• #1

Hypersexualität?

Hallo allerseits,

weil ich (m, 51) bei Beziehungsanbahnungen jetzt schon zweimal auf diese Situation gestoßen bin, wollte ich nach euren Erfahrungen fragen:

Die beiderseitige Anziehung ist sofort groß, schnell "kommt man zusammen", schöne Passung auf allen Ebenen, auch intellektuell, bezogen auf die Werte etc., bald entstehen große Gefühle der Verbundenheit, häufiges Treffen usw. Ich selbst bin da zwar gewöhnlich etwas "langsamer unterwegs" als die neue Freundin, lasse mich aber durch ihr Feuer anstecken, weil ich emotionale und körperliche Nähe sehr schätze.

Was mich dann jedoch irritiert, ist die - für mein Gefühl - "überstarke" Betonung der Sexualität von ihrer Seite aus. Das äußert sich z.B. in Aussagen des "täglich Sex brauchen", aber auch in überschwänglichem "Reden über Sex". Auch wird viel über vergangene Sexabenteuer, komplizierte Liebesverhältnisse, F+ etc. erzählt, als seien diese das "eigentlich Wichtige", quasi "der Kern" oder "der Kitt" sozialen Lebens.

Nicht, dass mir täglicher Sex nicht gefiele; aber das Mindset "Brauchen" finde ich schon überzogen. Natürlich frage ich mich da auch, was z.B. bei gesundheitlichen Problemen werden soll. Und ich finde es nicht wirklich angenehm, wenn in fast jedem Bericht über Freundeskreise, in jeder Urlaubserzählung irgendwelche sexuellen Hintergründe, Erlebnisse etc. mitschwingen.

Ich frage mich ernsthaft, ob viele Frauen "einfach so sind", das Leben so sehen und das auch freimütig ausdrücken, wenn sie sich in einer Beziehung wohlfühlen. Oder ob es sich hier um eine bestimmte Ausrichtung handelt, mit der ich nicht besonders gut klarkomme.
 
  • #2
Hallo Verwirrt1111,
ich stelle es mir gerade andersherum vor, ein Mann erzählt mir ständig was über sein sexuelles Verlangen und seine Ex-Liebschaften und ständig wäre das Thema SEX mit in den Gesprächen.

Also, das wäre mir nix... nicht meine Welt.

Soll ja nicht bedeuten, das ich nicht gerne Sex habe und auch gerne oft , aber ständig das Thema so hervorzuheben ist mir zu "bedürftig" und "Sex-lastig".

Mich würde das gewaltig abtörnen :p .

Vielleicht eine Erklärung?? Eventuell haben Deine Damenbekanntschaften früher in Ihren Beziehungen nie über Sex gesprochen und wollen jetzt alles besser machen und thematisieren es jetzt von Anfang an ? Oder die Damen denken, Männer mögen Frauen die so wild auf SEX sind 😆

w/53
 
  • #3
Nicht, dass mir täglicher Sex nicht gefiele; aber das Mindset "Brauchen" finde ich schon überzogen.
Der geneigte Leser kennt ja Deinen anderen Thread. Ihr Lebt LAT, kennt Euch noch nicht so lange.

Habt Ihr schon über längerem Zeitraum den täglichen Sex praktiziert oder ist das nur so ein Gerede darüber?

Mich wundert manchmal, dass man über Sex, in welchen Lagen mit welchen Praktiken auch immer so reden kann, aber für Dinge, die einem ins Auge springen, die den schlechten Charakter eines Menschen so offenbar zeigen, keine Worte findet. Besser noch da neben sitzt und sich sowas anguckt.
 
  • #4
Ich denke eher, dass das ein bestimmter Frauentypus ist, an den du da geraten bist.
Schnell ganz große Gefühle, viel und aufregender Sex, Zukunftspläne, eine bewegte Vergangenheit -
das sind Frauen, die diese überbordenden Gefühle, den Kick brauchen.
Da kann eine "normale" Frau erst mal nicht mithalten, wirkt langweilig, aber mit dieser wirst du längerfristig glücklicher.
Die von dir beschriebenen Frauen haben oft eine Beziehungsvorstellung - wild soll es sein, immer was los, viel Emotionen - gemeint bist aber meist nicht du als Person, sondern als Erfüllungsgehilfe für ihre Fantasien.
Die Passung ist halt so gut, weil sie es passend macht, bei dir und allen anderen, das Ziel ist die große Beziehungs-Soap.
Ich hatte das selbst -auch hier diskutiert- vor kurzem.
Emotional hat mich das sehr mitgenommen, viel Druck, all das oben beschriebene.
Als es mit uns zu Ende war, hatte die Gute wenige Wochen später einen Neuen, bei dem es genauso, nur schneller vonstatten ging.
Mit ihm hat sie den Zyklus Daten-große Liebe-Trennung sogar in einem Monat vollbracht.
 
  • #5
Habt Ihr schon über längerem Zeitraum den täglichen Sex praktiziert oder ist das nur so ein Gerede darüber?
Würde mich auch interessieren. Wer viel über Sex redet hat oft nicht gerade vielen Sex.

Eine Frau die ihren Sex primär verbal ohne entsprechende Praxis hat, will damit ggf. ködern oder binden ohne wirklich Lust auf Sex zu haben.

Selbst wenn ihr entsprechend viel Sex habt, muss das nicht wirklich ihrem Bedürfnissen entsprechen, sondern kann auch der Kompensation anderer Sachverhalte bzw. der Ablenkung dienen.

Z.B. von dem seltsam engen Verhältnis dieser Frau zu ihrem Sohn welches mir, wie du es beschreibst, unangemessen sexualisiert vor kommt.

Aber vielleicht solltest du nicht soviel darüber nachdenken, wenn du aus deiner Sicht angemessen vielen und guten Sex bekommst und diesen stattdessen genießen.

Redet sie aber primär darüber und bietet kaum Praxis würde mich das nerven.
 
  • #6
Als es mit uns zu Ende war, hatte die Gute wenige Wochen später einen Neuen, bei dem es genauso, nur schneller vonstatten ging.
Mit ihm hat sie den Zyklus Daten-große Liebe-Trennung sogar in einem Monat vollbracht.
Mir wird ja oft zugeschrieben, dass ich schnell stigmatisiere aber so ein schneller Wechsel deutet doch auf deutliche psychische Defizite.

Immerhin hat sie dich aber nicht abgewertet wie es z.B. in einer Beziehung mit einer gestörten Persönlichkeit oft Standard ist.

Trotzdem war der Abschied wahrscheinlich sinnvoll.
 
  • #7
jetzt schon zweimal.... Ich frage mich ernsthaft, ob viele Frauen "einfach so sind"
Ich frage mich nun mal garnichts sondern komme zum Ergebnis, dass bei Dir der Nickname wohl Programm ist - 2 Fälle und dann die global-galaktische Erkenntnis daraus ableiten, "dass Frauen wohl so sind". Das ist ja mal ein sehr verkürzter Erkenntnisprozess :cool:
Die meisten Männer Deiner Altersklasse beschweren sich eher über mangelndes sexuelles Interesse von Frauen.

Ich seh das etwas komplexer: auf wen Du triffst bestimmst Du durch Deine Ortswahl und wie Du Dich gibst - pure Resonanz.

"überstarke" Betonung der Sexualität von ihrer Seite aus. Das äußert sich z.B. in Aussagen des "täglich Sex brauchen".... "Brauchen" finde ich schon überzogen. Natürlich frage ich mich da auch, was z.B. bei gesundheitlichen Problemen werden soll.
Das ist in Deinem Alter die richtige Fragesteellung. So what, dann machst Du halt, so gut Du kannst (Frequenz, Art). Entweder reicht es ihr oder sie ist weg. Ich würde da entspannt rangehen. Wenn sie in Deinem Alter ist, dann weiß sie das und die meisten Frauen können wohl gut damit umgehen.

Wer viel über Sex redet hat oft nicht gerade vielen Sex.
Das würde ich auch so einschätzen. Es soll ein Attraktivitätsmerkmal sein - erstmal versprechen und der Rest zeigt sich dann später.
 
  • #8
Herzlichen Dank für die guten Antworten hier!
Habt Ihr schon über längerem Zeitraum den täglichen Sex praktiziert oder ist das nur so ein Gerede darüber?
Doch, ja, die ganze Zeit über. Das ist durchaus eine eher neue und schöne Erfahrung für mich (wenngleich ich selbst schon auch ein Verfechter von "täglich" bin, kannte ich das bislang eher auf die ersten Wochen und z.B. auf Urlaub begrenzt).

Selbst wenn ihr entsprechend viel Sex habt, muss das nicht wirklich ihrem Bedürfnissen entsprechen, sondern kann auch der Kompensation anderer Sachverhalte bzw. der Ablenkung dienen.
Schön von dir etwas zu meiner Frage zu hören. Ich schätze deine Beiträge sehr.
Es scheint tatsächlich ihr starkes Bedürfnis zu sein (auch häufig SB).

Schnell ganz große Gefühle, viel und aufregender Sex, Zukunftspläne, eine bewegte Vergangenheit -
das sind Frauen, die diese überbordenden Gefühle, den
(ich muss mir noch deinen anderen Thread durchlesen) Du sprichst da einen sehr guten Punkt an. Statt "Hypersexualität" hätte ich in meiner Frage auch noch "Hyperemotionalität" ansprechen können. So beschreibt sie sich auch selbst, dass sie sich oft mit anderen Menschen als "alleine" oder "einzig" mit ihrer starken Emotionalität fühlt. Das bezieht sich auch auf Freundschaften etc., bei denen der sexuelle Aspekt eindeutig fehlt.

Z.B. von dem seltsam engen Verhältnis dieser Frau zu ihrem Sohn welches mir, wie du es beschreibst, unangemessen sexualisiert vor kommt.
Auch das würde sie selbst sicher als besonders starke "Emotionalität/Liebe" sehen.

Die von dir beschriebenen Frauen haben oft eine Beziehungsvorstellung - wild soll es sein, immer was los, viel Emotionen - gemeint bist aber meist nicht du als Person, sondern als Erfüllungsgehilfe für ihre Fantasien.
Ja, das ist natürlich eine Befürchtung... "Wenn es soooo schnell und soooo heftig geht, kann man(n) doch gar nicht wirklich als Person gemeint sein".
 
  • #9
Oder ob es sich hier um eine bestimmte Ausrichtung handelt, mit der ich nicht besonders gut klarkomme.
Eher das.
Überlege mal ganz logisch, wer in deinem Alter solo ist und warum.
Witwen und Frauen, die gescheiterte Beziehungen hinter sich haben.
Warum sind die Beziehungen gescheitert? Pech, ungute Persönlichkeit bei dem Partner oder bei ihr.
Anscheinend war ihr Augenmerk bei der Partnersuche: sexuelle Passung
Das sie da vielen, als Langzeitpartner, ungeeigneten Männern begegnete, ist nachvollziehbar.
Da in den Kontakten, sicher viele unschöne Erfahrungen lauerten, blieb als schönste Erfahrung, der Sex im Gedächtnis.

Zumal Sex umso heilender und nötiger wirkt, wenn man sich verwirrt und anlehnungsbedürftig fühlt, durch emotionales Chaos.

An deiner Stelle, würde ich schon nachfragen.
Wie lange war ihre längste Beziehung, hat sie schonmal betrogen, was ist das wertvollste für sie in einer Beziehung...
Usw.
Wenn die Frau ehrlich antwortet, bist du vielleicht weiter mit deinen Prognosen.

Vielleicht passt es einfach gut mit euch.
Würde es euch wünschen.
Deine Irritationen, solltest du jedoch ernst nehmen.
 
D

Dianthus

Gast
  • #10
Würde mich auch interessieren. Wer viel über Sex redet hat oft nicht gerade vielen Sex
würde ich widersprechen. Je nach Kombination erzähle ich meinen aktuellen Geschlechtspartnern auch von Exbettgeschichten - finde ich selber unpassend und die Dynamik immer wieder erstaunlich
Oder ob es sich hier um eine bestimmte Ausrichtung handelt, mit der ich nicht besonders gut klarkomme.
Eher das. Die Frauen klingen nach schneller (Schein-)nähe die viel über das Körperliche transportiert wird.
Überlege doch nochmal genau warum du dich da so schnell anstecken lässt - bist du so ausgehungert oder magst du auch den Rausch?
Meistens sind Menschen die so schnell einsteigen, ebenso schnell auch wieder weg bzw. in der Lage ihre Zuneigung zu verlieren.
Und warum gibst du ihrer Inszenierung so viel Raum?

"Wenn es soooo schnell und soooo heftig geht, kann man(n) doch gar nicht wirklich als Person gemeint sein".
Ist i.d.R. auch so. Es geht um die Erfüllung von Bedürfnissen nicht um das Gegenüber.
Die Frage ist bei sowas, wie du dazu stehst.
 
  • #11
Ich frage mich ernsthaft, ob viele Frauen "einfach so sind", das Leben so sehen und das auch freimütig ausdrücken, wenn sie sich in einer Beziehung wohlfühlen. Oder ob es sich hier um eine bestimmte Ausrichtung handelt, mit der ich nicht besonders gut klarkomme.
Es gibt alles, solche und solche Frauen, es gibt nicht nur diesen einen Tipp Frau! Wenn ich deine Beiträge und deine Threads lese, kommt mir alles sehr verwirrt vor, es fehlt die Klarheit, die Gedankenstruktur, nicht umsonst hast du deinen Nickname so gewählt!
 
  • #12
Meine neue Partnerin (seit einem halben Jahr) zeigt

ist natürlich eine Befürchtung... "Wenn es soooo schnell und soooo heftig geht, kann man(n) doch gar nicht wirklich als Person gemeint sein".
dass sie sich oft mit anderen Menschen ... mit ihrer starken Emotionalität fühlt. Das bezieht sich auch auf Freundschaften etc., bei denen der sexuelle Aspekt eindeutig fehlt.

sie selbst sicher als besonders starke "Emotionalität/Liebe" sehen.
Ich verstehe nicht, warum du deine Partnerin nach 6 Monaten analysierst(?), es sieht doch scheinbar vielversprechend aus... längere Zeit zusammen, kennst ihre Familie, ihre Geheimnisse und geheimen Wünsche, ihr habt erfüllenden Sex, der auch dir gefällt.
Also Sommerloch, etwas Angeberei hier, dass deine Frau willig und freizügig ist oder doch wirklich vermutete Beziehungsschieflage? Deine Partnerin liebt dich doch mit ihrer Emotionalität und hat gern Sex mit Dir, warum solltest Du hier Erfüllungsgehilfe und nur Mittel zum Zweck sein? Wie ist sonst die Partnerschaft?

Und nur weil du jetzt gerade einmal 2 Frauen kennengelernt hast, die eine gute Libido, Kondition & gern Sex haben und nicht in irgendeiner Form gehemmt sind, schließt du automatisch auf viele Frauen, die so sind/wären? Du kannst zunächst von 2 Erfahrungen nicht automatisch auf viele schließen, ist nicht schlüssig.

Mir fallen noch 2 Gründe ein, dass beide Frauen, eben ihre Sexualität, ihr neues Selbstbewusstsein & Körpergefühl erst mit Mitte 30 und/oder später für sich entdeckt haben, nachdem man sich aus seiner Langzeitehe oder eingeschlafenen Partnerschaft lösten und dann neue Erfahrungen mit Männern sammelten, müssen nicht einmal viele Männer gewesen sein, aber die Frau ist jetzt dadurch offener, freier, gelassener geworden, getraut sich zu sagen, was sie möchte/will, weiß was ihr im Bett Spass macht und möchte, Dinge, die ihr gefallen haben, nochmals mit dem neuen Partner wiederholen.
Zudem sind beide Frauen im ähnlichen Alter des FS und Mitte 40 > Anfang 50, kann es schon langsam mit den Wechseljahren bei der Frau losgehen, was sich durch leichte Hormonschwankungen bemerkbar macht und durchaus auch mal den Testosteron-Spiegel anhebt, was der Lust einen leichten Vorschub leistet, dazu kommt, wenn der Partner begehrenswert und für die Frau gut im Bett ist, trainiert man auch das Verlangen, also umso häufiger man guten Sex hat, umso häufig will man ihn; ähnlich der umgekehrten Variante, ist länger kein Sex ist Aussicht, schläft der Trieb und Verlangen danach etwas ein (Allgemein; abgesehen von Belastungen, wie Schwangerschaften, Schlafmangel, Erschöpfung, kulturelle, organische oder religiöse Hemmungen, Schmerzen, Stress, Trauer, Depressionen, Krankheiten, Streit & Drama).
 
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  • #13
Lieber FS, wo kein Kläger, da kein Richter. Dir gefällt es, ihr gefällt es auch. Wo ist dann dein Problem?
Unter Hypersexualität würde ich es nicht einordnen. Es sei denn du empfindest es als Krankhaft. Gibt es auch eine seelische Bindung zwischen euch? Seid Ihr verliebt? Wenn ja, dann freue dich darüber. Es gehört m. E. mehr als nur täglich Sex zu praktizieren dazu, um jemanden als Sexsüchtig/Hypersexuell zu bezeichnen. Ist sie die Frau mit dem küssenden Sohn? Wie alt ist sie denn? Abgesehen davon erinnere ich mich irgendwo gelesen zu haben, dass sehr gehäufte tägliche SB ein Zeichen für eine Psychisches Problem ist wie z. B. Demenz oder Schizophrenie oder schlimme Erfahrung in der Kindheit aber ich gehe davon aus, dass es bei deiner Freundin nicht der Fall ist.
 
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  • #14
würde ich widersprechen. Je nach Kombination erzähle ich meinen aktuellen Geschlechtspartnern auch von Exbettgeschichten - finde ich selber unpassend und die Dynamik immer wieder erstaunlich
Vermutlich recht gegenläufige Extreme von erst richtig angeheizt sein bis hin zu eher abgestoßen sein 🤷‍♀️

Ich bewerte mal nur für mich, dass derjenige der eher auf eine stabile langfristige Beziehung aus ist, nicht so begeistert ist.

Er kommt sich dann ggf. wie ein beliebig austauschbarer Freizeit-Parameter vor und erkennt, dass er nichts besonderes für dich ist. Dadurch löst sich sein Beziehungsinteresse auf. Zumindest stelle ich es mir so vor wenn ich in so eine Situation kommen würde.

Was denkst du darüber warum du davon erzählt hast? Eine Art Test um zu sehen ob und wie der andere das aushält? Ob er dich dann immer noch mag? Was fühlst du hinsichtlich seiner Reaktion?
Eher das. Die Frauen klingen nach schneller (Schein-)nähe die viel über das Körperliche transportiert wird.
Eben. Für Menschen die eher emotional Nähe nicht ertragen ist Sexualität oft der einzig gangbare Weg Nähe zu bekommen.

So ein Brennen in Hypersexualität kommt mir wie ein Versuch vor möglichst viel Nähe in möglichst kurzer Zeit und möglichst intensiv zu tanken weil dahinter die Erwartung lauert, dass diese Beziehung sowieso nur von kurzer Dauer ist.
Ich verstehe nicht, warum du deine Partnerin nach 6 Monaten analysierst(?)
Vielleicht wegen ähnlicher Gedanken wie ich sie hier nieder geschrieben habe oder wie sie @wanderwolf hat(te).
 
  • #15
Nochmal besten Dank!
Zumal Sex umso heilender und nötiger wirkt, wenn man sich verwirrt und anlehnungsbedürftig fühlt, durch emotionales Chaos.
Darüber habe ich nachgedacht. Ja, da ist sicher was dran, Sex als etwas Einfaches, Heilendes.

Eher das. Die Frauen klingen nach schneller (Schein-)nähe die viel über das Körperliche transportiert wird.
Überlege doch nochmal genau warum du dich da so schnell anstecken lässt - bist du so ausgehungert oder magst du auch den Rausch?
Meistens sind Menschen die so schnell einsteigen, ebenso schnell auch wieder weg bzw. in der Lage ihre Zuneigung zu verlieren.
Und warum gibst du ihrer Inszenierung so viel Raum?
Ja, ich bin sicher sehr dafür empfänglich, dass mein Gegenüber starke Gefühle zeigt. Fast könnte ich sagen, dass ich mich auch erst dann wirklich verliebe. Anders ausgedrückt: bei mir wäre das ein gewisser Selbstschutz; wenn mein Gegenüber aber ohne jeglichen Schutz auf mich zu kommt, fällt er bei mir auch. Nur bin ich ungeübt darin, ihn ohne Verlust ab- und wiederaufzusetzen.
"Ausgehungert", nein, eher nicht.

Und nur weil du jetzt gerade einmal 2 Frauen kennengelernt hast, die eine gute Libido, Kondition & gern Sex haben und nicht in irgendeiner Form gehemmt sind, schließt du automatisch auf viele Frauen, die so sind/wären? Du kannst zunächst von 2 Erfahrungen nicht automatisch auf viele schließen, ist nicht schlüssig.
Diese besondere Eigenschaft, wegen der ich hier schreibe, ist was (deutlich) anderes als "gern Sex haben" (mit Frauen, die nicht gerne Sex haben, war ich sowieso nie zusammen). Ich schreibe, weil sie mich in dieser "Überbetonung" von Sex & Emotion irritiert, und ich bin nicht wirklich der Typ für "einfach mal mitnehmen, was geht".
 
Zuletzt bearbeitet:
  • #16
Lieber FS, wo kein Kläger, da kein Richter. Dir gefällt es, ihr gefällt es auch. Wo ist dann dein Problem?
Unter Hypersexualität würde ich es nicht einordnen. Es sei denn du empfindest es als Krankhaft. Gibt es auch eine seelische Bindung zwischen euch? Seid Ihr verliebt? Wenn ja, dann freue dich darüber. Es gehört m. E. mehr als nur täglich Sex zu praktizieren dazu, um jemanden als Sexsüchtig/Hypersexuell zu bezeichnen.
Ich habe versucht, das "Problem" bzw. meine Irritation in meinem Eingangspost auszuführen.
Das Verhältnis zum Sohn ist vielleicht sogar ein ganz gutes Beispiel für das, was ich hier als Muster wahrzunehmen glaube (wenngleich natürlich speziell).
 
  • #17
So ein Brennen in Hypersexualität kommt mir wie ein Versuch vor möglichst viel Nähe in möglichst kurzer Zeit und möglichst intensiv zu tanken weil dahinter die Erwartung lauert, dass diese Beziehung sowieso nur von kurzer Dauer ist.
Das ist gut ausgedrückt. Ich habe da auch den Eindruck, dass die langfristig beziehungsfestigenden Aktivitäten, Gespräche, Überlegungen etc. gegenüber dem momentanen "Feuerwerk" vernachlässigt, zu wenig gewichtet werden. Das Beziehungsganze stagniert eher, "Alltagsvertraulichkeit" nimmt nicht deutlich zu.

Dem würde auch entsprechen, dass - für eine beginnende Langzeitbeziehung - ziemlich problematische Affairen aus der Vergangenheit bereitwillig erzählt werden. Der betreffende Partner ist ja dann sowieso schon in der gemeinsamen "Feuerwerksphase" stark involviert, wird also deswegen kaum unmittelbar Schluss machen. Je nach Verfasstheit wird er durch Eifersucht etc. sogar noch mehr zum "Dranbleiben" getriggert.

Das wiederum geht mit einem insgesamt eher negativen Männerbild einher ("wollen alle nur das eine").
 
  • #18
Sex haben- gerne
Jeden Tag Sex haben- kann, muss nicht sein
Immer wieder darüber reden, in jede Geschichte miteinflechten - in meinen Augen übertrieben.
Man kann ja täglich guten Sex haben ohne es immer wieder zu betonen, oder es bei jeder besten Gelegenheit zur Sprache zu bringen.
Mich würde sowas abturnen.
Nicht, dass mir täglicher Sex nicht gefiele; aber das Mindset "Brauchen" finde ich schon überzogen. Natürlich frage ich mich da auch, was z.B. bei gesundheitlichen Problemen werden soll. Und ich finde es nicht wirklich angenehm, wenn in fast jedem Bericht über Freundeskreise, in jeder Urlaubserzählung irgendwelche sexuellen Hintergründe, Erlebnisse etc. mitschwingen.
 
Zuletzt bearbeitet:
  • #19
Letztlich persönliche Vorlieben. Kenne ich in unserer Altersgruppe so ausgeprägt nicht. Ich denke, Du bist da eher an Ausnahmen geraten...
 
  • #20
Das wiederum geht mit einem insgesamt eher negativen Männerbild einher ("wollen alle nur das eine").
Speziell das liest sich nach Sex als Bindungsstrategie bzw. auch als eine Art von Selbstverletzung nach dem Motto "ohne Mega-Sex bin ich keine Beziehung" wert. Daraus könnte man schlussfolgern, dass sie sexuell eher eine tatsächliche oder vermeintliche Erwartungshaltung befriedigt.

Bezüglich der Gründe warum man sich als Frau so offenbart hatte ich schon Fragen an @Dianthus gerichtet. Es wäre sehr interessant was die Motive sein könnten. Allerdings müssen sie dem Menschen der so offen spricht selbst überhaupt nicht klar sein.

Diese Intimität vor dir mit ihrem Sohn, das ist doch die gleiche Frau (?), ist letztlich in meinen Augen nur eine symbolische Grenzziehung zwischen dir und ihr. Auch dahinter wird eine Botschaft stecken.

Ich hatte 2017 eine Borderline Bekanntschaft die homoerotische Fotos (künstlerisch sehr gelungen) von ihr und ihrer Cousine, Fotograf der Sohn der Cousine, per WhatsApp mir geschickt hat.

Auch ein klares Statement so intim wie ich mit meiner Familie wird niemand mit mir. Mir war aber schon vor den Fotos klar wen ich da kennengelernt habe. Andere ihrer Familienangehörigen hatten übrigens auch bestimmte Symptome.
 
  • #21
Diese Intimität vor dir mit ihrem Sohn, das ist doch die gleiche Frau (?), ist letztlich in meinen Augen nur eine symbolische Grenzziehung zwischen dir und ihr. Auch dahinter wird eine Botschaft stecken.

Ich hatte 2017 eine Borderline Bekanntschaft die homoerotische Fotos (künstlerisch sehr gelungen) von ihr und ihrer Cousine, Fotograf der Sohn der Cousine, per WhatsApp mir geschickt hat.

Auch ein klares Statement so intim wie ich mit meiner Familie wird niemand mit mir. Mir war aber schon vor den Fotos klar wen ich da kennengelernt habe. Andere ihrer Familienangehörigen hatten übrigens auch bestimmte Symptome.
Ja, eine der beiden ist das.

"Unbewusste Grenzziehung" ist ein sehr interessanter Punkt. Ich fand die Terminierung solcher Offenbarungen immer sehr befremdlich, eigentlich "selbstmörderisch" in früher Phase ... eigentlich hatte ich das als "Shittest" aufgefasst, im Sinne von "lieber gleich alles möglicherweise Störende auf den Tisch packen". War es aber nicht wirklich, kam immer wieder mal was nach, eher "gut dosiert und verteilt".

In diese Richtung geht vielleicht auch "mangelndes Interesse für Alltagsdinge" oder wenig ganz normale Fürsorglichkeit für den anderen, dass er z.B. nicht lange warten muss, dass finanzielle Aspekte fair geregelt werden etc.

Als ob man sagt "du bist meine größte Liebe aller Zeiten, ich will am liebsten jede Sekunde mit dir verbringen", aber es nicht schafft, mal das gemeinsame Kochen des Abendessens ernsthaft zu planen, z.B. stattdessen plötzlich doch schon anderweitig gegessen hat, wenn der andere wie besprochen mit den Zutaten ankommt. Ganz zu schweigen vom wirklich strukturierten Angehen größerer Themen.
 
  • #22
aber es nicht schafft, mal das gemeinsame Kochen des Abendessens ernsthaft zu planen, z.B. stattdessen plötzlich doch schon anderweitig gegessen hat, wenn der andere wie besprochen mit den Zutaten ankommt
...da würde ich aber mal ganz schnell ausflippen, unabhängig von irgendwelchen vorherigen Liebesschwüren. Das Alltagsleben stelle ich mir dann doch auf die Dauer eher stressig vor. Vielleicht ist sie etwas verpeilt.
. Kenne ich in unserer Altersgruppe so ausgeprägt nicht. Ich denke, Du bist da eher an Ausnahmen geraten...
Wäre jetzt auch meine Vermutung.
Das ist in Deinem Alter die richtige Fragesteellung
Huhu, ich lach mich weg, aber Recht hast Du.
W,56
 
  • #23
Ich habe versucht, das "Problem" bzw. meine Irritation in meinem Eingangspost auszuführen.

Da
Du bist irritierst, weil du es nicht kennst oder?
Diese Intimität vor dir mit ihrem Sohn, das ist doch die gleiche Frau (?), ist letztlich in meinen Augen nur eine symbolische Grenzziehung zwischen dir und ihr. Auch dahinter wird eine Botschaft stecken.
Das muss gar nicht sein. Du warst nicht dabei und FS weiß auch nicht was der Grund ist. Ich denke eher der Freund der Mutter soll die Vaterrolle übernehmen und nicht mit dem Sohn konkurrieren. Es ist zwar nicht einfach aber am Ende ist es der richtige und einzige Weg, wenn er mit dieser Frau zusammen bleiben möchte 🍀.
 
  • #24
Als ob man sagt "du bist meine größte Liebe aller Zeiten, ich will am liebsten jede Sekunde mit dir verbringen", aber es nicht schafft, mal das gemeinsame Kochen des Abendessens ernsthaft zu planen, z.B. stattdessen plötzlich doch schon anderweitig gegessen hat, wenn der andere wie besprochen mit den Zutaten ankommt. Ganz zu schweigen vom wirklich strukturierten Angehen größerer Themen.
Das klingt extrem. Eine sehr egoistische, oder eher egozentrische Person, die sich suhlt im Kick des akuten Verliebtseins, die die Projektion in den Anderen liebt, ohne den Anderen wirklich wahrzunehmen. Ohne sich auf ihn einzulassen. Ohne Bindung, ohne Planung, ohne Verbindlichkeit. Einfach nur den Emotionsrausch leben, blind für den Anderen. Und was, wenn der Hormontango abklingt? Dann Schluss machen und auf zu Nächsten?

Also die Frau klingt nicht Beziehungsfähig für mich. Sondern rücksichtslos auf eigene Interessen und spontane Triebe bedacht. Sie will nur ein Bisschen Spaß würde ich sagen.

Ehrlich, wenn ich einen Mann ernsthaft für mich gewinnen will, würde ich den Teufel tun ihm irgendwelche Sex-Geschichten und Affären von früher zu erzählen. Niemals! Das stößt ihn doch ab. So gewinne ich einen Mann für eine Affäre, nicht für eine Beziehung. Wenn die Frau so auffällig hypersexualisiert, will sie vielleicht gar keine Beziehung? Es müsste ihr klar sein, dass es für sie günstiger ist, dem Mann zu zeigen, dass sie gerne mit ihm schläft anstatt darüber zu reden.

W36
 
D

Dianthus

Gast
  • #25
Was denkst du darüber warum du davon erzählt hast? Eine Art Test um zu sehen ob und wie der andere das aushält? Ob er dich dann immer noch mag? Was fühlst du hinsichtlich seiner Reaktion?
Vermutlich ein Mittel der Distanznahme?

Aber vielleicht teste ich auch mein Gegenüber, denn wenn er sich meine Sexgeschichten anhört dann sinkt der Mann absolut in meiner Achtung.
Ich halte nichts von Männern die sich meine vergangenen Bettgeschichten anhören und finde mein Verhalten pietätslos und den Kerl verwunderlich/unmännlich/schwächlich - es zeigt aber auch sein mangelndes Interesse an mir.
Es mangelt dann auf beiden Seiten an Wertschätzung.
Auch mir sind schon Männer begegnet die ihre sexuelle Vergangenheit thematisieren wollten. Ich weise immer daraufhin das jeder eine sexuelle Vergangenheit hat, ich darüber aber nicht informiert werden möchte.

Er kommt sich dann ggf. wie ein beliebig austauschbarer Freizeit-Parameter vor und erkennt, dass er nichts besonderes für dich ist. Dadurch löst sich sein Beziehungsinteresse auf.
Interessant ist das ich auch nur bei deutlich beziehungsinteressierten Männern von meiner sexuellen Vergangenheit anfange.
Ansonsten inszeniere ich mich immer als unerfahrene, normalerweise zurückhaltende Frau.

Ja, ich bin sicher sehr dafür empfänglich, dass mein Gegenüber starke Gefühle zeigt.
Mhm, aber starke Gefühle implizieren ja grundsätzlich keine Sicherheit das es der andere gut mit einem meint. Spannend das du aber daraufhin deinen Schutzpanzer ablegst, denn starke Gefühle können vom positiven ins negative umschlagen und bist du dem dann nicht schutzlos ausgeliefert?
 
  • #26
Ich bin jetzt verwirrt...das liest sich, als wären das einige Dates gewesen und in Deinem anderen Thread, mit knutschendem Sohn...las sich das wie eine längere feste Beziehung.

Also mein erster Gedanke, als ich noch an schreiben...Daten...immer Schwerpunkt Sex...glaubte, war:
Super jetzt erlebt ein Mann das mal
Gefolgt von: macht die das, weil online so viele Männer genau diese Schiene fahren?!

Und nun denke ich...zwei Threads hintereinander und das am Anfang.
Wenn die Dame passen würde, hing der Himmel noch voller 🎻!

Ich finde beide Threads gehen über eine seltsame Frau.
Es fühlt sich so unnatürlich an beim Lesen...irgendwie "drüber "!

Ich kann mich gebildeter ausdrücken aber hier hab ich einfach ein Vorsicht-Achtung-Gefühl
 
  • #27
weil ich (m, 51) bei Beziehungsanbahnungen jetzt schon zweimal auf diese Situation gestoßen bin, wollte ich nach euren Erfahrungen fragen:
Als jüngerer Mann stösst man häufiger in Situationen darauf.
Was mich dann jedoch irritiert, ist die - für mein Gefühl - "überstarke" Betonung der Sexualität von ihrer Seite aus. Das äußert sich z.B. in Aussagen des "täglich Sex brauchen", aber auch in überschwänglichem "Reden über Sex". Auch wird viel über vergangene Sexabenteuer, komplizierte Liebesverhältnisse, F+ etc. erzählt, als seien diese das "eigentlich Wichtige", quasi "der Kern" oder "der Kitt" sozialen Lebens.
Ich habe keine Ausbildung darin, kann das auch nicht wissenschaftlich belegen oder so. Ich kenne aber, das Frauen darüber binden möchten, diesen Typ Frauen wollte ich nie.

Mir fällt kein anders Wort ein als zwanghaft. Es wäre kein Thema, wenn sich beide täglich körperlich nahe sein wollen. Aber alleine den Akt schlechthin über den Menschen zu stellen, den ich liebe finde ich nicht gut und auch, ja ich möchte das nicht.
 
  • #28
Ich frage mich ernsthaft, ob viele Frauen "einfach so sind", das Leben so sehen und das auch freimütig ausdrücken, wenn sie sich in einer Beziehung wohlfühlen. Oder ob es sich hier um eine bestimmte Ausrichtung handelt, mit der ich nicht besonders gut klarkomme.
Natürlich ist es nur eine Ausrichtung.
Nicht alle Frauen sind gleich. Es gibt halt alle Facetten. Von sexuell sehr expressiv bis gar nicht, von Sex sehr wichtig empfindend bis gar nicht wichtig erachtend und alles dazwischen.

Bei uns ist es das absolute Gegenteil. Wir hätten zu keiner Zeit täglich Sex, nicht im entferntesten, haben noch nie über Sex geredet und sehen Sex auch als nicht so wichtig an.
Aber lieben uns deswegen nicht weniger als Paare die Sex eine größere Bedeutung geben.
Es gibt eben alles.
Wie auch hinter allem eine falsche Intention oder auf schlechten Erfahrungen berührende Verhaltenstrucktur stecken kann, würde ich erstmal bei deiner Freundin nicht davon ausgehen.
Sie hat nur mal einen sehr offenen und freien Umgang mit Sex, du lässt dich gerne mitreißen - dann ist doch alles gut. Man muss auch nicht immer alles zerdenken und überanalysieren.
 
  • #29
Mhm, aber starke Gefühle implizieren ja grundsätzlich keine Sicherheit das es der andere gut mit einem meint. Spannend das du aber daraufhin deinen Schutzpanzer ablegst, denn starke Gefühle können vom positiven ins negative umschlagen und bist du dem dann nicht schutzlos ausgeliefert?
Ja, genau, das ist das "Problem" auf meiner Seite. Ich trete zunächst mit vielleicht sogar besonders starkem Panzer an, den ich dann bei entsprechendem "Lovebombing" aber recht zügig ablege.
Ich halte es sogar für möglich, dass gerade eine gewisse Unnahbarkeit meinerseits zunächst besonders starke Gefühle "triggert", zumindest bei einer besonderen Verfasstheit der Dame. Dann ist es natürlich doppelt fatal, den Panzer abzulegen.

Andererseits habe ich damit nicht immer Probleme, das ist kein echtes "Muster" bei mir. Und schon gar nicht beobachte ich immer dieses Verhalten, das ich hier - ganz laienhaft - als "Hypersexualität" skizziere.
Und nun denke ich...zwei Threads hintereinander und das am Anfang.
Wenn die Dame passen würde, hing der Himmel noch voller 🎻!
Ich hatte ein ähnliches Thema eben auch schon bei einer früheren Bekannten beobachtet, that's all. Mein Bemühen, meine Gefühle in der gegenwärtigen Beziehung sind ganz ehrlich, nur mache ich mir gewisse Sorgen in diesem Punkt und versuche ihn besser einzuordnen.
Wäre mir die Dame gleichgültiger, würde ich einfach genießen und nehmen was geht, pfeif auf die Zukunft.

Sie hat nur mal einen sehr offenen und freien Umgang mit Sex, du lässt dich gerne mitreißen - dann ist doch alles gut.
Ja, danke! Das ist durchaus mein praktischer Ansatz. Etwas anderes geht schon fast nicht.
 
  • #30
Nicht überraschend.
Aber vielleicht teste ich auch mein Gegenüber, denn wenn er sich meine Sexgeschichten anhört dann sinkt der Mann absolut in meiner Achtung.
Ich halte nichts von Männern die sich meine vergangenen Bettgeschichten anhören und finde mein Verhalten pietätslos und den Kerl verwunderlich/unmännlich/schwächlich - es zeigt aber auch sein mangelndes Interesse an mir.
Interessant.

Wenn ich mich in einer von mir in Richtung verbindlicher Beziehung geriebenen Anbahnung befinden würde wäre so eine Kommunikation ein Schock für mich.

Ich würde darauf aber nicht mit Angriff oder Flucht sondern wie du es siehst, ähnlich wie @wanderwolf und @Verwirrt1111 mit einem auf dem ersten Blick zunächst "Kopf in den Sand stecken" reagieren.

Für den Provokateur ist das aber eigentlich egal. Bei Flucht sagt er vielleicht "Schade da kann ich aber nichts machen", bei Angriff "so einen Arsch brauch ich nicht" und beim Kopf in den Sand stecken "so eine unmännliche Memme". In jeden Fall zerstört die Provokation.

Was steckt im äußerlichen "Kopf in den Sand stecken"? Zumindest bei mir den Schock und die Provokation analysieren. Die Motivation für die Provokation ist ja ohnehin klar. Zerstörung oder Warnung als Freibrief für späteres Handeln. Vielleicht auch beides.

In deinem Thread hat ich in meinem ersten Beitrag geschrieben, dass ich auf Menschen die sich "besonders" verhalten eine Art klinischen Blick entwickle um abzugrenzen, dass deren Verhalten in ihnen und nicht mir liegt und, dass ich mich soweit dies der Kontext unserer Beziehung zulässt distanzieren werde.

Also kein Kopf in den Sand stecken sondern statt Angriff oder Flucht ein vorher überdachter und strukturierter Rückzug bzw. die Organisation einer Grenzlinie wenn es sich z.B. um einen Kollegen oder Nachbarn handelt. Es geht darum Kollateralschäden zu vermeiden und sicher zu gehen, dass man nichts missverstanden hat.
 
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