• #61
Die meisten stehen hier für Monogamie und Treue in einer einzigen festen Bindung.

Das gibt es und wird es immer geben, unabhängig, ob die Eltern, verheiratete Freunde und Bekannte so leben. Es gibt die einzigartige Verbindung zu einem Seelenverwandten ein Leben lang.

Das dies viele nicht erleben ist auch real.
Allerdings sollten diese dann nicht davon ausgehen, dass es unmöglich ist, nur weil sie selbst "da nicht mitmischen konnten".

Für die sexuell offensiven, polygamen sowie ONS- und Affärenbefürworter ist das Thema Treue und Monogamie eh fremd.

Sie sollten einen eigenen Thread zum gegenteiligen Thema eröffnen und dort ihre Erfahrungen zum besten geben.

Ares, auch ohne feste Bindung könnte ich mich niemals sexuell mit jemandem einlassen - weil gerade die feste Bindung für mich dazu maßgebend wäre.

Für Dich ist es das nicht, also ist dieser Thread ohnehin nicht Dein Ding.
 
A

Ares

  • #62
Ares, auch ohne feste Bindung könnte ich mich niemals sexuell mit jemandem einlassen - weil gerade die feste Bindung für mich dazu maßgebend wäre.
Für Dich ist es das nicht, also ist dieser Thread ohnehin nicht Dein Ding.
Wir beantworten schlicht eine Frage unterschiedlich. Du träumst ausschließlich von der (sicher von allen angestrebten) "idealen" Verbindung, ebenso der FS. Das ist völlig in Ordnung. Du wartest aber schon über 50 Jahre und hast im Grunde die Hoffnung selbst aufgegeben, wie Du ja hier auch schreibst. Alle anderen, die sich an die Realitäten anpassen und ja, tatsächlich auch ab und an tatsächlich mal unverbindlichen Sex haben, deshalb pauschal als polygame Fremdgeher abzuwerten, ist nichts anderes als intolerant. Und irgendwie ein wenig dumm, sorry.

..., also ist dieser Thread ohnehin nicht Dein Ding.
Der FS hat unterschiedliche Sichtweisen zu Monogamie erfragt. Da ist Deine eben nicht die einzige, auch wenn Du das gerne so hättest.
 
  • #63
die eine, die die Richtige ist und wo beide von tiefer Wahrhaftigkeit und innerer Gewissheit durchdrungen sind, das ist es jetzt...ei
....der/die wirklich Suchende setzt sich wohl auch sehr stark damit auseinander. Was will ich und woran erkenne ich den/die Richtige.
Aufgefallen ist mir, dass Pärchen, die sich für sehr lange bis ewig, gefunden haben, sofort gespürt haben und wußten, der/die ist es.
Sie waren sich in vielen Dingen einig, weil ihr Gedankengut im Gleichklang war. Es gibt Menschenskinder, die genau wissen, wie es sich anfühlen soll und sind wählerischer, als Menschenskinder, die schnell mal zugreifen, ganz schnell auf Wolke 7 schweben und genauso schnell wieder auf den Boden der Tatsachen landen und merken, es paßt nicht. Ich finde es normal, den erwünschten Idealzustand zu wünschen, besser auf jeden Fall, als die erwünschten Körpermaße und derlei mehr Gedöns.....Der Vorteil der Suchenden nach Wahrhaftigkeit ist, dass sie nicht einen Rattenschwanz von Frustrationen und Entäuschungen mit sich tragen, die andere Menschenskinder angehäuft haben, durch gescheiterte Affären, ONS, Freundschaften + und klägliche, auch ernstgemeinte Beziehungsversuche, Ich fühle für mich, dass es sehr wichtig ist, einen freien Geist von Beziehungsfrustrationsmüll zu haben, damit ich überhaupt das Optimale für mich erfassen und in meinem Herzen tragen kann.
 
  • #64
Wieder ein fantastischer Beitrag @Pia62 . Mich würde lediglich noch interessieren ob Sie der Ansicht sind, dass man diese (negativen) Erfahrungen am eigenen Leibe erlebt haben muss, um zu diesen Einsichten zu gelangen. Ich bin mir nicht ganz sicher aber meine dass Sie das Gegenteil behaupten? Der Grund weshalb mich dieses Thema interessiert, ist dass ich für mich nicht behaupten kann von Natur aus absolut treu oder untreu zu sein. Durch diese Erkenntnis eröffnet sich die Frage ob man wieder "back to the roots", oder seine menschlichen Potenziale ausschöpfen und sich weiterentwickeln soll. Mir war immer klar dass ich letzteres will. Sich auszuprobieren um das zu erkennen ist denke ich nicht nötig, wenn man auf sein Innerstes hört und achtet wird man erkennen was man für sich selbst als Richtig empfindet.
 
  • #65
In dem, was Pia hier schreibt, liegt eine tiefe Wahrheit.

Diese Idealnorm wird nicht schon dadurch widerlegt, dass es hier Gegenbeispiele gibt, die (teils wütend) dagegen anschreiben.

Dafür gibt es sogar wissenschaftliche Belege... was wahrscheinlich sogleich wieder die Frage nach den Quellen provoziert, obwohl die selbst hier bereits früher beantwortet wurde.
 
  • #66
Nun, die "Suchenden nach Wahrhaftigkeit " sind nun auch nicht ganz frei von Beziehungsmüll, immerhin hatte Heiko bereits eine Beziehung, die am Fremdgehen der Frau gescheitert ist, was sie wohl irgendwie mit ihrer Libido durch Zyklus begründet hat.
Also, ganz irdisch auf die Schnauze gefallen, und nun der Aufstieg in spirituelle Höhen, um künftige Verletzungen zu vermeiden?
 
  • #67
Eben. Ich denke, dass in vielen Fällen Treue eine Entscheidung ist, und dass wir uns in diesem Spannungsfeld bewegen.
Es gibt viele biologische und psychologische Argumente für und gegen Treue. Sehr schön wird das in dem Buch "Treue ist auch keine Lösung " beschrieben wo sehr viele Perspektiven beschrieben werden. Allerdings wird dort nicht für heimliches Fremdgehen plädiert. Letztlich wünschen sich die meist schon Treue, es gibt aber auch andersartige Agreements.
 
A

Ares

  • #68
Also, ganz irdisch auf die Schnauze gefallen, und nun der Aufstieg in spirituelle Höhen, um künftige Verletzungen zu vermeiden?
Ich denke auch, es starten alle ganz idealistisch und kaum jemand wird sagen "ich will polygam leben". Bei vielen geht es dann mal schief, damit ist es vorbei mit der strengen Monogamie. Treue sollte selbstverständlich sein, auch davon weichen wohl eher wenige pauschal ab, aber so ehrenhaft es sein mag, nach Perfektionismus zu streben, es hängen zwei Menschen daran und es hängen Entwicklungen daran, die beide über Jahre oder gar Jahrzehnte verändern. Da unterscheiden sich Theorie und Praxis.

Für mich ist die relevantere Frage eher die, wie ich damit umgehe, wenn es denn mal nicht mehr funktioniert. Da bin ich für Offenheit und Klarheit. Und dazu gehört eben auch, die Konsequenzen zu ziehen, wenn es nicht mehr geht, und die Beziehugn zu beenden statt unbedingt um jeden Preis "monogam" zu leben".
 
  • #69
Guten Morgen,

Mich würde lediglich noch interessieren ob Sie der Ansicht sind, dass man diese (negativen) Erfahrungen am eigenen Leibe erlebt haben muss, um zu diesen
...ich muß nicht unbedingt ein Eißbein futtern, um zu erfahren dass es mir nicht bekömmlich ist. Dazu muß ich nur auf mein Gefühl achten. Wir bräuchten in unserem Leben all diese negativen Erfahrungen auch nicht in diesem Ausmaß wirklich machen, wenn wir mehr Zugang zu uns selber hätten und unserem Gefühl mehr vertrauen würden. Dennoch sind wir nie ganz davor gefeit, schlechte Erfahrungen zu machen und auch machen zu müssen, um uns weiterzuentwickeln, oder auf unsere Spur zu kommen. In welche Richtung, entscheiden wir selber.
Es war und ist ein ständiger Wachstums- und Erkennungsprozeß bei mir gewesen und wird es bis zu meinem Lebensende auch bleiben. Das hat mich keineswegs davor bewahrt, auch rein auf die Liebe bezogen, übelste Erfahrungen zu machen. Ich bin mir jedoch immer selber treu geblieben und habe mich davor bewahrt, Haß, Wut und Angst anzuhäufen. Ich habe durch alle Felsbrocken, die mir in den Weg gelegt wurden, gelernt, wer ich bin, wozu ich fähig bin und was ich leisten kann. Ich konnte meine Denkfehler erkennen und etwas verändern. Aufgefallen ist mir tatsächlich, dass die Menschen (Klassenkameraden, Freunde, Bekannte etc...., die es eigentlich leicht hatten und es ihnen auch sehr leicht im Leben gemacht wurden, schon an Kleinigkeiten scheitern. Das ist sicherlich aber auch nicht die Regel. Ich hatte aber auch Glück, weil ich schon immer den unbändigen Willen hatte, das Leben, die Menschen und mich, verstehen zu wollen. Ich weiß, dass nur ich in der Lage bin, mein Leben so zu gestalten, dass es mir gefällt und ich glücklich bin. So wie ich mich täglich pflege, pflege ich auch meinen Geist. Ich meine, das größte Problem ist, das wir nicht mehr in uns ruhen und es teilweise durch die hohen Anforderungen auch nicht immer so können, um unseren Gefühlen folgen zu können und ihnen zu vertrauen. Das ist ein Prozeß, den ich durch Erfahrungen gelernt habe und immer noch lerne.
 
  • #70
Der Grund weshalb mich dieses Thema interessiert, ist dass ich für mich nicht behaupten kann von Natur aus absolut treu oder untreu zu sein. Durch diese Erkenntnis eröffnet sich die Frage ob man wieder "back to the roots", oder seine menschlichen Potenziale ausschöpfen und sich weiterentwickeln soll.
Ich weiß nicht, ob ich Dich gerade richtig verstehe.
Für manche Menschen ist die Weiterentwicklung, NICHT monogam zu sein. Sie haben für sich festgestellt, dass sie diese Lebensweise nur aufgrund von Erziehung und Gesellschaft versucht haben, aber eigentlich einen Menschen nur "erfahren" können, wenn sie körperlich mit ihm werden. Ich kann das zwar selber nicht verstehen, aber ich kann den Leuten ja auch nicht meine Vorstellung der Welt aufdrücken und sagen, sie seien nur zu schwach.

Triebunterdrückung aus Einsicht (nicht aufgrund von Erziehung - das werden dann die Treibtäter) ist schon wichtig, wenn man nicht mehr Kleinkind sein will. Aber in welchem Maße und was es für einen selber heißt, ist doch die Frage. Wenn man sich Rahmenbedingungen schafft, die mit den Werten, die sonst so erstrebenswert sind, einhergehen (kein Betrug, keine Manipulation, ...), was soll denn daran falsch sein, nicht nur mit einem Menschen Sex zu haben? Dass das als "Wert" hingestellt wird, bedient doch was anderes als höhere Weisheit. Man muss sich doch erstmal fragen, WER festlegt, was die höhere Weisheit bedeutet. Du kannst ein folgsamer Bürger sein, der dies und das nicht macht. Aber das ist dann nicht DEINE Wahrheit, sondern ein einfaches "so ecke ich nicht an, deswegen ist es richtig".
 
  • #71
Es war und ist ein ständiger Wachstums- und Erkennungsprozeß bei mir gewesen und wird es bis zu meinem Lebensende auch bleiben. Das hat mich keineswegs davor bewahrt, auch rein auf die Liebe bezogen, übelste Erfahrungen zu machen. Ich bin mir jedoch immer selber treu geblieben und habe mich davor bewahrt, Haß, Wut und Angst anzuhäufen. Ich habe durch alle Felsbrocken, die mir in den Weg gelegt wurden, gelernt, wer ich bin, wozu ich fähig bin und was ich leisten kann. Ich konnte meine Denkfehler erkennen und etwas verändern. Aufgefallen ist mir tatsächlich, dass die Menschen (Klassenkameraden, Freunde, Bekannte etc...., die es eigentlich leicht hatten und es ihnen auch sehr leicht im Leben gemacht wurden, schon an Kleinigkeiten scheitern. Das ist sicherlich aber auch nicht die Regel. Ich hatte aber auch Glück, weil ich schon immer den unbändigen Willen hatte, das Leben, die Menschen und mich, verstehen zu wollen. Ich weiß, dass nur ich in der Lage bin, mein Leben so zu gestalten, dass es mir gefällt und ich glücklich bin. So wie ich mich täglich pflege, pflege ich auch meinen Geist. Ich meine, das größte Problem ist, das wir nicht mehr in uns ruhen und es teilweise durch die hohen Anforderungen auch nicht immer so können, um unseren Gefühlen folgen zu können und ihnen zu vertrauen. Das ist ein Prozeß, den ich durch Erfahrungen gelernt habe und immer noch lerne.
Ich denke dass sehr sensible Menschen ihre eigene Gewissenhaftigkeit oft auf andere übertragen, und somit viele Alarmsignale übersehen. Wie oben eine Userin schon anmerkte habe auch ich schlechte Erfahrungen gemacht (u.a betrogen worden), die nicht spurlos an mir vorbeigegangen sind. Diese Erfahrungen können einen positiven Entwicklungsprozess beschleunigen, aber sie können auch Spuren hinterlassen die sich in die Persönlichkeit eingraben und einen ungünstigen Entwicklungsprozess herbeisteuern. In diesem Fall können sich die Ansprüche bis ins unermessliche steigern, was bei mir wohl ein Stück weit der Fall ist. Nur bewerte ich das nicht negativ, weil ich weiß dass ich es anders nicht mehr haben kann bzw. möchte, weil es mich nur weiter runterziehen würde. Da bleibt einem fast nichts anderes mehr übrig als sich damit abzufinden wahrscheinlich für immer Single zu bleiben. Ich denke dass es bei sehr vielen Singles dieses Dilemma ist, dass sie zum Alleinsein veranlasst.
 
  • #72
In diesem Fall können sich die Ansprüche bis ins unermessliche steigern, was bei mir wohl ein Stück weit der Fall ist. Nur bewerte ich das nicht negativ, weil ich weiß dass ich es anders nicht mehr haben kann bzw. möchte, weil es mich nur weiter runterziehen würde. Da bleibt einem fast nichts anderes mehr übrig als sich damit abzufinden wahrscheinlich für immer Single zu bleiben. Ich denke dass es bei sehr vielen Singles dieses Dilemma ist, dass sie zum Alleinsein veranlasst.
Zwei verschiedene Dinge, die man nicht vermischen sollte.
Das erstere ist Rückzug aus Angst vor Verletzung, und das ist negativ, weil lebensfremd und lebensverleugnend.
Das zweitere ist die freie Entscheidung eines reifen und ausgeglichenen Menschen, der weiß, eine Beziehung kann sein Leben bereichern, wenn aber keine da ist, ist sie auch nicht notwendig.
Beim 2. bist du noch lange nicht. Solang du dich nicht auf 1. einläßt, wirst du es auch nie erleben. Ein bisschen mehr Mut und Lebensfreude für 2016!
 
A

Ares

  • #73
Wie oben eine Userin schon anmerkte habe auch ich schlechte Erfahrungen gemacht (u.a betrogen worden), die nicht spurlos an mir vorbeigegangen sind.
Ich vergleiche das Leben gerne mit Bungee-Jumping. Du kannst oben auf der Brücke stehen bleiben und keinerlei Risiko eingehen. Oder Du kannst springen, dann wirst Du Höhen und Tiefen erleben. Es ist Deine freie Entscheidung. Wenn Du alleine bleibst, wirst Du sicher alle negativen Erfahrungen mit Beziehungen vermeiden. Die Wahl hast Du.

Und ich bin da ganz bei void: dass es ein Wert an sich ist, nur mit einem Menschen im Leben Sex zu haben oder nur mit sehr wenigen "Auserwählten", sehe ich für mich nicht. Dass es ein Wert ist, Sex mit möglichst vielen zu haben, auch nicht. Die meisten Menschen pendeln wahrscheinlich wie ich irgendwo dazwischen.

Du setzt für Dein Leben die Werte und sie sind für Dich absolut richtig. Wenn andere Menschen sie anders setzen, ist es zunächst deren Leben. Wenn Du mit 80 auf dem Bänkchen sitzt und zufrieden rückblickst auf erfüllenden Sex mit genau einer Person, wunderbar. Wenn ich rückiblicke auf erfüllenden Sex mit 10 Personen, genauso wunderbar. Selbst derjenige, der sich rückblickend ärgert, dass es nur 120 Personen waren, darf das für sich so beurteilen.
Dass rein moralisch weitere Grenzen gesetzt sein mögen, sobald andere geschädigt werden, steht wieder auf einem anderen Blatt.
 
  • #74
Nun, ich denke die meisten von uns sind der Liebe schon mal enttäuscht/verletzt worden. Ich habe noch von keiner Beziehung gehört, in der alles immer rund läuft.
Die Angst vor dem Betrug läuft immer mit. Ironischerweise gibt es in polyamoren Beziehungen den Kodex der Transparenz. Manche wollen auch gar nicht wissen, was der Partner noch so treibt.
Ich denke für dich könnte es ein Weg aus der Perfektionsfalle sein, in dem du dich mehr öffnest.
Du hast ja schon in einem anderen Thread geschrieben dass die Frauen schnell auf dich fliegen, weil du bestimmte äußere Attribute erfüllst. Vielleicht kommst du ja smart und supercool rüber, und lässt niemand hinter deine Fassade blicken? Vielleicht können die sich gar nicht vorstellen, dass du auch schon verletzt wurdest?
Die Brücken hochzuziehen mag eine verständliche Reaktion sein.
 
  • #75
Zwei verschiedene Dinge, die man nicht vermischen sollte.
Das erstere ist Rückzug aus Angst vor Verletzung, und das ist negativ, weil lebensfremd und lebensverleugnend.
Das zweitere ist die freie Entscheidung eines reifen und ausgeglichenen Menschen, der weiß, eine Beziehung kann sein Leben bereichern, wenn aber keine da ist, ist sie auch nicht notwendig.
Beim 2. bist du noch lange nicht. Solang du dich nicht auf 1. einläßt, wirst du es auch nie erleben. Ein bisschen mehr Mut und Lebensfreude für 2016!
Habe ich doch schon, und wurde bitter enttäuscht. Aus Selbstschutz vorsichtiger zu werden ist nur natürlich und gesund, solange man keinen Menschenhass entwickelt. Ich möchte niemandem meine Wahrheit als die richtige andrehen. Es ging nur darum dass die höchste Form der Weisheit die völlige Unabhängigkeit von Nicht lebensnotwendigen Bedürfnissen ist. Um das in Reinform zu leben bliebe eigentlich nur der Gang ins Kloster, das erwarte ich natürlich von niemandem. In wie weit man diese Unabhängigkeit lebt bleibt jedem selbst überlassen. Da muss jeder selbst herausfinden was für ihn richtig ist.
 
  • #76
Es gibt jede Menge Paare, bei denen nix schief und aus dem Ruder läuft, die Probleme haben und sie gemeinsam lösen können, ohne das jemand seine Ablenkung dazu in fremden Betten suchen muss.

Ich schrieb hier bereits, nur weil einige negative Erfahrungen mit der Treue machten können sie nicht von sich auf andere schließen.

Wenn jemand fremdgeht sucht er nicht die Lösung etwaiger Schwierigkeiten in der Beziehung, sondern außerhalb. Mir sind Fremdgänger suspekt und Menschen mit diversen Sexpartnern, ich würde mich vor einem Mann ekeln, welcher schon recht viel "egal aus welchem Grund" sexuell rumgekommen ist.

Das ist wahrhaftig keine Heldentat.
Paare, die sich treu sind und schon ewig waren sind für mich leuchtende Beispiel, dass es eine tiefe Liebe gibt, Moral und Werte nicht gestorben sind und dem Zeitgeist geopfert - für was eigentlich?
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
  • #77
Die völlige Unabhängigkeit ist aber keine Freiheit, das ist Vermeidung. Vermeidung/Selbstkasteiung ist nicht Leben. Frei ist zu sagen, ich kann diese Beziehung eingehen, oder auch nicht. Wer liebt, wird verletzt, dass muss nicht immer Betrug sein, es gibt viele Formen.
Verletzung braucht Zeit, um zu heilen, und natürlich versucht man, nicht wieder in die gleiche Falle zu tappen. Man sollte sich auch nicht blind ins nächste stürzen. Doch wo Licht ist, ist auch Schatten. Und auch die eigenen Schatten gilt es zu integrieren.
Ein Risiko bleibt...
Ich würde dir Osho empfehlen, das Buch der Freiheit."Freiheit, du selbst zu sein und einfach nur am Augenblick das Lebens teilzuhaben". Wenns mal so einfach wäre.

Hat Jesus im Kloster gelebt?

Ein Asket saß meditierend in seiner Höhle. Da huschte eine Maus herein und knabbert an seiner Sandale. Der Asket öffnete verärgert die Augen:"Was störst du mich in meiner Andacht?"
"Ich habe Hunger, piepste die Maus.
"Geh weg, ich suche die Einheit mit Gott, wie kannst du mich dabei stören?", sagte der Asket.
"Wie willst du dich mit Gott vereinigen, wenn du nicht einmal mit mir einig wirst?", fragte die Maus.
 
  • #78
Mir ist Monogamie in einer Beziehung sehr wichtig, sie gehört einfach dazu. Von offenen "Beziehungen" halte ich nichts, das sind für mich keine Beziehungen, sondern eher Affären.
Einen Seitensprung kann ich nicht verzeihen. Da kann mir mein Partner erzählen was er will, er kann sich ja schließlich kontrollieren. Also, keine Ausrede.
In dieser Situation würde ich mich sofort und unwiderruflich trennen. Da wäre mein Vertrauen weg, ähnlich wie ein kaputter Spiegel, den man nicht wirklich reparieren kann. Dann bleibe ich lieber alleine, aber meinen Stolz und meine Prinzipien gebe ich für nichts auf der Welt auf.
 
  • #79
Ich habe bis auf zwei Männer, nur Männer kennengelernt, die treuer und frommer als ein Bischof waren. So derart treu und verklemmt, dass es selbst mich als treuer Mensch schon derart genervt hat.

Ich denke, dass Menschen, die Polygamie toll finden, sind arg gefrustet und oft im Leben von Frauen enttäuscht wurden und sehen hinter jeder Frau, jemand der sie nur betrügen möchte.
 
  • #80
Was soll sie denn sein, die hier gefragte "Monogamie"? Im engeren Sinne ist hier wohl kaum jemand monogam, denn dann wäre nur eine lebenslange exklusive Partnerschaft möglich. Ist überhaupt irgendjemand hier monogam?

Realer ist wohl serielle Monogamie. Dann lautet die Frage: ist jemand seriell treu? Das wiederum werden die meisten hier so halten.

Entscheidend für mich: wie gehe ich mit Partnerinnen oder Partnern um? Trenne ich mich konsequent, damit serielle Monogamie möglich ist oder halte ich an einer Partnerschaft fest, die eigentlich nicht mehr funktioniert. Bin ich treu, wenn ich in einer Beziehung bin?

Entscheidend für mich auch: das Maß aller Dinge ist letztlich, dass ich mit meinem Leben zufrieden bin. An einer Beziehung, die nicht mehr funktioniert, in der ich nicht mehr glücklich bin, halte ich nicht fest.

Monogamie an sich hat für mich keinen Wert, sie ist ein soziales Konstrukt von Menschen oder Institutionen, die Trennungen nicht tolerieren. Früher sicher auch berechtigt, weil eine Trennung speziell für Frauen mit (vielen) Kindern nicht aufzufangen war. Heutzutage? Sinnlose Quälerei.
Ich halte Monogamie für völlig unsinnig dann, wenn sie zwei Menschen bindet, einfach um monogam zu bleiben. Im katholischen Sinne: wir haben mal versprochen, also halten wir.

Für mich gehört zu einer guten Partnerschaft Verbindlichkeit und Verlässlichkeit in der Partnerschaft und ebenso Treue. Aber auch, sich zu trennen, wenn es für einen von beiden nicht mehr passt. Ich möchte keine Partnerin, die nur aus irgendwelchen "moralischen" Gründen bei mir bleibt. Und dann noch moralischen Gründen, die von außen vorgegeben werden. Für mich ist das nutzlos und dumm und ich bin froh, dass wir diese mittelalterlichen Zeiten überwunden haben.
 
  • #81
Monogam hört sich so Gesellschftlich aufgestellt an. Für mich ist das Wort "Treue" greifbarer. @Lebens_Lust Beitrag erklärt es sehr schön. Früher hatte ich das Gefühl Treu sein zu müssen. Völliger Wahnsinn. Es wurde erwartet, weil versprochen. Heute auch weil ich aus meinem " reichen Erfahrungsschatz" zitat Ende, einfach erleben durfte wie es gehen kann. Heute ist für mich Treue nichts mehr worüber ich nachdenken muss. Treue ist für mich einfach kein "Thema" mehr. Es ist einfach meine Einstellung geworden. Und dabei geht es nur um mich. Ich fühle mich so, einfach Wohl und lebe es gerne. Ob meine Partnerin ein ähnliches Denken hat kann und will ich nicht beeinflussen. Ich würde lügen wenn ich es mir nicht wünschen würde. Man spricht sicher darüber vor einer Partnerschaft und selbst wenn beide ähnlich ticken. Man sollte sich im klaren sein das das Leben oft andere Geschichten schreibt als man sich selbst ausgemalt hat. Und wenn man das irgendwann begriffen hat, spielt der Begriff Treue keine Übergeordnete Rolle mehr. Entweder sie ist vorhanden bei jedem selbst oder eben nicht. Ich kann sie nicht erzwingen. Weder bei mir noch bei meiner Partnerin. Beide können sich aber jeweils aus einer Beziehung befreien, wenn die Sichtweisen irgendwann einmal auseinander driften. Egal welche Gründe dafür vorgeschoben werden. Alles Ausreden. Auch ich habe mir damals selbst eingeredet, es hätte dafür einen Grund gegeben. Heute weiß ich das das Unsinn ist und man sich selbst in die Tasche lügt, nur um seine eigenen schwächen zu verheimlichen und schön zu quatschen.
m46
 
  • #82
Ich glaube, die Monogamie ist ein gesellschaftliches Konstrukt, das sich (u.a.) im Westen herausgebildet hat und ideal ist für das Großziehen der Kinder. Kinder brauchen verlässliche Eltern und das ist am besten in der Ehe mit wechselseitigem und ausschließlichem Bezug von Vater und Mutter aufeinander gegeben. Die Monogamie muss sich in gewisser Weise bewährt haben, ihre Daseinsberechtigung haben, da sie zumindest als Ideal fortbesteht und von vielen angestrebt wird. Letzteres gilt um so mehr, da sie offenkundig nicht den Bedürfnissen der Erwachsenen entspricht.


In Punkto Liebe und Sexualität ist die Monogamie natürlich ein absolutes Negativ-Agens. Die ausschließlich sexuelle Anziehung zweier Menschen aufeinander währt nur kurze Zeit. Die Monogamie darüber hinaus aufrecht zu erhalten, bedeutet, sich Zwang anzutun. Die Folge sind ein eintöniges und zunehmend Erotik verlierendes Sexualleben bis hin zum totalen Stillstand und meist auch noch Liebesverlust.


Gucke ich in meinen Bekanntenkreis so gibt es (nur Heteros beiderlei Geschlechts betrachtet) folgende Muster:

* 30 % Fremdgeher/innen mit heimlichen Affären, wobei sowohl sie als auch er die Affären voreinander geheim halten und nur im Störfall ein Ertappen stattfindet (dann aber großer Knatsch). (Ein bekannte von mir, die viele Jahre in Italien lebte, sagt, dieses Muster sei dort zu nahezu 100 % präsent.)

* 45 % serielle Polygamie; d.h., Beziehungen, die für die Dauer ihres Bestehens monogam gelebt werden, aber meist nur wenige Jahre halten.

* 15 % ohne beobachtbares Sexualleben, nie Affären, keine Beziehung, nie etwas am Start. Männer meist uneingestandene, selten bekennende Puffgänger. Die Frauen dieser Gruppe wirken psychisch gestört.

* 10 % lang andauernde Paarbeziehungen teils mit schwer einschätzbarem (wird nicht kommuniziert), teils mit zum Erliegen gekommenen Sexualleben.

* 0 % erklärt offene Beziehungen


Der Drang zur Polygamie äußert sich bei den Geschlechtern unterschiedlich. Bei Männern tritt er relativ schnell ein; meist schon nach unter einem Jahr in einer festen Beziehung. Bei den Frauen dauert es meist ein paar Jahre.
 
  • #83
Letzteres gilt um so mehr, da sie offenkundig nicht den Bedürfnissen der Erwachsenen entspricht.
Wenn ich hier mitlese, dann erscheint mir "Monogamie" doch öfter mal als insbesondere von Frauen aufrechterhaltenes, gerne mit "Moral" unterlegtes Konstrukt, das nichts mehr mit Sexualität zu tun hat, weil die, wie Du richtig beschreibst, oft irgendwann gar nicht mehr richtig stattfindet. Es entspricht nicht dem Bedürfnis nach Sexualität, aber dem Bedürfnis danach, keine andere Frau an die Ressourcen des Mannes zu lassen. Sei es, damit Kinder großgezogen werden können, sei es, weil sie persönlich davon profitieren.

Man kann das in diesem Thread schön sehen. Alle sind für "unbedingte" Monogamie und Treue (sogar, ohne den Unterschied zwischen beiden zu beachten). Für mich ist das gedankenloses Geplapper. So, wie das katholische Eheversprechen, das im Grund sowieso kaum jemand ernst meint, so dass die Ehen in der Regel sowieso ungültig sind.
Treue ist mir in einer Beziehung exakt so wichtig wie gemeinsame Sexualität. Beides gibt es nur zusammen oder gar nicht.

Eigentlich können wir Männer der "Mein Bauch gehört mir"-Bewegung der Frauen doch nur ein lautes und klares "Mein Schw... gehört mir" entgegenhalten. So, wie selbstverständlich jeder Mensch ein Recht auf Verweigerung von Sexualität hat, hat auch jeder Mensch eines auf Ausübung.
 
  • #84
Ich denke, Treue ist eine Entscheidung. Da draußen laufen viele attraktive Männer und Frauen rum.
Kann ich jemandem wirklich in der Tiefe begegnen, wenn man mit vielen rumvögelt?
Auch dass ist eine Entscheidung. Und was ist so mutig daram, seine sichere Beziehung zu haben, und heimlich mit anderen rumzumachen? Denn wenn es so einfach wäre, und nur ein Konstrukt, könnte man seinem Partner doch sagen, dass man sich aushäusig vergnügt?
 
  • #85
Kann ich jemandem wirklich in der Tiefe begegnen, wenn man mit vielen rumvögelt?
Die Leute sind sich "in der Tiefe" dann schon begegnet gewesen.

Die jüngst verstorbene Jeanne Moreau hat gesagt:
"L'amour, c'est comme le potage: les premières cuillières sont trop chaudes, les dernières trop froides."
(Die Liebe ist wie Eintopf: die ersten Löffel sind zu heiß, zu letzten zu kalt.)

Voilà.
 
  • #86
* 30 % Fremdgeher/innen mit heimlichen Affären, wobei sowohl sie als auch er die Affären voreinander geheim halten und nur im Störfall ein Ertappen stattfindet (dann aber großer Knatsch). (Ein bekannte von mir, die viele Jahre in Italien lebte, sagt, dieses Muster sei dort zu nahezu 100 % präsent.)
Die Italiener waren schon immer cleverer als wir Deutschen. Offiziell gehts ihnen ja soooo schlecht - aber inoffiziell wissen sie zu leben.
Monogamie in Italien - laut meinem Fastschwiegervater:
- Scheidung ist nicht
- solange du nicht mit meiner Tochter verlobt bist, darfst du keine Affären haben. Sie auch nicht.
- da du nun mit mir gesprochen hast, bist du inoffiziell verlobt. Damit darfst du heimlich - sie nicht.
- bist du verheiratet, darfst du inoffiziell Affären haben. Sie nur heimlich.
- beichten musst du nicht, aber ab und zu der Kirche was spenden. Sie muss richtig beichten ....

Er ist ein reicher Mann, Gesellschafter einer Privatbank. Also absolute Oberschicht. Familie ist mehr als wichtig - die Affären sind nebenher. Und ja, er hatte selbst 2 Affären - sein Frau hats wohl gewusst, aber Thema war das nie.
Irgendwie verliert Monogamie so ihren Schrecken.
 
  • #87
@Lebens_Lust, alles ok bei Dir...Deine Meinungen verpackst Du in ungewöhnlich heftige Worte.
Ich denke der Thread zeigt: man sollte das Thema doch früh in einer Beziehung ansprechen und bei unterschiedlichen Situationen wiederholen.
Damit zumindest die Chance besteht, den Partner zu bekommen, der da passt...Welche Werte man auch immer hat.
Ich kann von keinem Partner verlangen mich glücklich zu machen aber an mich stelle ich diese Anforderung mittlerweile schon. Da zu einer Partnerschaft zwei gehören, habe ich den größten Einfluss auf mein Leben, wenn meine Wahl gut ist für mich!
Ich zb möchte nicht mehr betrogen werden. Wer nicht zur Monogamie neigt, würde mich unglücklich machen, gibt er es offen zu kann ich wählen und mich gegen einen solchen Menschen entscheiden.
Wie er auch umgekehrt.
Innerhalb der Partnerschaft, kann es je nach Situation wieder um das Thema und eine Entscheidung gehen..
Gibt es zb keinen Sex mehr...
Ob ich keine Lust mehr habe oder mein Partner...unglücklich sollte keiner bleiben.
Ein Gespräch dann über das Thema wird auch wieder Entscheidungen zur Folge haben: beide öffnen die Beziehung, beide arbeiten an der gemeinsamen Beziehung inklusive Sex oder man trennt sich.
Ich weil mir Sex wichtig ist oder mein Partner von mir, weil ich keinen Sex mehr will.
Nur betrogen werden und keine Chance haben zu wählen...Das möchte ich nicht
 
  • #88
Im engeren Sinne ist hier wohl kaum jemand monogam, denn dann wäre nur eine lebenslange exklusive Partnerschaft möglich. Ist überhaupt irgendjemand hier monogam
Doch, solche Menschen gibt es. Mein Mann war monogam. Ich war die einzige Sexpartnerin in seinem Leben. Auch hielt unsere Ehe bis zum viel zitierten 'bis das der Tod euch scheidet'. Ohne Versprechen vor der katholischen oder sonst einer Kirche.

Es entspricht nicht dem Bedürfnis nach Sexualität, aber dem Bedürfnis danach, keine andere Frau an die Ressourcen des Mannes zu lassen.
Dies ist nicht zutreffend. Mein Mann hätte, im Rahmen einer für ihn einseitig offenen Beziehung, Sex mit anderen Frauen haben können. Aber offensichtlich war das Bedürfnis danach nicht ausgeprägt genug um es auszuleben.

Ich denke der Thread zeigt: man sollte das Thema doch früh in einer Beziehung ansprechen und bei unterschiedlichen Situationen wiederholen.
So sehe ich das auch. Mein Partner wünscht sich sexuelle Exklusivität, sagte aber, er könne sich vorstellen die Beziehung für mich zu öffnen sollte er impotent werden. :) Bis dahin geht hoffentlich noch viel Zeit ins Land und ob ich das dann will weiß ich nicht. Allein der Gedanke, ich 'dürfte' wenn ich wollte nimmt dem Gedanken daran den Schrecken.
 
T

Toi et moi

  • #89
Die Treue ist m. E. sehr wichtig. Ohne Treue kann man keine Familie gründen. Wie soll das gehen? Wie kann ich jemandem vertrauen, wenn er mich hintergeht, mich anlügt und mir ständig falsche Informationen gibt. Ich kann es verstehen, dass hier einige Herren die Treue ablehnen, aber wie ist es umgekehrt? Wie hätten sie reagiert, wenn ihre Frau untreu geworden wäre. Wären sie genauso offen und tolerant gegenüber der untreuen Frau? Ich glaube kaum. Wahrscheinlich würden dann Kommentare reinkommen, wie: "so eine Frau kommt für mich nicht in Frage und Punkt, mein Selbstwert, meine Zeit, mein Leben, ich, ich ,ich.....". Ich mag aber nicht auf dieser Ebene diskutieren. Für mich gilt folgendes:
Wenn ich in einer Gemeinschaft lebe, möchte ich dafür sorgen, dass meine Mitmenschen glücklich sind. Ich möchte diese Menschen nicht anlügen und ich möchte auch nicht angelogen werden. Wenn ich es nicht kann, dann muss ich das rechtzeitig sagen. Das schulde ich den Menschen, die mir vertraut haben.
 
  • #90
Ja, alles bestens. Mich nervt nur wieder mal die Intoleranz mancher Foristinnen. Es gibt eben unterschiedliche Sichtweisen dazu.

Wer nicht zur Monogamie neigt, würde mich unglücklich machen, ...
Das ist schon grundsätzlich fragwürdig. Wer monogam lebt, hat nur einen Partner im Leben. Ist das realistisch? Eher unwahrscheinlich. Ist das anzustreben oder wünschenswert? Für mich nicht mal das. Wir lesen hier immer wieder, dass diese Menschen dann irgendwann das Gefühl haben, "was verpasst" zu haben.

Doch, solche Menschen gibt es. Mein Mann war monogam. Ich war die einzige Sexpartnerin in seinem Leben. Auch hielt unsere Ehe bis zum viel zitierten 'bis das der Tod euch scheidet'.
ist realistisch betrachtet der Ausnahmefall. Aber auch den gibt es natürlich.

Einigen wir uns auf "Treue" statt "Monogamie"?

Ein Gespräch dann über das Thema wird auch wieder Entscheidungen zur Folge haben: beide öffnen die Beziehung, beide arbeiten an der gemeinsamen Beziehung inklusive Sex oder man trennt sich. Nur betrogen werden und keine Chance haben zu wählen...Das möchte ich nicht
Dann sind wir an dem Punkt, an dem in diesem Thread viele Frauen (auch ein paar Männer) Treue bedingungslos einfordern. Aus anderen Threads weiß ich aber, dass in vielen Beziehungen die Sexualität irgendwann einschläft. Ich würde mal behaupten, öfter von Frauenseite. Gesundheitlich bedingt sicher auch von Männerseite (Impotenz). Und wenn dann diese Männer und Frauen weiter Treue einfordern (und damit die "Entscheidungsgewalt" über die Sexualität des Partners haben wollen), dann ist das für mich dummes Geplapper. Und unrealistisch ist es auch. Denn viele Männer werden sich selbstverständlich ihre Sexualität nicht auf Dauer nehmen lassen. Das gilt umgekehrt natürlich auch für Frauen. Man kann sich einigen. Aber man muss nicht.