Ich soll ihn vergessen... Was meint ihr dazu?

Wie würdet Ihr Euch Verhalten?

Ich stand immer wieder in Kontakt mit einem Ex.
Die Trennung ist gut 5 Jahre her. Sie ging von ihm aus. Es war keine schöne Beziehung.
Der Kontakt war danach immer wieder unterschiedliche intensiv und häufig, immer platonisch. Ich will ihn auf keinen Fall zurück.

Seit rund 1 Jahr hat er erhebliche gesundheitliche Probleme, die nun auch mit hoher Wahrscheinlichkeit nicht mehr heilbar sind und sein Leben verkürzen.

Auch wenn er ein schlechter Partner war, tut mir dieser Schicksalsschlag leid. Während seiner Klinikaufenthalte schaute ich nach der Post und seinen Blumen.

Einerseits fühle ich mich verpflichtet, für ihn da zu sein. Andererseits hat er eine Partnerin in einer anderen Stadt (LAT), die er mir gegenüber verleugnet. Sein Bruder (andere Stadt) unterstützt ihn sehr.

Er war damals noch nicht mal innerhalb der Beziehung für mich da, als ich ein gebrochenes Bein hatte.

Er sagte nun mehrfach, ich solle ihn einfach vergessen, weil er nur Energie abziehe...
Ist das nun sein zu respektierender Wunsch oder doch ein verzweifelter Aufschrei?

Nach was würdet ihr Euch richten?
 
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Er kann keine Hilfe annehmen und weiß auch, dass sie ihm nicht zusteht, da du ja nicht seine Partnerin bist und er auch nicht für dich da war.
Ich finde es schön, wenn man sich die Zeit nimmt und nach seinen Mitmenschen schaut. Wenn du schon diejenige bist, die nach seiner Post und seinen Blumen schaut, ist das für mich ein Zeichen dafür, dass du eine seiner engsten Vertrauten, zumindest in seiner Stadt, bist.
Er sagte nun mehrfach, ich solle ihn einfach vergessen, weil er nur Energie abziehe...
Ich denke, dass er ein negatives Selbstbild hat und dass du ihn weiter unterstützen kannst, wenn du das MÖCHTEST und für dich keine großen Umstände macht. w, 34
 
Bei mir könnte so etwas gar nicht passieren, weil bei einer Trennung ist für mich die Trennung absolut, ohne wenn und ohne aber, ohne Exkontakt, sonst ist Trennung für mich keine Trennung, damit gäbe es bei mir eine solche Situation bei dir nicht. Da hast du somit die Ursache selbst dafür gelegt. Dazu kommt, er hat eine Partnerin und du mischt dich ein, obwohl er das gar nicht möchte, warum machst du das, ist das ein ungesundes „Helfersyndrom-Helfern“?
Andererseits hat er eine Partnerin in einer anderen Stadt (LAT), die er mir gegenüber verleugnet. Sein Bruder (andere Stadt) unterstützt ihn sehr.
Er war damals noch nicht mal innerhalb der Beziehung für mich da, als ich ein gebrochenes Bein hatte.
Er sagte nun mehrfach, ich solle ihn einfach vergessen, weil er nur Energie abziehe...
Ist das nun sein zu respektierender Wunsch oder doch ein verzweifelter Aufschrei?
Du solltes seinen Wunsch respektieren!!
 
Ich würde diesen Mann in Ruhe lassen. Wie du sagst, hattet ihr keine schöne Beziehung und er hat dich nicht einmal unterstützt, als du dein Bein gebrochen hattest.
Desweiteren hat er Leute (Bruder und Freundin), die sich um ihn kümmern können.

Wenn du trotzdem das Bedürfnis hast, dich vor seinem Tod nochmal auszusprechen, könntest du natürlich noch ein letztes Gespräch suchen oder einen Brief an ihn schreiben.
 
Erstmal finde ich es ganz großartig, was du für ihn machst! Er hat sich damals zwar nicht so gut benommen, aber du kannst es ja anders machen, nach dem Motto: "Sei selbst die Veränderung in der Welt, die du gerne hättest!" Man muss einem Menschen eine schlechte Behandlung nicht gleichermaßen zurückzahlen, sondern kann sich wie du anders -- besser -- verhalten. Echt lieb und großherzig von dir!

So wie du es beschreibst, hört es sich so an, als würde er einfach die Wahrheit sagen: Er zieht ja tatsächlich Energie von dir ab und merkt das. Und vermutlich hat er ein schlechtes Gewissen deswegen. Es ist ihm unangenehm, dass er dir zur Last fällt, zumal du zu nichts verpflichtet bist und ihr gar nicht mehr zusammen seid. Er möchte dich sozusagen schützen, will nicht, dass du gesunde, liebe Frau dich mit ihm, dem kranken Mann, belastest, sondern du sollst lieber glücklich dein Leben normal weiterleben. Trotzdem wird er dir vermutlich dankbar sein für das, was du tust. Das ist sein Konflikt: Er kann es dir nicht -- vielleicht niemals -- zurückzahlen.

Ist er sehr krank? Ich habe mehrfach beobachtet, dass Menschen, die im Sterben liegen, sich von den Lebenden distanzieren und sogar eine gewisse Wut auf sie entwickeln: "Ihr habt gut lachen, ihr dürft alle weiterleben und ich muss sterben!..." Irgendwann gehen einen die Themen der Weiterlebenden dann auch nichts mehr an ...

Ich würde weiter nach ihm schauen. Aber wenn er dich wirklich nicht mehr sehen will und das nicht nur so sagt, musst du es natürlich akzeptieren. Ich tippe aber, wie gesagt, auf Schuldgefühle, ein schlechtes Gewissen und den Wunsch, dich zu schonen.
 
Nach deinem Gewissen. Wie Du für Dich meinst, das deine Hilfe genug ist/war und Du Dich mit gutem Gewissen im Spiegel anschauen magst. In erster Linie bist Du nur Dir und deinem Wohlergehen verpflichtet.

Wenn Du meinst er braucht deine Unterstützung, weil seine Freundin nicht für ihn da sein will, dann mache es und helfe, solange es Dir gut tut. Musst aber aufpassen und es kommunizieren, dass Du nicht generell verfügbar sein wirst, sondern es geht nach deinem Zeitplan und nicht nach seinem, auch wenn er jetzt schwer krank ist.
Lass ihn vieles selbst regeln, sodass ich nicht allzu stark eingebunden wirst (und es für Dich nicht zur Belastung ausartet, so dass Du es dann nicht mehr gern & freiwillig tust, sondern nur deinem Pflichtgefühl folgst (Stichworte: eigene Grenzen, Helfersyndrom)).
Falls du ihm hilfst, sind klare Vorgaben, was du für ihn tun sollst und/oder tun (wirst)kannst abzusprechen/festzulegen, (dann nichts mehr darüber hinaus zu übernehmen). Blumen, Post, Besuche finde eine wertschätzende Geste.
Oder auch was DU meinst für ihn noch tun zu können/wollen. Nicht er bestimmt, sondern er fragt Dich. Oder stimme Dich mit seinem Bruder ab, inwieweit Du ihn entlasten möchtest.
Das mit dem Vergessen sollen, ist schon, sein Wunsch, sonst würde er es nicht sagen. Er weiß, es ist eine schw. Situation im Krankenhaus und mit den Einschränkungen (Schicksalsschlag) auf andere Hilfsangebote & Unterstützung angewiesen zu sein, und das es Dir Energie & Kraft kostet, wo er nichts in Form deiner Unterstützung erwarten kann, da ihr nicht mehr intensiv seid, er dich damals selbst hängen gelassen hatte (Schuldgefühle) und Du führst dein eigenes Leben, das auch fordert.
Insgeheim hofft man schon auf Hilfe, aber freiwillig von deiner Seite und freut sich um jede Unterstützung, Kontakt und Trost.
Überlege dir in dem Zus.-hang, falls die Krankheit sich vorübergehend stabilisiert, so dass der Zeitraum deiner Unterstützung überschaubar bleibt, ob du ihn da nur aktuell hilfst, und Dich dann aus seinem Leben zurückziehst, wenn bei ihm soweit alles geklärt ist, oder
Im Falle: ob Du ihn, falls es eine tödlich verlaufende Krankheit ist, du ihn bis zu seinem Tod begleiten möchtest, und dann in welchem Umfang, dann die Erwartungen & Aufgaben mit allen Beteiligten klären, damit es nicht später zu Missverständnissen kommt und Du spontan bei best. Dingen einspringen sollst, nur weil Du zuvor Mithilfe in irgendeiner Form bis zu seinem Ableben signalisiert hast. Pflege und Schriftverkehr oder eine Art von Vollmacht in seinem Auftrag (Bevollmächtigte/AP) würde ich keinesfalls machen.
Ihn weiterhin besuchen oder telefon. Kontakt halten, ist auch schon sehr viel wert für jemanden.
 
Er sagte nun mehrfach, ich solle ihn einfach vergessen, weil er nur Energie abziehe...

Liebe Tomyi,

Es ehrt Dich, dass Du trotz der Erfahrung Unterstützung anbietest. Dass Du ohm schon geholfen hast.
Ja, und egal, was war, es läßt einen nicht kalt.

Aber
Er will es nicht, sagt er - Ich würde es nicht interpretieren.
Er hat Unterstützung, von seiner LAT und seinem Bruder.

Du kannst ihm sagen, dass, wenn er Dich braucht, kann er sich melden-und an und zu einfach mal fragen, wie es ihm geht.

Wenn er aber gar keinen Kontakt mehr will, würde ich es auch akzeptieren.

Und, ich würde mir überlegen, warum es mir so wichtig wäre.
Ein Mann, schlechte Partnerschaft, war selbst nicht da... Möchtest Du heute noch eine Anerkennung von ihm, bräuchtest Du sie?

Wenn dies so wäre, dann werde Dir bewusst, Du bist eine gute Partnerin, Du bist mitfühlend, hast viel mehr getan, als viele andere tun würden.
Damit ist es gut. Du bist richtig.
Du brauchst seine Anerkennung nicht.

Und liebenswert bist Du aus Dir heraus.

W, 51
 
Naja, man kann schon mal 1 oder 2 Wochen helfen, wenn er im Krankenhaus ist und es für dich keine Mühe ist.
Aber dann muss auch wieder gut sein
 
Er sagte nun mehrfach, ich solle ihn einfach vergessen, weil er nur Energie abziehe...

Diese Aussage kann man genau für den Wortlaut nehmen.

Er hat zwei andere Personen, die sich um ihn kümmern oder kümmern könnten. Früher hat er sich nicht um Dich gekümmert, als Du bedürftig warst.

Ich sehe an keiner Stelle einen vernünftigen Grund, warum Du Dir so einen Kopf machst. Kümmere Dich um Dein eigenes Leben.
 
Ich würde weiter nach ihm schauen. Aber wenn er dich wirklich nicht mehr sehen will und das nicht nur so sagt, musst du es natürlich akzeptieren. Ich tippe aber, wie gesagt, auf Schuldgefühle, ein schlechtes Gewissen und den Wunsch, dich zu schonen.
Ich finde es überhaupt gar nicht gut, das FS seinen mehrfachen Wunsch nicht erfüllt, ich glaube das ganze und der Fall verhält sich genau umgekehrt, dass FS verspäte Reue und Schuldgefühle hat, weil sie das trotzdem macht, obwohl er das klaren Verstandes nicht möchte! Meine Frage an FS, warum übergehst du ihn und nimmst ihn nicht ernst?
 
Ich finde, du solltest nur genau das machen, womit du dich selbst wohlfühlst. Wenn es dir nun mal keine Energie abzieht, nach ihm zu sehen, dann ist das doch OK, er muss sich ja nicht deine Gedanken machen. Er ist zwar erwachsen, du aber auch, und du kannst für dein Wohlbefinden selbst sorgen. Sobald du das Gefühl hast, er zieht dir wirklich Energie, dann solltest du dich dringend abgrenzen.
Die andere Sache ist es aber, dass du ja nicht genau weißt, ob er das ernst meint und deine Hilfe wirklich nicht will. Wenn dies so ist, dann solltest du seine persönliche Grenze natürlich auch achten und dich zurückziehen. Dann ist es eben so und dann kannst du auch loslassen.
Mir ist noch nicht ganz klar, wieso du dich ihm gegenüber
v e r p f l i c h t e t fühlst? Wo kommt das her?

Also aufdrängen solltest du dich nicht, und dafür kann man auch ein Gespür entwickeln.
 
Ich finde, du solltest nur genau das machen, womit du dich selbst wohlfühlst. Wenn es dir nun mal keine Energie abzieht, nach ihm zu sehen, dann ist das doch OK, er muss sich ja nicht deine Gedanken machen.
Warum nehmen so viele Frauen den Mann nicht für ernst, gehen diese Frauen von sich aus, die sich selbst nicht ernst nehmen?
Du solltest den Beitrag richtig lesen! Nicht FS spricht von Energieabziehung sondern ihr Ex!
Sobald du das Gefühl hast, er zieht dir wirklich Energie, dann solltest du dich dringend abgrenzen.
FS hat doch dieses Problem nicht, sondern ihr Ex spricht davon!
Die andere Sache ist es aber, dass du ja nicht genau weißt, ob er das ernst meint und deine Hilfe wirklich nicht will.
Warum sollte er das nicht ernst meinen?
Mir ist noch nicht ganz klar, wieso du dich ihm gegenüber
v e r p f l i c h t e t fühlst? Wo kommt das her?
Also aufdrängen solltest du dich nicht, und dafür kann man auch ein Gespür entwickeln
Es gibt Menschen, die haben ein übersteigertes Helfersyndrom, das ist bei FS zu erkennen!
 
Warum möchtest Du nicht verstehen, das er keinen Kontakt mehr will. Er hat eine andere Frau und Du willst das nicht akzeptieren. Das finde ich schon schlimm. Du musst Dich zurück ziehen, sein Leben lebt er nicht mit Dir. Wo bleibt Dein Stolz und wo ist Dein Verstand. Egal wie schwer Du damit zu kämpfen hast - Bitte lass diesen Mann in Ruhe - Egal ob krank oder nicht, Du hast nix mehr bei diesen Mann zu suchen. Nehme Abstand und überlege mal wie es umgekehrt wäre.....
 
Warum möchtest Du nicht verstehen, das er keinen Kontakt mehr will. Er hat eine andere Frau und Du willst das nicht akzeptieren. Das finde ich schon schlimm. Du musst Dich zurück ziehen, sein Leben lebt er nicht mit Dir. Wo bleibt Dein Stolz und wo ist Dein Verstand. Egal wie schwer Du damit zu kämpfen hast - Bitte lass diesen Mann in Ruhe - Egal ob krank oder nicht, Du hast nix mehr bei diesen Mann zu suchen. Nehme Abstand und überlege mal wie es umgekehrt wäre.....

Ich wollte gerade dasselbe schreiben...
Warum machst du das? Meinst du, dass er am Sterbebett an Dich denkt weil du seine Blumen gegossen hast?
Er sagt du sollst ihn vergessen, du machst mit deinem Mutter-Theresa-Gehabe weiter.
Du repektierst seine Wünsche nicht und das geht gar nicht!
Lass ihn gehen....
 
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Liebe @Tomyi,
wäre ich deine Freundin würde ich dich "auf den Pott setzen".
Ich würde dich fragen, warum du deine Energie, deine wertvolle Lebenszeit in einen Menschen investierst, der das augenscheinlich überhaupt nicht möchte.
Ich würde dir sagen, dass ich dich für hochgradig Co-Abhängig halte und dich bitten, dir im Bezug auf diese Dynamik dringend professionelle Hilfe zu holen.
Es tut mir immer Leid zu lesen, wie manche Menschen sich bis zum Verlust der eigenen Würde und Ressourcen für andere abstrampeln.
Wahre bitte deine und seine Grenzen und schau gut hin, warum du dich so aufopferungsvoll bemühst. Was erwartest du davon und schaue ob du dir genau das nicht erstmal selber geben solltest.
Du bist nicht die Retterin dieses Mannes. Nicht ma dann, wenn ihr noch eine Beziehung hättet.
 
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Er sagte nun mehrfach, ich solle ihn einfach vergessen, weil er nur Energie abziehe...
Ist das nun sein zu respektierender Wunsch oder doch ein verzweifelter Aufschrei?
Nach was würdet ihr Euch richten?

Ich denke, an der Stelle würde ich nicht interpretieren, wie das gemeint sein könnte. Ich würde direkt fragen, dass Du auf Basis "Freundschaft" oder wie auch immer Du das bezeichnest, gerne hilfst. Ob er das annimmt, ist seine Entscheidung. Und die würde ich dann respektieren...

"Zuständig bist" Du sicher nicht.

Ich finde, du solltest nur genau das machen, womit du dich selbst wohlfühlst.
Also aufdrängen solltest du dich nicht, und dafür kann man auch ein Gespür entwickeln.

Deinen ersten Satz sehe ich nicht so. Du schreibst es ja im zweiten selbst. Wenn die FS sich damit wohlfühlt, ihm zu helfen, kann ihn das trotzdem belästigen. Bei Stalking will sich ja auch immer eine ohne Rücksicht wohl fühlen. Ich denke, der Wunsch des Mannes hat hier Vorrang.
 
Er sagte nun mehrfach, ich solle ihn einfach vergessen, weil er nur Energie abziehe...
Nun, faktisch gesehen stimmt das ja auch irgendwo. Er ist schwer krank und erinnert dich an schlechte Zeiten. Allerdings stimmt es auch, dass wenn Menschen derartige Realitäten so schonungslos aussprechen bzw. sich selbst in so negativem Licht sehen, sie oftmals depressiv sind und damit ihre Überforderung ausdrücken. Und das hinterlässt ja auch etwas Zwiegespaltenes.
Er sagt ja nicht "danke für die bisherige Unterstützung, aber ich komme in meinem Umfeld klar". Sondern "Lass' mich, ich bin eh ein Energieräuber..".
Also es entsteht ja keine Erleichterung bei dir dadurch. Zudem entsteht der Eindruck, dass er zu wenig Betreuung hat, weil seine engsten Bezugspersonen in anderen Städten leben.
Ich würde ihn entlasten hinsichtlich des "Energieräubers" und ihm sagen, dass er krank ist und du verstehst, dass man in seiner Situation Unterstützung benötigt. Und dass es für dich okay war, einzuspringen. Dass du aber merkst, dass du tatsächlich nicht die richtige Ansprechsperson bist, um dich auf lange Sicht einzubringen. Kannst ihm ja sagen, dass du im Notfall zur Verfügung stehst, aber dass er sich für vorhersehbare Dienste (z.B. Briefkasten leeren) jemand anderes suchen kann.
 
Diese Aussage kann man genau für den Wortlaut nehmen.
Das sehe ich nicht so. Ich kenne den Mann nicht, aber in seiner Situation ist eine Depression möglich (gerade zu Corona-Zeiten). In der Depression sind solche Sätze typisch, weil Depressive anderen nicht zur Last fallen möchten. Viele Menschen nehmen sich aus dem Grund das Leben, weil sie es absolut vermeiden wollen, dass andere ihre Zeit in die Unterstützung investieren. Ob die FS das Gefühl hat, dass er depressiv ist, kann nur sie beurteilen. Klar, man kann sagen: Es kann ihr doch egal, ob er depressiv ist, sie ist nicht für ihn verantwortlich. Ich sehe es auch so, dass sie nicht für ihn verantwortlich ist, aber finde zwischenmenschliche Unterstützung sehr schön, WENN man selbst es möchte und es einem nicht zu viel abverlangt. Sein LAT und der Bruder wohnen in einer anderen Stadt und können sich nicht um die Pflanzen und die Post kümmern. Deshalb finde ich es toll von ihr, dass sie es tut.
Nur, weil sie bis vor 5 Jahren zusammen waren, heißt das für mich nicht, dass sie emotional jetzt eine belastetere Verbindung zu ihm hat, als zu anderen Bekannten, die sie auch unterstützen würde.
Es war ja nicht jede Beziehung die große Liebe, die man nach Jahren immer noch nicht verarbeiten konnte, für mich zumindest. w, 34
 
Liebe FS,

Menschen, die krank sind, empfinden sich selbst oft als Last und können Hilfe manchmal nur schwer annehmen. Das Umfeld kann hier aus gutgemeinten Gründen schnell grenzwertig handeln, während der Kranke versucht, sich seine Würde zu bewahren.
Ich würde ihn entlasten hinsichtlich des "Energieräubers" und ihm sagen, dass er krank ist und du verstehst, dass man in seiner Situation Unterstützung benötigt. Und dass es für dich okay war, einzuspringen. Dass du aber merkst, dass du tatsächlich nicht die richtige Ansprechsperson bist, um dich auf lange Sicht einzubringen.
So würde ich es auch formulieren.
Es geht auf keinen Fall, dass du seine Ansage an dich missachtest. Denn hier geht es nicht um dich, deine Angst um ihn, dein etwas gut machen wollen, für ihn gerade es gerade scheinbar buchstäblich um sein Leben. Seines.

Es ist ganz klar, dass sein Leiden dich nicht kalt lässt. Eure gescheiterte Beziehung und sein Anteil daran macht ihn ja nicht zu einem schlechten Menschen, der dir egal sein kann. Aber angebotene Hilfe kann eine echte Belastung sein, wenn der Anbietende im Grunde Beistand für das eigene Mitgefühl braucht.
 
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Die Frage ist doch, wie er das gesagt hat. Wenn er dich wirklich nicht mehr sehen will, solltest du das selbstverständlich akzeptieren, alles andere wäre übergriffig.

Doch manchmal freuen sich Menschen insgeheim auch über Hilfe und sind dankbar, sagen aber gleichzeitig: "Ach, das ist doch nicht nötig, mach dir bitte meinetwegen nicht so viel Mühe...", eben weil es schwer fällt, Hilfe anzunehmen. Keiner von uns war dabei, als er mit dir gesprochen hat. Daran, wie er es sagt, erkennt man meiner Meinung nach den Unterschied, also ob es "ernst gemeint" oder nur eine, naja, "Floskel" war/ist.

In jedem Fall bist du natürlich zu nichts verpflichtet. Mit dieser Aussage gibt er dir die Möglichkeit, dich ohne Schuldgefühle zurückzuziehen, falls du es nur aus Pflichtgefühl machst, es dich aber eigentlich stört und belastet. Wenn du ihm eigentlich ehrlicherweise nicht mehr helfen willst, dann kannst du es jetzt nach diesen Ansagen ruhig lassen. Oder du bleibst dran und gehst der Sache auf den Grund. Musst du entscheiden. Es wäre eine Gelegenheit zum "eleganten Ausstieg".
 
Deinen ersten Satz sehe ich nicht so. Du schreibst es ja im zweiten selbst. Wenn die FS sich damit wohlfühlt, ihm zu helfen, kann ihn das trotzdem belästigen. Bei Stalking will sich ja auch immer eine ohne Rücksicht wohl fühlen. Ich denke, der Wunsch des Mannes hat hier Vorrang.

Ja, da hast du recht, und so habe ich es nicht gemeint. Ich habe das Problem sozusagen in zwei Teile geteilt, und der erste Teil meines Beitrages ging eher um eine grundsätzliche, allgemeine Handlungsmotivation, unabhängig vom eigentlichen Thema. Deshalb habe ich ja dann auch den zweiten Teil meiner Argumentation noch angefügt, in dem ich sagte, dass sie natürlich nichtsdestotrotz die Grenzen des anderen ebenfalls achten muss, und wenn er vehement betont, dass er nicht will, dass sie sich weiterhin kümmert, dann sollte sie es auch einfach lassen, denn dann gibt es wirklich keinen Grund mehr, dies zu tun. Ich bin auch weit entfernt davon, anderen zu raten, Leute zu belästigen.
 
Warum fühlst du dich denn ihm gegenüber verpflichtet? Ich finde es sehr großzügig von dir, dass du ihm beistehst und für ihn da sein möchtest. Das zeigt in erster Linie schon menschliche Größe.

Aber ich kann mich vielen Vorredner nur anschließen: er war in der Beziehung nicht gut zu dir und hat diese dann auch von sich aus beendet. Warum bleibt man mit so einem Menschen überhaupt in Kontakt?

Ich würde seinen Wunsch respektieren und ihn in Ruhe lassen. Er hat Menschen, die für ihn da sind (Bruder und Freundin). Mische dich da nicht ein. Ich bin der Meinung, dass die Fürsorge, die du ihm gibst, Aufgabe seiner aktuellen Freundin ist. Kümmere dich um dein Leben und schließe endgültig mit ihm ab.
 
Er will es nicht, was du machst, du machst es trotzdem! Richte dich danach, was zu tun ist, indem du für ihn nichts machst!
Es gibt Menschen, meist Frauen, die sich kurzfristig wohlfühlen, wenn sie sich für andere Menschen aufopfern können, sich selbst dabei vernachlässigen, bis es nicht mehr geht und sie selber dann fremde Hilfe benötigen, das ist meist das Ergebnis von Helfersyndrom!
 
Man muss einem Menschen eine schlechte Behandlung nicht gleichermaßen zurückzahlen, sondern kann sich wie du anders -- besser -- verhalten. Echt lieb und großherzig von dir!
Merke schon, das du eine junge Idealistin bist.
Ich habe mehrfach beobachtet, dass Menschen, die im Sterben liegen, sich von den Lebenden distanzieren und sogar eine gewisse Wut auf sie entwickeln
Da habe ich anderes beobachtet. Ein Griesgram, der fast zu jedem immer grob und unverschämt unhöflich war, war zum Ende hin nett zu seinen Mitmenschen.
So unterschiedlich können Erfahrungen sein.

Egal was du denkst, sie ist nunmal nicht verantwortlich für ihn.
 
Er sagte nun mehrfach, ich solle ihn einfach vergessen, weil er nur Energie abziehe...
Ist das nun sein zu respektierender Wunsch oder doch ein verzweifelter Aufschrei?

Nach was würdet ihr Euch richten?
Ich würde mich nach dem richten, was er sagt und zwar aus einem ganz einfachen Grund: wenn er doch was anderes meint, hat er die Option, das auch zu sagen.
Wie Du vorgehst, finde ich übergriffig, respektlos, entmündigend Dir was anderes zurechtzuinterpretieren als er sagt.

Selbst seine Blumen sind egal, wenn er im Krankenhaus ist. Dann gehen sie halt ein, wenn seine eigentlichen Ansprechpartner sich nicht kümmern - ist kein großer Schaden, weil ersetzbar und ihm vermutlich egaler als Dir.
Auch seine Post braucht Dein Kümmern nicht. Ist es was Wichtiges, wird er seine wichtigen Kontakte darauf ansetzen.

Hast Du keine Selbstachtung, dass Du 5 Jahre nach der Trennung von einem schlechten Partner noch meinst, ihm dienstbar sein zu müssen?
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Andererseits hat er eine Partnerin in einer anderen Stadt (LAT), die er mir gegenüber verleugnet. Sein Bruder (andere Stadt) unterstützt ihn sehr.
Dann ist er ja nicht ganz allein.

Es ist lieb von dir, dass du dich um ihn sorgst. Das zeugt von deiner großen Empathiefähigkeit.
Aber dir ist auch klar, dass er nicht wirklich gut zu dir war. Selbst jetzt verleugnet er noch eine LAT-Beziehung mit einer anderen Frau? Da war - und ist - leider viel Unehrlichkeit im Spiel.

Du brauchst kein schlechtes Gewissen zu haben, wenn du ihn nun in Ruhe lässt - denn er schickt dich ja selbst weg.
 
Ich würde mich selber fragen was du eigentlich möchtest . Was sind deine Motive ? Machst du es nur aus Mitleid und Pflichtgefühl ? Erwartest du noch Wertschätzung und Anerkennung ? Dann lass es . Ich wollte auch immer alle retten und gewöhne mir das gerade ab. Ich habe gerade einem ehemaligen Freund aus der Studienzeit , der sich nach zehn Jahren bei mir meldete und im tiefen Sumpf steckte , Scheidung , Arbeitslosigkeit, gesperrtes Konto , gesperrter Handyvertrag , gesagt, dass ich mit virtuellem Unterricht , zwei Kindern im homeschooling und auch generell mit meinem Leben am Limit bin und niemandem helfen kann. Er wollte dass ich ihm bei sämtlichen Behörden etc weiterhelfe . Und auch so in der einsamen Corona Zeit umsorgt werden. Ich hatte ein ganz schlechtes Bauchgefühl und habe ganz klar nein gesagt zu allem, sowie zu weiterem engen Kontakt . Ich habe ein leises, schlechtes Gewissen und ein großes Gefühl der Erleicherung . Für enge Freunde sähe das anders aus . Aber ein Ex ist in der Regel kein enger Freund und schon mal gar nicht, wenn die Beziehung schlecht war .
 
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