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Gast

  • #1

Hat eine Beziehung zu getrennt lebenden Männern nie eine Chance?

Ich bin nach langem Zögern meinerseits, eine Beziehung zu einem getrennt lebenden Mann eingegangen. Er hat eine eigene Wohnung und ich kenne auch schon, eins seiner zwei Kinder. Er ruft von mir aus seine Eltern an und erzählt, von mir und meiner Familie. Ich kenne seine Freunde etc.. Wenn ich so im Forum lese, dann sind alle getrennt lebenden Männer nicht in der Lage eine neue Beziehung einzugehen. Bitte ich möchte auch mal hören, das es gut gehen kann. Mein Freund und ich sind sehr verliebt und die Scheidung läuft.
 
  • #2
Wie heißt es so schön: Ausnahmen bestätigen die Regel.
Ich bin überzeugt, man muss sich immer den Einzelfall ansehen und darf nicht alle über einen Kamm scheren.

Bezogen auf Dich und Deinen Partner sehe ich es nach Deinen Schilderungen so: Die Sache zu seiner Ex ist soweit durch, dass er eine eigene Wohnung hat und die Scheidung läuft. Wie viel Kontakt er noch hat und wie intensiv der ist, wirst Du wahrscheinlich auch wissen.
Was noch wichtiger ist, ist, dass er offenbar zu Dir steht. Er führt Dich in seine Familie und seinen Freundeskreis ein. Dadurch bist Du gewiss mehr als eine Affäre.
Und da Du von Deinem Zögern und Deinen Bedenken schreibst, gehe ich davon aus, dass Ihr die Sache auch langsam und vorsichtig angegangen seid.
Bislang entwickelt sich doch alles so, wie es sein soll. Warum lässt Du Dich von anderen verrückt machen?
 
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Gast

  • #3
Auch ich habe mich erfolgreich über die gebetsmühlenartigen Gebote des Forums hinweggesetzt und bin mit meinem "Getrenntlebenden" seit geraumer Zeit glücklich. Wie fast immer im Leben halte ich es für deutlich hilfreicher, den individuellen Einzelfall zu betrachten, als unkritisch die Erfahrungen anderer zum eigenen Dogma zu erheben.
Deine Geschichte hört sich doch sehr gut an, liebe FS, zweifle also nicht, sondern arbeite weiter für Dein Glück.
Gruß, w 53
 
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Gast

  • #4
Ich war auch getrennt lebend, als ich einen neuen Partner fand.
Bei meinem Auszug aus der ehelichen Wohnung war ich emotional schon seit mindestens einem Jahre getrennt lebend, Sex hatten wir seit ca. 6 Monaten nicht mehr. Für mich war das Trennungsjahr eine reine Formsache. Für meinen Ex auch, er hatte auch bald danach eine Freundin.
Aber das ist von Fall zu Fall verschieden. Ich selbst bin auch vorsichtig bei getrenntlebenden Männern, denn oft sind sie eben nicht wirklich frei.

w 50
 
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Gast

  • #5
Lasse dir hier bloß nichts einreden. Vertraue ihm und deiner Beziehung. Nur so kann das etwas werden.
 
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Gast

  • #6
...und die Scheidung läuft. Na ja, Du hast recht, nicht alle Männer sind gleich. Aber

1.) eine Scheidung dauert ca. 2 Jahre ( incl.1 Trennungsjahr) wenn nicht im beidseitigen Einvernehmen verhandelt wird (finanzielle Situation berücksichtigen!! )
2.) telefonieren von Deiner Wohnung aus.....na, ja
3.) zwei seiner Kinder kennst Du schon ( wieviele hat er denn-bzgl.Alimente/Unterhalt) -wurdest Du als DIE NEUE FRAU IN MEINEM LEBEN vorgestellt?
4.) von wegen eigener Wohnung. (passt die Einrichtung zu ihm. bzw.erzählt er von Miete/Strom usw) .....ich "erlebte" auch schon mal die Wohnung eines Freundes der mehrere Monate im Ausland verbrachte
Das klingt alles nicht sehr positiv- ist aber leider leider die Realität
Also sei trotzdem auf der Hut
Alles Gute
w/57
 
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Gast

  • #7
Natürlich habt ihr eine Chance.
Komme bitte nicht ins grübeln, läuft doch alles prima.
Er hat eine eigene Wohnung also ist er wirklich getrennt. Die angeblich getrennt Lebenden die ich getroffen habe, hatten das nicht. Haben nie in meinem beisein telefoniert, und waren am Wochenende nie erreichbar.
Das alles ist bei dir nicht der Fall. Ich würde davon ausgehen, dass er es ehrlich meint.
Gib eurer Liebe eine Chance, dass klingt alles gut.
Freu dich, dass du und er glücklich ist, geniesse es.
Ich freue mich für dich...
 
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Gast

  • #8
Es gibt doch tausend Gründe, warum Menschen zwar wirklich getrennt, aber noch nicht geschieden sind. Geht mir selber auch so. Das ist überhaupt kein grundsätzliches "Qualitätsmerkmal". Sei nicht ängstlich, sondern freue dich über das, was du leben kannst und willst.
 
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Gast

  • #9
Ich hatte auch mal so einen Getrennten mit eigener Wohnung und schon lange getrennt, aber emotional frei war er von seiner Ex-Frau immer noch nicht. Er hat an mir unbewußst immer noch seine Enttäuschung, seine Nichteinsicht in seinen Anteil am Scheitern seiner Ehe, ausgelassen. Gespräch mit ihm darüber, wurden regelmäßig abgeblockt.

Letztendlich war das auch ein Trennungsgrund.

Also, selbst wenn ein Getrennter eine eigene Wohnung, man seine Kinder und seine Freunde kennt, heißt das noch lange nicht, dass er wirklich alle Bedingungen hat, eine neue Beziehung gesund und erfolgreich aufbauen zu können.

Er ist übrigens zwischendurch immer wieder Single geworden und wirft allen Frauen vor, dass sie ihm was vorspielen würden. Tja, er verfügt leider über keine Selbstreflexion.

Man muss also immer genau den Einzelfall anschauen und kann nicht pauschalisieren, auch wenn gewisse Tendenzen, bei fast allen getrennten Männern zustimmen.

w 47
 
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Gast

  • #10
Selbstverständlich kann man mit einem getrennt lebenden Mann eine sehr glückliche Beziehung führen.

Lass dich nicht irritieren, wenn in Foren mehrheitlich gegenteilige Meinungen dazu vertreten werden, denn natürlicherweise sind Foren auch dazu da, "Frust abzulassen", also werden die Schreiber, die Negatives mit einem getrennt lebenden Menschen erlebt haben, eher hier vertreten sein als die, die mit einem getrennt Lebenden glücklich geworden sind.

Ich hatte selbst noch während meine Scheidung lief eine sehr glückliche Beziehung mit einem ebenfalls getrennt Lebenden.

w54
 
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Gast

  • #11
zu#9

Aber da ist doch der feine Unterschied. Du warst auch eine noch nicht getrennte und hast mit einem noch nicht getrennten eine Beziehung gehabt. Da war ja eine gewisse Augenhöhe gegeben und die Basis ausgeglichen, daher auf die sehr glückliche Beziehung. Wie ich deine Zeilen lese, ist diese Beziehung aber beendet. Aha....

Hier geht es darum, dass wirklich freie Frauen auf getrennte Männer treffen und solche Beziehungen werden meistens halt nicht glücklich für die Frauen, vielleicht aber für die Männer, weil deren Seele/Ego schön aufgepuscht werden....

w 47
 
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Gast

  • #12
Also, ein wesentlicher Faktor ist wohl auch, WER wen verlassen hat. Meine Erfahrung ist leider folgende. Er wurde von seiner Frau verlassen ( mehere Kinder)!. Ich kam danach, sicher zu früh. Inzwischen gibts bestimmt die siebte, oder achte Frau, immer im Wechsel, wenn die rosa-Brille fällt un der Alltag, samt AUSSEINANDERSETZUNG kommt. Damit meine ich nicht bekriegen, sondern, in einer Beziehung, positionieren. Dieser Mann wird seelisch NIE frei sein, schon durch die Kinder. Er rennt meines Erachtens vor seiner Situation weg, keine Frau ist n´richtig nichts reicht. Warum? Weil er sich dem Scheitern seiner Ehe nie stellen wird und leider, keinerlei Selbstreflektion zulässt.. Da hat keine Frau eine reelle Chance.
Ich bin keine Therapeutin und auch nicht gewillt, mich treten zu lassen und all den Frust, Schmerz, etc, den diese Trennung mit sich bringt und weiter bringen wird, zu tragen. Kenne solche Beziehungen. Die nächste Frau, wird "unbewusst (?), sn der ersten gemessen. Muss, soll alles besser machen, diplomatische sein, seine Kinder ertragen, nicht erziehen natürlich und so glücklich werden, mit diesen (sorry, ich mag das Wort nicht), Altlasten....
Bin ich die Falsche! Das hat nichts mit Egoismuss zu tu, eher mit gesundem Selbstschutz.
Bleib ich lieber Single. Nicht mein Wunsch, aber dafür ist das Leben zu schön, dass ich diesen Komopromiss gehen wollte. Frei wird dieser Mann für mich nie sein und ich nicht sein Fussabtreter, seiner gescheiterten Ehe.
 
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Gast

  • #13
Es gibt sicher Fälle, in denen das gut ausgeht.
Ich kenne einen.

Ich kenne aber auch viele, viele, in denen das nicht so war.
Oft lügen die Männer und leben gar nicht getrennt.
Wenn sie wirklich getrennt leben, heisst das noch lange nicht, dass sie sich scheiden lassen bzw. wirklich zu der neuen Frau stehen.
Wenn sie sich scheiden lassen, folgt oft ein Rosenkrieg, den die Neue immer mehr oder weniger mitkriegt und mit ausbaden muss.

Im Gegensatz zu dem, was #7 meint: Es gibt keinen einzigen vernünftigen Grund, sich nicht scheiden zu lassen und eine Ehe, die gescheitert ist, sauber zu beenden. Sämtliche Gründe, die genannt werden, sind Vorwände.

#2 schreibt, du sollst weiter an deinem Glück arbeiten. Arbeit gehört natürlich zu einer Partnerschaft, aber wenn es schon so anfängt ... nein danke. Zum Anfang gehört nicht nur Verliebtheit und Begehren, sondern ein eindeutiges Füreinander-Entschieden-Sein. Ich wollte mir nie einen Mann erarbeiten, ich wollte erobert und umworben und gewollt und geliebt werden. Ohne Wenn und Aber. Ich hab mir meinen Mann nicht erkämpfen müssen, und ehrlich gesagt, ich hätte nicht im Traum daran gedacht. Er war überglücklich, mich zu kriegen. Wir waren beide geschieden.

Nun zu dir, liebe Fragestellerin.
Das, was du schreibst, klingt gut! Wirklich.
Wenn es so ist, wie du es darstellst, habt ihr beide eine echte Chance.
Normalerweise rate ich auch immer rigoros davon ab, eine Beziehung mit einem getrennt Lebenden einzugehen. Ich selbst habe es auch nie gemacht.
Aber, ganz im Ernst: Sei vorsichtig, aber sei voller Hoffnung.
Dazu hast du, glaube ich, jeden Grund.
 
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Gast

  • #14
Klar gibt es immer die schwarzen Schafe, deren Geschichten sind so vielfältig, das man im Forum allerhand dazu lesen kann.
Auch ist die Zahl der "gescheiterten" ebenfalls groß genug.
Aber das Liebe Fragestellerin, muss dich nicht betreffen, jede Beziehung hat ihre eigene Dynamik. Nur weil 90% der Frauen hier, die einen getrennt lebenden gedatet habe, gescheitert sind. Muss dir das nicht zwingend passieren. Wenn du von vornherein mit diesem Gefühl und diesen Gednaken an diese Sache gehst, ist die Wahrscheinlichkeit zu scheitern schon größer.
Versuche dich von diesen Vorurteilen zu befreien,gib dir und vorallem ihm eine Chance.
 
  • #15
Was macht es denn für einen Unterschied, ob getrennt oder geschieden? Sollte der Mann wirklich noch an seiner (Ex)Frau hängen, dann wird er das auch nach einer Scheidung tun. Somit ist daran gar nichts anders. Klar, eine Scheidung kann sehr aufreibend sein. Mitunter auch sehr viel Streit hervorrufen. Doch es gibt auch sehr viele Paare, die sich gütlich trennen.

Meine Expartnerin und ich sind bald 3 Jahre getrennt. Wir sind noch verheiratet, wofür es gewisse Gründe gibt. Aber jeder führt sein Leben. Wir haben alles geregelt und die Scheidung ist später eine reine Formsache. Auch heute noch treffen wir uns gelegentlich und unternehmen mal etwas zusammen. Ein Zurück in die Ehe wird es jedoch nicht geben. Das wissen wir beide. Von daher hätte eine neue Beziehung durchaus eine Chance. Generell kann man da bestimmt nicht sagen, geht oder geht nicht. Auch als geschiedener Mensch kann man eine Trennung noch nicht verarbeitet haben. Dementsprechend wird dann eine neue Beziehung scheitern müssen. Somit ist auch eine Scheidung keine Garantie.
 
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  • #16
An die, die hier so zweifelnd auftreten: auch ein Mann oder eine Frau, die GESCHIEDEN sind, können emotional ihre Trennungen nicht verarbeitet haben. Der formale Status sagt also überhaupt nichts über den Seelenzustand aus!
w
 
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  • #17
@14
"Wir sind noch verheiratet, wofür es gewisse Gründe gibt."
Welche wären das denn?

"Wir haben alles geregelt und die Scheidung ist später eine reine Formsache."
Wenn sie nur eine reine Formsache ist, warum lasst ihr euch dann nicht scheiden?

"Auch heute noch treffen wir uns gelegentlich und unternehmen mal etwas zusammen."
Und das kommt noch dazu! NIEMALS würde ich einen Mann wie dich auch nur in Erwägung ziehen, ganz egal, wie nett und toll und gutaussehend und sonstwas du bist.

Und so denken sehr viele Frauen - zu Recht. Falls du wirklich ernsthaft eine neue Partnerin suchst, wirst du es schwer haben. Allein das wäre für mich ein sehr guter Grund, klare Verhältnisse zu schaffen.
 
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Gast

  • #18
Was erwartet ihr immer vom Aufarbeiten,jeder der/die sich getrennt haben-tragen eine Last,eine Freiheit und eine Vergangenheit mit sich.Geht in eine Beziehung und helft euch gegenseitig Tragen,die Last wird kleiner,die Freiheit wird kleiner und die Vergangenheit erträg&verständlicher,nur eine zu große Last erdrückt.Also Obacht geben...bei der Lastverteilung!
 
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  • #19
Liebe FS,
Antwort auf deine Frage:
SELTEN.
Aber vielleicht bist du auf ein Ausnahme-Exemplar gestoßen.
Viel Glück!
Ob so oder so.
 
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  • #20
zu#17

Warum soll ich einem mir fast fremden Mann helfen, seine negativen Erfahrungen aus seiner Ehe zu verarbeiten?

Warum sollte ich es einem Mann, den ich erst seit relativ kurzer Zeit kenne, gestatten, so tiefe Einblicke in meine Vergangenheit zu bekommen und er mir "helfen" soll, diese zu verarbeiten?

Soll ich einem Mann erklären, was sein Anteil an dem Scheitern seiner Ehe ist? Das muss er selbst erkennen und auch daraus seine Lehren, hoffentlich zieht er welche, ziehen.

Zu negativen Altlasten gehören auch Schulden und psychische Erkrankungen. Soll ich die wirklich mit den Mann zusammen abarbeiten bzw. bearbeiten? Nein! Ich bin doch nicht Mutter Theresa :)

w 47
 
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  • #21
Was ist das denn für eine Ausgrenzung? Nur anhand eines einzelnen Merkmals solche Sprüche ablassen! Auf der einen Seite Ehrlichkeit erwarten und das hier an den Pranger stellen? Ja geht's noch!
Und ob Mann/Frau im Reinen sind, kann man ja wohl rausfinden?
Mußte ich nach dem Querlesen mal rauslassen.
 
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  • #22
Zu #17

Warum soll ich einem Mann helfen ...? Vielleicht, weil Du ihn liebst?

... den ich erst seit relativ kurzer zeit kenne ... - Entweder Du bist verliebt, Du liebst, dann ist die Zeit des Kennens egal, oder Du liebst ihn eben nicht, dann lass' es.

Soll ich einem Mann erklären ...? Nein, da aber jede Beziehung anders verläuft, muss auch jede Beziehung neu gestaltet werden.

Ob und wie lange eine Beziehung hält, entscheidet sich bestimmt nicht in den ersten Wochen. Sondern im Krisenmanagement, und das beginnt bzw. wird notwendig leider erst nach einigen Jahren. Ich denke ohne Mut und Zuversicht braucht man (und natürlich auch frau) sich in gar keine Beziehung zu wagen, aus der einmal eine Partnerschaft werden soll.

Mutter Theresa zu sein ist immer schlecht, aber lieben heißt auch, dem Geliebten beizustehen. Wollen wir das nicht alle in einer Partnerschaft?

m50