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  • #31
Liebe FS,
das man so etwas nicht macht weisst du selbst. Ich frage mich aber warum du 2 Jahre mit einem Mann zusammen bist und dabei für ihn nicht die Einzige bist?Du hast dieses Gefühl. Für mich wäre somit die Beziehung sofort zu Ende.
 
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  • #32
bei uns hält man absolutes gegenseitiges Vertrauen für essentiell. Und, nein, dieses Band zwischen den Liebespartnern ist tatsächlich nicht belastbar. Muß es auch nicht. (m)

Partner misstrauen sich immer mal, wenn sie sich leidenschaftlich lieben. Das kaufe ich niemandem ab, eine lange, intensive Beziehung zu führen, wenn das Band der Vertrautheit Null Belastungen aushält. Sogar bei alten Ehepaaren verliebte sich mal jemand fremd und der andere war eifersüchtig. Das muss ja nicht gleich fremdgehen bedeuten. Aber Beziehungen, in denen es so etwas nicht gibt, sind ein Märchen, und haben wenig mit der Realität zu tun. Oder es sind Beziehungen in denen zumindest einer der Partner ziemlich gleichgültig und leidenschaftslos ist.
 
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  • #33
Hier gibt es einen Menschen, nämlich die FS, die sich Gedanken macht und sicher nur an sachlichen Meinungen interessiert ist. Wie mies muß man denn drauf sein, um ihr in ihrer jetzigen Lage auch noch was Schlechtes zu wünschen?
 
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  • #34
(…)
Aber was Deine Unsicherheit betrifft:

Was genau lässt Den Eindruck entstehen dass Du für ihn nicht die einzige bist?

Vielleicht kannst Du da mal genau hinschauen, gibt es wirklich konkrete Anlässe?

Wenn ja, dann solltest Du die Beziehung deutlich hinterfragen. Es gibt Menschen (aus meiner Erfahrung), die dem Partner Sicherheit geben und solche, die Unsicherheit erzeugen.
Wenn Dein Bauchgefühl sagt dass da was nicht stimmt dann ziehe die Konsequenzen.
(…)
w/46

Ich finde, dass der Beitrag von w/46 wichtige konstruktive Fragen stellt:

Entscheidend ist doch weniger Dein "Schnüffeln": Das ist nicht ganz in Ordnung, letztlich haben es aber viele schon mal getan - womöglich sogar diejenigen, die hier Dein Verhalten verurteilen. Da würde ich mir nicht allzu viele Gedanken machen.

Entscheidend ist doch Dein Gefühl, dass Du nicht die Einzige bist, das Dich seit Längerem plagt.

Und hier spielt das Gesagte des zitierten Gastes eine nicht unerhebliche Rolle: Erzeugt ein Partner Sicherheit oder pflegt er eher Unsicherheit zu erzeugen? Letzteres wäre für mich keine Basis einer dauerhaften Beziehung. Dafür wäre mir meine Lebenszeit zu kostbar.

Wir kennen Dich alle nicht. Echtes Schnüffeln finde ich mehrmalige Kontrolle des Partners, obwohl kein offensichtlicher Grund vorliegt. Ich weiß nicht, wie Du das bisher in anderen Beziehungen gehandhabt hast: Hattest Du dort ähnliche Situationen - oder ist dies hier bei Dir Neuland?

Ich würde Deine einmalige Kontrollaktion auf KEINEN FALL ansprechen. Denn: Letztlich hat er nix Böses gemacht. Gelegentliches Bilder betrachten ist zunächst mal völlig harmlos. Damit machst Du Dich nur lächerlich.

Ich würde hingegen das Gefühl Deiner Unsicherheit ansprechen, d.h. dass Du das Gefühl hast, dass er womöglich noch nicht angekommen sei. Er möge sich dazu äußern. Das ist Dir wichtig.

Vorab würde ich mir aber Gedanken machen, was Dich zu der Unsicherheit geführt hat. Welche konkreten Anlässe hatte das? Ich rede jetzt nicht von Betrug oder irgendwelchen offensichtlichen "Vergehen", sondern eher von "Kleinigkeiten", die bei Dir ein schales Gefühl hinterlassen haben.

Lass' Dich nicht verunsichern - kläre die Sache!
 
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  • #35
Hier ist immer wieder davon die Rede, dass Vertrauen die Basis einer guten Partnerschaft ist.
Ist es nicht aber eher umgekehrt: Vertrauen kann doch erst entstehen, wenn ich die Erfahrung gemacht habe, dass ich mich auf meinen Partner verlassen kann.
 
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  • #36
Hier ist immer wieder davon die Rede, dass Vertrauen die Basis einer guten Partnerschaft ist.
Ist es nicht aber eher umgekehrt: Vertrauen kann doch erst entstehen, wenn ich die Erfahrung gemacht habe, dass ich mich auf meinen Partner verlassen kann.

Genau! So ist es. Manche haben ja sogar eine extreme Logik in der Art: Wenn ich das Vertrauen des Partners / der Partnerin missbrauche, aber er / sie bekommt das nur durch Schnüffeln heraus, dann ist der Schnüffler der Schuldige.

Nach dem Motto: Vertrauensmissbrauch ist immer dann in Ordnung, wenn man es nicht herausbekommt. Auf so einer Ansicht beruht auch das Ärgerniss, etwas herauszufinden, was man besser nicht herausgefunden hätte. Nicht die Tatsache sei schlimm, sondern, dass man sie herausgefunden hat.

Ich kann damit nichts anfangen. Ich mochte schon immer mehr die Wahrheit.
 
  • #37
Genau! So ist es. Manche haben ja sogar eine extreme Logik in der Art: Wenn ich das Vertrauen des Partners / der Partnerin missbrauche, aber er / sie bekommt das nur durch Schnüffeln heraus, dann ist der Schnüffler der Schuldige.

Darum geht es nicht. Es geht darum, dass für Person A, nur weil sie dem "wir sind jetzt in einer Beziehung" zugestimmt hat, bestimme Rechte nicht mehr gelten. Dass Person B sich das Recht herausnimmt, A bis ins kleinste Detail zu kontrollieren. Es geht darum, dass A für B nicht mehr ein Individuum mit eigener Gedankenwelt ist, eigenen Freunden, etc., sondern zu einer Art Haustier herabgestuft wird.

Es geht nicht so sehr um Vertrauen, sondern um Respekt. Darum, ob man den anderen als Besitz sieht oder als Begleiter. Wenn ich meine Freundin als meine Begleiterin für den Rest des Lebens sehe, dann will ich nicht in ihre Privatsphäre eindringen; weder habe ich das Bedürfnis danach, noch fühle ich mich dazu berechtigt.

Niemand wird deshalb bei einem bleiben, weil man ihn/sie mit seiner/ihrer Browser-History konfrontiert. Im Gegenteil. Warum also? Warum mache soll ich mir einen Kopf machen, weil sie mit anderen Männern chattet? Entweder sie will mich verlassen, dann macht sie das auch, wenn ich ihr das Chatten verbiete. Oder sie will das nicht, dann soll sie halt chatten, so viel sie will. Aber durch Schnüffeln werden meine Chancen sicher nicht steigen, dass sie bleibt.
 
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  • #38
Darum geht es nicht. Es geht darum, dass für Person A, nur weil sie dem "wir sind jetzt in einer Beziehung" zugestimmt hat, bestimme Rechte nicht mehr gelten. Dass Person B sich das Recht herausnimmt, A bis ins kleinste Detail zu kontrollieren. Es geht darum, dass A für B nicht mehr ein Individuum mit eigener Gedankenwelt ist, eigenen Freunden, etc., sondern zu einer Art Haustier herabgestuft wird.

Es geht nicht so sehr um Vertrauen, sondern um Respekt.

Nein, es geht um Nähe. Jemand, der Angst hat, man kennt zu viel von seinen Gedanken, und sich deshalb wie ein Haustier fühlt, auf den könnte ich gerne verzichten. Eigenbrötlerisch finde ich das.

Warum also? Warum mache soll ich mir einen Kopf machen, weil sie mit anderen Männern chattet? Entweder sie will mich verlassen, dann macht sie das auch, wenn ich ihr das Chatten verbiete. Oder sie will das nicht, dann soll sie halt chatten, so viel sie will. Aber durch Schnüffeln werden meine Chancen sicher nicht steigen, dass sie bleibt.

Ja, das zeigt genau, was Du und andere nicht verstehen: Es geht nicht nur darum, dass er bei ihr bleibt!

Das gibt genau dieses oberflächliche Bild von Beziehung wieder, auf das die FS vielleicht keine Lust hat. Nein, eine Frau ust incht unbedingt zufrieden, nur weil der Mann "bleibt". Nein danke. Das, was Du als Persönlichkeitsrechte abgeben bezeichnest, ist für andere der Wunsch, eine innige, aufrichtige Beziehung zu führen. In der man wirklich geliebt wird und eben wissen will, welche Gedanken er zu einem hat. Wenn Du meinst,mit bei einem bleiben, sei es getan, hast Du eine gänzlich andere Auffassung von Beziehung, und ich finde sie unreif. Hauptsache, Partner bleibt, dann ist alles gut. Ansonsten aneinander vorbeileben und nichts über die Gefühle des anderen wissen. Super.
 
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  • #39
Ist es nicht aber eher umgekehrt: Vertrauen kann doch erst entstehen, wenn ich die Erfahrung gemacht habe, dass ich mich auf meinen Partner verlassen kann.

Vertrauen entsteht nicht erst in einer Partnerschaft, sie ist die Voraussetzung. Mißtrauen, bis der Partner "bewiesen" hat, daß man ihm vertrauen kann, ist der falsche Weg. Der Satz muß lauten: Mißtrauen kann erst entstehen, wenn ich die Erfahrung gemancht habe, daß ich mich auf den Partner nicht verlassen kann. Verfehlungen des einen Menschen auf den anderen übertragen, der dann das Mißtrauen erst wieder abbauen soll, ist hingegen in höchstem Maße unfair.
 
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  • #40
Der Satz muß lauten: Mißtrauen kann erst entstehen, wenn ich die Erfahrung gemancht habe, daß ich mich auf den Partner nicht verlassen kann. Verfehlungen des einen Menschen auf den anderen übertragen, der dann das Mißtrauen erst wieder abbauen soll, ist hingegen in höchstem Maße unfair.

Sehe ich komplett umgekehrt. Es geht nicht darum, dass Verfehlungen vom einen auf den anderen übertragen werden. Sondern darum, dass inniges Vertrauen erst über eine Langzeiterfahrung entsteht, egal ob bei Freunden oder bei Partnern. Das ist menschlich und gesund. Nur weil jemand sagt "ich bin jetzt mit Dir in einer Beziehung", hat er noch lange nicht den Stand eines Menschen, der sein Vertrauen und seine Verlässlichkeit gezeigt hat. Menschen, die so denken, fallen regelmäßig auf die Schnauze. Natürlich gewährt man nur dem Menschen besonderes Vertrauen, der es verdient hat. Sonst würde man ja jedem Menschen auf der Straße vertrauen!

Und die FS hat nunmal etwas herausgefunden, das ihr nach ihrer Auffassung nicht gefällt. Daher wäre es unangemessen gewesen, hätte sie sich dauerhaft eine andere Illusion gemacht.
 
  • #41
Nein danke. Das, was Du als Persönlichkeitsrechte abgeben bezeichnest, ist für andere der Wunsch, eine innige, aufrichtige Beziehung zu führen. In der man wirklich geliebt wird und eben wissen will, welche Gedanken er zu einem hat. [...] Hauptsache, Partner bleibt, dann ist alles gut. Ansonsten aneinander vorbeileben und nichts über die Gefühle des anderen wissen. Super.

Diese Gedanken oder Gefühle darf sie gerne wissen, wenn ich der Meinung bin, dass es der richtige Zeitpunkt ist und mich damit wohlfühle, mich zu offenbaren. Eine innige, aufrichtige Beziehung, in der man wissen will, welche Gedanken er hat, beinhaltet am allerwenigsten schnüffeln im Privaten meines Partners. Im Gegenteil, das ist das Gegenteil von innig und aufrichtig. Bitte lies meinen Post komplett und picke nicht nur aus dem Zusammenhang gerissene Textstellen heraus.

Für mich bedeutet eine reife Beziehung, dem anderen gewisse Freiheiten zu lassen. Oder besser gesagt, den anderen ein Individuum, einen eigenständigen Mensch, sein zu lassen. Unreif finde ich Gedankenkontrolle oder schnüffeln.

Jemand, der schnüffelt, handelt zutiefst egoistisch. Das hat nichts mit Liebe zu tun, sondern mit Unsicherheit. Wer schnüffelt, hat Angst, nicht zu genügen. Das sollte derjenige aber bitte mit seinem Therapeuten besprechen und nicht den Partner hineinziehen.
 
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  • #42
Sonst würde man ja jedem Menschen auf der Straße vertrauen

Der Vergleich ist total daneben. Man ist ja nicht mit "jedem Menschen auf der Straße" in einer Beziehung. Diesen Status erreicht nur, wer die Prüfung bereits hinter sich gebracht hat. Menschen mit schlechten Erfahrungen brauchen dafür sicher etwas länger, aber wer (noch) nicht vertraut, darf eben (noch) keine Beziehung eingehen. Es fehlte dann ja das wesentliche Element, das "sich einander anvertrauen".
 
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  • #43
Jemand, der schnüffelt, handelt zutiefst egoistisch. Das hat nichts mit Liebe zu tun, sondern mit Unsicherheit. Wer schnüffelt, hat Angst, nicht zu genügen. Das sollte derjenige aber bitte mit seinem Therapeuten besprechen und nicht den Partner hineinziehen.

Ich kann mit Deiner Haltung zu Beziehung nichts anfangen. Grundsätzlich: Wenn Du eine Frau findest, die damit zufrieden ist, ist es für Dich in Ordnung und ich habe damit nichts zu tun. Ich meinerseits halte mich an andere Männer. Wenn Du immer wieder Probleme damit bekommen solltest, brauchst Du jedoch nicht anzunehmen, dass die Frauenwelt ihre Erwartungen ändern würde.

So, und meine Meinung zum Geschriebenen und zum Schnüffeln: Der Satz mit dem Therapeuten setzt dem ganzen noch die Krone auf. Lieblos und distanziert ist es, wenn man so mit dem oder über den Partner spricht. Ich bin froh, wenn mein Partner Dinge mit mir, und nicht mit seinem Therapeuten bespricht. Und natürlich wird man auch in "Probleme hereingezogen". Jeder Mensch hat nunmal sein Problem.

Nein, es ist auch nicht unbedingt Angst, nicht zu genügen. Siehe es als Bauchgefühl. Die FS hatte ja Recht. Wenn sie wissen will, was er im Internet macht, finde ich nicht, dass es seine Privatangelegenheit ist. Das können sie ja im Grunde offen klären. Ich würde mir das Wissen aber aneignen. Sonst muss er seine Sachen eben besser schützen. Es gibt Männer, die eine Ambivalenz an Gefühlen herüberbringen, oder die Frau verunsichern, deshalb ist es nicht IHR Problem!

Die Sache ist doch ganz einfach: Ich gebe mich nur mit einem Mann zufrieden, für den ich wirklich die Nummer eins bin und der diese Dinge mit mir teilt. Ist das nicht der Fall, ist er falsch bei mir. Mein Problem ist es nicht, dass ich Angst hätte, ich bin mir nur zu schade für einen etwas unehrlichen Eigenbrödler, der lieber vor sich selbst herumwurschtelt, womöglich einsame Entscheidungen trifft usw. Auf so einen Menschen habe ich schlicht keine Lust.

Und natürlich ist das Egoistisch. Na und? Ich führe doch keine Beziehung nur zur Bespaßung des Mannes? Entweder er ist mir der offene und innige Partner, den ich wünsche, oder Tschüß. Ist doch ganz einfach?
 
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  • #44
Der Vergleich ist total daneben. Man ist ja nicht mit "jedem Menschen auf der Straße" in einer Beziehung. Diesen Status erreicht nur, wer die Prüfung bereits hinter sich gebracht hat. Menschen mit schlechten Erfahrungen brauchen dafür sicher etwas länger, aber wer (noch) nicht vertraut, darf eben (noch) keine Beziehung eingehen. Es fehlte dann ja das wesentliche Element, das "sich einander anvertrauen".

"Eine Prüfung hinter sich gebracht", wenn ich das schon lese. Und dann geht man einen "Beziehungsvertrag" ein und ab da ist dann Vertrauen angesagt. So gehen das wahrscheinlich Onlinesucher an.

Nein, eine Beziehung ergibt sich, wenn man verliebt und voneinander angezogen ist, und sie richtet sich im Erleben der Beziehung erst aus. Dabei wird auch Vertrauen gewonnen - oder auch nicht. Es gibt auch Menschen, die ihrem Partner nicht ganz vertrauen, wissen, dass er unschöne Dinge tut, aber ignorieren es. Die sind immer noch ehrlicher als diejenigen, die sich ein ominöses "Vertrauen" einreden, weil sie ja nun "Beziehung haben", obwohl sie im Grund auch wissen, es ist nicht berechtigt.

Natürlich vertraut man einem Menschen mehr, der sein Vertrauen unter Beweis gestellt hat, als einem, den man erst ein paar Monate kennt, und bei dem man vor allem das schöne Gefühl erlebt, (was auch Vertrauen schafft). Vertrauen knippst man nicht an und aus, oder verlangt es, sondern es ist ein Gefühl, das sich einstellt.

Komisch, was manche von ihrem Partner erwarten. Wenn jemand immer wieder auf Menschen trifft, die ihm misstrauen, dann könnte auch er den Fehler haben...
 
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