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Gast

  • #1

Hat sich euer Körper nach Geburt eines oder mehrerer Kinder sehr verändert?

Inwiefern habt ihr sexuelle Probleme nach einer Schwangerschaft und/oder schwieriger Geburt? Eine Frau
 
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Gast

  • #2
Ich habe 2 Kinder und hatte großes Glück, denn mein Körper war ein halbes Jahr nach den jeweiligen Geburten genau so schlank wie davor, allerdings fühlte sich das Gewebe etwas weicher an. Nicht mal Schwangerschaftsstreifen! Von meinen Freundinnen hörte ich aber das Gegenteil: Nach den Geburten hatten sie große Schwierigkeiten, das ursprüngliche Gewicht wieder zu bekommen und auch zu halten.
Die erste Geburt war äußerst schwierig, und der erste Sex danach (nach 6 Wochen) war wie eine Entjungferung, und tat erstmal weh. Das lag wahrscheinlich am Dammschnitt. Das hat sich dann aber schnell gegeben und ich konnte wieder so fühlen wie vorher.
Angela
 
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Gast

  • #3
Ich bin nach der Geburt meines Kindes weiblicher geworden, d.h. die Proportionen haben sich besser verteilt, die Körbchengröße sich zudem positiv vergrößert. Probleme hatte ich weder während der Schwangerschaft, noch bei der Geburt, noch danach. 4 Wochen nach der Geburt passten mir meine normalen Hosen wieder (war damals 30) Sex macht nach wie vor Spaß - jedoch zwischenzeitlich nicht mehr mit dem Kindsvater. Auch spüre ich den Mann in mir noch sehr gut - manche Frauen sehen bzw. spüren das, glaub ich, anders oder nicht mehr so gut, wenn das Kind normal geboren wurde.
 
M

Marianne

  • #4
Bin weiblicher und weicher geworden. Und habe nun Nerven wie Stahl... ,)) (Nerven gehören ja auch zum Körper *grins*)
 
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Gast

  • #5
Meine Frau war seit der Geburt so weit dass der Sex gar keinen Spass mehr brachte. Hätte mal lieber einen Kaiserschnitt machen sollen. Echt traurig.

Inkontinent war sie auch 5 Monate lang ein wenig. Husten war ganz schlecht. Ne, also die Geburt war schlecht für sie. Sie hat auch drunter gelitten.
 
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Gast

  • #6
@4: Du hast eine kranke Frau. Die Arme... denn normal ist das nicht nach einer Geburt. Freilich reagiert jeder Körper anders, doch es gibt auch "Leidende" unter den Frauen. Sie hatte wahrscheinlich auch keine Lust auf Sex, hat mit Geburt selbst nichts zu tun.
Viele Frauen wollen sogar nach einem Kind ihren Partner überhaupt nicht mehr. Soll vorkommen! Aber auch umgekehrt...
 
  • #7
@ 5

Mit Deinem Posting tue ich mir schwer.
Quasi zu unterstellen, die Frau von #4 würde sich leidend stellen, finde ich heftig.

Es gibt Frauen, die sich durch die Preßwehen z.B. einen Bandscheibenvorfall zugezogen haben. Für mich ist es durchaus denkbar, daß Inkontinenz eine ähnliche Folge sein kann und das mit dem Husten paßt auch. Inkontinenz tritt nämlich häufig nach Geburten auf und auch eine postnatale Depression ist keine Schande wie auch sonstige hormonelle Veränderungen, die sich keiner wünscht, die aber auftreten können.
Genauso können z.B. Menstruationsbeschwerden nach der Geburt eines Kindes verschwunden sein und aber nach der Geburt eines weiteren Kindes wieder auftreten.
Wiederum haben manche Frauen mit einem Mal glatte oder gelockte Haare nach einer Geburt.
Es tut sich so unheimlich viel in einem Frauenkörper durch eine Schwangerschaft, was man nicht im Griff hat und auch nicht vorhersehen kann, daß man teilweise als Frau wirklich erschrecken kann.

Eine Frau, die das in Liebe gezeugte Kind eines Mannes austrägt und zur Welt bringt, entscheidet sich nicht einfach so dafür, beim Sex mit ihm keinen Spaß mehr zu haben bzw. um den Sex mit nicht stimmende Gründe herumzukommen. Egal wie es ihr danach geht vermute ich stark, daß sie sich häufig immer noch zusammenreißt und ihrem Partner nicht komplett mit ihren Problemen belasten möchte, denn schließlich hat sie das Kind nicht alleine gezeugt.

Ein größeres Glück, als einen liebevollen und verständnisvollen Mann auch nach einem so großen körperlichen Einschnitt, wie eine Schwangerschaft und Geburt es nun mal sind, an ihrer Seite zu haben, kann einer Frau nicht widerfahren. Wieder mal so eine Entwicklung im Leben, in der sich wahre Liebe zeigt - oder eben nicht.

Für irgendeinen jedenfalls mache ich mich nicht auf diesen Wahnsinn auf.

Mary - the real
 
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Gast

  • #8
@6: Nein, es war nicht böse gemeint. Aber wenn mich nicht alles irrt, hast du keine Kinder, Mary, also noch keine Geburt hinter dir. Der Mann jener Frau meinte ja sogar, ein Kaiserschnitt wäre besser gewesen. Ein Ahnungsloser also...
Gemeint habe ich, dass sich Frauen oft vieles herbeireden. Eine Geburt ohne größere Komplikationen ist keine Krankheit und auch kein Notfall. Wenn die Frau nach langer Zeit noch immer Probleme hat, die aber kein ARzt beheben kann, hat es andere Ursachen. Tut mir leid, ist so.
Kenne ja den Fall nicht persönlich, bin auch nicht ihr Arzt geschweige denn ihr Mann.
 
  • #9
@5, 6 ,7: Also temporäre Inkontinenz nach vaginalen Geburten ist ein verbreitetes und bekanntes Problem -- es wird nur erstaunlich wenig darüber geredet. Gerade beim Husten treten solche schwachen Inkontinenzen auf, das ist wirklich ein typisches Symptom, das sich bei einem Großteil der Frauen nach ein bis zwei Monaten wieder von alleine gibt.

Auch die Weitung des Geburtskanals ist eine typische Nebenwirkung und viele Mütter klagen darüber, dass sie nach der Geburt Sex anders empfinden und duch Vaginalverkehr weniger stimuliert werden als vorher. Dass auch Männer über eine weitere Vagina klagen, kann ich mir daher gut vorstellen -- schließlich darf die Vagina einfach nicht zu weit sein und die unterschiedlichen Sexstellungen sind doch für uns alle gerade deswegen interessant, weil die Vagina dabei verschiedene Enge und Reize überträgt.

Wegen Vaginaltrakt und Inkontinenz wird doch auch nachgeburtliche Beckenbodengymnastik so sehr empfohlen. Die kann nämlich besagte Probleme lindern und bestenfalls vollständig beheben und ist auch bei Orgasmusproblemen oft wirkungsvoll.

http://de.wikipedia.org/wiki/Beckenbodengymnastik
(hier wird auch Harninkontinenz ausdrücklich erwähnt!)

Die Alternative Kaiserschnitt wird von Hebammen vehement abgelehnt, aber von vielen Gynökologen durchaus akzeptiert. Ich persönlich würde einen Wunschkaiserschnitt durchaus in betracht ziehen, denn die Probleme sind nicht von der Hand zu weisen. Darüber müßte man sich als Schwangere auf jeden Fall noch einmal genauestens informieren, um das besser abwägen zu können -- denn beides hat Vor- und Nachteile.
 
  • #10
@ 7

Nur weil der Mann im Nachhinein einen Kaiserschnitt in Betracht zieht ist er doch kein Ahnungsloser. Im Gegenteil - ich vermute, daß er sich viele Gedanken gemacht hat und seiner Frau gerne helfen wollte (und evlt. ja auch gerne weiteren Nachwuchs hätte). Wird für ihn auch belastend gewesen sein, seine Frau in dieser Phase zu begleiten.

Es stimmt, daß ich keine Kinder habe, aber ich habe Augen und Ohren und interessiere mich für gewisse Dinge mehr als andere. Und ich bin auch jemand, der tatsächlich aus diversen guten Gründen einen Kaiserschnitt favorisiert, auch wenn ich weiß, daß eine normale Geburt eigentlich hauptsächlich für das Kind aber auch für den Körper der Mutter besser sein soll. Nur soviel: der Sex nach einer Geburt ist dafür für mich nicht ausschlaggebend.

Leider können Ärzte auch nicht alles beheben. Das ist ja gerade das Ding. Mitunter hoffen gerade die Mediziner, daß die Zeit Besserung verschafft, weil sie einfach nicht weiterwissen.

Die Inkontinenz soll ja nach 5 Monaten vorbei gewesen sein, wenn ich richtig verstanden habe. Und daß die Ursache für eine längerwährende Folge eine andere haben soll halte ich in diesem Fall für Unsinn.
Vielleicht mag sich ja Schreiber # 4 nochmals äußern.

Mary - the real
 
  • #11
@#9: Wir können diesen Thread natürlich nicht für eine Kaiserschnittdiskussion missbrauchen, aber die Quote der Kindesschädigung ist gerade bei Wunschkaiserschnitten die niedrigste überhaupt und wäre für mich eines der entscheidenden Argumente pro Wunschkaiserschnitt. Während die Hebammenverbände immer versuchen, die Quote schlecht scheinen zu lassen, indem sie Notkaiserschnitte hereinrechnen, sind die tatsächlichen Wunschkaiserschnitte gerade für das Baby optimal. Jeder, der mal von Saugglocken- und Zangengeburten im Bekanntenkreis gehört hat, weiß, wie unschön das für Baby und Mutter ist, von ewigen Geburtsphasen, würgenden Nabelschnüren, falschen Kindslagen, Herztonproblemen gar nicht zu reden. Die Narben der modernen Kaiserschnitttechniken sind relativ harmos und auch ein Dammschnitt ist ganz schön übel.
 
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Gast

  • #12
Ein bißchen mehr Busen, die Haut am Bauch ein bißchen weicher. Die Hosen passen wieder. Seit der Geburt habe ich keinerlei Menstruationsbeschwerden mehr (freu). Ganz wichtig ist, in der Schwangerschaft nicht zu viel zu futtern, einfach normal wie immer weiteressen. Die Kilos, die man sich da anfuttert, hat man danach auf den Rippen. Nach der Geburt unbedingt Rückbildungsgymnastik machen.
Sex? Was war das gleich noch mal? Hatte ich schon seit vier Jahren nicht mehr...

#4: Euch mein aufrichtiges Mitleid.
#5: Du hast keine Ahnung. In der Schwangerschaft und nach der Geburt gibt es gewaltige Umstellungen im Körper einer Frau. Das hat vor allem mit einem stark schwankenden oder abfallenden Hormonspiegel zu tun. Einer Frau in dieser Situation auch noch Böswilligkeit zu unterstellen, ist arg. Tatsache ist (war bei mir auch so), daß durch das Stillen des Kindes das Hormon Oxytozyn produziert wird. Selbiges ist für die Mutter-Kind-Beziehung wichtig, bringt es aber mit sich, daß die Lust auf Sex gegen Null geht. In meinem weiteren Bekanntenkreis gibt es eine Frau, die sich selbst früher als sexsüchtig bezeichnete, seit der Geburt ihres mittlerweile dreijährigen Kindes ist relative Ebbe. Sie stillt ihr Kind teilweise immer noch (...) und hat einfach keine Lust.
Stillen hat neben den offensichtlichen auch noch ganz pragmatische Gründe: es ist die beste Diät. Ich habe dabei 4 Kilo abgenommen (leider sind sie inzwischen wieder drauf - bäh!). Leider kriegen viele Frauen beim Stillen massiven Haarausfall - ich auch. Inzwischen ist alles wieder nachgewachsen, aber teilweise konnte ich nach jeder Dusche eine gute Handvoll Haare aus dem Sieb nehmen.
Seit vier Jahren weiß ich außerdem, daß ich Nerven habe und daß diese endlich sind. :eek:)
 
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Gast

  • #13
(w, 29, 1 Kind)
Geburt dauerte ziemlich lange, war aber soweit komplikationslos.
Danach hatte ich einige Monate leichte Schmerzen im Bereich der Klitoris, wofür meine Ärztin aber keine Ursache finden konnte. Schmerzen verschwanden irgendwann, aber dafür ist meine Klitoris nun nicht mehr so empfindsam wie früher. Das finde ich schon ziemlich traurig, da ich ohnehin (trotz ehemals sehr gutem Sex) nicht leicht komme.
Auch beim Sex hatte ich danach bei zu tiefem Eindringen Schmerzen.
Jetzt hatte ich schon seit fast 2 Jahren keinen mehr - bin gespannt, wie es beim hoffentlich bald mal vorhandenen neuen Partner wird...

Inkontinenz oder "Ausgeleiertsein" hatte ich nicht, habe eine gute Beckenbodenmuskulatur...
 
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  • #14
P. w, 50
#10 Frederika , und alle die für einen nicht notwendigen Wunschkaiserschnit plädieren.
habt Ihr einen Kaiserschnitt über Euch ergehen lassen?
Wunschkaiserschnitt? Ich habe leider das Gefühl, Ihr redet wie der Bline von der Farbe.
Ich habe zwei Sectios gehabt, war medizinisch bedingt, und ich wollte zwei Kinder
Ein Zuckerschlecken war das nicht. Ich brauchte mindest eine Woche länger als normal Gebährende, um wieder zu Kräften zu kommen. Ich hatte genauso Schmerzen, nur eben andere an anderer Stelle. Dann bedenkt die nicht ganz auszuschließende Risiken der Anästhesie, sofern sie überhaupt voll zur Wirkung kommt (ich dachte/fühlte, mir werden die Eingeweide herausgerissen).
 
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Gast

  • #15
Nach der Geburt meiner beiden Töchter bin ich wie eh und je. Ausser, dass ich ein hartnäckiges Bauchfett habe, aber es gibt Schlimmeres... ;))
 
  • #16
@#14: Das sind aber alles keine Argumente gegen die mit Abstand niedrigste Quote an Kindsschädigungen. Wer mal von Glocken- und Zangengeburten erzählt bekommen hat, hat genug. Und dann noch die unfähigen Hebammen, die es wie der Teufel das Weihwasser vermeiden, rechtzeitig einen Arzt hinzuzuziehen, wenn es komplizierter Weg. Diese Machtkämpfe, zum Kotzen. Ne, da würde ich auf Nummer Sicher gehen. Du hattest Notkaiserschnitte oder Wunschkaiserschnitte?
 
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Gast

  • #17
Ich habe 4 Kinder normal zur Welt gebracht, obwohl mein Becken sehr schmal ist.
Meine Freundinnen mit Kaiserschnitt und deren Männer beschreiben den Kaiserschnitt als das was er für sie war, nicht natürlich und eher ein trauriges Erlebnis, dass das Kind nicht "normal" auf die Welt kommen durfte. Auch scheinen diese Kinder öfters krank zu sein.
Ich hatte 3 Dammschnitte, sehr unangenehm und die Heilungsdauer war länger als bei dem Riss.Der erste Sex nach 6 Wochen nach den Geburten war immer ein wenig wie eine Entjungferung und fühlte sich etwas seltsam an.
Die Vagina wird mir als eng beschrieben, allerdings muss man sich an die etwas größeren Schamlippen und den wirklich großen Bauchnabel erst gewöhnen. Ich mache auch heute noch hin und wieder Beckenbodentraining, da ich als alte Frau nicht inkontinent sein möchte.

Die für mich und das Kind angenehmste Geburt war eine Wassergeburt.
Mein Körper ist weiblicher und weicher geworden, ich habe aber immer noch einen muskulösen Körper und kaum Steifen.
Und das wichtigste Erlebnis nach diesen höllischen Schmerzen und der ganzen Anstrengung war einen kleinen Menschen im Arm zu halten, vollkommen glücklich ein paar Tränen zu weinen und endlich zu sehen wie dieser kleine Wurm aussieht. Diese Erfahrung hat meinen Körper und meine Gefühle vollkommen verändert. Yes we can do it!
 
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Gast

  • #18
#15 Frederika
beide Kaiserschnitte waren geplant, wegen beidseitiger Hüftürobleme. Ersterer war allerdings erst 14 Tage vor Termin bestimmt worden ich war sehr enttäuscht, da ich fleißig trainiert hatte, er wurde eingeleitet, als erste ganz leichte Wehen eintraten. Der zweite wurde eine Woche vor Termin wie eine geplante OP durchgefführt, also keine Akutsituation. Alles medizinischen Untersuchungen einwandfrei, und trotzdem hing ich danach an einer Bluttransfusion, 10 Tage später die zweite. Gut meine Kinder sahen unmittelbar nacch der Geburt richhtig süß aus.