mädchens gut nachvollziehen, ebenso deinen Wunsch, nicht mit ihm zusammen Zeit verbringen zu müssen, nicht seinen Forderungen ausgesetzt zu sein, dich nicht rechtfertigen zu müssen und nicht (gefühlt) deinen Lebensstandard überwachen zu lassen.

Die einzige Möglichkeit, dies zu vermeiden, wären getrennte Wohnungen von dir und dem Vater des Mädchens sowie euer Verzicht auf eine Heirat. Lass dir das durchrechnen von einem Familienanwalt, was du nach der Hochzeit zu zahlen hättest.

Möglicherweise käme es euch auch billiger, dem Vater eine eigene Kleinwohnung zu finanzieren, als Kind 2 an deinem Lebensstandard teilhaben zu lassen. Aber würdest du dafür wirklich auf die umfassende Nähe zu deinem Mann verzichten wollen?

Es wird dich nicht sehr trösten, aber auch einem unmöglichen Kind tut der Kontakt zum eigenen Vater gut. Entsprechend wird sich dein Partner später keine Selbstvorwürfe machen müssen, wenn er jetzt bei der verzogenen Kleinen am Ball bleibt. Das wiederum wäre mir an deiner Stelle Motivation, temporäre Zumutungen irgendwie durchzustehen. Partnerschaft ist eben nicht nur die Schokoladenseite einer Beziehung.

Was du vielleicht machen könntest, wäre, dem Mädchen oft aus dem Weg zu gehen: gibt es Wochenenden, die du mit (vielleicht alleinstehenden) Freundinnen verbringen möchtest? Städte/ Museen/ Aktivitäten..., die nur dich interessieren, deinen Partner weniger?
Ich war an den Wochenenden, die mein geschiedener Mann in meiner Wohnung verbrachte, um die gemeinsamen Kinder zu besuchen, oft unterwegs in anderen Städten.
Sicher, du hast ja einen Partner, und bei diesen Aktivitäten auf genau den Menschen zu verzichten, der einem am liebsten ist, ist schwerer als es für mich damals war-
aber dein Partner ist eben ein Vater, mit allen moralischen Verpflichtungen.
Alles Gute euch!
Wo liest du bitte, dass das Kind sich unmöglich verhält?
Die FS beklagt ausschließlich das Verhalten der Mutter.
Vom Mädchen ist ausschließlich als Tochterd Ex die Rede.
Vielleicht einfach mal sinnerfassend lesen, bevor man antwortet.

w, 52
 
  • #7
Aha.

Dieser Traum-Mann hat sich also in zwei Ehen zwei Kinder zugelegt. Die zweite Trennung lief so schief, dass es eine richtigen Rosenkrieg gibt.

Bei allen richtigen Kriegen, die ich kenne, hatten beide Seiten ihre Anteile, vielleicht in unterschiedlicher Gewichtung.

Und den Herrn findest Du so toll, dass Du die dritte Frau geben möchtest - was für ihn natürlich eine super Win-Situation bedeutet.

Du jedoch bist leider komplett gekniffen - Unterhaltspflicht ihm gegenüber ggfs lebenslang, indirekt auch für die Kinder.

Bist Du sicher, dass Du das wirklich riskieren möchtest? Du bist eine intelligente Frau - hast Du Dich juristisch über die Folgen dieser Unterschrift aufklären lassen? Auch wenn ihr einen Ehevertrag abschließt, sichert Dich das keineswegs ab, er kann immer in Teilbereichen für ungültig erklärt werden.

Bitte lass Dich beraten, sehr zeitnah, und dann denke noch einmal nach. Bitte.
 
  • #8
Liebe FS,
bevor Du ihn heiratest, lass Dich von einem kompenten Familienanwalt beraten. Ich vermute, er kommt zum gleichen Ergebnis wie ich: bloß nicht heiraten, sonst hängst Du in der Finanzierungspflicht seiner Vergangenheit. Vater Staat greift da gern zu und lässt Dich zahlen, wenn er es nicht kann statt Steuermittel für seine Fehler aufzuwenden - zu Recht.
Sei mal ehrlich, was für einen Job hast Du in der GF eines börsennotierten Unternehmens? Ganz sicher keinen, der irgendwas mit Wirtschaften können und Rechtskenntnissen zu tun hat, wenn Dir das nicht klar ist.

Ich würde definitiv keinen Mann heiraten, der mit 50+ schon 2 Ehen in den Sand gesetzt hat, seinen eigenen Unterhalt nicht selber verdienen und seine Unterhaltspflichten nicht erfüllen kann.
Die Wahrscheinlichkeit, dass auch Ehe 3 mit ihm nicht klappt ist sehr groß und dann bist Du finanziell dauerhaft in der Pflicht. Er hat mit 50 keine auskoemmliche Rente erwirtschaftet und seine Selbstständigkeit wirft nichts ab, um seinen Lebensunterhalt zu bestreiten, geschweige denn Rücklagen zu bilden.
Überleg Dir die Folgen, bevor Du Dir den Kleinmaedchentraum vom Heiraten verwirklichst.

Wenn seine Selbstständigkeit dauerhaft nicht auskoemmlich ist, dann muss er halt wieder angestellt arbeiten gehen, um seine Unterhaltspflichten zu erfüllen. Diese hängen von seinem Einkommen nach Abzug des Selbstbehalts ab. Verdient er nicht viel, weil ernicht viel kann, dann muss er auch nicht viel zahlen - so einfach ist das.

Hör auf, ihn zu entmannen und ständig für ihn finanziell einzutreten. Er ist schon groß und selber für seine Pflichten verantwortlich und auch gesund. Er hat es sich in seiner erfolglosen Selbstständigkeit gemütlich eingerichtet und schickt Dich als Ausputzer ins Feld - in jeder Hinsicht: um seine Unterhaltspflichten zu erfüllen und auch um sich mit seiner Ex zu zoffen.

Ich gehe mal davon aus, dass Du die Wohnung bezahlst. Natürlich kannst Du sagen, dass Du das Kind der streitsuechtigen Ex dort nicht mehr haben willst. Du musst dann damit rechnen, dass er auszieht und sich eine eigene Wohnung nimmt.
Ich finde Dich für eine angeblich erfolgreiche Endvierzigerin sozial ziemlich inkompetent, wenn Du ein 9-jaehriges Jind dafür verantwortlich machst, dass es Zuhause ausplaudert, was es bei euch gesehen hat.

Du solltest Dich mal fragen, warum die Ex so stinkesauer auf ihn ist - wäre ich auch, wenn er bei Dir wie die Made im Speck lebt und sich von Dir alimentieren lässt, aber keinen Unterhalt zählt und sie gucken kann, wie sie mit allem allein zurecht kommt.

Was für Probleme hast Du eigentlich, bei denen ein Mann Dich "sehr unterstützen" muss, der sonst nichts auf die Reihe bekommt?
 
  • #9
Niemals heiraten, niemals zusammen ziehen. So einfach ist das.
In seiner Wohnung muss er das Kind betreuen, nicht in Deiner.

Ich würde einen solchen nervigen Schmarren keinen einzigen Tag mitmachen!
 
  • #10
GANZ WICHTIG
Lass dich anwaltlich beraten BEVOR du ihn heiratest.

Ein 9 jähriges Kind könnte er - und damit du - mit etwas Pech noch fast 20 Jahre finanziell unterstützen müssen. Daher unbedingt vor der heirat juristischen Rat einholen. Und auch nichts mehr von Heirat reden ........
Möchte er sein Kind sehen ? Davon schreibst du nämlich nichts ....
Wenn ja, dann bleibt dir wohl nichts anderes übrig, als ihm die Reise zu Kind und ein kleines Hotelzimmer dort zu finanzieren. Aber schick ihn mit dem Zug oder einem alten Auto ... nicht deinem teuren Neuwagen.
Ansonsten ist die Fragestellung etwas dubios - wer schafft es bis in die GL ohne jegliche jur. Grundkenntnisse ? Und damit meine ich hier die Kenntnis, rechtzeitig geeigneten jur. Rat einzuholen.
 
  • #11
Ich bin nun wirklich sehr "anti-materiell" eingestellt, aber ich werde wohl nie verstehen, was an einem Mann so dermaßen attraktiv sein kann, der erstens: schon zwei Beziehungen mit Kind in den Sand gesetzt hat und zweitens: mit Anfang 50 nicht gebacken bekommt, seinen eigenen Lebensunterhalt zu verdienen, bzw. die Folgen seiner bisherigen Lebensentscheidungen zu bezahlen (auch wenn er gekündigt wurde) bzw. zu regeln/ zu klären (wenn die Kindesmutter euch drangsaliert), sodass du alles von dir Geschilderte in Kauf nimmst und ihn sogar heiraten willst! Warum willst du den Mann heiraten?

Ich würde dir dringend abraten, ihn zu heiraten! Hast du dich wirklich richtig gut anwaltlich beraten lassen, was da finanziell auf dich zukommen kann?
Oder ist da etwas dran, was @void vermutet, dass es dir gefällt, dass er abhängig von deinem Geld ist?
Wenn eine Exfrau so extrem reagiert, wie diese zweite Kindesmutter, spricht das leider auch entweder für eine sehr schlechte Partnerwahl des Mannes, also auch wieder kein Pluspunkt für ihn, oder auch dafür, dass er die Ex sehr verletzt hat, zumindest keinen Frieden mit ihr schließen konnte, was mit gemeinsamem Kind jedoch essentiell wichtig ist.
Warst du vielleicht der Grund für die Trennung von ihr?

Vielleicht ist es wirklich finanziell günstiger für dich und schont auch deine Nerven am meisten, wenn du ihm eine kleine Wohnung in deiner Nähe finanziert, in der er das Kinderwochenende mit seinen Kindern, bzw. diesem anstrengenden Kind verbringen kann. Den Kontakt mit dieser anstrengenden Tochter zu unterbinden, wirst du nicht können und das steht dir auch nicht zu, bzw. ist keine gute Idee, denn das wird sich rächen.
Ich denke so oder so, dass diese (geplante) Ehe nicht glücklich werden wird. Da ist zuviel ungeklärt und in Schieflage.


w54
 
  • #12
Warte noch 9 Jahre mit der Hochzeit. Du bist für den Mann und seine Kinder der reinste Glückstreffer, bzw die Weihnachtsgans, die man herrlich rupfen kann.
Ohne Ehevertrag bzw vermögensrechtliche Regelungen mit einem Anwalt würde ich keine Ehe eingehen. Sollte der Mann dich aufrichtig lieben, müsste sogar von ihm die Initiative dazu kommen, um dich und dein Geld schützen.
 
  • #13
Naja, sie bezahlt auch alles, sogar den Unterhalt für das Kind 1. Er ruht sich darauf aus und spielt den Selbständigen statt sich einen Job zu suchen. Was hat die FS eigentlich von der Beziehung außer Stress, Ärger und finanziellen Nachteil. Sorry, bitte nicht mit "Liebe" kommen . Würde er sie lieben dann würde er die Unterstützung in dem Ausmaß gar nicht annehmen. Was würde er denn ohne die FS machen? Der Typ soll sich einen bezahlten Job suchen und fertig. Einen auf "Selbständig" machen auf Kosten anderer geht gar nicht .
Ach ja, und für alle männlichen Foristen, die jetzt mit ihrem Whataboutism ankommen, von wegen, viele Frauen lassen sich auch sponsern - nein, das finde ich umgekehrt auch nicht gut.
Liebe FS, angesichts seiner Einstellung heirate ihn bloß nicht. Wenn du dich dann scheiden lässt dann bist du ihm gegenüber auch unterhaltspflichtig.
In was genau unterstützt er dich denn so sehr? Mach doch bitte die Augen auf.
 
  • #14
Wie so oft, wenn es um Geld geht, steht unterschwellig ein anderes Thema an. Um was geht es dir genau? Hast du das Gefühl, dein bald Mann ist mitbeteiligt an den Konflikten, weil er sich nicht klar positioniert und euch abgrenzt? Nervt dich seine Finanzlosigkeit? Hast du rosa Brille weg und eingesehen, dass der Mann doch nicht so der Bringer ist, bzw. mit ihm hast du kein so unbeschwertes Leben? Klär für dich, ob es tatsächlich um Geld geht.
Im übrigen, ihr seid eine Familie und bald auch rechtlich und deine Einstellung "mein Geld, meine Regeln" finde ich nicht so toll Stell dir umgekehrte Situation vor - dein Partner ist vermögend und du Hartz IV - AE, dein Ex macht dir das Leben schwer und dein bald Ehemann meint, ne, dein Kind kommt nicht ins Haus und überhaupt, für den Unterhalt bist selber zuständig. Bin sicher, da wäre im Forum das Geschrei gross.
Allgemein finde ich, dass unterhaltspflichtige Männer sich den Luxus der erfolgloser Selbstständigkeit nicht leisten dürfen, sondern regulärem Job nachgehen sollen und parallel was aufbauen, aber du hast dich nun mal für ihn entschieden, also auch für alles, was zu ihm gehört, z. B seine Drachen- Ex. Versuch den Kontakt zu ihr aufzunehmen und finde raus, warum sie so erbost ist, manchmal kommen erstaunliche Sachen ans Tageslicht, wie dass er doch nicht so erfolglos ist und das Geld auf die Seite schafft und ihr und dir was anderes erzählt. Oder hat ihr jahrelang das Blaue vom Himmel versprochen und dann sie wegen besserer Partie verlassen. Ich gebe den Vorpostern recht - zu Konflikten gehören immer zwei und wenn er in der Lage war, adäquate erste Frau auszuwählen, dann kann die zweite nicht so schlimm gewesen sein, irgendwas ist faul an der Sache.
 
  • #15
Du benutzt Deine Macht und funkst in die Vater-Kind-Beziehung damit.
In diesem einzigen Fall, stimme ich Dir nicht zu liebe @void, ich habe das Gefühl, liebe FS, du gibst und gibst und gibst und kannst nicht mehr - und wie die Vorschreiber schon sagen, unbedingt rechtlich genauestens informieren was nach der Heirat an Verpflichtung über Dich hereinbricht. Ich kann verstehen dass Du ihn sehr liebst und dich nicht trennen willst, aber ich würde auch sagen, er muss zuerst sein Leben auf die Reihe bringen, du hältst ihn schon zu lange über Wasser, du mußt Dich bei Dir wohlfühlen können, Du verbiegst Dich schon. Dann muss dein Freund halt wieder ein Angestelltenverhältnis aufnehmen. Wie selbstverständlich nimmt er dein Geld? Will er es zurückzahlen? Im umgekehrten Fall würden alle dem Mann raten, sich von dieser Energieräuberin und Ausbeuterin zu trennen. In der Ehe werden diese Probleme nicht besser, eher schlimmer, dann wird alles noch als selbstverständlicher gesehen. Ich würde auch auf getrennte Wohnungen plädieren, du mußt Grenzen setzen.Pass auf Dich auf!
 
  • #16
Die FS:

Erstmal vielen Dank für die Meinungen.

Selbstverständlich lasse ich alles nochmal bei meinen Anwälten klären.

Zum Thema Umgang mit dem Kind sehe ich allerdings nicht wirklich ein, dass ich das zusätzlich auch noch finanzieren muss. Ich verbiete ihm ja den Umgang nicht, das muss er meiner Meinung nach einfach selber lösen.
 
  • #17
Liebe Kathi

Meine Meinung ist, dass der Vater für seine beiden Töchter gleichermassen sorgen sollte. Das bedeutet, regelmässig seine Wochenenden mit ihnen zu verbringen und selbstverständlich auch Unterhalt zu zahlen. Dass du für das eine Kind "einspringst", nicht aber für das andere, ist unfair. Ich verstehe dann auch sehr gut, dass die Ex-Frau sich ärgert, wenn ihr Mann keine Unterhaltszahlungen an das neunjährige Mädchen leistet, obwohl er selbst ein finanziell abgesichertes Leben mit einer reichen Frau hat.
Er könnte sich allein nicht mal die Fahrt zum Kind leisten. Ich will dafür aber einfach nichts mehr hergeben.
Kann das jemand nachvollziehen?
Die Gedanken könnte ich nachvollziehen, wenn du über einen nervigen Schmarotzer aus deinem Freundeskreis reden würdest. Aber du sprichst über deinen zukünftigen Ehemann? Insofern nein, etwas daran ist nicht nachvollziehbar. Wenn du diesen Mann heiraten willst, dann kannst du nicht daran rütteln, dass er Verpflichtungen seinen Töchtern gegenüber hat. Und du kannst ihm dafür auch nicht den Geldhahn zudrehen wie einem Teenager, der zu viel für sein Hobby ausgibt. Das steht doch auch in keinem Verhältnis zu deinen sonstigen Ausgaben, wie du hier anklingen lässt (neues Auto, exklusive Reisen etc.)
Wenn du das alles nicht mitmachen magst - ja, das könnte ich nachvollziehen! Dann heirate ich doch aber nicht in diesen Clan ein.
 
  • #18
Und nochmal die FS:

Es geht hier nicht um die Fragestellung, ob ich ihn heiraten soll und unter welchen Bedingungen.
Ich wollte auch keinen juristischen Rat, dafür habe ich Anwälte.
Und selbstverständlich gibt es einen Ehevertrag, der auch von ihm gewünscht und akzeptiert ist.
Man kann jedoch auch mit einem Ehevertrag nicht komplett ausschliessen, dass ich für ihn aufkommen muss. Das ist mir sehr klar und akzeptiere ich auch.

Aber alles hat eben Grenzen und ich möchte einfach nicht on top dazu noch extra für den Umgang mit dem Kind aufkommen, der so einen Rattenschwanz an Ärger mit sich bringt. Daher möchte ich den Umgang in meinem Haus nicht mehr.
Und ich werde ihm auch kein Geld für die Fahrt oder ein Hotel geben, das muss er eben nach meinem Verständnis selber lösen.
Und genau das war die Fragestellung, ob da jemand Erfahrungswerte teilen kann.

Etwas unfair finde ich, mir quasi berufliche Inkompetenz zu unterstellen, weil ich mir privat Emotionen leiste und ja, mir auch ein Stück weit einen „Kleinmädchentraum“ erfülle.

Und nein, ich habe keine Probleme bei denen er mich unterstützen muss, sondern es geht um banale Sachen wie meine Sachen in die Reinigung bringen, mit meinen Katzen zum Tierarzt gehen, Einkaufen usw.
Das spart mir sehr viel Zeit.

Und für alle ganz Neugierigen, ich bin CDO. Also tatsächlich eher etwas Technisches. :)
 
  • #20
Man kann nicht alles haben... Er hat große Lasten aus der Vergangenheit und offensichtlich keine Rücklagen im Angestelltenverhältnis gebildet. Entweder die Selbstständigkeit läuft dann zügig an oder man muss es eben lassen und wieder abhängig beschäftigt arbeiten. So ist das. Hätte er dich nicht, würde wahrscheinlich das Amt Vorschuss für den Unterhalt leisten und er würde fein Monat für Monat Schulden aufbauen.

Sei vernünftig und lass dich da nicht mit reinziehen. Auch ein Ehevertrag wird dich vermutlich nicht schützen, wenn dein Einkommen auf einmal als euer Einkommen gilt und du somit indirekt gleich für zwei Kinder zahlen darfst. Das kann doch nicht dein Ernst sein, dir das aufzuladen?! Denk doch mal an deine Zukunft, vielleicht hast du irgendwann deinen Job satt und möchtest nur noch Teilzeit arbeiten, früher in Rente, usw. Du bist dabei dir alles zu verbauen, nur weil dieser Mann sein sorry Leben nicht auf die Reihe kriegt.
 
  • #21
Ich wollte auch keinen juristischen Rat, dafür habe ich Anwälte.
Und selbstverständlich gibt es einen Ehevertrag, der auch von ihm gewünscht und akzeptiert ist.
Tja, dann wirst du wohl wissen was diese gesagt haben und auch das die Frage recht sinnlos ist, nach der aktuellen Rechtslage.
Aber alles hat eben Grenzen und ich möchte einfach nicht on top dazu noch extra für den Umgang mit dem Kind aufkommen, der so einen Rattenschwanz an Ärger mit sich bringt. Daher möchte ich den Umgang in meinem Haus nicht mehr.
Und ich werde ihm auch kein Geld für die Fahrt oder ein Hotel geben, das muss er eben nach meinem Verständnis selber lösen.
Und genau das war die Fragestellung, ob da jemand Erfahrungswerte teilen kann.
Und auch hier wirst du wohl die Antwort schon kennen. Nach der aktuellen Rechtslage kannst du den Umgang im Haus nicht verbieten und wirst es über Umwege sowieso finanzieren.

Ich denke es geht hier eher um Argumente, die gesucht werden, um den Vater zu überzeugen. Diese zu finden wird schwer.
 
  • #22
Aber alles hat eben Grenzen und ich möchte einfach nicht on top dazu noch extra für den Umgang mit dem Kind aufkommen, der so einen Rattenschwanz an Ärger mit sich bringt. Daher möchte ich den Umgang in meinem Haus nicht mehr.

Und genau das war die Fragestellung, ob da jemand Erfahrungswerte teilen kann.

Etwas unfair finde ich, mir quasi berufliche Inkompetenz zu unterstellen, weil ich mir privat Emotionen leiste und ja, mir auch ein Stück weit einen „Kleinmädchentraum“ erfülle.

Und nein, ich habe keine Probleme bei denen er mich unterstützen muss, sondern es geht um banale Sachen wie meine Sachen in die Reinigung bringen, mit meinen Katzen zum Tierarzt gehen, Einkaufen usw.
Das spart mir sehr viel Zeit.

Nee, FS, du machst dir was vor. Du kannst nicht einen Mann heiraten und dann Bedingungen stellen, was bei dir geht und was nicht. Entweder das Paket komplett, oder kein Paket.

"Kleinmädchen-Traum", so so, aber doch nicht mit so einem Mann.

Was bringen dir die Erfahrungswerte von anderen Menschen? Die Menschen sind verschieden, die Ehen auch.

Du nimmst ja nicht mal die Hinweise der Foristen ernst, sondern lehnst sie ab, verwehrst dich dagegen. Glaubst du wirklich, dass dir jemand jetzt noch Erfahrungswerte schreibt?

Ich bleibe dabei: Heirate nicht, jedenfalls nicht diesen Mann. Wenn du Pech hast, wird er irgendwann gehen, du musst an ihn zahlen, inkl. seiner Kinder und stehst zum Schluss mit einem Einkommen auf H4-Höhe da.

Überlege dir gut, was du machst. Nur alles wegen ein bisschen Liebe und Kleinmädchen-Traum?

W Ü55
 
  • #23
Naja, sie bezahlt auch alles, sogar den Unterhalt für das Kind 1
Ja, ich weiß und ich finde das auch supernett und sehr großzügig. Das müsste sie vermutlich gar nicht und jede freiwillige Leistung über irgendeiner Pflicht kann sie auch sofort einstellen. Ich verstehe auch, dass sie der Mutter2 kein Geld in den Rachen schmeißen will.

Mit dem "Oberboss" meinte ich, dass sie klar macht, dass er nur Gast in ihrem Haus ist und sie ihm untersagen will, das 2. Kind dort zu sehen. Also es gibt kein "Wir" hier, sondern sie sagt "mein Haus, meine Regeln".
Wenn man heiraten will und zusammen wohnt, sollte das ja ein "Wir" sein, denke ich. Wenn in bestimmten Situationen dann doch "der Boss" rausgeholt wird und es nicht mehr "unser Heim" ist, sondern "mein Heim", kommt Ende doch raus, dass er nicht gleichberechtigt Mitsprache haben darf. Und das würde mich stören.
Er ruht sich darauf aus und spielt den Selbständigen statt sich einen Job zu suchen
Ob er das so entspannt sieht - wer weiß.

Ich könnte mir vorstellen, dass wenn Mutter2 vom Mann hört, er könne Kind2 keinen Unterhalt zahlen, aber Kind1 Unterhalt bekommt, sie sich dann fragt, ob seine neue Partnerin ihm nicht einen gewissen Betrag zum Leben jeden Monat schenkt/leiht und er den einfach nicht angibt, wenn es um Unterhalt geht. Von meinem Rechtsempfinden her müsste der Mann den geschenkten Betrag (über Selbstbehalt) aufteilen unter beiden Kindern. Also würde ich meinen, dass sie dem Kind1 den Unterhalt dann höchstens als Geldgeschenk geben könnte, ohne es Unterhalt zu nennen (den er dem Kind dann immer noch schuldet), aber sobald es für Kind1 Unterhalt gibt und für Kind2 nicht, ist es doch eigentlich nicht rechtens?

Was ich gelesen habe - und mit Vorsicht genieße - ist: Wenn sie verheiratet sind, gibt es Familienunterhalt, und wenn er kaum Einkommen hat, bekommt er einen Teil des Gehaltes der Frau. Und davon muss er dann möglicherweise einen Teil abgeben an Unterhalt für die Kinder, ohne dass die Frau das verhindern könnte. Anscheinend gilt sogar, dass das Kind Auskunft über die Einkünfte der Frau verlangen kann, falls der Mann den Unterhalt, den er zahlen müsste, nicht leisten kann.
 
  • #24
Nun ja, dein Modell scheint einfach mal der häufig vorkommende traditionelle Deal, aber mit vertauschten Geschlechterrollen zu sein.
Du stehst da, wo sonst der sehr gut verdienende Mann steht, der eine mittellose Frau heiratet, welche Kinder aus ehemaligen Beziehungen hat. Sie hält ihrem neuen Mann in Haushalt und Alltag ein wenig den Rücken frei, dafür finanziert er sie und ihre Kinder voll mit. Die Väter der Kinder spielen auch noch eine Rolle, weil die Kinder regelmäßig bei ihnen sind, und manche der Väter zahlen keinen Unterhalt oder machen Stress ... manche machen richtig dollen Stress, was die neue Liebe leider sehr stört.

Was wir dir hier dazu geschrieben und geraten haben, willst du nicht hören. Dagegen fragst du nach "Erfahrungswerten" ...
Was willst du genau von uns wissen? Wie das ausging, als jemand zu seinem mittellosen Ehepartner gesagt hat, dass das eine seiner Kinder aber nicht mehr ins Haus kommen darf und er auch kein Geld für die Kontakte mit diesem Kind beisteuert?
Abgesehen von den rechtlichen Regelungen, an denen du schwer vorbeikommen wirst, und für die du dich deshalb am allermeisten interessieren solltest, wird das so unterschiedlich ausgehen, wie Menschen unterschiedlich sind.
Was hilft es dir, wenn jemand hier schreibt, dass sein Mann oder Ex so und so darauf reagiert haben.
Was sagt denn dein Mann zu deinen Plänen?


w54
 
  • #25
Und wo soll Dein Mann sein Kind denn sehen? Auf der Straße? Oder wollt Ihr in der Nähe des Kindes ziehen? Das Kind ist erst 9 Jahre alt und braucht seinen Vater. Meines Erachtens gehst du zu weit oder besser gesagt, du merkst erst jetzt worauf du dich eingelassen hast. Es spielt auch überhaupt keine Rolle welchen Beruf du hast. Wenn du nicht viel Geld hättest, würde ich es eher verstehen. Aber du verdienst sehr gut und dein Mann ist arbeitslos und Unterhaltspflichtig. Irgendjemand soll diese Kinder bezahlen. Entweder Du oder Sozialamt und Sozialamt kommt wieder zu euch/zu dir.
 
  • #26
Und ich werde ihm auch kein Geld für die Fahrt oder ein Hotel geben, das muss er eben nach meinem Verständnis selber lösen.
Dann auch ganz klar: du hast keine Bestimmungsgewalt über das Taschengeld, das ihm, Ehevertrag hin oder her, in einer Ehe mit solchem finanziellen Gefälle zusteht. Er wiederum hat keine Möglichkeit, auszuschließen, von diesem Taschengeld seinen finanziellen Verpflichtungen gegenüber seinem Kind nachkommen zu müssen. Indirekt wirst du also für das Kind mitzahlen müssen, zumindest, was den Unterhalt für die Mutter anbelangt. diesbezüglich kannst du dich nicht über geltendes Recht stellen.

Dass du das Kind nicht mehr in deinem Haus empfangen möchtest, ist dagegen dein gutes gesetzliches Recht.
Wenn du dies tust oder einen Besuch des Vaters beim Kind unterbindest, indem du ihm das Geld für Hotel& Fahrkarte untersagst, wird es aber dein Verhältnis zu deinem Mann massiv belasten. Wenn er nicht aus eigenem Antrieb und nicht- finanziellen Gründen den Kontakt zum zweiten Kind ohnehin einschränken möchte, wird das zur Zeitbombe für eure Beziehung.

Wo liest du bitte, dass das Kind sich unmöglich verhält?
Die FS beklagt ausschließlich das Verhalten der Mutter.
Kinder spiegeln das Verhalten ihrer Eltern, Mädchen besonders das der geschiedenen, aus ihrer Sicht benachteiligten Mutter. Wie das Kind als verlängerter Arm der Mutter wirkt, hat die FS beschrieben.

Und genau das war die Fragestellung, ob da jemand Erfahrungswerte teilen kann.
So eine finanziell gestützte Bevormundung würde ich mir nie anmaßen. Welcher Mann schluckt so etwas? Aber ich kenne auch keine Frau, die im umgekehrten Fall nicht die Beziehung infrage stellen würde.
 
  • #27
Mich zerreißt es ja wenn ich das lese.

Ich bin Mama und weiss, dass man schlechtes Benehmen in kürzester Zeit verzeiht und vergisst.
Und wie bei Eltern, Partnern...man kann sich selbst aufregen aber wenn jemand anderes etwas sagt, dann mag man das weniger gerne hören.

Das funktioniert allerdings, wie ich selbst feststelle fast nur bei den Eigenen oder da wo schon eine enge Bindung ist.

Ich könnte es nicht mehr und kann völlig verstehen, dass Du die kleine "Schnepfe " nicht um Dich haben möchtest.

Und verstehe ich Dich völlig, das Du vor Deiner Hochzeit gerne in Glück schwelgen möchtest.

Es gibt kaum eine Möglichkeit in einem selbst, eine Hochzeit 4 Wochen vorher abzusagen.
Zumal man noch glaubt, dass die zwei integranten Personen dann "gewonnen haben.

Aber auch ich rate Dir, jetzt nicht zu heiraten oder zumindest nicht vor dem Gesetz.

Seinen Partner zu unterstützen ist lobenswert und eigentlich auch normal.
Aber hier geht's in eine Richtung die auf Dauer nicht auszuhalten ist.
Und wenn Du verheiratet bist und Dir vorallem den Post von @Tom26 durchliest, dann kannst Du deine Vorstellung des "Rosinenpickens" rein rechtlich schon vergessen.
Dann hängst Du drin und da die Ex Euch da kaum in Ruhe lässt, werden Dir Anwälte zu spät erklären, dass gefühltes Recht nicht immer Recht ist.
Glaube kaum, dass ein Ehevertrag den Unterhalt seiner Kinder ausschließen kann oder den Umgang.
Mittlerweile muss ein Vater auch die Hälfte der Ferien übernehmen.

Ich habe meinen Exmann lange "mit ernährt" und damit angefangen als ich Studentin war.
Pleiten, Arbeitslosigkeit und Versuche der Selbstständigkeit und er war definitiv nicht faul etc.
Irgendwann schleicht sich in die Selbstverständlichkeit den, den man liebt zu unterstützen, Frust und Wut ein.
Vorallem wofür er Geld ausgibt und das nicht mehr erkennen, dass man selbst dafür verzichtet.

Neben der Möglichkeit, dass er seinen Satansbraten liebt und Dich dann langsam dafür ablehnt, dass Du sie ablehnst.
Das habe ich zwar nicht selbst erlebt aber im Bekanntenkreis.
Dazu kommt, dass auch Exfrauen krank werden können oder sterben und das Kind dann zum Vater = auch zu Dir kommen wird.

Es kann gut gehen aber es gibt mir zuviele Dinge, die diese Beziehung auf Dauer porös machen können.

Ich kann Dir nur raten, schnell zum Anwalt und wenn erstmal nur ein "freies Versprechen" zu geben aber kein gesetzliches.
 
  • #28
Ich finde den Thread sehr interessant und hab noch ein bisschen im Netz gestöbert. Nach dem, was ich so als Laie gelesen habe, kann es sein, dass er sich gar nicht hätte selbständig machen dürfen, wenn er dadurch zu wenig verdient, um den Mindestunterhalt an die Kinder zahlen zu können. Was in Deinem Fall vermutlich hieße, dem Mann zu ermöglichen, die Mindestunterhalte an beide Kinder zu zahlen und die Kinder sehen zu können, wenn er weiter selbständig bleiben dürfen soll, denn dann bliebe die Erfolglosigkeit ja zumindest fürs Familiengericht verschleiert. Weiß ich nicht, ob das so geht, aber zumindest kommt keiner zum Einklagen des Unterhaltes oder der Umgangskosten und vielleicht darf man sich das Geld dafür auch borgen oder schenken lassen.
Auf scheidung-online steht das Thema beschrieben unter Selbstbehalt und verschärfte Einkommensprüfung im Mangelfall. Also vielleicht wärst Du überhaupt sein Rettungsanker dafür, dass er diesen Berufsweg noch weiter verfolgen kann und nicht irgendwelche Jobs annehmen muss. Wenn dann beim ersten Job das Gehalt nicht reicht, droht vielleicht noch, einen Zweitjob annehmen zu müssen, falls er die Arbeitsstundenzahl mit dem ersten Job nicht ausfüllt.
Anscheinend kann er ja auch private Gänge für Dich machen, die Dir Zeit sparen, was vielleicht nicht mehr möglich wäre, wenn man ihn zwingen würde, eine Anstellung anzunehmen, um mehr zu verdienen.

Wenn ich das richtig sehe, willst Du ja der Tochter das Hausrecht untersagen. Das Kind hat aber ein Umgangsrecht und wenn das die Zwei-Wochen-Regelung ist, ist da sicher auch Übernachtung dabei. Klar, das geht auch außerhalb eurer Wohnung, aber hier greift ja wieder, dass er kein Geld für die Umgangskosten hat.
Du hast ja geschrieben, dass Du rechtliche Beratung hast. Ich würde das noch mal speziell für diese verketteten Probleme in Anspruch nehmen, dass Dein Partner weder den Unterhalt regelmäßig zahlen kann noch Geld dafür hat, dass Umgangsbesuche seiner Kinder stattfinden können. Dann klären, wer Hausrecht hat bei einer eheähnlichen Gemeinschaft, wenn das Haus nur einem gehört, und wie das mit Besuchen minderjähriger Kinder ist.
Am Ende schrottest Du seine Berufspläne, wenn Du Dich zu den Besuchen und dem Unterhalt querstellst und Briefe von Anwälten kommen und seine finanzielle Lage mal genauer geprüft wird. Ich meine das jetzt nicht, dass Du das nicht dürftest (seine Selbständigkeit und die Erfolglosigkeit dabei aufdecken), aber vielleicht wird sich das negativ auf Deine Beziehung auswirken, was Du möglicherweise nicht willst. Mal ganz abgesehen davon, dass ich - wie schon gesagt - den Umgang mit dem Kind in der gemeinsamen Wohnung nicht verbieten wollen würde, um dem Mann nicht so deutlich klarzumachen, dass er im Zweifelsfall nichts zu melden hat.
 
  • #29
Es gibt kaum eine Möglichkeit in einem selbst, eine Hochzeit 4 Wochen vorher abzusagen. Zumal man noch glaubt, dass die zwei integranten Personen dann "gewonnen" haben. Aber auch ich rate Dir, jetzt nicht zu heiraten oder zumindest nicht vor dem Gesetz.
Alles zu zitieren kostet einfach zu viele Zeichen. Zu "Hochzeit nicht absagen wollen" kann ich beisteuern, das ich zwei Frauen kenne, die wirklich ganz offensichtlich, für wirklich jeden erkennbar gewaltig auf dem Holzweg waren, während sich die Ehemänner in Spe schon die Hände rieben. Jeder konnte sehen, das da ein riesiges Ungleichgewicht herrschte. Für den Ring waren beide bereit einen deutlich zu hohen Preis, in welcher Form auch immer zu zahlen. Eine davon lud mich auf den letzten Drücker noch ein, um mir ihren Verlobten noch schnell vorzustellen. Sie wüsste gern etwas ich von ihm halte, ich hätte schließlich schon bei seinem Vorgänger richtig gelegen. (Sie hätte mich beim besten Willen nicht gebraucht, um die im Tagebuch detailliert und säuberlich eingetragenen Sexszenen mit der Ex richtig zu interpretieren und schlug meine Hilfe die Kartons mit seinem bisschen Plunder zu packen aus. Sie lieh ihm lieber noch 10.000 DM.) Das Treffen mit dem Nachfolger war eine Katastrophe. Er kam zu spät zum Essen: Streit, sie aus dem Osten, er haut Nazimüll, obwohl deutlich jünger als sie ("Schlesien bleibt auf immer deutsch und unser!", etc.) raus. Drei Monate später die Eheannulierung. Fall zwei war ebenso absehbar. In beiden Fällen gab es keine Fürsprecher, nur Warnende an denen man sich trefflich abarbeiten konnte. Was ich für dich in meiner Glaskugel hier sehe, ist das diese Exfrau ganz sicher schon ausgerechnet hat wieviel sie bei dir als willkommenes neues Wirtstier dann bei dir rausholen kann, da ihr Ex ja momentan finanziell nix bringt und von dir fein durchgezogen wird. Zum Dank dafür scheint sie ihre Tochter auch noch für ihr Ego zu missbrauchen und zu manipulieren um sie gegen dich aufzuhetzen. Heiratest du ihn, machst du das juristisch sicher für sie. Für ich natürlich auch. Dir ist sicher klar, das es das erste ist was passieren wird, das es dir an den Geldbeutel gehen soll. Das ist nicht was du dir wünschst. Du wünschst dir wie wohl die meisten Sicherheit aus der Liebe heraus. Die Liebe überwindet aber nicht alles. Sie schwindet im Gegenteil schnell, wenn der Respekt verloren geht. Vor allem nicht wenn einer mehr liebt und das mit Geld untermauern will. Du hast deine Entscheidung bestimmt überdacht, aber die Probleme mit Ex und Tochter sind auch genauso ein Problem mit IHM. Weil er sie nicht löst. Und das zu sehen untergräbt Respekt. Irgendwo steht hier was vom Kleinmädchentraum, Versuche das noch mal an dich ranzulassen. Zwei Menschen sollten vor allem in die selbe Richtung blicken und an einem Strang ziehen. Erst das Problem mit Ex und Tochter lösen und dann heiraten wäre die Reihenfolge, die auch ihm gut zu Gesicht stünde. w52
 
  • #30
Hallo FS
Warum wllst du diesen Mann heiraten????
Er hat bereits 2 Ehen in den Sand gesetzt, ersetzt Kinder in die Welt für die er nicht aufkommen kann, hat weder Ex noch Kind im Griff und dazu ist er noch pleite und lässt dich für seine Fehler blechen.
Was findest du an so einem Mann toll?
Du wirst blechen bis er die nächste Dumme findet - und dann bist du die böse Ex.
Denn vielleicht hat die andere Ex auch permanent für den Loser bezahlt und sie will einfach einen Teil der Kohle zurück.
Sag die Hochzeit ab, ich musste es damals auch machen, es geht...
Du hast einen richtigen Mann verdient und kein Kind an deiner Seite dass Taschengeld oder Busgeld braucht.
Wieso überlegst du dir überhaupt ihn zu heiraten? Ich kann manche Frauen echt nicht verstehen....