• #31
Das ist ein sehr schwieriges Thema. Es gibt Menschen, die würden nie Hilfe verlangen und es gibt andere, die sich alles holen, was Andere für sie machen wollen.
Ich finde dennoch wichtig, dass er Hilfe bekommt. Sein Bruder hilft ihm. Das ist gut und du bist auch da. Auch gut. Manchmal hilft es auch, wenn jemand einmal die Woche vorbei schaut oder etwas freundliches schreibt. Auch so etwas würde ich als Hilfe ansehen. Du kannst ihm allerdings deine Hilfe nur anbieten. Wenn er diese nicht annehmen möchte, soll sein Wunsch auch akzeptiert / respektiert werden.
 
  • #32
Ihr seid kein Paar mehr. Es war nett von dir die Pflanzen zu gießen, aber ansonsten hat er doch ein neues Lebensumfeld.

Warum denkst du da noch soviel mit? Aus Mitleid? Und sonst gar nichts?

Er hat dir doch gesagt, was er möchte. Daran würde ich mich halten. Wie er sich ausgedrückt hat, ist nicht besonders "feinfühlig". Von meinem Sofa aus kann das alles bedeuten.

Ich kann da auch nur allgemeingültig etwas dazu sagen:
Natürlich helfe ich Freunden. Aber ich achte darauf, dass ich nicht alles an mich reiße und dass es allen dabei gut geht. Ich frage nach, ob ich etwas bestimmtes tun soll. Sagen sie "nein", lass ich das natürlich.
Jeder hat doch Recht auf sein Privatleben, auch ein Kranker. Das muss man respektieren.

Stell dir vor, man würde dir sagen, du hättest noch ein paar Monate zu leben. Was möchtest du in dieser Zeit tun? Oder mache es kürzer: eine Woche. Denk mal darüber nach...Du überlegst dir ganz egoistisch, was du möchtest und fängst nicht mit irgendwelchen Spielchen an.
 
  • #33
Ich plädiere dafür, Männer immer ernst zu nehmen mit dem was sie sagen!
Alles andere ist
A übergriffig
B respektlos

(Natürlich gibt es auch Menschen, Männer, die sagen das eine, meinen aber was anderes. Jedoch auch hier: nicht meine Affen. Nicht mein Zirkus)

..leider fehlt viel zuviel Frauen diese Konsequenz! Sie analysieren IHN statt zu kucken, was SIE wollen oder brauchen?! Warum?!

Die Folge davon: zahlreiche bindungsgestörte Männer, die emotionale Nähe nicht mehr zulassen können, weil sie bei Mami und auch danach wieder und wieder emotionale Übergriffigkeiten unter dem Deckmantel der Fürsorge erlebten
(Bei Frauen ists umgekehrt übrigens ähnlich mit dem Thema körperliche Grenzen und Selbstbestimmung und Übergriffe, aber DAS Fass mache ich heute Abend nicht mehr auf :) )
 
Zuletzt bearbeitet:
  • #34
Die Folge davon: zahlreiche bindungsgestörte Männer, die emotionale Nähe nicht mehr zulassen können, weil sie bei Mami und auch danach wieder und wieder emotionale Übergriffigkeiten unter dem Deckmantel der Fürsorge erlebten
Besser hätte man es nicht ausdrücken können.

Ich finde es persönlich schon sehr bedenklich, wie stark teilweise mit zweierlei Maß
gemessen wird. Wären die Rollen vertauschst und sie ein Mann, der das Nein einer Frau nicht akzeptiert, wäre hier was los ...

Aber so? Ist doch alles nur gut gemeint und er weiß doch vielleicht gar nicht, dass er es will ...oh je...

Wenn ein Mann dich nicht will, dann könntest du ihm noch weitere 5 Jahre nachlaufen, ihm alle möglichen Gefälligkeiten leisten und es würde rein gar nichts, an seinen nicht vorhandenen Gefühlen für dich ändern. Stattdessen sinkst du in seiner Achtung und er verliert Respekt vor dir.

Du hast das sicherlich nicht nötig...

Er hat eine Freundin. Lass sie sich um ihn kümmern ...
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
  • #35
Sei ehrlich: Warum hast du nach so vielen JAHREN noch Kontakt zu ihm? Was soll das bringen? Wahrscheinlich machst du dir Hoffnungen, alles andere wäre ein waste of time.

ABER: Er hat DICH damals verlassen und die Beziehung war schlecht. Es wird Zeit ihn zu vergessen.

Klar, es geht ihm schlecht.
Aber er hat eine andere Partnerin und einen Bruder.
Ich würde das ganze auslaufen lassen. Was denkt denn bitte seine neue Partnerin, wenn du in die Wohnung gehst???

Suche dir einen neuen Partber und verwende dafür deine kostbare Freizeit. Wenn es ihm besser geht, wird er sicher nicht zu dir zurückkommen. Lg w30
 
  • #37
Vielen Dank für Eure vielen Beiträge, die über eine ganze Bandbreite von Meinungen gehen. Mir hat das geholfen, klarer zu sehen.

Und das hinterlässt ja auch etwas Zwiegespaltenes.
Er sagt ja nicht "danke für die bisherige Unterstützung, aber ich komme in meinem Umfeld klar". Sondern "Lass' mich, ich bin eh ein Energieräuber..".
Also es entsteht ja keine Erleichterung bei dir dadurch. Zudem entsteht der Eindruck, dass er zu wenig Betreuung hat, weil seine engsten Bezugspersonen in anderen Städten leben.

Genau damit hast Du den diffusen Ursprung meines Bauchgefühls benannt: Die Versorgungssituation halte ich für unzureichend. Wenn er in der Nähe seiner Freundin oder Angehörigen wohnen würde, wäre das alles für mich kein Thema mehr.
Den Briefkasten leeren und Blumen gießen, würde ich auch für einen anderen kranken Nachbarn übernehmen. Das mögen manche für therapiebedürftig halten. Wir hier in der Nachbarschaft halten es für krank, das nicht für einen Nachbarn zu übernehmen.

Zudem verhält er sich widersprüchlich. Auch jetzt hat er mich wieder angerufen. Er schreibt mir täglich. Er schlägt fast täglich Treffen vor. Über die Feiertage haben wir uns fast täglich gesehen. Zur Zeit ist er noch fit. Wenn dann plötzlich kommt, dass ich ihn vergessen soll. Er sehe hässlich aus. "Es lohne sich eh nicht mehr", dann klingt das für mich nach Depression.

Aber dir ist auch klar, dass er nicht wirklich gut zu dir war. Selbst jetzt verleugnet er noch eine LAT-Beziehung mit einer anderen Frau? Da war - und ist - leider viel Unehrlichkeit im Spiel.
Deshalb und auch im Hinblick auf seine Krankheit will ich keine wichtige Bezugsperson mehr für ihn werden. Das soll jemand anders übernehmen.

Musst du entscheiden. Es wäre eine Gelegenheit zum "eleganten Ausstieg".
Ja.
 
  • #38
Ich sehe hier zwei Geschichten, bzw. drei. Zum einen dein Egoismus - du weiss besser, was zu tun ist und wie er sich zu fühlen hat, er ist die arme Sau und du bist die Königin, die ihm gnädig die Hand reicht und du handlest dementsprechend. Dir ist sogar egal, dass er eine neue Frau hat (weiss sie, dass du in seine Wohnung ein- und ausgehst??) Und ja, ich gebe den Foristen recht, du benimmt dich respektlos und übergriffig.
Zweiter Punkt - mangelndes Selbstwertgefühl. Die Beziehung war nicht schön, er hat dich nicht unterstützt, dich anschließend verlassen und trotzdem stehst du nach der Trennung im recht intensiven Kontakt zu ihm. Warum? Warum dackelst du wie ein Welpe hinterher? Hast du kein eigenes Leben? Ihr seid GETRENNT! Fange endlich an, dein Leben zu leben und erwarte von ihm nicht, dass er dir Dankbarkeit, Aufmerksamkeit, Anerkennung oder whatever gibt.
Dritter Punkt und da habe ich persönliche Erfahrung - mit meinem Ex war die Beziehung auch nicht rosig und trotzdem habe ich mich nach der Trennung verpflichtet gefühlt, ja sogar innerlich wie seine Frau. Einen Tipp hat mir eine Freubdin gegeben - in der Beziehung hat mein Ex mich in die Position der Mutter geschoben und eine Mutter verlässt ihr Kind nicht, also auch getrennt war ich seine "Mutter". Als ich dieses Thema für mich persönlich verarbeitet habe, hat er versucht, seine Kinder in die Elternrollevzu zu schieben, permanent von seinen Sorgen erzählt und quasi Hilfe erwartet. Die einzige Möglichkeit sah ich darin, den Kontakt zum Vater zu verbieten, nachdem die Gespräche mit ihm nicht gefruchtet haben, aber das ist natürlich extrem schwierig, wenn sie den Kontakt zu ihm selber wünschen. Jetzt sind sie älter und checken langsam, wie er drauf ist, aber die Jahre davor war es für mich belastend.
Irgendwann mal kam ich selber an den Punkt, dass ich mich ihm weder verpflichtet noch schuldig noch irgendwas gefühlt habe, aber irgendwas hat mich dennoch gehalten, eine restliche Energie. Davon hätte ich selber nicht los kommen können, also habe ich Famillienaufstellung gemacht. Zwei Tage später hatten wir Riesenkrach, er hat getobt wie Wahnsinniger, er war immer schwierig, aber so habe ich ihn nie gesehen. Lange Rede kurzer Sinn - ich war innerlich endlich befreit, er dagegen hat innerhalb eines Jahres stark abgebaut, gesundheitlich und finanziell, er ist auch um Jahre gealtert, mein Vater hat ihn nicht erkannt, als er ihn gesehen hat (meine Eltern leben in anderem Land).
 
  • #40
Auch jetzt hat er mich wieder angerufen. Er schreibt mir täglich. Er schlägt fast täglich Treffen vor.
Das ist nicht fair dir gegenüber.
Er kann dich nicht "wegschicken" und dich im nächsten Atemzug wieder kontaktieren.

Es könnte aber sein (nach deinem zweiten Post), dass er einerseits den Kontakt mit dir schätzt und dir auch dankbar für die Hilfestellung ist - andererseits er nicht schwach und "hässlich" von dir gesehen werden möchte. Da hadert er offenbar ein wenig mit sich selbst.
 
  • #41
Er kann dich nicht "wegschicken" und dich im nächsten Atemzug wieder kontaktieren.
Doch kann er, du siehst ja, dass es geht, es liegt doch viel mehr an FS wie sie darauf reagiert!
Da hadert er offenbar ein wenig mit sich selbst.
Nein, es gibt einfach Menschen, die möchten einen dirigieren und schikanieren, sie können es nur mit Menschen machen, die das zulassen!
 
  • #42
Zudem verhält er sich widersprüchlich. Auch jetzt hat er mich wieder angerufen. Er schreibt mir täglich. Er schlägt fast täglich Treffen vor. Über die Feiertage haben wir uns fast täglich gesehen. Zu
Wie willst du dich da von ihm lösen und einen anderen Mann kennenlernen?
Und wieso war seine Lebensgefährtin über die Feiertage nicht da?
Gibt es sie überhaupt? Weiß sie von euren Treffen, eher nicht, denke ich.
 
  • #43
Den Briefkasten leeren und Blumen gießen, würde ich auch für einen anderen kranken Nachbarn übernehmen. Das mögen manche für therapiebedürftig halten. Wir hier in der Nachbarschaft halten es für krank, das nicht für einen Nachbarn zu übernehmen.

Zudem verhält er sich widersprüchlich.
Wahrscheinlich machst du dir Hoffnungen, alles andere wäre ein waste of time.
Ich bin echt überrascht von den heftigen Reaktionen hier. Es ist also ein "waste of time", einem todkranken Menschen zu helfen, wenn man keine Beziehung mit ihm will?
Also ich habe die FS so verstanden, wie sie es wiederholt geschrieben hat, dass sie von ihm getrennt ist, die beiden aber noch locker (=platonisch) befreundet sind. Er ist also wie ein Bekannter, Nachbar oder Freund für sie. Ich habe beileibe kein Helfersyndrom, aber wenn ich meinem schwerkranken Nachbarn beim Blumengießen helfen kann oder von einem Arbeitskollegen oder Freund mitbekomme, dass er sehr krank ist und nicht genügend Unterstützung hat, und es mir keine übermäßige Mühe macht, weil wir z.B. in der Nähe voneinander wohnen, würde ich bestimmt auch etwas helfen oder es zumindest in Erwägung ziehen. Nicht täglich, aber vielleicht etwas. Und sorry, "Nein" heißt nicht immer wirklich "Nein". Ich hatte auch schon mal eine Situation, wo ich einen Haushaltsunfall hatte und vor Schmerzen geweint habe. Ich habe meinen Nachbarn gebeten, sich den Fuß anzuschauen, zwecks Einschätzung. Er meinte, er könnte mich mit dem Auto zur Notaufnahme fahren. Es war mitten in der Nacht und er musste am nächsten Morgen früh zur Arbeit. Ich war hin- und hergerissen und meinte so was wie: "Ach nein, vielen Dank, aber das wäre doch viel zu viel Aufwand, ich komme schon alleine klar...", einfach weil ich das Angebot zwar super nett fand und eigentlich gerne angenommen hätte, ihn aber nicht so mit meinem Problem belasten und "ausnutzen" wollte. Er hat dann aber drauf bestanden und mich schließlich doch gefahren -- und ich war dankbar und es war gut. Ok, kann man jetzt verurteilen und ich hätte klarer kommunizieren können, aber manchmal gibt es so Situationen. Hier ist es ja nicht so, dass sie ihm wirklich gegen seinen Willen hilft, sondern er lässt es ja zu und nimmt es gerne an. Ich würde das Gleiche für meinen Expartner tun, mit dem ich noch immer locker befreundet bin, wenn er dringend Unterstützung bräuchte. Nicht täglich, und wenn es zu belastend/aufwendig wird, würde ich es lassen, aber zumindest wäre er mir nicht völlig egal und ich würde darüber nachdenken, ob er genug Unterstützung bekommt und klarkommt -- wie bei anderen Bekannten und Freunden auch. Es wäre mir nicht völlig egal.
 
  • #44
Es gibt Menschen, die sich zurückziehen, wenn es ihnen nicht gut geht oder das Ende naht .......
Es gibt Männer, die sich vor einer Frau ungern schwach und krank präsentieren.......

Ist er "so einer"? Dann nimm ernst, was er sagt. Respektiere seinen Wunsch, in deiner Erinnerung der Mann bleiben zu wollen, den du einst als attraktiv und stark wahrgenommen hast.
 
  • #46
Es gibt Menschen, die sich zurückziehen, wenn es ihnen nicht gut geht oder das Ende naht .......
Es gibt Männer, die sich vor einer Frau ungern schwach und krank präsentieren.......

Ist er "so einer"? Dann nimm ernst, was er sagt. Respektiere seinen Wunsch, in deiner Erinnerung der Mann bleiben zu wollen, den du einst als attraktiv und stark wahrgenommen hast.
Das kann tatsächlich auch gut sein, das habe ich auch erlebt und bin selbst dankbar, dass ich manche Personen in Erinnerung behalten darf, wie sie waren. Ich bleibe dabei: Es kommt darauf an, WIE er es sagt, und auf den Kontext. Im Zweifelsfall könnte man auch einmal ganz direkt, offen und ehrlich nachfragen. Also die eigenen Gedanken und hier geäußerten Zweifel bzw. den Zwiespalt schildern und um eine wirklich eindeutige Stellungnahme bitten.
 
  • #47
Ich bin echt überrascht von den heftigen Reaktionen hier. Es ist also ein "waste of time", einem todkranken Menschen zu helfen, wenn man keine Beziehung mit ihm will
Also zu einem bin ich überrascht, da du ja kürzlich geschrieben hast, dass du aus reiner Lust am Diskutieren gern mal die Gegenposition einnimmst, auch wenn es gar nicht deine Meinung ist. Probiers doch hier auch mal, dich reinversetzen.
Du verkürzt und holst hier eine Art Moralkeule raus, dass man einem Todkranken nicht helfen soll und überhaupt Helfen schlecht ist.
Hier geht es auch um die Art der Beziehung. Als seine Ex wird sie wohl gegenüber der Lebensgefährtin verheimlicht. Auf so eine heimlich Position hätte ich schon mal keine Lust.
Wenn die Beziehung geklärt ist, gibt es keinen Grund zur Verleugnung.
Hier ist es nicht ein Nachbar, sondern ein Ex, der sie nicht gut behandelt hat.
Bei täglichem Kontakt ist sie emotional schon sehr gebunden, und sind von beiden Seiten sehr viele Emotionen im Spiel.
 
  • #48
Ich habe beileibe kein Helfersyndrom, aber wenn ich meinem schwerkranken Nachbarn beim Blumengießen helfen kann oder von einem Arbeitskollegen oder Freund mitbekomme, dass er sehr krank ist und nicht genügend Unterstützung hat,
Dieser Mensch ist weder ein Kollege noch ein Freund, sondern ein Ex, der die FS in der Beziehung nicht sonderlich gut behandelt hat und ihr die Hilfe verwehrt hat, als sie selber benötigt hat (gebrochenes Bein). Er war auch derjenige, der sie verlassen hat, obwohl er schon schlecht zu ihr war.
Ausserdem hat dieser Mann nicht "nicht genügend" Unterstützung, sondern eine Freundin, ausserdem sein Bruder hilft ihm laut FS sehr.
Dritter Punkt - Hilfe ist schön und gut, wenn sie a) erwünscht ist und b) angebracht ist. Ist der Mann wirklich so krank, dass er auf Hilfe der FS angewiesen ist und zweitens, bringt die Hilfe den Mann in die Selbstständigkeit, dass er irgendwann mal nicht auf Hilfe angewiesen ist oder macht sie ihn abhängig und bequem, so dass er die Notwendigkeit nicht sieht, daraus kommen zu wollen.
Ja, ich habe gelesen, dass Mann chronische Krankheit hat und sterben wird, aber ich habe auch viele Menschen gesehen, die sich hinter ihrer Krankheit verstecken und sie als Ausrede für alles mögliche benutzen.
 
  • #49
Das ist nicht fair dir gegenüber.
Er kann dich nicht "wegschicken" und dich im nächsten Atemzug wieder kontaktieren.

Ich werde es so machen, dass ich auf WhatsApp Nachrichten nicht groß antworten werde.

Sollte er tatsächlich wieder intensiver Kontakt suchen, erkläre ich ihm, dass er seine Energie auf sich selbst und seine engen Bezugspersonen richten soll.

Es ist ein bisschen schwierig, weil er aktuell relativ fit ist. Für mich ist es auch schön, wenn wir abends zusammen joggen oder wenn er zum Essen einlädt.

Ich bin echt überrascht von den heftigen Reaktionen hier. Es ist also ein "waste of time", einem todkranken Menschen zu helfen, wenn man keine Beziehung mit ihm will?

Vielen Dank. Das sehe ich wie Du. Hier mäht ein Nachbar seinem gehbehinderten Nachbarn immer wieder den Rasen. Ein anderer räumt den Schnee vom Gehsteig einer AE einfach immer wieder mit. "das ist doch nicht nötig..." ist dafür eine typische Floskel.... alle übergriffig mit Helfersyndrom bzw. wollen die AE nur anbaggern...

Für sein Verhältnis zu seiner Freundin, wann er sie trifft etc., bin ich nun wirklich nicht verantwortlich. Ich will ihn nicht zurück und mit mir läuft nichts. Das Thema triggert wahrscheinlich die Frauen, die selbst Probleme mit der Ex des Mannes hatten.

Was ich vom Zugang zu seiner Wohnung haben soll? Mann oh Mann....

Es gibt Menschen, die sich zurückziehen, wenn es ihnen nicht gut geht oder das Ende naht .......
Es gibt Männer, die sich vor einer Frau ungern schwach und krank präsentieren.......

Ist er "so einer"? Dann nimm ernst, was er sagt. Respektiere seinen Wunsch, in deiner Erinnerung der Mann bleiben zu wollen, den du einst als attraktiv und stark wahrgenommen hast.

Ja, das würde zu ihm passen
 
  • #50
Ich finde es gut, wie du es machst und du scheinst alles Wichtige dabei zu bedenken. Würde es in deiner Situation genauso machen. Der Kontakt tut euch beiden gut, sein Handeln zeigt ja, wie sehr er wert auf den Kontakt legt, auch wenn er sich mal anders geäußert hat. Wie sich die Dynamik fortsetzt, wird sich zeigen. Alles Liebe.
 
  • #51
Die Männer können nicht unterscheiden, zwischen klein antworten und groß antworten, antworten ist für sie antworten!
Sollte er tatsächlich wieder intensiver Kontakt suchen, erkläre ich ihm, dass er seine Energie auf sich selbst und seine engen Bezugspersonen richten soll.
Das ist wieder keine gute Antwort, du solltest ihm sagen dass du seinen Wunsch billigst, Punkt.
Es ist ein bisschen schwierig, weil er aktuell relativ fit ist. Für mich ist es auch schön, wenn wir abends zusammen joggen oder wenn er zum Essen einlädt.
Gerade weil er fit ist, ist das wesentlich einfacher!
Vielen Dank. Das sehe ich wie Du. Hier mäht ein Nachbar seinem gehbehinderten Nachbarn immer wieder den Rasen. Ein anderer räumt den Schnee vom Gehsteig
Du verwechselst Pflaumen mit Birnen, es ist dein Ex und nicht dein Nachbarn!
 
  • #52


Er war damals noch nicht mal innerhalb der Beziehung für mich da, als ich ein gebrochenes Bein hatte.
Ich bin zwar Ausländerin, deutsche Texte verstehe ich aber trotzdem. Ich kenne deinen Ex nicht, aber so wie du schreibst, ist das für mich kein Mensch, zu dem ich nach der Trennung Kontakt halten würde oder helfen.
Vielen Dank. Das sehe ich wie Du. Hier mäht ein Nachbar seinem gehbehinderten Nachbarn immer wieder den Rasen. Ein anderer räumt den Schnee vom Gehsteig einer AE einfach immer wieder mit. "das ist doch nicht nötig..." ist dafür eine typische Floskel.... alle übergriffig mit Helfersyndrom bzw. wollen die AE nur anbaggern...

Für sein Verhältnis zu seiner Freundin, wann er sie trifft etc., bin ich nun wirklich nicht verantwortlich. Ich will ihn nicht zurück und mit mir läuft nichts. Das Thema triggert wahrscheinlich die Frauen, die selbst Probleme mit der Ex des Mannes hatten.

Was ich vom Zugang zu seiner Wohnung haben soll? Mann oh Mann....
Na dann ist alles gut, ich verstehe nicht, warum du hier eine Frage einstellst, wenn du eh besser weisst, was du tun willst oder sollst. Aber das passt irgendwie zu deiner Helferaktion. Sorry, ich hasse es wie die Pest, wenn manche Drama machen "Hilfe, ich hab ein Problem", um dann zu relativieren"ach, war es doch nicht soo schlimm". Man fühlt sich einfach auf gut deutsch verar..., wenn man sich Zeit nimmt, anderem zuzuhören und über die Lösung nachzudenken, auch wenn es hier nur um Forum geht, aber es gibt solche auch im echten Leben.
Weiss du was, hilf einfach deinem Ex weiter, da passt ihr beide gut zusammen, vergiss aber nicht seine Freundin in Kenntnis zu setzen, dass du mit ihm joggst, Essen gehst und Schlüssel zu seiner Wohnung hast.
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
  • #53
Es ist ein bisschen schwierig, weil er aktuell relativ fit ist. Für mich ist es auch schön, wenn wir abends zusammen joggen oder wenn er zum Essen einlädt.
Wesentliche Informationen werden nachgereicht. Ok, du geniesst auch den Kontakt und es ist mehr als ' dem Nachbarn" den Rasen zu mähen" und einem Schwerkranken die Blumen zu giessen.
Dazu kann ich dir keinen Rat geben, das musst du selbst entscheiden, ob dir das ambivalente Verhältnis guttut .
 
  • #54
Ich bin zwar Ausländerin, deutsche Texte verstehe ich aber trotzdem. Ich kenne deinen Ex nicht, aber so wie du schreibst, ist das für mich kein Mensch, zu dem ich nach der Trennung Kontakt halten würde oder helfen.

Ich könnte über meinen Exmann so ähnliche Dinge schreiben und dennoch ist er deswegen kein schlechter Mensch und ich würde in einer ähnlichen Situation wahrscheinlich ähnlich handeln wie @Tomyi.

Es mag widersprüchlich klingen, aber wenn man einfach sieht, dass eben die Charaktere nicht gepasst haben und man in einer Beziehung nicht füreinander gepasst hat, muss das noch lange nicht heißen, dass nicht eine Art Freundschaft möglich ist. Die kann ich auch mit Menschen haben, mit denen ich keine Liebesbeziehung will / haben könnte.
 
  • #55
dass du aus reiner Lust am Diskutieren gern mal die Gegenposition einnimmst, auch wenn es gar nicht deine Meinung ist. Probiers doch hier auch mal, dich reinversetzen.
Du verkürzt und holst hier eine Art Moralkeule raus, dass man einem Todkranken nicht helfen...
Ich glaube, ich meinte dort, dass ich gelegentlich die Position der/des FS versuche nachzuvollziehen, auch wenn ich persönlich ganz anders handeln würde, was dann wie eine Verteidigung oder ein Pro-FS-Argument wirkt und letztendlich auch ist. Ist hier aber nicht der Fall, hier teile ich, wenn ich mich in die Position der FS hineinversetze, die Gedanken/Zweifel der FS und würde mir wohl tatsächlich auch ähnliche Gedanken machen bzw. kann gut verstehen, warum sie in Bezug auf das Nein unsicher ist, eben weil es nicht so eindeutig klar ist, ob er es wirklich so meint und ob er wirklich genug Unterstützung kriegt.

Sie hat den "Fehler" gemacht, hier zu erwähnen, dass er ihr Ex ist, das triggert offenbar einige massiv und eröffnet die bekannte Nebendiskussion "Kann man mit seinem Ex befreundet sein?". Ich kann und bin es, deswegen scheint es mir auch nicht abwegig, einem Ex, der jetzt ein Freund ist, in der Not zu helfen (in Maßen und solange es mich nicht zu sehr belastet!). Grundsätzlich finde ich es also nicht abwegig oder verwerflich oder therapiebedürftig oder was auch immer, einem Freund (der "zufällig" auch ein Expartner ist) zu helfen, und @Ella83 und @Serenissima sehen es hier wohl auch so.

Hätte sie nur "Bekannter" oder "guter Freund" geschrieben, würden, glaube ich, nicht viele so ausrasten à la "Willst du zu ihm zurück?", "Blockiert er dich in der Partnersuche", "Warum hängst du an deinem Ex?". Dabei geht es doch gar nicht primär darum, dass er ihr Ex ist. Die Beziehung ist vorbei, jetzt sind sie Freunde oder gute Bekannte. Also ist es eben doch damit vergleichbar, ob man seinem Nachbarn oder Freund helfen würde. Und die FS und ich würden das bzw. das Schicksal jener Personen wäre uns nicht völlig gleichgültig.

Vielleicht war mein Post wirklich etwas moralkeulenmäßig. Ich war nur so wahnsinnig erstaunt und habe mich gefragt: Würdet ihr euch um einen Freund/Bekannten/Nachbarn nicht auch etwas sorgen? Über den Umfang der Unterstützung kann man ja, wie gesagt, diskutieren, und auch, wo Grenzen sind und wie sie kommuniziert werden, aber dass er mal mit der FS eine Beziehung hatte, ist doch kein Grund, ihn völlig zu ignorieren -- wenn die beiden doch heute Freunde sind!

PS: Vielleicht war er auch damals ein schlechter Partner, ist aber heute ein guter Freund? Oder durch seine Krankheit und die regelmäßigen Treffen haben sie sich einander angenähert und eine neue Verbindung gefunden? Kann doch alles sein ...
 
  • #56
Ich werde es so machen, dass ich auf WhatsApp Nachrichten nicht groß antworten werde.

Sollte er tatsächlich wieder intensiver Kontakt suchen, erkläre ich ihm, dass er seine Energie auf sich selbst und seine engen Bezugspersonen richten soll.

Es ist ein bisschen schwierig, weil er aktuell relativ fit ist. Für mich ist es auch schön, wenn wir abends zusammen joggen oder wenn er zum Essen einlädt.



Vielen Dank. Das sehe ich wie Du. Hier mäht ein Nachbar seinem gehbehinderten Nachbarn immer wieder den Rasen. Ein anderer räumt den Schnee vom Gehsteig einer AE einfach immer wieder mit. "das ist doch nicht nötig..." ist dafür eine typische Floskel.... alle übergriffig mit Helfersyndrom bzw. wollen die AE nur anbaggern...

Für sein Verhältnis zu seiner Freundin, wann er sie trifft etc., bin ich nun wirklich nicht verantwortlich. Ich will ihn nicht zurück und mit mir läuft nichts. Das Thema triggert wahrscheinlich die Frauen, die selbst Probleme mit der Ex des Mannes hatten.

Was ich vom Zugang zu seiner Wohnung haben soll? Mann oh Mann....



Ja, das würde zu ihm passen

Ich finde halt zudem durchaus problematisch, dass er eine Freundin hat.
Wie fändest Du es denn wenn Dein geliebter Partner täglich seine Ex träfe, mit ihr joggen gehen würde oder sie zum essen einladen??!!!
Er hat Dich schlecht behandelt.
Er behandelt seine aktuelle schlecht (vielleicht hat sie auch ihr Bein gebrochen und sitzt zuhause in der Hoffnung ER meldet sich, während er Spass mit Dir hat?!)

Der Typ hat n miesen Charakter. Krankheit hin Krankheit her.

Und ich werde nicht müde zu wiederholen: unter Schwestern macht Frau sowas nicht. Sie trifft sich nicht heimlich mit vergebenen Exen so dass der Mann seine Partnerin in Konkurrenz setzen kann für sein Ego!!
Keine Frau möchte sowas. Viele.. wie hier..spielen trotzdem mit...warum?!
Wie kann man es so nötig haben?
 
  • #57
Hätte sie nur "Bekannter" oder "guter Freund" geschrieben, würden, glaube ich, nicht viele so ausrasten à la "Willst du zu ihm zurück?", "Blockiert er dich in der Partnersuche", "Warum hängst du an deinem Ex?
Nun, ich habe diese Fragen gestellt, allerdings ohne auszurasten. Du bewertest hier ganz schön, stellst dich aber selber oft als tolerant und weltoffen dar.
Weil ich dachte, dass es hier um mehr geht, als um jemanden in Not zu helfen.
Und wie man sieht, ist es ja auch mehr.
Es spricht nichts dagegen, mit seiner Ex befreundet zu sein, allerdings wissen wohl Ex und LG nichts voneinander.
Das hat für mich einen Beigeschmack. Bei einer normalen Freundchaft wüssten alle Beteiligten voneinander, oder?
Aber die FS meint, für sie ist das kein Problem. Dann verstehe ich auch nicht, warum sie die Frage eingestellt hat bzw. wie so oft, nur Antworten hören möchte, die sie bestätigen. Alle anderen sind dann böse und " rasten aus".
 
  • #58
Ich könnte über meinen Exmann so ähnliche Dinge schreiben und dennoch ist er deswegen kein schlechter Mensch und ich würde in einer ähnlichen Situation wahrscheinlich ähnlich handeln wie @Tomyi.
Es geht nicht um "Auge um Auge". Und auch nicht um unpassende Charaktere. Sondern um Charakterschwächen, die anderen Menschen belasten. Und die belasten die FS, sonst hätte sie hier nicht geschrieben, sondern für sich entschieden, ob und wieviel sie helfen will. Ihr Ex betreibt heiss - kalt Spielchen und manipulierr sie so geschickt, dass sie es nicht mal merkt. Du vergisst auch, dass es andere Frau im Hintergrund gibt. Der Mann pflegt enges Verhältnis mit der FS, im Prinzip eine Beziehung, nur Sex wird ausgelagert. Wie oft lesen wir hier, dass Mann mit Exfrau noch stark verbandelt ist und nur für schöne Stunden vorbeikommt. Würdest du es gut finden, wenn die Ex von deinem Partner seine Wohnung betritt und sonst ihm in allerlei behilflich ist?
Mein Ex ist wahrlich kein Chorknabe, das wissen viele Foristen aus meinen Berichten, aber sogar ich helfe ihm ab und zu. Aber in dem Rahmen, solange es weder mich noch unsere Kinder belastet. Sobald es dazu kommt, schiebe ich eindeutig Riegel und sage ihm das auch klar und deutlich. Er weiss das, deswegen ruft er meistens nur an, wenn es nicht anders geht.
 
  • #59
Zum Thema „Nein“ ist „Nein“ fällt mir eine Geschichte aus meinem Leben ein:
Einmal hat ein befreundetes Ehepaar von mir die Schwiegermutter zu sich eingeladen. Es war geplant, dass die freundliche alte Dame mehrere Wochen bei denen zu Gast ist. Das Ehepaar hatte allerdings wenig Zeit und beruflich sehr eingespannt. Jeden Morgen kamen sie in die Küche und trafen dort die Gästin, feingekleidet, am Küchentisch. Sie fragten sie, ob sie Hunger hätte und frühstücken wolle? Selber tranken sie nur eine Tasse Kaffee und gingen zur Arbeit und blieben bis Abends weg. Abends war das Gleiche Spiel, fragen ob sie etwas essen möchte. Die Antwort war natürlich immer noch „Nein“. Die gute Dame hat sage und schreibe drei Tage außer Tee und Zucker nichts gegessen und getrunken und müsste ins Krankenhaus zu Notaufnahme gebracht werden. Der Arzt fragte dann ihren Sohn wie es zu dieser Situation gekommen ist? Die Antwort: Sie habe immer nein gesagt.
In diesem Sinne, ist ein „Nein“ nicht immer ein „Nein“ 😊. Manchmal möchten Menschen ihren Stolz nicht verlieren oder haben Hemmungen oder wollen niemanden zur Last fallen etc. Da muss man ein Feingefühl entwickeln und schauen wie die Situation wirklich ist.
 
Zuletzt bearbeitet:
  • #60
Grundsätzlich finde ich es also nicht abwegig oder verwerflich oder therapiebedürftig oder was auch immer, einem Freund (der "zufällig" auch ein Expartner ist) zu helfen, und @Ella83 und @Serenissima sehen es hier wohl auch so.
Hat das hier jemand so geschrieben? Ich finde du übertreibst ziemlich. Mir geht es hier darum, dass das heimlich ist. Die FS hat damit aber kein Problem. Ihre Sache.
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
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