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  • #1

Haben nur "Warmwechsler" im RL eine Chance?

Liebes Forum, mich interessiert diese Frage sehr, ich wurde in einem anderen Thread dazu angeregt.

Schon in meiner Ehezeit und in anderen festen Beziehungen fiel mir auf: Ich habe mich, wenn es um einen Flirt ging, immer zu Frauen in festen Beziehungen hingezogen gefühlt, obwohl ich nur einmal ernste Absichten hatte, die dann auch noch erfolgreich waren. Nie aber habe ich mich zu den Singles hingezogen gefühlt.

Damit ich nicht falsch verstanden werde: Ich bin weder Stolz noch beschämt über das warme Wechseln, bin nicht verbittert und habe zu meiner Ex und unseren erwachsenen 3 Kindern ein sehr gutes Verhältnis. Nachdem ich mich getrennt hatte, lernte auch sie schnell einen neuen Partner (aus einer anderen Beziehung heraus) kennen.

Zum dritten Mal erlebe ich nun als Single die Situation, die ich schon früher bei anderen beobachtet hatte: Ich treffe eine ganz normal aussehende, für mich sehr attraktive Frau eines Kollegen, der sich von ihr getrennt hatte auf einer Fortbildung, werde sogar von ihr angeflirtet und bekomme zu hören, dass noch während ihrer Scheidungsphase ein anderer Mann aus einer bröckelnden Ehe mit 4 Kindern bei ihr am Start ist. Den lernte sie auf einer Vernissage kennen - gesehen - für gut befunden - und es hat zoom gemacht. Immer wieder scheinen es die netten, unkomplizierten, gefestigten und sozial hochkompetenten Menschen zu sein, deren Beziehungen einfach "ausgeglüht" sind - ich rede nicht von sexsüchtigen oder partnerschaftsunfähigen auf Dauersuche - die man im virtuellen Leben gerne treffen würde, die aber das Liebesspiel unter sich im realen Leben ausmachen. Auch mir ist das ja mal "gelungen". Die Singles dürfen bei solchen "Veranstaltungen" gern zuschauen, aber bitte nicht anfassen. Das erste Mal gehörte ich nun auch zu den Letzteren.

Ich habe das Gefühl, dass hier ein System erkennbar ist:
Singles finden sich im RL praktisch nie, stattdessen finden sich immer wieder die eigentlich Nichtsuchenden, Gebundenen.

Warmwechseln ist ist einerseits Fluch und andererseits ein Segen, was die "optische Ausstattung" betrifft, denn trotz aller Schande muss man diese sich "leisten" können. Sind es wirklich wir potentiellen Warmwechsler, die im RL ausschließlich den Ton angeben?
 
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  • #2
Ich glaube ja. Mir (m) geht es genau so.
Bei Singlefrauen kommen mir immer schnell Zweifel an ihrer Beziehungsfähigkeit. Viele sagen zwar, dass sie noch nicht den "richtigen" gefunden haben, aber ich habe die Erfahrung gemacht, dass die meisten Frauen während einer Singlezeit völlig falsche, teils überzogene Vorstellungen von einer Beziehung haben. Da wird oft die ganze Beziehung auf Jahre im Voraus durchgeplant. So stelle ich mir keine Beziehung vor. Außerdem gibt es oft bestimmte Gründe warum sie Single sind, sonst wären sie ja keiner.
Frauen die aus einer Beziehung kommen haben einfach diese gewisse Lockerheit, nichts zu erwarten und die Sache einfach auf sich zukommen zu lassen. Auf diese Weise haben sich bei mir immer die besten Partnerschaften ergeben. Ich bin schon seit Jahren mit keiner Singlefrau zusammen gekommen und kann es mir mittlerweile auch kaum noch vorstellen.
 
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  • #3
Vielleicht Wahrnehmungssache?
Wenn ich Single auf der Suche bin und eine Frau anspreche habe ich ernste Erwartungen und Hoffnungen, die mit einer kühlen Abfuhr zerschmettert werden. Gleiche Situation wenn ich in einer Partnerschaft bin: kein Zucken meinerseite, wollte doch nicht wirklich was ernstes ausser mal meinen "Marktwert" testen und etwas spielen oder flirten... Da ich in der ersten Situation auch etwas verkrampfter bin, kann die Wahrscheinlichkeit für eine Abfuhr sogar höher sein.
Aber, in der Liebe geht es (bei den meisten) die eine einzige richtige Person zu finden, und bei dieser einen, wo alles stimmt, sollte das obige irrelevant sein.
 
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  • #4
Ein gefestigter, sozial hochkompetenter Mensch verharrt nicht in einer 'ausgeglühten' Beziehung, sondern beendet diese, wenn nicht mehr geht, bevor er/sie ins nächste warme Bett hüpft.
Denn ein sozial hochkompetenter Mensch hintergeht andere nicht in dieser Weise.

Soweit mal zu Deiner seltsamen Sicht.

Es sind eher die oberflächlichen Menschen, die sich mit ihrer Beziehung, ihrem Partner und dem eigenen Anteil daran, dass es nicht gut läuft, nicht auseinander setzen und zum nächsten Partner flüchten. Treffliche Ablenkung, man kommt so nicht zum reflektieren und Trennungsschmerz etragen muss man auch nicht.

Das sich Singles im RL Leben praktisch nie finden, ist großer Quatsch. Denn die Menschen, die ihre vorherige Beziehung wirklich aufgearbeitet haben, darüber nachgedacht haben, was wo versäumt wurde und welche Fehler sie selbst dabei gemacht haben, sind tatsächlich die sozial hochkompetenten, gefestigten Menschen, die wissen, dass sie selbst für ihr Glück verantwortlich sind und machen Glück nicht ausschließlich vom Vorhandensein eines Partners abhängig. Sie lassen sich daher auch nicht so schnell wieder ein, Partnerschaft um -jeden Preis- ist nicht ihr Ziel. Daher hatte beim mir ein Warmwechsler noch nie eine Chance - das ist charakterlich nicht mein Fall.
 
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  • #5
Interessante und nicht so einfach zu greifende These, über die ich jetzt länger nachgedacht habe.

"Warmwechseln" ist in der Regel die Folge von schon länger anhaltender Unzufriedenheit mit der bestehenden Beziehung oder dass die Person nicht alleine sein kann bzw. eine neue Beziehung zur Verarbeitung der Trennung missbraucht.
Ersteres ist Glück für den Neuen, zweiteres zum Scheitern verurteilt und ein Garant für ein Leben mit vielen verschiedenen Partnern.

Nicht bestätigen kann ich jedoch, dass der/die Neue des Warmwechslers häufig auch ein solcher ist. Auch als Single wurde ich sehr viel häufiger von unglücklich Vergebenen und frisch Getrennten angeflirtet als von "Langzeitsingles".

Sicherlich spielt auch die Attraktivität eine Rolle dabei, ob man in der Lage ist, stets warm zu wechseln. Aber primär ist dies meines Erachtens eine Charakterfrage.
Nach einer Trennung brauche ich zum Beispiel i.d.R. einige Zeit, um überhaupt wieder auf Frauen zugehen zu können. Und wenn sich dann doch mal wieder ein Flirt ergibt...dann ist sie mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit unglücklich vergeben oder frisch getrennt.

A propos Charakter: Häufig sind Langzeitsingles auch recht schüchtern. Vielleicht begegnen sie sich auch deshalb so selten.
 
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  • #6
Ich habe das Gefühl, dass hier ein System erkennbar ist:
Singles finden sich im RL praktisch nie, stattdessen finden sich immer wieder die eigentlich Nichtsuchenden, Gebundenen.

Sind es wirklich wir potentiellen Warmwechsler, die im RL ausschließlich den Ton angeben?

Interessanter Ansatz, deckt sich mit meiner Beobachtung. Ich bin schon sehr lange Single und lerne im Alltag tatsächlich niemanden kennen. Ich bin ja kein schon immer Single sonadern war 20 Jahre verheiratet, d.h. betrachte mich schon als kompetent, eine Beziehung langfristig zu führen.
Als ich noch verheiratet war, war das tatsächlich anders, da hätte ich auch 2 mal dei Möglichkeit gehabt, aus der ehe auszustegen. Da war ich allerdings deutlich jünger und die ersten Jahre nach der Scheidung brauchte ich, um damit abzuschließe. Ich war garnicht beziehungsbereit. Zumindest für Frauen ist es in fortgeschrittenem Alter schwer, wieder einen Partner zu finden, wenn sie gewisse Vorstellungen hat. Die Erfahrungen, die man 20 Jahre früher gemacht hat, zählen nur noch begrenzt.

Den Begriff Warmwechsel finde ich überstrapaziert. Für online mag er gelten, dass man sich gezielt jemand anderen sucht und dann den Partner ins Abseits stellt - oft total überraschend, unangekündigt. Ich finde es sehr unfair, dass der eine für sich sorgt, hat er Ersatz, wird der alte Partner von der Trennung überrumpelt, weil vorher nichts darauf hindeutete.

Im Alltagsleben sehe ich das anders. Die Beziehungen sind abgenutzt, dümpeln vor sich hin, manchmal wird das thematisiert, ist aber kein ausreichend starker Grund richtig was dagegen zu tun. Mit einem Mal kommt ein anderer Mensch ins Leben und das Feuer lodert wieder. Das ist was anderes, als gezielt zu suchen und den anderen mit dem Ergebnis Trennung zu überraschen.
 
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  • #7
Es gibt nichts Abtörnenderes als Suchende.
Ergo: man kann sich auch als single durchaus so verhalten, das man zwar kommuniziert, single zu sein - aber das nicht zelebriert und in jeder neu kennengelernten Person einen potenziellen Partner sieht.

Gebundene haben daher einen wesentlichen Vorteil - sie strahlen nicht den Habitus eines Suchenden aus.
 
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  • #8
Jemand, der schon länger Single ist, strahlt in der Regel eine gewisse "Bedürtigkeit" aus, die sehr unsexy ist. Andere wiederum sind frustriert, verunsichert und verkrampft auf der Suche.

Bei Frauen ist das Aussehen zunächst das Wichtigste und zwar durch alle Altersgruppen hinweg. Sieht die Dame gut oder gar sehr gut aus, wird sie nicht lange Single sein oder zumindest viele Angebote haben. Ich arbeite in einem Großraumbüro mit etwa 70% Frauen und erlebe das immer wieder. Die gutaussehenden Frauen sind binnen von ein paar Wochen oder Tagen (!) wieder "vergeben". Außerdem flirten (noch) vergebene Frauen sehr viel mehr und intensiver als Single-Frauen. Das mag vielleicht auch für Männer zutreffen..

m40
 
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  • #9
Ja, da gebe ich dir Recht! Das Problem ist eben auch, Dauersingles sind fast immer überzeugte Singles, also wollen gar niemanden so richtig kennenlernen. Es wird sogar häufig damit geprahlt, dass mans ich alleine viel besser fühlt. Und diese Einstellung verhindert ein schnelles Zusammenkommen. Dauersingles haben fast immer resigniert und möchten diesen Zustand auch nicht wirklich ändern. Hinzu kommt, dass sie außer Übung sind, was Flirten, Beziehung und Sex betrifft. Menschen, die frisch aus Beziehungen kommen, sind liebeshungriger, sie haben noch nicht resigniert, sie haben vielleicht jahrelang in schlechter Beziehung und wenig Sex gelebt und fackeln nicht lange, sondern suchen und finden sofort wieder etwas neues, worin sie sich stürzen.

Ist doch genauso wie bei Arbeitslosen auch. Wer schnell wieder eine Arbeit findet, ist sofort wieder im Rennen. Andere bleiben dagegen jahrelang arbeitslos und schaffen den Einstieg nach gewissen Jahren nie mehr.
 
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  • #10
M42
Das Singles einen Partner suchen ist normal, für mich wirkt sowas nicht bedürftig. Ich bin eher skeptisch bei Warmwechslern, genauso schnell sie kommen, können sie auch wieder weg sein.
 
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  • #11
Bei Singlefrauen kommen mir immer schnell Zweifel an ihrer Beziehungsfähigkeit. ...... Außerdem gibt es oft bestimmte Gründe warum sie Single sind, sonst wären sie ja keiner.
Frauen die aus einer Beziehung kommen haben einfach diese gewisse Lockerheit,.... Ich bin schon seit Jahren mit keiner Singlefrau zusammen gekommen und kann es mir mittlerweile auch kaum noch vorstellen.

Das kann ich (w) im Hinblick auf Singlemänner bestätigen. Ich zweifele an ihrer Beziehungswilligkeit und denke, es gibt einen Grund, warum sie schon lange ohne dauerhafte Beziehung sind. Nachdem ich hier länger im Forum unterwegs bin, kann mir ebenfalls keine Beziehung mehr mit einem solcher Männer vorstellen - zu verbittert, zu frustriert und negativ. Vielleicht läuft mir mal ein kurzfristig getrennter über den Weg. Wenn nichts, macht nichts. Es geht auch gut ohne Mann.
 
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  • #12
Ich bin immer etwas verwundert über die scheinbar nur hier im Forum vorherrschende Auffassung, dass zwischen dem (offiziellen) Ende einer Beziehung und dem Beginn einer neuen ein Anstandszeitraum von x Jahren oder wenigstens Monaten liegen muss.

Mir drängt sich der Verdacht auf, dass es hier viele Personen gibt, denen die PartnerIn einst weggelaufen ist und diese Personen bis heute nicht darüber hinweggekommen sind.

Vielleicht sollten Sie darüber nachdenken, warum Ihnen ein kalter Wechsel so viel vorzugswürdiger erscheint.
 
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  • #13
Ich bin immer etwas verwundert über die scheinbar nur hier im Forum vorherrschende Auffassung, dass zwischen dem (offiziellen) Ende einer Beziehung und dem Beginn einer neuen ein Anstandszeitraum von x Jahren oder wenigstens Monaten liegen muss.

Wieso denn "Anstandszeitraum"? Darum geht es doch gar nicht. Wer von heute auf morgen von einer Beziehung in die nächste springen kann, wird sich wohl selbst kaum Zeit gegönnt haben, die vorangegangene Beziehung zu verarbeiten und das eigene Verhalten zu reflektieren. Ein Lernen aus eigenen Fehlern ist damit nahezu ausgeschlossen. Wenn es wieder mal nicht passt, wird halt weitergesprungen.

Zudem versetzt man dem/der PartnerIn (also der Person, die man angeblich liebt) durch das vermittelte Gefühl der Ersetzbarkeit einen unnötigen Hieb unterhalb der Gürtellinie und stiehlt ihm/ihr über das unnötige Warmhalten wertvolle Zeit. Muss nicht unbedingt sein, oder?

Dennoch beobachte auch ich, dass der warme Wechsel immer mehr in Mode zu kommen scheint. Möglicherweise strahlen vergebene Menschen tatsächlich mehr Gelassenheit aus und wirken dadurch attraktiver ... keine Ahnung, warum das Betrügen des Partners dagegen nicht als unattraktiver Charakterzug wahrgenommen wird. Vermutlich aufgrund zunehmender Verblödung.

Wie dem auch sei, eine Warmwechslerin käme mir keinesfalls ins Haus.
 
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  • #14
@ #10: Das ist interessant. Sie zweifeln an der Bindungswilligkeit von längeren Singles, sind aber selber ausdrücklich gerne single? Dann haben Sie ganz offenbar Vorbehalte gegen sich selber.

@ #11: Sie fragen nach Gründen, warum ein Warmwechsel negativ auf mich wirkt:

1. Die potenzielle Partnerin (die Warmwechslerin) scheint sich nicht allzu emotional zu binden
2. Sie erscheint reflexionsunfreudig und verweigert somit Weiterentwicklung
3. Partnerschaft als leicht austauschbare Bespaßung
4. Nicht alleine sein zu können finde ich unattraktiv
5. Rein statistisch ist es höchst unwahrscheinlich, schon nach kürzester "Suche" einen wirklich passenden Partner zu finden. Ein Warmwechsel wirkt deshalb wahl- und anspruchslos.
6. Ergebnis aus 1-5: Leichte Austauschbarkeit, wenig Tiefgang, im Extremfall ist man eine Randnotiz im Sammelsorium von augetauschten Partnern.

Das ist ja hier von den Befürwortern warmer Wechsel auch schon angedeutet worden. Partner, die frisch aus einer alten Beziehung kommen, sind "unkomplizierter". Ja, so kann man das auch nennen.
 
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  • #15
Systeme sind mathematisch zu erfassen, bestimmte wiederkehrende Gesetzmäßigkeiten zeichnen sie aus. Luhmann ist ein sehr bedeutender Vertreter seiner Systemtheorie. Der FS stellt hier eine Frage, die von vornherein Leute ausschließt, die als erfolgreiche Schürzenjäger regelmäßig Beute machen. Solche Leute gibt es, ganz klar. Auf unseren Ärztekongressen tauchen sie auf, die gutgebauten Männer, denen es einen besonderen Genuss bereitet, sich am Leben zu bedienen, und es gibt auch immer Frauen, die das mit machen, von vielleicht 150 Leuten ein "Wochenendpärchen".
Asche über deren Haupt, aber hier war die Frage nach den Hochkompetenten, da muss ich sagen, dieses System hat tatsächlich System. In meinem Bekanntenkreis habe ich das so zwei mal erlebt. In den mittleren Lebensjahren sind Veranstaltungen längst kein Plateau des ernsthaften Balzens mehr. Es finden sehr selten sexuelle Bekanntschaften statt, neue Paare entstehen so gut wie nie. Wenn es aber doch passiert, dann wirklich unter Paaren. Dies wird dann sehr diskret behandelt, der Mann aus dem ersten Beispiel liierte sich mit einer 20Jahre Jüngeren, verließ seine Frau und gab ihr weit mehr als das Doppelte, was ihr an Zugewinnausgleich zugestanden hätte. Sie wiederum leidet noch heute unter den Attacken der Missgunst ihres Ex. Im anderen Beispiel war es sehr ähnlich. Beide neuen Pärchen sind seitdem noch heute glücklich zusammen, einer der Verlassenen spielt noch heute die Hauptrolle in seiner Tragödie. Sein ursprüngliches Problem liegt möglicher weise auch in seiner Optik, diese (optisch ungleiche) Ehe hatte mal ursprünglich andere Schwerpunkte und ja, sie ist einfach "entdeckt" worden, so ist das Leben. Ich stimme vollkommen mit der Beobachtung des FS überein, bleibt nur die Frage: Was nutzt ihm diese Feststellung, außer, dass sie unterhaltsam ist? Gesellschaften meiden? Ich gebe mal zwei Antworten. 1. ist niemand ein Schwerverbrecher, der sich neu verliebt, auch wenn Kinder und Ex darunter leiden. 2. Es scheint in der Natur der Sache zu liegen, dass sich gut ausgestattete Menschen mit Erfolgsaussicht auf neue Partnerschaft instinktiv an das RL halten, vorwiegend an gebundene Menschen. Meine beiden Beispiele kennen Partnerbörsen nur aus der Werbung. Wer also die Gesellschaft sucht, sollte das Mittelmaß zwischen Selbstbewusstsein und Anspruchslosigkeit wählen, wenn er/sie nicht zu der genannten Gruppe gehört.
 
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  • #16
Sind ja interessante Ansichten: je besser eine Frau aussieht, desto schneller sei sie wieder vergeben, meist schon nach Tagen, spätestens nach ein paar Wochen.

Hier wird Bedürftigkeit, Oberflächlichkeit und Anspruchslosigkeit zum Qualitätskriterium erhoben und Frauen als "beziehungsfähig" bezeichnet, die keine beonderen Erwartungen haben, warm wechseln und die Sache auf sich zukommen lassen.

Gehts noch? Wie ahnungslos kann Mann auf dem Gebiet der Psychologie eigentlich sein? Die beschriebenen Damen haben meist ein dickes Selbstwertproblem, fühlen sich ohne Partner minderwertig und nehmen daher den nächsten einigermaßen akzeptablen Mann der vorbeikommt. Gerade Frauen die von Männern als sehr attraktiv wahrgenommen werden und sehr auf ihr Äußeres achten, haben dieses Problem sehr häufig, deshalb achten sie ja so auf ihr Äußeres, sie haben Angst nicht gemocht zu werden, von anderen abgelehnt zu werden, nicht dazu zu gehören u.ä. Das ist kein Qualitätsmerkmal, sondern oft ein therapiebedürftiges Defizit in Sozialer Kompetenz. Diese Damen sind nämlich deshalb bei Männern beliebt, weil sie nicht so zickig sind, vieles akzeptieren, nichts abschlagen können, schwer nein sagen können usw.

Das oben beschriebene Verhalten mag für Männer ja die Beschreibung ihrer Traumfrau sein (da "pflegleicht"), glücklich und zufrieden sind diese Damen jedoch nicht, sie geben sich nur so und brechen meist völlig zusammen, wenn es im Leben wirklich mal dicke kommt ("du siehst gut aus, du siehst gut aus, nur wenn das fort ist, was wird dann noch von dir bleiben...?")
 
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  • #17
Warmwechsler ändern sich nicht, sie wechseln bis ans Ende ihrer Tage.

Beziehungsfähigkeit sieht eben anders aus, man wechselt eben gerade nicht, wenn es nicht mehr so gut läuft, sondern kämpft um eine Beziehung, um einen Partner, wenn wahre Liebe im Spiel ist.

Ist es eine Kompromissbindung, wie die meisten, wird schneller gewechselt, aber nicht wegen einer anderen Liebe, sondern wegen eines anderen neuen Kompromisses.

Wahre Liebe bietet mehr Widerstandskraft gegen das warmwechseln, aber sie ist eben auch sehr selten.
 
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  • #18
nicht ganz, aber fast. Ich arbeite an einer Universität. In unserem Fachbereich kommen immer regelmäßig neue Assistentinnen, die sich dann erst mal in den Fluren und auf dem Campus verlaufen. Immer sind es zwei Singles aus einem anderen Fachbereich, keine direkten Kollegen, die sich um sie bemühen, seit Jahren kann man die Uhr danach stellen. Unattraktiv sind die übrigens nicht. Im laufe der Jahre haben sich Beziehungen zwischen Assistentinnen und Bediensteten entwickelt. Ich weiß von mindestens dreien, bei denen es sich um gerade Getrennte, also nicht um echte Warmwechsler gehandelt hat. Dazu gehört ein Zimmernachbar von mir, ein Kollege (ich war zu diesem Zeitpunkt noch verheiratet). Der - und auch andere Kollegen haben nicht lange gefackelt. Von denen ich dies weiß war keiner länger als wenige Monate allein. Die Singles, von denen ich oben sprach, sind auch heute noch dabei, wenn es sich um das Kennenlernen des Campus handelt, gelandet sind sie aber nie.
 
  • #19
Whow, lieber FS

Das ist mal ne neue Rechtfertigung für eine ausgeprägte Charakterschwäche.

Ich habe das Gefühl, dass hier ein System erkennbar ist:
Singles finden sich im RL praktisch nie, stattdessen finden sich immer wieder die eigentlich Nichtsuchenden, Gebundenen
.
Das ist vielleicht ein Unsinn- also ich kann das in meinem Umfeld nicht beobachten- die Mehrheit der Paare, vor allem der langjährigen Paare, hat sich als Single kennengelernt.

Klar, wer nicht aktiv sucht hat ein völlig anderes auftreten- kleiner Tip, das kannst Du auch erreichen wenn Du als Single ein ausgefülltes Leben hast das Dir Freude und Selbstsicherheit gibt. Ein ständiges Warmwechseln zeigt laut der Seelendoktorenzunft zwei Dinge: ein schlechtes Selbstbewusstsein (braucht unbedingt Anerkennung in Form eines Partners) und die Unfähigkeit alleine zu sein. Das zu kommt noch die Verweigerung die Vergangenheit aufzuarbeiten und über sich selbst und die Gründe für das scheitern der Beziehung nachzudenken.

Für mich kamen daher Warmwechslerinnen niemals in Frage. Im Gegensatz zu Dir hat die Attraktivität schlagartig nachgelassen wenn die Dame mit mir geflirtet hatte und ich das rausbekommen hab dass Sie eigentlich vergeben ist.

Mir drängt sich der Verdacht auf, dass es hier viele Personen gibt, denen die PartnerIn einst weggelaufen ist und diese Personen bis heute nicht darüber hinweggekommen sind.

Vielleicht sollten Sie darüber nachdenken, warum Ihnen ein kalter Wechsel so viel vorzugswürdiger erscheint
Ok, dazu zwei Dinge- Ich bin immer noch in Versuchung dem Herrn zu dem die Ex übergelaufen ist eine Dankeskarte zu schicken
Wieso mir der kalte Wechsel so viel besser erscheint? Ganz einfach: Ich stehe auf ausgelichene Menschen die in einer schlechten Beziehung nicht still vor sich hinleiden bin sich die Gelegenheit eines Wechsels ergibt sondern eine solche beenden ohne Fall-Back Option. Und klar- da es ein sich wiederholendes Verhaltensmuster ist (kenne persönlich keinen Einmaltäter) brauch ich das auch aus Gründen der Schmerzvermeidung nicht. Die Dame würde ja auch wieder bei kleinsten Problemen weglaufen anstatt sich der Hindernisse zu stellen.
 
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  • #20
Wieso denn "Anstandszeitraum"? Darum geht es doch gar nicht. Wer von heute auf morgen von einer Beziehung in die nächste springen kann, wird sich wohl selbst kaum Zeit gegönnt haben, die vorangegangene Beziehung zu verarbeiten und das eigene Verhalten zu reflektieren. Ein Lernen aus eigenen Fehlern ist damit nahezu ausgeschlossen. Wenn es wieder mal nicht passt, wird halt weitergesprungen.

Und wer kalt wechselt lernt aus seinen "Fehlern" und die nächste Beziehung hält dann bis der Tod sie scheidet?

Diese These ist einfach lächerlich und wird empirisch nicht gestützt. Beziehungen zwischen Kaltwechslern halten im Durchschnitt auch nicht länger als die zwischen Warmwechslern.

Darüber hinaus enden Beziehungen eben in aller Regel nicht, weil die Beteiligten irgendwelche Fehler begangen haben, sondern weil Romantik sich nun einmal abnützt und heutzutage kaum mehr jemand mit einer reinen Zweckgemeinschaft oder einer platonischen Freundschaft zufrieden ist.
 
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  • #21
@18 Kalle

Also ich glaube, dem FS geht es nicht um die Bewertung der Warmwechsler, sondern um den attraktiven Reiz derjenigen auf Feten, die angeschaut und rein theoretisch als Partner in Frage kommen. So ähnlich wie die Tatsache, dass er auf einer Fortbildung sich eher mit einer schönen, gebundenen Frau drei Stunden am Strand unterhalten würde als mit einer, die nach 10 Jahren Speed Dating zu den Tn der sogenannten Resterampe gehört. Genau dann kann es, bei gegenseitiger Attraktivität zum Verlieben kommen. Weil das aber nur auffällt, wenn sich beide öffentlich küssen, zeigt dies dann, dass da ungeplant zwei sich im RL gefunden haben. Ich kann diese Theorie nachvollziehen. Lies doch noch mal nach!
 
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  • #22
Und wer kalt wechselt lernt aus seinen "Fehlern" und die nächste Beziehung hält dann bis der Tod sie scheidet?

Eine Garantie auf das Gelingen der Beziehung bekommt natürlich niemand. Aber die Wahrscheinlichkeit, dass die Partnerschaft mit einer konfliktfähigen, reflektierten und treuen Person gelingt, schätze ich deutlich höher ein, als die mit einer/einem WarmwechslerIn.

Darüber hinaus enden Beziehungen eben in aller Regel nicht, weil die Beteiligten irgendwelche Fehler begangen haben, sondern weil Romantik sich nun einmal abnützt und heutzutage kaum mehr jemand mit einer reinen Zweckgemeinschaft oder einer platonischen Freundschaft zufrieden ist.

Romantik und Leidenschaft nutzen sich nicht einfach so ab. Das sind doch keine WC-Steine. Natürlich lässt sich nicht bestreiten, dass sich selbst bei den erfolgreichsten Paaren irgendwann der Alltag einschleicht. Wer aber bereit ist an seiner Beziehung zu arbeiten (und genau daran mangelt es Warmwechslern), kann Leidenschaft und Romantik aufrechterhalten.

Wer diese Beziehungsarbeit verweigert, begeht einen Fehler. Diese Erkenntnis habe ich übrigens aus meinen kalten Wechseln gewonnen ...
 
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  • #23
meine Güte, hier nochmal die Nummer 20, es geht doch NICHT bei der Fragestellung generell um die Qualität von warm gewechselten Beziehungen (die offensichtlich auch langjährig sein können), sondern um die Feststellung, dass die vergebenen Personen das öffentliche Spiel unter sich ausmachen, das kann ich nur bestätigen. Auch sagt der FS indirekt, dass Singles unter sich da offensichtlich die geringeren Chancen haben als die Leute in festen Beziehungen miteinander. Er hat ja als Single schon dreimal eine Situation erlebt, in der er abgeledert wurde von einer Frau, die im Umbruch bereits neu orientiert war, aber nicht mit ihm.

Also:

Single & Single - klappt nicht, Single und Warmwechslerin klappt auch nicht, Warmwechsler & Warmwechsler - klappt!
Die Warmwechsler kennen kein Onlinedating, kommen nie dazu und sie interessiert überhaupt nicht, was Singles darüber denken, weil sie generell nicht in ihrer Zielgruppe vorhanden sind. Sie leben den Singles durchaus eine vorbildliche Partnerschaft vor, eine, die lange oder für immer zu halten scheint. Genau dieses Phänomen kann ich absolut bestätigen, immer sind die zu schnell schon weg, kommen mit Singles gewissermaßen nicht in Berührung UND gründen gefestigte neue Beziehungen. Der teilweise berechtigte Neid der Singles auf diese Leute (nicht auf die Bettenhüpfer) erinnert mich an die DDR. Bonzenshopping unter dem Ladentisch im Sozialismus, die Kleinen kamen überhaupt nicht in den "Intershop" rein und das ZK hat die Moralvorstellung dieser Zwei-Gesellschaftsform Null interessiert. Wer sich da an Westgütern bediente war im Rennen, nicht die kleinen Leute, die das angeprangert haben, obwohl die sehr gern zum Zuge gekommen wären. Die haben dann eben auf abgelutschten Knochen gekaut und sich die Welt schön geredet. Eine leicht versteckte Grundarroganz des FS, aber leider realer Alltag.
Ist das so schwer herauszulesen?
 
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  • #24
Romantik und Leidenschaft nutzen sich nicht einfach so ab. Das sind doch keine WC-Steine. Natürlich lässt sich nicht bestreiten, dass sich selbst bei den erfolgreichsten Paaren irgendwann der Alltag einschleicht. Wer aber bereit ist an seiner Beziehung zu arbeiten (und genau daran mangelt es Warmwechslern), kann Leidenschaft und Romantik aufrechterhalten.

Wer diese Beziehungsarbeit verweigert, begeht einen Fehler. Diese Erkenntnis habe ich übrigens aus meinen kalten Wechseln gewonnen ...

Wenn die "Beziehungsarbeit" der Kaltwechsler sinnvoll und erfolgreich wäre, käme es ja gar nicht zur Trennung. Diese Leute investieren aber regelmäßig Zeit in ein Projekt, dass nicht mehr zu retten ist. Das ist in meinen Augen ein sehr viel größerer Fehler, als sich ohne viel "Beziehungsarbeit" einzugestehen, dass einfach die Luft raus ist und etwas Neues zu beginnen.
 
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  • #25
Wenn die "Beziehungsarbeit" der Kaltwechsler sinnvoll und erfolgreich wäre, käme es ja gar nicht zur Trennung.

Selbstverständlich ist nicht jede Rettungsmaßnahme von Erfolg gekrönt - das versteht sich ja wohl von selbst und bedarf keiner näheren Erläuterung. Wenn allerdings schon der Wille fehlt, wie es eben bei Warmwechslern der Fall ist, stehen die Chancen ungleich schlechter. Auch hier greifen die Wahrscheinlichkeiten ... ist doch offensichtlich.
 
  • #26
ich war eigentlich immer entweder selbst "Warmwechsler" oder habe "Warmaquise" betrieben (ugs.: "Abgeworben") bis auf einige Ausnahmen.. und nein, ich finde es nicht verwerflich und reichlich "normal", bin mir dessen bewusst das es vorkommen könnte das das mir auch passiert und nehme das als normalen "Wettbewerb" unter Männern wahr.. ich schätze einfach nicht alle Männer gleichermassen und denen die ich schätze könnte ich gar nicht die Frau abwerben, weil diese Paare einfach so gefestigt sind da da kein Haar dazwischen passt.. das ist sehr entspannend und angenehm. Ich bin nicht verantwortlich für die Aktionen der potentiellen Frau noch für deren Entscheidungen.. sie kann selbst beurteilen was sie will. dafür lüge ich nicht in solchen Dingen.. In Beziehungen bin ich einer Person zugewandt und diese ist der Beziehungsmittelpunkt, ich reflektiere während ich mich trenne oder davor.. Nach der trennung nachzugrübeln halte ich für nicht nötig, denn wenn ich mich dazu entschlossen habe mich zu trennen habe ioch bereits sehr ausführlich darüber nachgedacht, und mich mit dem Thema auseinander gesetzt.. (und natürlich geredet und versucht das oder die Probleme gemeinsam zu lösen.. )

mal davon abgesehen zeigen wesentlich mehr Frauen ein aktives Interesse wenn man vergeben ist,..
 
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  • #27
Hallo, lieber FS. Ich kann # 3 absolut Recht geben. Was ist daran falsch, eine schlechte Beziehung zu beenden und danach erst mal längere Zeit Single zu sein? Ich finde, jede Beziehung braucht Zeit für ihre Aufarbeitung und Menschen, die ohne Zwischenphase gleich in die nächste Beziehung wechseln, sind entweder völlig emotionslos, wollen sich nicht mit sich und dem Scheitern der letzten Beziehung auseinandersetzen oder können einfach nicht alleine sein. Für mich sind das eher Charakterschwächen.
 
  • #28
Also liebe Leute. ich hab nochmals nachgelesen. Natürlich ist der FS- das selbst ja mehrfacher warmwechsler dabei sich zu rechtfertigen- machen ja alle anderen auch so- meint er und manche andere.
sondern um die Feststellung, dass die vergebenen Personen das öffentliche Spiel unter sich ausmachen, das kann ich nur bestätigen. Auch sagt der FS indirekt, dass Singles unter sich da offensichtlich die geringeren Chancen haben als die Leute in festen Beziehungen miteinander.
Und da dies meiner Beobachtung ganz und gar nicht entspricht- eher das Gegenteil dass sich nämlich praktisch alle längerwährenden Beziehungen nicht aus einer Warmwechselsituation ergeben haben (Damit meine ich Beziehungen die länger als 10 Jahre bestehen). Zumindest in meinem Umfeld.

sondern um den attraktiven Reiz derjenigen auf Feten, die angeschaut und rein theoretisch als Partner in Frage kommen. So ähnlich wie die Tatsache, dass er auf einer Fortbildung sich eher mit einer schönen, gebundenen Frau drei Stunden am Strand unterhalten würde als mit einer, die nach 10 Jahren Speed Dating zu den Tn der sogenannten Resterampe gehört.
[mod] Klar die ewigen Mauerblümchen gibt's. Nur das macht doch nicht die Masse der Singles aus! Die Attraktivität von gebundenen hat mehrere Ursachen (das ist wissenschaftlich belegt): Souverätität, und vor allem bei Frauen die unbewusste Einstellung "irgendwas muss an dem sein". Kann doch jeder selbst beobachten dass man deutlich häufiger angeflirtet wird wenn man vergeben ist, auch wenn das äusserlich nicht sichtbar ist (solo unterwegs, nicht beringt).

Diese These ist einfach lächerlich und wird empirisch nicht gestützt. Beziehungen zwischen Kaltwechslern halten im Durchschnitt auch nicht länger als die zwischen Warmwechslern.
Nun das kann man statistisch ja nicht erfassen- also nix genaues weiss man nicht. Es ist ja nicht so dass Kaltwechsler Zwangsläufig reflektieren. Wer es aber tut hat nach Meinung derjenigen die die Natur des menschlichen Gehirns studiert und erforscht haben deutlich bessere Chancen beim nächsten Versuch erfolgreicher zu sein (angefangen bei der Wahl des Partners). Für mich selbst kann ich das nur bestätigen.
Auch gibt es eine klare Beobachtung (durch viele Studien gestützt) daß zwei Jahre nach einer Trennung der Verlassene deutlich glücklicher ist als der Warmwechsler. Der nimmt nämlich seine Proble einfach zum nächsten Partner mit. Er/Sie geht, hat aber dummerweise sich selbst in unverändertem Zustand dabei
 
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  • #29
Ich mag mich freiwillig der Steinigung empfehlen, dennoch glaube ich, dass an der These, die manch einer wagte online zu stellen, etwas dran ist: Es gibt Menschen, die nicht lange allein/arbeitslos bleiben, und andere, die es ewig sind. Ich bin kein Psychologe, kann nur spekulieren, aber bei Getrennten/Trennungswilligen denke ich, dass es den Wert eines Menschen hebt, wenn man ein Umfeld aus Freunden/Freundinnen hat. Zumindest bei mir war es immer so, dass ich nicht lange allein blieb, teilweise waren Empfehlungen und Mund-zu-Mund-Propaganda im Freundeskreis der neuen Partnerin zugekommen. Daher denke ich dass das eine Rolle spielt, noch vor solchen Dingen wie Persönlichkeit, Aussehen, Attraktivität. Wenn ein Mann mit einer oder mehreren Frauen unterwegs ist ist das für eine potentiell interessierte Frau vermutlich schon ein Indiz, dass er nicht völlig verkehrt, dass er so interessant sein muss, dass sich andere Frauen mit ihm abgeben und ihn für gut empfunden haben. Das könnte erklären, weshalb man oft dann von Frauen angelächelt wird, wenn man in weiblicher Begleitung ist, und weshalb man manchmal völlig ignoriert wird, wenn man als Single herumirrlichtert. Strahlt Bedürftigkeit wirklich aus? ich denke - ja.
 
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  • #30
Selbstverständlich ist nicht jede Rettungsmaßnahme von Erfolg gekrönt - das versteht sich ja wohl von selbst und bedarf keiner näheren Erläuterung. Wenn allerdings schon der Wille fehlt, wie es eben bei Warmwechslern der Fall ist, stehen die Chancen ungleich schlechter. Auch hier greifen die Wahrscheinlichkeiten ... ist doch offensichtlich.

Wenn vorhandener Wille und fehlender Wille regelmäßig zum gleichen Ergebnis führen sind ja wohl auch die Wahrscheinlichkeiten etwa gleich.

Und darauf, dass die Beziehungen von Kaltwechslern seltener durch Trennung enden als die von Warmwechslern gibt es eben keinen Hinweis!

Der Kaltwechsler trennt sich einfach anders, aber nicht unbedingt seltener!
 
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