• #1

Ich möchte auswandern, er nicht. Was soll ich nur tun?

Zum einen habe ich (23) einen wundervollen Ehemann (25), mit dem ich seit über 8 Jahren zusammen bin und später auch Kinder möchte, jedoch wünsche ich mir schon seit Jahren auszuwandern.

Etwas Hintergrundwissen:
Meine Mutter ist Britin, mein Vater Österreicher. Mit beiden bin ich oft in die Ferien um die Familie zu besuchen.

Ich mochte beide Länder schon immer sehr gerne, vor allem hat es mir England aber angetan. Die Art der Leute, die unzähligen begeisternden Dörfer und Städte, Kultur und natürlich nahe an meiner Familie zu sein, reizt mich auswandern zu wollen. Meine Englisch-Kenntnisse sind sehr gut und ich kann es mir auch leisten. Ich habe 2 Berufslehren im Hochbau und Detailhandel gemacht, von daher steht mir die Berufswelt recht offen. Meine Eltern werden im Rentenalter in ca. 7 – 8 Jahren auswandern. Danach habe ich hier keine Familie mehr außer meinen Mann. Das macht mir große Angst.

Mich hält hier eigentlich nur mein Mann, den Freunde finde ich überall, auch wenn ich meine engsten hier sehr vermissen werde.
Mein Mann will leider partout nicht auswandern. Er will in der Nähe seiner Familie sein und liebt die Schweiz.

Ich möchte auswandern, aber ich möchte es mit ihm tun, leider bleibt mir das verwehrt. Ich habe Angst, furchtbar unglücklich in der Schweiz zu werden, wie schon meine Mutter. Ich weiss sie zählt die Tage bis sie endlich von hier weg kann, auch wenn sie das nicht zugeben möchte und ich möchte nicht so enden!

Wenn ich meinen Mann vor 8.5 Jahren nicht kennengelernt hätte, wäre ich wohl schon ausgewandert. Jedoch liebe ich Ihn zu sehr, um ihn zu verlassen.

Was soll ich nur tun? Einfach bleiben und riskieren unglaublich unglücklich zu werden, oder ihn vielleicht sogar zu verlassen, am Ort meiner Träume zu wohnen und zu arbeiten und allein unglücklich zu werden?
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
  • #2
Ich habe gerade im Radio gehört, wie ein Mönch gefragt wird warum er offensichtlich stets glücklich sei. Er: „Wenn ich liege, dann liege ich, wenn ich sitze, dann sitze ich, wenn ich gehe, dann gehe ich, wenn ich laufe, dann laufe ich, wenn ich ins Ziel komme, dann komme ich ins Ziel.“. „Aber das tun wir doch auch!?“. „Nein! Wenn Ihr liegt, dann sitz Ihr schon, wenn Ihr sitzt, dann geht Ihr schon, wenn Ihr geht, dann lauft Ihr schon, wenn Ihr lauft, kommt Ihr schon ins Ziel!“.

Du machst Dir die Erfahrung anderer zu eigen, erträumst Dir heute ein zukünftig fremdes Leben oder es graut Dir vor selbigen und dabei vergießt Du Du und hier zu sein.

Für Deine Mutter fürchte ich, dass sie auch dort ihren Träumen weiterhin hinterher laufen wird, dann eben nur anderen. Ankommen sieht anders aus.
So wie auch bei meiner Mutter.
 
  • #3
Das ist natürlich blöd. Aber sag mal, habt Ihr denn über dieses Thema vor der Heirat nie gesprochen? Den Wunsch hast Du doch schon länger. Bist du in der Schweiz aufgewachsen?
Ich verstehe Deinen Mann, ihn verbindet nichts mit England, seine Familie, seine Heimat ist in der Schweiz. Er hat dich in der Schweiz kennengelernt. Du kannst von ihm nicht verlangen oder erwarten, daß er mit dir auswandert, wenn er nicht selbst den Wunsch hat. Auch aus Liebe nicht, denn er soll sich dort doch auch wohlfühlen und glücklich sein.
Das ist natürlich ein ganz schönes Dilemma. Solche Dingen muß man vor dem Heiraten bereden und klären. Ihr seid so lange zusammen.

Eventuell könnt Ihr eure Urlaube immer in England verbringen? Wäre das ein Kompromiss?
w, 45
 
  • #4
Hallo FS,

das ist echt schwer dir hier einen Ratschlag zu geben. Wünsche und Bedürfnisse sollte man ernst nehmen und nicht immer beiseite schieben. Ihr liebt auch, aber vielleicht entwickelt ihr euch in unterschiedliche Richtungen? Du musst dir selbst die Frage stellen was für dich wichtiger ist.
1.)er und hier bleiben bzw. sich auf einen anderen Ort einigen/Kompromiss finden. Lebt ihr in der Schweiz? Da ist es ja sehr teuer. Vielleicht geht ihr nach Dt, dann wäre die Schweiz nicht weit weg.

Wo ich ja gerne persönlich immer gerne hingehe ist Lindau (3-Länder Dreieck und nah an Österreich/Schweiz sowie Dt) Wäre das nicht eine Idee?
2.) du gehst alleine nach England und folgst deinem Herzen..dort kannst du auch noch Freunde und Partner finden...

Was mir eher zu denken gibt: er lässt sich gar nicht zu etwas überreden und will da bleiben wo seine Familie wohnt. Du musst dich beugen und er setzt sich durch. Zumindest könntet ihr über einen Kompromiss nachdenken mit dem beide leben können. Ein Neuanfang sozusagen.

Eine Alternative wäre es (falls du einmal mit ihm Kinder hast und in Elternzeit bist) länger nach England zu gehen und später dort deine Eltern länger besuchen. Das hat meine Mutter damals auch gemacht, als ich klein war. Da war sie 1-2 Monate bei ihrer Mutter, die Landwirtschaft hatte und in einem anderen Land. Mein Vater hat in dieser Zeit arbeiten müssen und kam ab und zu zu Besuch für 1-2 Wochen.


Deine Eltern gehen ja erst in ca. 7 Jahren weg. Bis dahin kann nocht viel passieren. So weit in die Zukunft würde ich nicht denken. Lebe jetzt so wie du dir das wünscht. Viel Kraft wünsche ich dir.
 
M

morslucis

  • #5
Also mal langsam der Reihe nach:
in 7-8Jahren sind deine Eltern weg, und du schrecklich alleine.
In 7-8 Jahren könntest du wahlweise aber auch 2 Kinder mit deinem Mann haben, eins davon gerade schulpflichtig.
mal sehen, ob deine Eltern dann noch weg wollen ;)
Und wenn ja, und du auch, vielleicht hat es sich dein Mann bis dahin auch schon anders überlegt. Solange die Kinder noch nicht in die Schule müssen ist es ja nicht zu spät/kompliziert.

Ich habe mir sagen lassen, die Schweiz sei ein gutes Land zu Kinderkriegen.

England ist sicher ein gutes Land, um mit einer Schweizer Altersvorsorge den Lebensabend zu verbringen... aber ist es auch unter den aktuellen Vorzeichen ein gutes Land für einen Neuanfang?

kennst du die Geschichte von Foz Meadows? (https://twitter.com/fozmeadows/status/1027667863169990656) Falls der Link entfernt wird: (Twitter, Foz Meadows, 9.8.2018)

Klar, wenn du wirklich von Herzen auswandern willst, dann musst du es eben tun, und die Konsequenzen tragen. Wenn es aber nur abgeschaute Unzufriedenheit und ferne Zukunftsangst sind, dann würde ich mir das nochmal sehr gut überlegen.
Du bis im perfekten Alter dazu, aber das gilt auch dann noch/wieder, wenn deine Eltern losziehen.

Viele Grüße
m33, der mit 20 ganz kurz vorm Auswandern/wegbleiben stand
 
  • #6
Habt ihr das Thema vor eurer Ehe nicht besprochen? Wenn man derart jung heiratet, ist es doch klar das man noch Träume hat.
Nun ist dass Kind in den Brunnen gefallen. Er will nicht und wenn du gehst, ist das vermutlich das Ende.
Gerade die Schweiz ist ja sehr limitiert, ich war auch nur unglücklich dort. Bin gegangen, Beziehung war natürlich zu Ende aber ich habe es nie bereut.
Lebe jetzt wieder meinen Traum auf einer Insel in der Karibik und bedaure nur das ich nicht früher gegangen bin.
Aber ich hatte ich auch von Anfang an gesagt dass ich wieder gehen werde da ein Leben in der ch für mich unvorstellbar war! Er fand es erst interessant aber als es dann soweit war, zog er den Schwanz ein.
Immer wieder wenn er mal eine Krise hat, sagt er, er kommt aber ich glaube nicht daran, noch weniger warte ich darauf.
Werde demnächst eh den Kontinent wechseln und ich befürchte wenn du gehst, wird es genauso sein.
Du hast Blut geleckt, ein zurück in das alte Bünzli-leben wird nie mehr klappen, da kannst du dir sicher sein.
 
  • #7
Du hast das perfekte Alter, um - wärst du Single - die Welt zu entdecken. Ihr seid ja eeeecht früh zusammengekommen, toll das ihr die lange Zeit zusammen gemeistert habt.
Schade, dass du Angst hast, so zu werden wie deine Mutter - du bist ein anderer Mensch! Möglich, dass du einfach nur in einer Phase bist, wo du dich entdecken musst. Sie hingegen wuchs woanders auf und oft wünscht man sich die Heimat wieder. Du bist hier geboren und hast Entdeckerdrang. In deinem Alter ging es mir ganz genauso! Ich hatte zum Glück durch mein Sprachstudium eh den Zwang, ein halbes Jahr im Ausland zu verbringen und bin danach auch allein durch Europa gereist. Achtung: Reisen und wirklich auswandern sind zwei völlig verschiedene Dinge, bitte sei dir dessen klar. Das Heimatland deiner Mutter ist jetzt faszinierend, aber von Kollegen kenne ich es, wenn sie erstmal wirklich im Ausland sind, dann vermissen sie viele Dinge am Heimatland (also in deinem Fall die Schweiz).
Deine Optionen:
- work & travel für ein halbes Jahr
- Sabbatical? Kommt auf deine Firma an, da könntest du unter Verzicht auf Gehalt 1-12 Monate lang machen was du willst, behältst aber den Job
- viel Urlaub am Stück zusammenkratzen
> Und mit einer dieser drei Optionen erst einmal *allein* auf und davon. Denn anders wirst du diese Neugierde nicht los! Du musst in dieser Lebensphase wirklich mal auf eigenen Füßen stehen, ich fand das sehr sehr bereichernd, etwas allein zu schaffen.
Ich möchte dir gleichzeitig sehr ans Herz legen, diesen Mann zu halten, er scheint ein wirklich Guter zu sein, so man das aus der Ferne sagen kann. Aber wenn er dich festhalten will, dann kannst du dein eigenes Weltbild nicht entdecken, und ein halbes Jahr Fernbeziehung könnt ihr bei eurer festen Bindung locker aushalten, ohne euch zu verlieren. Ihm muss klar werden, dass du eine eigene Entwicklung brauchst, und dass das für die Beziehung auch bereichernd sein kann. Wenn du mit leuchtenden Augen heimkommst und ihm von deinen Erlebnissen erzählst, kann es gut sein, dass er sich für dich freut.
Allerdings würde ich nicht alles auf die eine Karte "Auswandern" setzen, das ist in deiner Konstellation zu radikal. Auch wenn es deinem Mann sicher auch guttäte, über den Tellerrand zu schauen, braucht er für sich vielleicht gar keine Veränderung und ist glücklich. Meiner Erfahrung nach zeigen Männer tendenziell eher Reviertreue, während Frauen eher den Ort suchen, wo sie am glücklichsten sind. Aber in einer so engen Partnerschaft müsst ihr beide einen Kompromiss eingehen, Knall auf Fall auswandern wirst du mit ihm kaum durchsetzen können.
Viel Erfolg euch beiden!
 
  • #8
„Wenn ich liege, dann liege ich, wenn ich sitze, dann sitze ich, wenn ich gehe, dann gehe ich ..."
Eine sehr zutreffende und kluge Geschichte! Es stimmt, viele von uns sehen den Wald vor lauter Bäumen nicht - und bleiben immer unzufrieden und unglücklich. Sie rennen ständig neuen Zielen hinterher, ohne die alten je erreicht zu haben.

Deshalb solltest du, liebe FS, auch nicht dem Rat von @INSPIRATIONMASTER folgen, probehalber mal 2 Jahre mit deinem Mann nach England zu gehen, man wechselt schließlich nicht Haus & Hof & Job mal eben so wie sein Hemd. Und wenn es dann doch nicht gefällt, schwupp, geht's halt zurück ins alte Leben.

Egal, wie jung ihr beide seid und wie »einseitig« (sorry, anders sehe ich das nicht: seit dem 15. Lebensjahr immer aufeinander fixiert) euer bisheriges Leben auch aussehen mag - das ändert ihr nicht mit einem simplen Ortswechsel, noch dazu wenn vorprogrammiert ist, dass es dir dann vielleicht besser, deinem Mann aber schlechter gehen wird?

In meinen Augen hülfe euch hier nur eines: Wünsche und Vorstellungen für eure Zukunft radikal ändern. Und zwar vor Ort! Erkennen, was euch in eurem heutigen Leben gefällt und was ihr noch passender einrichten könntet. Weiterhin Urlaub (also kleine Auszeiten) evtl. nach GB verlegen, dort die einmal umgesiedelten Eltern besuchen und endlich damit aufhören, euer einziges Glück in der weiten Zukunft in England zu suchen.
 
  • #9
Ihr seid natürlich noch sehr jung.
Solche elementaren Dinge klärt man an für sich vor einer Hochzeit.
Evtl. probiert man das auch aus.

Aber was hast Du erwartet? Du träumst schon immer davon - warum hast Du es bis jetzt nicht realisiert?
Warum hast Du einen Mann geheiratet, der an seinem Ort verwurzelt ist? Hast Du gedacht, er wird sich ändern?

@QFrederick hat durchaus recht - auf den Weg hat Du Dich nicht gemacht, aber am Ort bist Du auch nicht.

Vielleicht gibt es auch den Kompromiss es mal gemeinsam 1Jahr zu versuchen? Oder die Urlaube dort zu verbringen ?
Und dann nicht danach zu schielen, es man nicht hat, sondern das genießen und gestalten, was man hat.
Du hast einen tollen Mann - willst Du Dich trennen?
 
  • #10
Solche Fragen gibt es eigentlich nicht, wenn man sich gegenseitig sehr liebt, weil man dann Kompromisse schließt. Der liebende Partner versteht das und macht es mit dir oder liefert dir gute Argumente, warum es hier besser ist. Statt hier zu fragen, warum machst du deinen dringlichsten Wunsch nicht deinem Ehemann klar, und dass dieser Wunsch keine Aufschub mehr verlangt?

Dein Partner nimmt dich gar nicht ernst, er denkt halt seit Jahren, das ist nur eine Spinnerei von dir, die du bald vergessen hast, dass es dein festes Ziel ist, hast du nie erkärt.

Z. B. so: "Ich liebe dich zwar, aber mein Ziel steht fest. Ich lebe in 3 Jahren in England. Mit oder ohne dir. Es wäre schön, diesen Traum mit dir zusammen zu verwirklichen, aber wenn dem nicht so sein soll, dann muss ich diesen Weg eben alleine gehen." Es werden sich andere Männer finden (vielleicht sogar ein Engländer) der den selben Traum wie du hegt.

Was du verspürst ist sicher keine Liebe, sondern Abhängigkeit, die aufgrund der Hoffnungslosigkeit und Sicherheit begründet ist.

Ich kann dir nicht helfen. Du selbst musst du die Ernsthaftigkeit deiner Träume deinem Partner klar machen. Und zwar sachlich. Allerdings glaube ich nicht, dass 23 jährige das schon derart können, aber ein Versuch ist es wert.
 
  • #11
Da habt ihr ein Problem..
Du willst zu deiner Familie, erwartest jetzt aber von ihm von seiner weg zu ziehen. Er wird sich dort vermutlich genauso fühlen wie du hier & dann dreht ihr euch im Kreis.
Habt ihr das nicht vor der Hochzeit besprochen?

Ich könnte mir auch gut vorstellen später mal mit meinem Partner auszuwandern. Das sind aber Länder, in denen wir schon mehrmals gemeinsam Urlaub gemacht haben & wir beide dachten: "Hier gefällt es mir, hier könnte ich mir vorstellen mit dir zu leben."
Von dem her:
War er schon mal in England?
Hast du ihm schon mal gezeigt, was du an dem Land so liebst & vermisst, was es dort so Abseits von Tourismus gibt?
Wenn ich jetzt so an England denke, fällt mir spontan, London, Big Ben, die Queen, stonehenge & Harry Potter ein... (& ich war schon 2x dort, aber eben Tourismus hoch 10)
Du wirst damit aber sicher was ganz anderes verbinden.
Vielleicht hilft ihm ein oder mehrere längere Urlaube in England, damit er eventuell auch auf den "Englandgeschmack" kommt & du ihn vielleicht "anstecken" kannst mit dem "Englandfieber". Vielleicht lässt sich so ein Bezug herstellen, dass es ihm dort gefällt & er es sich doch vorstellen könnte dort zu leben.
Oder schlimmsten Falls das Gegenteil, wenn es ihm so garnicht gefällt.
 
  • #12
Mein verstorbener Mann ist mit knapp über 20 von der Westküste der USA zu mir nach Deutschland eingewandert, obwohl er sich hier wohl gefühlt hat wollte er wieder zurück.

Letztes Jahr bin ich zu meinem Freund in die Staaten gegangen, einfach um zu probieren ob es mit uns klappt. Obwohl er dort nie weg wollte, sind wir inzwischen nach Vermont an die Ostküste gezogen. So gehts im Leben.

Du bist 20 Jahre jünger als ich und kannst noch viel im Leben machen. Aber Ihr seid verheiratet und Du solltest auf Dein Herz hören und wie oben steht Du bist nicht Deine Mutter.
 
  • #13
Ich rate solchen Paaren immer einen dritten, vollkommen neutralen, Ort als neuen Lebensmittelpunkt zu wählen. Einen Ort, an dem beide in der selben Situation sind. An einem der beiden Heimatorte ist einer immer der Unterlegene! Ich rate das auch Paaren innerhalb eines Landes. Wird man sich über "Berlin oder München" nicht einig, geht man am besten gemeinsam z.B. nach Hamburg, oder Köln.

Wie wäre es mit den USA, oder einer der ehemaligen britischen Kolonien, z.B. Indien? (Bangalore ist z.B. sehr auftrebend)

Man erkennt an der ernsthaften Auseinandersetzung mit der Frage "in welchen neutralen dritten Ort wollen wir gehen?" auch sehr schnell, wem es um positive Weiterentwicklung für beide geht und wer nur ein Kleebarsch ist...

V.m48
 
  • #14
Meine Eltern werden im Rentenalter in ca. 7 – 8 Jahren auswandern. Danach habe ich hier keine Familie mehr außer meinen Mann. Das macht mir große Angst.
Mein Mann will leider partout nicht auswandern. Er will in der Nähe seiner Familie sein und liebt die Schweiz.
Tja, ihr habt beide die gleichen Motive, du bist also nicht die mutige Auswanderin und dein Mann der Stubenhocker, nein ihr wollt beide bei eurer Familie sein. Das ist verständlich.
Ok, Menschen verändern sich aber ich finde es schon ein bisschen krass, wenn du dich in in der Schweiz nie wohlgefühlt hast und dann dort geheiratet hast.
England wär jetzt für mich nicht das Traumland zum Auswandern (Wetter, Essen). Auswandern ist doch eigentlich, wenn beide ein neues Land betreten, du aber ziehst deiner Familie hinterher.
Gut, deine Motive sind verständlich, seine aber auch. Du bist jetzt in die Schweiz quasi ausgewandert und fühlst dich dort nicht wohl, dein Mann soll nach England und alles zurücklassen?
 
  • #15
Was soll ich nur tun? Einfach bleiben und riskieren unglaublich unglücklich zu werden, oder ihn vielleicht sogar zu verlassen, am Ort meiner Träume zu wohnen und zu arbeiten und allein unglücklich zu werden?
Du musst Dir darüber klar werden, was Dir langfristig wirklich wichtig ist. Ist es dieser Mann (wenn auch unflexibel) oder ist es die geliebte Heimat? Eine nicht einfache Wahl. Da bringt es auch nix Statistiken herzunehmen die besagen, das sich eh jedes dritte Paar trennt. Das hilft Dir jetzt wo es noch gut läuft nicht weiter. Aber eines ist leider sehr oft der Fall. Nämlich wenn ein Herzenswunsch in einer Beziehung des Partners wegen nicht zustande kommt, führt das langfristig fast immer ( siehe Deine Mutter) immer zu Einschränkungen der Zufriedenheit, die sich mehr oder weniger extrem auf die Beziehung auswirken. Kannst Du das? Deinen Partner zuliebe ein Leben lang darauf verzichten? Auch über Beziehungstiefen hinweg? Das ist schwer. Da ist es vielleicht einfach besser sich jetzt (sollte er wirklich nicht wollen) zu trennen auch wenn es jetzt im Moment noch niemand versteht. Wenn dann ein Mann daherkommt in der Dir auch symphatisch ist und den Du lieben lernen kannst - bist Du langfristig zufriedener.
M44
 
  • #16
Ich rate solchen Paaren immer einen dritten, vollkommen neutralen, Ort als neuen Lebensmittelpunkt zu wählen. Einen Ort, an dem beide in der selben Situation sind. An einem der beiden Heimatorte ist einer immer der Unterlegene! Ich rate das auch Paaren innerhalb eines Landes. Wird man sich über "Berlin oder München" nicht einig, geht man am besten gemeinsam z.B. nach Hamburg, oder Köln.

Wie wäre es mit den USA, oder einer der ehemaligen britischen Kolonien, z.B. Indien? (Bangalore ist z.B. sehr auftrebend)

Man erkennt an der ernsthaften Auseinandersetzung mit der Frage "in welchen neutralen dritten Ort wollen wir gehen?" auch sehr schnell, wem es um positive Weiterentwicklung für beide geht und wer nur ein Kleebarsch ist...

V.m48
Mal ehrlich: Was soll der Quatsch mit dem neutralen dritten Ort irgendwo in der Welt? Es ist ja nicht so, dass beide unbedingt wegwollen. Soweit ich lese, will da nur eine weg.

Ich frage mich aber schon, warum sie das Thema nicht mal explizit vor der Hochzeit angesprochen haben. Fest steht nämlich erst einmal, dass sie sich in der Schweiz kennengelernt haben.

Ja, ich weiß. Wenn er eine Engländerin heiratet, dann könnte er auch auf die Idee kommen, dass sie auch mal in ihrem Heimatland leben will.

Aber auch sie. Wenn ich in einem Land nicht bleiben will, dann gehe ich dort auch nicht auf Partnersuche oder wenn, dann erzähle ich gleich explizit am Anfang, dass ich in absehbarer Zeit zurück oder woanders hingehen werde.

Ja, ich weiß. Er ist auch mit dran schuld. Wenn ich eine Engländerin heirate, dann kann ich mir
 
  • #17
Gut, deine Motive sind verständlich, seine aber auch.
So ist es. Gleiches Recht für alle. So etwas bespricht man vor der Heirat. Warum soll er deswegen ein Stubenhocker sein? Da könnte man von Dir sagen, dass Du Dich nicht von Deinen Eltern lösen kannst. Falls ihr mal Kinder haben solltet, hast Du eine Familie.
Ihr kennt Euch seit über 8 Jahren? Er ist also Deine erste Liebe? Da sehr ich sowieso schwarz, das klappt selten für immer. Ihr seht ja, die Probleme fangen schon an. Sucht Euch gemeinsam etwas neues, ihr seit erwachsen. Schöner Beitrag von @QFrederick
 
  • #18
Hallo FS,

mir ist noch ein Gedanke gekommen. Wenn deine Eltern nicht in 7 Jahren aus der Schweiz weggehen würden, was würdest du tun? Geht es dir hauptsächlich darum in deinem Wunschland zu leben oder nahe deiner Eltern zu sein? Falls deine Eltern der Motivator sind, dann liegt es an deinen Werten. Der Wert Familie scheint dir wichtig zu sein und ihm aber auch.

Dann könntest du nochmal mit deinen Eltern reden, ob ihr euch nicht alle (zusammen mit deinem Partner) einen neuen Ort aussuchen könntet. Mein Vorschlag war ja Dt, weil nahe der Schweiz z.B. Dann könnte er ja auch seinen Eltern öfters besuchen, wenn ihr an der Grenze da wohnt. Muss es England sein? Ich selbst würde da z.B nicht hin wollen, gerade wegen des schlechten Wetters und das Essen schmeckt mir nicht. Es ist dort auch recht teuer alles. Hast du dich mit allen Vor- und Nachteilen auseinandergesetzt? Weil auswandern ist nicht das gleiche wie Urlaub machen. In Dt z.B. haben wir es schon recht gut, was Krankenversicherung anbelangt etc. Vielleicht einigt ihr euch einfach darauf ein paar Länder auszuwählen und dort länger Urlaub zu machen und es zu testen...Also eure Homebase noch in der Schweiz zu belassen, damit ihr zurückkehren könnt.
 
  • #19
Wenn ich meinen Mann vor 8.5 Jahren nicht kennengelernt hätte, wäre ich wohl schon ausgewandert. Jedoch liebe ich Ihn zu sehr, um ihn zu verlassen.
Liebe FS,

wenn ich das richtig verstehe, sind es noch 7 -8 Jahre, bis deine Eltern nach England gehen. In diesem Zeitraum kann viel passieren.

BUT:

Normalerweise ist man dort zuhause, wo der Mensch lebt, mit dem man glücklich ist. Demnach müsstest du mit deinem Mann, den du ja sehr liebst, überall glücklich sein können.

Wieso hast du also Angst davor "unglaublich unglücklich" zu werden, wenn deine Eltern ausgewandert sind?

Vielleicht ändert dein Mann in 7-8 Jahren seine Meinung oder er verliebt sich in eine andere Frau oder du in einen anderen Mann oder es passiert sonst etwas Unvorhergesehenes.

Warum machst du dich verrückt wegen einer Sache, die noch nicht mal aktuell ist?

Ändert sich nichts, wirst du dich halt entscheiden müssen.
Entweder Ehemann und jetziger Standort oder Eltern und dein Traumland. Manchmal bekommt man eben nicht alles unter einen Hut und muss Prioritäten setzen.
 
  • #20
Irgendwie habe ich das anders verstanden. Die TE ist in der Schweiz aufgewachsen, die Familie ihrer Mutter ist in England, die Familie des Vaters wohl in Österreich. Sie träumt von niedlichen Dörfern mit Gärten und Cottages, Wohltätigkeitsveranstaltungen, erwischt meine Frau guckt im Fernseh alles was von den Inseln kommt. Ich kenne jetzt auch Barnaby, Lewis, Vera und vieles andere. Die Metropole London mit ihrer Geschichte ist natürlich auch ein anderes Kaliber als Bern.

Dem Mann gefällt es aber in seiner Heimat, da gibt es keinen Kompromiss.
 
  • #21
Die unterschiedlichen Wünsche können euch als Paar zerreißen, und zwar sowohl, wenn ihr auswandert, als auch, wenn ihr es nicht machen solltet.
Es hilft auch nicht in jedem Fall, genauere Absprachen dazu vor der Ehe zu treffen, da sich Wünsche ändern können- das ist menschlich und legitim.
Außerdem würdet ihr schon von einem ein- oder zweijährigen Auslandsaufenthalt anders zurückkommen, als ihr losgegangen seid, - nicht zuletzt ist also auch das keine Gewähr, dass ihr euch beide danach ähnlicher in Bezug auf die Wahl des Lebensmittelpunktes aufstellen würdet, aber es wäre durchaus möglich, dass sich dann auch dein Mann nicht mehr am Heimatort wohlfühlen könnte. Ja, die Deutschschweiz kann eng sein.

Das Thema kenne ich wohl, ich habe das alles schon erlebt, es war Grund für das Scheitern meiner Ehe. Mein Exmann kam aus der französischen Schweiz, war der Zugvogel in der Beziehung. Unsere Absprache, uns später gemeinsam in Deutschland niederzulassen, kam er nicht nach, auch nicht nach drei Probejahren meinerseits im Ausland, weil es ihn nicht glücklich machte. In die Deutschschweiz wollte er nicht, ich mochte nicht in Osteuropa bleiben. Dagegen hatte ich mich nach den insgesamt drei Jahren so verändert, dass ich selbst nicht mehr nach Bayern zurück wollte. Aber den dritten Ort, in Mitteldeutschland, den wir zusammen ausgesucht hatten, mochte ich nicht mehr verlassen, weil ich es emotional wichtig finde, einen dauerhaften Bezugsort zu haben, einen stabilen, auch deutschsprachigen Freundeskreis.

... weiß, wo er hingehört! Manchmal liegt das Glück in der Einfalt.

Es ist ein schönes Gefühl, angekommen zu sein. Vermutlich kannst du, liebe FS, das noch nicht nachvollziehen- deine Sehnsucht ist noch nicht gestillt, wurde aber auch noch nicht enttäuscht.
 
  • #22
Die Metropole London mit ihrer Geschichte ist natürlich auch ein anderes Kaliber als Bern.
Mit allen Vor- und Nachteilen. Wenn man mich vor die Wahl stellen würde, dann würde ich ohne zu zögern Bern aber ganz eindeutig bevorzugen. Und wem Bern zu dörflich ist, dann gibt es in der Nähe noch Städte wie Zürich oder etwas weiter Stuttgart, München, Frankfurt.

Ohne Frage ist das Gras woanders immer grüner. Mit etwas mehr Lebenserfahrung sieht man dann aber auch, dass das nur so lange ist, wie man nicht dort ist. Dann stellt man fest, dass das genau das gleiche Grün wie gerade eben noch woanders ist.

Wenn ich mir die Geschichte anschaue: sie ist in der Schweiz aufgewachsen (?) oder zumindest vor längerer Zeit dorthin gezogen und hat einen Schweizer geheiratet. England kennt sie nur vom Urlaub.

Nun soll man Reisende nicht aufhalten, aber wenn ich an ihrer Stelle wäre, dann stände die Frage nicht. Wenn sie im aktuellen Ort nicht klarkommt, dann kann man sicher auch einen Kompromis finden. Aber jemanden, der an der ganzen Entwicklung keine Schuld hat, dazu zu nötigen, unbedingt irgendwo hin zu ziehen, wohin er nicht will, ist doch schon sehr fragwürdig. Zumal wir kein Wort von ihm lesen. Wir wissen, dass sie Englisch kann, dort keine Probleme hätte und ihre Freunde in der Schweiz ihr egal sind. Aber was ist mit ihm? Spielt keine Rolle?

Sorry, aber es ist nicht er, der nach England gegangen ist, dort eine Engländerin geheiratet hat, um sie dann zu nötigen, mit ihm in einem Schweizer Bergdorf zu wohnen, wo man auf eine jahrhundertelang gewachsene und geschlossene Gesellschaft trift, in die man eigentlich nur durch Geburt aufgenommen wird, und den Dialekt schon der nächste Ort nicht versteht.

Der nächste Punkt wäre ja, was passiert, wenn ihre Eltern zwar in 7 Jahren nach England gehen, aber es ihnen ein Jahr später einfällt, dass sie doch ganz woanders hinwollen.
 
  • #23
Was soll ich nur tun? Einfach bleiben und riskieren unglaublich unglücklich zu werden, oder ihn vielleicht sogar zu verlassen, am Ort meiner Träume zu wohnen und zu arbeiten und allein unglücklich zu werden?
Du weißt, was selbsterfüllende Prophezeiungen sind?

An deinem Glück bist du zu einem wesentlichen Teil selbst beteiligt. Es ist nicht der Ort, es sind nicht die Leute. Nein, du bist es. Wenn man sich nun den ganzen Tag einredet, dass man irgendwo nicht glücklich werden kann und sich damit entsprechend verhält, weil man dort sowieso nicht glücklich wird, dann wird man es auch nicht.

Den Ort deiner Träume gibt es nur in deinen Träumen. In der Realität sieht er anders aus. Ganz anderes. Auch sieht ein Land, das man nur vom Urlaub kennt, anders aus, als wenn man dort wohnt. Real sind dagegen dein Mann und deine Freunde. Die hast du. Klar, man findet immer Leute, mit denen was unternehmen kann. Aber echte Freunde wird schon schwerer. Dazu kommt, dass du in eine Gesellschaft kommst, die die glaubst zu kennen, aber nicht kennst. Du bist nicht dort aufgewachsen, du hast nie dort gelebt. Du hast nur eine Mutter, die von dort stammt. Du kennst also nicht die tausenden kleinen Nuancen und Regeln, über die man bei dir als Touristen hinwegsieht, als Einwohnerin aber nicht mehr.

Also ich würde mir das ganz genau überlegen. Und wahrscheinlich gibt es sogar einen Mittelweg für euch beide.
 
  • #24
Was soll ich nur tun? Einfach bleiben und riskieren unglaublich unglücklich zu werden, oder ihn vielleicht sogar zu verlassen, am Ort meiner Träume zu wohnen und zu arbeiten und allein unglücklich zu werden?
Ich habe deinen Beitrag noch einmal gründlich studiert und ich lese zwischen den Zeilen, dass du diesen Mann nicht mehr liebst, jedoch suchst du plausible Gründe mit Außenstehenden Bestätigungen, um ihn zu verlassen, dann solltest du das auch von ganzem Herzen tun! Ganz ehrlich gesagt sind dies für mich Vorwände, ich wünsche dass dein Mann diese Zeilen hier im Forum liest, dann erübrigt sich vielleicht das Problem für dich und er trennt sich von dir, würde ich dein Mann sein und diese Gedanken von dir kennen, ich würde mich sofort von dir trennen, da diese Beziehung nicht mehr stimmig ist und nicht mehr von Liebe getragen wird!
 
  • #25
Ach das ist doch so typisches Muster - das liegt bereits in vorherigen Generationen wenn jemand immer wieder wandern muss und nicht wirklich sesshaft wird und immer glaubt das Gras wäre woanders grüner oder Haus-Familie-Job riskiert (weil ein Mitglied der Ahnenreihe auch kriegsbedingt solche Opfer bringen musste) ... oder die Eltern aus unterschiedlichen Nationalitäten stammen ... Meistens sind es sogenannte 'Verstrickungen' ... sie geschehen aus Liebe ... aber es bedeutet auch, dass man nicht wirklich im EIGENEN angekommen ist ...
Mach(t) halt Systemische Aufstellungen zu diesem Thema!
Und den Rest kann man doch ganz elegant mit einem kleinen Ferienhaus lösen ... !
Also gesunder Verstand wandert nicht während dem Brexit aus der gemütlichen Schweiz nach England aus ... da treibt schon noch was anderes um (alte Verstrickungen) ... weil schöne Landschaften gibt es auch in der Schweiz.
 
  • #26
Du willst zu deiner Familie, erwartest jetzt aber von ihm von seiner weg zu ziehen. Er wird sich dort vermutlich genauso fühlen wie du hier & dann dreht ihr euch im Kreis.
Richtig, und für dieses Problem gibt es auch keine andere Lösung als: ein paar Jahre hier leben, ein paar Jahre dort, und dann das ganze wieder von vorne. Denn Heimweh ist deutlich erträglicher, wenn man weiß: es ist nur für ein paar Jahre, nicht für den Rest meines Lebens.

Ich kann Euch beide verstehen: es lebt sich wunderschön in England auf dem Land, und es lebt sich wunderschön in der Schweiz. Was würde Dein Mann denn konkret am meisten vermissen? Die Berge? Die Natur? Dann unternimm’ mit ihm ein paar Wanderungen in Cornwall, dort wo es diese urwüchsigen kleinen Dörfer mit den überaus netten und freundlichen Menschen gibt. Und mit viel viel grüner Natur dazwischen. Ich wäre auch schon einmal beinahe dort geblieben. Aber in meinem Leben gibt es natürlich auch keine Schweiz als Gegenpol.
 
  • #27
mal sehen, ob deine Eltern dann noch weg wollen
Das ist ein Argument, dass nicht von der Hand zu weisen ist und auch die soziale Absicherung. Man denke alleine an all die Gastarbeiter früher, die wieder zurück in ihre Heimat wollten. Sind sie nicht, weil die Kinder hiergeblieben sind und die Alten somit allein in ihrer Heimat gesessen hätten.

Den Ort deiner Träume gibt es nur in deinen Träumen. In der Realität sieht er anders aus. Ganz anderes. Auch sieht ein Land, das man nur vom Urlaub kennt, anders aus, als wenn man dort wohnt. Real sind dagegen dein Mann und deine Freunde.
Real ist für sie aber auch die kreuzunglückliche Mutter und sie denkt mit dem Rückzug wird alles wieder gut und muss praktisch auch mit weil die Mutter sonst wieder leiden würde ohne ihre Tochter und eventuellen Enkelkindern. Vielleicht hat sie ihre Mutter auch nur bei Besuchen ihrer Familie in England richtig glücklich gesehen. Die TE braucht mal einen Befreiungsschlag für sich, für sich zu entscheiden und nicht an andere denken.
 
  • #28
Die TE braucht mal einen Befreiungsschlag für sich, für sich zu entscheiden und nicht an andere den
Naja, sie ist verheiratet und es ist ja wohl nicht so, dass sie zur Zwangsehe mit einem Schweizer verpflichtet wurde.
Wenn sie für sich entscheiden möchte-nur zu. Niemand soll an einem Ort bleiben müssen wo er nicht glücklich ist. Dann am besten bald, dann hat ihr Mann auch noch die Chance mitzuentscheiden, bzw. sich nach einer neuen Partnerin umzusehen.
 
  • #29
das liegt bereits in vorherigen Generationen wenn jemand immer wieder wandern muss und nicht wirklich sesshaft wird
Das hat mit der Generation wenig zu tun. Ich habe schon in Ungarn, USA, Spanien, Frankreich Österreich und seit August 2018 wieder in den USA und bin der sogenannte Wandervogel.

Meine Eltern leben seit 1945 immer an einen festen Wohnort. Das einzige Mal wo sie ihren Geburtsort verlassen haben war 1945 und dies hatte natürlich andere Gründe. Meine Oma sagte mir, dass man sehr schnell wird, wenn einen die russischen Soldaten einen verjagen und schon war man im Bundesland Bayern.:)

Das sich viele Deutsche gehen das Auswandern sind, liegt eher in der Natur des Jeweiligen und ich habe vor ca. 30 Jahren es selbst erlebt, wie manche so ticken. Auf der UNI in Mainz habe ich welche kennengelernt, die würden Mainz nie verlassen. Auch ein Arbeitsplatz in Frankfurt/Main wäre ein Nogo, Damals gab es ja auch den Song von Batschkapp: Was ist das schönste an Wiesbaden? – Die Linie 6, der Bus nach Mainz. Gut dies ist halt so lange her und vielleicht gibt es die Linie 6 nicht mehr und hat vielleicht eine andere Ziffer.

Und liebe FS, du hast nur 2 Möglichkeiten:
Entweder du akzeptierst dies, dass dein Mann nicht wegmöchte oder sucht dir einen Mann, der so ist wie du. Das ist natürlich nicht einfach. Ich(54) habe dies auch feststellen müssen. Nachdem ich mich 2011 scheiden ließ, dauerte es etwas länger, dass ich eine Frau kennengelernt habe, die auch ein Wandervogel ist. Jetzt sind wir halt nördlich der Rocky Mountains und Kanada ist so weit weg, Dänemark von Hannover. Dafür haben wir ja jetzt um 09.00 a.m. und den ganzen Sonntag vor uns.

Und Auswandern wäre für mich erst, wenn ich eine neue Sprache lernen müsste. Österreich oder die Schweiz zähle ich nicht dazu, dann eher Schweden oder Finnland.

Hoffentlich kriegt jetzt nicht Donald Trump es mit, dass ich in einem deutschen Forum schreibe.

Am Ende verhängt er eine Strafsteuer gegen EP oder ich muss meinem US-Pass abgeben. I´m just joking.
 
  • #30
Ich rate solchen Paaren immer einen dritten, vollkommen neutralen, Ort als neuen Lebensmittelpunkt zu wählen. Einen Ort, an dem beide in der selben Situation sind. An einem der beiden Heimatorte ist einer immer der Unterlegene! Ich rate das auch Paaren innerhalb eines Landes. Wird man sich über "Berlin oder München" nicht einig, geht man am besten gemeinsam z.B. nach Hamburg, oder Köln.

Wie wäre es mit den USA, oder einer der ehemaligen britischen Kolonien, z.B. Indien? (Bangalore ist z.B. sehr auftrebend)

Man erkennt an der ernsthaften Auseinandersetzung mit der Frage "in welchen neutralen dritten Ort wollen wir gehen?" auch sehr schnell, wem es um positive Weiterentwicklung für beide geht und wer nur ein Kleebarsch ist...

V.m48
An sich klingt das immer gut, aber dann haben beide das Problem, dass ihre Familien weit weg sind, was beide nicht wollen. Was soll das also bringen? Beide unglücklich ist auch nicht besser als einer.