G

Gast

Gast
  • #1

Ich finde Sex nur "richtig" klasse, wenn ich einen Mann liebe. Kennt ihr dies auch?

Ich bin schon lange single, da ich mich nur schwer verlieben kann. Nun fehlt mir aber der Sex. Allerdings empfinde ich Sex nur richtig gut, wenn ich Liebe dabei empfinde. Es ist nicht, dass ich moralisch verwerflich finde, wenn jemand ONS macht. Aber ich kann dies einfach emotional nicht trennen. Ich bin nicht "verklemmt", sondern liebe in einer Beziehung sogar außergewöhnlichen Sex (anal, Lack usw.). Wie geht es euch? Könnt ihr Sex und Liebe trennen? Wie kommt man mit den doppelt (Sex und Liebe) unerfüllten Wünschen zurecht? w38
 
G

Gast

Gast
  • #2
Ich bin auch w und mir geht es ähnlich. Kann an einem ONS nichts Reizvolles finden, das wäre ein schnelles Raus-Rein, keiner weiß vom anderen, was ihm gefällt, das Vertrauen ist nicht da. Dass dir der Sex fehlt, kann ich gut nachvollziehen, aber da hilft wohl nix. Kann man nur auf den passenden Partner warten. Ist zumindest meine Einstellung.
 
G

Gast

Gast
  • #3
Geht mir exakt genauso, ONS kann ich mir beim besten Willen nicht vorstellen, wobei ich zugeben muss, auch schon Sex mit Männern gehabt zu haben, in die ich nicht so verliebt war, wie es gern gewesen wäre. Ich nenne das dann Affäre oder Beziehungsversuch. Es war quasi regelmäßiger Sex plus Freizeitaktiviäten mit ein und demselben, aber kein ONS und auch keine Beziehung.
Und wie kommt man mit den unerfüllten Wünschen zurecht? Hm, gute Frage, zur fehlenden Beziehung: Ablenkung, wenn es allzu schlimm wird, seinen Interessen nachgehen und vermeiden, sich in solche Sehnsüchte reinzusteigern, die "schlimmen" Tage (Sonntag Nachmittag) versuchen zu füllen (gelingt mir auch nicht immer, wie man sieht ;-). Fehlender Sex: Tja, entweder eine kleine Liebelei, die vielleicht nicht die große Liebe ist, Abstinenz oder Selbstbefriedigung. Vielmehr Möglichkeiten bleiben glaube ich nicht. Wäre aber ebenfalls für weitere Strategien dankbar.
w,39
 
G

Gast

Gast
  • #4
Mir geht es auch so - Vertrauen und Liebe sind für mich unabdingbar. Beides braucht nun einmal ein bischen Zeit, sich zu entwickeln.

Ich habe allerdings wenig bis gar kein Problem, wenn ich nicht in einer Beziehung bin. Das Bedürfnis nach Intimitäten entsteht bei mir mit wachsendem Vertrauen zu jemandem.
Was mir allerdings fehlt, ist ein liebevoller Partner, die Gespräche mit ihm, gemeinsame Unternehmungen.

So von meinen Trieben dominiert konnte ich noch nie sein, das mir ein ONS oder eine ausschließlich sexuelle Beziehung etwas hätten geben können.
 
G

Gast

Gast
  • #5
W, 42: genauso geht es mir auch.
(Gaukeln viele Männer einer Frau deshalb eine Beziehung vor, weil sie wissen, dass - fast - alle Frauen, oder wenigstens viele, so empfinden?)
 
G

Gast

Gast
  • #6
Sehe ich anders - Sex geht auch ohne Liebe - was da sein muss, sind erotische Anziehung, Vertrautheit und ein Zulassen von Intimität - auf beiden Seiten. Liebe geht noch eine Schritt weiter. w, 42
 
G

Gast

Gast
  • #7
siri
zwischen ons und eheähnlicher beziehung liegt ein weites feld der möglichkeiten.

eine sexuelle beziehung mit einem menschen der einem symphatisch ist, und den man mag, kann angenehm und befriedigend sein. ich bin mir nicht sicher, ob eine intensivere beziehung (mit gemeinsamer freizeit, freundeskreis und zusammenleben) mir gefallen würde, denn mir gefällt mein leben so, wie es ist!
 
B

Berliner30

Gast
  • #8
Ich finde das normal und so sollte es sein. Ons usw. mag ich auch nicht und finde es schön, dass es noch solche EInstellung bei Frauen gibt.

Bei dir FS ist eine Zwickmühle: Um jemanden zu lieben mußt du ihn kennenlernen und mehrfach treffen. Sich mit dem Singlesein abzufinden bzw. eine passive Haltung einnehmen wäre wenig produktiv. Ob du jemanden lieben kannst hängt aber nicht von sofort sichtbaren Dingen ab. Was hast du für Ansprüche?
 
G

Gast

Gast
  • #9
[Mod.: themenfremder Text entfernt]

Zum Thema, zu diesem auch dieser Balken des Forums da ist, zurück.... Mir geht es aber so was von exakt gleich, dass ich richtig schmunzeln musste.... Dazu kommt es so, dass ich einfach keine Männer kennenlerne, obwohl ich sicherlich "nicht zu Hause hucken tue". Tja, was dann mit diesem Problem? Die Antwort von Siri hat ja auch was an sich, Sex mit einem "VErtrauten", obwohl er kein Partner ist, hatte ich auch schon, es war mein Exfreund, wir wussten, Beziehung mit uns zwei funktioniert nicht, aber wir mögen und vertrauen uns in Intimitäten total, also warum nicht. Das Problem ist nur, er ist wieder vergeben, also ist diese "Option für mich auch verschwunden"... ;-) Tja, daher wirklich auf den richtigen warten und bis dorthin sich mit Selbstbefriedigung zufrieden stellen.... ;-(
Einen schönen Abend noch euch allen....
 
G

Gast

Gast
  • #10
Ich kann das trennen und ich muss sagen, dass ein ONS nicht unbedingt schlechter sein muss als Sex in einer Beziehung. Es ist einfach völlig unterschiedlich.
Ich hatte einmal einen ONS /mein erster) und es war von vorne herein klar, dass wir uns nie wieder sehen-dadurch war mir dann alles so egal, ich habe nur an mich gedacht und mir geholt, was ich wollte. Es war das Schärfste, was ich je erlebt habe.
In einer Beziehung kann ich mich manchmal nicht so gehen lassen und fast vulgär werden. Wenn ich mit einem Mann zusammen bin und mich mit ihm über Alltägliches unterhalte, seine Eltern kenne und mit ihm den Haushalt führe, dann ist der Sex sicher superschön und alles-aber eben- nicht besser und nicht schlechter als beim wilden ONS.
Ich halte nichts von reihenweise ONS, aber ich hatte welche und ich bereue es nicht im geringsten. Ich mag halt einfach ab und zu die wilde Nummer und das war bei meinem letzten Freund nicht mehr möglich nachdem ich ihn auf Knien am Badezimmerboden am putzen sah.
Es hat mich total entsetzt wie unmännlich und weicheirig das wirkte, kurz danach war die Beziehung zu Ende.
Ich bin von dem Gedanken nicht mehr losgekommen, bis an mein Lebensende Samstags erst Auto und Wohnung zu putzen um dann Samstag Nacht Kuschelsex zu haben und eine Woche sonntags seine Eltern und die Woche darauf meine Eltern zum Essen zu fahren.
Vo daher: Ja, Sex ohne Liebe geht und es muss nicht schlecht sein!
 
G

Gast

Gast
  • #11
sagt ja auch niemand, dass sex ohne liebe nicht geht. geht gut sogar. aber es wurde explizit nach "richtig klasse" gefragt. und das ist es bei mir nur, wenn ich einen mann liebe. (fallenlassen kann ich mich aber unabhängig davon auch bei "nur sex" und mir meinen genuß abholen).

mit liebe ist es einfach vollständiger als ohne.
#4 (w42)
 
  • #12
@#9
Das find ich ja ultra-hochinteressant, wie du das empfunden hast. Und ich kann es auch um die Ecke nachvollziehen. Wobei dies natürlich ungeahnte Probleme in der Zukunft schafft - muss also das Bad für immer dreckig bleiben? Oder ausschließlich du putzt es? Oder heißt das, kannst niemals mit einem Mann zusammen wohnen? Wär ja auch okay.

Du scheinst ein sehr 'enges' Verständnis von Männlichkeit zu haben, wobei ich das nicht kritisiere, ist schon okay. Tja, was soll ich sagen - ich fände es einfach schön, wenn du nochmal erklären könntest, wie du dir das mit Männern in deiner Zukunft so vorstellst, wenn ja immer eine gewisse Gefahr besteht, dass ER ziemlich schnell und unerwartet als Mann bei dir unten durch sein kann. Wobei ich wie gesagt, die Geschichte mit deinen Phantasien, wie das in Zukunft am Samstag so abgehen könnte, schon nachvollziehen kann ...... :)
 
G

Gast

Gast
  • #13
FS: ich kenne es überhaupt nicht anders. Da ich noch nie Sex mit einem von mir ungeliebten Mann hatte, war dem zufolge der Sex auch immer nur mit einem "GELIEBTEN" Mann klasse.
 
G

Gast

Gast
  • #14
als mann muss ich sagen, dass ONS bei mir nicht klappt, weil ich vertrauen haben muss, die Frau kennen will, etwas empfinden muss für sie... ich wollte erst nicht wahr haben dass es so ist, aber nach 2 Versuchen habe ich die Übung ONS abgebrochen...
 
  • #15
...
Ob ich Sex nur richtig klasse finde, wenn ich einen Mann liebe?
Ein ganz klares Nein!

Allerdings ist es durchaus auch bei mir so, daß Sex nur mit jemandem wirklich gut ist, den ich liebe. In meinem Fall sollte das aber tunlichst eine Frau sein. ;-)

Liebe FSin, ich muß zuvordest mal mit Dir schimpfen. Du bist tatsächlich hereingefallen auf das doch so offensichtlich dumpfbackig-verzweifelte Getue von promiskuitiv veranlagten Menschen. Oder wie darf ich Deine latent vorgebrachten Entschuldigungen ("ONS finde ich moralisch ja nicht verwerflich..." / "Ich bin nicht verklemmt") verstehen?

Um es klar zu sagen: sorgfältige Selektion seiner Sexualpartner und der damit verbundene Zeitaufwand ist auch im 21. Jahrhundert kein Zeichen von Prüderie oder Frigidität (auch gerne gehört in dem Zusammenhang), sondern zeugt von Anspruch, Selbstwertgefühl, Verantwortungsbewußtsein und Souveränität.

Wenn zwei sich finden, die Spaß am schnellen Sex haben und den praktizieren, die auch schon mal wechselnden Affären ebensowenig abgeneigt sind wie einem One-Night-Stand, dann ist das ja keineswegs verwerflich und auch da würde ich in keinem Fall die moralische Keule schwingen. Ich reagiere nur etwas gereizt, wenn umgekehrt Andersdenkenden "Verklemmtheit" o.ä. vorgeworfen wird.

Nachdem ich das klargestellt habe, nochmal zur FSin. Auch Deine erläuternde Bemerkung, daß Du - obwohl beziehungsgebunden - sogar (!) außergewöhnlichen Sex praktizierst, zielt in die gleiche Richtung und sagt zwischen den Zeilen: "Wenn nur sich gegenseitig Liebende Sex miteinander machen, dann muß das langweilig, öde und innerhalb von fünf Minuten in der Missionarsstellung abgehandelt werden." - Auch hier: Nein! Frederika hat das, glaube ich, in einem anderen Thread mal sehr anschaulich erläutert, warum partnergebundener Sex tendenziell eher reichhaltiger und abwechslungsreicher ist als promisker.

Aber das war ja gar nicht die eigentliche Frage. Liebe und Sex trennen kann ich ohne weiteres - ich bin nämlich ein Mann. Aber keine 18 mehr, was soviel heißt wie, daß ich Qualität einer möglichen Quantität längst vorziehe. Und wenn die sich Liebenden wirklich Liebende und nicht nur Poppende sind, dann ist der Sex nicht nur besser, sondern um Lichtjahre besser.

Der jungen Dame, die sich so trotzig in #9 geäußert hat, wünsche ich diese Erfahrung auch einmal - sie verwechselt offenbar Sex in der Partnerschaft mit Sex unter Liebenden. Das muß nicht das selbe sein.

Wie kommt man mit den doppelt (Sex und Liebe) unerfüllten Wünschen zurecht? Ich denke, damit kommt man gar nicht zurecht und endet im Wahnsinn. Weswegen man einen solchen Zustand ändern sollte. Zeitlich begrenzt geht das aber schon ganz gut. Ich bin jetzt seit 3 Monaten solo, hatte die letzten drei Monate davor auch keinen Sex und bin ergo seit einem halben Jahr Sex- und Lieblos.

Mir geht es gut, ich esse normal, schlafe normal, schreibe normal, arbeite normal und bleibe lieber noch ein weiteres Jahr in diesem unerträglich normalem Zustand, bevor ich mich auf eine schnelle Nummer mit einer Fremden einlasse.

...
Manticore / m47
(aus persönlichen Gründen noch nicht verfügbar auf dem Jahrmarkt der Eitelkeiten)
 
G

Gast

Gast
  • #16
Mein Eindruck ist, daß das beschriebene Dilemma weit verbreitet ist. Die Kernfrage ist doch, will ich auf Sex verzichten bis sich "the one and only" einstellt.... Die schnelle Nummer mit irgendwem ist keine Lösung sondern frustriert mich persönlich nur. Als "Zwischenlösung" ginge eventuell eine nette Affäre obwohl mir dann nach einer gewissen Zeit das i-Tüpfelchen des Wir-Gefühls fehlt.

Der Ex ist auch eine gern praktizierte Möglichkeit *grins*. Man kennt sich, was Vorteile hat...
 
G

Gast

Gast
  • #17
Liebe FS

ich kenn das Dilemma. Ich habe zwischendrin viele Jahre auf Sex verzichtet, weil ich mich zu den an mir interessierten Männern körperlich nicht hingezogen fühlte.
Sie waren attraktive Akademiker, äußerlich nichts zu beanstanden, nett im Gespräch, aber ich empfand keine Liebe, nicht mal ein zärtliches Gefühl in mir. Habe das Warnsignal immer ernst genommen und es sein lassen, bis auf ein Mal.
Eine Freundin meinte es sei doch tragisch, diese Selbstblockade. Ich sollte es mal ohne Verliebtheit versuchen, wenn doch der Mann sonst völlig akzeptabel ist.
Es war aber nicht schön einem Menschen so nah an und in sich zu lassen, für den ich überhaupt nichts empfinde, mit dem ich mir keine Zukunft vorstellen mag und dessen Leben mir im Grunde auch egal ist. Ich habe gemerkt, ich kann ONS nicht mal im geschützten Rahmen einer netten Bekanntschaft.
Geht einfach nicht. Meinen jetzigen Partner liebe ich aus vollem Herzen, da gibt es diese mentale Blockade nicht.
 
  • #18
Ich könnte nicht auf Sex verzichten, kann aber Sex und Liebe gut trennen. In meinen Singlezeiten hatte ich immer schöne Affären. w52
 
G

Gast

Gast
  • #19
Mir (m) fehlt der Vergleich, da ich noch nie Sex mit einer Frau hatte, in die ich nicht verliebt war.
 
G

Gast

Gast
  • #20
Für mich (w) ist das eine typische Henne-Ei-Thematik. Ich kann mich aufgrund von sehr gutem Sex verlieben, und ich kann aufgrund von Verlieben guten Sex mit dem Menschen erleben - beide Richtungen sind möglich, nicht eines ist die wichtige Ursache.

Trennen kann ich beides auch, aber nicht vollständig. Wie eine Vorposterin schon schrieb:

"zwischen ons und eheähnlicher beziehung liegt ein weites feld der möglichkeiten."

Ich kann sehr wohl Sex mit jemandem genießen, in den ich nicht hoch verliebt bin. Allerdings kommen mit der Zeit irgendwelche Gefühle, und sei es ein freundschaftliches Liebhaben. Er kann mir nicht vollständig egal sein. Das ist doch normal. Vertrauen und Nähe ist nunmal da, wenn man Sex hat. Aber deshalb muss ich den Menschen nicht als meinen Traumpartner sehen oder eine Zukunft planen.

Was die FS beschreibt, kenne ich insofern, dass ich auch nicht einfach mit einem x-beliebigen Mann Sex genießen kann. Aber ich mache das nicht alleine am Verlieben fest. Ich hatte schon ONS. Ich hatte Lust, der Mann war gutaussehend und interessant, ging perfekt auf mich ein, warum soll man das nicht genießen können? Es ist vielleicht nicht das Beste, das man kennengelernt hat, aber trotzdem "gut".
 
G

Gast

Gast
  • #21
Liebe FS

Ja. Wenn schon klar fest steht dass wird nichts mit Liebe und Zusammensein für länger habe ich auch keine Lust mehr. Habe auf die Weise viele attraktive Männer weiter ziehen lassen, weil die grade ihre "Ich-stoss-mir-hier-die Hörner-ab-Phase" erlebten und mich zu ihrer Gespielin erwählt hatten. Ich wollte aber nicht mit spielen ! Habe immer klar artikuliert was ich mir wünsche. Dabei bin ich nicht fixiert auf Ehe oder gemeinsame Wohnung, wohl aber auf verbindliche exklusive Partnerschaft von der jeder ruhig wissen darf weil es nichts zu verbergen gibt.

Leider mögen viele Männer Versteckspiel als Aphrodisiakum. Ich kann mich aber nicht ordentlich Verlieben wenn ich ewig die Fremde sein soll. Bin ich verliebt wird Sex überhaupt erst möglich. Vorher ist es eine Blockade. Guter leidenschaftlicher Sex ist aber nicht bloss durch körperliche Anziehung bedingt. Das reicht einfach nicht. Ich muss in dem anderen den Menschen erkennen zu dem ich unbedingt gehören will, sonst bleibt es eine reine Gymnastik.
 
Top