• #1

Hat diese Beziehung noch einen Sinn?

Guten Tag an die Forum Mitglieder,
Mir geht es gar nicht gut in meiner langjährigen Beziehung. Kenne ihn seit seit 2011..war damals in seine Nähe gezogen, aber eigene Wohnung gehabt. Leider nach 5 Monaten festgestellt, dass er Alkohol Problem hat. Das konnte er vorher gut verstecken. Hat sich auch später geoutet, dass er bisexuell ist. Muss noch erwähnen, dass Sex von Anfang an problematisch mit ihm war. Er meinte dann immer, irgend etwas stimmt mit seinem Kopf nicht.
Da es eine sehr schwere Zeit mit ihm war, bin ich dann 2013 retour in meine Heimat.
Wir aber bis vor kurzem immer noch Kontakt. Er mich besucht und ich zu ihm gestanden, obwohl er bei sich auch einmal Männerbesuch hatte. Seine Vermieter, mit denen ich befreundet bin haben das mitbekommen und bei Besuch bei mir, dieses berichtet. Mein Freund hat Bypass OP, fünf Jahre her. Ich war immer für ihn da. Immer zu ihm gehalten.
Nun war er in meiner Heimat zum Langzeit Alkoholentzug, 6 Monate und nächste Woche beendet. Er mich oft am WE besucht. Sexuell spielte sich so gut wie fast gar nichts ab. Muss dazu sagen, ich konnte auch nicht auf ihn zugehen, wegen Lügen, was Männer Geschichten anging. Er aber weiterhin Probleme mit Sexualität. Seine Aussage dazu. Was man Jahrelang kaputtgemacht hat, zuviel Alkohol kann man nicht von jetzt auf gleich reparieren.
Er arbeitet doch daran.
Ich mache dieses nun schon fast 10 Jahre mit. Bin nie fremd gegangen.
Heute habe ich das Thema mal wieder angesprochen und er ist beleidigt zurück in Klinik. Habe ihm gesagt, dass ich so nicht weitermachen kann. Er meinte dann, er hätte doch schon mal erwähnt, dann soll ich mir doch jemand anderen suchen.
Am 08. ist seine Abreise nach 6 Monaten aus der Klinik. Er wollte eigentlich danach noch 8 Tage bei mir verbringen. Ich habe ihm heute morgen gesagt, dass ich das nicht mehr möchte, es mich traurig macht, wegen der sexuellem Problematik.
Wir kennen uns nun schon fast 10 Jahre.
Habe lange Geduld gehabt, alles mitgetragen, was ihn anging.
Hab auch schon gedacht, vielleicht steht er ganz auf Männer. Er aber sagt, er liebt mich und es hat mir der langjährigen Alkoholsucht zutun.Er würde auch gern mit mir und leidet auch darunter.
Mein Kopf sagt mir, lass es mit diesem Mann. Er tut mir nicht gut.
Trotzdem ist es schwer, loszulassen.
Hat heute morgen auch noch gesagt, ich bin doof, dieses Thema Sex immer wieder anzusprechen. So kann sich nichts ergeben. Das es mich traurig macht, ist ihm wohl nicht gleichgültig. Ich wusste auch nicht, wie ich mit ihm umgehen kann, fühlt er sich dann bedrängt. Es ist schon alles sehr traurig.
Nun ist es wohl beendet.
Ich werde ja auch älter und habe schon so viele Jahre damit vertan.
Warum bekomme ich von ihm immer den Vorwurf, ich wäre Schuld.
Eure Meinung zu der Thematik würde mich sehr interessieren.
Ich für meinen Teil denke, da muss ich jetzt durch.
Ist schon nicht einfach!
 
  • #2
Ich habe nur den ersten Absatz gelesen, mehr brauchte ich nicht.

Dir geht es in der Beziehung nicht gut und hast dich immer noch nicht getrennt? Du tust dir nichts Gutes! Ist ganz einfach.

Fokussiere dich mal darauf, dass es dir wieder gut geht, dazu muss man eben alles "entsorgen", was einem nicht gut tut.
 
  • #3
Ich werde ja auch älter und habe schon so viele Jahre damit vertan.
Warum bekomme ich von ihm immer den Vorwurf, ich wäre Schuld.
Eure Meinung zu der Thematik würde mich sehr interessieren.
Ich für meinen Teil denke, da muss ich jetzt durch.
Ist schon nicht einfach!
Niemals kann ich eine solche Geschichte verstehen, wie man bei einem Menschen bleiben kann, der einem kostbare Zeit raubt ich kann nur noch meinen Kopf schütteln, mache Kontaktabbruch für immer, Ende!
 
  • #4
Liebe Gitti, um deine Titelfrage gleich zu beantworten: Nein, diese Beziehung macht keinen Sinn mehr! Wenn man es neutral von außen und nur auf Grundlage deiner Informationen beurteilt, gibt es keinen anderen Schluss.

Du schreibst selber, dass es dir garnicht gut geht in dieser Beziehung, er dir nicht gut tut, und das seit vielen Jahren. Das allein wäre Grund gewesen, sich längst davon zu befreien - und dann noch Alkoholismus, massive psychische Probleme, fehlende Sexualität, Untreue und Lügen? Ich kann überhaupt nichts positives in dieser Beziehung erkennen, auch keine Liebe. Trotzdem hast du so lange, mit wahnsinnig viel Geduld und Leidensfähigkeit, darin verharrt, ohne, dass sich etwas wesentlich zum Guten gewendet hätte. Es ist höchste Zeit, einen Schlussstrich zu ziehen, bevor du selbst völlig vor die Hunde gehst. Wie du selber schreibst:

Nun ist es wohl beendet.
Ich werde ja auch älter und habe schon so viele Jahre damit vertan.
[...]
Ich für meinen Teil denke, da muss ich jetzt durch.
Ist schon nicht einfach!
Ich verstehe, dass du soviele Jahre nicht "umsonst" vertan haben willst und aus Gründen, die wohl nur du kennst, an ihm hängst. Aber deswegen noch viele weitere Jahre so weitermachen? Bitte nicht!
Und wo musst du jetzt durch? Durch die Trennung? Ja, dem ist wohl so. Aber das ist nichts im Vergleich zu 10 weiteren Jahren an Leid. Du schaffst das!

Und was die Schuldfrage angeht: Im Kopf vieler psychisch kranker Menschen ist tatsächlich oft der Partner/das Umfeld an allem schuld. Sie glauben das wirklich (ich spreche aus Erfahrung). Das entspricht NICHT der Realität - lass dich bloß nicht manipulieren und zerstören durch solche Vorwürfe und Selbstzweifel. Du hast wahrlich alles getan, was in deiner Macht stand, und sicher viel mehr, als er je verdient hatte.

Ich wünsche dir alles Gute für die Zukunft!
 
  • #5
Er meinte dann, er hätte doch schon mal erwähnt, dann soll ich mir doch jemand anderen suchen.
Wieso glaubst du ihm das nicht einfach? Menschen, die sowas zum Partner sagen, meinen das auch so. Im Grunde ist es deine Schuld, dass du dir dein eigenes Leben so versaust.

Das Problem bei Frauen wie dir ist immer, dass sie irgendwas in dem Mann sehen, was er gar nicht ist. Ich meine, was hast du denn von ihm? Bietet er dir in irgendeiner materiellen oder immateriellen Art und Weise ein schönes Leben? Ich glaube nicht!

Du bist deines eigenen Glückes Schmied und du musst mal von dem Krankenschwestertrip runterkommen. Wartest du auf gutes Karma? Oder Belohnung im Himmelreich? Oder auf was wartest du genau? Du bist nicht Mutter Theresa und verschwendest dein Leben. Kann man machen, ist aber irgendwie blöd. Der Typ hat dich voll in seinen Sumpf hinabgezogen. Komm mal wieder klar und fang an zu Leben. Du denkst wohl du lebst ewig und hast noch genug Zeit? Irrtum! Das Leben ist kurz!
 
  • #6
Was jammerst Du denn?
Das ist doch eh nur eine Freundschaftsbeziehung.Ich frage mich , wie so Du Dich an ihn gebunden fühlst ? Ich halte eine "Trennung" nicht für erforderlich, weil es ja auch keine wirkliche "Beziehung" gab.

Ihr wart kaum zusammen und der Sex funktionierte auch nicht bzw. gab es ihn auch nicht.Du kannst ja auch weiterhin freundschaftlichen Kontakt mit ihm pflegen, wenn Du willst.

Dein Liebesleben sollte hiervon aber unabhängig sein.

Lernst Du denn sonst nie irgendwelche Männer kennen?
Hast du vielleicht sonst keine Chancen, außer diesem seltsamen Typ?
 
  • #7
Wie schön, dass es Frauen wie dich gibt, die uns anderen Frauen solche "Problembären" vom Leibe halten und das schon seit 10 Jahren (Ironie off) Hast du generell ein Helfersyndrom oder warum machst du das so lange mit? Das war doch nie eine schöne erfüllende Beziehung gewesen. Bist du dir selbst so wenig wert?
 
  • #8
Eure Meinung zu der Thematik würde mich sehr interessieren
Als Ex von einem Alkoholiker sage ich dir eins - die einzige Liebe, die solche Menschen empfinden, ist der Alkohol selber. Das ganze Leben wird danach ausgerichtet. Aber wenn man es ganz genau nimmt - es ist nicht mal eine Liebe, weil die fängt mit Selbstliebe an und kein normaler Mensch würde seinem Körper freiwillig Gifte zuführen. Alkoholiker wissen sehr wohl um ihre Problematik, aber sie sind allgemein zu schwach und zu feige und letztendlich zu faul, irgendwas an der Situation ändern zu wollen. Statt die Verantwortung für eigenes Leben zu übernehmen, flüchten Sie aus der Realität. Das betrifft alle Junkies - Alk, Drogen, Essen, Sex, aber auch Sport, Hobby und Beruf. Die letzteren fallen bloß nicht so auf, weil sie sue positive Nebenwirkungen haben wie Reichtum oder Anerkennung, aber das Prinzip ist das gleiche - die Flucht aus der Realität.
Du bist schon lange co-abhängig und deine Aufgabe ist, bei dir selber Entzug zu schaffen, sonst landest du immer wieder in solchen Beziehungen.
 
  • #9
Ganz lieben Dank an euch für die aufbauenden Worte.
Ja, ich habe lange durchgehalten, alles versucht und würde nach meiner Erfahrung jedem dazu raten, so eine toxische Beziehung schnellsten zu beenden. Schade im die Zeit!
 
  • #10
Im Grunde warst du doch die meiste Zeit dieser fast 10jährigen "Beziehung" sehr unglücklich. Ich möchte dich fragen: Warum? Warum machst du diese lieblose problembehaftete Geschichte so entsetzlich lange mit? Warum musste es unbedingt er sein? Du hättest in dieser Zeit glücklicher sein können - ohne ihn. Auch allein wäre es dir besser gegangen.
Warum bekomme ich von ihm immer den Vorwurf, ich wäre Schuld.
Ach je. Das nimm mal nicht persönlich. Liest du hier schon lange mit? Dieses Schuldzuweisungs-Ding ist nichts Ungewöhnliches. Nur kommen solche Vorwürfe meist von denen, die es verbockt haben.

Nach fast 10 Jahren ist es nicht einfach, den Schlussstrich zu ziehen. Für dich beginnt nun ein neues Leben - wenn du (hoffentlich) konsequent bleibst. Geh mutig voran. Es wird besser. Du musst nur dran glauben.
 
  • #11
Schau mal zu den Stichwörtern Co-Abhängigkeit und Helfer-Syndrom, passive Bindungsangst, Beziehungsvermeidung. Da findest Du sicher etwas. Schau mal, was bei Dir selbst los ist.

Heißt das, Du hast seit 10 Jahren keine Beziehung und nur gelegentlichen, unbefriedigenden Sex mit einem suchtkranken, bisexuellen Herrn, der in den letzten 10 Jahren mit Männern Sex hatte, und das alles, weil Du hoffst, dass es mit ihm künftig im 11. oder 12. Jahr eine harmonische, liebevolle, monogame, heterosexuelle Beziehung wird?

Schau mal, warum Du selbst als gesunde, attraktive Frau auf das Glück einer befriedigenden Sexualität ohne Not verzichtest.

Jetzt willst Du sogar darauf verzichten, Deine Sexuellen Bedürfnisse überhaupt vor ihm auszusprechen, damit Du ihn als männerliebenden Mann nicht als Beziehungspartner für Dich als Frau vergraulst.

Was ist los mit Dir?

Es gibt eine einfache Lösung. Lebe weiter Deine platonische Freundschaft zu Deinem männerliebenden Freund und suche Dir als Beziehungspartner einen Mann, der sexuell auf Frauen steht und Dich begehrt.

Im Internet gibt es einige Foren für Frauen von Bisexuellen Männern oder auch von Alkoholkranken. Vielleicht hilft Dir der Austausch mit anderen Betroffenen.
 
  • #12
Ich denke, dass du dir die falsche Frage stellst. Ihr seid kein Paar. Ihr seid eher Freunde und diese Freundschaft bedeutet ihm sehr. Er liebt dich und es ist bestimmt die Wahrheit. An deiner Stelle würde ich es auch akzeptieren wie es ist. Er sagt, dass er bisexuell ist aber tendenziell hat er mehr/ausschließlich Sex mit Männern als mit Frauen. Es ist nun mal so. Du sollst es akzeptieren. Das steckt in seinen Genen, in seinem Kopf und das ist seine Natur. Was willst du dagegen machen? Trotzdem liebst du ihn als Mensch und hast ihm all die Jahre begleitet. Ich sehe dadrin nichts schlimmes. Ich würde es auch nicht beenden. Warum soll man eine Freundschaft beenden, weil derjenige sexuell anders ist als man es erwartet? Wie soll man etwas beenden, was niemals da war? Ihr seid Freunde. Er ist dein bester Freund, der sexuell gesehen sich zu Männern hingezogen fühlt. So würde ich es sehen. Ich würde an deiner Stelle mir einen Mann suchen, der deine Bedürfnisse anspricht und dich als Frau wahrnimmt und dir gibt, was du brauchst. Du sollst dir nehmen, was du brauchst. Das tut er ja auch.
 
  • #13
Ich habe das Gefühl, er sucht einen Retter und Begleiter, wegen seinem Alkoholismus. Einer der das ständige Auf und Ab mitträgt und einen bequemen Sündenbock, als Entschuldigung, dass man trinkt.
Er hatte sich schon damals nicht richtig 100 % zu Dir bekannt, auch Bi-Sexuelle können monogam sein und eine Beziehung führen, wenn sie sich für eine Person entschieden haben, mit der sie leben wollen.

Er steht wohl sexuell mehr auf Männer, sucht aber eine Ersatzmutter, die ihm Halt und Zuspruch gibt, ein wärmendes Kissen, bis er einen Mann kennenlernt, der dies alles in sich vereint, das sexuelle Begehren, die Toleranz, die Geduld, das Verständnis, wegen seinem Alkoholismus, der wie Du sehr leidensfähig ist.

Eure Beziehung hat doch schon jetzt keine Grundlage. Ihr führt bewusst seit 2013 eine Fernbeziehung über Kontakt, er ging in dieser Zeit öfters fremd. Aktiv an das was Du Beziehung nennst, wurde nicht gearbeitet, sondern der Status-Quo jahrelang so laufen gelassen. Eine bedarfsgerechte Fern-Affäre, wo Du da warst, wenn er Dich brauchte. Für Dich hat er in der Zeit nichts getan, zumindest lese ich nichts davon.

Jetzt durch seine Reha habt ihr euch mehr noch distanziert, anstatt angenähert. Ob er nun die Woche noch mit Dir verbringt oder doch gleich abreist, es wird sich zwischen Euch nichts ändern; es ist eine Fernbeziehung und er wird wieder in sein altes Umfeld und Alltag zurückkommen, ohne Dich und dass Du auf diesen Einfluss nehmen kannst, er wird Dich nur weiterhin besuchen und weiter machen, wie bisher. Das Problem ist eure über 10 Jahre eingespielte Dynamik und der Mensch ist ein Gewohnheitstier. Etwas daran ändern kannst nur Du, ihn kannst Du nicht ändern und er hat Dir bewiesen, dass er schon 10 Jahre ohne Dich kann, also ohne Dich als Frau an seiner Seite, sondern nur als helfende Hand, wenn es im sehr schlecht ging. Der Sex wird sich auch nicht, nach 10 Jahren wie über Wunder ändern, der war schon von Anfang an schlecht. Die Leidenschaft füreinander wird nie mehr so brennen, wie am Anfang. Ihr seid nur aus Gewohnheit zusammen, Du aus falsch verstandener Liebe und Helfersyndrom, wo Du nur auf ihn fokussiert bist und er viel Raum in deinem Alltag einnimmt und er, weil er noch keinen Menschen gefunden hat, mit dem er und (insbesondere der/die andere) Beziehung (mit seinem Alkoholismus und gesundheitlichen Problemen) dauerhaft bleiben will. Du würdest gerne bei ihm bleiben als seine Partnerin, doch das will er schon 10 Jahre nicht; er nimmt nur egoistisch dein Good-Will und deine Bereitschaft ihn zu bepampern mit, wie ein Staubsauger. Sonst hätte es das Hin & Her zwischen Euch, trotz Alkoholismus nicht gegeben und Du wärst schon längst (vereinnahmt), die Partnerin (zwar eines Alkoholikers) gewesen. Er konnte Dich damals, wegen dem Alkohol nicht lieben und jetzt nach der Reha auch nicht. Zwischen Euch ist nur die Gewohnheit, die Euch zusammenhält.
 
  • #14
Mangelnder Selbstwert ist immer die Ursache für sämtliche Probleme die ich hier lese, dieses Defizit an Selbstwert wird sehr früh als Kind geprägt! Solange man das Bewusstsein darüber nicht bekommt, so lange kann man das auch nicht in Griff bekommen. Die Folge ist:
Man fällt von einer Falle in die nächste Falle! Ich kann niemals begreifen, so viel Zeit zur verplempern mit Menschen, die es nicht wert sind, mir wäre einen Monat schon zuviel meine kostbare Zeit für solch eine Beziehung zu verschleudern!
 
  • #17
Hallo,

also das mit der Impotenz aufgrund seines Alkoholkonsums glaube ich. Das ist doch eine logische Begründung, die nachvollziehbar ist. Weshalb schaffst du es geschlagene 10 Jahre nicht, diesen Grund auch so anzunehmen. Er hätte doch gar keinen Anlass mit dir zusammen zu sein, wenn er stattdessen einen Mann lieben würde und nicht dich. Oder wenn er gar nichts an dir als Frau finden würde. Er hängt doch nicht aus Langeweile bei dir ab.

Ich frage mich aber schon, warum du deine Bedürfnisse nicht befriedigst. Das geschlagene 10 Jahre. Das muss doch unendlich frustrierend sein. Nicht weil man ihm das Ankreiden müsste, sondern weil dir offensichtlich etwas Essentielles fehlt. Ihr hättet eine offene Beziehung führen können. Du hättest dir Ausgleich suchen können, oder die Beziehung längst beenden können.

Also ich finde es nicht so positiv, wenn du ausgerechnet jetzt in einer schwierigen Phase nach seinem Entzug die Beziehung beendest, oder ihn mit dem immer gleichen unlösbaren Thema unter Druck setzt. Wie du bemerkst tut ihm das Thema auch weh. Offensichtlich wäre er gerne derjenige, der dir deine Wünsche erfüllt, es jedoch nicht kann.
Ich werde ja auch älter und habe schon so viele Jahre damit vertan.
Warum bekomme ich von ihm immer den Vorwurf, ich wäre Schuld.
Ja das hast du. Und es war deine Entscheidung für die du verantwortlich bist. Niemand hat dich gezwungen Jahre "damit" zu vertun. Von daher wundert mich sein Vorwurf nicht, dass du selber daran Schuld hast. Du hättest längst gehen können, wenn dir etwas fehlt. Stattdessen machst du ihm immer wieder Vorwürfe.

Er kann dir nicht das geben was du brauchst. Das sagt er dir klar und deutlich. Grund ist die Impotenz aufgrund des Alkoholkonsums. Get it!
 
  • #18
Schade eigentlich - im Grunde war es doch ab 2013 - deinem Umzug zurück in deine Heimat - mehr Freundschaft als "Beziehung". Er hat ja keinen Sex gesucht - das warst du.
Schade - weil gerade jetzt, wo er endlich sein Problem angeht, eine lange Kur macht und seine Freunde (nicht die Saufkumpane) bitter nötig hätte, diese Freundschaft zu dir zerbricht.
Ich verstehe, dass du nicht unglücklich sein möchtest. Dazu hat er dich aber gar nicht gezwungen.
Ich wünsche euch beiden sehr viel Glück für die Zukunft.
 
  • #19
Ich denke, dass du schon richtig lagst mit deiner Vermutung: der Mann ist schwul, kann/will es sich aber nicht eingestehen. Auch heute noch haben homosexuelle Männer leider oftmals ein sehr schlechtes Selbstwertgefühl. Dazu passt, dass bisexuelle Männer in der Community zwar einerseits oftmals als "Verräter" betrachtet werden, andererseits aber als "männlicher" als Schwule gelten und somit auch als begehrenswerter. Ich denke, sie werden auch beneidet, weil sie die Option haben, ein "normales" Leben zu führen. Neulich habe ich einen Artikel gelesen, in dem stand, was man sich eigentlich auch denken kann: dass Bisexualität für viele Männer nur eine Übergangsphase auf dem Weg zum schwulen Coming-Out ist.

Was nicht heißen soll, dass es keine echten bisexuellen Männer gibt. Aber bei einem Mann, der angeblich auf beide Geschlechter steht, mit seiner Freundin aber keinen Sex haben kann/will, liegt der Gedanke doch nahe. Oder hat er Erektionsprobleme, verwöhnt aber deinen Körper hingebungsvoll, incl. leidenschaftlichem Geknutsche und ausführlichem Cunnilingus? Dann könnte es tatsächlich am Alkohol liegen. Danach klingt es für mich aber nicht.

Ich hatte selbst mal einen Beziehungsversuch mit einem Mann, der ein großes Problem mit vaginalem Sex hatte (nicht nur mit mir, auch mit seinen Exen und der Freundin nach mir). Er ekelte sich regelrecht vor dem weiblichen Genital und fühlte sich auch in der aktiven Rolle nicht wohl. Natürlich habe ich ihn auf mögliche homosexuelle Neigungen angesprochen, aber er beteuerte mir, dass er absolut auf Frauen stehe. Ab und an habe er auch mal Fantasien mit Männern, würde aber Frauen definitiv bevorzugen. Wir haben uns dann sexuell auf Praktiken beschränkt, bei denen er passiv war und mich nicht vollständig nackt sehen "musste". Das einzige Körperteil an mir, das ihn erregte, war der Hintern. Ich bin übrigens recht knabenhaft gebaut.

Ach ja, küssen wollte er mich nie.

Heute, mit mehr Abstand, Lebenserfahrung und Wissen über das Thema, denke ich mir: Also bitte ... natürlich war der Mann schwul; er konnte es sich nur nicht eingestehen. Er hatte einen sehr konservativen Vater und redete immer davon, dass er unbedingt ein gutbürgerliches Leben führen wolle. Und ich schüttle über mich selbst den Kopf, dass ich das damals mitgemacht habe.

Ich denke, bei deinem "Partner" wird die Sache ähnlich liegen. Vermutlich lügt er dich nicht mal bewusst an, sondern redet sich selbst ein, er wäre bi, weil das in seinen Augen "nicht ganz so schlimm" ist wie Schwulsein. Das könnte sogar die Wurzel seiner Alkoholprobleme sein. Sein wahres Ich vor sich selbst zu verleugnen, macht einen Menschen auf Dauer kaputt.

Letztlich ist es aber auch egal, was nun genau sein Problem ist. Deine Bedürfnisse werden in dieser Beziehung nicht erfüllt. Stattdessen musst du dir dauernd Sorgen um ihn machen. Das wird DICH auf Dauer kaputtmachen!

Und retten kannst du ihn ohnehin nicht, wie dir jeder bestätigen wird, der Erfahrung mit dem Thema Sucht hat.
 
  • #20
Du bist eine sogenannte Co-Abhängige ...du solltest nicht ihn retten wollen, sondern dich selbst ...

Ich glaube nicht, dass du das ohne professionelle Hilfe schaffst ...

Ein Therapeut kann dich dabei unterstützen, dein eigenes Verhalten zu reflektieren. Denn du bist mit diesem Mann zusammen, weil es eben durchaus Bedürfnisse in dir gibt, die durch seinen Alkoholismus bei dir befriedigt werden.

Dich einfach nur zu trennen, wird dir nichts bringen, weil du dir dann irgendwann wieder so einen Menschen suchen wirst.

Wie gesagt: schau dass du anfängst zu reflektieren ...sonst kommst du da nicht raus.
 
  • #21
Habe ich dich richtig verstanden, dass du in erster Linie damit Probleme hast, dass er keinen Sex mit dir hat? Ich weiss nicht viel über Alkoholismus, aber dass Sex und Alkoholsucht nicht zusammenpassen, scheint mir naheliegend zu sein. Es hat keinen Sinn, etwas von ihm einzufordern, was er gar nicht bieten kann. Das wäre, wie wenn er dir vorwerfen würde, dass du keinen Penis hast.

Du bist mit dem Mann seit 10 Jahren zusammen, trotz seiner Alkoholkrankheit und trotz seinen Männergeschichten. Ihn gerade jetzt nach seinem Klinikaufenthalt auf den Mond zu schiessen finde ich ziemlich hart. Ich nehme an, dass das eine heikle Phase ist.

Könntest du euch als das sehen, was ihr seid, nämlich alte Freunde? Ihn als Freundin unterstützen bei seinem Austritt aus der Klinik? Das Thema Sex mit ihm endgültig abschliessen? Dich frei fühlen, dich anderweitig umzusehen nach einem (Sexual)-Partner?

Frau 53
 
  • #22
Warum mache ich das so lange mit, das solltest du dich fragen, normal sind drei Jahre aber nicht länger. Vielleicht kannst du deine Themen mit Hilfe eines guten Therapeuten verarbeiten.
Alles Gute!
 
  • #23
Hallo Gitti,
Du bist eine wundervolle Frau und du liebst diesen Kerl. Ich glaube er weiß das ganz genau.Du kannst ihn nicht loslassen weil du so viel zeit investiert hast.10 Jahre sind eine lange Zeit .Es ist doch verständlich das du es schwer hast ihn loszulassen.Gerade jetzt da die Hoffnung noch mehr geschürt würde durch die Kur deines Freundes.
Jetzt bist du selbst an den Punkt gekommen wo du endlich erkennst was du wirklich möchtest ? Er hat dir ja all die Zeit gespiegelt was du nicht möchtest.
Jetzt kann dein neues Leben anfangen. So eine liebe Frau wie dich ,danach würden viele Männer auf die Knie gehen. Glaube daran.
 
  • #24
Hallo Gitti,
ich sehe in Deinem Post zwei dicke Satzzeichen. Ein Ausrufezeichen. Ein Fragezeichen.

Aussage: Ich habe mich innerlich gelöst und will nicht mehr!

Frage: Darf ich genau jetzt gehen, bin dann nicht ich das „Kameradenschewein“?

Dein Post liest sich wie eine Rechtfertigung, dass Du nun nicht mehr kannst. Eine einzige Erklärung warum Du gehen willst und musst.

Aber jetzt? Das ist Dein moralisches Dilemma.
JEZTZ, wo er 6 Mon. Therapie hinter sich hat?
JETZT, wo er doch Hilfe braucht, weil er jetzt nach Hause kommt und wenn Du ihn verlässt, bist DU Schuld, wenn er es nicht packt?

Ist das nicht Deine wirkliche Frage?

Ich glaube nicht, dass Du noch hoffst, dass es wird, oder doch?

Klär auch das für Dich. Ist es eine Schuldfrage, oder eine Hoffnungsfrage?

Könntest Du mit ihm weitermachen? Stell es Dir bildlich vor. Könntest Du mit ihm weiterleben? Ihn anfassen? Sex haben? Hoffnung haben auf ein gemeinsames Leben in der Zukunft? Visualisiere diese Fragen und achte auf dein reales Körpergefühl.

Es gibt gute Männer, die in Sucht verfallen, und Hilfe benötigen, von Freunden und Partnern. Das ist aber bei Dir nicht die Frage. Du hast Dich gelöst, damit wäre Eure Beziehung unecht.

Ich persönliche würde Dir Absolution erteilen, wenn Dir das hilft.
Du bist kein Schwein. Vielleicht brauchst Du es aber, noch einige Zeit bei ihm zu sein, bis er sicher in seinem Alltag angekommen ist. Dann mach das. Gelöst hast Du Dich doch längst.
Trenne Dich irgendwann real, wenn es für Dich passt.

Wünsche Dir eine gute Zukunft.

Bevor Du an eine neue Beziehung denkst, was hattest Du von dieser Geschichte, Was in Dir hat Dich so lange durchhalten lassen? Stelle Dich dieser Wahrheit
 
  • #25
Durch die Reha sollte sich der Mann auch bewusster werden, was er im Leben will und Ordnung in seinem Leben schaffen.
Das ist nicht die Aufgabe der Fs.

Die Fs ist nach meiner nicht fachmännischen Einschätzung selbst Co- abhängig. Es ist unsinnig, sie weiterhin in diese Rolle zu drücken.
Es ist 100 % kontraproduktiv für den süchtigen Mann, der sein altes Leben umstellen und sich von den suchtfördernden Aspekten und Freunden aus seiner Vergangenheit trennen muss, ihn wieder an den alten Bekanntenkreis anzubinden. Einem Bekanntenkreis, der jahrelang die Sucht mitgetragen hat.
 
  • #26
Eigentlich ist es interessant zu lesen... für Dich macht, eine Beziehung Sinn, solange es irgendwie zum Sex kommt, selbst wenn dieser problematisch und kaum vorhanden ist; jedoch ganz ohne Sex, wegen seiner Impotenz, hat das merkwürdige Beziehungskonstrukt, plötzlich für Dich keinen Sinn mehr.
Es dreht sich alles um Sex, die 6 Monate Reha = kaum Sex, mehrfach angesprochen, selbst am Tag der Fragestellung, er antwortet Dir, dass er sich bemüht und sich wegen des häufigen Sex-Themas bedrängt fühlt, damit einher gehend Du hast alle für ihn getan, gemacht, umsorgt, geduldig gewartet (ohne das er das von Dir verlangt hätte), dafür könnte er Dich doch sexuell entschädigen; er bemüht sich, es klappt nicht und zuletzt, sagst Du ihm, dass, wenn es künftig nicht funktioniert bzw. wegen seiner sexuellen Probleme, Du keine Lust hast, mit der Beziehung weiter zu machen und sagst ihm parallel dazu seinen 8-tägigen Besuch bei Dir ab.
Also ich weiß nicht, was Du unter Sexualität mit ihm verstehst, ich hoffe, nicht ausschließlich Penetration, oder würde dir seine Hand auch schon reichen? Oder sollte er sich noch Viagra auf seine kranke Leber einwerfen? Irgendwie erinnert es mich an den Thread an die Foristin Frau Rossi und ihre Männersuche über 60+, da sollte auch der Mann ständig wollen, können und seinen Mann stehen. Anstatt mit ihm zu feilschen und ihm ständig aufs Butterbrot zu schmieren, was du aus eigenem Antrieb für ihn tust und auf was Du verzichtest, dafür Dankbarkeit und Sex zu verlangen; hättest Du Dich selbst mal weiterbilden können, mit Schwestern, Ärzten, Betroffenen, in Foren und in der Klinik, was man bei Impotenz machen kann und wie man bestens darauf reagiert. Auch wie man sich hier alternativ behelfen kann, damit man sexuell miteinander agiert. Mit allein Aufbau von Druck und mit zusätzlichen Einreden von schlechten Gewissen geht und steht da gar nichts. Irgendwie tut mir der Mann leid und Du auch, wenn Du über die bald 9 Jahre, treu und dermaßen sexuell ausgehungert bist; er hat von Dir nie aber deine Treue verlangt, sondern, Du solltest Dir einen Mann dafür suchen. Und wenn Du zudem an seiner sexuellen Performance herum erziehen möchtest, so dass es Dir gefällt, da hätte ich mir wohl schon längst Tipps bei Sexualtherapeuten geholt. (Die obligatorische Flasche Wein zum erstmal locker und miteinander warm werden, ist bei einem nassen, wie trocknen Alkoholiker kontraindiziert.)
 
  • #27
Es geht nicht nur um die Sexualität. Es geht auch um Vertrauen! Dieses hat er massiv zerstört. Nicht das Schlimmste, dass er sexueller Kontakt mit Männern führte. Nein, viel schlimmer waren die ganzen Lügen.
Als Gegenleistung verlange ich auch keinen Sex von ihm.
Brauchte, nachdem ich erfuhr, was bei ihm abgelaufen war, viel Zeit, um überhaupt wieder auf ihn zugehen zu können.
Und ja, ich hatte mich schlau gemacht, viel darüber gelesen.

Er hatte nicht nur über What's App Kontakt zu Männern. Nein, es wurde auch Foto ausgetauscht, wo ich leider in einer Position zu sehen war, die eigentlich nur für uns bestimmt war.

Der Mann muss nicht in Schutz genommen werden!!!!!

Und nun zu dem Absatz, sage ihm nach Klinik Aufenthalt weitere Tage bei mir ab.
Ihm geht es in erster Linie darum, am WE mit Mitfahrgelegenheit Richtung Heimat zu fahren.
Erstens braucht er sich mit all seinen Sachen nicht abzuschleppen, sprich Bahnfahrt 175 km
Zweites ist es für ihn kostengünstiger, obwohl Klinik Bahngeld, bezw. Rentenkasse zahlt und das im vorraus.
Drittens hat er den Entzug nur gemacht, weil er Weihnachten 2019 seinen Führerschein, er hatte 2,3 Promille und das von NF bis Lübeck abgeben musste.

Ja, der arme Mann!!!!
Er kann froh sein, dass er keinen totgefahren hat..!!!!!

Und nun zu mir. Ich habe all die Jahre zu ihm gestanden und gehofft, dass er nun den richtigen Weg für sich findet, auch geht.

Doch nein, er wieder in sei Dorf, wo er vor 5 Jahren kleines Haus gemietet hat.
Keine Busverbindung, kein Lebensmittelladen und Ärzte weit weg.
In Nordfriesland ist die Ärzteversorgung nicht so gut gegeben.

Seine Vermieter hatten ihm den Mietvertrag schon vor fast zwei Jahren fristlos gekündigt
Er aber wohnt bis heute dort und von den Vermietern weiß ich, dass er es dort sehr verwöhnt hat. Viel Dreck!!!
Die wollen ihn unbedingt loswerden!!!!
Der Zustand ist mir auch bekannt, da ich ihn zuletzt vor über zwei Jahren dort manchmal noch besucht hatte.

Habe versucht, Ordnung und Sauberkeit reinzubringen. Doch es war jedesmal dasselbe.
Eigentlich wollte ich mich hier nicht rechtfertigen. Aber der letzte Post von Andere Frau fand ich so etwas von anklagend!!!!!

Bitte, du kannst ihn gerne haben, wenn dein Mitleid, auch Verständnis für ihn so gross ist.

Ich habe lange ausgehalten, weil solche Menschen manipulieren, zwei Gesichter haben.
Für ihn hoffe ich, dass er es mit der Abstinenz schafft.
Ich jedenfalls muss mich von alldem erholen und meinen Weg gehen.
 
  • #28
Hallo Gitti,
wollte Dir noch einen Nachtrag schreiben, da Du Willens scheinst, für Dich abzuschließen.

Wenn jemand sich so lange wie Du, aus welchen Gründen auch immer, mit einer so anstrengenden Beziehung beschäftigt hat, ist dies sicher sehr einnehmend und zeitaufwendig gewesen. Gedanken und Taten kreisten um den Partner.

Wenn Du nun loslassen willst, was machst Du mit der neuen freien Zeit? Wer bist Du ohne ihn?

Verstehe mich richtig. Es ist wichtig für Dich, Dir eine gutes Umfeld zu schaffen, Deine Zeit zu planen, schön zu verbringen, neue Rituale zu finden.
Je nachdem, wie es bei Dir gelaufen ist, haben sich vielleicht Freunde verabschiedet, Familie zurückgezogen etc. Kann sein, wenn Du endlich losgelassen hast, dass da erst mal ein Abgrund gähnt, an dessen Rand Du Dich entlang hangeln musst. Schaffe Dir wieder eine eigene tragende Welt, damit Du nicht in der eventuell einsetzenden Einsamkeit, die durchaus da sein und gefühlt werden darf, in dieses Loch fällst und zu ihm zurück gehst, weil Dein Muster mit ihm schon so lange Teil Deines Lebens war.

Gutes Gelingen!
 
  • #29
Er hat ein Drogen/Alkoholproblem und deshalb war er ja 6 Monate im Entzugsklinik, ein anderes Problem ist seine sexuelle Orientierung, die zwischen Mann und Frau steht. Er hat ein Identitätsproblem.
Du hast m. E. 2 Aufgaben:
- Erstens würde ich ihn in diesen Tagen nicht alleine lassen. Das solltest du wegen der guten alten Zeiten doch durchziehen. Ihr seid seit 10 Jahren befreundet und es ist eine sehr lange Zeit. Also lasse ihn jetzt bitte nicht allein und helfe ihm.
- Die zweite Aufgabe ist, dich nach und nach von dieser Geschichte zu befreien. Suche dir einen neuen Partner und werde glücklich und er soll auch nach einem Mann für sich schauen und Ihr zwei werdet trotzdem befreundet bleiben. Alles andere hat keinen Sinn. Es wäre reine Zeitverschwendung.
 
  • #30
Entschuldige liebe FSin, ich finde deine weiteren Infos jetzt richtig gut. Du hast Dich in meinen Augen nicht gerechtfertigt, sondern mehr Infos über eure Beziehung mitgeteilt, dass das Bild runder wird, ich Dich besser verstehe. Anklagen wollte ich dich nicht, eher mal genauer nachfragen und was mein Eindruck war.
Es tut mir leid.
Also Er besucht Dich nur, um Reisezeit im Zug und sich das Bahnticket zu sparen, bis sich die kostenlose Pkw-Mitfahrgelegenheit bietet?! Der Entzug nur, als MPU-Bedingung?! Also jetzt bin ich echt baff. Bitte lass dir das nicht bieten.
Bitte lasse diesen Mann von jetzt auf gleich los, der zieht Dich nur runter.
Du versuchst ihn schon seit 9 Jahren zu retten und er zeigt keine Einsicht. Du bist Co-Abhängig. Bitte gehe zur Beratung für Alkoholismus, die beraten nicht nur Alkoholiker, Dir aus dem Teufelskreis raus wollen, sondern auch deren Co-abhängige Partner. Das Problem bei Süchtigen, dass was man wirklich gut meint, wird ins Gegenteil verdreht, so deine Hilfe Ordnung in seinem Haus zu schaffen, als neue Ausgangsbasis sein Leben in den Griff zu bekommen und kaum später ist es wieder versifft. Die Beratungsstellen haben gute Tipps und helfen auch Dir, Dich ohne Schuldgefühle und Gewissensbisse zu trennen, geben Empfehlungen, wo Du Dich abgrenzen musst und wie Du das kannst, kennen Selbsthilfegruppen von Co-Abhängigen, nur und falls Dir die Trennung schwer fällt, Du glaubst, wieder in alte Muster zu verfallen und Du einfach mit Gleichgesinnten und Betroffenen Dich austauschen und Dir einmal alles von der Seele reden willst.