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Gast

  • #31
Man(n) ist verliebt, möchte eine Beziehung, kommt aber nach einiger Zeit drauf, dass es doch nicht die richtige Frau fürs ganze Leben ist. In dem Sinne könnte man(n) zur Frau am Anfang sagen:
"Ich möchte eine fixe Beziehung mit Dir versuchen, kann Dir aber nicht versprechen, wie es in 3 bis12 Monaten aussieht. Ev. muss ich dich dann verlassen, weil es doch nicht fürs ganze Leben paßt".

Wie klänge so etwas in den Ohren der Frauen?
Für mich klingt es abgedroschen und langweilig. Nach einem sehr konservativen Menschen, der alles im voraus planen will.

Wer kann schon etwas versprechen oder garantieren? Niemand. Weder für 3 noch für 12 Monate, geschweige denn für ein ganzes Leben. Jeder Mensch ändert sich, lernt was neues dazu, revidiert seine Meinung, usw. usf. Woher sollst du wissen, was für dich in 12 Monaten noch richtig ist/wird?

Liebe lebt vor allem von Spontanität und Überraschungen, nicht von Planungen. Weggehen kannst du ja immer. Einen Menschen kennen lernen, mit dem du einfach wohl fühlst, ohne irgendwelche Planungen und Verpflichtungen, dagegen, sehr selten.
 
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Gast

  • #32
Liebe und partnerschaft leben aber nicht nur von spontanität und gefühlen..

Tut sie das stürzt sie sehr schnell ein wenn sie schwächelt.

Wer aber auch die Liebe mit klaren Worten und Verbindlichkeiten lebt, hat ein stärkeres Beziehungsgerüst..

Auch wenn Klärung eben nun mal unliebsam ist...Deshalb heisst eine Beziehung auch Arbeit..

Und Klarheit heisst für mich auch das Thema der FS klar anzusprechen ..

Das ist ein gutes Fundament für eine Partnerschaft..
 
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Gast

  • #33
Es gibt keinen grund sich zu rechtfertigen. Eine Beziehung ist immer ein versuch, das wort sagt nichts über die qualität aus. Sonst koennten wir ja allen gleich einen antrag machen. Ne und solange eine trennung sauber von statten geht, darf keine frau erwartungen oder vorwürfe hegen a la du sagtest doch... Und du brauchst dann auch kein schlechtes gewissen haben.

28w
 
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Gast

  • #34
Natürlich hat man keine Garantie, wie es in 12 Monaten aussieht, aber ich finde es stillos, das anzusprechen, solange sie nicht danach fragt. Wer sagt überhaupt, dass sie in 12 Monaten noch will?

Dieses "offene Ansprechen" ist nichts als Übervorsichtigkeit und diese Vorstichtigkeit führt schon gleich dazu, dass der Beziehung das Feuer genommen wird. Es gibt dann gar nicht mehr die Chance, sich reinzustürzen und es zu versuchen, schon gleich wird bei allem das Wenn und Aber mit einbedacht. So eine Beziehung endet dann wohl tatsächlich oder ist extrem langweilig.
 
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Gast

  • #35
... aber "verliebt" nur sagen wenn's wirklich stimmt. Ich bin da bei Dir nicht so sicher, denn Verliebte haben (unvernuenftigerweise) das Gefuehl, es wird fuer immer sein.
diesen Gedanken hatte ich auch, als ich einmal mit ähnlichen Aussagen eines Mannes (m43) konfrontiert wurde... war nicht so schön. Zumal der Hinweis eigentlich überflüssig ist, denn dass man anfangs nicht wissen kann, wie lange es halten wird, ist doch klar. Aber wenn man sich dieser Seele verbunden fühlt und ernsthaft Gefühle hat, dann verdrängt man dies doch eher und tut einen Teufel, dies auszusprechen, denke ich.
Ja und ich empfand es auch wie ein Signal, dass er sich nicht groß anstrengen wird bzw. nicht um diese Beziehung kämpfen wird, wenn es mal kriseln sollte... Hat sich nicht gut angefühlt... hatte etwas weh getan und mich total ab-geturnt... . w.41
 
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Gast

  • #36
Hier der FS.
Danke für die vielen Meinungen! Ich sehe, meine Worte in der Eingangsfrage sind plump und unpassend und egozentrisch. Dennoch treffen sie wohl den Kern. Es bedarf aber offensichtlich einer gewissen Reife und einer gewissen Selbstreflexion, auch Gelassenheit, um das zu erkennen. #28 bringt es auf den Punkt. Danke! m43.
Der Fragesteller pickt sich eine Einzelantwort heraus und hält zig Kommentarschreiber für unreif und unreflektiert.
Auch eine Möglichkeit sich seine Ansichten schönzureden.
Und dafür haben sich die User hier Zeit genommen und sich Gedanken um die Sache gemacht? Ein "ja du bist eh super", hätte ausgereicht.
 
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Gast

  • #37
Hier der FS.
@35: Du hast recht, ich halte viele Kommentare und Meinungen für unreif und unreflektiert. Ich denke mir aber, in unseren Ländern herrscht Meinungsfreiheit - auch ich darf meine Meinung haben und toliere die Meinung anderer. Übernehmen muß ich sie ja nicht. Ich picke mir auch nicht eine Antwort heraus, sondern die, die es für mich am besten zusammenfaßt. Viele andere Beiträge sind der selben Meinung, drücken es aber etwas anders aus. Auch sehe ich ein, dass meine anfänglich verwendeten Worte nicht richtig sind, es gibt viel bessere. Dein Angriff auf mich zeigt mir aber auch, dass Du mit anderen Meinungen als Deiner eigenen schwer umgehen kannt. Ich wünsche Dir mehr Gelassenheit! m43.
 
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Gast

  • #38
Was ich wirklich bemerkenswert finde, ist die Überzeugung, dass nur der FS sich eventuell trennen will, nicht aber die "Kandidatin". Da musste ich an meinen ersten Freund denken-ganz am Anfang, bei einem schönen Spaziergang mit Händchenhalten, sagte er unvermittelt zu mir: "Wenn wir uns trennen, bleiben wir trotzdem gute Freunde!" Ich fand das damals traurig, schon das Ende zu antizipieren, so als sagte man vor dem Traualtar: "Die Scheidung regeln wir einvernehmlich!"
Die Ironie der Geschichte: als ICH ihn nach einem Jahr verließ, war keine Rede von Freundschaft. Er forderte sogar seine Geschenke an mich zurück-bekam er;)
Ich denke, es ist Geschmackssache, wie offen man kommuniziert. Zwischen der ewigen Liebe und einem pragmatischem Ansatz ist ja ein weites Feld. Ein wenig Diplomatie schadet jedoch nie, wer immer sagt, was er denkt,hat bald weder Freunde noch Partner, denn das kann verletzend sein.
Und dass es für nichts im Leben Garantien gibt, sollte jeder erwachsene Mensch wissen-unausgesprochenerweise.
Insgesamt entsteht für mich der Eindruck, dass jemand mit diesem Spruch sehr starke Zweifel an seinen Gefühlen äußert. Denn das kann keine große Verliebtheit sein-da ist man schlicht nicht ganz bei Verstand und das ist so unheimlich und wunderschön:)).....die Realität und deren Anpassungsprozesse kommen ja sowieso von selbst.
Ist eben Geschmackssache. Ich kann nur sagen, die Männer, welche davon ausgingen, sie bestimmten das Nähe-Distanz-Verhältnis alleine, waren die, welche nie begriffen haben, warum ich nicht mehr wollte und sie verließ. Es sagt wohl doch einiges über mangelnde Empathie aus? Nur meine subjektive Erfahrung!
w
 
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Gast

  • #39
@35 - ok, ich bin 28 und musste auch schmunzeln beim Kommentar des FS. Doch wenn ich sehe, wie blauäugig und naiv viele Frauen den Liebesbekundungen von Männern hinterher lechzen, die rosarote Brille und das happy-End fürs Leben in die ersten Wochen des Kennenlernens hineinlegen, von der Liebe des Lebens sprechen usw., dann wird mir eher schlecht. Denn das sind unreife Menschen, die eben nicht der Realität ins Auge sehen, sondern in rüschigen Traum- und Romanwelten leben und dann schändlich aufwachen müssen, wenn der Angebetete sich trennt. Und ich spreche hier nicht nur von 18jährigen Mädels. Dann lieber realistisch und klar kommuniziert - das ist ehrlich.
 
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Gast

  • #40
Der Fragesteller pickt sich eine Einzelantwort heraus und hält zig Kommentarschreiber für unreif und unreflektiert.
Naja, manche Gäste schreiben aber auch wirklich unhöflich, persönlich werdend, was ja gegen die Forumsregeln verstösst.

Fassen wir uns vielleicht mal alle an die eigene Nase und schreiben sachlicher, damit sich jeder FS nicht angegriffen fühlt!

Fakt bleibt aber, dass das Vorgehen des FS nicht gewinn bringend ist und das seine Aussage bei Frauen in der Regel negativ ankommt.

w
 
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Gast

  • #41
Dann lieber realistisch und klar kommuniziert - das ist ehrlich.
Ja, aber doch nicht so. Die Gedanken es FS drücken für mich eindeutig Selbstzweifel aus. Das hat mir auch meine Lebenserfahrung gezeigt. Wer zu klar kommuniziert, dahinter steckt meistens nichts positives, wenig eigene Sicherheit und Gelassenheit. Und das ist für die Liebe tödlich.

w 49
 
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Gast

  • #42
Liebe und partnerschaft leben aber nicht nur von spontanität und gefühlen.
Nicht NUR, aber wenn keine Spontanität da ist, wird sie gar nicht anfangen. Trägheit und Angst vor Spontanität macht den Mann unattraktiv und langweilig. Selbst wenn er Geld hat:))

Wer aber auch die Liebe mit klaren Worten und Verbindlichkeiten lebt, hat ein stärkeres Beziehungsgerüst..
Was soll einer mit dem Gerüst anfangen, wenn nichts drauf ist? Von welchen Verbindlichkeiten kann am Anfang der Beziehung die Rede sein? Keiner schuldet etwas dem anderen, solange man keine Kinder hat, jeder kann jederzeit gehen, wenn es ihm nicht passt - ob in 3 Monaten oder in 3 Jahren.

Liebe ist - wie banal es auch klingt - dass du dich in der Nähe des anderen wohlfühlst und die Lebensenergie spürst. Hier und jetzt. Der FS denkt zu viel an die Zukunft und zu wenig an das kostbare Jetzt. Wer nicht im Jetzt lebt, hat wenig Chancen für eine erfüllte Beziehung. Bei aller Arbeit.

w, 43
 
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Gast

  • #43
Ich glaube, wir alle denken, dass gleiche am Anfang... Jeder sucht eigentlich einen feste stabile Partnerschaft. Dann lernt man jemanden kennen und will herausfinden, ob aus der ersten Begeisterung auch Liebe wird. Sofern der/die Gegenüber total überschwenglich ist, heißt es nicht, dass diese Person wirklich entschieden ist, aber wir denken es und werden unentspannt. Wir haben nur Angst die Erwartungen zu enttsäuschen und nehmen dadurch Luft raus, weil man nicht verletzten will. Grundsätzlich finde ich die Ansage daher ok und gut. Es ist ehrlich und der /die Gegenüber weiß Bescheid. Das macht es entspannt... also mir wäre es so lieb.
Am liebsten ist es mir, wenn man in den ersten Wochen / ersten Monat noch gar nicht mit großen Gefühlen schwelgt bzw. mit diesen überhäuft wird, so müssen solche Sätze gar nicht erst auftauchen. Aber heute muss ja alles schnell gehen und so kommen ggf. Gefühle nicht hinterher, können sich nicht festigen und sind bei der ersten Erschütterung in Frage gestellt. Das ist blöd... So halten jedoch keine Ehen.
 
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Gast

  • #44
@35 - ok, ich bin 28 und musste auch schmunzeln beim Kommentar des FS. Doch wenn ich sehe, wie blauäugig und naiv viele Frauen den Liebesbekundungen von Männern hinterher lechzen, die rosarote Brille und das happy-End fürs Leben in die ersten Wochen des Kennenlernens hineinlegen, von der Liebe des Lebens sprechen usw., dann wird mir eher schlecht. Denn das sind unreife Menschen, die eben nicht der Realität ins Auge sehen, sondern in rüschigen Traum- und Romanwelten leben und dann schändlich aufwachen müssen, wenn der Angebetete sich trennt. Und ich spreche hier nicht nur von 18jährigen Mädels. Dann lieber realistisch und klar kommuniziert - das ist ehrlich.
hier #35:
Es sind aber nicht alle mit rosaroter Brille unterwegs und von kindlichen Wünschen und Stimmungen befallen.
Gewisse Lebenserfahrungen lassen uns wissen, dass man nie vorher sagen kann ob ein gemeinsamer Beschluss ("JA" zur Beziehung) dem Alltag schlussendlich standhält. Dieses Wissen darf man sicherlich einigen der User hier zutrauen. Hier wäre die vom FS angedachten Worte unsensibel und würden deplaciert wirken.

...es kann natürlich sein, dass du und der FS Menschen anziehen, die standardmäßig rosa Brillen tragen. Dann sind solche deutlichen Worte wahrscheinlich nötig.

Nach Lektüre der weiteren Postings empfinde ich die angefragten Worte des FS doch als sehr günstig und möchte ihm nunmehr raten sie doch beizubehalten und anzuwenden. Er wird dadurch ausschließlich Frauen anziehen, die mit seiner Art zu denken und zu sprechen zurechtkommen. Womit wirklich jedem gedient wäre.

Alles Gute!
 
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  • #45
@ 43/35 von 28 - Du hast Recht, denn auch in der partnerschaftlichen Zukunft wird dieser Typ Mensch ebenso realistisch bleiben - nie wirklich naiv und rosa-geblümt agieren oder denken. Sondern mit beiden Beinen im Leben und auf dem Boden der Tatsachen stehen. Manch einer mag dies unromantisch oder berechenbar nennen - ich nenne es verlässlich und langfristig partnerschaftstauglich.
Ich persönlich ziehe wahrhaft keine Menschen an, die standardmäßig rosarote Brillen tragen - dazu bin ich zu direkt, auf Dauer etwas schwierig für manch einen. Aber ich bin ja nicht blind und taub, wenn ich durch die Welt laufe und muss dann immer wieder den Kopf schütteln.
 
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  • #46
Hier der FS.
.... ich halte viele Kommentare und Meinungen für unreif und unreflektiert....m43.
Nur mal am Rande:

Du bist m, 43. Noch 20 Jahre - und dann wird deine Männlichkeit wahrscheinlich ganz anders aussehen.

Reife bedeutet auch zu verstehen, dass wir nicht ewig leben. Der Zeitkredit ist gar nicht so groß. Gerade mit zunehmendem Alter wird die Wichtigkeit des Im-Jetzt-Seins immer klarer.

Schau um dich herum: Ist es nicht erschreckend, wie viele Leute leben so als ob sie niemals sterben und am Ende sterben so als ob sie nie gelebt haben?

Du fühlst dich jetzt wohl mit dieser Frau, macht es dir jetzt Spaß – genieß es einfach. Lass die negativen Zukunftsgedanken und Sprüche beiseite. Sie bringen sowieso nichts. Wenn du sie nicht mehr magst, dann gehst du halt. Wenn sie dich nicht mag, wird sie auch gehen. Aber in jedem Fall habt ihr ein paar schöne Stunden einander geschenkt, und das ist das wichtigste. Viel wichtiger als Berechenbarkeit und Verläßlichkeit. Verläßlich ist sowieso nur der Tod.
 
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  • #47
ich frage mich, WARUM erwägt der FS es so zu formulieren ("...kann Dir aber nicht versprechen, wie es in 3 bis12 Monaten aussieht. Ev. muss ich dich dann verlassen,").

Nur aus Realitätssinn, weil es evtl. nicht für die Ewigkeit ist (was ja viele von uns ahnen/fürchten)
oder hat er wirklich Zweifel an dieser bestimmten Frau und ist sich schon ziemlich sicher, dass er sie irgendwann verlassen wird? (so hört es sich für mich an - aber das muss der FS nicht notwendigerweise so gemeint haben, oder doch? Vielleicht hat er ja seine Gründe dafür..)
w 35
 
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Gast

  • #48
Reife bedeutet auch zu verstehen, dass wir nicht ewig leben. Der Zeitkredit ist gar nicht so groß. Gerade mit zunehmendem Alter wird die Wichtigkeit des Im-Jetzt-Seins immer klarer. Schau um dich herum: Ist es nicht erschreckend, wie viele Leute leben so als ob sie niemals sterben und am Ende sterben so als ob sie nie gelebt haben?

Du fühlst dich jetzt wohl mit dieser Frau, macht es dir jetzt Spaß – genieß es einfach.
Genau so ist es! Ich bin selbst noch jünger als der FS, sehe es ganz genau so wie im Zitat beschrieben. Was hat man denn von all der verkopften Planung, wenn man nie einen Punkt erreicht, an dem man einfach genießt?

Und an all die, die Spontanität und Gefühlsduselei für unvernünftig halten: Wer sagt denn, dass Gefühl und Vernunft sich aussschließen, auf die Zeit verteilt? Man kann doch zuerst verliebt und überschwenglich bis zum-geht-nicht-mehr sein und dennoch, wenn dann die Gefühle nachlassen und Probleme auftauchen, rational und vernünftig, zukunftsgerichtet mit diesen Veränderungen umgehen.

Gefühle abzulehnen oder kleinzuhalten ist kein Zeichen für Reife oder besondere Reflexionsfähigkeiten. Umgekehrt genauso: Jemand der rationales Denken partout ablehnt, ist deshalb noch lange nicht besonders emotional. Dieser einfache Schluss ist überhaupt nicht richtig, auch wenn er oft gemacht wird.

Und das finde ich interessant in Hinblick auf die vorsichtigen Worte des FS: Meiner Ansicht nach liefert er damit keine besonders reflektierten Einsichten. Welche denn? Er hält nur, auf der anderen Seite, die Gefühle klein, presst sie in ein Gerüst.