• #1

Haltung zur Monogamie

Für die Mehrzahl der Menschen ist Treue die vielleicht stärkste Säule für eine glückliche Beziehung, während andere das lockerer sehen.

Bei den Monogamie-Gegnern heißt es: wahre Liebe lässt frei, wer wirklich liebt verzeiht auch etc. Bei den Monogamie-Befürwortern heißt es zumeist: wer seinen Partner liebt verletzt ihn nicht, man sollte seine Triebe kontrollieren können etc.

Den Befürwortern wird oft Eifersucht vorgeworfen, den Gegnern Oberflächlichkeit.

Ich persönlich bin Befürworter der Monogamie und kann das für mich auch gut begründen. Meinem Empfinden nach, scheinen sich aber beide Lager ihre Argumente hinzubiegen und überzeugen somit nicht. Da erwarte ich schon etwas mehr Tiefgang.

Es soll in dieser Diskussion nicht ums belügen oder verschweigen gehen, sondern nur um die Bewertung des Fremdgehens per se.

Warum genau seid ihr für bzw. gegen Monogamie? Was sind eure tieferliegenden Beweggründe? Würdet ihr z.b nach einem Seitensprung eures Partners noch mit ihm/ihr zusammenbleiben wollen? Warum nicht bzw. Warum eventuell doch?
 
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  • #2
Für mich geht Beziehung ohne absolute Treue nicht. Für mich legt sich da ein Schalter um - ich "sehe" andere Männer nicht einmal. Körperliche Treue sowie mentale Treue, Loyalität, das ist die Basis. Alles andere wäre für mich selbstzerstörerisch.
Wie ein Paar nach langjähriger Beziehung mit Kindern mit einem Seitensprung umgeht, darüber möchte ich kein Werturteil abgeben. Da gibt es nur die individuelle Wahrheit.
Offene Beziehung kann und könnte ich nie verstehen. Für mich ist das Verrat an der größten Intimität zwischen zwei Menschen und ein Zeichen von Abstumpfung, nicht Weiterentwicklung.
 
  • #3
Deine Beschreibung zum Thema Monogamie bzw. deine Argumentation klingt sehr nüchtern und kopflastig.

Ich wünsche mir selbst auch eine monogame Beziehung bzw. könnte mir eine offene Beziehung niemals vorstellen, aber die Gründe sind für mich ganz andere: ich muss es langsam angehen, Nähe aufbauen. Erst dann möchte ich mit einem Mann überhaupt Sex. Wenn sich dann in weiterer Folge mehr vertrauten entwickelt, wird der Sex auch noch besser, also für mich zumindest - ich kann mich dann mehr fallen lassen.

Das ist für mich der Grund, warum ich eine monogame Beziehung möchte und ONS ablehne. Der Wohlfühlfaktor ist ganz wesentlich.
Von meinem Partner würde ich mir erwarten, dass er das ähnlich sieht. Einen Mann, der ein bewegtes Vorleben hatte, lehne ich ab, weil es mich irgendwie ekelt.
Bei dieser Gelegenheit: langsam angehen hat nix mit ewig warten zu tun. Ewig warten (ala Phase, in der nichts passiert) finde ich ganz seltsam und kontraproduktiv. Langsam angehen heißt, sich eben immer wieder zu steigern.
 
  • #4
Ganz klar für Monogamie!

Wer etwas anderes leben möchte, muss ja keine Beziehung führen und willentlich und wissentlich andere Menschen verletzen.

Der Betrogene hat keinerlei Möglichkeit, sich davor zu schützen und muss dann damit leben, was dieser massive Vertrauensbruch in ihm auslöst. Es ist menschlich einfach völlig daneben und Fremdgänger fühlen auch keine Liebe; sonst würden sie es ja nicht tun.

Die Liebe ist keine Pralinenschachtel, wo man wahllos einfach alles greifen kann, was man möchte. Wer nicht treu sein kann oder will, kann alleine bleiben und wahllos Sex haben, mit wem er möchte - aber innerhalb einer Beziehung einen anderen so zu hintergehen, ist unverzeihlich.

Sämtliche Ausreden, wieso es passierte, sind Lügen - weil man mit der eigenen Unzulänglichkeit nicht umgehen kann. Nicht der andere ist schuld, dass es dazu kommt, nur man selbst und der, der den Betrug mitmacht.
 
  • #5
Ich bin selber für Monogamie, weil mir eine Partnerin vollauf genügt. Und weil ich meine Partnerin nicht mit Untreue verletzen will. Also innerlich eine sehr hohe Hemmschwelle für Untreue.

Ein Seitensprung meiner Partnerin wäre für mich nicht das Ende der Beziehung. Aber mich würden ihre Gründe dafür interessieren. Um gegebenenfalls daraus zu lernen, wie ich besser werden könnte?

Eine lebenslange Monogamie ist schwierig. Weil die Betreffenden in Panik geraten könnten: War das Alles in meinem Leben?

Ich kenne einzelne Ehemänner im Rentenalter, die gerne mal fremdgehen würden, ohne ihre Ehefrauen zu verlassen.
Einfach nur, um mal noch andere Frauen erleben zu dürfen.
Aber ihre Ehefrauen verlangen strikte Monogamie, sonst Trennung.

Eine feste Partnerin ging mir fremd, mit bis zu drei Männern gleichzeitig. Sie hielt das für ihr Recht, weil sie ja nicht (mit mir) verheiratet ist. Außerdem hätte sie angeblich keinen Sex mit ihnen, aber das ist nicht glaubwürdig.

Seitdem erwarte ich keine Monogamie mehr von Frauen. Wenn sie fremdgehen wollen, dann tun sie es. Aber ansonsten waren meine Partnerinnen mir sehr treu.

Meistens ist das fremdgehen m.E. aus sexuellen Gründen. Sie betrachten es selber nicht als fremdgehen, weil sie bei ihrem geliebten Partner/in bleiben wollen.

Die Hälfte der Männer in Deutschland gehen fremd = sind nicht-monogam.
Die Meisten brauchen dazu Frauen. Wieviele Frauen sind nicht monogam?

Trotzdem halte ich Frauen im Durchschnitt für monogamer. Aber man sollte nicht dem Irrglauben verfallen, dass jede Frau monogam wäre.

Also: Kein so großes Drama daraus machen. Die Chancen, mit Untreue betroffen zu werden, stehen 50:50.

Man kann aber viel tun, damit sein Partner/in so zufrieden ist, dass er keinen Grund für Untreue hat.
 
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  • #6
Die meisten bisherigen Antworten hier idealisieren die "Liebe" ziemlich und beziehen Treue anscheinend auf das Körperliche.
Ich bin da vorsichtig: es gibt im Leben kein Schwarz und kein Weiß, deswegen ist es ja so fordernd. Das Leben bewegt sich fast immer in einer Grauzone, so auch wir als Menschen. Wir haben ein kulturell geprägtes Ideal von Liebe = Treue und Monogamie. Wie jedes Ideal ist es aber ein nur von Menschen angestrebter Idealzustand, wie schaut es aber um den Natur- und Istzustand aus?
Ja, für mich ist der Mensch ein ganz besonderes Lebewesen, fähig dazu, Ideale zu entwerfen, anzustreben und sogar zu leben (wobei das immer nur an eigenen Wertmaßstäben orientiert ist), aber er ist nun mal auch Tier wie jedes andere. Das macht ihn so faszinierend, dieses hin und her gerissen sein.
Ich bin selbst zur Monogamie fähig, denn auch ich verliere schlagartig das Interesse an anderen, wenn ich mein Gefühl an einen binde. Ob mir jedoch nie ein "Fehler" geschehen könnte, mag ich nicht sagen, ebenso wie für mich eine zwischenmenschliche Beziehung aus sehr viel mehr als nur Körperlichkeit und Sexualität besteht. So könnte ich auch durchaus den Fehltritt eines Partners verzeihen. Manches ist menschlich und gehört zum Menschsein dazu, so etwas verurteile ich schon lange nicht mehr, da ich selbst Mensch bin. WICHTIG wäre mir dann allerdings ein offenes und ehrliches Gespräch, denn ich interpretiere Fehltritte als Hinweise, dass in einer Paarbeziehung etwas fehlt oder nicht wirklich funktioniert. Und SEHR WICHTIG wäre mir in so einem Falle die Reflexion darüber, was der andere und das Zusammensein mit demjenigen überhaupt noch für einen Wert hat. Davon würde ich alle anderen Entscheidungen abhängig machen.
 
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N

nachdenkliche

  • #7
Nur Monogamie ! Ich kann jedes einzelne Wort von @Lily321 vollständig unterstreichen.
Ohne Treue keine Beziehung, keine Liebe. Was ist Liebe ohne Vertrauen wert ? Nichts ! Natürlich halte ich nichts fest, was ich liebe, aber wenn der Partner mich nicht mehr liebt, geht er (fremd ) , also lasse ich ihn ziehen. Danach habe ich ihm verziehen und lebe in Frieden mit der Vergangenheit und diesen Erinnerungen an ihn. Das ist mein Verständnis für Liebe.
 
  • #8
Ich denke folgendes:

1) wenn der eine Partner den andern vorher fragt und wenn das OK da ist fremd zu gehen ist es kein Fremdgehen.

2) wenn es wider willen passiert ist - was schon nicht passieren sollte denn man hätte ja fragen können - das Kind in den Brunnen gefallen, noch viel schlimmer ist es, nichts zu sagen, weil wenn man nichts sagt, zerstört man die Freundschaftsebene auch noch.
 
  • #9
Ich bin Befürworterin der Monogamie aus einem ganz einfachen Grund: In meiner Beziehung liebe ich meinen Partner und habe gar kein Verlangen nach anderen Männern. Eine stabile Beziehung basiert für mich auf Vertrauen, Respekt und Treue.

Ob ich einen Seitensprung verzeihen könnte? Ich weiß es nicht. Eigentlich denke ich kein Mensch ist unfehlbar, von daher könnte man einen Seitensprung auch nutzen und aktiv an der Beziehung arbeiten damit sowas nicht mehr vorkommt (natürlich nur wenn beide es wirklich wollen) Da ich es aber noch nicht erlebt habe, kann ich es einfach nicht mit Sicherheit sagen.

Eine offene Beziehung wäre für mich undenkbar. Das ist wohl eher was für Menschen die nichts versäumen wollen und gleichzeitig Angst haben am Ende allein zu sein. Ich kenne auch keine offene Beziehung die auf Dauer für beide Parteien erfüllend war.
 
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Ares

  • #10
Ich bin nicht monogam.
Monogamie ist eine "lebenslange exklusive Fortpflanzungsgemeinschaft". Das war mit Ende der ersten Beziehung vorbei. Bei den meisten dürfte heute eher eine "serielle Monogamie" stattfinden, zum Teil mit mehr oder weniger großen Überlappungen.

Ich habe es rückblickend auch genossen, Sex mit verschiedenen Partnerinnen zu haben, für mich eine schöne Erfahrung.
"Treue" ist ein anderes Thema. In einer funktionierenden Beziehung habe ich keinen Bedarf nach anderen Frauen. In einer nicht funktionierenden irgendwann schon. Wobei ich dann auch die Beziehung grundlegend in Frage stelle und nicht einfach fremdgehe.

Ich denke, das Thema wird stark idelaisiert und romantisiert. Speziell einige Frauen schreiben das ja hier auch klar. Viele Beziehungen könnten aus meiner Sicht dauerhafter und besser funktionieren, wenn der Exklusivitätsanspruch in sexueller Hinsicht nicht wäre. Man versteht sich gut, man liebt sich, der körperliche Reiz ist nicht mehr so stark oder auch fast weg, aber die Beziehung eigentlich stabil. Wenn dann einer von beiden fremdgeht, ist das oft das Ende der Beziehung. Das finde ich (auch so, wie es hier manchmal zu lesen ist) eigentlich schade. Auch wenn ich es ebenfalls nicht so lebe.
 
B

bennyXXL

  • #11
Ich strebe eine langfristige Beziehung an. Auch wenn ich noch keine Frau fürs Leben gefunden habe, ist mir aber klar das Treue von beiden Seiten dazugehört. Ist man nicht ganz bei seiner Frau, dann kann man es auch bleiben lassen. Solche halbherzigen, lauwarmen Beziehungen hatte ich in der Vergangenheit zu genüge. Aber auch da war ich treu.

Im engeren Bekannten/Kollegenkreis habe ich vier Fälle von Betrug. Alle in langfristigen Beziehungen/Ehen. Alle Ehen sind an diesem Vertrauensbruch gescheitert. Erstaunlicherweise sind es gerade die Betrüger (m+w) die nach dem Auffliegen des Seitensprunges nicht mehr richtig glücklich geworden sind. Mal abgesehen das es mit dem Seitensprung auch nix wurde. In zwei Fällen wurden die schnell entsorgt. Ein Kollege ist so auch in eine ungewollte Vaterschaft geraten. So kann man sich auch das Leben versauen. Aber einen guten Ausgang gibt es noch. Eine sehr gute Freundin konnte es gut verarbeiten, hat aber auch eine Zeit alleine gelebt. Und hat nun einen neuen Partner gefunden der viel besser zu ihr passt und beide sind schwer verliebt. Ihr betrügender Ex-Freund hangelt sich nun von einer Frau zur Nächsten und kriegt die Füße nicht mehr auf den Boden. Viele dieser Geschichten, auch ohne davon direkt betroffen zu sein, geben mir zu denken.

Fazit: Für die Fremdgeher hat sich der ganze „Einsatz“ nicht gelohnt und haben eine solide Partnerschaft weggeschmissen und traurige Kinder hinterlassen … und das nur für ein bisschen rumgevö.....

Ja, Treue ist doch ganz einfach.

Ich brauche nur noch einen wirklichen Kick der mich anmacht – Liebe!
Schöne Feiertage noch.
 
  • #12
Ich habe mich hier in diesen Forum ja schon öfter zum Thema Seitensprung / Affaire / Monogamie geäußert, daher nun nur ein kurzes Statement.
Wenn der Seitensprung deshalb stattfindet weil man mit seinen Partner unzufrieden ist oder der Seitensprung als Vorbereitung für einen Warmwechsel geschieht so finde ich dies gar nicht gut.
Wenn der Seitensprung nur ein Seitensprung ist und der Partner einen noch liebt so ist es okay.
Zwei Beispiele:
Als IT-Consult war ich vor Jahren viel in Süddeutschland unterwegs. Als blonder Hans von der Waterkant hatte ich bei den Damen häufig ein dickes Pfund. Ich bekam durchaus mehr oder weniger eindeutige Anvancen. Also mit der einen oder anderen hatte ich dann kurzzeitige Affairen.
Meine damalige Freundin war als Wissenschaftlerin oft weltweit unterwegs (Kongresse, Exkursionen). Ich weiss, dass sie da auch mit dem einen oder anderen im Bett gelandet ist.
In unserer Stadt waren wir uns treu und es hat auch kein Durcheinander im Bekanntenkreis gegeben.
Für mich gilt der Satz von Admiral Horatio Nelson: "Jenseits von Gibraltar ist jeder Mann ein Junggeselle." Gilt für mich auch für Frauen. Also wenn meine Frau während eines Urlaubs ohne mich einen Mann kennenlernt und mit ihm im Bett landet ist es nicht schlimm. Hauptsache sie erholt sich.
Was ich nicht möchte sind so Lügereigeschichten mit Ausreden. Also die Überstunden die im Bett eines Anderen stattfinden.
 
  • #13
Hallo Heiko,

enthält Deine Fragestellung nicht einen Gedankenfehler? Für mich ist Polygamie nicht zwangsläufig Fremdgehen, nur das Verschweigen und hinterrücks Praktizieren ersterer durch den Einen und das Unwissen über erstere beim Anderen in einer Beziehung.
Ansonsten mache ich mir über die Monogamie im Allgemeinen und anderer im Speziellen überhaupt keine Gedanken. Für mich ist sie eine Voraussetzung um eine Beziehung zu haben und diese als eine solche zu bezeichnen. Fertig!

Deine Frage ist keine für mich. Noch nicht mal akademisch. Höchstens rethorisch. Aber interessant, dass Du sie stellst.
 
  • #14
Im Grunde gibt es nur zwei Sorten von sexuell geprägten Menschen, den monogamen und den polygamen.

Darüber zu streiten, was nun richtig wäre oder nicht ist nicht relevant. Wir alle teilen nicht die gleiche Meinung zur Politik oder zur Religion.

Wichtig für eine lebenslange Bindung in Treue - und diese gibt es - meine Eltern/Großeltern z.B. - ist das zusammenfinden zweier Menschen, welche Monogamie leben wollen und können.

Ein Desaster wird es, wenn ein monogamer und ein polygamer Mensch sich finden.

Dazu gibt es einen Spruch:
Wie soll ein Fisch und ein Vogel sich verlieben?
Wo sollen sie das Nest bauen??

Der Wunsch einer lebenslangen in Treue verbundenen Partnerschaft ist sehr wohl realisierbar, allerdings nur unter monogamen Gleichgesinnten.
 
  • #15
Die Bewertung des Fremdgehens kannst Du nicht trennen von Betrug und Lüge, weil es genau das ist, was die Beziehung am meisten stört. Man kann sich nicht auf den Partner verlassen. Du hast ja nicht geschrieben, dass Du Dich für Offene-Beziehungs-Befürworter-Meinungen interessierst, sondern der schnöde Betrug ist das Thema.

Die einzige Chance wäre, wenn er mir den Seitensprung erzählt und dann die Diskussion steht, dass die Beziehung geöffnet wird. Dann kann ich drüber nachdenken, ob ich den Menschen immer noch unter diesen Umständen als Partner möchte.

Aber wer mich anlügt, ist raus, da ich ihn unreif finde, weil ich die böse Mutti sein soll, die was Schlimmes nicht erfahren darf, was Bubi aufgrund seiner Gelüste gemacht hat und deswegen Bestrafung fürchtet. Das ist eine sehr unerotische Rolle, die ich nicht im Leben eines Mannes einnehmen will. Und der Mann ist feige, steht nicht zu seinen Bedürfnissen (was kommt als nächstes, das ich nicht erfahren darf?), das ist auch unerotisch.

Außerdem mag ich ehrliche Menschen, die nicht ihr eigenes Ding hinterm Rücken des Partners(!) drehen und ihm dann auch noch ins Gesicht lächeln. Was ist denn das für ein "Partner", wo ist die Verbundenheit, wenn dermaßen gelogen wird, damit man seine offensichtlichen Bedürfnisse heimlich auslebt und sein schlechtes Gewissen verbirgt bzw. eben gar keins hat? So einer lässt Dich auch hängen in anderen Situationen, wenn ihm seine Bedürfnisse wichtig sind, er aber nicht in der Lage ist, mal eine klare Ansage zu machen, so dass man die Chance hat, für sich selbst vorher Maßnahmen zu treffen. Bitte beachte: Ich kritisiere nicht die Bedürfnisse, sondern dass er mich nicht einweiht und ich eine Scheinwelt lebe und im Fall der Fälle auf die Verlässlichkeit zähle, die dann aber nicht vorhanden sein wird. (Ich beziehe mich hier auf die Fremdgänger, die das mehrfach tun und es legitim finden. Ich meine nicht den Mann, der es einmal trieb und danach in eine Depression geriet, weil er den Menschen, den er liebt, belügt.)

Es kann sehr innige offene Beziehungen geben, die gefühlsmäßige Treue und Ehrlichkeit zu allen Beteiligten beinhaltet. Und wer Sex außerhalb will, sollte das besprechen. Auch wenn er es in einer Beziehung bislang von sich nicht dachte, kann er das ansprechen, und am besten vorher.
 
N

nachdenkliche

  • #16
@void , so gut Dein Beitrag! Das genau bringt es auf den Punkt!
In dem Augenblick, in dem ich betrogen werde, rutsche ich in eine "Mutti/Sohn Beziehung" (Sohn hat was angestellt) und ich werde nicht mehr ernstgenommen als Frau und Partnerin. Dein Beitrag hat meinen letzten Anfall von Sentimentalität jetzt zu Weihnachten verscheucht, aber sowas von gründlich.
Ehrlichkeit ist das Zauberwort, lieber @Heiko ...auch so kann mann sich ausleben und alle Beteiligten sind zufrieden. Was ist daran so schwer?
 
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A

Ares

  • #17
Wichtig für eine lebenslange Bindung in Treue - und diese gibt es - meine Eltern/Großeltern z.B. - ist das zusammenfinden zweier Menschen, welche Monogamie leben wollen und können.
Dazu gehört mehr als der reine Wille. Es muss noch dazu einfach passen. Das dürfte das "Können" viel mehr beeinflussen als alle guten Vorsätze, die wahrscheinlich die meisten haben, die frisch verliebt sind. Die Risse in der Beziehung kommen später.
Und Deine öfter mal angeführten Großeltern und Eltern haben in einer anderen Zeit gelebt. Meine Oma war froh, als mein tyrannischer Opa unter der Erde war. Da gab es keine Trennungen, man hat eben durchgehalten, egal, was war. Das ist für mich keine wirklich erstrebenswerte Alternative.
 
  • #18
Ich halte viel von Ehrlichkeit und wenig von Monogamie. Meiner Ansicht nach, ist Monogamie eher was für diejenigen Männer und Frauen welche nur selten die Gelegenheit für unkomplizierten Sex bekommen weil ihnen andere Menschen nur selten gefallen oder weil sie selbst anderen Menschen nur selten gefallen. Monogamie ist halt eine Möglichkeit sich sexuelle Exklusivität zu sichern. Leider bleibt es bei der überwiegenenden Anzahl von Partnern nicht dabei, sondern viele versuchen einen Extragewinn (an Sex) für sich einzustreichen, während sie dies dem anderen Partner verweigern.
Daher habe ich für mich schon vor langer Zeit den Schluss gezogen, dass man gleich mit offenen Karten spielen soll und seine Triebe nicht unterdrücken muss. Sex ist nun einmal für viele ein Grundbedürfnis und wenn der Partner nicht will oder nicht kann dann sollte das nicht das Problem des anderen sein - auch in einer Beziehung ist man noch immer ein eigenständiger Mensch.
 
  • #19
Lieber FS, ich bin für Monogamie, einfach aus dem Grund, dass ich von meinem letzten Partner massiv betrogen worden bin (habe von mindestens 10 Frauen erfahren, vermute aber, dass es mehr waren, kann das aber nicht nachweisen und möchte es auch nicht mehr) und weiß, wie zerstört ich danach gewesen bin. Ich könnte mir deshalb nicht vorstellen, das noch einmal auszuhalten und nicht zu gehen.
Durch den Betrug habe ich aber gleichzeitig auch ein bisschen den Glauben an die lebenslange Lebbarkeit von Monogamie verloren. Mit meinem Ex hatte ich auch jeden Tag Sex, abgehalten hat das sein Fremdgehen dennoch nicht.
Bei meinem jetzigen Freund fühle ich momentan zwar keine Verunsicherung und Eifersucht, ich würde mich aber nicht mehr trauen zu sagen, wie das nach 4 Jahren sein wird; solang hielt die letzte Beziehung.
Trotz des eingebüßten Glaubens hoffe und setze ich aber dennoch darauf. Auf eine offene Beziehung könnte ich mich nicht einlassen, das würde ich nicht packen. Verrückte Menschen!
 
  • #20
Dazu gehört mehr als der reine Wille. Es muss noch dazu einfach passen. Das dürfte das "Können" viel mehr beeinflussen als alle guten Vorsätze, die wahrscheinlich die meisten haben, die frisch verliebt sind. Die Risse in der Beziehung kommen später.
Und Deine öfter mal angeführten Großeltern und Eltern haben in einer anderen Zeit gelebt. Meine Oma war froh, als mein tyrannischer Opa unter der Erde war. Da gab es keine Trennungen, man hat eben durchgehalten, egal, was war. Das ist für mich keine wirklich erstrebenswerte Alternative.
Meine Eltern waren nur Beispiel.

Auch meine beiden Freundinnen, welche nicht der damaligen Generation angehören sind schon über 30 Jahre mit dem gleichen Partner - ohne Seitensprung - verheiratet.

Es gibt sehr viele Menschen, welche in Treue auf Dauer verbunden sind und nur weil sich sexuell offensive Leute dies sich nicht vorstellen können, heisst es noch lange nicht, dass es monogame Beziehungen nicht gibt.
 
A

Ares

  • #22
Es gibt sehr viele Menschen, welche in Treue auf Dauer verbunden sind und nur weil sich sexuell offensive Leute dies sich nicht vorstellen können, heisst es noch lange nicht, dass es monogame Beziehungen nicht gibt.
Klar gibt es die, ich kenne selbst eine Reihe solcher Paare. Ich habe auch nie geschrieben, dass es die nicht gibt. Wer hätte das nicht gerne? Ist das nicht ein "Idealbild" für die meisten?
(Abgesehen davon, dass ich bei Deiner Versicherung 30jähriger Treue Deiner Freundinnen und ihrer Partner schon etwas grinsen muss)

Hier im Forum und bei EP geht es um Partnersuche. Die allermeisten Menschen, die hier sind, haben den Partner oder die Partnerin fürs Leben nicht gefunden, sie haben mindestens eine gescheiterte Beziehung hinter sich. Die meisten hier leben nicht monogam (hat mit treu nichts zu tun!), haben nicht das Glück, mit einem einzigen Partner oder einer einzigen Partnerin fürs Leben auszukommen.

Mit sexuell offensiv hat das erstmal gar nichts zu tun. Die Beziehung scheitert in den meisten Fällen daran, dass es aus dem einen oder anderen Grund nicht passt. Von den Menschen, die ich kenne, sind viele "serienmonogam". Meist nicht wirklich freiwillig, so wie hier die meisten vermutlich auch.
Die alle als sexuell offensiv abzutun halte ich für eher unverschämt. Sie haben ein völlig normales Bedürfnis nach Sexualität und leben das hin und wieder auch als ONS aus, Frauen wie Männer. Ich bin auch nicht so katholisch dass es für mich Sexualität nur in einer langen Beziehung gibt. Respekt vor meinen 8auch kurzzeitigen) Partnerinnen habe ich trotzdem, anlügen oder ihnen irgendwelche Geschichten erzählen ist mir fremd.
Du musst das selbst nicht so sehen, aber ein wenig mehr Toleranz könntest Du aus meiner Sicht zeigen. Wenn nicht, bist Du für mich einfach engstirnig.

Wie hier jemand auch schon geschrieben hat, ist Monogamie teilweise auch darin begründet, dass sich kein anderer Partner findet. Auch zur Zeit Deiner Eltern und Großeltern waren nicht alle Beziehungen glücklich. Auch heute brechen viele erst aus Beziehungen aus, wenn sich jemand anders findet. Kommt die Gelegenheit nicht, sind sie "monogam". Auch solche Paare habe ich in meinem Freundeskreis. Ich bin darauf nicht neidisch...
 
  • #23
Männer hätten zwar gerne Polygamie, aber sie hört genau dort auf, wo die Frau auch andere Männer hat. Da hört dann auf einmal die Toleranz des Mannes auf. Ich habe es mitgemacht, ich habe mich auf einen Mann eingelassen, der als selbsternannter Hedonist und Bohemian sein Leben "genossen" hat und ich dachte, mach da mal mit, öffne dich. Seine anderen Frauen haben mir das Leben zur Hölle gemacht und er hat uns noch gegeneinander ausgespielt. Befriedigen konnte er keine von uns (er ist ja auch nur einziger Mann), aber andere Männer durften wir nicht haben, das ginge ja gar nicht.

Also wer mir bitte eine Beziehung zeigt, in der Mann und Frau offen und glücklich nebenbei Partner haben können und völlig eifersuchts- und intrigenfrei leben, dann ändere ich meine Meinung über Polygamie sofort.
 
  • #24
Bei den Monogamie-Gegnern heißt es: wahre Liebe lässt frei, wer wirklich liebt verzeiht auch etc.
Was man liebt, soll man gehen lassen passt m.E. nach nicht auf die partnerschaftliche Ebene. Das gehört eher in die beste Freunde oder Eltern/ Kind Beziehung.
Soso, wir kennen sie also alle "die Männer".
Ich bin für beiderseitige Monogamie und würde mich bei Fehltritten sofort trennen, weil: ich wollte sie nicht mehr sehen, wenn es passiert hat entweder die Beziehung ausgedient oder der Fremdgehende hat ein Problem, welches sich nicht wegreden lässt und dann bleibt es auch nicht bei dem einen Mal. Fremdgehen ist Vertrauensbruch, Verrat am Partner, Charakterschwäche.
M45
 
  • #25
Um mal die Karten auf den Tisch zu legen: als pubertierender Jugendlicher habe ich mich immer gefragt wie Menschen heiraten und für immer glücklich zusammenbleiben können. Ich konnte nicht verstehen wie sich die sexuelle Lust nur auf einen Menschen beschränken kann, insbesondere dann wenn man diesen Menschen ein Leben lang jeden oder fast jeden Tag sieht. Ich machte mir schon Vorwürfe und fragte mich ob ich deshalb nicht irgendwie minderwertig wäre. Einerseits hätte ich gerade in der Zeit als Jugendlicher lust auf Sex mit vielen verschiedenen Frauen gehabt, andererseits hätte ich es aber auch nie tun können bzw. wollen ohne dass mir die Frau sehr viel bedeutet hätte. Je reifer ich wurde desto klarer wurde mir dass es eigentlich nicht die sexuelle Abwechslung an sich ist nach der man sich sehnt, sondern ein auf alle Lebenslagen bezogenes Verlangen seine Bedürfnisse zu stillen. Das ist mir durch Selbst-Fremdreflexion und meine tagtäglichen Beobachtungen im Leben bewusst geworden, gewisse Erfahrungen (z.b in Form von unverbindlichem Sex) machen zu müssen war dazu gar nicht nötig. Alle Lebewesen sind von Natur aus auf Bedürfnisbefriedigung aus und das zieht sich durch alle erdenklichen Lebenssituationen, wobei anzumerken ist dass die individuelle Veranlagung der Menschen in ihrer Verschiedenheit so kompliziert ist, dass es gar nicht möglich ist von einem "Normalmenschen" zu sprechen.

Sehr tiefgründige Menschen unterliegen ihren naturgegebenen Trieben bei weitem nicht in dem Maße wie andere. Damit möchte ich nicht darauf hinaus dass beispielsweise promiske Menschen nicht tiefgründig sein können, aber die absolute Weisheit lässt sich definitiv nur durch die Überwindung des selbstsüchtigen Begehrens erlangen.

Ich bin nicht jemand der an höhere Mächte glaubt, trotzdem denke ich liegt es in unserer Verantwortung die Menschheit bis hin zu dieser Bewusstseinsstufe voran zu bringen, um irgendwann (obwohl wir es nicht erleben werden) all das Leid auf dieser Welt zu besiegen und vielleicht irgendwann in ferner Zukunft eine nahezu "perfekte Welt" zu entwickeln. Dazu bedarf es u.a einer Mentalität, die eine Selbstverständlichkeit der Monogamie beinhaltet.
 
  • #27
Sehr tiefgründige Menschen unterliegen ihren naturgegebenen Trieben bei weitem nicht in dem Maße wie andere. Damit möchte ich nicht darauf hinaus dass beispielsweise promiske Menschen nicht tiefgründig sein können, aber die absolute Weisheit lässt sich definitiv nur durch die Überwindung des selbstsüchtigen Begehrens erlangen.
Das ist, gelide gesagt Unsinn. Der einzige Unterschied den tiefgründige und nicht-tiefgründige machen, ist das erstere mit Ihren Trieben und Bedürfnissen offen umgehen und Regeln in Frage stellen (z.B. durch offene Beziehungen). Im Gegensatz dazu nehmen weniger tiefgründige Menschen die Gesellschaftlichen Konventionen als gegeben hin und stellen sie nicht grundsätzlich in Frage, verstoßen aber schon mal dagegen (z.B. durch Fremdgehen).

Ich bin nicht jemand der an höhere Mächte glaubt, trotzdem denke ich liegt es in unserer Verantwortung die Menschheit bis hin zu dieser Bewusstseinsstufe voran zu bringen, um irgendwann (obwohl wir es nicht erleben werden) all das Leid auf dieser Welt zu besiegen und vielleicht irgendwann in ferner Zukunft eine nahezu "perfekte Welt" zu entwickeln. Dazu bedarf es u.a einer Mentalität, die eine Selbstverständlichkeit der Monogamie beinhaltet.
Eine "perfekte" Welt ist eine tote Welt. Veränderung beinhaltet immer Imperfektion. In einer perfekten Welt gibt es dazu aber keine Notwenigkeit mehr.

Monogamie bedeutet m.M. auch immer einen Teil Versklavung. Der eine Partner "darf" nicht mehr über einen essenziellen Teil seines Selbst, der Sexualität, nicht mehr bestimmen. Das ist eigentlich genau das gleiche, wie wenn ihm verboten wäre außerhalb der Einflusssphäre des Partners zu essen oder aufs Klo zu gehen.
 
G

Ga_ui

  • #28
Ich bin eher erschrocken, wie man so etwas in Frage stellen kann? In welchen Kreisen hälst du dich auf?

Ich habe (bis auf einen) ausschließlich Männern kennengelernt, die treuer und frommer als ein Pfarrer waren! So derart treu und verklemmt, dass es selbst mich als treuer Mensch schon derart genervt hat manchmal.

Ich weiß nicht, ob ich speziell solche Typen anzog, denn ich strahlte bestimmt nicht eine so dearrtige Verklemmtheit aus.

Und zu deiner Frage. Ich bin nur bei einem geblieben, der mich immer wieder betrogen hat. Ich versuchte mir die Sache jahrelang schönzureden, mich selbst dafür zu begeistern, am Ende merkte ich aber, ich vergaß meine eigenen Bedürfnisse und Prinzipien, nur um mich dem Willen eines Fremdgehers anzupassen. Also Trennung. Also im Prinzip bin ich nicht so verklemmt, dass ich aus einem Seitensprung eine Sache machen würde. Mir ist es letztendlich wichtig, ob ich authentisch mir selber gegenüber bleibe.

Ich denke, Menschen, die Polygamie toll finden, sind arg gefrustet, wurden oft im Leben von Frauen enttäuscht oder wurden mit einem Kind übergangen, und haben auch einen gewissen gehässigen Ton, wie sie über Frauen oder ihre Freundin daheim reden. Beobachte das mal!
 
  • #29
Das ist, gelide gesagt Unsinn. Der einzige Unterschied den tiefgründige und nicht-tiefgründige machen, ist das erstere mit Ihren Trieben und Bedürfnissen offen umgehen und Regeln in Frage stellen (z.B. durch offene Beziehungen). Im Gegensatz dazu nehmen weniger tiefgründige Menschen die Gesellschaftlichen Konventionen als gegeben hin und stellen sie nicht grundsätzlich in Frage, verstoßen aber schon mal dagegen (z.B. durch Fremdgehen).
Es gibt unbestritten tiefgründige Menschen die Polygam leben, allerdings ist das nicht meine Definition vom Freigeist. In meiner Rede ging es um eine Tiefgründigkeit welche die Schwelle zu der Bedürfnisabhängigkeit weitgehend überwindet. Dazu bedarf es den Zugang in eine Gefühlswelt welche den meisten Menschen verborgen bleibt.

Eine "perfekte" Welt ist eine tote Welt. Veränderung beinhaltet immer Imperfektion. In einer perfekten Welt gibt es dazu aber keine Notwenigkeit mehr.

Monogamie bedeutet m.M. auch immer einen Teil Versklavung. Der eine Partner "darf" nicht mehr über einen essenziellen Teil seines Selbst, der Sexualität, nicht mehr bestimmen. Das ist eigentlich genau das gleiche, wie wenn ihm verboten wäre außerhalb der Einflusssphäre des Partners zu essen oder aufs Klo zu gehen.
Versklavung kann Monogamie logischerweise nur dann bedeuten, wenn man sich zum Sklaven seiner nicht zwingend Lebensnotwendigen Bedürfnisse macht. Mit Verlaub, wir sprechen hier über verschiedene Stufen der Unabhängigkeit. Der Weg zum Freigeist führt über eine Schwelle, sie zu überwinden bedeutet weitgehende Unabhängigkeit erlangt zu haben, aber nicht die geistige Erleuchtung erreicht zu haben. Eine Grenze nach Oben gibt es nicht, es wird somit immer Raum für Weiterentwicklung bleiben. Es soll und wird ohnehin keine Welt geben in der absoluter Stillstand herrscht. Um der Perfektion so nahe wie möglich zu kommen, muss man sich auf die Weiterentwicklung aber konsequent einlassen.
 
  • #30
Sehr tiefgründige Menschen unterliegen ihren naturgegebenen Trieben bei weitem nicht in dem Maße wie andere. Damit möchte ich nicht darauf hinaus dass beispielsweise promiske Menschen nicht tiefgründig sein können, aber die absolute Weisheit lässt sich definitiv nur durch die Überwindung des selbstsüchtigen Begehrens erlangen.
Dann ist einfach nur dummes theoretisieren, sorry. Du stellst Hypothesen in den Raum, oder in deinem Fall unbewiesene Behauptungen. Stell dir doch selbst einmal folgende Frage: warum muß ich mir mit starren Glaubenssätzen das Leben erklären? Was ist so unerträglich an der Ungewißheit und Nicht-Voraussehbarkeit des Lebens?
Glaubst du, daß deine vielzitierte Tiefgründigkeit, die du so verzweifelt suchst, dir wirklich mehr Sicherheit in der Welt geben kann? Du kommst mir oft vor wie ein Ertrinkender, der verzweifelt um sich schlägt, und sein Rettungsring ist "Tiefgründigkeit."
Heiko, so funktioniert es nicht. Du brauchst das Gegenteil von hilflosem Analysieren und erklären wollen. Du brauchst Heiterkeit, Gelassenheit, Lebensfreude, Sonnenschein, Unbeschwertheit.
Mach in 2016 irgendwas, was dich aus deinem Gedankenkarussel rausbringt ins wirkliche Leben. Tanze, lache, male deine Wände bunt an, koche!
Schalt mal dein Gehirn ab, sonst wirst du ein misantropischer alter verbitterter Mann, bevor du es dich versiehst.