• #1

Heiraten, auch wenn es für den Partner das dritte Mal ist?

Liebes Forum

Ich lebe seit zwei Jahren in einer sehr schönen Partnerschaft. Wir haben viele gemeinsame Interessen, reisen viel, unterstützen uns beruflich gegenseitig sehr gut, unsere Familien verstehen sich gut, haben uns zusammen ein tolles altes Haus gekauft, in dem wir uns sehr wohl fühlen, werden im nächsten halben Jahr gemeinsam wieder viel auf Reisen sein. Er hat zwei erwachsene Kinder, die mich mögen und die ich mag. Alles prima :) Ich würde gern heiraten (wollte ich früher nie). Er nicht mehr, weil er schon zwei mal geschieden ist.

Ich würde einfach gern heiraten. Ohne grosse Begründung. Weil ich es schön fände, wenn wir es tun. Er möchte nicht mehr, weil er zwei mal geschieden ist. Das ist jetzt kein Drama und hat auch nichts mit unserer Liebe zu tun, Ich möchte ihn auch nicht drängen, würde mich aber einfach freuen, wenn wir heiraten. (Auf meinen alten Tage 42 :))

Ich würde gern einfach aus romantischen Gründen/Gefühlen heiraten.

Sollte ich verzichten, weil er nicht mehr will, oder nochmal meine Bedürfnisse klar machen?

Danke für eure Tipps.
 
  • #2
Ich habe erwachsene Kinder und würde nie wieder heiraten. Unter anderem deshalb, weil ich meine Kinder als Alleinerben sehen will, und nicht einen Mann, mit dem ich noch ein paar Jahre verbringen könnte. Ich habe mir alles für sie erarbeitet und es ist mir einfach wichtig, daß sie alles bekommen und niemand anderer einen Pflichtteil, ein Wohnrecht, etc. Ich kann mir auch nicht vorstellen, daß mir ein Mann jemals wichtiger sein könnte als die kids.
Das wäre meine Begründung, es kann natürlich noch 1000e andere geben.
 
  • #3
Warum hat Heiraten bitte was mit romantischen Gefühlen zu tun? Viele Beziehungen gehen gerade nach/ab der Eheschließung in die Brüche. Was ist da also bitte romantisch dran?
Ich kann verstehen, dass er nicht mehr heiraten möchte. Das sagt 0,0 über die Liebe zu jemandem aus. An deiner Stelle hätte ich das direkt am Anfang klar kommuniziert. Wenn sich das plötzlich aus heiterem Himmel bei dir gewandelt hat, bleibt mir nur zu sagen (sorry): Sh*it happens. Komm damit klar oder trenne dich.
 
  • #4
Wenn er schon mehrmals geschieden ist, dann heiratet er offensichtlich jede beliebige Frau. Da muss er sehr gut begründen, warum er DICH nicht heiraten will.
 
  • #5
Ich würde gern einfach aus romantischen Gründen/Gefühlen heiraten.
Keiner heiratet aus romantischen Bedürfnissen, das ist genauso wie wenn ich sage ich reiche meine Steuererklärung aus romantischen Bedürfnissen ein. Dir geht es darum nach der Ehe abgesichert zu sein und darauf hat dein Freund keine Lust, da den Fehler bereits 2x begangen hat und vermutlich jede Menge Lehrgeld gezahlt hat, bzw. immer noch zahlt.
Ich hoffe, dass er inzwischen klug genug ist sich nicht noch einmal auf so etwas einzulassen.
 
  • #6
Vorschlag: Eine freie Trauung. Man gibt sich im Kreise seiner Familien, Freunde etc. gemeinsam das Eheversprechen.
Und erspart sich bei Trennung die Scheidung.

Wer bereits zweimal geschieden ist, hat sich zweimal "die Finger verbrannt." Und auf jeden Fall viel Geld für die Rechtsanwälte gezahlt. Und soll das jetzt ein drittes Mal riskieren ?

Außerdem muß er nach deutschem Recht jederzeit Unterhaltszahlungen wegen der ex-Ehefrauen befürchten. Wenn sie sozial bedürftig werden, und Unterstützung vom Staat bekommen.
 
  • #7
Also erstmal finde ich das Alter spielt beim heiraten keine Rolle. Letztes Jahr war ich auf zwei Hochzeiten, bei denen die Brautleute 40+ bzw. 50+ waren. Ich finde Hochzeiten auch sehr romantisch und muss auch immer noch weinen wenn wir uns Bilder ansehen. Also deinem Grund zu heiraten verstehe ich sehr gut. Warum genau will dein Freund denn nicht? Hat er schlechte Erfahrungen gemacht oder wurden seine beiden Ehen friedlich und ohne finanzielle Verluste für ihn geschieden?
Rede einfach nochmal in Ruhe mit ihm, was gegen eine Trauung spricht. Vielleicht kannst du ja mit einem Ehevertrag einige seiner Ängste beseitigen? Wenn er natürlich absolut nicht will überlege dir ob eine freie Zeremonie, ohne Standesbeamten etwas für dich/euch wäre.
War bei mir keine Option, da mir auch wichtig war seinen Namen anzunehmen und eine Familie zu sein. Aber für euch könnte das doch das Richtige sein. Diese kann man auch richtig schön romantisch gestalten, im Freien mit Reden von Freunden und so.
Ich drücke dir die Daumen, vielleicht könnt ihr euch ja doch auf eine Ehe einigen. Und lass dir nicht einreden, das wäre unnötig und Schwachsinn in deinem Alter, für sowas ist man nie zu alt.

w31
 
  • #8
Ich denke ihr könnt schon nochmal drüber reden aber wenn er nicht will, dann will er nicht.

Ich erzähl dir hier kurz die Geschichte von meinem Vater da ich viele Ähnlichkeiten entdecke.

Meine Eltern ließen sich scheiden als ich ca. 9-10 war. Er lernte kurz darauf eine neue Frau kennen, die er ehelichte als ich ca. 12(?) war. Anfangs schien die Beziehung gut zu laufen, allerdings gab es doch immer wieder Probleme da sie nicht mit mir und meinem Bruder klarkam bzw. war sie eifersüchtig auf uns (obwohl wir nur alle 2 Wochen dort waren) und ich verlor meinen Vater etwas aus den Augen. Die Besuche waren meist obligatorisch und mein Bruder und ich saßen meist nur allein in unserem Zimmer.

Nach ca. 6 Jahren ging auch diese Ehe in die Brüche und mein Vater hatte sogleich eine neue Freundin, noch um einiges jünger als die vorherige und als mein Vater (18 Jahre Altersunterschied). Es ist jedoch interessant, wie sich mein Vater entwickelt hat... er ist wieder richtig lebendig und unternimmt sehr viel mit uns. Meine neue Stiefmama liebt un, bezeichnet uns spaßhalber oft als "ihre großen Kinder" und wir waren auch schon mehrmals zu Viert auf Urlaub. 2013 haben sie schließlich nach 3 Jahren Beziehung geheiratet.

Kurzum: für ihn war es auch die 3. Ehe und er war sich eigentlich sicher, nie wieder heiraten zu wollen. Allerdings macht seine neue Frau ihn so glücklich und ich bin mir sicher, diese Beziehung wird auf ewig halten. Ich habe ihn mit meiner Mutter und mit Stiefmama 1 erlebt... das kann man alles gar nicht vergleichen. Mein Vater wird in einigen Tagen 55, seine Frau ist 38, mein Bruder 29 und ich werde in wenigen Tagen 25. Ich sehe also große Parallelen zwischen meinem Vater und deinem Freund und wer weiß, vielleicht ändert er seine Meinung doch noch wie mein Vater. :) Ich wünsch euch alles Gute!
 
  • #9
Liebe FS,

dir geht es gut, du bist glücklich in deiner Partnerschaft. Was würde sich nun also ändern, wenn du den Wunsch nach Heirat erfüllt bekommst? Ist es nur die Romantik, die du haben möchtest? Endlich auch einen Ehering am Finger haben und vor allen Menschen sagen können: mein Mann?
In deinem Alter solltest du dich von solchen Äußerlichkeiten freimachen. Romantik wird sowieso überbewertet und findet nur im Kino statt. Von spätem Kinderwunsch lese ich auch nichts, so dass nun wirklich sehr wenig für eine Eheschließung spricht.
Von der Steuererleichterung mal abgesehen. Und alles andere kann man auch mit Patientenverfügungen oder testamentarisch/ juristisch regeln.
Ich sehe es aus dieser Perspektive: dein Partner hat schon 2 Ehen hinter sich, verständlich, dass er nun nicht noch eine dritte Ehe will und es wäre für mich auch kein Wunsch Ehefrau Nr. 3 zu sein. Mir käme das so vor, als wenn dann die Leute spekulieren würden, wie lange es dieses Mal wohl gutgeht.
Vielleicht legt sich mit einer Eheschließung auch bei deinem Partner ein Schalter um und er fühlt sich "gefangen" und hat Tendenzen wegzulaufen? Dagegen würde er "freiwillig" gerne mit dir zusammenbleiben?
Und bedenke auch, dass du ohne Ehevertrag autarker bist und das macht eigentlich ganz schön sexy. Ein Partner muss sich also immer aufs Neue um dich bemühen, denn auch du könntest ja jederzeit gehen.
Wenn du jetzt eine Debatte um eine Heirat anfängst, dann bringst du nach meiner Ansicht nur Unruhe in euer Gefüge, eine Missstimmung, die auch die Partnerschaft belastet und sogar vergiften kann. Letztendlich kannst du auch eure Beziehung durch deinen Wunsch nach Heirat zerstören. Dann hast du gar nichts mehr!
Versuche deinen Wunsch loszulassen, nimm das Leben locker und leicht, genieße schöne Stunden. Schon morgen kann alles vorbei sein und was hättest du dann von einem Ehering? Und wer weiß, vielleicht kommt dein Partner irgendwann doch noch auf dich zu und macht dir einen Antrag, wenn du schon lange nicht mehr an Heirat denkst. Die Hoffnung kannst du dir ja in einem winzigen Teil deines Herzens belassen.
Aber ich bin überzeugt, dass es in deinem Alter, als Frau ohne Kinderwunsch, auch ohne Heirat geht.
 
  • #10
Ich würde gern einfach aus romantischen Gründen/Gefühlen heiraten.
Sollte ich verzichten, weil er nicht mehr will, oder nochmal meine Bedürfnisse klar machen?
Meine Meinung: Er möchte nicht mehr, was ich absolut verstehe und das ist zu respektieren! Was ich nicht verstehen kann, aus romantischen Gründen/Gefühlen heiraten. Ich brauche keine Heirat für Gründe um romantische Gefühle zu bekommen, das verstehen so wahrscheinlich überwiegend Frauen, wobei der wirklich wahre Hintergrund sicherlich anders lautet! Wenn du mit ihm glücklich bist, dann drehe nicht weiter an der Heiratsschraube, das nervt echt, guter Tipp! Habe mich von einigen Frauen getrennt, die das auch versuchten! Ich z.B. würde nicht mal 1x heiraten, egal mit welcher Frau! In meinem Freundeskreis sind alles geschiedene Leute, außer meine Person, da ich das zu meinem Glück nie getan habe, hab das schon sehr früh gewusst und mich daran gehalten, es nicht zu tun! Ich brauche keinen Schein vom Standesamt, der mir bestätigt, so jetzt bist du glücklich und unter der Haube! Auf die steuerlichen Vorteile verzichte ich gerne, denn die sind bei der Scheidung keine Vorteile mehr. Wenn ich die geschiedenen Männer gefragt habe, warum sie geschieden sind, kam meist die Antwort: die Frau bestimmt später in der Ehe wo es lang geht und der Mann hat zu kuschen, Sex nach Kinderplanung ist vorbei, heißt freiwillige Zwangsversklavung. Fragte ich die Frauen, sagten mir diese: wir haben uns auseinandergelebt, nicht füreinander sondern überwiegend gegeneinander! Was soll man dazu noch sagen? Heiraten finde ich eh nicht mehr in der Zeit bei so vielen Scheidungen und Trennungen, was ist daran noch soo schön?!? Jeder, der heiratet glaubt, es erwischt ihn mit Scheidung nicht, was für ein Irrtum und Alptraum!
 
  • #11
Hallo Gwunder-Nase-CH,
überlege doch mal, welche Gefühle Du mit Hochzeit und Ehe verbindest. Das können ganz unterschiedliche Gefühle sein.
Bei manchen ist es Freude über die Steuerersparnis, vielleicht so etwas wie "jetzt hab ich es mit 42 doch noch geschafft" oder "Sicherheit und geregelte Verhältnisse" oder "Angekommen sein beim Seelenpartner" oder "dann muss sich mein Vater keine Sorge mehr machen, weil ich versorgt bin".
Meistens ist es ja nicht nur ein Gefühl oder eine Motivation, die mit Ehe verbunden wird.

Genau dieses Grundgefühl würde ich an deiner Stelle Deinem Partner kommunizieren.
Es läuft aktuell alles gut. Also würde ich hier nicht auf ein schnelles Ergebnis drängen, sondern daran denken, dass der stete Tropfen den Stein höhlt.

Bei ihm steht Hochzeit und Ehe vielleicht nur für das Gefühl - dann dauert es nicht lange, bis man sich gehen lässt, und alles geht den Bach runter geht.
 
  • #12
Sollte ich verzichten, weil er nicht mehr will, oder nochmal meine Bedürfnisse klar machen?
Wie oft hast du ihm deine Bedürfnisse denn schon klar gemacht ?
Ich tippe: oft.
In deinem kurzen Text hast du viermal ( ! ) geschrieben, dass du gerne heiraten möchtest.
Wie oft sagst du ihm das ?

Ich denke, er weiß, dass du heiraten möchtest und du weißt, dass er es nicht möchte.
Es gibt keinen Kompromiß, nur ja oder nein.
Was hättest du aber davon, wenn er 'ja' sagen würde, obwohl du ganz genau weißt, er will nicht ?
Welchen Wert hat so ein erzwungenes Zugeständnis ?

Du scheinst eine rundum gute Beziehung zu haben. Mach die bitte nicht kaputt, indem du fortwährend insistierst.

w 48
 
  • #13
Hallo Gwundernase

Ich verstehe deinen Wunsch nach Heirat, finde ich schön, wenn man mit dem richtigen Partner zusammen ist, und das ist ja bei dir der Fall. Du schreibst gar nichts negatives, das ist wirklich genial. Also, ich weiss nicht, ob du ergründet hast, was bei deinem Partner in den letzten Ehen falsch lief, wie die Scheidungen sich gestalteten (Rosenkrieg...?) usw. Ob das für ihn eher traumatisch war. Vielleicht wäre es gut, hinter die Fassaden zu blicken, aber natürlich diskret, keine Ausfragerei... dann kannst du ev. für dich herausfinden, ob noch eine Chance für eine Heirat besteht, irgendwann. Ich würde das Thema JETZT mal eine Weile ruhen lassen und eben diskret Info's sammeln. Vielleicht kannst du irgendwann mal auf taktvolle Weise die Frage nochmals (zum letzten Mal) ansprechen. Du solltest für dich aber auch entscheiden, was dir am Ende des Tages wichtiger ist. Deinen Wunsch durchzusetzen mit der Heirat, oder eben glücklich mit diesem Partner zusammen sein. Willst du dies auf's Spiel setzen? Ist halt alles eine Frage der Prioritäten...
 
  • #14
Ich habe das Argument einiger Männer, nicht heiraten zu wollen, weil es vorher schief gegangen ist, nie verstanden. Gerade die erste Ehe wird doch meistens leichtsinnig geschlossen, weil man im entsprechenden Alter ist, die Frau schwanger ist, man glaubt, nichts besseres mehr zu finden etc. Man wird aber klüger und reifer und sicher auch wählerischer und könnte nach gescheiterter Ehe ganz gut ohne Partnerin leben. Wenn es aber dann DIE FRAU ist, habe ich mit einer Heirat kein Problem. Ich bin in zweiter Ehe verheiratet und wir führen eine sehr gute und glückliche Ehe. In erster Ehe habe ich so etwas gar nicht gekannt.
 
  • #15
Natürlich solltest du seine Ansichten akzeptieren, zumal ihr euch auch unter dieser Prämisse kennengelernt habt.
Evtl. könntest du ihm nochmals sagen, dass es dir "nur" um die Romantik und die Zeremonie geht, nicht um die staatlich organisierte vertragliche Bindung oder das kirchliche Sakrileg. Du willst einfach eine schönes symbolisches Ritual das eure Liebe zueinander verbildlicht. Wenn das wirklich stimmt könnt ihr ja auch eine romantische Zeremonie inkl. Feier u. Flitterwochen usw. abhalten, es gibt da Feiern die stellen jede kirchliche und standesamtliche Hochzeit in den Schatten. Haben aber halt keinerlei juristische Auswirkung, aber darum geht es dir ja überhaupt nicht oder???
Ich kann mir nicht vorstellen, dass ihm eine derartige Zeremonie nicht gefallen würde.
M31
 
  • #16
Keiner heiratet aus romantischen Bedürfnissen, das ist genauso wie wenn ich sage ich reiche meine Steuererklärung aus romantischen Bedürfnissen ein. Dir geht es darum nach der Ehe abgesichert zu sein und darauf hat dein Freund keine Lust, da den Fehler bereits 2x begangen hat und vermutlich jede Menge Lehrgeld gezahlt hat, bzw. immer noch zahlt.
Ich hoffe, dass er inzwischen klug genug ist sich nicht noch einmal auf so etwas einzulassen.
Lass dir sowas von gefrusteten Leuten nicht einreden. Ich habe auch geheiratet wegen dem Gemeinschaftsgefühl und es war herrlich romantisch. Klar geht es auch ohne, aber irgendwie fühlt es sich so richtiger an. Viel Erfolg wenn du nochmals mit deinem Freund sprichst
 
  • #17
Vielen Dank für die Rückmeldungen. Mir war die Möglichkeit der freien Trauung nicht wirklich bekannt. Das ist sicher eine schöne Sache.

Letztlich geht es mir ja um eine kleine Zeremonie. Er ist der erste Mann, mit dem ich alt werden möchte. Es geht mir nicht um finanzielle Absicherung oder Sonstiges, wie einige anmerkten. Es geht mir nur um Romantik. Ich liebe meinen Partner, bin sehr glücklich und möchte mit ihm alt werden :) Danke!
 
  • #18
Ich verstehe die FS und in diesem Thread kommt etwas erschreckend zu Tage, was ich bei einer neuen Beziehung, und der Überlegung nochmal zu heiraten, überhaupt nicht akzeptieren würde:

Projektion der negativen Auswirkungen der Vergangenheit auf die Gegenwart und die Zukunft.

Ich würde immer wieder heiraten ...und zwar, weil es gut funktioniert hat!

Von einer Frau, die schon ein oder zwei Mal geschieden ist, würde ich erwarten, dass sie abstrahieren kann, dass alles, was sie bislang erlebt hat, auf mich nicht zutreffen kann. Da ich noch keine einzige Beziehung an die Wand gefahren habe, gibt es überhaupt keinen Anlass, irgendeine Erfahrung, mit irgendeinem Exmann auf mich zu übertragen!

Ich erwarte von einer Frau, dass sie diesen RESET hinbekommt und die Fragestellung einer Heirat mit mir so beurteilt, als wäre sie noch noch nie verheiratet gewesen (oder wenn, dann wie bei mir, mit positiven Erinnerungen).

Die FS, die ja scheinbar noch ledig ist, kann dieses auch von ihrem Partner erwarten!

V.m45
 
  • #19
Wenn es aber dann DIE FRAU ist, habe ich mit einer Heirat kein Problem. Ich bin in zweiter Ehe verheiratet und wir führen eine sehr gute und glückliche Ehe. In erster Ehe habe ich so etwas gar nicht gekannt.
Dann bist du die Ausnahme. Zweite Ehen haben statistisch eine noch größere Wahrscheinlichkeit zu scheitern, als erste Ehen.
Deine Annahme daß alle nur aus Dummheit und wegen Schwangerschaft heiraten, ist einfach nur totaler Blödsinn.
 
  • #20
Hallo, ich persönlich kann Deinen Freund da sehr gut verstehen, nach 2 gescheiterten Ehen interessiert man sich schlicht nicht mehr für das Thema. Es geht um eine äusserliche Form, die sowieso nix wert ist ausser vielleicht irgendwann Unterhaltszahlungen ect. Klebe nicht an Äusserlichem und erfreue Dich daran, was Du hast. Auch die allergrösste Liebe würde mich nicht mehr zum heiraten bringen, da auch ich 2x geschieden bin und das reicht einfach für ein Leben. Es zählt die Liebe, die ist, nicht irgendeine romantische Verklärung davon. LG
 
G

Ga_ui

  • #21
Es täte dir gut, dieses Bedürfnis nochmal mit deinem Partner auszudiskutieren. Er wird nach drei Malen nicht mehr heiraten, verstehe ich auch vollkommen. Aber dir ist das wohl noch nicht ganz klar.

Aus romantischen Gründen heiraten ist sinnlos, weil diese Gefühle in 5, 7 oder 10 Jahren auch dahin sind. Wir leben schließlich nicht mehr in den 60ern, wo man schnell heiratet und dann bis auf alle Tage glücklich ist. Meist kommt dann die Realität zu Tage.

Ist es aber dein sehnlichster Wunsch, wirst du dir einen anderen Partner suchen müssen. Ich denke, nach einem Gespräch, wirst du mehr Klarheit haben. Dein Partner hat es dir offentlich noch nicht recht klar gemacht, wie ernst es ihm mit NICHT HEIRATEN ist!

Mach nicht den Fehler, zu hoffen und zu warten ... Bei Männern erreicht man damit gar nichts
 
  • #23
Projektion der negativen Auswirkungen der Vergangenheit auf die Gegenwart und die Zukunft.

Ich würde immer wieder heiraten ...und zwar, weil es gut funktioniert hat!

Von einer Frau, die schon ein oder zwei Mal geschieden ist, würde ich erwarten, dass sie abstrahieren kann, dass alles, was sie bislang erlebt hat, auf mich nicht zutreffen kann. Da ich noch keine einzige Beziehung an die Wand gefahren habe, gibt es überhaupt keinen Anlass, irgendeine Erfahrung, mit irgendeinem Exmann auf mich zu übertragen!

Ich erwarte von einer Frau, dass sie diesen RESET hinbekommt und die Fragestellung einer Heirat mit mir so beurteilt, als wäre sie noch noch nie verheiratet gewesen (oder wenn, dann wie bei mir, mit positiven Erinnerungen).
Das würde man dann DUMM nennen, weil jemand der aus den Fehlern der Vergangenheit nicht lernt genau das ist. Wie eine Fliege die immer wieder dort Platz nimmt wo gerade noch eine große Hand nach ihr geschlagen hat. Isektoides Verhalten das keinen Nutzen hat. Ob es sinnvoll wäre sich mit einem Menschen der, würde er dies machen, über derart geringe geistige Fähigkeiten verfügt zusammentun brauche ich ja wohl nicht mehr schreiben.
 
S

Sternchen2015

  • #24
Hallo FS,
Es gibt ja hier die verschiedensten Ratschläge.
Aber #3 und 4 gehen ja gar nicht. Heißt das, dass man ein Loser, Versager oder sonstiges Schlimmes ist, wenn man zweimal geschieden ist? Auch ich (w53) war schon zweimal verheiratet. Und doch würde ich es beim Richtigen jederzeit wieder tun.
Valmont hat in meinen Augen vollkommen recht.
Viel Glück für euch.
 
  • #25
Ich verstehe die FS und in diesem Thread kommt etwas erschreckend zu Tage, was ich bei einer neuen Beziehung, und der Überlegung nochmal zu heiraten, überhaupt nicht akzeptieren würde:

Projektion der negativen Auswirkungen der Vergangenheit auf die Gegenwart und die Zukunft.

Ich würde immer wieder heiraten ...und zwar, weil es gut funktioniert hat!
Ich würde es auch nicht akzeptieren und das unterscheidet eben die Gescheiterten von den friedlich Getrennten oder Verwitweten. Wir erinnern uns an das Gute, die anderen nur ans Schlechte.

Weiter frage ich mich, in weit weit eine Beziehung glücklich sein kann, wenn sich grundlegende Einstellungen, wo es keinerlei Kompromisse geben kann, nicht decken? So glücklich ist das für mich nicht, wenn es nur über Verzicht einer Partei funktioniert.
 
  • #26
@ Lily321: Ach ja? Erste Ehen sind oft von einem fehlenden Leistungsgleichgewicht gekennzeichnet. Einer schafft die Kohle an, der andere richtet sich auf den Zahlungseingang auf dem Konto ein. Die Erpressbarkeit ist in den ersten Ehen meistens viel höher und man bleibt viele Jahre in der kaputten Ehe, weil man keinen Ausweg sieht - ganz oft beobachtet - und, dass die Braut die Ehe durch Schwangerschaft erzwungen hat, war vor zwanzig Jahren üblich und sehe ich auch jetzt noch in der Verwandtschaft und Nachbarschaft. Sehr romantisch und fair.
 
  • #27
@ Lily321: Ach ja? Erste Ehen sind oft von einem fehlenden Leistungsgleichgewicht gekennzeichnet. Einer schafft die Kohle an, der andere richtet sich auf den Zahlungseingang auf dem Konto ein. Die Erpressbarkeit ist in den ersten Ehen meistens viel höher und man bleibt viele Jahre in der kaputten Ehe, weil man keinen Ausweg sieht - ganz oft beobachtet - und, dass die Braut die Ehe durch Schwangerschaft erzwungen hat, war vor zwanzig Jahren üblich und sehe ich auch jetzt noch in der Verwandtschaft und Nachbarschaft. Sehr romantisch und fair.
Dann lebst du in einer sehr traurigen Nachbarschaft und die Verwandtschaft ist auch nicht besser. In meinem Umfeld (zwischen 29-36 ca.) gab es in den letzten zwei Jahren viele Hochzeiten.
Keine davon war wegen einer Schwangerschaft. Beide arbeiten jeweils Vollzeit und sind zum größten Teil Akademiker. Ja natürlich können diese Ehen scheitern in 5,10 oder 15 Jahren. Trotzdem sind sie jetzt glücklich und haben aus Liebe und Glaube an die Zukunft geheiratete. Wenn eine Trennung, wenn sie später erfolgt, fair ist und kein Rosenkrieg ausbricht, sollte man doch in der Lage sein auch die schönen Seiten in Erinnerung zu behalten.
Eine zweite, dritte oder vierte Ehe hat dann die gleichen Chancen zu funktionieren, wenn man bereit ist sich darauf einzulassen.
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
  • #28
Wie eine Fliege die immer wieder dort Platz nimmt wo gerade noch eine große Hand nach ihr geschlagen hat. Isektoides Verhalten das keinen Nutzen hat.
Der Unterschied zwischen einer Fliege und uns Menschen ist, dass wir beobachten und differenzieren können!

Anders als die Fliege, die immer nur eine Hand wahrrnimmt, können wir Menschen zwischen verschiedenen Händen unterscheiden. Wir können auch beobachten, dass die eine Hand zwar nach uns schlug, aber die Hand eines anderen Wesens eine Artgenossin mit einer leichten Fangbewegung in die hohle Hand fing, zum Fenster trug, es öffnete und sie zu ihrem Wohl in die Natur entließ.

Warum sollte diese Hand nach uns schlagen?

V.m45
 
  • #29
Das ist jetzt natürliche eine blöde Situation für dich, liebe FS. Ich kann verstehen, dass du dich da vielleicht etwas zurückgesetzt fühlst gegenüber seinen Ex-Frauen.

Allerdings muss ich auch sagen, dass ich persönlich Leute nicht ernstnehmen kann, die mehrfach den "Bund fürs Leben" schließen (es sei denn, die vorherigen Ehen wurden tatsächlich durch den Tod geschieden). Spätestens ab dem 3. Mal wird es für mich einfach albern. Da muss ich an Teenager denken, die alle 2 Wochen einen anderen Schulhof-Schwarm als die grooße Liebe ihres Lebens betrachten und ganz fest daran glauben, dass es dieses Mal bestimmt für immer hält. Es wirkt für mich einfach unbelehrbar, naiv und entwertet in meinen Augen das Eheversprechen. Zumal diese "Wiederholungstäter" all ihre Ehen oft nach kurzer Beziehungsdauer schließen.

Man kann eine Ehe natürlich auch mehr unter dem praktischen Aspekt der Absicherung betrachten und das "bis dass der Tod euch scheidet" nur als leere Floskel abtun. Das wäre aber nicht meine Herangehensweise.

Nein, ich denke, ich würde nicht mehr als einmal heiraten (wenn überhaupt, ich finde es nicht unbedingt nötig). Das heißt nicht, dass ich Beziehungen nach einer gescheiterten Ehe weniger ernst angehen würde, aber dieses hochoffizielle Versprechen "für immer" würde nicht mehr geben wollen, nachdem es einmal gebrochen wurde. Das macht für mich persönlich wenig Sinn. Für eine faire gegenseitige Absicherung würde ich dann wohl anderweitig Sorge tragen.

Du solltest versuchen, seine Entscheidung nicht als Abwertung deiner Person bzw. eurer Beziehung zu verstehen. Er hat halt seine Prinzipien bzw. aus seiner Vergangenheit bestimmte Schlüsse gezogen. Mit dir als Frau hat das nichts zu tun.

Vielleicht kannst du es so betrachten: er will es mit dir anders machen als mit den Exen. Mit denen ist er den üblichen 0815-Weg gegangen; vielleicht auch einfach nur, weil er dachte, das muss so sein. Weil die Damen Druck machten oder das Umfeld es erwartete. Mit dir möchte er andere Wege beschreiten; der Beziehung einen individuellen Rahmen geben, statt sie in das Standardschema zu pressen.

Vorsichtig würde ich allerdings werden, wenn er in eure Beziehung nichts investieren will (finanziell in angemessenem, fairem Rahmen, aber v.a. emotional) und eine "für eine Frau tue ich nichts mehr"-Attitüde vor sich herträgt.
 
S

Sternchen2015

  • #30
Es ist alles also viel "sauberer" wenn einer drei gescheiterte Beziehungen ohne Trauschein hinter sich hat? Klar, dann gibt es halt keine Papiere für die Trennung. Aber wo ist hier der Unterschied? Geschieden oder getrennt - ist doch vollkommen egal. Es hat halt nicht gepasst.
Und ja, mir würde sich auch die Frage stellen, wie intensiv und stark diese Liebe ist, wenn er sich so sehr gegen eine Hochzeit wehrt. Wovor hat er Angst?