• #1

Hop oder Top oder abwarten?

Hallo Welt da draußen ich könnte einen anderen Blickwinkel gebrauchen...

Wir sind schon ü 40, jeder mit Kind, zusammen Patchwork und seit 5 Jahren ein Paar. Nach einem Jahr Beziehung sind wir zusammengezogen, da jeder einzelne sowieso gerade auf Wohnungssuche war. Die Trennung von unseren vorherigen Partnern lag schon Jahre zurück - also da keine Gefühls-Altlasten. Aber dafür finanziell - ich bin mit Schulden aus meiner langjährigen Ehe gegangen, er mit einer Insolvenz. Aber wir waren wie vom Blitz getroffen und haben eine innige und sehr intensive Beziehung gelebt - tja bis irgendwann Weihnachten 2015.

Weniger schmusen, weniger Zärtlichkeiten,Sex funktioniert Top.
Aber er zieht sich zurück, ist intransparent was seine persönliche Lage betrifft, kleinlich ungerecht nahezu zickig. Sieht Fehler nicht ein...wirkt arrogant und herablassend, behandelt mich von oben herab - unsere wunderbare Komunikation scheint volkommen gestorben zu sein etc. Zudem keine Komplimente kein, kein "Ich hab Dich Lieb oder Ich liebe Dich" - nicht mal an unserem Jahrestag.

Natürlich haben wir geredet, geredet, geredet - geschrieben gemalt...jetzt bin ich stumm - ich weiß nicht weiter? Ich habe natürlich auch in Betracht gezogen das es an seiner persönlichen Situation liegt - 1 Jahr arbeitslos - Insolvenz - schwieriges Verhältnis zu seiner Mutter und zu seinem Kind?
Wir haben für jeden dieser Punkte Strategien und Lösungen ausgearbeitet - aber einen Job kann ich auch nicht herbeizaubern - da müßte er sich bewerben - das tut er nicht weil er nicht weiß was er machen will.

Ich habe ihm gesagt sollten die Gefühle weg sein - dann sag es mir wir finden eine Lösung für die Wohnsituation - nix.


Letztes Wochenende ist mir der Geduldsfaden geplatz, ich habe Ihm erklärt das ich so nicht weiterleben möchte, 5 Monate eine Beziehung führen die keine ist, mir fehlt die Basis...das sieht er auch ein - kann mir aber nichts dazu sagen.
Ich komme mir dazu noch ausgenutzt vor da ich einen größeren Teil unserer Finanzen trage als er.

Wie seht Ihr das? Fordere ich zu schnell eine Lösung, sollte ich Ihm mehr Zeit geben? was kann - was sollte ich tun?
 
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  • #2
Nach einem Jahr Beziehung sind wir zusammengezogen, da jeder einzelne sowieso gerade auf Wohnungssuche war.
Keine gute Basis!
Ich komme mir dazu noch ausgenutzt vor da ich einen größeren Teil unserer Finanzen trage als er.
Wie seht Ihr das? Fordere ich zu schnell eine Lösung, sollte ich Ihm mehr Zeit geben? was kann - was sollte ich tun?
Ganz schnell in die Wüste schicken, was willst du mit so einem Mann als zusätzlicher Beinklotz? Du weißt immer noch nicht, was du zu tun hast, dann wird es höchste Zeit, auch ganz typisch so mancher Frauen!
 
  • #3
Ich frag mich, was der Auslöser sein könnte für eine solch drastische Verhaltensänderung. Könnte es sein, dass er dir nicht alles gesagt hat zu seiner Finanziellen Lage/Insolvenz und ihn Ende 2015 irgendwelche Schatten aus der vergangenheit eingeholt haben?

Ohne die Details zu kennen - mir scheint, du übernimmst dich da. Wenn er weder Lösungen umsetzen will (es zumindest versuchen) und auch nicht wirklich drüber reden will bzw. dazu nichts sagen kann/will - da ist Hopfen und Malz verloren. Ich denke nicht, dass du weiter abwarten solltest. Er bewegt sich - oder du bewegst dich, und zwar weg von ihm. Was sollte weiteres Abwarten und Hoffen denn bringen? Alle Unterstützung der Welt ist zwecklos, solange der Protagnoist selbst nichts tun kann bzw. will.

Bezüglich Job - warum notfalls erstmal nicht was machen, ohne ganz sicher zu sein, ob es das wirklich ist, was er will? Ist doch kein unauflösbarer Pakt mit dem Teufel. Währenddessen kann er sich immer noch klar werden, was er will, beruflich. Könnte es sein, dass er aufgrund seiner Insolvenz gar keinen Anreiz sieht zu arbeiten, weil die Kohle eh sofort an die Gläubiger fließt? Wäre nachvollziehbar, dir gegenüber aber nicht fair und zumindest könnte er doch die Zeit nutzen, sich evtl. weiterzubilden. m/44
 
  • #4
Hallo FS,
mir kommt eher in den Sinn, dass er unzufrieden ist mangels Perspektive, u.a. beruflich.
Nur frage ich mich, wer sich als Vater erlauben kann, mit Ü40 keine Bewerbungen zu schreiben, weil man nicht weiß, was man machen will.
Dieses "Detail" zeugt schlicht von wenig Verantwortungsgefühl. Und das ist oft in mehreren Lebensbereich zu finden.
Offenbar fühlt er sich auch in keinster Weise dafür verantwortlich, mit Dir an Eurer Beziehung zu arbeiten.
Es soll von allein laufen und der Traumjob soll von selbst kommen.
Mir klingt das alles nach sehr viel Passivität - und die macht unzufrieden, weil man nicht agiert sondern sich als "Opfer der Umstände" sieht.
Trägt er denn irgendwie bei zum Zusammenleben?
 
  • #5
Liebe FS,

keinesfalls forderst du zu schnell. Er hat verflixt noch mal sein Ding zu schultern, ohne andere damit derart zu belasten.Es herrscht ein enormes Ungleichgewicht bei euch und da hilft nur ein konsequentes Verhalten, weniger das ewige Gerede, wenn es bisher nichts gebracht hat.

1 Jahr arbeitslos - Insolvenz - schwieriges Verhältnis zu seiner Mutter und zu seinem Kind?
....das deutet schon darauf hin, dass er nicht in der Lage zu sein scheint, mit Problemen, die das Leben bringt, umgehen zu können und sich gerade ein weiteres Problem schafft.
Wer seinen Hintern nicht bewegen kann und überlegen muss, was er denn machen will, Himmel hülf, da sind Probleme, noch und nöcher, vorprogrammiert. Ich wünsche dir den richtigen Mumm!
 
  • #6
Ich habe natürlich auch in Betracht gezogen das es an seiner persönlichen Situation liegt - 1 Jahr arbeitslos - Insolvenz - schwieriges Verhältnis zu seiner Mutter und zu seinem Kind?
Dein Freund wirkt passiv aggressiv. Vermutlich ist es ein Gesamtpaket aus allen von dir genannten Dingen woran es liegen könnte, vielleicht steckt auch etwas ganz anderes dahinter. Die finanzielle Lage zieht sich ja nun seit 5 Jahren durch. Die Insolvenz müssten demnach in einem Jahr abgeschlossen sein. Das kann nicht so eine Wesensveränderung ausmachen. Das schlechte Verhältnis zu Mutter und Kind ist bestimmt auch keine Neuheit. So oder so erklärt es nicht sein Verhalten dir gegenüber. Eventuell würde ich als mögliche Konsequenz eine Trennung ansprechen und gucken wie er darauf reagiert. Ich finde nicht, dass man nach 5 Monaten davon sprechen kann zu schnell eine Lösung zu fordern vor allem aber - und das fällt mir am meisten auf - versucht du eine Lösung zu finden, du machst dir einen Kopf über Beziehung, Finanzen, Sexualität, du suchst das Gespräch mit ihm während er passiv bleibt und so kann keine Beziehung funktionieren. Vielleicht versucht er mit diesem Verhalten die Beziehung auch absichtlich zu sabotieren?! Es kann viel sein....
 
  • #7
Wie seht Ihr das? Fordere ich zu schnell eine Lösung, sollte ich Ihm mehr Zeit geben? was kann - was sollte ich tun?
Das alles geht jetzt schon seit 5 Monaten so? Wie war die Beziehung denn vorher?
Ich kann mir schwer vorstellen, dass sich diese Veränderungen quasi über Nacht vollzogen haben.

Dein Freund ist seit einem Jahr arbeitslos, was ihn sicher belastet, aber das ist/war meiner Meinung nach genug Zeit, um sich zu überlegen, was man machen möchte.
Du schreibst, dass du die finanzielle Hauptlast trägst. Zum einen für ihn bequem, da er so nicht unter Druck ist, sich schnell was Neues zu suchen. Aber zum anderen auch eine Abhängigkeit von dir, die eurer Beziehung sicher nicht gut tut, weil es mit Sicherheit schwierig für sein Ego ist.

Lange würde ich das nicht mehr mitmachen. Du schreibst, du hast bereits geredet und geredet und geredet und es kommt bei ihm nicht an. Überleg dir für dich, wie lange du ihm noch Zeit geben möchtest und ziehe dann Konsequenzen (welche für dich geeignet sind, musst du dir überlegen), die du ihm ja bereits im Streit angedroht hast. Wenn du nicht handelst, verlierst du jede Glaubwürdigkeit.
 
  • #8
Hallo Sanskrit,

ich fasse deine Worte einfach mal zusammen und stelle dir Fragen,
für Denkanstöße...

1. Was tut er für das gemeinschaftliche Wohl?
Familie / Beziehung + Gefühlsleben
Für welche Themen trägt er den größeren Teil der Verantwortung?
Wer bringt etwas in die Beziehung ein (nicht nur finanziell)
Ist DAS einigermaßen gerecht aufgeteilt?

2. Was tut ER aktiv um seine/eure finanzielle Situation zu verbessern.
3. Was tut ER um DICH zu entlasten

4. Du steht mit beiden Beinen im Leben. Tut er das auch?

5. Ist Weihnachten/Sylvester 2015 etwas besonderes passiert?
Besteht die Möglichkeit, das er eine andere hat ohne seine "solide Basis" verlassen zu müssen?

6. Ist das Gefühl "ausgenutzt" zu werden so falsch?
Manchmal sagen uns die Gefühle die Dinge viel schneller als wir es mit dem Verstand Wissen und Begreifen.

Lieben Gruß Cele
 
  • #9
Du hast alles Recht der Welt, eine Lösung in der Geschwindigkeit einzufordern, die Du brauchst. Wenn es Dir wert ist, ihm Zeit zu geben, solltest Du das tun, sonst eben nicht mehr. Ein Außenstehender kann das kaum entscheiden.

Ich komme mir dazu noch ausgenutzt vor da ich einen größeren Teil unserer Finanzen trage als er.
Sehe ich nicht pauschal so. In einer Beziehung trägt jeder nach seiner Möglichkeit bei. Wenn er arbeitslos ist und Du einen Job hast und mehr Geld, wird Dein Anteil größer sein. Sein Beitrag ist natürlich, sich wieder um einen Job zu bemühen. Und dann evt. auch mehr beizutragen als Du. Oder würdest Du das auch nicht wollen, wenn er mehr verdient?
 
  • #10
Hallo, und Vielen Dank für die Antworten....einigs davon schwirrt auch in meinem Kopf aber jetzt Antworte ich erstmal:

INSPIRATIONSMATER: Wir wollten beide zusammenziehen, und bis er seinen Job verlor war es traumhaft. Im Haushalt ist er sehr engagiert, ordentlich und bemüht.

Das passt auch gut zu der Frage von Nordbriese: Ja er schmeißt den Haushalt fast allein, wenn ich von der Arbeit komme, ist eingekauft, meist die Wäsche gewaschen, Dinge sind repariert, selbst wenn nur mein Kind da ist - hat das fertige Hausaufgaben und einen gepackten Ranzen - er macht das Abendbrot und räumt häufig auch die Küche auf. Ist immer da wenn ich Hilfe brauche - kurz außer wenn es um fiananzielle Unterstützung geht kann ich mich 100 % auf Ihn verlassen!

Liebe auf der suche Dein Satz:Alle Unterstützung der Welt ist zwecklos, solange der Protagnoist selbst nichts tun kann bzw. will. Den würde ich ihm am liebsten um die Ohren hauen.

Aber kurz zu ihm: er hat Schwierigkeiten Entscheidungen zu treffen - egal was, er neigt zu depressiven Verstimmungen und ja er ist Antriebslos und trägt wohl auch einiges an Unzufriedenheit mit sich herum. Nimmt aber meine Hilfestellungen nicht an. Das war bisher für mich des Pudels Kern: Er ein stolzer Mann - früher in leitender Position und nun....er ist oft rechthaberische und belehrend- ihm fehlt berufliche Anerkennung, Respekt von außen und ein Ziel - aber von einer Frau helfen lassen? Überhaupt Hilfe annehmen?
Fast unmöglich.

Ich danke schonmal vorab für den Ausstausch und bin gespannt auf Eure Fragen und Antworten.
Grüße in die Nacht.
 
  • #11
CELE:1. Was tut er für das gemeinschaftliche Wohl?
Familie / Beziehung + Gefühlsleben
aleider herrscht auch hier ein Ungleichgewicht, unsere Paarveranstaltungsplanung kommt von mir ( was soll er Planen ohne Geld) Er macht Dinge ZU hause oder mal ein Sektfrüstück.

Für welche Themen trägt er den größeren Teil der Verantwortung?
  1. Haushalt
  2. Kinder nach der Schule (Hausaufgabenbetreuung)
  3. Auto (Alles was mit Auto zu tun hat)
  4. Reperaturen jeglicher Art
  5. Garten
  6. verschiedenen andere Dinge
Wer bringt etwas in die Beziehung ein (nicht nur finanziell)
Dieses Thema ist gerade ganz schwach auf der Brust.

Ist DAS einigermaßen gerecht aufgeteilt?
Nein!

2. Was tut ER aktiv um seine/eure finanzielle Situation zu verbessern.
Nichts!

3. Was tut ER um DICH zu entlasten
Unglaublich viel! Hut ab!

4. Du steht mit beiden Beinen im Leben. Tut er das auch?
Nein

5. Ist Weihnachten/Sylvester 2015 etwas besonderes passiert?
Besteht die Möglichkeit, das er eine andere hat ohne seine "solide Basis" verlassen zu müssen?
Über beides zermartere ich mir den Kopf - keine Lösung,
keine Indizien -für beides nicht, er sagt er weiß es auch nicht und eine andere Frau verneint er.

6. Ist das Gefühl "ausgenutzt" zu werden so falsch?
Manchmal sagen uns die Gefühle die Dinge viel schneller als wir es mit dem Verstand Wissen und Begreifen.
Du hast wohl Recht - auch wenn ich es gern ganz weit wegschieben möchte.

Ich schreibe morgen mehr - und bin Euch sehr dankbar für den Input!
 
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  • #12
Er ein stolzer Mann - früher in leitender Position und nun....er ist oft rechthaberische und belehrend- ihm fehlt berufliche Anerkennung, Respekt von außen und ein Ziel -
Das ist wohl des Pudels Kern. Und der einzige Mensch, der daran etwas ändern kann, ist er selbst.
Ich könnte mir vorstellen, daß er keine Bewerbungen schreibt, weil er nichts annehmen will, was nicht seinem vorherigen Status entspricht. Mit dieser Einstellung hast du aber in ein paar Jahren einen verbitterten alten und noch immer arbeitslosen Mann an deiner Seite.
Da kann einer noch so lieb sein - und nicht mal das ist er - aber Antriebslosigkeit verbunden mit Rechthaberei würde ich nicht eine Woche lang aushalten.
 
  • #13
Hallo Sanskrit,
manchmal gibt es schlechte Phasen im Leben. Da steht man sich selbst im Weg, ist ratlos und unzufrieden. Nahestehende Personen werden verletzt, weil sie den Frust abbekommen. Es wundert mich nicht, dass er keine Lust auf Sex hat. Er merkt, dass Du besser voran kommst als er. Die vielen Gespräche über die Probleme und das was er tun sollte, nagen weiter an seinem angekrachten Selbstwertgefühl. Er tut was er momentan tun kann.
"schmeißt den Haushalt fast allein, wenn ich von der Arbeit komme, ist eingekauft, meist die Wäsche gewaschen, Dinge sind repariert, selbst wenn nur mein Kind da ist - hat das fertige Hausaufgaben und einen gepackten Ranzen - er macht das Abendbrot und räumt häufig auch die Küche auf. Ist immer da wenn ich Hilfe brauche - kurz außer wenn es um fiananzielle Unterstützung geht kann ich mich 100 % auf Ihn verlassen!"
Das ist doch nicht nichts!
Es ist immer leichter zu gehen als zu kämpfen. Wenn sich der Kampf lohnt (das weißt nur Du), braucht er positive Erlebnisse, die sein Selbstwertgefühl wieder aufbauen. Lob und Zuversicht. Nur auf dieser Basis kommt er langsam aus dem Tunnel raus.
Viel Glück Alien
 
  • #14
Er ist quasi der entmannte Mann. Macht Hausarbeit statt bei der Arbeit Erfolge einzusammeln. Und hat sogar sexuelle Unlust. In diesem Zusammenhang sehr erklärbar. Die nächste Steigerung wäre, dass er sich eine andere Frau anlacht, eine, bei der er noch ein stolzer Mann sein kann, die ihn anhimmelt. Daheim ist er leider nur der erfolglose Mann. Und das hat nicht einmal was mir Dir zu tun. Nur bist Du gerade zufällig die Frau, die ihn in dieser Situation erlebt bzw. aushalten muß.

Es ist übrigens erwiesen, dass der Testosteronspiegel erfolgloser Männer abfällt und damit auch die Libido.

Aus meiner 20jährigen Ehe kann ich sagen, dass mein Exmann immer dann an unleidlichsten war, wenn er arbeitslos war. Und das war er öfter. Ich habe so dämliche Ideale gehabt wie: das stehen wir zusammen durch, wir halten zusammen. Und er hat es mir gedankt. Er hat mich wie Dreck behandelt. Hab mich immer gewundert, wie gut die schwachen Männchen nach oben treten können. Glaub mir: sie können.

Meine Ideale habe ich inzwischen revidieren müssen. Ich habe danach noch einmal erleben müssen, dass offensichtlich nur ich diese Ideale habe. Wenn sie nicht erwidert werden, gebe ich auf. Wie verdammt nochmal soll ich eine Beziehung führen, in der mein Verständnis und meine Hilfe nicht erwünscht werden.

Ich bin heftig dafür bestraft worden, dass ich oft die Stärkere war. Das war zunächst angenehm für ihn. Aber trotzdem unerwünscht. Inzwischen würde ich keinen Mann mehr wollen, der mir unterlegen ist, einfach, weil ich nicht wieder deshalb von ihm angepisst werden wollte.
 
  • #15
Für mich klingt das danach, dass er sich auf allen Gebieten einbringt, aber finanziell einfach nicht viel einbringen kann. Das ist auch eine Form von Ausgleich. Wenn jeder Mann sich gleich trennen würde, weil seine Partnerin finanziell weniger beiträgt, gäbe es in Deutschland auf einen Schlag mindestens 80% Beziehungen weniger...
 
  • #16
Du schreibst, er neigt zu "depressiven Verstimmungen" - damit ist nicht zu spaßen - und ein paar Belastungsfaktoren haben wir ja auch schon von dir gehört, Insolvenz, keine Kohle, kein Job.
Was genau meinst du aber mit "depressiver Verstimmung" - kannst du sein Verhalten genauer beschreiben? Vielleicht ist es so gravierend, dass er Behandlung braucht. Hilfe kann er nicht annehmen, das ist superschlecht als Voraussetzung um fette Probleme zu lösen, wie die seinen, aber da würde ich ansetzen. Er scheint ein Vogel Strauß Kandidat zu sein - nicht unüblich bei Depressionen!
 
  • #17
Hallo FS,
lass ihn doch einfach mal eine Zeit in Ruhe mit deinen Problemgesprächen. Kritisiere ihn nicht. Mach keine Vorschläge wie er seine finanzielle Situation verbessern könnte.
Kurz sehe ihn mal eine Zeit nicht als Problem. Er ist es wahrscheinlich leid bis zum gehtnichtmehr über eure Situation diskutieren zu müssen.
Mit "eine Zeit" meine ich so 1 bis 2 Monate.
 
  • #18
Was raten wir denn Frauen, die den Haushalt und Kinder etc versorgen?
Denen Lob und Anerkennung fehlt und ihr Job.
Welche Tipps geben wir, wenn sie depressiv werden?

Es ist egal ob das einer Frau oder einem Mann passiert.
Nur hat der Hausmann noch weniger Anerkennung im Umfeld.
 
  • #19
Ja er schmeißt den Haushalt fast allein, .... Ist immer da wenn ich Hilfe brauche
Liebe FS,
angesichts der ToDo-Liste die der Mann eigenständig und ohne Nörgeln jeden Tag abarbeitet kann ich Deine Kritik an ihm überhaupt nicht verstehen. Du wirst in Deutschland Millionen Ehemänner finden, die eine Hausfrauenehe führen, seit mehr als 20 Jahren die Frau vollfinanzieren und nicht ansatzweise diesen Full-Service bei guter Stimmung der Frau geboten bekommen.
Ihr habt eben ein anderes Rollenmodell - er ist die Hausfrau. Dabei trägt er aufgrund der Tatsache, dass ihr nicht verheiratet seid ein sehr hohes wirtschaftliches Risiko, anderes als die verheiratete Hausfrau.
Wenn Du das Rollenmodell nicht willst, weil Du das unsexy findest und es Dir finanziell nicht leisten kannst, ihn dauerzufinanzieren, dann wirst Du mit ihm Klartext reden müssen. Ich würde auch keinen Hausfrauenmann wollen, ihn aber anders als Du nicht als Partner wählen. Männer zu verändern klappt nie.

Alle Unterstützung der Welt ist zwecklos, solange der Protagnoist selbst nichts tun kann bzw. will. Den würde ich ihm am liebsten um die Ohren hauen.
Das sollte hier mal wagen ein Mann zu sagen, wenn die Frau sich im Haushalt so reinhängt wie er und ein fremdes Kind vollversorgt - der würde hier in der Luft zerrissen werden.
Übrigens ist das eine sehr schlechte, respektlose Einstellung zum Partner. Wenn ich so aggressiv gegen ihn wäre, würde ich ihn einfach zum Expartner machen und gut ists.

er neigt zu depressiven Verstimmungen ..... Er ein stolzer Mann - früher in leitender Position und nun....er ist oft rechthaberische und belehrend- ihm fehlt berufliche Anerkennung, Respekt von außen und ein Ziel - aber von einer Frau helfen lassen? Überhaupt Hilfe annehmen?
Fast unmöglich.
Schon Deine Tonart macht es unmöglich, Hilfe von Dir anzunehmen, denn Du gebärdest Dich wie sein Oberbefehlshaber.

Empathie ist wohl nicht Dein Thema? Er ist von weit oben die Treppe nach ganz tief unten gefallen. Das tut weh und es dauert bei vielen Menschen länger, den Absturz zu realisieren, zu verkraften und Mut für einen Neustart zu sammeln.

Er kommt schneller auf die Füße, wenn er durch Dich nicht weiter demoralisiert wird und sich nicht die Zeit mit Haushalt, Deinem Kind und Deinen Kümmernissen vertreiben kann.
 
  • #20
einen Job kann ich auch nicht herbeizaubern - da müßte er sich bewerben - das tut er nicht weil er nicht weiß was er machen will.

Ich komme mir dazu noch ausgenutzt vor da ich einen größeren Teil unserer Finanzen trage als er.
Wie bitte? Noch nicht einmal der Umstand, daß Du für ihn mit bezahlen mußt, bringt ihn dazu, sich berufsmäßig auf etwas festzulegen?! Der Fall läge vollkommen anders, wenn er es erfolglos versuchte. Aber ihm fehlt es ja schon am nötigen Antrieb. Nein, das ist keine gute Basis, und wenn es auch gefühlsmäßig von seiner Seite nicht mehr stimmt, dann wäre wohl eine Trennung der beste Weg.
 
  • #21
@Vikky
Echt guter Beitrag, finde ich, ich hätte das jetzt nicht so auf den Punkt bringen können wie du. Und nach dem Lesen deines Posts fiel mir die Überschrift der FS wieder ins Auge, die mich anfangs schon irritiert hatte, ohne zu wissen wieso. Jetzt weiß ich es.

Hop oder Top oder Abwarten.

Hop oder Top ist angesichts der Probleme, die der Mann hat, und die jeden von uns ereilen können, eine echt krasse und respektlose Formulierung.

Verständnis ist ganz sicher angesagt und nicht gleich ex und hop. Trotzdem ist in Beziehungen nichts so schwarz und weiß wie diese Phrase. Hilfe annehmen können ist wichtig bei gravierenden Schwierigkeiten - deshalb bleibe ich bei meinem Post #15, würde aber empathischer auf die Sicht des Partners eingehen.
 
  • #22
Hallo,

Danke für die vielen Anregungen, es war mir natürlich bewußt das ich auch Kritik ernten würde dennoch habe ich den Eindruck das einige mein Eingangspost nicht richtig gelesen haben. Unser Modell arbeitende Frau und Mann Haushalt war nicht mein ursprüngliches Problem sondern: Weniger schmusen, keine Küsse, weniger Zärtlichkeiten, Sex funktioniert Top - also KEINE sexuellen Probleme.
Zudem keine Komplimente kein, kein "Ich hab Dich Lieb oder Ich liebe Dich" - nicht mal an unserem Jahrestag. Und das ca. seit Weihnachten, davor war das alles traumhaft.

Zu den Kritikern sei noch so viel gesagt; Mein Gehalt reicht keinesfalls für uns alle, und bedeutet auch das ich und in dem Fall auch mein Kind - Abstriche machen müssen. Und ich zudem noch neben meiner regulären Arbeit als Selbstständige arbeite um Geld dazu zu verdienen.

Wir sind übereingekommen - vorübergehend! Unsere Rollen so zu verteilen - das heißt aber auch, meiner Meinung nach - das der andere sich bemüht einen Job zu finden (und dazu war bis jetzt mehr als ein Jahr Zeit) - und genau das tut er nicht, dabei bekommt er von mir jegliche Unterstützung! Auch bedanke ich mich dafür das er den Haushalt schmeißt (und nicht nur mit einem schnöden Danke - sondern mal ein Frühstück im Bett oder andere kleine Überraschungen) - die Unterstellung ich würde dies nicht tun - konnte ich nicht verstehen - woher nehmt Ihr diese Informationen?

Im Gegenzug wäre es nur fair - ich bekäme Dankbarkeit dafür dass ich die finanzielle Last trage und dem ist nicht so. (und damit meine ich das ich Geburtstage und Geschenke seines Kindes auch bezahle, neben den Haushaltskosten) daher auch das Gefühl des ausgenutzt werdens.

Hinter diesem Gefühl steht für mich auch die Frage: Vielleicht hat er ja keine Gefühle mehr - aber die Situation ist doch sehr komfortabel - und er will sie nicht aufgeben. Auf direkte Nachfrage verneint er dies...allein mein Glaube schwankt im Moment?

Daher erneut die Frage, was würdet Ihr tun? Bei einem Gespräch habe ich Ihn um Klarheit gebeten, ich habe Ihm das Angebot einer WG gemacht sollten die Gefühle nicht ausreichen, er will an der Beziehung festhalten sagt er. Zur fehlenden Gefühlsebene sagt er nichts, er weiß es nicht, kann es mir nicht erklären. Und ich habe zum wiederholten male gesagt das ich so nicht leben kann und will - da fehlt zu viel!

sonnige Grüße Sanskrit
 
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  • #23
Daher erneut die Frage, was würdet Ihr tun? ... Zur fehlenden Gefühlsebene sagt er nichts, er weiß es nicht, kann es mir nicht erklären
Du, mir klingt das nach wie vor danach, als könnte er eine behandlungsbedürftige Depression haben. Das ist doch nach den Erlebnissen nicht unwahrscheinlich - dass er seine Gefühle momentan nicht "fassen" kann - weder in Worte noch so - passt auch ins Bild. Deshalb von mir erneut mein Verweis auf meine Frage in #15.

Dass du hier extra betonst, dass du auch mit Kritik gerechnet hast und wir dann alle ein ABER hören sollen, bestätigt den Eindruck, dass du genau mit Kritik ein Problem hast. Vielleicht nimmst du den Ball auch mal an und lässt ihn nicht gleich veröden.
 
  • #24
Liebe FS,
das, was Du nicht schreibst, können wir hier nicht berücksichtigen in unseren Kommentaren. So respektlos wie Du Dich geäußert hat, kommt man nicht auf den Gedanken, das Du ihm Frühstück im Bett servierst. Ich bin eindeutiger in meinem Verhalten.

Weniger schmusen, keine Küsse, weniger Zärtlichkeiten, Sex funktioniert Top ... Zudem keine Komplimente kein.....
So respektlos wie Du Dich hier über ihn äußerst, willst Du uns wohl nicht erzählen wollen, dass Du diese Einstellung zu ihm aus der täglich gelebten Beziehung raushalten kannst. Das merkt er jeden Tag und da sollte es Dich nicht wundern, wenn er Dir nicht mehr soviel Zuneigung entgegen bringt, aber durchaus noch Frustsex mit Dir hat.
Du bist kein lebenunerfahrener Teenie mehr, sondern eine 40+ Frau. Kennst Du es nicht aus Deinem eigenen Leben, wenn der Respekt für einen Menschen Schwindsucht erleidet, dass die Zuneigung sich ebenfalls verfüchtigt und vorher übliche liebevolle Gesten unterbleiben, man durchaus noch seine Pflichten tut?

Wenn er auf absehbare Zeit keine Eigenverantwortung übernimmt, Du ihn nicht dauerhaft finanzieren kannst, dann würde ich diese rhetorische Frage nicht stellen, sondern die Versorgung für mich und mein Kind sichern, d.h. Haushalte trennen, vollständig ohne WG-Angebot. Das funktioniert nicht, wenn er ohnehin nicht für seine Versorgung aufkommen kann.

Ich schaue in solchen Fällen auf mich und meine Gefühle und nicht auf das, was von dem Mann kommt - von Liebe liest man bei Dir nichts, nur von Forderungen an ihn. Wenn es für mich nicht mehr für eine Beziehung reicht und er meine Existenz gefährdet, kann er erklären was er will, dann sorge ich für mich.

Du bist eine erwachsene Frau mit jeder Menge finanzieller Probleme. Übernimm' die Verantwortung für Dein Leben und das Deines Kindes, wenn Dich nicht tiefe Liebe an den Mann bindet, sodass es Dir selbstverständlich ist, für ihn zu sorgen und Dich und Dein Kind demzufolge zurückzunehmen.
Wenn Du echte Liebe empfinden würdest, dann würdest Du verstehen, warum er im Moment so handelt und könntest damit leben.

Heute kann jeder beruflich eine Bruchlandung hinlegen und nicht jeder kann wie Du sofort aufstehen. Mit Kind hast Du ohnehin anderen Druck als er.
 
  • #25
Im Gegenzug wäre es nur fair - ich bekäme Dankbarkeit dafür dass ich die finanzielle Last trage und dem ist nicht so.
Übrigens: Dankbarkeit kann man als Gegenleistung für erbrachte Leistungen nicht fordern. Es ist schön sie zu bekommen, für mich eigentlich selbstverständlich, wenn ausreichend Respekt und Zuneigung da sind.
Du hast einen Forderungskatalog an ihn und wertest ihn deutlich ab, bis hin zu aggressiven Äußerungen gegen ihn. Damit erstickst Du das Entstehen von Dankbarkeitsgefühlen, denn das nimmt er alles wahr.
 
  • #26
Für mich riecht dies sogar eindeutig nach Depression!
Wenn andere Personen anwesend sind - du, dein Kind - wird alle Kraft gesammelt. Ist er allein, fällt er in sich zusammen. Besonders Dinge, die nicht zu bewältigen scheinen (dann auch nicht können!), werden nicht angegangen. So ein bisschen vor sich hinpuzzeln geht, nur nichts Kompliziertes.
Auch Aggressivität ist typisch für eine Depression. Da entlädt sich der ganze Frust über die eigene Unzugänglichkeit. Nicht zu vergessen die Gefühlsarmut...

Druck und ewiges Nachfragen helfen da gar nicht. Verschlimmern den Zustand eher.
Gibt es da nicht einen guten Hausarzt, der einen guten Psychologen kennt?
 
  • #27
Hallo,

Was meine ich mit Depressive Verstimmung:

Mein Partner konnte der absolute Traummann sein, Zuvorkommend, Zärtlich Aufmerksam - schon an meiner Stimme hat er erkannt wenn es ein Problem gab.

Es gab aber auch immer wieder Phasen in denen er sich zurückzog, nicht erreichbar war.
Küsse wurden seltener, Nachfrage oder Interesse an mir auch.
Aufgaben die er sich selbst gestellt hat versandeten, er prokrastinierte häufiger als sonst, war unausgeglichen, unleidliche zu beiden Kindern, aufbrausend, nörgelig und ungerecht.

Ich habe das ausgeglichen, beide Kinder aus der Situation genommen und ihn unterstütz wo es nur ging. Ich habe dann immer auch versucht ihn zu erreichen - auf allen möglichen und unmöglichen Wegen. Briefe geschrieben, ihm Auszeiten organisiert, geredet und nicht geredet - je nach Problemlage - aber eines war zwischen uns immer klar - trotz Problemen - Wir sind ein Paar und wir wollen zusammen alt werden.

Diesmal ist es anders, zu den oben beschriebenen Erscheinungen kommt noch sein Verhalten gegen mich dazu, er belehrt mich, behandelt mich arrogant und herablassend - so das gemeinsame Freunde mich beiseite nehmen und Fragen warum ich mir das gefallen lasse und ob sie mal was sagen sollen. Dann nehme ich ihn in Schutz.

Und ja ich liebe ihn, aber ich bin ü.40 und will nicht den Rest des Lebens an eine Person verschenken die sich nicht gemeinsam um die Beziehung bemüht.

In einem Garten sollten beide Gärtner und nicht nur einer, zeitweise kann einer den anderen ein Stück des Wegs tragen...aber wie lange ist der Weg???? Im Moment trage ich und es ist für mich jetzt zu viel nach über einem Jahr - vor allem mit fehlender Zuneigung!

Den Hinweis Ihn dazu zu bewegen sich eventuell einem Psychologen oder Arzt vorzustellen werde ich beherzigen.


Grüße sanskrit
 
  • #28
Hallo Vicky

So respektlos wie Du Dich hier über ihn äußerst, willst Du uns wohl nicht erzählen wollen, dass Du diese Einstellung zu ihm aus der täglich gelebten Beziehung raushalten kannst.

Doch....aber das kann man aus geschriebenen Worten nicht erkennen,

hier zu schreiben ist sozusagen mein Handzeichen von – ich weiß nicht weiter.

Hier breche ich aus, jammere rum – so wie ich es ihm gegenüber nicht präsentiere.

Grundsätzlich bin ich ein grenzenloser Optimist, überhaupt nicht Nachtragend und habe leider in meiner Ehe schon den Alleinverdiener gespielt.

Das möchte ich nicht noch einmal, er kennt meine Vorgeschichte und ich habe Ihn anders kennengelernt. Als Geschäftsmann mit beiden Beinen im Leben….die Fassade bröckelte irgendwann – aber die Liebe war groß – und wir haben gesagt wir meistern das.


Meistern heißt aber auch für mich Transparenz, Ehrlichkeit und jeder bringt sich ein.

Seit 5 Monaten sitze ich gefühlsmäßig auf dem Trockenen – und halte die Füße still.

Versuche ihn zu motivieren, mach ihm Komplimente und Lobe ihn - in der Hoffnung es würde vorwärts gehen – und weil ich ihm das Gefühl geben will das er ein wichtiger Mensch ist, wertvoll – Job hin oder her. Versuche „Perlen des Alltags zu schaffen“ (Picknick im Grünen, Konzert seiner Lieblingsband, Ausflüge mit und ohne Kinder…etc.) um positiv nach vorn zu blicken.

Bis vor 5 Monaten war er auch transparent und ehrlich und auch ich habe auch Probleme die wir ebenso in die Waagschale geworfen haben. Holte mir bei ihm Rat und Hilfe. Denn ich kenne die Problematik – gerade des Mannes sich unmännlich zu fühlen wenn Mann 1000 Probleme hat und keinen Job – dem Ungleichgewicht in der Beziehung vorzubeugen.

Wir hatten immer eine Perspektive – ein UNS.
Er hält am Familienleben fest – Familie sein mit den Kindern (seins und meins),ich fühle im Moment besonders stark das Ungleichgewicht – ich erfülle – erbringe – lebe dieses WIR – und er lebt und erbringt – auch einen Teil keine Frage das bekommt er auch von mir positiv gespiegelt. Aber wir sind keine WG sondern zu dem WIR gehört auch ein Paar – und diese Paarfahne kann ich nicht permanent alleine hochhalten – zumal es frustrierend ist wenn über einen längeren Zeitraum (ca. 5 Monate) vom Partner nichts mehr kommt. Das macht mich ratlos - im Moment und traurig.
 
  • #29
Hallo @sanskrit:

Dann sprich mit deinem Partner so und schildere ihm deine Sicht, wie du es hier tust. Dass du das Forum nutzt, um klar zu werden, was du brauchst und willst, kann ich verstehen. Du siehst hier aber, dass WIR dich auch nur verstehen, wenn du Klartext redest. Du hast bisher in der Beziehung manipuliert - dieses versucht zu ändern oder jenes, damit es besser läuft, geredet und geredet ohne Resultate, dabei in den Vordergrund gestellt, was DU alles leistest, damit etwas passiert. Ist ja auch nicht verwerflich, du wusstest ja nicht, wie anders machen. Jetzt mach es anders, damit etwas passiert.

Dass du deinen Partner dazu bewegen willst, zum Psychologen zu gehen, finde ich richtig. Es wird schwierig, weil er Hilfe schwer annehmen kann, wie du schreibst. Umso wichtiger ist es, dass du nicht sowas sagst wie " Liebling überlege doch mal" oder "wäre doch gut für dich, wenn..." Du solltest dann klar sagen, dass du erwartest, dass er sich professionell um seine Schwierigkeiten kümmert. Dass du dich in der Beziehung nicht mehr gut fühlst und nicht bereit bist, das lange so weiter zu tragen, wenn er sich nicht sichtbar um Lösungen bemüht und sich dabei helfen lässt. Du solltest ihm gleichzeitig zu verstehen geben, dass du zu ihm stehst. Also eine Mischung hinbekommen aus : Ohne, dass du deinen Hintern bewegst und zwar schleunigst, geht es mit uns nicht mehr lange so weiter. Ich möchte aber, dass es mit uns weitergeht. Ich liebe dich. Aber deine Probleme sind mir eine Nummer zu hoch, die kann ich nicht für dich lösen, du kannst es auch nicht, also kümmere dich und geh zum Psychologen. Du bist nicht der erste, der Depressionen bekommt in deiner Situation, und es gibt Mittel und Wege der Heilung. Dass du hier aber daran zugrunde gehst, trage ich nicht mehr lange mit, also überlege es dir. "

So oder so ähnlich. Klartext.

Kannst hier ja mal berichten, wie es bei euch weitergeht.