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  • #1

Ich bin ihm intellektuell unterlegen...

Hat eine Partnerschaft überhaupt eine Chance wenn solch gravierenden Unterschiede hinsichtlich des Intellekts vorliegen.
Sicherlich bin ich durchaus belesen ... er ist jedoch studiert und ist im Bereich der Selbstständigkeit/ Freiberuflich tätig.
Es gab schon Worte die ich googeln mußte. Mittlerweile ist es mir schon peinlich da mir meine Herkunft (Arbeiterfamilie) gerade zum Stolperstein wird.
Was erwartet man(n) wenn man mit jemanden weit unter dem eigenen Niveau kommuniziert?
Mache ich mir vielleicht zuviele Gedanken?
Mein Bildungsstand entspricht eher dem eines Menschen im Mittleren Management.

Vielen Dank für die Antworten.

W/40
 
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  • #2
Worte zu googlen ist kein Problem - Bedeutungen zu erfragen aber auch nicht. Solange Du Dich nicht unterlegen fühlst, musst Du es auch nicht sein. Oder willst Du für Ihn arbeiten? In einer Beziehung geht es nicht darum, wie gebildet man ist.

"...weit unter dem eigenen Niveau kommuniziert" - das klingt grauenvoll. Ich würde keinen Partner wollen, der das denken könnte. Nicht, weil er dann schlauer oder gebildeter wäre sondern weil mir die Einstellung nicht gefallen würde.

Verstehst Du, was er Dir sagen möchte, wenn Ihr sprecht oder entgeht Dir der Sinn seiner Worte komplett? Wenn es nicht letzteres ist, wirst Du hineinwachsen. Vielleicht gefällt es ihm sogar, dass er (der STARKE Mann) Dir etwas zeigen / beibringen kann.

Mach Dir keine Sorgen. Frag Dich nur, ob Dir sein Ton und seine Art gefällt. Alles andere bekommst Du hin.

Dasselbe Problem wie Du haben Partner, wenn sie aus verschiedenen Fachbereichen kommen. Ingenieure verstehen Germanisten z.B. auch nicht immer....
 
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  • #3
Das wird nur dann ein Problem, wenn einer der Partner das Bildungsniveau zum Fundament der Beziehung macht. Ich schlage auch häufig Fremdwörter nach - sollte ich mich dafür schämen? Neue Dinge zu lernen ist nie eine Schande.

Mittlerweile ist es mir schon peinlich da mir meine Herkunft (Arbeiterfamilie) gerade zum Stolperstein wird.
Über dieses Klassendenken kann ich nur den Kopf schütteln. Ich stamme auch aus einer Arbeiterfamilie und habe studiert. Nie wurde mir meine "Herkunft" zum Verhängnis. Es gibt genügend kluge Menschen die nicht studiert haben und genügend dumme Menschen mit Doktortitel. Intelligenz und Bildung sind zwei Paar Schuhe. Und Studium und Bildung sind nochmal zwei Dinge, die nicht unbedingt Hand in Hand gehen müssen.

Mein Bildungsstand entspricht eher dem eines Menschen im Mittleren Management.
Ich glaube du unterliegst einem gravierenden Irrtum. Du gehst davon aus, dass Intelligenz und Stellung in der Arbeitshierarchie positiv korrelieren - sprich: Je weiter oben, desto klüger. Ich kann dir allerdings versichern, dass das nicht der Fall ist.
 
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  • #4
Frauen sind Männern fast immer intellektuell unterlegen. Wenn man mal davon absieht, wie der formale Bildungsabschluss aussieht, gibt es doch sehr wenige Frauen, die sich ernsthaft für Wirtschaft oder Politik interessieren. Viele, selbst studierte, Frauen sind doch an solchen Sachen wie Promis, Mode etc. interessiert. Mit Frauen über hochtrabende Themen sprechen zu können, kommt deshalb ohnehin eher selten vor.
 
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  • #5
Ich hätte ein Problem damit, wenn der Bildungsstand meines Partners stark von meinem eigenen abweicht, weil meine Erfahrung gezeigt hat, dass die formale Bildung doch stark mit anderen Faktoren korreliert ist, wie z.B. Allgemeinbildung, Auftreten, eine gewisse "Parkettsicherheit" usw.

Mein Freundeskreis besteht zum großen Teil aus Doktoranden, promovierten Akademiker sowie einigen Junior-Professoren, Unternehmensberatern, Investment-Bankern usw. Wenn ich mir die Gespächsthemen anschaue, dann unterscheiden die sich stark von den Themen, über die sich andere unterhalten. Am besten sehe ich das z.B. auf Klassentreffen, wo sich schon starke Unterschiede zeigen, obwohl die meisten auch studiert haben.

Wenn ich mir vorstelle, eine Partnerin ohne akademische Ausbildung in diesen Freundeskreis einzuführen, so sehe ich gewisse Schwierigkeiten. Meine Partnerin wird vermutlich nicht in der Lage sein, der Konversation zu folgen, und sich dann in irgendeinerweise "minderwertig" fühlen. Aus beiderseitigem Interesse möchte ich das vermeiden. Abgesehen davon, sehe ich keinen Sinn in einer Beziehung, in der ich immer wie eine Art Lehrer auftrete, von meiner Partnerin aber nichts auf Augenhöhe zurückkommt.

Man wird mir jetzt entegegnen, dass das alles nichts mit dem akademischen Abschluss zu tun hat. Natürlich gibt es immer Ausnahmen, aber in den meisten Fällen wird es so sein. Früher, als ein Studium noch sehr stark vom Einkommen und der Ausbildung der Eltern abhing, mag das anders sein. Meine Eltern haben z.B. beide nur einen Hauptschulabschluss, weil es in den 1950er und 1960er Jahren eben nicht leicht war, ohne finanzielle Unterstützung der Eltern zu studieren. Dennoch war mein Vater als Unternehmer sehr erfolgreich. Seine Herkunft sollte niemandem peinlich sein - es kommt doch darauf an, was man daraus macht.

m, 30
 
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  • #6
Bildung und Intelligenz sind zwei unterschiedliche Bereiche.

Wenn er Dich liebt, dann hilft er Dir - ebenso wie Du ihm in Bereichen lehren kannst, die er nicht beherrscht.

Die Herkunft ("Arbeiterfamilie") hat keinerlei Einfluß darauf, ob Du etwas lernen willst.

Meine Partnerin kommt aus einem anderen Kulturkreis, d.h. wir können stets voneinander lernen und wollen das auch, allein die Sprachen. Wir googeln nicht nur Begriffe, sondern erklären uns gegenseitig so vieles, daß wir miteinander wachsen.

Es ist besser, wenn eine Partnerschaft gemeinsames Aufbauen und Werden beinhaltet als daß sie einen einmaligen Ist-Zustand konserviert: Helft Euch, und erfreut Euch des Lebens.

M
 
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  • #7
Worte zu googlen ist kein Problem - Bedeutungen zu erfragen aber auch nicht. In einer Beziehung geht es nicht darum, wie gebildet man ist.

Also der These muss ich energisch widersprechen. Ein etwa gleiches Bildungsniveau ist für mich eine der essentiellen Voraussetzungen für eine Beziehung, die länger als ein paar Wochen halten soll.

Und während es niemanden peinlich sein muss, ab und zu ein Fremdwort nachzuschlagen, wäre mir ein Partner, dessen Wortschatz offensichtlich deutlich limitierter ist als meiner, schlicht peinlich.
Ich bin mir auch sicher, dass der überlegene Partner den unterlegenen nicht mehr respektieren kann, wenn die erste Verliebtheit erst einmal vorbei ist.
 
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  • #8
Liebe FS, ich - Akademikerin mit einem der Studiengänge die als sehr schwierig bezeichnet werden aus der Arbeiterschicht kommend verstehe deine Fragen nicht.

Du schreibst, Bildungsniveau etwa mittleres Management. Ein Selbständiger + Akademiker ist nicht per se "gebildeter " wie mittleres Management. Mittleres Management - als oAbteilungsleiter - ist nicht an sich gebildet - aber der kann machtpolitische Strippen ziehen. IdR kommt ein Dummkopf leichter ins mittlere Management wie ein intelligenter Mensch.

Es geht also um ein Kuddelmuddel das du dir verursachtst.
Einmal Bildung - das war früher das Bildungsbürgertum - oft sehr arm aber mit einem Kanon an Werten: Goethe im Schrrank - oft ungelesen und unverstanden, Töchter klimpern auf dem klavier aber haben keinen Bezug zur Musik.
Zum Anderen - ein formaler Bildungsabschluß. Das hat nix mehr mit Bildung zu tun sondern ist eine Berufsausbildung die nicht im handwerkliche nSinne erfolgte sondern an der FAchhochschule / Universität. Ärzte z.B. müssen wenig denken aber viel auswendig lernen. Viele Akademiker sind wenig kreativ - Maler, Schreiber, Musiker (Komponisten) sind idR kreativ.
Drittens - nicht-Wissen das bei dir mit Wissen-Wollen korreliert. Der Wahlspruch der Arbeiterbewegung der 20er Jahre des vergangenen Jahrhunderts war "Wissen ist Macht." Ein schöner Satz - manchmal sogar richtig. ABER - Du machst was gutes / tolles - du googelst Begriffe, die dir zufällig nix sagen. Diese Leistung schafft nicht jeder Bildungsbürger, diese Leistung schafft nicht jeder Akademiker, diese Leistung schafft nich mal 1 % des mittleren Managements!

Zu Arbeiterkinder und Bildungsbürgern ein Satz. Besser drei. In aller Regel haben die Bildungsbürgerkinder ein - unberechtigtes - Selbnstbewußtsein / Stolz auf ihre Bildung. Und die Arbeiterkidner haben genausou eine unberechtigte Selbstverachtung / falsche Selbnsteinschätzung ihrer subjektiven Leistung. ( Klammer auf - mir sind die Arbeiterkidner lieber wie die dummen Bildungsbürger)

Du schreibst, du seiest ihm intelektuell unterlegen. Begriffe verwenden und das Wissen von Begriffen ist nix intelektuelles - das ist schlicht und einfach wissen Intelektuelle Leistung ist Intelligenz plus Kreativität plus Fleiss. Du punktest in allen drei Ebenen. So what - glauben tust du mir sowieso nicht was ich schreibe - aber versuch mal so zu tun, wie wenn tun, wie wenn du mir glauben würdest. Was sagt das dir für dich ?

Eine letzte Frage - Sagt er dir - stillschweigend - er sei dir intelektuell überlegen oder ist das alles die Folge deiner lebhaften inneren Diskussion / inneren Monlog-/ inneres Kind ???

Die Tatsache dass du dir viele Gedanke machst ist der Beweis für deine Intelligenz, deine Kreativität und deinen Fleiss. Leider gehen alle diese Gedanken gegen dich - aber das ist bei hochintelligenten, hochkreativen und hochfleissigen Frauen - leider - der Normalfall.
Grüsse W 44
 
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  • #9
Ich sehe es nicht ganz so, wie meine Vorschreiber.

Unwichtig ist z.B. die Herkunft, die Schul- und Weiterbildung bedingt ebenso. Aber nicht!!!! unwichtig ist die real vorhandene Denkstruktur. Fremdwörter sind dabei nur aus gewissen Gewohnheiten für manche bekannt und für andere nicht, das ist nicht wichtig.

Aber, ich (w/50) habe dann doch die Erfahrung gemacht, dass im Alltag der unterschiedliche Hirninhalt durchaus eine große Rolle spielen kann. Unterhaltungen können verschiedene Niveaus haben. Solltest Du ansonsten allgemein interessiert sein und manches dann eben doch kennen, wird das sicher nie zum Problem. Wenn aber völlig andere Leben geführt wurden und viele Themen ausgeschlossen waren, wird das durchaus doch zum Problem, welches sich dann auch irgendwann nach aussen darstellt.

Als Frau kann ich nicht mit extrem flachen Denken umgehen, es geht mir schlicht irgendwann auf den Geist oder langweilt mich, so dass ich dann auch entsprechend mein Fühlen/Denken dem Gegenüber dadurch leider ändere. Mag sein, dass Männer da umgekehrt anders mit umgehen können.

Aber ganz so egal, wie die Vorschreiber es sehen ist es mit Sicherheit nicht!!!
 
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  • #10
... er ist jedoch studiert und ist im Bereich der Selbstständigkeit/ Freiberuflich tätig.
Mache ich mir vielleicht zuviele Gedanken?

Ja!! und es ist keine Schande Begriffe googlen zu müssen, es gibt ja wiki. FS mach dir keinen Kopf, auf die innere Einstellung und auf deine geistige Flexibilität kommt es an, nicht auf dein Basiswissen.
Das Problem liegt eher darin, dass schon eine Hierachie in deinem Kopf existiert, sollte er allerdings den Klugen hervorheben, dann ist Vorsicht geboten.
w
 
  • #11
Mach dir da wirklich nicht so einen Kopf.
Gibt er dir denn das Gefühl dumm zu sein? Oder hast du eher das Gefühl, dass er es gar nicht bemerkt, bzw nicht weiter schlimm findet?
Wenn er es nicht schlimm findet, dann kann es nur daran scheitern, dass du dir zu viele Gedanken darum machst.
Und sicherlich kann er auch einiges von dir lernen, da bin ich mir sehr sicher. ;)
 
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  • #12
Frauen sind Männern fast immer intellektuell unterlegen. Wenn man mal davon absieht, wie der formale Bildungsabschluss aussieht, gibt es doch sehr wenige Frauen, die sich ernsthaft für Wirtschaft oder Politik interessieren. Viele, selbst studierte, Frauen sind doch an solchen Sachen wie Promis, Mode etc. interessiert. Mit Frauen über hochtrabende Themen sprechen zu können, kommt deshalb ohnehin eher selten vor.

Kommt drauf an, was du unter "hochtrabenden Themen" verstehst.
Ich spreche mit meinem Partner auch nicht über Wirtschaft und Politik, das macht er lieber mit seinen Freunden. Dafür hat er dann aber auch ein großes Problem, wenn wir mal in eine Kunstausstellung oder in die Oper geht. Er kann Mozart nicht von Schubert unterscheiden und wenn ich ihm sage, dass Klimt ein Komponist ist, würde er es mir glauben. Es interessiert ihn einfach nicht, ebenso wie mich manche wissenschaftliche Themen nicht interessieren.
Bin ich ihm nun intellektuell unterlegen?
 
  • #13
Frauen sind Männern fast immer intellektuell unterlegen. Wenn man mal davon absieht, wie der formale Bildungsabschluss aussieht, gibt es doch sehr wenige Frauen, die sich ernsthaft für Wirtschaft oder Politik interessieren. Viele, selbst studierte, Frauen sind doch an solchen Sachen wie Promis, Mode etc. interessiert. Mit Frauen über hochtrabende Themen sprechen zu können, kommt deshalb ohnehin eher selten vor.



Musste gerade schmunzeln...

Einerseits sind viele Männer tatsächlich weniger anspruchsvoll, was den Bildungsstand der Partnerin anbetrifft und freuen sich sogar, ihr "die Welt" erklären zu können. Es hebt ihr Selbstbewusstsein!

Andererseits ist die Verallgemeinerung im obigen Zitat natürlich barer Unsinn, und entspricht eher den Sichtweisen der Generation unserer Großeltern!
Mädchen haben die besseren Schulabschlüsse, Frauen die besseren Examen
. Danach sind allerdings ihre Interessengebiete breiter gestreut, als die vieler Männer. Sie sind also eher in der Lage sich an fundierten Gesprächen unterschiedlichster Richtungen qualifiziert zu unterhalten, von "Mode" angefangen, über Alltagswissen, bis Politik.

Ich habe festgestellt, dass gerade Frauen unterschiedlichster Ausbildungsabschlüsse manchen Männern, die zu "Fachidioten" geworden sind, intellektuell weit überlegen sind.

Also, liebe FS, keine Angst vor klugen Köpfen!
 
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  • #14
Du machst dir da viel zu viele Sorgen - es sei denn, er gibt dir Anlass dazu und lässt dich absichtlich mit ein paar Fremdwörtern dumm dastehen.

Ich selber habe studiert, meine Freundin ist Grafikerin. Ich kenne vielleicht mehr Fremdwörter, dies ist jedoch für eine gute Beziehung vollkommen irrelevant. Meine Freundin würde ich ohne Vorbehalt als sehr intelligent bezeichnen und sie weiss in vielen Gebieten, wie beispielsweise der Politik, mehr als etliche Studierte.
 
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  • #15
Mädchen haben die besseren Schulabschlüsse, Frauen die besseren Examen[/B]. Danach sind allerdings ihre Interessengebiete breiter gestreut, als die vieler Männer. Sie sind also eher in der Lage sich an fundierten Gesprächen unterschiedlichster Richtungen qualifiziert zu unterhalten, von "Mode" angefangen, über Alltagswissen, bis Politik.

Ich (m, 32) kann der Aussage von Gast #3 auch nicht zustimmen, halte die hier aufgeführte Argumentation aber auch nicht für sinnreicher. Erstens, weil sich der Intellekt einer Person nicht zwangsläufig an deren Abschlüssen festmachen lässt und zweitens, weil das deutsche Bildungssystem in den vergangenen Jahrzehnten stark auf die Förderung der Mädchen ausgelegt war. Mittlerweile rücken die Jungs eher in den Fokus der Bemühungen, weil diese eben vernachlässigt wurden. Zudem besteht in der deutschen Schullaufbahn, entsprechende Förderung des Elternhauses vorausgesetzt, nicht der klügste, sondern vor allem der fleißigste Schüler. Meiner Erfahrung nach sind Mädchen in dieser Hinsicht einfach etwas disziplinierter.

Dass die Interessen der Frauen breiter gefächert sind und sie deshalb kompetentere Kommunikationspartner wären, halte ich auch für eine waghalsige Behauptung. Politik und Wirtschaft sind meiner Meinung nach Themenschnittpunkte zwischen den Geschlechtern. Abseits davon interessiert sich der Mann bspw. eben eher für Fußball und Sachbücher, die Frau für Mode und Romane. Die Interessensgebiete mögen also unterschiedlich sein, aber leidenschaftliche Auseinandersetzung findet man unabhängig vom Geschlecht auf beiden Seiten in mehr oder minder starker Ausprägung.
 
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  • #17
Hier die FS:

Generell ist es nicht so das er es mir in irgendeiner Art und Weise vorhällt. Vielmehr ist es wohl auch mein eigener Anspruch mithalten zu wollen.
Ich geniesse es seine Sicht der Dinge zu erfahren und habe den Eindruck das mir der Austausch mit ihm unglaublich viel bringt.
Dennoch habe ich die Befürchtung das wie bereits von einem Vorschreiber erwähnt der Bildungsunterschied, gerade in dem unterschiedlichen Umfeld, zum Problem werden könnte. In meinem Umfeld bewegen sich Leute die sich meist das Studium über den 2. Bildungsweg angeeignet haben und dadurch eher das klassische Vokabular nutzen. Satzverschachtelungen sind dort eher selten anzutreffen und wenn er so spricht wie er schreibt kann es eben durchaus zum Problem führen.

Bei vielen habe ich gelesen das Männer auch nach unten Daten ... ist dies in der Tat eine Ausnahme oder kommt es doch öfter vor?

Vielen Dank.
W/40
 
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  • #18
eine gewagte These: er möchte, dass du dich intellektuell unterlegen fühlst.

ich (Akademikerin) kann auch problemlos komplexe Themen besprechen, ohne Fremdwörter zu benutzen.

ich halte es sogar für ein Zeichen von sozialer Intelligenz, mich diskret auf das Bildungslevel meines Gegenübers einzustellen.

in einer Beziehung ist mir wichtig, dass ich respektiert werde und mich wohl fühle - da ist der Uni-/Schulabschluss völlig irrelevant.

ich kenne BWLer, die eine Vernissage nur besuchen, um dort Kontakte zu knüpfen, und die nie ins Theater gehen, weil "Zeitverschwendung" ;)
es gibt Naturwissenschaftler, die betrachten Kommata und wie man sie setzt, als ihre persönlichen Feinde ;)
manche studierten Künstler wissen nicht, wie viele Wochen das Jahr hat ;)

Bildung hat auch viel mit dem persönlichen Schwerpunkt zu tun, den man setzt.

an die FS: stimmen denn eure Interessen überein? wie ist eure Freizeitgestaltung?
wenn das passt, sehe ich kein Problem.
 
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  • #19
Diese Frage ist unfassbar! Ich kann mir absolut nicht vorstellen, wie eine Frau dazu kommt, sowas zu schreiben. Fühlst du dich ihm denn wirklich intellektuell unterlegen? Was soll das denn heißen? Viele Menschen ziehen sich auf vermeintliche Intellektualität zurück, reden betont geschwollen daher, benutzen tausend Fremdwörter, um sich dadurch von anderen zu distanzieren und emotional auf Abstand zu gehen. Das ist aber ziemlich charakterschwach oder man könnte es auch dumm nennen...
 
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  • #20
Dennoch habe ich die Befürchtung das wie bereits von einem Vorschreiber erwähnt der Bildungsunterschied, gerade in dem unterschiedlichen Umfeld, zum Problem werden könnte. In meinem Umfeld bewegen sich Leute die sich meist das Studium über den 2. Bildungsweg angeeignet haben und dadurch eher das klassische Vokabular nutzen. Satzverschachtelungen sind dort eher selten anzutreffen und wenn er so spricht wie er schreibt kann es eben durchaus zum Problem führen.

hm, wenn jetzt schon sprachliche Dfferenzen zwischen dem ersten und dem zweiten Bildungsweg thematisiert werden, dann musst du die Entscheidung treffen. Es gibt Akademiker, die sich sprachlich von der "Unterschicht" abgrenzen, ob du dann mit dem Freundeskreis zusammensein willst, musst du selber entscheiden. Mit Wissen hat das weniger zu tun. Ich gebe dem Gast recht, der schrieb, man sollte auch in der Lage sein komplexe Themen verständlich auszudrücken, wir haben das im Studium, speziell bei einer Professorin, trainiert. Von einer guten Allgemeinbildung enthebt das natürlich keinen, aber die kann man sich auch noch nach der schulischen Ausbildung aneignen. Der Mensch lernt nie aus.
w
 
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  • #21
Ich (w 42) vermute, es ist so wie Gast 17 geschrieben hat: Er möchte, dass du dich unterlegen fühlst und er der Überlegene ist. Und vielleicht hat er sich ja deshalb genau so eine Frau wie du es bist ausgesucht.

Ich bin auch Akademikerin, aber ich spreche ganz normal mit jedem Menschen, mit dem ich zu tun habe, ohne Fremdwörter, die man nachschlagen muss. In meinem beruflichen Umfeld habe ich fast nur mit Akademikern zu tun, da ist das ebenfalls nicht der Fall. Schachtelsätze, die schwer verständlich sind, sind mir da auch noch nie begegnet.

Du scheinst sehr in Kategorien zu denken. Intellekt und Bildung sind schon mal zweierlei. Ich verstehe dein Argument nicht, dass Leute, die das Studium über den zweiten Bildungsweg gemacht haben, deiner Meinung nach eine "niedrigere" Art von Bildung haben sollen als die, die direkt nach der Schule studiert haben. Studium ist schließlich Studium. Auch die Logik, dass du meinst, dein Allgemeinwissen entspricht dem des mittleren Managements, verstehe ich nicht. Ich bin in einer Führungsposition, die im mittleren Managementbereich liegt. Die meisten meiner Kollegen auf derselben Ebene haben studiert. Dennoch würde ich ihre Allgemeinbildung und Intellektualität als völlig unterschiedlich einschätzen. Manche interessieren sich für viele Bereiche wie Politik, Kunst, Kultur und können bei jedem Thema mitreden, andere leben nur für die Arbeit, sind "Fachidioten" und wissen vom Weltgeschehen und von Kulturellem gar nichts.

Meine Antwort auf deine ursprüngliche Frage, ob eine Partnerschaft eine Chance hat, wenn der Intellekt (bzw. die Bildung) so unterschiedlich ist, wäre: Nur, wenn mindestens einer der beiden Partner diesen Unterschied als Problem empfindet. Und genau das ist ja bei dir der Fall, also ist es ein Problem. So wie du schreibst, kommst du ein bisschen rüber wie das kleine Mäuschen, das zum großen Kater aufschaut. Wenn du dich in der Beziehung nicht gleichberechtigt fühlst, dich am Ende noch in vielem unterordnest, weil du meinst "er weiß es ja besser als ich, denn er ist klüger", dann sehe ich durchaus eine Gefahr. Höchstens du suchst genau diese Rolle und er braucht genau so eine Frau, die zu ihm aufschaut.
 
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  • #22
Ich war 10 Jahre mit einem Mann verheiratet, der mir intellektuell unterlegen war (ich Akademikerin, er Arbeiter).
Dein Problem jedoch scheint darin zu liegen, dass DU Dich unterlegen fühlst.
Wenn ER Dir ein schlechtes Gefühl gibt, dann ist das das "eingentliche" Problem.
Niemals der Unterschied Eurer Bildung- zumal er ja gar nicht so groß scheint!

Überprüfe also, ob er ein Problem mit seinem Selbstwertgefühl hat, wenn er es nötig hat, jemanden klein zu machen um sich selbst groß zu fühlen!
 
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  • #23
Ich glaube, die meisten Männer sind froh, sie haben eine Frau, die nicht ständig einen auf altklug macht. Besonders Frauen können da schnell bieder und anstrengend werden. Nicht umsonst tun sie oberste Männer gerne mit den niedrigsten Frauen zusammen. Ist ja nett, wenn man jedes Fremdwort kennt, 5 Sprachen spricht und alle Weltliteratur gelesen hat. Mir wäre so eine Person aber zu langweilig und anstrengend. Mir ist Leidenschaft und Sex wichtiger, als jedes Buch gelesen zu haben. Sorry.
 
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  • #24
Ich durchbreche jetzt einfach mal ganz unförmlich die 2 "Welten":

Dein Freund kann also geschwollen daherreden wenn er möchte ja?
Nun, das ist doch schön für ihn.
Dann wird er aber mit Sicherheit auch in der geistigen Lage sein, das zu unterlassen.
Wenn du geschwollen daherreden toll findest, googelst du einfach immer mal wieder und dann kannst du das auch bald.
Das ist nichts anderes, als ob man mit oder eben ohne Dialekt redet.

Ob Ihr dieselben Interessen bzw Themen habt, über die Ihr euch als Paar austauscht und ob ihr vorallem dieselbe Weltanschauung teilt, ist wieder etwas anderes.
Besonders eine vernünftige Weltanschauung, welche bei mir mit wirklichem Intellekt einher geht, hat meistens nichts mit der Bildung,einem Studium oder dem Beruf zu tun.

Auch Doktoranden, promovierte Akademiker sowie einigen Junior-Professoren, Unternehmensberater und Investment-Bankern weißen durchaus des öfteren einen Intellekt von einer Ofenkartoffel auf.

Also liebe FS - mach dich nicht kleiner als du bist :)
 
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  • #25
Liebe FS,

auch ein gebildeter Mensch weiß vieles nicht. Das Wissen dieser Welt ist so umfangreich, als von einem Menschen heute alles beherrscht werden zu können. Das Wichtige ist die Lernbereitschaft, die Neugier, die positive Einstellung zum Wissen, Reflektiertheit. Man lernt im Leben immer weiter dazu, liest mehr Bücher, saugt Wissen, Meinungen, Argumentationen auf und denkt darüber nach, stellt sich Fragen, liest mehr. Irgendwann plötzlich bemerkst du, dass du ein sehr gebildeter Mensch geworden bist.

Du bringst ihm Interesse und Begeisterung entgegen für seine Gedanken und seine Person. Das ist wertvoll für ihn. Er bringt dich gedanklich weiter. Alles ist gut.

Von unten sehen Grenzen immer schärfer aus als von Oben. Erst wenn du den Weg gegangen bist, siehst du, dass alles nicht so unüberwindbar ist, wie es scheint und diese Grenze wird durchscheinend.

Mache die nicht zuviel Gedanken darum und genieße den inspirienden Menschen.
 
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  • #26
Bei vielen habe ich gelesen das Männer auch nach unten Daten ... ist dies in der Tat eine Ausnahme oder kommt es doch öfter vor?W/40

Liebe FS,
ich kann Dich beruhigen: in Deinem Alter, sofern Du nicht einen 30-jährigen datest, musst Du Dir um nach unten daten keine Sorgen machen. Männerin fortgeschrittenem Alter suchen ausgesprochen selten eine Partnerin auf Augenhöhe. Bei ihnen ist downdaten ausgesprochen erwünscht, denn so haben sie angesichts der massiven beruflichen Konkurrenz zumindest zuhause jemanden, dem sie sich überlegen fühlen können.
Ich (w, 52) habe 2 Hochschulabschlüsse, einen gut bezahlten Job, vielseitig interessiert und informiert und bin absolut nicht gefragt bei den Männern. Denen bin ich viel zu anstrengend, weil Bewunderung gibt es von mir nicht, aufgrund der Tatsache Mann. Da müsste schon etwas mehr kommen.

Die jungen Männer, die was im Kopf haben, haben aus Erfahrungen ihrer Eltern gelernt und suchen in der Regel eine Partnerin auf Augenhöhe.

Ich komme ebenfalls aus einem Arbeiterhaushalt und ja, ich habe lange gebraucht, bis die gesellschaftlichen Unterschiede, sowohl im Hinblick auf Bildung, wie Verhalten und auch Selbstbewusstsein endlich verschwunden waren.

Ich verstehe jetzt nicht, was Du als Bildungsniveau "entspricht dem mittleren Management" verstehst. Die Menschen, die ich aus dem mittleren Management kenne, stammen überwiegend aus klassischen Bildungsbürger-Familien, haben allesamt sehr gute schulische und musische Bildung, Hochschulabschlüsse, Auslandsschuljahre, Fernreisen schon in der Kindheit sind obligatorisch und sind daher von Hause aus sehr gebildet, sodass hier zu Selbstständigen kein Unterschied feststellbar ist - eher im Gegenteil: das Interesse an Bildung ist höher, als am Geldverdienen ab einem gewissen Niveau.
 
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  • #27
Tja Freunde, da braucht man sich über die derzeitigen Zustände in diesem Land in puncto Wirtschaft und Politik nicht zu wundern, wenn ein solches, vollkommen fehlgeleitetes Selbstverständnis wie hier in den meisten Kommentaren dargestellt, die Geschicke "leitet". Bei vermeintlich auserkorenen, akademischen "high potentials", wie Gast 17, der/die sich (natürlich diskret) auf die Bildungsebene des Gegenübers herablässt, könnte es sehr bald zum Umkehrschluss kommen und sich das Peter-Prinzip (natürlich auch diskret ;-)) bestätigen, was da lautet: „In a hierarchy every employee tends to rise to his level of incompetence.“. Junx und Mädelz, es wird langsam Zeit irgendwie mal auf den Boden der Tatsachen zurückzukehren und über den Fakt nachzudenken, dass man von vermeintlichem Status, entsprechenden vermeintlichen Statussymbolen, einem schier unglaublichen Fundus an wohlklingendem, vermeintlich elitärem Sprachschatz im Fall der Fälle NICHT satt wird und auch der Durst nicht gestillt wird. Denn genau in diesem Fall wird man auf das reduziert, was man ist, ein unbedeutendes, hilfloses Häufchen Atome. Und so manch Einer wird sich daran erinnern, dass er mal Jemanden kannte, der wusste wie es geht, aber leider reichte der Intellekt dieses Menschen nicht aus, in die Gunst von einem selbst treten zu dürfen. Nicht DU hast das "Pech" aus einer Arbeiterfamilie zu stammen, vielmehr dürfte deine Familie sich schämen, dich in ihren Reihen zu haben. Aber weißt du was? Sie wird es nicht tun, da sie dich lieben, mit Herz und Verstand. Denk also mal über deine blödsinnige Frage nach und bewege dich aus Richtung Hirnbesitzer in Richtung Hirnnutzer, nicht nur des schönen Scheins wegen.....
 
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  • #28
In meinem Umfeld bewegen sich Leute die sich meist das Studium über den 2. Bildungsweg angeeignet haben und dadurch eher das klassische Vokabular nutzen. Satzverschachtelungen sind dort eher selten anzutreffen und wenn er so spricht wie er schreibt kann es eben durchaus zum Problem führen.

Liebe FS,
dem geringen Sprachniveau trotz formal hoher Bildung kann durch lesen abgeholfen werden.
Wer es als Kind nicht gelernt hat und auch nach dem Studium in seinem Freizeitverhalten dem Kommunikationsverhalten der Herkunftfamilie verhaftet bleibt, der entwickelt sich sprachlich tatsächlich nicht weiter und hat die Ausbildung nicht als Bildung sondern zum Lernen von Fachlichkeiten genutzt.

Ich sehe keinen Grund, warum Du Dich nicht weiterentwickeln kannst, wenn Du es willst. Das gilt auch für Deine Freunde mit 2. Bildungsweg. Man muss es wollen. Ich kenne ganz viele Menschen, die studiert haben (keinesfalls ausschleißlich 2. Bldungsweg und Arbeiterkinder) und keinerlei Interesse an Bildung haben. Ihre Teilhabe am Kulturleben beschränkt sich auf Hollywood Blockbuster, triviale Fernsehserien, Fußballspiele u.ä, weil der Rest ihnen nichts bedeutet. Auch beruflich bilden sie sich in der Freizeit nur auf dem Niveau des unbedingt erforderlichen weiter, also eher garnicht.

Wenn Du Deinem Partner eine adäquate Gesprächspartnerin sein willst, geh' einfach regelmäßig in die Buchhandlung und besorg Dir was zu lesen. Das fördert nicht nur die Komplexität der Sprache sondern auch der Gedanken.
Ich nutze alle Fahrzeiten zum lesen oder zuschauen, was um mich herum passiert, statt mir wie der Rest der Welt die Ohren zuzustöpseln oder den Blick in die Welt auf Smartphonegröße zu reduzieren.
w, 55
 
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  • #29
An deiner Stelle würde ich mir keine Sorgen bezüglich deines Bildungsniveaus machen. Ich denke, dass es vielen Männer so gar recht ist, wenn die Frau auf Bildungsebene nicht ganz so fit ist wie selbst. Denn so können sie der Frau zeigen, was sie alles wissen und können ihr die "Welt erklären".

Ich denke eher, dass es anders herum eher problematisch wäre : d. h. wenn die Frau ein höheres Bildungsniveau hätte als der Mann. Ich z. B. habe mal vor längerer Zeit einen Mann gedatet, den ich absolut toll fand: sowohl was sein Aussehen als auch seine intellektuellen Interessen anbelangte. Irgendwann gab mir aber genau dieser gebildete Mann, den ich so bewunderte, klar zu verstehen, dass er sich mir auf intellektueller Ebene unterlegen (???) fühlte . Das hat mir damals echt zu denken gegeben. Seitdem versuche ich gegenüber Männern, die ich super finde, mein Bildungsniveau eher zu kaschieren.
 
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  • #30
Also ich werde nicht in die intellektuelle Tiefenpsychologie wandern, Männer-Frauenbashing beschreiben und auch nicht beurteilen, wer wohl über- oder unterlegen ist.

Aber eines verstehe ich nicht, wenn Du mit diesem Mann in dem Bereich ein Problem hast und Dich MINDERWERTIG fühlst, warum beendest Du das Ganze nicht?

Eine Beziehung soll gerade am Anfang die schönen Seiten der Gemeinsamkeit hervorheben aber mir scheint bei Dir ist es nur Frust und Rätselraten. Also warum quälst Du Dich??

Spruch: Die Liebe hat bald Ferien, sobald das schulmeistern anfängt.
Denk mal daran.

Gruss w/50
 
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