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  • #31
Wenn vorhandener Wille und fehlender Wille regelmäßig zum gleichen Ergebnis führen sind ja wohl auch die Wahrscheinlichkeiten etwa gleich.

Tja ... wenn dem so wäre, dann würde das wohl zutreffen.

Es ist im Grunde doch ziemlich einfach:

Der Kaltwechsler überdenkt seine Beziehung und trennt sich oder kommt eben zu dem Schluss, dass verschiedene Maßnahmen die Partnerschaft retten könnten (ja, ohne Garantie auf Erfolg).

Der Warmwechsler überdenkt möglicherweise auch seine Beziehung (ich habe Zweifel) und kommt zu dem Schluss, nach neuen Kandidaten zu suchen. Dann wechselt er/sie.

Und jetzt nochmal: bei welcher der beiden Varianten ist die Wahrscheinlichkeit, dass die aktuelle Beziehung fortgeführt werden kann - und ich unterstelle jetzt einfach mal (auch wenn dieser Gedanke in der heutigen Zeit abwegig erscheinen mag), dass die meisten Menschen beim Einstieg in eine Beziehung deren langfristigen Erfolg im Blick haben - höher?
 
  • #32
Ich kann nur soviel sagen, dass ich als "Paarhälfte" öfters angeflirtet wurde, als wenn ich Single war bzw. bin. Ich bemerke das auch bei meinen Freundinnen.

@Gast 30: Jemand der die gleichen Fehler macht, aber jedes Mal mit dem neuen Kandidaten, wird wohl kaum "erfolgreicher" werden.
 
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  • #33
Gebundene haben daher einen wesentlichen Vorteil - sie strahlen nicht den Habitus eines Suchenden aus.

das bezweifle ich, denn, besonders in internetforen suchen Gebundene. "Getrennt lebend" am Bildschirm, während die Partnerin vielleicht nebenan fernsieht. Auch im RL gehen mir die ewigen Sucher eher auf den Geist, die erstmal einen Spatz in die Hand genommen haben, zur Sicherheit, dann aber weiter nach der Taube auf dem Dach suchen. Für mich scheiden Warmwechsler aus, weil ich es hinterhältig finde, wenn man sich erst trennt, wenn ein Ersatz beschafft wurde. Zu einer partnerschaftlichen Beziehung gehört Vertrauen, warum sollte ich einen Partner wählen, der dieses Vertrauen in seiner verherigen Partnerschaft bereits missbraucht hat?
Ein Partner sollte keine Notnagel sein.
w
 
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  • #34
Das Problem ist aber auch, dass die Frage in einem Singleforum von vielen als Beleidigung empfunden wird, sie seien also mit weniger Chancen bestückt. Und dann haben auch noch ausgerechnet diejenigen, die so manchen Leser hier verletzt haben die bessere Partie. Und noch nicht genug: Es handelt sich um Leute, die vielleicht viele Singles gern hätten (..."alle Guten sind vergeben..."), doch neben der "Unerreichbarkeit" gesellt sich obendrein noch der Neid gegenüber den mutmaßlichen Überholspurmenschen, die in aller Gelassenheit dem Wettbewerb entgegen sehen, weil sie noch im warmen Nest leben. Sie haben keine Ewigkeitsansprüche, sind vollkommen Abstinent gegen "Hilfsbedürftige", die bei ihnen und ihren neuen Partnerinnen noch nicht einmal als Konkurrenz wahrgenommen werden.
Obwohl diese Warmwechsler eine "Sünde" begehen, den Singles etwas vormachen, dass sie im Grunde fürchten - schnell wieder verlassen zu werden, sind diese Warmwechsler begehrenswert. Der FS läuft also Frauen hinterher, die seine (und die vieler Leser hier) "Spielregeln" nicht beachten, die sozusagen "schummeln" und auch gewinnen. Wo steht geschrieben, dass sich Warmwechsler lieber erst trennen sollten um dann, frei von Altlasten, sich dem Singlemarkt zur Verfügung zu stellen, weil es "gerechter" wäre?

Insofern ist das sehr ehrlich und eine Feststellung vom FS die ich teile. Auf vielen Fortbildungen mit abendlichem Tanz wurde ich als Ehemann öfter aufgefordert bzw. die Tanzpartnerinnen gaben keine Abfuhr. Ein guter Tänzer mit Ring tanzt nicht unbedingt mit dem gemeinsamen Bett als Ziel, einer ohne ist gleich auch ein potentieller Bettpartner, das mögen Frauen gar nicht.

Jetzt, wo ich meinen alten Ehering zu so was aufstecke, läuft es wieder besser. Angenehm auftretende Frauen mit Ring sind fröhlicher und lächeln mich an, die Partnerlosen, die ich (leider) schnell erkenne und die mich nicht im Mindesten reizen, scannen nur flüchtig meine rechte Hand und biegen ab. Eine attraktive Frau, mit der ich kürzlich den ganzen Abend getanzt hatte, flirtete mich an. Ich würde sie ganz in Verlegenheit bringen, denn ihr Mann kann weder tanzen noch kann er sich so gut bewegen. Als ich das dann runterspielte, eröffnete sie mir ihre Eheprobleme. Dennoch war da nicht die Absicht, eine Affäre zu beginnen, weil aussichtslos allein wegen Nord-/Süddeutschland etc..Es war nur die Vertrautheit, dass ich als vermeintlicher Ehemann ein erfahrener Ansprechpartner sei. Genau dieses erzeugt Lockerheit zwischen zwei Menschen und es hätte sich theoretisch mehr ergeben können. Mit einer Singlefrau erlebte ich hingegen (ohne Ring) eine Gegenteilige Situation. Sie negierte ihre Unzufriedenheit des Alleinseins und redete sich mit fallenden Mundwinkeln ein, wie schön doch die Freiheit sei. Innerhalb von 20 Minuten hatte ich ihre Handynummer, unfreiwillig. Ich sah das übrigens irgendwie kommen, alles war verkrampft. Also an der Theorie ist was dran!
 
  • #35
Ich habe mich, wenn es um einen Flirt ging, immer zu Frauen in festen Beziehungen hingezogen gefühlt, ...
Nicht selten spulen Menschen immer den gleichen Film mit wechselnden Besetzungen ab bis sie dahinter steigen warum. Manche tun letzteres nie ... und spulen fleissig weiter.

... treffe eine ganz normal aussehende, für mich sehr attraktive Frau eines Kollegen, der sich von ihr getrennt hatte ..., werde sogar von ihr angeflirtet und bekomme zu hören, dass noch während ihrer Scheidungsphase ein anderer Mann aus einer bröckelnden Ehe mit 4 Kindern bei ihr am Start ist. Den lernte sie auf einer Vernissage kennen - gesehen - für gut befunden - und es hat zoom gemacht.
Meines Erachtens nur der Fall, wenn es vorher in der Beziehung nicht stimmt. Fazit (meins, das nicht jede/r teilen muss): Den meisten sind ihre "Partnerschaften" so beliebig dass sie weder versuchen gemeinsam daran zu arbeiten und zu wachsen, noch bringen sie weder Respekt oder Achtung auf, die ein Partner verdient hätte wenn man sich entschieden hat gemeinsam einen Weg zu gehen. Aus meiner Sicht ist dies kindisch. In eine bestimmte Lebensphase kann es passen - wer auf immer so bleibt und sich nicht ent-wickelt ist m.M.n. stehengeblieben. Und Leichen pflasterten ihren Weg ... ;)

... die netten, unkomplizierten, gefestigten und sozial hochkompetenten Menschen zu sein, deren Beziehungen einfach "ausgeglüht" sind ...
Darf man fragen wie du zu der Zuweisung der sozialen Hochkompetenz kommst? Ich sehe hier nur Verzweifelte die weder allein sein können noch faire, echte und ehrliche Partnerschaft auf die Reihe bekommen. Nebenbei hängt man natürlich am Status und am materiell aufgebauten und scheut saubere Auseinandersetzung inkl. Bereinigung als Basis für einen echten Neustart. Die Kinder tun mir leid, übrigens.

Die Singles dürfen bei solchen "Veranstaltungen" gern zuschauen, aber bitte nicht anfassen.
Angst, dass ihre soziale Inkompetenz von jemandem, der sich bewusst und mit Achtung trennt, seinen Mist aufräumt und "er-wachsen" wird, durchschaut wird? Da bleibt man sicher gerne unter sich, wenn man ansonsten den Maskenball beenden müsste :D

Ich habe das Gefühl, dass hier ein System erkennbar ist:
Singles finden sich im RL praktisch nie, stattdessen finden sich immer wieder die eigentlich Nichtsuchenden, Gebundenen.

... Sind es wirklich wir potentiellen Warmwechsler, die im RL ausschließlich den Ton angeben?
Wo "regieren" Mehrheiten nicht, selbst wenn aufgrund von Verhaltensweisen, die mittel- bis langfristig kontraproduktiv sind? Das heisst nicht dass ein Verhalten tatsächlich erfolgreicher ist. Es zeigt sich nur sehr viel später.

Nicht alles ist wie es scheint. Die Rechnung kommt stets am Schluss. Und der Krug geht so lange zum Brunnen bis er bricht.

So viel zu Binsenweisheiten die man aber erst verstehen lernen muss ;)
 
  • #36
Im Übrigen stimmt die Annahme nicht, dass Singles da nicht mitspielen dürfen. Heerscharen von außerhalb der Ehe Suchenden beweisen tagtäglich das Gegenteil. Nur glücklicherweise muss man das nicht spielen, auch natürlich mit dem Risiko dass eben jemand anderes, egal ob Männchen oder Weibchen, wieder mal "schneller" ist. Aus einem Hamsterrad oder auch rat race kommt man nur raus wenn man daraus aussteigt.

Jede und jeder muss sich selbst fragen was er oder sie will und sich selbst im Spiegel ins Gesicht sehen können. Das ist die Freiheit die wir haben. Mit jemandem der keine Psychohygiene kennt, möchte ich nichts mehr als nähere Beziehung egal welcher Art zu tun haben. Dafür habe ich zu viel "gesehen".
 
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  • #37
Ich, w, Single, bin kurzzeitig in ein Warmwechsler-Nest hineingeraten. Ich sah mich mit einer Anzahl negativer Verhaltensweisen konfrontiert, für die die Beteiligten scheinbar blind sind. Richtige Abgründe taten sich auf, als ich erfuhr was für eine Flirtmeisterin die seit Jahren gebundene Warmwechlerin ist.

Ich empfand zunehmenden Ekel dabei, dass die Warmwechslerin im gleichen Zeitrahmen mit ihrem Freund schlief und mit dem Mann, der sich mit mir parallel datete (ein Single, der für ihren Warmwechsel in den Startlöchern bereitstand), er wiederum mit mir zur gleichen Zeit Sex hatte, er kurz vor mir Sex mit anderen hatte, um der Warmwechslerin zu beweisen, dass nicht nur sie sondern auch er noch jemanden hat, und er auf ungeschützten Sex stand.

Eine Augenverschließerei was durch Sex, Küssen, etc. übertragbare Krankheiten sowie andere Pannen angeht, war mir auch bei weiteren Warmwechslern und ihren Handlangern aufgefallen. Diese Menschen wollen in erster Linie Spaß, sind Macher, und fühlen sich durch alles belästigt und gebremst, was nicht in ihre heile Welt-Bild paßt. Und leiden kollektiv am "It doesn't happen to me"-Syndrom.

Neid? Mein Neid hielt sich in Grenzen, für jemanden, die zwar begehrenswert ist, aber ihre besten Jahre in einer Beziehung verharrt ist, die sich nicht weiterentwickelt, keine Ehe, keine Kinder, nur um nicht alleine zu bleiben.

Der Singlemann, der sich dranheften wollte, war auch nicht nur glücklich. Er genoß den Wettbewerb mit dem Noch-Freund, musste aber regelmäßig neue Eroberungen rankarren, die er in der Hinterhand behielt, um selbst interessant zu bleiben. Verkehrte Welt.

Häufig mißbrauchen sie den Schwebezustand ihrer noch bestehenden Beziehung, nicht nur als Türöffner zu einer neuen Partnerschaft, sondern als guten Zeitpunkt für Affären, sogenannte Übergangsfrauen und -männer und Trostpflaster. Gefällt etwas nicht am Neuen, wird auch gern die "Zurück zum Ex"- Karte ausgespielt - der Warmwechsler darf das. Das Verrückte dabei, auch dann wenn der Ex ein neues Glück gefunden hat (wie einige weiter oben schreiben, soll ja sehr schnell gehen) und sich sogar Nachwuchs ankündigt (die Erklärung habe ich oben geschrieben). Damit wird der Warmwechsler-Typ zum Opfer seines eigenen Systems, und sieht nicht wie absurd die ganze Situation ist.

Ein Warmwechsel scheint ein gutes Mittel gegen akute Trennungsschmerzen zu sein. Aber irgendwann wird man zurückblicken und feststellen müssen, wieviel Zeit man vergeudet hat, weil man vor einem kalten Wechsel gescheut hatte. Leider sind sich die Warmwechler-Typen dieser Dynamik, mal wieder, nicht bewußt.
 
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  • #38
Ich habe die gegenteilige Erfahrung gemacht: gerade sehr attraktive Menschen mit hoher sozialer Kompetenz beenden lange Beziehungen, wenn sich diese totgelaufen haben und verharren darin nicht, bis sich was "Besseres" bietet. Sie sind sich ihres Wertes bewusst und machen den nicht dadurch fest ob sie alleine sind oder Singles.
Außerdem: was ist denn daran sozial kompetent, wenn man warm wechselt? Das zeugt eher von wenig Respekt gegenüber dem Noch-Partner.
 
  • #39
Außerdem: was ist denn daran sozial kompetent, wenn man warm wechselt? Das zeugt eher von wenig Respekt gegenüber dem Noch-Partner.

was ist denn das für eine verquere Ansicht hier die über Warmwechlser verbreitet ist? Ein "warmwechsler" ist einfach jemand der mehr unterwegs ist, der offener auf andere zugeht und der im endeffekt MEHR Angebote hat als ein "Kaltwechsler". Ob man zwischen den Beziehungen nachdenkt, reflektiert und sich weiterentwickelt hängt nicht davon ab wie lange und ob man zwischen den Beziehungen eine "Schamfrist" einräumt, sondern ob man reflektiert.. (das geht auch IN der neuen Beziehung, oder gibt man da den Kopf ab?) Und es its nunmal Fakt (ob es den damen nun passt oder nicht..es sind Tatsachen) das Vergebene Männer leichter und sicherer Anzuflirten sind und öfters in der freien Wildbahn angeflirtet/sprochen werden als Singles..


Ich hatte schon Freundinnen die explizit erst dann richtig aktiv wurden als eine zweite Dame die Bühne betrat...
 
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  • #40
Ein "warmwechsler" ist einfach jemand der mehr unterwegs ist, der offener auf andere zugeht und der im endeffekt MEHR Angebote hat als ein "Kaltwechsler".

Hihihi, ja. Und ein Triebtäter ist auch nur jemand, der sich gerne an der frischen Luft aufhält, sich zu hübschen Frauen hingezogen fühlt und sich fürchterlich nach körperlicher Nähe sehnt. :-D

Worte sind was feines. Damit kann man alles schön verpacken.
 
  • #41
Hi Helleken,

Ich hatte schon Freundinnen die explizit erst dann richtig aktiv wurden als eine zweite Dame die Bühne betrat...

Genau so etwas ist ja genau das armselige daran. Für mich ist das jemand der nicht weiss was er (sie) will, nicht weiss was er hat, und daher nicht weiss was er tut. Es ist auch kein "aktiv werden" sondern eine "Re-"Aktion. Und auch wenn diejenigen sich das gerne einreden: sie sind eben keine "Macher" sondern das was die kids heute "Opfer" nennen.

Allerdings damit keine Opfer, die es wert sind in Schutz genommen zu werden.Aber ... was willst du damit verteidigen? ;) Ist ja schon interessant wie du das definierst:
Ein "warmwechsler" ist einfach jemand der mehr unterwegs ist, der offener auf andere zugeht und der im endeffekt MEHR Angebote hat als ein "Kaltwechsler".
Echt? Muss man liiert sein um offen auf andere zuzugehen und kann erst dann so richtig flirten? Das stimmt doch irgendetwas gar nicht, irgendwie beweisen solche Aussagen schon ziemlich was hier ein paar geschrieben haben.
 
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  • #42
Ich finde mich in der These des FS wieder! Ich habe mal warm gewechselt. Die alte Beziehung hatte sich unmerklich totgelaufen. Es gibt ja kein Parameter, an dem sich das Ende einer Partnerschaft messen lässt. Ich hatte nicht die Absicht mich neu zu verlieben und ich hatte sehr viel Mühe, die neue Situation zu steuern. Aber die innere Öffnung für das Verlieben kommt irgendwann, nur nicht an einem präzise erkennbaren Zeitpunkt. Ich kann unmöglich sagen, wann da die Wende wirklich war. Gesucht hatte ich meine neue Partnerin jedenfalls nicht bewusst.

Ich habe mir die ganzen Beiträge mal in Ruhe durchgelesen. Der überwiegende Teil reagiert auf den empfindlichen Reiz des Begriffes Warmwechsel. Wie ein Tn sehr deutlich bemerkt, handelt es sich aber doch wirklich nicht darum, wie Ihr das findet, sondern um die simple Tatsache, dass diese WW das "Spiel" (Zitat) ohne Plattformen, in der Öffentlichkeit, an den Singles dort regelrecht vorbei unter sich ausmachen. Dass da sozial kompetente Menschen nicht selten zu finden sind, finde ich einleuchtend. Ich kenne eine Patchworkfamilie, die gut funktioniert und von zwei WW organisiert wird. Super Vorbilder, Frau und Mann, beide übernehmen auch als sozialer Elternteil Verantwortung. Die haben sogar den besseren Antrieb als die Verlassenen, sie stehen FÜR ihre Entscheidung ein. Die Verlassenen hingegen arrangieren sich in der anfangs passiven Rolle, sie leben ein Leben, für das sie in Krisensituationen immer den gleichen Spruch bringen: "ICH habe das ja so nicht gewollt, habe mir mein Leben anders vorgestellt..." Was man dir zuteilt ist nicht so erquickend wie das, was man sich im schlimmsten Fall selber eingebrockt hat, in der aktiven Rolle ist viel mehr Energie, da ist das Engagement eindeutig höher.
Zwei WW treffen sich über ein solides Unternehmen wie EP sicherlich höchst selten erfolgreich. Weil ihnen vorgeworfen werden kann, anonym oder teilanonym vorsätzlich zu handeln, schon allein das Motiv, sich anzumelden, wenn die Gattin auf dem Sofa sitzt ist ein Akt der Untreue. In der Öffentlichkeit jedoch legen es die besagten, sozial Kompetenten ja gar nicht darauf an. Ich habe mich in Anwesenheit meiner Frau in eine Frau verliebt, die dies sofort mit ihren Blicken erwiderte. Auch sie saß ihrem Mann gegenüber. Wenn ich also so inkompetent wäre, dann wäre ich vorsätzlich auf eine Feier gegangen, aber ohne Ehefrau. Erst nach unserem öffentlichen Bekennen zu unserer neuen Beziehung (Frau habe ich nach zwei Wochen darüber informiert, dass ich mich verliebt habe) hat mir meine neue Partnerin erzählt, dass sie eigentlich lieber ohne ihren Mann wegging, jedoch immer genervt war, dass sie von ungebundenen Männern dauernd angequatscht oder zumindest genau beobachtet wurde. Ihre Beziehung war schon über den Zenit, aber sie hatte keine direkten Vorsätze, meine Beziehung war bis dato eingefahren, ohne Höhepunkte aber dennoch auch gefühlt noch o.k..
 
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  • #43
Sind es wirklich wir potentiellen Warmwechsler, die im RL ausschließlich den Ton angeben?

Wahrnehmung ist ja subjektiv, Warmwechsler nehmen sich vielleicht als Tonangebend in Kontaktanbahnungen war, Kaltwechsler sehen im Warmwechseln wohl eher eine Schwäche. Erst derjenige, der auch mal ohne Panik eine zeitlang ganz locker allein leben kann, ist für mich bezeihungsfähig.

Sind Warmwechsler lockerer, wie hier mehrfach behauptet wurde? Während einer beruflichen Phase habe ich, verheiratet, keinen Ehering tragend, andere Erfahrungen gemacht. Ich wurde mehrfach von verheirateten Männern angeflirtet, die wohl annahmen ich sei Single - und die waren alles andere als unverkrampft. Also der lockere, gewissensfreie Ewigsucher ist mir so nicht begegnet.
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  • #44
@ Hellekeen

genau! Dazu mal ein Beispiel von mir (w) aus dem RL.

Beim Kinderturnen mit meiner kleinen Tochter. Ein Mann mit Sohn. Verheiratet. Er ist neu im Quartier. Ich spreche ihn an. Treffen. Neue heimliche Liebe. Ich erfahre von seiner Ehe. Breche Kontakt ab. Einen Monat später findet der eine andere Mutter, die verheiratet ist. Es klappt sofort.
Die beiden sind schon 9 Jahre ein glückliches Paar. Ich könnte mir in den A...beißen.

Ich bin heute noch ohne Partner und die Männer, die ich getroffen habe waren allesamt jung aussehend, sportlich, schlank und sehr attraktiv - auf dem Bildschirm in Form von Text!
 
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  • #45
bei uns hat der noch verheiratete Kämmerer der Gemeinde eine Frau genommen, die mit dem Sachbearbeiter der Bußgeldstelle verheiratet war. Wisst Ihr, was der der verbalen Lynchjustiz, besonders den beiden Alleinstehenden geantwortet hat?

Kritiker und Eunuchen haben eins gemeinsam: Beide wissen, wie man es macht, aber beide können's nicht!

Har! Har! Har!
 
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  • #46
Und es its nunmal Fakt (ob es den damen nun passt oder nicht..es sind Tatsachen) das Vergebene Männer leichter und sicherer Anzuflirten sind und öfters in der freien Wildbahn angeflirtet/sprochen werden als Singles...

...was daran liegen kann, daß in einer best. Altersspanne die Anzahl vergebener Männer ansteigt, bleibt den Frauen, denen vermehrt vergebene Männer über den Weg laufen, gar nicht viel an Alternative übrig. Außer die Junggesellen, die aber keine echte Alternative sind. So versuchen sie ihr Glück, aber nicht, weil der Vergebene derart toll und attraktiv ist, wie Sie es uns gern vermitteln möchten.

Sie lesen häufig im Forum. Ihnen ist die hohe Anzahl von Beiträgen von Frauen, die die Verwicklungen mit vergebenen Männern thematisieren, bestimmt nicht entgangen. Happyends sucht man dort vergeblich, aber es wimmelt von Klagen. Das ist die Kehrseite dessen, was aus Ihrer Sicht ein lockeres Spiel ist, an die auffallend wenige Befürworter denken.

Ich hatte schon Freundinnen die explizit erst dann richtig aktiv wurden als eine zweite Dame die Bühne betrat

Aber nicht aus reiner Freude am Spiel, sondern primär aus Verlustangst. Da wüsste ich gern, was aus den Damen geworden ist. Ende gut, alles gut, so war es bestimmt nicht für jeden ausgegangen.
 
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  • #47
Das mit dem Warmwechseln ist so eine Sache, die ich mir nie ganz erklären konnte.
Ich (w, 23) kenne viele, die das ständig machen. Habe mich auch selbst ein paar mal in Männer verliebt, bzw. war interessiert an welchen, die vergeben waren. Es hat sich dann aber nie etwas festes ergeben, weil ich mir irgendwie blöd vorkomme, mich mit einem Mann einzulassen und dann auszudiskutieren, ob er jetzt Schluss macht mit seiner jetzigen Freundin oder ich nur ein lustiger Zeitvertreib war.

Die zweite Sache, dass Menschen unattraktiv wirken die single sind, muss ich leider auch immer wieder feststellen. Ich bin seit 3 Jahren single und fühle mich im Moment sehr wohl damit. Männer kennenzulernen fällt mir auch nicht schwer, da ich schlank und gutaussehend bin. Männer gehen immer automatisch davon aus, dass ich vergeben bin. Wenn ich ihnen dann sage, dass ich single bin, wollen manche mir das nicht mal glauben oder fragen mich ewig darüber aus, woran das liegt. Als ob single sein eine Krankheit wäre.

Jeder Mensch muss einfach für sich selbst bestimmen, was er gut findet und was nicht. Und bewusstes Warmwechseln ist nicht mein Ding. Ich möchte eine authentische und aufrichtige Beziehung und mich nicht austauschbar fühlen.
 
  • #48
Vergebene Leute = "in festen Händen" - scheinen damit eine Art geprüftes Qualitätssiegel zu besitzen.
= Die sind so gut, daß sie bereits von Anderen genommen wurden.

Während Singles/Getrennte/Geschiedene wie verschmähte Ladenhüter erscheinen.
Vorurteil: Die will Keiner (mehr) - und das hat seinen Grund ?

Also versuchen sie, das vermeintlich Beste zu bekommen.
Da jeder Mensch aber ein Einzelstück ist, muß er ggf. von seinem Partner/in abgeworben werden.
Und er wird ggf. zum Warmwechsler.

Oder umgekehrt: Ein Mensch -in festen Händen- will warm wechseln.
Und hat mit seinem "geprüften Qualitätssiegel" bessere Chancen auf dem Markt ?
 
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  • #49
Traumpaar? Partnerschaftstauglich? Erfolg im RL? - btw. Waren die Wulffs nicht Warmwechsler....?

Das Leben ist bunt, und ich erlaube mir kein Urteil aus der Ferne. Vielleicht ist das Wichtigste nicht zu vergessen, dass jeder Fall anders und jeder Mensch verschieden sein kann.
 
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  • #50
was ist denn das für eine verquere Ansicht hier die über Warmwechlser verbreitet ist? Ein "warmwechsler" ist einfach jemand der mehr unterwegs ist, der offener auf andere zugeht und der im endeffekt MEHR Angebote hat als ein "Kaltwechsler". Ob man zwischen den Beziehungen nachdenkt, reflektiert und sich weiterentwickelt hängt nicht davon ab wie lange und ob man zwischen den Beziehungen eine "Schamfrist" einräumt, sondern ob man reflektiert..

Uralte "Goldene Regel" praktischer Ethik: "Behandle andere so, wie du von ihnen behandelt werden willst".
daraus folgte ein allgemein bekanntes Sprichwort, das hier vielleicht mal wieder in Erinnerung gerufen werden sollte:
"Was du nicht willst, das man dir tu', das füg' auch keinem anderen zu."

Das ist tradiertes Kulturgut.
 
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  • #51
das bezweifle ich, denn, besonders in internetforen suchen Gebundene. "Getrennt lebend" am Bildschirm, während die Partnerin vielleicht nebenan fernsieht. Auch im RL gehen mir die ewigen Sucher eher auf den Geist, die erstmal einen Spatz in die Hand genommen haben, zur Sicherheit, dann aber weiter nach der Taube auf dem Dach suchen. Für mich scheiden Warmwechsler aus, weil ich es hinterhältig finde, wenn man sich erst trennt, wenn ein Ersatz beschafft wurde. Zu einer partnerschaftlichen Beziehung gehört Vertrauen, warum sollte ich einen Partner wählen, der dieses Vertrauen in seiner verherigen Partnerschaft bereits missbraucht hat?
Ein Partner sollte keine Notnagel sein.
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Ganz, ganz tolles Argument und sehr treffend beschrieben.

Genau das ist das Dilemma der Warmwechsler, sie sind niemals zufrieden, weil sie ewig ihren Traumpartner suchen, aber sich mit Dauerkompromissen durchs Leben schlagen.

Ich kenne privat Männer und Frauen,die immer nach ein paar Jahren in eine andere Beziehung hüpfen. Und keine Teenager sondern ü/50 jährige, welchen ich obendrein noch mangelnde charakterliche Reife vorwerfe und ich frage mich wie lange sie dieses Spiel noch treiben werden?

Sie sind wohl innerlich zerrüttet und suchen oft auch sich selbst - wohl ein Leben lang.
 
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  • #52
vielleicht sollte man zwischen den Warmwechslern mal differenzieren. Es gibt sie, die hier angeprangert werden. Aber ich kenne auch zwei Pärchen, die "Einmalwarmwechsler" waren. Statt sich zu trennen und eine Auszeit zu nehmen, statt nach der Auszeit in eine Partnerbörse zu gehen, mit dem Wunsch eines gelungenen Neuanfangs, der für die zweite Lebenshälfte gedacht ist, hüpfen die rüber. Na und? Meine Chorkollegin hat das gemacht, ihr Mann hat das gemacht und beide leben seit 21 Jahren in der zweiten Ehe. Wo halt die Liebe hinfällt.

Natürlich gibt es die anderen Typen, die im Alter meist einsam und allein dastehen. Aber um die mache ich mir doch keinen Kopf, das einzige, was uns da verbindet ist eine mögliche Einsamkeit im Alter, nur aus verschiedenen Gründen.

Ich selbst habe kräftig Gas gegeben, als ich hörte, dass eine von mir schon lange begehrenswerte Frau "frei" (zu dem Zeitpunkt gerade mal 14 Tage getrennt lebend). Da bin ich abgeblitzt wie im Buch. Nach etlichen netten Gesprächen lud sie mich auf ihren 45'ten Geburtstag ein. In der Küche ein Koch in Weiß. Der Ähnlichkeit nach zu urteilen, waren es seine Töchter, die da rumtobten. So entging mir auch der Habitus seiner Anwesenheit im Wohnzimmer, jener Habitus der Verliebten. Als ich endlich Mut fasste, um, bei sich deutlich leerenden Stühlen und Sesseln zum Start zu kommen, wurde ich (Glück im Unglück) durch das Klingeln der Türe unterbrochen. Er hatte etwas aus seinem Auto geholt und sich ausgesperrt. Sie öffnete ihm und hielt ihm schelmisch den Haustürschlüssel vor die Nase. Ihr Kommentar: "Den habe ich dir nicht nachmachen lassen, damit Du den hier hängen lässt..." Ich glaube, sie hat nicht wirklich bemerkt, dass ich da lange Interesse an ihr hatte, denn Bloßstellung meinerseits kann ich ihr nicht unterstellen. Auch entsprach ich wahrscheinlich überhaupt nicht ihrem Beuteschema. Aber die minimale Chance, dass sich etwas hätte entwickeln können, gab es nie. Längst wieder vergeben vor den Gästen zu dem Zeitpunkt nicht zelebriert. Ein Jahr später haben sie glücklich geheiratet. Der Koch war gerade mal eine Woche vorher von seiner Frau verlassen worden (anderer Mann).
 
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  • #53
Ja, ich sehe es wie Gast 1. Singlemenschen sind nicht ohne Grund Single, sie haben überzogene Vorstellungen, wo man den Kopf schütteln kann und sie vermitteln, noch nie den/die Richtige/n gefunden zu haben. Ich fühle mich da eher, als würde ich "stören" und lasse solche Eigenbrödler besser allein. Sie sind zudem meist nur langweilige Stubenhocker und kompensieren ihren Tatentrag und Geltungsbedürfnisse mit dem Übereifer in Job.

Meine Beziehungen sind ausschließlich aus Leuten entstanden, die mehr Routine in Beziehungs- und Sexdingen hatten, also Warmwechselner, die sich aktiv ins Leben gestürzt haben und irgendwie auch bereiter für wichtige Dinge wie Kinderkriegen oder Heriat sind. Sie sind offener, lockerer, geselliger, können verbal besser reden, sind interessierter an anderen Menschen und an Umgang mit ihnen, haben weniger Vorurteile, man wird schnell mit ihnen warm, sie haben Spannendes zu erzählen und sind einfach für mehr Dinge im Leben offen und bereit.
Bei Singlemenschen habe ich häufig das Gefühl, ich fange weit unter Null an, wo sie irgendwo im Teenyalter hängengeblieben sind (meist bei der ersten großen Liebe, die sie nicht wollte oder die ihnen weggelaufen ist). Da habe ich dann das Gefühl mehr Psychologe und Mutti sein zu müssen, als erwachsene Partnerin sein zu können.

w
 
  • #54
Ja, ich sehe es wie Gast 1. Singlemenschen sind nicht ohne Grund Single.(…)
Meine Beziehungen sind ausschließlich aus Leuten entstanden, die mehr Routine in Beziehungs- und Sexdingen hatten, also Warmwechselner, die sich aktiv ins Leben gestürzt haben und irgendwie auch bereiter für wichtige Dinge wie Kinderkriegen oder Heriat sind. Sie sind offener, lockerer, geselliger, können verbal besser reden, sind interessierter an anderen Menschen und an Umgang mit ihnen, haben weniger Vorurteile, man wird schnell mit ihnen warm, sie haben Spannendes zu erzählen und sind einfach für mehr Dinge im Leben offen und bereit. w
Natürlich sind die nicht ohne Grund Single. Das sind sie zum Beispiel weil der andere sich nebenher umgeguckt hat und dann schnell abgesprungen ist. Das muss man erst mal verkraften und dann sucht man neu. Der Beitrag ist ja nun schon von 2014, aber er wird nicht anständiger davon. Finde den Fehler. Jeder ist sich eben selbst der Nächste. Besonders beim Partner. Was ist an Leuten die einfach warmwechseln, im Ernstfall mit mehreren Kindern aus mehrere Beziehungen, bitte beziehungsfähiger? Die sind für mich nun wirklich schmerzbefreit udn unverbesserlich, aber wenn beide diese Einstellung haben passt es ja. Da ist man sicher auch schmerzbefreit. Es ist sicher einfacher jemanden stehen zu lassen von dem man weiß, dass er/sie es auch nicht anders gemacht hätte. w51
 
  • #55
Die alte Beziehung steht doch auf einem völlig anderen Blatt, und der vorherige Partner war auch kein eineiiger Zwilling des neuen Partners, sondern wohl meistens ein vollkommen anders gearteter Mensch.

Na ja, dass liegt wohl daran, dass gerade Warmwechsler viel öfter alte Beziehungsmuster mit in eine neue Beziehung mitbringen als im Vergleich, jemand der eine Zeitlang Single war und sich mit dem Ende der letzten Beziehung beschäftigt hat.
Der Warmwechsler holt das oftmals in der neuen Beziehung nach und belastet oder vergiftet sie gar damit.
Denn niemand legt eine alte Beziehung einfach zur Seite und klick ist alles weg und verarbeitet.
So weit ist der Mensch noch von der Künstlichen Intelligenz entfernt, zum Glück.

m47
 
  • #56
Warmwechseln muss man sich gerade NICHT leisten können. Es sind die Verzweifelten, die nicht allein sein können, oder die Angst haben, wegen ihres unvorteilhaften Äußeren keine/n mehr abzukriegen! Dass das die Attraktiveren sind, erlebe ich genau nicht, sondern die, die wirklich attraktiv sind (sowohl außen als auch innen, d.h. selbstbewusst, gebildet, emotional intelligent und eben auch äußerlich attraktiv bzw. sich pflegend) ruhen viel mehr in sich, denn sie haben keine Eile weil gewisse Auswahl und müssen nicht unmittelbar nach Beziehungsende jemand Neues am Start haben. Und wenn sie gerade mal keine Auswahl haben, kratzt sie es wegen ihres guten Egos auch nicht. ;)
Ob es nun wegen mangelndem Äußeren, fehlender Fähigkeit das Leben allein zu wuppen oder mickrigem Ego ist, was bestätigung braucht - attraktiv ist das alles nicht, sorry!
Und dass du, FS, nicht im mindesten reflektierst, was DEIN Verhalten mit DIR zu tun haben könnte, sondern mit deiner Aufmerksamkeit ins außen (= zu anderen) gehst, sagt leider aich alles. Fang an dich zu analysieren, warum DU das nötig hattest und nicht andere.

w,,33 seit 1 Jahr zufriedener Single - nicht weil sie nicht kann, sondern weil sie nicht möchte (Beziehung). ;)
 
  • #57
Wie viele Beziehungen entstehen denn aus einer bestehenden Beziehung heraus? Jede Menge möchte ich wetten, und die halten auch zum Großteil. Jede Geschichte ist anders, sich da zum Richter aufzuschwingen, naja. Wie heißt es so schön : der werfe den ersten Stein.
 
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