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Gast

  • #31
Liebe FS
Ich kann Dich sehr gut verstehen. Ich glaube, im Moment nützen dir all die gut gemeinten Ratschläge meiner VorschreiberInnen nicht so viel, da sie zu kopflastig sind. Es ist ein riesiger Unterschied, ob man von Freunden umarmt wird oder mit dem Partner zärtlich ist.
Das hat nichts mit Kopflastigkeit zu tun. Die FS sucht allerdings gar keine Ratschläge, sondern nur Mitleid. Ob sie etwas ändern will, bleibt fraglich. Denn wer kommt schon gerne mit jemandem aus Mitleid zusammen? Du? Die FS? Findet ihr einen Partner reizvoll, der darüber jammert, wie benachteiligt er ohne Partnerin ist? Ich nicht.

Ja, es ist ein Unterschied, ob man von Freunden umarmt wird oder mit dem Partner zärtlich ist. Und es ist auch ein Unterschied, ob man bspw. dem Partner 100%ig vertrauen kann oder nicht, oder ob man einen sehr aufmerksamen Partner hat oder weniger. Glaubt ihr, eure Wunsch- und Anspruchshaltung würde sich in einer Beziehung ändern? Oder geht es dann erst los, inwiefern er wieder an eurem mangelndem Glück Schuld trägt?

Hier wurde die Frage gestellt, warum die Beziehungen erst endeten, wenn sie doch so glücklich waren. Das wäre mal ein Ansatzpunkt.

Es gibt immer etwas besseres, aber ist deshalb die Umarmung von Freunden nichts wert? Doch, das ist sie. Was genau will die FS hier eigentlich hören? Dass sie es schlechter hat als alle anderen und alles an einer Partnerschaft hängt? Nein, für mich tut es das nicht und das ist mit Sicherheit kein Selbstbetrug wie hier ständig allen Conterern unterstellt wird. Ich weiß, dass in einer Partnerschaft die Probleme nicht aufhören. Außerdem gibt es für so gut wie jeden die Möglichkeit, irgendeinen Partner zu finden. Wenn der oder die dann nicht gut genug ist, liegt es wieder am eigenen Gefühl, also an einem selbst.
 
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Gast

  • #32
Selbstverständlich sind Freundschaften kein vollwertiger Ersatz für einen Partner. Zwar kann man mit ihnen über Probleme sprechen und die Freizeit sinnvoll gestalten, letztlich fehlt jedoch die Vertrautheit, die nur eine Beziehung bieten kann.
Und warum ist das so? Weil ihr es so festlegt. Ich habe schon große Vertrautheit aus Freundschaften gezogen. Es ist nicht in Stein gemeißelt, dass man das nur mit dem Partner haben kann.

"Friends with benefits" sind auch ein zweischneidiges Schwert. Sicherlich können sie den sexuellen Druck während der Singlephasen mindern, jedoch wirkt das Modell auf mich ziemlich abgebrüht und unterkühlt. Falls ich eine Beziehung zu solch einer Frau überhaupt in Betracht zöge, könnte ich diese Sorte von Freunden keinesfalls im meinem Umfeld dulden.
Ja, da sieht man es doch. Was einem gut tun könnte, wird pauschal abgelehnt und auf sexuellen Druck reduziert. Na bitte, wer sich nicht helfen lassen will, soll seine Einstellung beibehalten und die einzige Lösung in der Beziehung nach Schema x suchen. Ich merke in meinem Umkreis nur, dass Menschen mit dieser Einstellung schwer aus ihrem Dilemma herauskommen, weil sie ganz konkrete Vorstellungen davon haben, wie etwas sein muss und ablaufen muss und alles andere ablehnen oder sogar abwerten. Aber wenn dies aus freiem Entschluss geschieht, bleibt da nichts mehr zu zu sagen. Ich sage nur, wer einsam ist, sollte offen zu Menschen sein. Und meist hat es seinen Grund, warum bestimmte Menschen einsamer sind als andere.
 
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Gast

  • #33
In der Psychologie würde man sagen, dass das "innere KInd" nicht ausreichend genährt ist. Das kann man in einigen Sitzungen klären und nachholen, sich selbst "beeltern". Danach wird man freier, unabhängiger, nabelt sich ab von den Abhängigkeiten. Als Erwachsener kann man all diese Krisen bewältigen, als Kind jedoch nicht., als Kind ist man abhängig von der Liebe anderer, sprich Eltern, als Erwachsner jedoch nicht. Lerne erwachsen zu werden im psychologischen positiven Sinne und gestalte dein Leben mit den Puzzleteilchen, die jetzt da sind, dann erst besteht die Möglichkeit für eine Partnerschaft. Im übrigen kann man sich auch allein bewusst wahrnehmen, warum kann mich nur ein Partner zärtlich berühren? Hast du dich schon mal ganz genüsslich liebevoll zu dir selbst nach dem Duschen eingecremt? Deine Füße massiert, wenn sie kalt waren? das kannst du alles selbst tun, deine Haut dankt es dir und deine Seele auch.
 
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Gast

  • #34
Liebe FS,

ich habe deine Nachricht gestern kurz nach dem du sie hier ins Forum gestellt hast gelesen. Ich war so schockiert von deiner Beschreibung, dass ich erst mal gar nicht antworten konnte.

Aber jetzt kann ich dir sagen, dass das für mich der traurigste Beitrag ist, denn ich hier gelesen habe und........

ich sehr froh bin, dass ich, obwohl ich seid 14 Jahren allein bin mich nie niemals so gefühlt habe wie du und darüber bin ich sehr sehr glücklich bin. Die herzliche Umarmung meiner Freunde und meiner Familie machen mich glücklich und zeigen mir ihre Wertschätzung. Ich habe lieber Sex mit mir selbst, als mit einem Mann mit der Sex schlecht ist. Ich verdiene mein eigenes Geld und mein Ausgabenkatalog ist so geordnet, dass ich von meinem Geld alles bezahlen kann was wichtig ist. Ich brauche dafür keinen Partner.

DANKE!!! Du hast gestern sehr bewußt gemacht, wie gut es mir mit mir selbst geht.

Ich wünsche Dir, dass du deine Einstelung zu dir selbst ändern kannst, damit du wertschätzt was du hast, denn ich bin sicher, da da mehr ist, als was du beschreibst........

Viel Glück!!!!
 
G

Gast

  • #35
m37

Wer einmal in einer erfüllten Partnerschaft gelebt hat, wird es später auf irgendeine Art vermissen. Da kann man sich das Singleleben noch so schön reden. Das hat nichts mit verzweifelter Suche zu tun, man hat dann immer das Gefühl, dass noch irgendetwas fehlt im Leben.
 
G

Gast

  • #36
m37

Wer einmal in einer erfüllten Partnerschaft gelebt hat, wird es später auf irgendeine Art vermissen. Da kann man sich das Singleleben noch so schön reden. Das hat nichts mit verzweifelter Suche zu tun, man hat dann immer das Gefühl, dass noch irgendetwas fehlt im Leben.
Was mich daran stört, ist das Reduzieren der Ex-Beziehung auf "in einer erfüllten Partnerschaft gelebt haben". Wenn ich an eine Ex-Beziehung denke, dann vor allem an den Menschen und nicht an die "Vorteile des Beziehungslebens". Das hat mit Schönreden des Singlelebens nichts zu tun. Es geht letztlich um die Menschen, mit denen man zu tun hat, und es hatte auch einen Grund, wenn eine Beziehung mit einem bestimmten Menschen geendet ist. Den sollte man sich mal bewusst machen. Dann ist die Wahrscheinlichkeit hoch, dass man unter den restlichen Menschen jemanden findet, der besser passt. Und dann geht es erst einmal um den Menschen und nicht um die Bedingungen einer Beziehung.

Ich habe tatsächlich null Verständnis für diese Haltung und würde unter den Voraussetzungen niemals eine Beziehung eingehen, und wenn ich noch so einsam wäre. Insofern scheinen die angeblich schön geredeten Vorteile des Single-Lebens tatsächlich zu überwiegen.
 
G

Griet

  • #37
Sehr häufig gibt es doch die typischen Zweckbeziehungen (Warmes Essen auf dem Tisch, regelmässige "Garantie" auf ein Intimleben.),
Gewohnheitsbeziehungen (Man sollte sich trennen, tut es aber nicht - aus Bequemlichkeit, oder wegen der Kinder - um das Bild "perfekte Familie" nach Aussen nicht zu verlieren.),
Beziehungen, eingegangen aus finanziellen oder aus pragmatischen Gründen (Höchste Zeit für Kinder!),
oder in denen ein Partner deutlich mehr liebt und gibt als der Andere (Narzist?).
Darüber gibt es Partner, denen eine solche, der eben genannten Beziehungen, genügt. Die wenig bis keine Ansprüche an Romantik, tiefe Gefühle und gegenseitiges Verstehen und Tolerieren, Geben und Nehmen stellen. Bei denen eine Beziehung lediglich funktionieren muss, eventuell Sicherheit gibt, und man die gleichen Ziele anvisiert. Diese könnten so wie du empfinden wie du, FS.

FS, für emotionale Nähe, gute Gespräche, warme Worte und eine innige Umarmungen gibt es wirkliche Freunde. Mit diesen kann man eine bereichernde und glückliche Freizeit, die Wochenenden, und sogar Urlaube verbringen. Für die Feiertage gibt es die eigene Familie, manchmal ein Patenkind.. Und Geschenke und Geld? Sicher nicht die Dinge die eine gute Partnerschaft ausmachen. Ich schenke ohnehin viel lieber und häufiger, als dass ich nehme. (Zeit, ist zum Beispiel ein viel wertvolleres Geschenk, als materielle Dinge.)
Und ich weiss seit Jahren bereits ganz genau, dass mir eine o.g. Beziehung nicht reicht. Ich möchte nur und ausschliesslich einen Mann an meiner Seite, der mich bewusst ausgewählt hat, und ich ihn. Daher da es uns um uns beide als Menschen ging, und nicht um "warmes Essen", "regelmässige Kuscheleinheiten", und dass halt (irgend)jemand da ist, wenn man sich mal einsam fühlt. Zu zweit einsam zu sein, stelle ich mir sehr viel härter vor, und habe ich auch schon ansatzweise so erlebt. Auch lasse ich mich weder von Geld beeindrucken, in einen goldenen Käfig sperren, oder mich von der biologischen Uhr nervös machen.
Stattdessen suche ich bei einem Mann Charakter, Verstehen und ein ähnliches Nähe-Distanz-Bedürfnis.
Alles andere macht mich, und viele andere nicht glücklich. Ich lasse wie jemand ist, um auch so angenommen zu werden wie ich bin. Kochen kann ich für mich selbst, und lade gerne Freunde oder meine Familie ein. Die sind es auch denen ich eine so wunderschöne Zeit zu verdanken habe. Das Geld das ich verdiene reicht für den Lebensstandart den ich lebe. So möchte ich eher unerfüllte finanzielle Träume haben, als Träume die sich auf eine innere Leere beziehen würden. Für körperliche Befriedigung brauche ich weder ONS noch Affären. Alles in einem - ich lande immer wieder bei: lieber keiner als irgendeiner, oder: nur wer sich selbst und sein Leben liebt, kann auch andere lieben und geben.
Hm, und vielleicht hängt meine (weibliche) Einstellung auch daran, dass man sagt, dass Frauen in (schlechten?) Beziehung mehr leiden - die (nach Gewohnheit strebenden) Männer danach.
w33
 
G

Gast

  • #38
Sehr häufig gibt es doch die typischen Zweckbeziehungen (Warmes Essen auf dem Tisch, regelmässige "Garantie" auf ein Intimleben.),
Gewohnheitsbeziehungen
Hm, und vielleicht hängt meine (weibliche) Einstellung auch daran, dass man sagt, dass Frauen in (schlechten?) Beziehung mehr leiden - die (nach Gewohnheit strebenden) Männer danach.
w33
Ja, die gibt es. Ich finde es ganz furchtbar, wenn Männer nach Gewohnheit und hauptsache Ruhe streben, und das Wesen der Frau in den Hintergrund rückt. Hauptsache irgendjemand da, so ist es. Ich leide in schlechten Beziehungen ebenfalls, und dazu muss es keinen Streit geben. Ein nebeneinander herleben und sich eigentlich nichts zu sagen zu haben, das Gefühl, nicht verstanden zu werden und dort nicht wirklich hinzugehören, ist viel schlimmer.
 
G

Gast

  • #39
@30:
Schön, dass Du mich zitierst, mich mit der FS in einen Topf wirfst und uns noch eine anmassende Predigt hältst. Woher kommt denn diese Aggression?
Die FS hat sich einfach mal alles von der Seele geschrieben, wie einsam und traurig sie ist. Anstatt Verständnis, erntet sie hier nur ungebetene Ratschläge und doofe Anmachen. Es geht ihr nicht gut, sie sieht im Moment nur noch schwarz und sehnt sich nach Liebe, Vertrauen und Zärtlichkeiten. Was ist daran so verwerflich?

Liebe FS
Wenn dieser Zustand bei Dir länger andauert, hol Dir doch bitte fachliche Unterstützung...
 
G

Gast

  • #40
...erntet sie hier nur ungebetene Ratschläge und doofe Anmachen. Es geht ihr nicht gut, sie sieht im Moment nur noch schwarz und sehnt sich nach Liebe, Vertrauen und Zärtlichkeiten. Was ist daran so verwerflich?
Die FS hat um eine ehrliche Antwort gebeten, ob es anderen auch so geht, und gefragt, "ob alles am Vorhandensein einer Partnerschaft hänge". Daraufhin wird denjenigen, die das verneinen, unterstellt, sie würden etwas schön reden. Da es hier ein Fragen und Antwort-Forum ist, wundert mich doch der Vorwurf der "ungebetenen Ratschläge" sehr. Unter einer "ehrlichen Antwort" der Antwortenden ist meines Wissens nach nicht gemeint, dass es eine zustimmende Antwort sein müsse.
 
G

Gast

  • #41
Bis vor ein paar Jahren ging es mir ähnlich wie Dir. Nach einer langjährigen Beziehung stand ich völlig alleine da. Ich fand diesen Zustand zunächst schrecklich und wollte so schnell wie möglich wieder einen neuen Partner. Das klappte aber alles nicht so wie ich es mir vorstellte und ich war extrem frustriert.
Irgendwann habe ich meine dauerhaft schlechte Laune selbst nicht mehr ertragen und mich entschieden, mein Leben selbst anzupacken und selbst dafür zu sorgen, dass ich Spaß habe.
Habe Sachen gemacht, die ich schon immer tun wollte, neue Leute kenne gelernt, da ich nicht mehr so übellaunig durch die Gegend gelaufen bin. Mir ging es immer besser in der Situation und irgendwann so gut, dass die Partnersuche nicht mehr so wichtig war. Bin viel wählerischer bei den Männern geworden und selbst wenn ich einen Korb bekomme ist das kein riesiges Drama mehr wie früher.
Die Frage ist doch die: Du weißt nicht, wann ein passender Mensch Deinen Weg kreuzt. Willst Du Dir selbst Dein Leben solange vermiesen?
Vor ein paar Jahren hätte ich das nicht geglaubt, aber mittlerweile finde ich, dass die schönen und schlechten Seiten des Singlelebens genauso viel wiegen wie die einer dauerhaften Beziehung.
und es stimmt wirklich: nur Du alleine bist für Deinen Spaß und Zufriedenheit verantwortlich. Alles andere führt Dich nur in Abhängigkeiten - und das hat mit Liebe und Partnerschaft nicht viel zu tun.
 
  • #42
@30:

Es geht ihr nicht gut, sie sieht im Moment nur noch schwarz und sehnt sich nach Liebe, Vertrauen und Zärtlichkeiten.
Und nach handfesten materiellen Vorteilen. Wollen wir mal die Kirche im Dorf lassen.

Ehrlich, ich hab keinen liebenswerten Menschen in meiner Umgebung, der ernsthaft (!) nicht alleine sein mochte, der nicht innerhalb kurzer Zeit wieder nette Begleitung gefunden hat. Die attraktiveren 'einfach so' und die mit leichten Defiziten in der B-Note durch gezielte Strategie.

Da war aber nirgends auf der Anforderungsliste, dass ein neuer Mensch die Mietzahlungen erleichtern müsse, sich an der Finanzierung eines Automobils beteiligen möge oder gar, dass die Eltern doch dem Paar mal was zustecken sollten...

Wer solche Dinge als unerträgliche Mankos des Singledaseins artikuliert, die doch bitte durch eine Beziehung kompensiert werden mögen, der ist noch lange nicht einsam genug.
 
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Gast

  • #43
m37

Wer einmal in einer erfüllten Partnerschaft gelebt hat, wird es später auf irgendeine Art vermissen. Da kann man sich das Singleleben noch so schön reden. Das hat nichts mit verzweifelter Suche zu tun, man hat dann immer das Gefühl, dass noch irgendetwas fehlt im Leben.
Wenn ich mir die ganzen Beiträge so durchlese, ist überall Wahres dran..vor allem aber kann ich dir nur zustimmen.
Mein Ranking der glücklichsten Zustände:

1)Partnerschaft mit Liebe und Wertschätzung
2)Singlesein mit sozialem Netz
3)Beziehung mit Abwertung, Stress
4)Singlesein ohne soziales Netz
 
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Gast

  • #44
Mein Ranking der glücklichsten Zustände:

1)Partnerschaft mit Liebe und Wertschätzung
2)Singlesein mit sozialem Netz
3)Beziehung mit Abwertung, Stress
4)Singlesein ohne soziales Netz
Auf den ersten Blick stimme ich zu, allerdings glaube ich, dass du verschiedenes bei den Rankingstufen ausschließt? Meinst du "1)Partnerschaft mit Liebe und Wertschätzung", aber OHNE soziales Netz steht über "2)Singlesein mit sozialem Netz" OHNE Partnerschaft? Denn nur das wäre ein analoger Vergleich zwischen Single- und Paarvorteilen.

Ich bin mir nicht sicher, ob ich eine liebevolle Partnerschaft ohne soziales Netz dem glücklichen Singlesein vorziehen würde. Das hat etwas von sich zu zweit verkriechen. Zurecht ist dieser Zustand auch schwer vorstellbar, da eine glückliche Beziehung sich in den seltensten Fällen so isolieren würde.
 
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  • #45
Vielleicht möchte sich ja die FS auch mal zu Wort melden?
 
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Gast

  • #46
Auf den ersten Blick stimme ich zu, allerdings glaube ich, dass du verschiedenes bei den Rankingstufen ausschließt? Meinst du "1)Partnerschaft mit Liebe und Wertschätzung", aber OHNE soziales Netz steht über "2)Singlesein mit sozialem Netz" OHNE Partnerschaft? Denn nur das wäre ein analoger Vergleich zwischen Single- und Paarvorteilen.

Ich bin mir nicht sicher, ob ich eine liebevolle Partnerschaft ohne soziales Netz dem glücklichen Singlesein vorziehen würde. Das hat etwas von sich zu zweit verkriechen. Zurecht ist dieser Zustand auch schwer vorstellbar, da eine glückliche Beziehung sich in den seltensten Fällen so isolieren würde.
OK, das leuchtet mir ein. Gemeint habe ich:
1a) gute Partnerschaft mit sozialem Netz
1b) gute Partnerschaft ohne soziales Netz ( erlebt bei einem 1jährigen Auslandsaufenthalt mit Partner in Asien)
.. dann wie folgt2,3,4.
Natürlich spielen noch ganz andere Faktoren, wie Gesundheit, Arbeit, Herkunftsfamilie und resultierende Belastung, Finanzen eine Rolle wie glücklich 2 passende und willige Partner dann sein werden bzw wie belastet sie sind.
Bei Berücksichtigung aller Faktoren wird es dann unübersichtlich und dem Ausgangsthema nicht mehr gerecht.
 
  • #47
Hallo FS,

ich finde es, ehrlich gesagt, sehr traurig, dass du alles von einer Partnerschaft abhängig machst. Ich bin jetzt auch seit über einem Jahr Single, vor meiner letzten Partnerschaft, die knapp 6 Monate hielt, war ich sogar 2 Jahre allein, aber ich war sehr selten einsam und das hält sich jetzt auch noch so.
Eigentlich geht es mir als Single wesentlich besser als in einer Beziehung. Ich muss mich um niemanden kümmern, kann tun und lassen, was ich will. Ich reise sehr oft zu Freunden, die überall verstreut in Deutschland leben und genieße das. Gerade sowas wäre mit Partner gar nicht oder nur bedingt möglich.
Natürlich gibt es auch Sonntage, an denen ich zu Hause sitze, weil all meine Freund etwas mit ihrem Partner unternehmen und mir nur meine Wohnung bleibt, aber das ist eher Seltenheit und Zeit für sich zu haben, ist auch nicht immer schlecht.
Mach doch dein Glück nicht von einem bestimmten Menschen abhängig. Wie andere schon vor mir geschrieben haben, kreiert man sein Glück in erster Linie selbst.
Auch ich bin der festen Überzeugung, dass man erst selbst, sein Glück finden muss, bevor man es mit einem Partner teilen kann.

Liebe Grüße
 
G

Gast

  • #48
Und nach handfesten materiellen Vorteilen. Wollen wir mal die Kirche im Dorf lassen.

Ehrlich, ich hab keinen liebenswerten Menschen in meiner Umgebung, der ernsthaft (!) nicht alleine sein mochte, der nicht innerhalb kurzer Zeit wieder nette Begleitung gefunden hat. Die attraktiveren 'einfach so' und die mit leichten Defiziten in der B-Note durch gezielte Strategie.

Da war aber nirgends auf der Anforderungsliste, dass ein neuer Mensch die Mietzahlungen erleichtern müsse, sich an der Finanzierung eines Automobils beteiligen möge oder gar, dass die Eltern doch dem Paar mal was zustecken sollten...

Wer solche Dinge als unerträgliche Mankos des Singledaseins artikuliert, die doch bitte durch eine Beziehung kompensiert werden mögen, der ist noch lange nicht einsam genug.
@frizzante:

Du hast natürlich in allen Punkten Recht, obwohl mir das mit den leichten Defiziten (?) nicht gefällt. Mir geht es nur darum zu zeigen, dass die FS, die leider offenbar im Nirwana verschwunden ist, total verzweifelt ist und deswegen nur noch die angeblichen Vorteile einer Partnerschaft sieht. In dieser Verfassung ist sie wohl gar nicht mehr in der Lage, "vernünftige" Ratschläge anzunehmen. Wahrscheinlich denkt sie heute auch schon wieder ganz anders? Ich hoffe es....

Die Zitierte :)
 
G

Gast

  • #49
#12 du bist ein armer Mensch! Du wirst in ein tiefes Loch fallen, wenn du mit 52 in Ruhestand gehst. Du wirst vollkommen abgstumpft sein und nichts mit dir anzufangen wissen. Das der Job hart ist durchaus vorstellbar, aber schon mal darüber nachgedacht was es sonst noch im Leben gibt?
Ich kann FS durchaus nachvollziehen. Die Auflistung finde ich Unsinn. Das eine steht nicht im Wiederspruch zum anderen.
 
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Gast

  • #50
#12 du bist ein armer Mensch! Du wirst in ein tiefes Loch fallen, wenn du mit 52 in Ruhestand gehst. Du wirst vollkommen abgstumpft sein und nichts mit dir anzufangen wissen. Das der Job hart ist durchaus vorstellbar, aber schon mal darüber nachgedacht was es sonst noch im Leben gibt?
Ich kann FS durchaus nachvollziehen. Die Auflistung finde ich Unsinn. Das eine steht nicht im Wiederspruch zum anderen.
Niemand ist ein armer Mensch, weil er andere Bedürfnisse hat als andere. Gönnen Sie dem anderen Gast dessen Zufriedenheit mit dem alleine sein nicht?

Ich kann die FS überhaupt nicht verstehen. Sich eine Beziehung zu wünschen, damit man unter anderem Kostenvorteile hat, was ist daran besser als an jemandem, der sich, partnerlos, mit seinem Job identifiziert? Letzterer hat eine Leidenschaft. Jemand, der an Kostenvorteile denkt, hat nur pragmatische Gedanken, wie man möglichst leicht durchs Leben kommt und keine Nachteile gegenüber anderen hat.
 
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Gast

  • #51
Hallo FS,

ich finde es, ehrlich gesagt, sehr traurig, dass du alles von einer Partnerschaft abhängig machst. Ich bin jetzt auch seit über einem Jahr Single, vor meiner letzten Partnerschaft, die knapp 6 Monate hielt, war ich sogar 2 Jahre allein, aber ich war sehr selten einsam und das hält sich jetzt auch noch so.
Das ist (leider) gar nichts, ich bin mir nicht sicher aber ich glaube es geht der FS um den Zustand als Dauersingle, weil frühere Beziehungsversuche nicht fruchteten und sich jetzt Verzweifelung breitmacht und logische Erklärungsversuche gesucht werden, wie zum Beispiel die materiellen Vorteile. Die Realität sieht aber so aus, dass Menschen in diesem Land genug eigenes Geld verdienen, zumindest wird Selbstständigkeit von Frauen erwartet. Ich finde da sind solche Überlegungen in Zusammenhang mit einer Partnerschaft fast schon Peanuts und auch ein wenig altmodisch.

Ich glaube allerdings, dass viele Singles, obwohl sie betonen wie erfüllt ihr Leben doch ist, zumindest mal einen "wachen Moment" haben, in dem sie registrieren, dass sie eben alleine sind und dass andere einen Partner haben. Ich finde auch, dass man über diesen Zustand durchaus kritisch nachdenken kann. Das ist der erste Schritt. Bedenklich finde ich zudem Dauersingles, die jahrelang Singleaktivitäten nachgehen, dann plötzlich in ein tiefes Loch fallen.

Auch glaube ich, dass die Menschen in einer Partnerschaft etwas richtig gemacht haben, die Dauersingles sind hingegen eventuell in einer Hinsicht schwierig. Dies zu erkennen, braucht Zeit. Wenn ich mir zum Beispiel anschaue, wie manche Frauen im Internet und auf ihren Facebookprofilen zu "Selbstdarstellerinnen" mutieren, möchte ich manchmal nur schreien Warum? Seltsamerweise sind gerade diese Damen Singles. Liebe FS, wenn du Beziehung um jeden Preis wünschst, schau dir die vergebenen Frauen genau an, studiere sie und imitiere sie. Oder du gehst den mutigeren Weg und reißt die Menschen mit einer außergewöhnlichen Persönlichkeit und Ausstrahlung mit, dies ist allerdings schwierig. w
 
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  • #52
Ich glaube allerdings, dass viele Singles, obwohl sie betonen wie erfüllt ihr Leben doch ist, zumindest mal einen "wachen Moment" haben, in dem sie registrieren, dass sie eben alleine sind und dass andere einen Partner haben. Ich finde auch, dass man über diesen Zustand durchaus kritisch nachdenken kann. Das ist der erste Schritt. Bedenklich finde ich zudem Dauersingles, die jahrelang Singleaktivitäten nachgehen, dann plötzlich in ein tiefes Loch fallen.

Auch glaube ich, dass die Menschen in einer Partnerschaft etwas richtig gemacht haben, die Dauersingles sind hingegen eventuell in einer Hinsicht schwierig. Dies zu erkennen, braucht Zeit.
Zunächst mal: Niemand muss ein erfülltes Leben betonen, es reicht, dass man den Zustand einer schlechten Beziehung vorzieht. Daraus folgend macht auch die Bemerkung, dass Menschen in einer Partnerschaft etwas "richtig" gemacht haben, keinen Sinn mehr. Für die Menschen in der Partnerschaft scheint deren Zustand der Richtige zu sein. Aber andere, Singles, haben vielleicht einfach höhere, schwerer erfüllbare Ansprüche an eine Beziehung?

Natürlich bekommt letztlich jeder, was er sich selbst erbaut. Insofern macht es für Menschen, die mit ihrem Zustand unzufrieden sind, Sinn, über die Ursachen nachzudenken. Aber warum sie sich dazu motiviert fühlen, anderen, die ihren Zustand bewusst anderen Alternativen vorziehen, diese Sicht aufzudrücken, ist schon fraglich. Ich kann sagen, dass ich schöne Beziehungen hatte, aber dass ich mit einer Menge anderer Beziehungen unter keinen Umständen tauschen wollte.
 
G

Gast

  • #53
Ich kann Dich verstehen. Gerade in der Weihnachtszeit fühle und denke ich genau so wie Du. Auch ich hätte gerne eine Partnerin dich mich emotional und auch körperlich berührt. Zeit kann ich zwar auch mit Freunden verbringen mit einer Partnerschaft ist das aber nicht zu vergleichen. Kopf hoch.