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Gast

  • #1

Hatte schon mal jemand einen Partner mit Persönlichkeitsstörung?

Vielleicht sogar mit Borderline? Seit 1/2 Jahr sind wir getrennt, die Beziehung war anstrengend, trotzdem vermisse ich sie sehr. Habt ihr danach schon wieder eine " normale " Beziehung geführt?
 
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Gast

  • #2
Ja, hatte ich (ob nun Borderline oder Beziehungsphobiker, die Probleme für den Partner sind ähnlich). Er war äusserst interessant, exzentrisch und faszinierend. Und nicht fassbar. Ich denke, als Partner einer solchen Person fällt die Trennung insofern schwer, weil diese Personen emotional einfach nicht erreichbar sind und deshalb eine relativ grosse Faszination von ihnen ausgeht. Man kommt nicht an sie ran und denkt unbewusst, es müsste doch möglich sein, diese Person glücklich zu machen. Aber das geht nicht. Diese Personen stehen sich selber im Weg (was natürlich insgesamt etwas komplizierter ist, aber wir machen hier keine psychologische Abhandlung). Nach einer mehrjährigen On-/Off-Beziehung habe ich es endgültig aufgegeben. Wir können nichts für sie machen. Ich kann dir nachfühlen, ich hatte auch Mühe, ihn zu vergessen - trotz allem. Aber es hat keinen Sinn. Verarbeite die Trennung wie jede Trennung, die jeder von uns früher oder später erlebt, bei denen der Partner gegangen ist - definitiv. Und ja, man kann danach wieder eine ganz normale Beziehung führen. Letztlich ist es eine Erfahrung im Grenzbereich, aber man trägt keine Schaden davon.
 
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Gast

  • #3
Unsere Partnerwahl hat auch etwas mit unserer eigenen Persönlichkeit zu tun. Deshalb suchen sich viele Menschen immer wieder den gleichen Partnertyp. Wenn Du Deine frühere Partnerin immer noch vermisst, muss sie wohl etwas gehabt haben, was Du brauchst bzw zu brauchen glaubst. Versuche, Deiner Motivation auf den Grund zu gehen, etwa durch Bücher oder professionelle Hilfe, damit Du bei einem neuen Partner nicht wieder die gleichen Erfahrungen machst.
Ich persönlich hatte zwar noch keine längere Beziehung mit einer Person mit Persönlichkeits-/Börderlinestörung, aber die Korrektur der Fehler, die ich bei der Partnerwahl gemacht habe, ist für mich noch immer eine mühsame aber hoffentlich lohnente Aufgabe.
 
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Gast

  • #4
für drei monate habe ich versucht mit einem hochintelligenten, liebenswerten mann mit ausgeprägten borderline symptomen eine liebesbeziehung aufzubauen: es ist mir nicht gelungen !
es war äußerst charmant, exzentrisch in seiner wortwahl, seine aufgeschlossenheit für den raketenstart in eine intensive beziehung war faszinierend. dennoch blieb er schillernd in all seinen äußerungen.
seine hochgradig manipulative art zu reden, seine ausgeprägt symbiotische art zu lieben waren eine seite seiner persönlichkeit. daneben gab es die andere. Wie aus dem blauen ereigneten sich melodramatische szenen und es flossen verzweiflungstränen, wenn ich nicht auf seine wünsche eingehen wollte. ein hang zur vortäuschung falscher tatsachen und ein selbstbild, dass kaum schuldgefühle kannte. ich kam nie an ihn wirklich dran und zeitweise machte er mich glauben, dass ich diejenige sei, die nähe verhindere. dass er sich selber im weg steht, hat er bemerkt, zugeben konnte er dies nicht.
ich habe schweren herzens diese beziehung aufgegeben müssen. ich konnte ihn nicht erreichen, ich konnte ihm nicht helfen. eine schmerzhafte erfahrung nicht nur für mich..
 
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Gast

  • #5
liebe/r fragesteller/in,

vielen dank für dieses thema. ich habe nämlich das gefühl, mich gerade in einen menschen mit derartigen symptomen verliebt zu haben. deshalb werde ich mich jetzt mal näher darüber zu erkundigen und bücher hierüber zu lesen.

wodurch mein gefühl bestärkt ist: er ist - so wie auch von #3 beschrieben - hochintelligent und liebenswert, scheut auf der einen seite meine nähe und sucht sie auf der anderen seite. ich weiß nur, dass er in seiner kindheit die trennung seiner eltern miterleben musste.

ich danke auch schon mal allen, die hier weitere antworten geben.
 
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Gast

  • #6
Dieses ewige Auf-und-Ab ist schon sehr anstrengend. Man muss selbst schon sehr stark sein, um mit einem solchen Menschen umgehen zu können. Auf Dauer ist eine "normale" Beziehungsführung nicht möglich. Wenn man selbst vielleicht unter dem "Helfersyndrom" leidet, sind Problematiken bis zu Gewalttätigkeit vorprogrammiert. Ich vergleiche es mit Alkoholismus. Auch da kann sich nur der Betroffene selbst helfen.
(W/36)
 
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Gast

  • #7
Ich bin echt froh, eure Feeds zum Thema Borderliner gefunden zu haben...Habe vro 2 MOnaten hier bei Elite einen Borderliner gefunden und mich in ihn verliebt....Habe jedoch erst nach längerer Zeit bemrkt WAS los ist und mich daraufhin zu diesem Thema mal schlau gemacht....Mittlerweile hab eihc es aufgeben und mein Helfersyndrom hat das Ganze noch schlimmer gemacht...Mir tun jetzt schon meine Nachfolgerinnen leid....
 
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Gast

  • #8
@ #6: Gut, dass Du trotz Helfersyndroms noch die Kurve bekommen hast, um Deinetwillen. Glückwunsch!
(w/36)
 
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Gast

  • #9
Es gibt ganz einfach Menschen, die nicht wissen, was sie wollen. Ob man dem nun einen Namen gibt oder nicht, ändert nichts daran. Und die, die sich damit pflanzen lassen und die Gefühlsschwankungen mitmachen, sind arm dran.
Wenn ich einen Mann nicht wirklich will und mal hin und herüberlege, weil er ja doch gut für mich wäre, dann bin ich nicht krank oder sonst was, sondern es ist dann einfach nichts anderes da.

Sonja, die es echt nur gut meint. Aber viele suchen hinter großen psychologischen Erklärungen nur eine Erklärung für denkbar Banales....
 
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Gast

  • #10
Ja, auch ich hatte eine Beziehung mit einem Borderliner..Sie hielt fast sechs Jahre, 5 Jahre davon waren die wundervollsten in meinem Leben, da ich auf Händen getragen wurde. Dann ereignete sich das, was, wenn die Krankeheit gerade nicht im Vordergrund steht, passiert...sie bricht wieder mit voller Wucht aus.... Die darauffolgenden Monate waren wie der Himmel zuvor, mindestens in meiner Gefühlswelt genauso die Hölle schlechthin.
Ansonsten beschreibt Nr. 3 die Merkmale eines Borderliners schon echt gut...
Der langen Rede kurzer Sinn ...mit einem Borderliner, der sich nicht in Behandlung befindet eine Beziehung leben zu wollen, ist aus meiner Sicht fast schier unmöglich und bedeutet Selbstaufgabe schlechthin... wohl keine gute Voraussetzung für eine geglückte Beziehung. Sei froh, dass es vorbei ist... ich habe damals das erste und hoffentlich auch letzte Mal in meinem Leben einen Mann, den ich heiß und innig liebte in Liebe vor die Tür gesetzt..es war richtig so...für uns beide. Der Trennungsschmerz und die Verarbeitung dauert lang...
@ Nr. 1 Danach wieder eine Beziehung zu leben... nun...mein Wunsch ist es schon... aus dieser Zeit sind aber auch Narben zurückgeblieben, die mich diesbezüglich sicher auch sehr wählerisch werden lassen, da die Angst wohl immer ein Stück bleibt, solch einen Schmerz wieder erleben zu müssen. Heute glaube ich, ich habe einen guten Weg gefunden...wird sich aber wohl erst rausstellen, wenn ich wieder eine längere Beziehung gelebt habe... Nach der Trennung von eben jenem Borderliner ist es mir nie länger als drei bis vier Monate geglückt...meist lag es an mir. Dennoch der Traum nach einer geglückten Beziehung bleibt und irgendwann wird es sie auch geben... Da mischen sich vermutlich mehrere Erfahrungen.
Also, ich will sagen: Nur MUT!!
 
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Gast

  • #11
War 12 Jahre mit einem zunehmend manisch-depressivem Mann verheiratet. Ausgesprochener Frauenversteher, hochgradig manipulative Art zu unterhalten, hochintelligent, liebevoll, erfolgreich und an allem interessierte charismatische Persönlichkeit - mit der absoluten Unfähigkeit glücklich zu sein und Nähe wirklich zuzulassen, großem Geschick Verantwortung nicht zu übernehmen, völlige Eiseskälte im Wechsel mit Liebesschwüren, extrem geschickter Lügner, der seine Geschichten selbst glaubt...... Habe jetzt nach 3 Jahren immernoch Probleme anderen Männer wirklich zu glauben, was sie mir erzählen und mich auf eine neue Beziehung einzulassen.
Eli,w 48
 
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  • #12
Hallo # 4
das hört sich ja ganz nach einer mir sehr bekannten Geschichte an, wie sie natürlich alle sehr ähnlich sind. Es läuft tatsächlich so ab. Ich habe eine Trennung hinter mir und er hat seit kurzem jemand anderen, leugnet dies aber, diese Menschen können nicht lügen. Sie leben die Momente und saugen einen aus wie ein Vampir u.v.m.! Sollte dieser Mensch gerade aus dem Raum Kirchheim/Teck kommen so würde ich mich über eine Antwort freuen.
Nach einer Trennung ist man erst mal traumatisiert und hat lange Probleme, das läuft anders als bei "normalen Trennungen ab"! Sie beten einen an, versprechen einem und man ist für diese Menschen im Moment ein und alles, man hat das Gefühl einzigartig zu sein - einige Zeit hält das an, irgendwann fangen sie an sich von einem zu lösen noch während der Beziehung und bis man es mitbekommt was geschieht ist alles zu spät. Schizotypische Störungen, Borderlin und wie sie alle heißen - so wunderschön es auch ist so traumatisiert ist man hinterher. Sharon 43
 
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Gast

  • #13
hallo #11,

nein, er ist nicht aus kirchheim/teck. ;)
 
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Gast

  • #14
hallo #12, dachte schon danke... Borderliner und Schizotypen.... sind egoisten, egomanen, egozentriker u.a. es geht immer nur um ihre liebe nie um den anderen, obwohl man meint, es geht um einen selbst. man ist in dieser zeit sie selber und anschließend traumatisiert. man fühlt anders, meint man kann helfen und ist überzeugt von diesem menschen und der GROßEN Liebe. Diese Menschen leben weg von jeglicher realität und leben in einer wunschvorstellung und entführen einen in diese welt, aber diese ist täuschung und irgendwann kommt die ENTtäuschung nur da ist der andere schon wieder lichtjahre voraus bei der trennung bis man das erkennt. man kann diesen menschen nicht helfen, viele haben auch suchtstrukturen hier verlagert sich die suchtstruktur z. b. von der flasche zur frau etc. man darf nie verstehen wollen was passiert und warum was ist wie es ist..........sie sind krank und ich halte mich nach diesen erfahrungen fern davon.........so schön sie war...........sie macht aber auch verdammt viel kaputt! Es lohnt sich nicht....ist so leicht gesagt....aber wenn's geschehen ist mit einem muss man meist leider erst durch, weil man es sich nicht vorstellen kann das es so ist....!
 
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Gast

  • #15
hallo #13 und alle anderen - ich bin #4 und #12. vielen dank für eure anregungen.

so langsam realisiere auch ich, dass die verliebtheit nachlässt. hatte anfangs wegen seiner so manchmal komischen verhaltensweisen wieder angefangen zu rauchen :(

ich merke nun, dass die manipulation der person so stark ist, dass sie bei mir schaden genommen hat. und nun hoffe ich auf baldige genesung. in 3 monaten dieses hin- und hergefühls bin ich nun unten angekommen und meine akkus sind absolut alle. zum glück hab ich aber die besten freunde der welt :)
 
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Gast

  • #16
Es gibt auch Beratungsstellen und Selbsthilfegruppen für Co-Abhängige.
Und für PartnerInnen bzw. Familienangehörige psychotischer Menschen.
Vielleicht überlegst du dir mal eine Teilnahme für ein halbes Jahr zu deiner Unterstützung.
 
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Gast

  • #17
#15 das ist wahr, auch ich werde diese jetzt nutzen.

Diese Menschen existieren nur, in dem sie durch ihre Lügen und Wunschwelten den anderen mitnehmen und ihn dadurch in einen Zustand bringen (man kann gar nicht anders als dort mitzugehen weil man es am Anfang nicht durchschaut)! Bist Du in dem Zustand können sie dich wie ein Vampir aussaugen und du erlebst dadurch Gefühle und Welten die Dir noch nie begegnet sind. Natürlich wird das Blut des Objektes irgendwann langweilig und daher der permanente Wechsel noch während dieser Beziehung. Sie haben das Gefühl nur in diesen Momenten zu leben wenn sie aussaugen. Du selbst fällst danach wie ein voller Luftballon in welchen gestochen wird zusammen......! Viel Kraft allen!
 
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Gast

  • #18
Hatte 6 Jahre eine aufreibende Beziehung mit meiner großen Liebe, einem Borderliner. Kann dich nur warnen, so eine Beziehung kann dich kaputt machen. Habe mich schweren Herzens getrennt, denke oft an ihn, aber leben kann man nicht mit einem Borderliner, daran zerbricht man.
 
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