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  • #1

Hat sich das Dating 2020 komplett verändert wie 2010?

Du mir ist ja bewusst, dass sich jetzt alles verändert hat. Im Februar konnte ich noch überall hin in Wien und ab den 16.11. darf ich nur da Haus für die Arbeit verlassen. Ein Mensch, der nicht im Haus wohnt, darf nicht mehr hinein. Mit Userin A oder B dürfte ich noch nicht einmal mich im Park treffen.

2010 habe ich eine Partnerin online in 4 Wochen kennengelernt und 2016 wieder eine andere Frau in 4 Wochen kennengelernt. Gut, man kann ja auch sagen, dass ich damals noch Ü40 war und nicht Ü50 bin jetzt. Was mich eher ärgert, dass manche Frauen noch nicht einmal telefonieren möchten und durchs Telefon hat ja noch keiner Corona bekommen oder?
 
  • #2
Ich kenne die Coronaregeln in Österreich nciht so genau. In Deutschland dürfen sich 2 Haushalte treffen.
Wenn Frauen nicht telefonieren möchten, ist das unabhängig von Corona. Lamentieren hilft auch nix, denn eigentlich war absehbar, dass die Regeln im Winter wieder strikter werden...
 
  • #3
Sicher ist es zur Zeit ein wenig komplizierter, aber das hängt nicht vom Alter ab, sondern von den beiden, die sich begegnen.
Übrigens, wenn ich sage, ich hasse telefonieren, ist das ein nicht viel zu starkes Wort!
ErwinM, 51
 
  • #4
Sicher ist es zur Zeit ein wenig komplizierter, aber das hängt nicht vom Alter ab, sondern von den beiden, die sich begegnen.
Übrigens, wenn ich sage, ich hasse telefonieren, ist das ein nicht viel zu starkes Wort!
ErwinM, 51

Tja. Wenn dann noch wegen Corona (bei schlechten Wetter passt Spazieren nicht gut, öffentliche Indoor Treffpunkte sind ja zu und Treffen in der Wohnung oder im Auto dürften denen die ungern telefonieren ja noch viel mehr zu heikel sein) oder aus anderen Gründen eine Abneigung ggü. zügigen realen Treffen dazu kommt bleibt es wohl rein virtuell.

Dann sollte man am besten gleich in sein Profil schreiben "Suche Brief bzw. Chat Freundschaft" oder noch besser rein virtuelle Projektionsfläche. Dann können ernsthaft Interessierte gleich auf weiter drücken und sparen reichlich Zeit. Da ich mich aber für psychische Besonderheiten interessiere würde ich vielleicht doch schreiben.

Allerdings will ich ja während Corona echte zwischenmenschliche Nähe wenn ich sie nicht schon habe und keinen zusätzlichen rein virtuellen Scheiß.
 
  • #5
Wahrscheinlich hattest du kürzlich einfach nur etwas Pech mit den Frauen. Wer interessiert ist und daten möchte, kann das auch in Corona-Zeiten, man kann vielleicht nicht ins Restaurant gehen, aber ein Spaziergang sollte möglich sein.
 
  • #6
Ich kenne die Coronaregeln in Österreich nciht so genau. In Deutschland dürfen sich 2 Haushalte treffen.
Ja, das ging jetzt auch, aber ab Dienstag 00.00 h kommt der harte Lockdown und niemand darf in ein Haus oder Wohnung, wenn er dort nicht wohnt. Nach 20.00 h darf ich das Haus auch nicht mehr verlassen. Die ganzen LAP dürfen dann alleine die Nacht bleiben.

Entscheidend ist wahrscheinlich auch, wie die Neuinfizierungen sind.

Weihnachten und Sylvester kann man erst 2021 wie gewohnt feiern. Dies gilt ja auch für D. Weihnachtsmärkte gibt es in AT genauso nicht wie in Nürnberg beim ältesten Christkindlmarkt weltweit. Wenn ich 2021 weniger wiege, dann weil es keine Christkindlmärkte 2021 gab, wo ich mit Lebkuchen meine Figur belasten konnte..

Das mit dem Telefonieren hängt vielleicht auch ab, wie viel man beruflich telefoniert. Ich telefoniere ca. 7 - 8 Std. am Tag und mache es gerne und manche Frauen telefonieren kaum beruflich und telefonieren auch privat nicht gerne
 
  • #7
Wenn ich 2021 weniger wiege, dann weil es keine Christkindlmärkte 2021 gab, wo ich mit Lebkuchen meine Figur belasten konnte..
Nachdem man keinen Indoorsport mehr machen kann, wird es eher mehr. Im Frühjahr gab es den "Corona Speck". 😉
Nächste Woche wird gebacken 😁...

Jetzt ist eine Ausnahmesituation, Ö schwieriger als D.
Aber sich tagsüber auf einen Spaziergang treffen, ist an für sich möglich, in D ganz sicher.
Nur virtuell? Da glaube ich nicht daran, das trägt nicht, zuviel Projektionen.

Es hat sich im Internet generell der Ton geändert, es ist anonym - und so kommen alle (un-) denkbaren menschlichen Facetten zum Vorschein.
Vielleicht ändert sich wieder etwas?

Vielleicht gibt es nach Corona wieder mehr, die Wert auf Beständigeres, Tiefgründigeres legen?
Wird man sehen.

Ich denke, man hat, je nach Engagement, auch jetzt Chancen, der- bzw. demjenigen zu begegnen mit der/dem es etwas werden könnte.
Vielleicht sogar eher, weil für Flüchtiges betreibt man den Aufstand nicht.

Nun, Anschreiben, Kontakt starten, es gibt die Mails, Telefon, Skype, und wenn man möchte auch reale Treffen. Phantasie gefragt.

Wer will, findet Wege - Covid-19 ist für mich ein Grund, warum es nicht geht.

W, 51
 
  • #9
Vielleicht ändert sich wieder etwas?

Vielleicht gibt es nach Corona wieder mehr, die Wert auf Beständigeres, Tiefgründigeres legen?
Wird man sehen.
Ich würde es mir so sehr wünschen. Träumen darf man ja ...

Selbstverständlich ist 2020 ein anderes Jahr als 2010 - es gibt eine Pandemie, die ernstzunehmen ist. Und wenn das jeder einzelne ernstnehmen würde ... aber auch das klappt ja leider nicht.

Ja - ich wünschte mir eine bessere Welt danach.
 
  • #10
Nachdem man keinen Indoorsport mehr machen kann, wird es eher mehr. Im Frühjahr gab es den "Corona Speck". 😉
Nächste Woche wird gebacken 😁...
Ooch, Indoorsport geht doch noch perfekt, ich habe Rolle, Rennrad, diverse Gewichte und eine Matte in meinem Zimmer rumliegen und zwifte durch virtuelle Welten mit meinem Rad. Laufen kann man draußen. Schwimmen würde ich trotz Neo nicht im See, das halte ich für gefährlich, aber die Schwimmszene ist auf Indoor-Zugseiltraining umgestiegen, kann man gut im Zimmer machen, diverses Muskel- und Stabi-Training sowieso.

Ansonsten koche und backe ich aber auch sehr viel. Ich selbst suche ja nicht, aber wenn, dann würde ich das Daten vielleicht etwas pausieren lassen und die Zeit produktiv nutzen, um an mir selbst zu arbeiten and somit ein attraktiverer Partner zu werden, und wenn es auch nur bedeutet, endlich mal zu lernen, wie man das perfekte Croissant bäckt. Dann kann man nämlich in sein Profil schreiben, ich freue mich darauf, dich morgens mit selbstgebackenen Frühstückscroissants und selbstgemachter Marmelade zu überraschen.😉
Das ist wirklich toll, ich spreche aus Erfahrung: Mein Freund hat zwei Wochen lang probiert, das perfekte Croissant zu backen. Mir haben auch die "Fehlversuche", die trotzdem sehr gut waren, geschmeckt, also ich habe durchaus von diesem Experiment profitiert ... 😋 Und in Kombination mit Triathlon- und Marathontraining verzeiht es auch die Figur. Jetzt kann man die Zeit für interessante Hobbies nutzen, das zahlt sich später bei der Partnersuche aus.
 
  • #11
Jetzt ist eine Ausnahmesituation, Ö schwieriger als D.
Ja und da sollte man abwarten, wie die Neuinfizierungen am 01.12 sind. Sollten die Neuinfizierungen in Österreich niedriger sein und Deutschland höher, dann wird man auch in D einen härteren Lockdown machen.

Der Unterschied zw. 2010 und 2020 liegt nicht nur an der Pandemie, sondern es sind 2020 div. Menschen, die 2010 nicht im Internet gewesen sind. 2009 stand in der SZ, dass SB nur für Menschen ist, die keinen Partner im RL gefunden haben. Für mich war dies damals so, als würde die SZ jetzt auf Bild-Niveau schreiben.

Zu 2020 fällt mir noch der 11.11.20 in Köln ein. Keine Karnevalseröffnung und Alkoholverbot. Als 2016 der Rosenmontagsumzug in Düsseldorf aus Sicherheitsgründen abgesagt wurde, da war das fast so schlimm wie die Bombenangriffe im 2. WW.:)

Vielleicht hat ja die Pandemie auch einen Vorteil für mich. Zu Sylvester wird es sehr ruhig und was will man mehr. Man muss nicht immer nur das Negative suchen, sondern auch das persönliche Positive.

Vielleicht kommt ja 2022 eine Covid 19 Steuer, um die entstanden Steuerverluste auszugleichen.
 
  • #12
Ich denke, die Partnersuche hat sich generell mehr in Richtung online Dating verschoben. Durch die Coronakrise bleibt jedoch alles virtuell. Ich denke, dass das Leben in der Zukunft generell im großen Teil virtuell stattfinden wird. Themen wie mobiles Arbeiten, virtuelle Einkäufe und vieles mehr werden unser Leben dominieren. Ich kann mir sogar vorstellen, dass man sich virtuell irgendwo hinbeemen kann. Dann braucht man nicht Physisch wirklich da zu sein. Nur eine Projektion von uns wird da sein. Die Technologie dafür gibt es ja schon.

Es gibt einen sehr schönen Film mit meinem Lieblingschauspieler Joachin Phoenix über eine virtuelle Freundschaft und virtuelle Liebesbeziehung. Der Film heißt „her“. Ich kann es mir vorstellen, dass die Zukunft so aussehen könnte 🧐. Wir werden es sehen.
 
Zuletzt bearbeitet:
  • #14
Vielleicht kommt ja 2022 eine Covid 19 Steuer, um die entstanden Steuerverluste auszugleichen.
Steuer? Ich würde erstmal sagen, dass unseren Politiker*innen die Diäten auf 25-50 Prozent gekürzt werden, nennen wir es Solidaritätsabgabe -- Gerechtigkeit muss sein und Volksnähe ist doch immer erwünscht.

Ansonsten stimme ich zu, dass sich natürlich auch die Menschen verändert haben. Durch das ganze Computer-Social-Media-Gedöns gehen bei vielen soziale Kompetenzen verloren, denn anders als der Name es vielleicht vermuten lässt, kann Social Media auch unsozial machen. Viele (junge) Menschen wollen oder "können" tatsächlich nicht mehr telefonieren, weil sie es nicht gelernt und geradezu Angst davor haben. Ich muss immer innerlich den Kopf schütteln, wenn ich in der Bahn erlebe, wie eine Person sich mit einer anderen Person Sprachnachrichten ("Voice Mails") hin- und herschickt -- anstelle einfach zu telefonieren.
w25
 
  • #15
Ich kann dich gut verstehen. Dating ist während des Lockdowns kaum möglich und das kann frustrierend sein. Aber ich kann auch die Frauen verstehen, die in der jetzigen Situation nicht telefonieren möchten. Denn das könnte pure Zeitverschwendung sein, wenn sich später herausstellt, dass live die Chemie nicht stimmt. Das reale Treffen ist entscheidend und es ist für mich nachvollziehbar, dass solange ebendieses nicht möglich ist, für manche Menschen es wenig Sinn macht, zu telefonieren und zu schreiben. Ich würde abwarten, bis die Einschränkungen aufgehoben werden und mich bis dahin auf andere Dinge fokussieren.
 
  • #16
Du mir ist ja bewusst, dass sich jetzt alles verändert hat.
Also, ich glaube so ganz bewusst ist es dir doch noch nicht, wenn du diese Eingangsfrage stellen musst.
Ich lebe in der CH und wir haben keinen Lockdown i.e.S., nur so einen "Slow-Down". Geschäfte und Restaurants sind weiterhin geöffnet, man kann bis zu 10 Leute daheim treffen. Also theoretisch gesehen kann man daten, ja.
Trotzdem mag ich derzeit ans Dating überhaupt nicht denken. Die hohen Ansteckungszahlen, Bekannte die krank sind usw., das macht doch einfach keine Stimmung. Ich bin froh, dass ich die wichtigsten Menschen noch treffe ab und zu, neben der Arbeit noch irgendwas machen kann, was nicht backen/putzen/TV/draussen joggen ist. Aber ansonsten schränke ich meine Sozialkontakte eben ein und im Frühling wird's dann hoffentlich wieder besser. In dieser Zeit will ich auch gar nichts anreissen durch Telefonieren, draussen Spazieren usw. So dringend ist's jetzt auch nicht mit der Partnersuche, das kann doch warten.
Was mich eher ärgert, dass manche Frauen noch nicht einmal telefonieren möchten und durchs Telefon hat ja noch keiner Corona bekommen oder?
Telefonieren finde ich die schlimmste Art, sich kennen zu lernen. Das war schon vor Corona so.
Ich hab mal ein "Skype-Date" gemacht mit einem Mann, der etwas weiter weg wohnte. War ganz angenehm und man bekam einen deutlich besseren Eindruck vom Gegenüber, als durch den kleinen Lautsprecher vom Handy.
 
  • #17
Durch die Coronakrise bleibt jedoch alles virtuell. Ich denke, dass das Leben in der Zukunft generell im großen Teil virtuell stattfinden wird. Themen wie mobiles Arbeiten, virtuelle Einkäufe und vieles mehr werden unser Leben dominieren
Partnerschaft lebe ich real, nicht virtuell, Freundschaften ebenso.

Egal wie intensiv der virtuelle Kontakt im Vorfeld ist, kennen lernen möchte zumindest ich den Menschen real.

Virtuell mag vieles möglich sein, aber ich mag körperliche Nähe, Zärtlichkeit, sexuelle Nähe - physisch.
Und vielleicht bestelle auch ich zuviel bei Amazon, meine Lebensmittel möchte ich sehen, auf dem Markt, beim realen Bauern, Metzger, Bäcker.
Das geht mit Abstand und Sorgfalt auch jetzt.

Corona ist aber die Hochzeit für Beziehungsvermeider*innen.

W, 51
 
  • #17
Ich würde erstmal sagen, dass unseren Politiker*innen die Diäten auf 25-50 Prozent gekürzt werden,
Bevor dies passiert, dann wird der Papst eher Buddhist :)

Gestern kam auch im TV ein Bericht, wo Angela Merkel für noch härtere Maßnahmen gegen Corona sich aussprach. Wie genau diese härteren Maßnahmen sind, wird sie nach einem Meeting mit den Bundesministern sagen und ab den 23.11. sind die dann gültig. Zum Abschluss sagte sie, dass wir alle darunter leiden werden. Nur ich frage mich jedes Mal, wenn ich das höre, wie Sie genau darunter leidet. Tja im November 2021 ist keine Kanzlerin wie November 2020.

Bei den Profilchecks kann man auch sehen, wie Anzahl der User bei EP abnahm. In den letzten 6 Wochen gab es nur ca. 5 Anfragen und November 2019 gab es die 5 Anfragen schon in einer Woche. Gut, man kann dies auch wieder positiv sehen, dass die neuen User 2020 wesentlich besser sind wie 2019.


Apropos härtere Maßnahmen: Vielleicht kommt ja noch ein Bußgeld, wenn man sich nicht daran hält. Ein Großteil hält sich auch daran, aber es gibt immer welche, die das anders sehen. Siehe Bußgeld für alkoholisierten Autofahrer. Über 95 % wissen, dass sie es nicht tun sollten, aber trotzdem starben 2018 über 300 Menschen wegen eines alkoholisierten Fahrers
 
  • #18
Trotzdem mag ich derzeit ans Dating überhaupt nicht denken. Die hohen Ansteckungszahlen, Bekannte die krank sind usw., das macht doch einfach keine Stimmung.
Kann ich nachvollziehen. Aber die Konsequenz sollte doch sein, sich dann "passiv" zu schalten oder gleich abzumelden. Die Frauen, die nicht mit dem FS telefonieren möchten, antworten ja offenbar auf seine Kontaktanfrage und dann geht es nicht mehr weiter. Das lässt sich leicht verhindern, indem man gar nicht reagiert.

Aus meiner Perspektive gäbe es keinen Grund, nicht zu daten, solange es nicht wirklich einen Lockdown gibt, der auch das Treffen einzelner Personen nicht verbietet. Zielführender wäre dann aber, Weihnachten abzusagen, denn da sollen sich dann plötzlich alle unter dem Tannenbaum treffen, als ob keinerlei Ansteckungsgefahr bestünde. Da ist doch ein Spaziergang draussen erheblich ungefährlicher, wenn es nicht gerade Seniorendating ist.
 
  • #19
Warum verschiebst du die Partnersuche nicht einfach auf Nach-Corona-Zeiten?
Gesundheit geht vor. Vielleicht führt Corona dazu, dass feste Beziehungen wieder mehr wertgeschätzt werden.
Telefonieren würde ich in diesen Zeiten gar nicht wollen, da es auf unabsehbare Zeit nicht möglich sein wird, den anderen persönlich zu treffen. Selbst wenn je nach Region ein Spaziergang im Park möglich wäre, würde ich das ablehnen, da ich eine körperliche Annäherung in diesen Zeiten keinesfalls will.
Vielleicht bin ich da aber auch speziell. Schon vor Corona mochte ich nicht gerne mit fremden Männern telefonieren. Entscheidend war für mich, mir bei einem kurzen Treffen ein persönliches Bild machen zu können.
Bei viel Schreiben und Telefonieren ohne ein persönliches Treffen entsteht oft eine nicht gesunde virtuelle Bindung. Außerdem ist beim ständigen Telefonieren auch immer die Gefahr gegeben, dass das ganze in Richtung unerwünschte sexuelle Belästigung geht, die die bisherige Vertrautheit ausnutzt.
 
Zuletzt bearbeitet:
  • #20
Vielleicht führt Corona dazu, dass feste Beziehungen wieder mehr wertgeschätzt werden
Eigentlich sehr schade, dass man dafür Corona gebraucht hat.

Nachdem man keinen Indoorsport mehr machen kann, wird es eher mehr. Im Frühjahr gab es den "Corona Speck".
Das mit den Lebkuchen war nur ein Spaß. I´m sorry

So Indoorsport mache sowieso nicht. Wenn ich manche Menschen im Fitnessstudio am Laufstande sehe, dann siehen diejenige wie Hamster aus, die man eingesperrt hat. Da gehe ich lieber in die Berge. Sogar im November ist der Untersberg (2000m) noch schneefrei. Ich glaube, dass gab ist im 21. Jahrhundert noch nie, dass die Berge im November über 2000 m schneefrei sind. Da fällt mir noch eine Story vom Oktober 2011 ein und sah man den weiteren Unterschied zw. AT und D. Als 2011 geschneit hat, dann stand auf der Titelseite der SN “Hurra, der Schnee ist da“ und bei der Bildzeitung stand “Winterchaos – Im Oktober schon Schnee“

Ich habe schon vor Corona viel bei der Billa online bestellt. Natürlich nur Dinge, so sowieso nicht absolut frisch sind, wie Getränke, Tiefkühlkost, Kaffeepads, usw. Brot und Fleisch kaufe ich sowieso nur beim Baker oder Metzger.

Gut, die Billa ist nur die österreichische Variante von REWE. In Deutschland gibt es keine Billa und in Österreich keinen REWE. Einen Vorteil hat ja die Pandemie. Bis September musste ich ca. 4 € Liefergebühr bezahlen und ab Oktober liefern sie umsonst. Ach ja Aldi gibt es AT auch nicht und es heißt dann Hofer. Die Schrift von Aldi und Hofer sind fast identisch. Hofer ist für Ungarn, Österreich, usw. und ALDI für Deutschland und westlicher.
 
  • #21
Partnerschaft lebe ich real, nicht virtuell, Freundschaften ebenso.

Egal wie intensiv der virtuelle Kontakt im Vorfeld ist, kennen lernen möchte zumindest ich den Menschen real.

Virtuell mag vieles möglich sein, aber ich mag körperliche Nähe, Zärtlichkeit, sexuelle Nähe - physisch.
Und vielleicht bestelle auch ich zuviel bei Amazon, meine Lebensmittel möchte ich sehen, auf dem Markt, beim realen Bauern, Metzger, Bäcker.
Das geht mit Abstand und Sorgfalt auch jetzt.

Corona ist aber die Hochzeit für Beziehungsvermeider*innen.

W, 51
Zwischenmenschliche Beziehung besteht für mich insbesonderer aus tatsächlicher Nähe. Nähe auch mit Fühlen, spüren und riechen. Dem sehen kompletter Bewegungsabläufe.

Nähe reduziere ich dabei nicht auf Sex und Beziehung nicht nur auf Beziehung mit sexueller Komponente. Daher auch die Beziehung zwischen Eltern und erwachsenen Kindern lebt von einer bedingt auch körperlichen Nähe.

Jene die körperliche Nähe auf Sex reduzieren müssen/wollen haben aus meiner Sicht Probleme.

Skype o.ä. ist ein Kompromiss bei dem man immerhin Gestik und Mimik sieht. Genauso ist telefonieren ein Kompromiss bei dem man immerhin noch die Stimme hört und direkt interagiert. Letzteres entfällt schon bei Sprachnachrichten. Reine Textnachrichten auch wenn sie durch Fotos angereichert werden sind reine Projektion und Illusion.

Wer nicht irgendwann zum Telefonat bereit ist wird schon garnicht zur Skype bereit sein. Insoweit sind Telefonate eine erste Hürde die zeigt wieviel Nähe ein Mensch überhaupt geben will bzw. kann.
 
Zuletzt bearbeitet:
  • #22
Gesundheit geht vor. Vielleicht führt Corona dazu, dass feste Beziehungen wieder mehr wertgeschätzt werden.
Glaube ich nicht. Ein Teil der Menschen zieht sich in sein Schneckenhaus zurück und vermeidet Kontakte völlig. Der andere Teil der Menschen handhabt es wie vorher. Corona ist für die Psyche von denen, die schon vorher nicht besonders viele Sozialkontakte hatten, sicher eine Katastrophe.

Selbst wenn je nach Region ein Spaziergang im Park möglich wäre, würde ich das ablehnen, da ich eine körperliche Annäherung in diesen Zeiten keinesfalls will.
Ich finde spannend, was die Menschen um mich herum aus dem Coronavirus für Folgerungen ziehen. Manche Menschen laufen aktuell durch die Gegend und gehen davon aus, dass jeder, der ihnen begegnet, hoch ansteckend ist. Das verändert unsere Gesellschaft sicher nachhaltig zum Negativen. Man erkennt jetzt erst, wie viele sehr ängstliche Menschen unter uns leben. Solange die nicht den anderen das Leben mehr als nötig einschränken, ist das natürlich in Ordnung.

Was macht es psychisch mit Dir, wenn Du jetzt über wahrscheinlich den kompletten Winter keine anderen Menschen mehr triffst, keine Kontakte mehr hast, nicht mehr arbeiten gehst?

Ziehst Du das konsequent auch gegenüber Familie und Freunden durch? Die Ansteckungsgefahr ist sicher beim Besuch der Eltern mit Mittagessen erheblich größer als bei einem Spaziergang im Freien. Natürlich entscheidet das jeder für sich, aber ich bin gespannt, wie viele Folgeschäden das dann noch hat.
 
  • #23
Ich finde spannend, was die Menschen um mich herum aus dem Coronavirus für Folgerungen ziehen. Manche Menschen laufen aktuell durch die Gegend und gehen davon aus, dass jeder, der ihnen begegnet, hoch ansteckend ist. Das verändert unsere Gesellschaft sicher nachhaltig zum Negativen. Man erkennt jetzt erst, wie viele sehr ängstliche Menschen unter uns leben. Solange die nicht den anderen das Leben mehr als nötig einschränken, ist das natürlich in Ordnung.

Was macht es psychisch mit Dir, wenn Du jetzt über wahrscheinlich den kompletten Winter keine anderen Menschen mehr triffst, keine Kontakte mehr hast, nicht mehr arbeiten gehst?

Ziehst Du das konsequent auch gegenüber Familie und Freunden durch? Die Ansteckungsgefahr ist sicher beim Besuch der Eltern mit Mittagessen erheblich größer als bei einem Spaziergang im Freien. Natürlich entscheidet das jeder für sich, aber ich bin gespannt, wie viele Folgeschäden das dann noch hat.
Es wird massive Folgeschäden haben, weil einseitig nur auf Zahlen geschaut, viele weitere (z.B. soziale, psychische, wirtschaftliche) Faktoren jedoch vernachlässigt werden. Immerhin zeigt sich in der Krise der wahre Charakter von Menschen. Nicht von ungefähr merken viele im Lockdown/Home-Office, dass sie ihren Partner eigentlich gar nicht ertragen können und sich nichts zu sagen haben. Häusliche Gewalt, Aggressionen etc. nehmen auch zu. Und dann offenbaren sich natürlich überängstliche und überfanatische Charaktere sowie solche, die angemessen auf Kritik reagieren können und jene, die alles, was nicht in ihr Weltbild passt, ignorieren und ablehne (in beiden Lagern!), dabei gelangt man zu einer fundierten Meinung nur dann, wenn man sich mit möglichst vielen Facetten beschäftigt und sich mit möglicher Kritik selbstkritisch und reflektiert auseinandergesetzt hat. Sind durchaus Eigenschaften, die auch in einer Partnerschaft oder grundsätzlich in Beziehungen eine Rolle spielen: Wie gehe ich mit Konflikten und mit Kritik um?

Am schlimmsten aber finde ich das neue Denunziantentum, diese kleinmütigen Menschen, die sich nun endlich ein einziges Mal im Leben toll vorkommen und selbst erhöhen können, wenn sie andere auf ihre Fehler hinweisen und meinen, Selbstjustiz üben zu müssen. Das finde ich ganz widerlich.

Man lernt neue Seiten an den Menschen kennen. Es ist in der Tat ein interessantes Sozialexperiment. Und eine gute Möglichkeit, über seinen eigenen Charakter und seine Werte nachzudenken und darüber, was man an anderen mag oder nicht mag, mit welchem Typ Mensch man gut zurechtkommt -- und mit welchem nicht.
 
  • #24
Es wird massive Folgeschäden haben, weil einseitig nur auf Zahlen geschaut, viele weitere (z.B. soziale, psychische, wirtschaftliche) Faktoren jedoch vernachlässigt werden. Immerhin zeigt sich in der Krise der wahre Charakter von Menschen. Nicht von ungefähr merken viele im Lockdown/Home-Office, dass sie ihren Partner eigentlich gar nicht ertragen können und sich nichts zu sagen haben. Häusliche Gewalt, Aggressionen etc. nehmen auch zu. Und dann offenbaren sich natürlich überängstliche und überfanatische Charaktere sowie solche, die angemessen auf Kritik reagieren können und jene, die alles, was nicht in ihr Weltbild passt, ignorieren und ablehne (in beiden Lagern!), dabei gelangt man zu einer fundierten Meinung nur dann, wenn man sich mit möglichst vielen Facetten beschäftigt und sich mit möglicher Kritik selbstkritisch und reflektiert auseinandergesetzt hat. Sind durchaus Eigenschaften, die auch in einer Partnerschaft oder grundsätzlich in Beziehungen eine Rolle spielen: Wie gehe ich mit Konflikten und mit Kritik um?

Am schlimmsten aber finde ich das neue Denunziantentum, diese kleinmütigen Menschen, die sich nun endlich ein einziges Mal im Leben toll vorkommen und selbst erhöhen können, wenn sie andere auf ihre Fehler hinweisen und meinen, Selbstjustiz üben zu müssen. Das finde ich ganz widerlich.

Man lernt neue Seiten an den Menschen kennen. Es ist in der Tat ein interessantes Sozialexperiment. Und eine gute Möglichkeit, über seinen eigenen Charakter und seine Werte nachzudenken und darüber, was man an anderen mag oder nicht mag, mit welchem Typ Mensch man gut zurechtkommt -- und mit welchem nicht.
Die Meinung gefällt mir. Ein wesentlicher Faktor bei diesem Thema ist sicher Angst sowie der regelmäßige Apell an Schuldgefühle. Dies verhindert einen rationalen Umgang und erhöht bei bereits Betroffenen psychische Probleme.

Unabhängig davon würde ich im Moment nicht Daten. Nicht aus Angst zu erkranken sondern aus Akzeptanz der Sanktionen bei Fehlverhalten.

Trotzdem war ich am letzten Wochenende mit einer mobilen Musikbox gegen 20.00 in einer Parkanlage und eine Handvoll Menschen haben zur Musik etwa 2 Std, selbstverständlich distanziert, getanzt. Andere Spaziergänger und Jogger (im dunklen war noch relativ viel los) haben das toleriert. Das Ganze hat die aktuelle Freigänger Knat Atmosphäre (so empfinde ich das) etwas aufgelockert.

Vielleicht wäre distanziertes tanzen in einem nächtlichen Park auch eine Corona Dating Idee (?) Aber wieder auch nichts für ängstliche Gemüter.
 
  • #25
Immerhin zeigt sich in der Krise der wahre Charakter von Menschen.
Von daher hat das auch Vorteile. Man merkt, ob auch das Risikoprofil oder grundlegende Eigenschaften zusammenpassen. Im Moment wird die Situation in Österreich natürlich offensichtlich so, dass ein Treffen nicht möglich ist. Bisher durften sich Angehörige von zwei Haushalten tagsüber treffen, wenn sie einen Abstand von einem Meter halten, wenn ich es richtig weiß.

Eigentlich war das aber absehbar. Jetzt ist halt Datingpause wegen Ausgangssperre. Am Thema telefonieren hat sich doch im Grunde nichts geändert. Wenn eine Frau nicht telefonieren will, kann der FS sie streichen und gut ist es.
 
  • #26
Manche Menschen laufen aktuell durch die Gegend und gehen davon aus, dass jeder, der ihnen begegnet, hoch ansteckend ist.
Und umgekehrt! Ich mache um jeden Menschen - so weit es möglich ist - einen weiten Bogen, je älter, desto weiter. Aus Angst, jemanden anderen anstecken zu könnten. Denn ich weiß ja nicht, ob ich vielleicht nicht symptomlos infektiös bin. Ja, ich fühle mich zur Zeit als Gefährder! Auch gegenüber dem mit mir in einem Haushalt lebenden, älteren Menschen. In diesem Sinne habe ich auch selber "Angst" vor einer eigenen Infektion. Nicht wegen mir, sondern wegen dem weiteren Menschen in meinem Haushalt, zu dem ich engen Kontakt pflege.
ErwinM, 51
 
  • #27
Ok, was der Corona-Lockdown mit mir macht,
kann ich leicht beantworten, lieber @Lebens_Lust :
Ich date sowieso nicht, weil ich einen Partner habe und daher nicht auf der Suche bin. Um eine Familie (insbesondere Eltern) kümmere ich mich, dass muss ich ja sowieso, weil sie auf meine Hilfe angewiesen sind. Die Alternative wäre eine Unterbringung im Heim oder im betreuten Wohnen, was aber vom Gesundheitszustand her gesehen nicht zwingend notwendig ist. Ja, ich koche ihnen meistens das Essen und manchmal essen wir auch mittags zusammen.
Nach draußen zum Arbeiten gehe sowieso nicht. Meine Arbeit ist künstlerisch und war schon vor Corona von zu Hause aus. Alles, was mir dem Außen zu tun hat, wie kulturelle Veranstaltungen oder Anregungen holen, ist derzeit pausiert. Es reicht, wenn ich diese Aktivitäten 2021 oder 2022 wieder aufnehme. Bis dahin bin ich gut ausgelastet und habe genug zu tun.
Freunde sehe ich beim Spaziergang mit Hund. Mit gutem Abstand, aber auch seltener als vor Corona. Ab und zu telefonieren wir. Weihnachten wird klein und bescheiden gehalten, was ich für mich selber aber auch gut finde. Zu Silvester reicht mir nachmittags ein Waldspaziergang und abends ein Glas Sekt. Dann vor Mitternacht ins Bett und den Neujahrsmorgen ohne Kater genießen.
Es ändert sich für mich am Lebensstil nicht so viel, obwohl ich das Fitness-Studio, das Reisen und das Ausgehen vermisse. Das wird schon irgendwann in irgendeiner Form wieder möglich sein. Wenn ich mich durch zu viel Aktivität draußen überreize, merke ich schnell, dass ich nicht mehr vernünftig arbeiten kann.
Das Denunzieren von anderen Menschen ist mir übrigens fremd. Als übertrieben ängstlich würde ich mich auch nicht gerade bezeichnen.

Wäre ich Single, würde ich derzeit nicht daten.
 
Zuletzt bearbeitet:
  • #28
Aus Angst, jemanden anderen anstecken zu könnten. Denn ich weiß ja nicht, ob ich vielleicht nicht symptomlos infektiös bin.
Um eine Familie (insbesondere Eltern) kümmere ich mich, dass muss ich ja sowieso, weil sie auf meine Hilfe angewiesen sind. Die Alternative wäre eine Unterbringung im Heim oder im betreuten Wohnen, was aber vom Gesundheitszustand her gesehen nicht zwingend notwendig ist.
Da habe ich es insofern einfacher, als ich die Pflegeaufgabe hinter mir habe. Es ist vollkommen verständlich und richtig, dass man die Risiken minimiert, wenn man eine Risikogruppe zu Hause hat. Das ist für mich generell der Hauptpunkt beim Thema. Die Risikogruppen müssen stärker geschützt werden, wobei aus meiner Wahrnehmung diese Gruppen selbst auch nicht immer gerade vorsichtig sind.

Die Konsequenz ist klar:
Wäre ich Single, würde ich derzeit nicht daten.
Ich halte mich an die aktuellen Regeln, aber bin da natürlich freier.
 
  • #29
Liebe Lionne, bei der Frage handelt es sich nicht um Partnerschaft oder Freundschaft sondern es geht um dating. Früher haben sich die Leute anders kennengelernt. Heute mit online dating und somit beginnt alles zwangsläufig erst virtuell. Jetzt viel mehr als 2010 der Fall war. Ich betrachte FaceTime, Telefon, Email, WA, tweeten, Zoom und dergleichen als Tools und Werkzeuge für die Kommunikation. Diese sind für mich keine Kompromisse sondern Kontakt- und Kommunikationswege, die ich nutzen kann. Sicherlich wäre es absolut romantisch, wenn der Romeo auf dem Pferd 🐎 angeritten kommt um mich aus meinem Balkon zu sehen. Aber ich denke diese Zeiten sind vorbei 😊.
 
  • #30
Ich mache um jeden Menschen - so weit es möglich ist - einen weiten Bogen, je älter, desto weiter. Aus Angst, jemanden anderen anstecken zu könnten. Denn ich weiß ja nicht, ob ich vielleicht nicht symptomlos infektiös bin.
Solche Ängste sind durchaus weit verbreitet. Z.B. auch bei Jugendlichen und Kindern die Angst haben ihre Großeltern auf diesen Weg zu töten, was ja auch nicht von der Hand zu weisen ist weil ca. 70 % der bisherigen Todesopfer in DE über 80 und 25 % zwischen 60 und unter 80 waren (kann man im November RKI Bericht nachlesen).

Solche Ängste können bis hin in eine klinische Depression und zu Suizidgedanken führen.

Nach meiner Meinung ist dies zu einem guten Teil die Folge antrainierter Scham- und Schuldkomplexe sowie Verlustängste die in anderem Kontext auch Schwierigkeiten bei der Beziehungfindung und -pflege verursachen bzw. fördern können.

Da ich aber Auseinandersetzung die auf entsprechenden Glaubensätzen beruhen nicht in meinem Leben brauche würde ich jetzt auf keinen Fall nach neuen Kontakten suchen und mich auf jene beschränken von denen ich weiß, dass sie relativ ähnlich ticken wie ich.

Wäre ich nicht gebunden würde ich also nicht aktiv suchen bliebe aber offen für Menschen in dem Umfeld welches meine Haltung zur aktuellen Situation teilt.

Was diese Haltung betrifft habe ich schon einige erhebliche Richtungswechsel bei verschiedenen Bekannten beobachtet.
 
Status
Es sind keine weiteren Antworten möglich.