• #1

Haltet ihr es für ok, in einer neuen Beziehung den Expartner/die Expartnerin noch zu lieben?

Folgende Situation: Ich habe in meinem Leben vier Beziehungen zu Frauen gehabt, zu denen ich – bis auf eine – immer noch in Kontakt stehe. Von einer Expartnerin würde ich sogar sagen, dass ich sie immer noch liebe und mit ihr sehr gut und eng befreundet bin.
Das Wort »Liebe« meint nicht, dass ich der Beziehung hinterher trauere, sondern ist platonisch gemeint.
Nun ist es so, dass meine jetzige Freundin damit überhaupt nicht klarkommt, dass ich sie noch sehr lieb habe und ein Superverhältnis zu ihr habe. Sie meint, »lieben« könnte man nur eine Frau, eben die jetzige Beziehung. Ich halte das für Blödsinn – ich liebe ja auch meine Eltern . Abgesehen davon empfinde ich es auch als einen Besitzanspruch, wenn irgendein Mensch nur für sich allein die Liebe des anderen Partners beansprucht. – Wie seht ihr das? – Meine jetzige Partnerin meint auch, dass sie, falls unsere Beziehung irgendwann mal zu Ende sein sollte, sie dann keinen Kontakt mehr zu mir haben möchte, weil sie generell zu ihren Expartnern keinen Kontakt mehr hätte. Dies wiederum verstehe ich nicht. Warum sollte man einen Menschen, der einem am nähesten stand, komplett abservieren, nur weil man nicht für eine gemeinsame Beziehung bestimmt ist? Bei starken Verletzungen oder Vertrauensverlusten kann ich dies natürlich nachvollziehen – aber wenn sich beide im Grunde genommen immer noch gut verstehen?
 
  • #2
Ah, du hast also eine Freundin? Klang in deinen anderen Fragen irgendwie nicht so. Nun gut, dass ist doch schön für dich. Nun ist das erste, was du tust, ihr unter die Nase zu reiben, dass du deine Ex noch liebst. Du bist wirklich noch komplizierter, als ich dachte. Suchst du mit Absicht Ärger?
Natürlich kann es sein, dass man Menschen dauerhaft ins Herz schließt, mit denen man mal zusammen war. Ich würde sagen, mein erster Freund wird mir nie egal sein, weil er eben meine erste große Liebe war und das sehr emotional war und so weiter. Vielleicht ist sozusagen ein Stück meines Herzens für ihn noch da, aber eigentlich nicht für ihn, sondern die damalige Zeit, die Erinnerungen. Abgeschlossen habe ich mit ihm aber schon lange und auch kein Interesse, mit ihm und seinem verqueren Leben in Kontakt zu sein. Mir reicht schon, wenn mir andere was erzählen, dass ich die Augen verdehe. Daher ist es nicht das gleiche wie "lieben" in einer Beziehung. Meinen Partner jetzt liebe ich wirklich und viel tiefer, weil die Beziehung auch viel schöner ist. Ich käme nie auf den Gedanken, ihm zu sagen, ich liebe da irgendwie noch meinen Ex und vor allem: Ich habe mit dem auch noch Kontakt. Ist ja schön, wenn du das andersrum bei deiner Freundin völlig okay fändest, aber die meisten Menschen fänden das wohl seltsam. Und der Vergleich mit den Eltern ist meiner Meinung nach was anderes. Mit denen war man nicht zusammen und hat nicht die gleichen Sachen geteilt wie mit dem neuen Partner. Die sind sozusagen außer Konkurrenz.
Die meisten Leute bleiben auch nicht automatisch mit ihrem Ex-Partner befreundet, denn die Wege trennen sich ja auch guten Gründen. Es kommt vor, dass sich eine Freundschaft daraus entwickelt, kenn ich auch, aber meist hat man sich auseinandergelebt, geht sich auf die Nerven, will in verschiedene Richtungen - da macht Freundschaft dann keinen Sinn mehr. Ganz häufig auch, weil einer sich trennt und der andere die Trennung nicht wollte. Da geht das sowieso nicht. Ich verstehe deine Freundin da also, auch wenn ich das nie so kategorisch ausschließen würde.
Wir hatten ja hier die Foristin, deren Freund sich einen Harem aus seinen Ex-Freundinnen hält. Bei sowas denke ich dann, es geht nicht um echte Freundschaft, sondern um Bewunderung, Ego-Push. Denn wirklich enge gute Freunde hat man ja nur begrenzt.

w, 36
 
  • #3
Auch dieses Thema wurde hier schon endlos diskutiert:
Ich stimme deiner Freundin voll zu, ich denke genauso, eine verflossene getrennte Beziehung ist für mich im Zeitfenster zu Ende gegangen, jeden weiteren Kontakt zu Exen stört das Verhältnis zu der aktuellen Beziehung, auch und gerade bei der Beziehungsanbahnung, ich würde niemals mit einer Frau eine Beziehung eingehen, wenn sie noch Kontakte zu Exen hätte, das ist für mich eine reife, konsequente Einstellung, wie Haltung, mit hohem Selbstwert und Selbstbewusstsein und hohes Selbstvertrauen, alles andere sind für mich Menschen die nicht konkret und konsequent einen Strich ziehen können, sie wollen alles so weiterlaufen lassen, und Neues hinzubekommen, das geht nicht! Dann hätten sie sich doch gar nicht trennen brauchen, was heißt Trennung, man trennt sich und ist doch noch irgendwie zusammen? Übrigens der Vergleich Liebe zu Exen und Liebe zu Eltern, Geschwistern oder Kinder, ist wohl dasselbe, wie wenn man Pflaumen mit Äpfel verwechselt! Eine Beziehung ist für mich im höchsten Vertrauen, der Wertschätzung, in einmaliger Intimität und Treue, ganz Exclusiv und etwas ganz Besonderes, wer das nicht so sieht, hat keine Chance bei mir! Mir ist völlig klar, warum die allermeisten Beziehungen nicht halten, weil sie nicht stimmig sind, auf Gegenseitigkeit! Die Emotionalität ist von Beiden nicht kompatibel und genau dieser Umstand fördert irgendwann die Trennung und Scheidung!!
 
  • #4
Vielleicht solltest du mit deiner neuen Freundin den Begriff „Liebe“ definieren und ihr erklären wie es gemeint ist. Oft verstecken sich hinter solchen Konflikten einfach Kommunikationsdefizite.
Natürlich kann man mehrere Menschen (Eltern, Großeltern, Kinder, Enkel) lieben, man kann auch seine Haustiere oder seinen Lieblingssportverein lieben. Aber jeden auf seine Weise. das solltest du ihr erklären. Andere Personen auch zu lieben hat nichts damit zu tun das man seinen Partner weniger liebt. Allerdings sollte die körperliche Liebe auf eine Person (den Partner/ Partnerin) beschränkt sein.
 
  • #5
Ich bin da ganz bei Dir. Anhänglichkeit gegen Ex-Partner sind häufig, wenn die gemeinsame Zeit nicht nur belastend war und die Sache mit einem nicht zu großen Zerwürfnis auseinander gegangen ist.

Sorgen macht mir die Einstellung Deiner Freundin. Ich sehe bei ihr überzogenes Besitzstandsdenken, welches wahrscheinlich aus einer unsicheren psychischen Grundstruktur rührt. Sie will Dich für sie einschließen, abtrennen, vereinnahmen, exklusiv bis in Deine Erinnerungen hinein für sich reklamieren. Es kommt bestimmt noch Narzissmus hinzu. Sie erträgt es nicht, daran erinnert zu werden, nicht die Einzige in Deinem Leben zu sein.

Dieser Typus Frau hackt meiner Erfahrung nach immer auf dem Thema herum, da ihr nun zur Kenntnis gekommen ist. Ob Du das ggf. auf die Dauer mitmachen willst, musst Du Dich fragen. Und ob Du ein derart zwanghafte und unsichere Person an Deiner Seite haben willst.

Im Übrigen ist Sex mit der Ex was Feines. Es muss nicht immer platonisch bleiben. Das ist freier Sex und es bedarf keiner körperlichen Einfindungsphase; man kennt sich ja schon - also perfekt. Denk mal drüber nach.
 
  • #6
Sie meint, »lieben« könnte man nur eine Frau, eben die jetzige Beziehung.
Wenn sie das meint so zu "wissen", dann würde ich nicht mit ihr darüber streiten. Du machst dir damit nur Probleme. Männer und Frauen lieben anders. Ich kann genau wie du viele Frauen gleichzeitig lieben. Auch sexuell. Liebe ist nichts was sich aufbraucht oder weniger wird, wenn mehrere Leute involviert sind. Frauen hören das natürlich nicht gerne, es ändert aber nichts an der Tatsache. Und es gibt genug Frauen die in der Beziehung so tun als gäbe es nur den Einen, aber in Wahrheit flirtet sie schon mit dem Nächsten. Im Prinzip ist es nur ein Test. Sie will dir verbieten, dass du an andere Frauen denkst. Sobald du ihrem Wunsch nachgibst, wird sie das Interesse an dir verlieren, weil du schwach bist. Mimst du den starken, kann es genauso gut sein, dass sie dich deshalb verlässt. Am besten solchen Themen ausweichen und auf ein anderes Thema überleiten. Du kannst dabei nicht gewinnen.
 
  • #7
Autsch, das Thema ist Zündstoff.

Da gibt es die beiden Gegensätze, und so wie ich es hier immer lese, wohl auch keinen Kompromiss.

Deine Frage ist natürlich überspitzt - Liebe im Sinn von partnerschaftlichen Liebe, die sollte gegenüber Exen verflogen sein... Ganz und gar, abgeschlossen.

Liebe aber, da gebe ich Dir recht, hat viele Seiten. Ich liebe meine Kinder, es gibt Menschen, die mir sehr nahe sind, und dir ich sicher auch eine Art Liebe empfinde.

Ich habe einen sehr guten Freund, für den ich das wohl empfinde, er ist mir sehr wichtig.
Ich würde nur nie sagen, dass es eine Art Liebe ist, schon gar nicht zu einen Dritten. Da wäre das Missverständnis und Eifersucht vorprogrammiert.

Ich habe aber sehr früh beim Kennenlernen mitgeteilt, dass es in meinem Leben einen platonischen Freund gibt - und ich hätte entsprechend das Kennenlernen abgebrochen, wenn diese Freundschaft nicht akzeptiert würde.

Mein Partner hat langjährige Freundschaften - m/w - er hat die gleiche Haltung zum Thema wie ich.
Er kennt meinen platonischen Freund, somit ist auch alles klar.

Zum Thema Treue haben wir aber analog beide auch die gleiche Haltung - wichtig, Basis für uns. So wie Vertrauen.

Für etliche Menschen ist es DAS NoGo.

W,50
 
  • #8
Selbstverständlich ist so etwas sehr verletzend.

Kennst du denn nicht die Geschichte von Herzog Blaubart? Warum hielt er wohl die siebte Tür seines Schlosses vor seiner Frau verschlossen? Hinter ihr verbargen sich seine ehemaligen Geliebten, also sein innerstes Selbst. Gibt Dir das nicht zu denken?

Oder ein Beispiel aus der Popkultur: warum hat Cersei Lannister König Robert gehasst? Weil sie ganz genau wusste, dass er immer noch seine große Liebe Lyanna im Herzen hatte? Für die schöne, reiche Königin die Demütigung schlechthin...
 
  • #9
Nein, ist nicht OK, weil du damit nie eine richtige Beziehung zu einer Frau leben kannst, merkst du doch selbst. Wenn du eine offene, freie Liebe leben willst, dann tu das. Es finden sich genug freie Frauen, die das genauso sehen werden. Was du gerade lebst, ist schlichtweg Abhängigkeit, weil keine tolle Frau da ist und auch nie da sein wird, dafür fehlt dir zu viel Männlichkeit. Ein richtiger Mann liebt keine Frau plus Exfreundin und noch diverse andere Freundinnen. Bist ein Muttersöhnchen? Was ist dein Problem? Von Männlichkeit hältst du ja genauso wenig. In meinen Augen musst du enorm viel an deiner Männlichkeit üben und akzeptieren lernen.
Eigentlich könntest du mein Ex sein, der ist genauso schräg drauf.

Ich würde mich selbst hüten, den Ex-Partner mit "Liebe" in Verbindung zu bringen. Was würdest du sagen, wenn eine Frau 20 Typen hatte, und sie die alle noch begehrt? Zumal du als Mann kaum mit einem gutaussehenden, jungen, knackigen Expartner mithalten kannst.

Ich habe auch keinen Kontakt zu meinem Ex, einfach weil man damit nie zu Potte kommt (wie die meisten Männer). Aus diesem Grunde führen Frauen bessere Beziehungen. Kein Ex kann da herumschmarotzen und wieder Kontakt aufbauen, weil ihm gerade langweilig ist. Männer machen das ja gerne, ich lasse das aber nicht zu, dass mich einer je wieder kontaktieren kann.
 
  • #10
Das einzige Problem Ihrer Beziehung ist, dass Ihre Freundin den falschen Partner hat und dies so schnell wie moeglich aendern sollte.
Dann kann jeder von Ihnen beiden die Art von "Liebe" leben, die ihm gefaellt.
 
  • #11
selbstverständlich kann man mehrere Personen lieben. Das ist nicht die Frage.

Es gibt selbstverständlich auch Dreiecksverhältnisse, in denen Intimität stattfindet, ohne dass es zu Sex kommt. Ich finde es gut, dass Deine Freundin nicht in einem Dreieck stehen will.

Die Frage nach der Liebe zur Ex ist eigentlich eine Frage, ob du tatsächlich offen und bereit für eine Beziehung mit Deiner Freundin bist. Solange Du gedanklich noch mit der tollen Ex in den Sonnenuntergang reitest und planst, wird das mit der Beziehung zu Deiner Freundin nichts.

Deine Freundin hat es verdient, dass sie von einem Mann geliebt und für die wunderbarste Frau gehalten wird. Du bist dieser Mann nicht. Deshalb ist es nur richtig, wenn Deine Freundin sich auch dieser Beziehung zurück zieht und sich einen Mann sucht, der sie für wunderbar hält.
 
  • #12
Ich finde das auch seltsam. Ist aber auch Ansichtssache. Mein Ex pflegt auch Kontakt zu Exen, aber von Liebe habe ich da nichts gehört. Ich denke es ist eher Verbundenheit, Wertschätzung, sie mögen, ins Herz geschlossen usw.
Für mich wäre das nichts. Schluss ist Schluss und wenn man sich nach Jahren mal zufällig wiedersieht dann gerne ein kurzes respektvolles Gespräch. Aber keine Freundschaft.
Die Liebe zu Eltern ist für mich eine andere Definition von Liebe als die zu meinem Partner.
Wie definierst du die Liebe zu der Ex? Liebst du deine aktuelle Freundin denn?
 
  • #14
Man kann mit Exen platonisch befreundet sein und ein gutes Verhältnis haben. Aber wenn du deiner Freundin nicht die klaren Grenzen aufzeigen kannst und ihr nicht vermittlest dass sie die einzige Königin im Reich ist, dann lass es lieber gut sein...Und deiner Freundin zu sagen, dass du deine Ex-Freundin noch liebst ist echt dumm
 
  • #15
Meine Ex ist mir in all den Jahren nach unserer Trennung zu einem sehr guten und engen Freund geworden. Nicht mehr, aber auch nicht weniger. Was bei einigen wenigen hier für unterschwellige Unterstellungen kursieren, wenn sie das Wort »lieb haben« oder »Liebe« hören – erstaunlich. :) Liebe hat doch erst einmal gar nichts mit Erotik, mit Fremdgehen usw. zu tun. Ich finde es etwas kindisch und auch gehässig, jemandem zu wünschen, von seiner Freundin verlassen zu werden, weil er noch zu seiner Expartnerin ein sehr gutes freundschaftliches Verhältnis hegt.
Meine jetzige Partnerin hat auch männliche Freunde, die sie sehr mag, mit denen umgekehrt ich klarkommen muss. Weiß ich denn, wie diese Männer zu meiner Freundin stehen oder eines Tages stehen könnten?
In einer reifen Beziehung sollten Freundschaften zu Menschen, mit denen man seit Jahren nicht mehr eine Beziehung führt, eigentlich kein Problem sein. Was sollen denn bitteschön all die Väter oder Mütter machen, die noch Kinder aus der ersten Ehe haben und sich mit dem Expartner/der Expartnerin gut verstehen und dieses vertraute und freundschaftliche Verhältnis wertschätzen und nicht aufgeben wollen?
Etwas anderes ist das Problem Eifersucht. Dies sollte man natürlich ernstnehmen und dem anderen nicht absprechen wollen. Trotzdem sollte jeder lernen, seine Eifersucht zu kontrollieren, sofern diese Eifersucht auf Ängsten beruht, die mit der Realität nichts zu tun zu haben. Eifersucht allein darf nicht der Grund sein, von jemandem anderen die Aufkündigung einer jahrelangen Freundschaft zu fordern.
 
  • #16
Von einer Expartnerin würde ich sogar sagen, dass ich sie immer noch liebe und mit ihr sehr gut und eng befreundet bin.
Und das hast du deiner jetzigen Freundin ungefähr mit diesen Worten gesagt? Maximal ungeschickt.
Das Wort »Liebe« meint nicht, dass ich der Beziehung hinterher trauere, sondern ist platonisch gemeint.

Nun ist es so, dass meine jetzige Freundin damit überhaupt nicht klarkommt, dass ich sie noch sehr lieb habe und ein Superverhältnis zu ihr habe.
Und du kannst überhaupt nicht verstehen, warum sie ein Problem damit hat?

Auch wenn’s für dich wirklich vorbei ist, kann sich die „Jetzige“ dessen ganz und gar nicht sicher sein.

Sei mal ehrlich, wenn deine Partnerin einen sehr attraktiven Ex hätte, „den sie immer noch liebt und mit ihm sehr gut und eng befreundet wäre“, natürlich ganz platonisch, würde dich das überhaupt nicht stören?

Glaub ich dir nicht.

Ich neige nicht zur Eifersucht, aber ich möchte keinen Freund, der mit seiner Ex und besten Freundin zB unsere Beziehungsprobleme bespricht. Denn ich will die sein, mit der er Probleme bespricht.

Warum hat es eigentlich nicht längerfristig geklappt mit der Ex, wenn du sie doch so lieb hast?
 
  • #17
Ich habe meine Exfrau die Mutter meines Sohnes geliebt und auch meine letzte Partnerin.
Die beiden, Ich verstehe mich sehr gut mit ihnen nach wie vor, liebe ich wieder. Und zwar so wie ich meine Schwestern liebe in etwa.
Aber das würde ich trotzdem einer neuen Partnerin so nicht mitteilen.
Das obligatorische, wir verstehen uns gut, reicht völlig aus, um kein kopfkino zu entfachen.
Das war von Dir sehr ungeschickt und wie ich finde etwas Empathiebefreit.
M49
 
  • #18
In einer reifen Beziehung sollten Freundschaften zu Menschen, mit denen man seit Jahren nicht mehr eine Beziehung führt, eigentlich kein Problem sein.
Sven, zu Reife gehört es auch, sicher und eindeutig zu kommunizieren. Da zeigt sich bei Dir schon in den letzten Threads eine gewisse Schwäche. Hier zeigt es sich deutlichsten.

Du verwendest das Wort "Liebe". Bei "Liebe" geht es nicht um Freundschaft.
"Liebe" wird gerade in Zusammenhang mit einem anderen nicht verwandschaftlich verbundenen Menschen - Eltern, Kinder - als partnerschaftliche Liebe verstanden.

Und da ist jede*r Partner*in erst mal konsterniert - bis auf Ausnahmen wie @Andreas1965. Man möchte für den anderen der Herzensmensch sein, der Satz "ich liebe Dich" hat seine Bedeutung.

Es geht nicht darum, keine Freund*Innen haben zu können, in der Regel will nur niemand hören, Schatz, ich liebe Lisa oder Franz...Und erst recht nicht, Schatz, ich liebe meine*n Ex. Jeder Mensch mit Selbstwert wäre nach diesem Satz weg.
Die nachgeschobenen Erläuterungen über die vielen Arten der Liebe sind zwar richtig, man kann verschiedene Menschen ganz unterschiedlich lieben bzw. tiefe Gefühle haben, trotzdem - so in dieser Form sagt man es nicht.

Oder es wird verstanden als eine polygame Haltung, und man ist Anhänger der freien Liebe...
Dafür brauchst Du aber die passende Partnerin.

Du provozierst gerne, oder redest völlig unbedacht - und wunderst Dich über die Reaktionen?
Du bist der Geisterfahrer auf der Autobahn, der dann, wenn man ihn darauf hinweist, beleidigt reagiert...

W,50
 
  • #19
Es ist für mich nachvollziehbar und ich kann nachempfinden, was Du meinst. Es ist nur schwer erklärbar.
Andere möchten nicht mal mehr flüchtigen Kontakt im Trennungsfall, Deine Freundin äußert sich auch so. Dass Deine "Liebe" für die Ex (wenn auch Liebe anders gemeint ist) bei ihr nicht auf Verständnis stößt, ist dann nicht verwunderlich. Und in einer vermutlich frischen Beziehung so etwas zu hören - na ja. Da liegt der Gedanke nahe, dass die Ex noch nicht verarbeitet ist. Da schwingt immer dieses alte in Dir mit und das ist für die neue Beziehung nicht gesund. Eins von beiden ist dann unglaubwürdig, entweder die alte oder die neue Liebe. Die Einsicht kann aber eine Weile auf sich warten lassen. Ich therapiere mich auch erst hier - Jahre später. Ich möchte jetzt behaupten, man kann sich auch mit der verschmähten Liebe arrangieren.
Bei starken Verletzungen oder Vertrauensverlusten kann ich dies natürlich nachvollziehen – aber wenn sich beide im Grunde genommen immer noch gut verstehen?
Auch nachvollziehbar bei Verletzungen oder Vertrauensverlusten! Weil man meint, dass man dem Ex durch diese merkwürdige Liebe verzeiht. Ich glaube inzwischen auch, dass das der Mensch auf dem Podest ist. Und wenn man ihn da hin und wieder mal runter holt, merkt man, dass die Verletzungen noch genau so da sind, wie früher.

Weißt Du denn, wie Deine Ex es bezeichnet? Ich kann mir vorstellen, dass sie sagt "joa, wir verstehen uns noch".

W, 46
 
  • #20
Der Freundin des TS psychische Probleme ist sehr gewagt. Es zeigt eher, dass sie schon entsprechende Erfahrungen gemacht.
Lebt man von der Mutter gemeinsamer Kinder getrennt, sollte es selbstverständlich sein, dass man mit dieser gut auskommt. Wenn man sie noch liebt, warum hat man sich getrennt und warum geht man eine neue Beziehung ein?
Die These, man kann mehrere Menschen gleich intensiv lieben und mit ihnen auch Sex haben, zeigt mir dass man sich das Leben schön redet und keine Verantwortung in einer Beziehung übernehmen will und auch vielleicht gar nicht das Gefühl einer innigen tiefen Liebe zu einem Menschen kennt oder gar nicht weiß was Partnerliebe ist.
Würde ich eine Frau kennenlernen, die schon mehrere Beziehungen hinter ihr hat und sie schwärmt mir vor, wie toll all ihre Männer sind und sie die auch noch immer irgendwie liebe und sie sich auch mit diesen trifft, würde ich ihr weiterhin viel Glück mit dieser Runde wünschen und das Ansinnen einer Beziehung ablehnen, weil ich nicht auch irgendwann dieser Runde ngehören möchte.
 
  • #21
Die Antworten waren wohl einer drastischen Zeitverschiebung unterworfen...

Zwischen Liebe, Freundschaft, Bekanntschaft, sich gut verstehen ... gibt es wohl enorme Unterschiede.

Ich unterscheide auch zwischen lieb haben und Liebe.
Ich hab auch meine Kollegen und meine Nachbarin lieb! Werde meinem Kollegen morgen mal sagen, dass ich ihn liebe. Bin mal auf sein Gesicht gespannt ;)
Selbst Freundschaften unterscheiden sich.
Mein Kind liebe ich sowieso und mit dem Ex verstehe ich mich nach wie vor.

Verwunderlich, dass Du alles in einen Topf wirfst. Nicht verwunderlich, dass das zu Missverständnissen führen kann, insbesondere in der Beziehung.

Fehlt Dir wirklich das Gefühl für solche Unterscheidungen?
 
  • #22
“Empathiebefreit“ (neverever) trifft es genau.

Wann wir üblicherweise das Wort „Liebe“ verwenden, da gibt es schon allgemeine sprachliche Gepflogenheiten - ja, wir lieben unsere Eltern und unsere Kinder, und in diesem Zusammenhang verwenden wir das Wort „Liebe“ für die einzigartige enge familiäre und emotionale Bindung an unsere engsten Verwandten. Darüber hinaus verwenden die meisten von uns das Wort nur in Bezug auf den aktuellen Liebespartner, und ich habe noch nie von jemandem den Satz gehört, er liebe seine Ex-Partnerin/seinen Ex-Partner (außer falls die Trennung noch nicht verarbeitet ist) oder er liebe seinen Freund, mit dem er immer am Wochenende in die Kneipe geht.
Klar kann man sich Spitzfindigkeiten aus den Fingern saugen, ob und warum man auch bei diesen das Wort „Liebe“ verwenden kann/darf/soll/muss; über den Begriff der Liebe gibt es ganze Bibliotheken. Aber in der Paarbeziehung geht es nicht um Philosophie, und wenn du zu deiner aktuellen Partnerin sagst, du liebst deine Ex-Partnerin, dann provozierst du absichtlich, indem du im sensibelsten Bereich der Paarbeziehung ohne Not vom üblichen Sprachgebrauch abweichst und deine Liebste ohne Not verunsicherst, um ihr dann in stundenlangen rabulistischen Diskussionen darzulegen, warum du Recht hast. Wenn sie mit solchen Diskussionstaktiken noch nicht vertraut ist, wird sie sich am Ende gegen ihr Gefühl geschlagen geben, aber ihr Vertrauen wird angeschlagen bleiben. Warum tust du das? So, wie du in deinen anderen Posts von Männlichkeit redest, ohne ein Gefühl dafür zu haben, was männlich ist, redest du auch von Liebe, ohne ein Gefühl dafür zu haben, was Liebe ist.
Im Übrigen halte auch ich deine Posts für nicht kohärent. Der Minimalist ohne Auto, der offensichtlich nicht als männlich wahrgenommen wird und endlos darüber lamentiert, der hat keine Freundin daheim sitzen, sonst hätte er Besseres zu tun. Kleiner Tipp: Sollte sich je eine Frau in die pflegeleichte Zweiraumwohnung verirren, dann sage zu ihr „Ich liebe dich“, und über deine Freunde/Freundinnen sage „Die sind nett“.
 
  • #23
Nicht mehr, aber auch nicht weniger. Was bei einigen wenigen hier für unterschwellige Unterstellungen kursieren, wenn sie das Wort »lieb haben« oder »Liebe« hören – erstaunlich. :)
Macht vielleicht das Problem bewusst. Vielleicht tickt Deine Freundin genauso und würde es ganz anders formulieren, weil sie das Wort "Liebe" anders benutzt als Du.

Es kann manchmal ein Minenfeld sein und man will ja seinem Partner nicht unnötige Sorgen bereiten. Ich finde, es sollte auch im Eigeninteresse sein, dass der Partner sich sicher fühlt bei einem in Bezug darauf, wer hier am bedeutsamsten ist, wer am meisten geliebt wird usw..

Anscheinend hast Du es ja schon so gesagt, dass Du Deine eine Ex (noch) liebst. Und es ist anders angekommen. Auf jeden Fall hast Du Stress in Deine Beziehung gebracht, ich frage mich, warum. Vielleicht, weil Du nicht nachgedacht hast oder dachtest, Deine Freundin würde das verstehen. Wie oft sagst Du ihr, dass Du sie liebst und stellst Du klar, dass da noch ne Menge mehr ist, das Du für sie empfindest, aber für die geliebte Ex nicht?

Meine jetzige Partnerin hat auch männliche Freunde, die sie sehr mag, mit denen umgekehrt ich klarkommen muss. Weiß ich denn, wie diese Männer zu meiner Freundin stehen oder eines Tages stehen könnten?
Öhm, naja. Mit dieser Sichtweise kannst Du ihr auch sagen, dass es noch ganz andere schöne Frauen gibt oder sie vielleicht irgendwann so dick sein wird, dass Du sie nicht mehr anziehend findest, ... Das ist doch Quatsch, irgendwelche was-wäre-wenn-Dinger in die Beziehung zu bringen.

Bringt mich zur Frage: Bist Du auf irgendeinen der Bekannten ihrerseits eifersüchtig, dass Du es deswegen sagtest mit "ich liebe meine Ex" oder sowas?
 
  • #24
In einer reifen Beziehung sollten Freundschaften zu Menschen, mit denen man seit Jahren nicht mehr eine Beziehung führt, eigentlich kein Problem sein.
Du bist ja 39, viell. schon 40, glaube ich mal gelesen zu haben. Wenn sie jetzt 25 ist, finde ich normal, dass sie "Liebe" noch anders definiert und meinen könnte, große Liebe wäre ideal, der Partner perfekt, alles hält für ewig usw..
Was sollen denn bitteschön all die Väter oder Mütter machen, die noch Kinder aus der ersten Ehe haben und sich mit dem Expartner/der Expartnerin gut verstehen und dieses vertraute und freundschaftliche Verhältnis wertschätzen und nicht aufgeben wollen?
Auf keinen Fall sagen, sie würden den Expartner noch lieben. Nicht sagen, irgendein/e Ex hätte eine schönere Figur gehabt, sei aufmerksamer, intelligenter, passender gewesen, ...
Und begreifen, dass man einen neuen Partner mit bestimmten Empfindlichkeiten haben könnte, und darauf, so weit es geht, Rücksicht zu nehmen.
Eifersucht allein darf nicht der Grund sein, von jemandem anderen die Aufkündigung einer jahrelangen Freundschaft zu fordern.
Sehe ich auch so. Und jeder tut gut daran, seine eifersüchtigen Tendenzen zu bearbeiten, damit er nicht dadurch beherrschbar wird und sein ganzes Leben auf Kontrolle des anderen oder Beschäftigung mit dem, was er sagte über z.B. Exleute oder Freunde vergeudet.

Aber es sollte klar sein, dass es verschiedene Themen sind:

1. Aufgeben von Freundschaften oder nicht, nur weil der Partner unbegründet eifersüchtig ist und das verlangt.

2. Probleme kriegen, weil der Partner behauptet, eine Experson zu lieben, weil es die Frage aufwirft, ob man weniger, mehr oder genauso geliebt wird, ob er noch sexuell begehrt usw., also diese angesprochenen Missverständnisse, die einem eigentlich klar sein könnten. Wenn der Partner z.B. fragen würde "liebst du deinen Ex noch", fänd ich das echt schwierig, wenn man sich darüber nie Gedanken machte, eine wahre, aber beruhigende Antwort zu finden. Man hat ihn ja mal geliebt, wenn es wirklich Liebe war, aber im Gegensatz zu Dir will ich z.B. keine Freundschaft. Es ist eine unwichtig gewordene Exbeziehung, ebenso die Gefühle, die sie mitbrachte. Ich bin ja auch nicht mehr sauer wegen irgendwas auf ihn.

3. Seinem Partner sagen, dass man jemand anderen liebt, der mal Partner war, um den aktuellen Partner eifersüchtig zu machen.


Trotzdem sollte jeder lernen, seine Eifersucht zu kontrollieren, sofern diese Eifersucht auf Ängsten beruht, die mit der Realität nichts zu tun zu haben.
Die Realität ist ja nicht immer das, was einem so vorgemacht wird. Insofern - wie soll Deine Partnerin durch Dich lernen, dass sie ihre Eifersucht bekämpft, wenn sie Dir nicht in Deinen Kopf gucken kann, was Du nun genau für diese Ex empfindest und wann Du die Wahrheit sagst, wann nicht und wann Du irgendwas sagst, um sie vielleicht eifersüchtig zu machen?
 
  • #25
Das kommt auch immer auf die Dauer der Beziehung an. Bei 2 Jahren kann dies eher ein Problem sein. Bei 15 oder 20 Jahren nicht mehr.

Bei meiner EX waren es über 15 Jahre und dann muss ganz genau, wohin sie z.B. ins Theater geht. Umdreht musste sie es bei mir. Dann gab es in Salzburg noch ein Treffpunkt, wo sich alle Spanier jeden Freitag oder Samstag getroffen haben. Nach der Scheidung ging ich nicht mehr hin, aber eher wegen ihr. Wenn sie einen neuen Partner hat, dann will ich sie nicht in Verlegenheit bringen. Gut mache Frauen hier hätten kein Problem, aber sie hätte eins. Das ist auch so eine Sache, dass man sich trotz Scheidung immer noch sehr gut kennt
 
  • #26
Warum sollte man einen Menschen, der einem am nähesten stand, komplett abservieren, nur weil man nicht für eine gemeinsame Beziehung bestimmt ist?
Wenn ich mich trenne, stelle ich wieder einen gesunden Abstand her, so wie zu anderen Menschen auch. Das Wort "Liebe" ist mir in dem Zusammenhang fremd. Das mag einfach der Gebrauch des Wortes sein.
Wenn mir eine Partnerin erzählt, sie liebt ihren Ex noch, schaue ich schon auch sehr irritiert. Wenn der Ex zum besten Freund wird, habe ich das Gefühl, nicht die richtige Position eines Partners einnehmen zu können, sondern mehr ein Ersatz für das zu sein, was der Ex nicht bieten kann.
Mit "besten Freunden" habe ich dagegen wenig Probleme. Ich denke, es sind hier Nuancen, die viel ausmachen.
Ich finde, zu einer abgeschlossenen Beziehung gehört auch eine gewisse zeitliche und räumliche Trennung.
 
  • #27
Meine jetzige Partnerin .... sie generell zu ihren Expartnern keinen Kontakt mehr hätte. Dies wiederum verstehe ich nicht. Warum sollte man einen Menschen, der einem am nähesten stand, komplett abservieren
Du verstehst das nicht, weil Du empathiefrei bist. Dir fehlt generell das Verständnis dafür, das andere Menschen eine andere Meinung zu irgendwas haben als Du.
Sie sieht das so, sie will das so - gut ist. Du siehst und ahdnhabst das anders - ist genausogut, nur anders.

Du sagst schon "am nächsten stand", d.h. Vergangenheitsform. Nach der Trennung steht man sich eben nicht mehr so nahe oder ist sich auch fremd - hängt immer von der Beziehung ab.

Der eine muss mit einem Tross von Exen durchs Leben ziehen, weil er sonst keine Sozialkontakte und auch nichts anderes im Leben hat, was ihn beschäftigt.
Der andere hat einen Job, der ihn fordert, Hobbies, die Zeit kosten, einen Freundeskreis, Verwandte zu denen Kontakt gepflegt wird, einen weiteren Bekanntenkreis - alles wichtiger als der/die Ex und daher keinerlei weiteres Interesse. Der Tag hat nunmal nur 24 Stunden und man muss Prioritäten setzen.
Die Innigkeit, die Du mit Deinen Exen beschreibst benötigt ja nun einiges an Zeit, um sie zu pflegen und aufrecht zu erhalten - geht, wenn da sonst keine Freunde bei beiden sind.

Ich habe auch keine Kontakte zu meinen Exen, weil meinerseits kein Interesse mehr bestand, dafür Zeit aufzuwenden. Man hat sich ja aus einem grund getrennt und der war nie Streit sondern unvereinbares Wertesystem. Das gilt ja auch in einerFfreundschaft. Wer mich als Partnerin belügt, tut das doch auch, wenn er mit mir befreundet ist. Ich möchte aber mit niemandem befreundet sein, der mich belügt oder langweilt oder was immer der Trennungsgrund war.

Wegen nichts trennt man sich nicht und wenn Du keine Verletzungen aus einer Beziehung oder durch die Trennung hast, dann geht es dem anderen nicht zwangsläufig genauso.
 
  • #28
on einer Expartnerin würde ich sogar sagen, dass ich sie immer noch liebe und mit ihr sehr gut und eng befreundet bin.
Du inflationierst das Wort "Liebe". Ja, ich ich "liebe" auch meine Hobbys und meine enge Verwandschaft.

Das hat aber mit der tieferen Liebe zu einer Lebenspartnerin, mit der man sich sexuell austauscht, (außer dem Wort) sonst nicht viel zu tun. Für fast jeden hält eine "Liebes-" Beziehung mindestens so lange, wie auch Liebe füreinander da ist. Wenn diese Beziehung zuende ist, ist auch die Liebe, mindestens von einer Seite, zuende.

Sonst käme man (wie Deine Freundin wahrscheinlich auch) auf die Idee, dass Deine Begrifflichkeit von "Liebe" etwas wahllos ist ,und es deshalb im Zusammenhang einer körperlich, sexuellen Beziehung zueinander, für Dich kaum einen besonderen Wert hat, denn es gibt ja noch andere Menschen, die Du genau so "liebst".

Diese stellen also in diesem Sinne sogar eine gewisse Konkurrenz zum Liebspartner dar. Ganz schlecht.

Man kann auch auf Deine wahren tieferen Gefühle kaum schließen, wenn Du das Wort "Liebe" verwendest.

Außerdem müsste man befürchten, bald abserviert zu werden, weil es bei Dir nur auf äußere Randbedingungen (z.B. Weltbild) ankommt und die tiefe Liebe füreinander auch kein bindendes Band für Dich darstellt.

Das alles disqualifiziert Dich als Partner. Gerade Frauen werden Menschen wie Dich als Partner daher eher meiden.
 
  • #29
Hallo Sven,
wenn Du Deine Freundin öfter mal ganz offen und ehrlich darauf hinweist, wie sehr Du Deine Ex noch liebst und wie innig Deine Beziehung zu dieser Frau ist, dann ist Deine aktuelle Freundin bestimmt ganz glücklich, weil sie dann in der Lage ist, die Situation gut einzuschätzen und entsprechende Entscheidungen zu treffen.
 
  • #30
Klar kann man sich Spitzfindigkeiten aus den Fingern saugen, ob und warum man auch bei diesen das Wort „Liebe“ verwenden kann/darf/soll/muss; über den Begriff der Liebe gibt es ganze Bibliotheken. Aber in der Paarbeziehung geht es nicht um Philosophie, und wenn du zu deiner aktuellen Partnerin sagst, du liebst deine Ex-Partnerin, dann provozierst du absichtlich, indem du im sensibelsten Bereich der Paarbeziehung ohne Not vom üblichen Sprachgebrauch abweichst und deine Liebste ohne Not verunsicherst, um ihr dann in stundenlangen rabulistischen Diskussionen darzulegen, warum du Recht hast. [...] So, wie du in deinen anderen Posts von Männlichkeit redest, ohne ein Gefühl dafür zu haben, was männlich ist, redest du auch von Liebe, ohne ein Gefühl dafür zu haben, was Liebe ist.
Genauso liest es sich auch für mich. Beide Threads des FS zeichnen für mich das Bild eines unsicheren Mannes, der nicht gut ankommt und der sich daher - quasi aus einer (unbewussten?) Selbstverteidungshaltung heraus - krampfhaft vom Mainstream abzugrenzen versucht, indem er auf individualistisch, provokativ, tiefgründig und überlegen macht.

"Frauen sind so oberflächlich, die stehen alle nur auf Manager-Typen!" passt da genauso rein wie "Pfff, wie simpel gestrickt meine Freundin und manche Forumsteilnehmer hier doch sind, dass sie im Gegensatz zu mir, dem intellektuellen Querdenker, bei 'Liebe' erstmal an Paarbeziehung denken."

Kurz, ich denke nicht, dass die Freundin (sofern überhaupt vorhanden, woran ich ebenfalls so meine Zweifel habe) hier das Kommunikations- und Verständnisproblem hat. Oder wenn, dann hat es der FS absichtlich provoziert.

w, 27