• #1

Haben Frauen weniger Mitgefühl?

Während ihrer Mittagspause habe ich mich zu einigen Mitarbeitern gesetzt und zunächst sprachen zwei der Frauen, dann alle Frauen am Tisch, später auch einige Männer über eine (wohl nicht wirklich) prominente Frau, deren ehemalige Freundin ihr den Mann ausgespannt und jüngst das gemeinsame Kind verloren hatte und nun von der Verlassenen auch noch verhöhnt wurde. Eine verstieg sich sogar zu der Aussage, es habe nie eine Schwangerschaft bestanden. Bis auf eine Dame fanden das Verhalten der Exfrau alle Frauen in Ordnung, die Männer waren betroffen und fanden das Verhalten der abgelegten Ehefrau unter allem Niveau. Das meinte nur eine der Frauen, die sagte, die Frau habe sich selbst entlarvt und die Unternehmen, für die die gehörnte und hämische Frau werbe, würden durch so ein Verhalten auch diskreditiert. In irgendeinem Beitrag hier habe ich auch einmal gelesen, dass eine verlassene Ehefrau es Klasse fand, dass die ehemalige Freundin ihres Exmannes das Kind ihres Mannes verloren hatte. Von einem Mann kenne ich so eine Denke nicht. Schlimmstenfalls gibt es eine gebrochene Nase, aber man tritt nicht den, der am Boden liegt.
 
  • #2
Frauen haben eine größere emotionale Bandbreite und Gefühlstiefe - das gilt aber auch für negative Gefühle wie Rachsucht, Schadenfreude, Hass aus Verletztsein, etc. Wo viel Licht ist, da ist auch viel Schatten.
 
  • #3
Ich habe was gegen Verallgemeinerungen. Klar gibt es unsensible, garstige Frauen. Aber es gibt mindestens genauso viele Männer, die so sind. Es gibt zahlreiche Frauen, die mitfühlend sind. Und es gibt genauso viele Männer, die mitfühlend sind. Was soll man dir antworten? Männer sind so, Frauen sind so? Kein halbwegs reflektierter Mensch denkt das.
 
  • #4
Nein, natürlich haben Frauen nicht weniger Mitgefühl. Wie kommst du auf so einen Unsinn?

Aber wieso haben Männer so unglaublich viel Verständnis für die Frau, die ihrer "Freundin" den Mann ausgespannt hat? Finden die das völlig normal oder wie und überhaupt nichts, wo man die moralische Integrität der Dame anzweifeln dürfte? Sind Männer alle potentielle Betrüger, die sich ihren Frauen ausspannen lassen?

(Die Frauen haben sich einfach zum Großteil mit der verlassenen Ehefrau solidarisiert. Was ich für meinen Teil für verständlich halte, auch wenn ich die Reaktion der Verlassenen nicht okay finde.)
 
G

Ga_ui

  • #5
In einer Zeit, wo Männer mit allen Frauen ins Bett hüpfen, und es schwer ist, einen Mann für immer zu halten, steht ein harter Konkurrenzkampf für Frauen auf dem Plan. Jede muss sich sexuell am besten beweisen, jede muss die Schönste und Schlankste sein. Rücksichtnahme gibt es schlichtweg nicht. Wer als Frau nicht aggressiv genug vorgeht, verliert. Der Konkurrenzdruck unter schönen, heißen und sexy Frauen ist einfach viel zu hoch. Ein Mann versteht das nicht.

Insbesondere da Männer das auch noch fördern, mit ihrem widerlichen Verhalten, indem sie ü 30 jährige verhöhnen oder nur 20 jährige Freundinnen haben wollen bzw. sich das Recht herausnehmen, zu meinen, eine Freundin haben zu dürfen, die 10 oder 20 Jahre jünger ist, während man eigentlich einen Eheeid bis zum Lebensende geschworen hat. Was verstehst du daran nicht?
Man kann sich also die Wut und den Frust vorstellen und wie verbittert man dadurch zusätzlich wird.

Kinder bedeuten Krieg, Verluste, Hindernisse, Einschränkungen, und ist oft sogar das i-Tüpfelchen das über Scheidung oder Zusammenbleiben entscheidet!

Sicher haben Frauen sehr viel Mitgefühl, aber nicht dafür, wenn der eigene Mann mit einer neuen ins Bett steigt, und wir sind ja nicht verantwortlich für die verlornen Kinder anderer Frauen! Was denkst du, was so ein Kind in einer Dreierbeziehung für Komplikationen verursachen würde, weil der Mann sich nicht am Riemen reißen kann!
 
  • #6
Diese ganze Geschichte ist von Anfang bis zum Ende PR, alle Beteiligten verdienen sehr gut daran. Die Stories müssen immer extremer werden, den Mann ausspannen reicht nicht mehr, große Dramen sind gefragt. Eine normale Frau würde sich in ihrer Trauer zurückziehen.

Was den Kampf zwischen gehörnter Frau und neuer Freundin betrifft - wenn man mal von diesen Personen absieht und das auf beliebige Protagonisten bezieht - muss man erwähnen, dass Frauen anders kämpfen als Männer. Bei Männern fliegen die Fäuste, aber Frauen prügeln sich nicht. (und wenn dann ist es echt vernichtend...Das ist ein Zusammenspiel aus beißen, kratzen, Haare ziehen,...) Zuerst laufen jedoch jede Menge Intrigen, Sticheleien und andere Bösartigkeiten. Und genau das wird uns da in den Medien gezeigt.
 
  • #7
Schwierige Frage. Ich glaube, es liegt nicht am Geschlecht, sondern an der Herzensbildung und der eigenen verletzten Seele. Und es ist auch eine Intelligenzfrage, ich meine, Prominente gehen mich nichts an und was in den Zeitungen über sie steht, interessiert mich nicht wirklich. Wer weiß, ob das nicht manipuliert ist, um sich ins Gespräch zu bringen, also ALLE Beteiligten. Das Opfer und die "Bitch" wollen in die Zeitung, also hecken sie was aus.
Gut, das war nicht Deine Frage. Also ich denke, dass Frauen durchaus kaltherziger sind zu anderen Frauen und Töchtern. Ich habe mal eine afrikanische Frau, die ihre Tochter zur Beschneidung brachte, im Bericht sagen hören "ich musste es erleiden, also sie auch", obwohl es möglich gewesen wäre, das ganze nicht zu machen. Eifersucht und Neid sogar der eigenen Tochter gegenüber bzw. gerade, weil man ja die absolute Macht über das Kind hat und ihm nicht gönnt, was einem selbst auch nicht gegönnt wurde.

Aber wie gesagt, ich sehe nicht, dass es eine Frage des Geschlechts ist. Männer können genauso herzlos sein und sich an Schwächeren vergreifen.
 
  • #8
Oh Mann, die Chose um die Hamburger C-Prominenz war auch wirklich albern und tingelt schon lang genug durch die Klatschblätter.
Vergiss nicht, dass es sich hier um Frauen handelt, die sich bereitwillig ins Rampenlicht gedrängt haben, ständig "zufällig" platzierte Reporter um sich herum hatten und immer freudig bereit waren, Interviews zu ihrem Beziehungs- und Schwangerschaftsstatus herauszuposaunen. Wie heißt es so schön in der Zeitung mit den 4 Buchstaben: "wer mit uns im Aufzug rauf fährt, der fährt auch wieder mit uns nach unten!"
Klar ist das Verhalten der gehörnten Exehefrau peinlich, die Selbstdarstellung der anderen zuvor jedoch ebenfalls.
Die Frauen in deiner Runde haben eben einfach das manipulative Aufmerksamkeitsheischen durchschaut und urteilen deshalb so "gefühllos", wie du es nennst.
Ich habe das Gefühl, manche Männer durchschauen solche Chosen nicht so leicht und lassen sich leichter einen Bären aufbinden, auch in Bezug auf eigenes Veräppelt-Werden durch Frauen.
Viele Frauen sind in der Hinsicht vielleicht tatsächlich rationaler und weniger treudoof.
Das Mitgefühl den Frauen allgemein abzusprechen, weil sie mit sich freiwillig präsentierenden Möchtegernpromis härter ins Gericht gehen als mit echten Freundinnen, ist unüberlegt und falsch.

Pack schlägt sich, Pack verträgt sich, da in HH haben sich zwei Damen gefunden.
 
  • #9
Nur, weil du ein paar Frauen kennst, die das Verhalten von Frau Boulahrouz voll daneben fanden und jetzt mit dieser Dame kein Mitleid haben, heisst es nicht, dass Frauen weniger Mitleid haben. Seltsamer Gedanke!

Aber klar, tritt man(n) auch heftig nach, selbst wenn jemand am Boden liegt, verbale und körperliche Aggressivität inbegriffen, verunglimpft im Freundeskreis/Umfeld/Internet und wünscht die Pest an den Hals.
Soviel von mir aus beruflichem Erleben. Allerdings würde ich nicht auf die Idee kommen, wie du, zu pauschalisieren, a lá 'die Frauen oder die Männer'.
 
N

nachdenkliche

  • #10
Ich interessiere mich nicht für diesen "Halbpromitratsch" ist sowieso unterste Schublade dieses Thema.
Das hat was mit Eifersucht zu tun, wenn Frauen so reagieren, denke ich. Ich selber kenne das aus meinem Umfeld nicht!
Ob Männer da besser oder mitfühlender sind, keine Ahnung.
Ich habe die Erfahrung gemacht, dass Frauen untereinander die ärgsten Feinde sind. Allerdings kenne ich das nur rein beruflich. Frauen halten nicht zusammen, das war mal ein großer Irrtum von mir.
Mitgefühl für das Unglück anderer ist was mich betrifft ziemlich ausgeprägt. Die neuen Freundinnen und die zukünftige Exfrau meines Exmannes haben mir immer leid getan. Aber ich sage mir, jeder ist erwachsen und für sein Leben verantwortlich. Wenn sowas passiert, wie Du beschreibt, ziehe ich nicht darüber her, das ist schlechter Stil.
 
  • #11
Es kommt darauf an wie ein Mensch als solcher erzogen wird, die Prinzipien und die Moral die ihm beigebracht werden und was er davon in sein späteres Leben mitnimmt. Heutzutage gibt es viel Schlechtes in den Menschen, aber auch Gutes.
 
  • #12
Mich wundert nicht, dass viele Frauen eher zu der Verlassenen halten und der Frau, die einer anderen Frau den Mann ausgespannt hat, nicht unbedingt das Allerbeste wünschen.

Und es wundert mich (komischerweise) auch nicht, dass in eurer Runde die Frauen zu der Verlassenen und die Männer zu der Frau halten, mit der der Mann seine Frau betrogen hat. Wenn du also meinst, Männer haben mehr Mitgefühl - hättet ihr das auch für die betrogene und verlassene Frau?

Ich weiß natürlich um welche "Promis" es hier geht. Die Klatschpresse interessiert mich allerdings überhaupt nicht, und oft wird da aufgebauscht. Mag sein, dass das, was da in der Zeitung über die Beteiligten steht, gar nicht so - oder vielleicht weniger krass - stimmt. Denn natürlich sollte niemand Schadenfreude über eine Fehlgeburt empfinden. Das ist eigentlich allerunterste Schublade.
 
  • #13
Wenn man sich "bestohlen" fühlt, wird man weniger Mitgefühl für die "Diebe" aufbringen.

Zum erlebten Leid können Rache-Gefühle gegen die Täter entstehen.
Rache-Taten können aber ggf. strafbar sein. So freut man sich, wenn seine Rache-Gefühle auf andere Weise befriedigt werden.
 
  • #14
Als erstes dürfte die Hemmschwelle mal ordentlich "abzuledern" etwas geringer sein, da es sich um Personen des öffentlichen Lebens handelt die man eh niemals kennenlernen wird. Es ist leider ein Zeichen unserer Zeit, dass es seit dem Internet und der Erfindung weiterer primitiver Sender mit immer primitiveren Formaten möglich ist, sich recht talentfrei das Portemonnaie zu füllen. Mehr als weggucken bei den Naddels, Silvies, und Kims, Victorias, dieser Welt kann man da leider nicht machen. So viele Fußballer und Knaststars kann es gar nicht geben um die Werbeverträge wegzubekommen. Ich denke, das ist eine Frage der Schadenfreude oder des Gefühls, das am Ende alles gut wird, welches die Leute da antreibt. Früh angelegt durch Märchenbücher in denen die Moral von der Geschicht ist, das nur die Prinzessin mit dem guten Charakter siegt und die Bösen am Schluss immer gerichtet werden. Für gewöhnlich sieht es anderes aus: Die Bösen siegen in unser globalisierten Welt immer weiter. Man fühlt sich hilflos. Da kommt so eine Hausfrauengeschichte mit der kleinen Schl*** mit Föhnwelle, die sich den Fußistar "geschnappt" hat nur recht. (Der Arme hat das gar nicht gemerkt, sehen eh alle gleich aus, einen freien Willen hat er als Mann auch nicht, reden wir also nicht von ihm, das er sich von der Schwangeren getrennt hat). Es ist sozusagen die Urangst der Hausfrau, das ihr der Mann weggenommen ungestraft am Gartenzaun von der bösen Hexe weggenommen wird. Auch dein veganes Sojaschnitzel kann dich nicht so schön retten, denn morgen wirst du erfahren das dafür der Regenwald abgeholzt wird, weil es nicht unendlich Ackerflächen für deinen Sojaquark gibt. Mit alledem kann man verdienen. Und ich denke es stimmt, das sich besonders Frauen dran hochziehen. Es sitzen sicher auch nicht hauptsächlich Männer vor den charakterlich geringwertigen Soaps am Nachmittag. auch da siegt keine in der Liebe weil sie den Nobelpreis in Physik anstrebt. Die Sache funktioniert jedenfalls bestens. In dem Fall ist das eine schöne Geldquelle für die Medien rund um das große Geschäft um den Sport. Das das alles nicht mal halb wahr ist, müsste an für sich klar sein. Wie gesagt, es schein ein gerne gesehenes Ventil zu sein um mal als moralisch gut dazustehen in einer Welt wo eh nix mehr gilt und es auch egal ist was du tuts oder sagst solange du nicht im Knast landest. Die Kirche guckt heute nicht mehr nach.
 
  • #15
In einer Zeit, wo Männer mit allen Frauen ins Bett hüpfen, und es schwer ist, einen Mann für immer zu halten, steht ein harter Konkurrenzkampf für Frauen auf dem Plan. Jede muss sich sexuell am besten beweisen, jede muss die Schönste und Schlankste sein....
Von solchen Zuständen träumen Sie wohl in Ihren schlaflosen Nächten! In meiner Welt konzentrieren sich Frauen auf ihre Karriere und Männer sind allenfalls Beiwerk.

Und wie Männer reagieren, wenn eine Frau ihnen den begehrten Chefsessel vor der Nase weggeschnappt hat, mag ich jetzt lieber nicht in Worte fassen. Dass Männer der erfolgreichen Konkurrentin ein ungeplantes Kind an den Hals wünschen (und auch heute noch ganz selbstverständlich davon ausgehen, dass Frau dann auf nimmer Wiedersehen in der Elternzeit verschwindet) ist noch nicht einmal das Übelste. Männer können selbst das noch unterbieten!

Männer haben gewisslich nicht mehr Mitgefühl, sie solidarisieren sich einfach aus Eigennutz mit dem Betrüger, denn das schließen der Wagenburg beherrschen Männer in der Tat besser als Frauen.
 
  • #16
Du hast deine Mittagspause nicht sehr angenehm verbracht und ich rate dir, dich von solchen Leuten fern zu halten.

Ja, kann sein, dass es mehr Frauen als Männer gibt, die Freude aus Lästern ziehen, aber das sollte nicht dein Problem sein.
Mit solchen Leuten, egal ob Mann oder Frau, solltest du einfach nicht deine Pause verbringen.
Ich weiß übrigens nicht, um wen es hier geht und darüber bin ich froh, denn ich finde es sehr schwach, solche Geschichten zu lesen, zu verfolgen, interessant zu finden. Ich kann mir gut vorstellen, in welchen Zeitschriften und auch in welchen Sendern solche Themen behandelt werden. Das ist was für die bildungsferne Unterschicht !
Halte dich schon deshalb von diesen Kollegen fern.

Zum Thema Rache: ich kenne diese Gefühle, so wie ich davon ausgehe, dass viele Menschen, auch Männer, den Wunsch nach Rache verspüren, wenn die Umstände es ergeben.
Im vorliegenden Fall würde sich mein Groll ganz sicher gegen den Mann richten und ja, auch gegen die Frau, da sie meine Freundin war. Wenn die Frau eine Fremde ist, hege ich gegen sie keinen Groll.
Meine Rache ist, zu beiden den Kontakt abzubrechen und irreversibel meiner Wege zu gehen.
Ich würde es nicht mitkriegen, ob es eine Schwangerschaft und eine Fehlgeburt gab.
Falls doch würde ich keine Schadenfreude empfinden aber auch kein Mitgefühl.
Ich würde nach vorn blicken und denken, dass mich das nichts angeht.

w 48
 
  • #17
In einer Zeit, wo Männer mit allen Frauen ins Bett hüpfen, und es schwer ist, einen Mann für immer zu halten, steht ein harter Konkurrenzkampf für Frauen auf dem Plan. Jede muss sich sexuell am besten beweisen, jede muss die Schönste und Schlankste sein. Rücksichtnahme gibt es schlichtweg nicht. Wer als Frau nicht aggressiv genug vorgeht, verliert. Der Konkurrenzdruck unter schönen, heißen und sexy Frauen ist einfach viel zu hoch. Ein Mann versteht das nicht.
...
Kinder bedeuten Krieg, Verluste, Hindernisse, Einschränkungen, und ist oft sogar das i-Tüpfelchen das über Scheidung oder Zusammenbleiben entscheidet!

...n!
Warum tun mir Menschen leid, die mit so einem abartigen (Verzeihung) Weltbild herumlaufen? Sie bekommen letztlich doch nur das, was sie selbst propagieren!

Bin ich der einzige hier, der dergleichen degeneriert findet?
 
  • #18
Ich glaube nicht, dass man angesichts der in die Öffentlichkeit gepushten Berichte von Hamburger X-Prominenz Schlüsse auf das mehr oder weniger Mitgefühl von Frauen haben sollte. Die Aeusserungen der Frauen in so einem Zusammenhang zählen für mich nichts, sind provokante Statements, zu einem Sachverhalt der kaum was mit ihrem Leben zu tun hat. Die Frauen wünschen einer anderen die Pest an den Hals, weil sie sich den Ehemann einer anderen geangelt hat, vielleicht aus grundsätzlichen moralischen Gründen, vielleicht weil ihnen das mal selber widerfahren ist.

Es wundert mich schwer, dass Männer mit einer Frau mitleidig sind, die keine Lust hat zu arbeiten, sondern sich von wohlhabenden Männern schwaengern lässt, um die nächsten 20 Jahre versorgt zu sein per üppigem Kindsunterhalt und der ein oder anderen geschickt platzierten Story für die Klatschpresse.Wenn man den Männern hier im Forum folgt, ist das doch wohl das allerletzte. Ja was denn nun? Egal, weil die Frau gut genug aussieht?


Mitgefühl messe ich am tatsächlichen Verhalten im eigenen Leben und an den anliegenden Sachverhalten. Normalerweise habe ich sehr viel Mitgefühl für Mensch und Tier, sieht man in meinem alltäglichen Umgang.
Allerdings hat sich eine Frau meinen Exmann für eine Affäre und vielleicht auch mehr geschnappt. An meinem Verhalten, welches ich in der Folge zeigte, hat man keinerlei Mitgefühl erkennen können. Ich habe meinen Exmann nach allen Regeln der Kunst manipuliert und er verhielt sich der anderen Frau gegenüber so schäbig wie es eben möglich ist, um sie aus seinem Leben zu vertreiben. Ich könnte meine Hände in Unschuld waschen, weil ich ihr ja nichts angetan habe. Tu' ich nicht, ich wusste genau, welche Schalter ich bei meinem Ex knipsen müsste, damit er kopflos-panisch reagiert.
Es war eine Frau, die vom Leben nicht belohnt war und theoretisch tut sie mir Leid, dass sie von meinem Ex so behandelt wurde.
Defacto erfüllt meine persönliche Betroffenheit und dass ich mich mit dem Effekt gerächt habe auch 10 Jahre später mit tiefer Zufriedenheit. Mitleid habe ich nicht - das kommt davon, wenn man sich einen verheirateten Mann schnappt.

Ich glaube nicht, dass der Vorfall generell was über mein Mitgefühl aussagt.
Erst recht sagt ein Statement zu einer Bildzeitungsstory nichts über geringes Mitgefühl aller Frauen.
 
  • #19
Also ich habe nicht besonders viel Mitleid mit einer Frau, die der besten Freundin den Mann ausspannt - wo die Frau, die betrogen wird, gerade Brustkrebs überlebt hat und ein Kind mit dem Mann hat und weitere Kinder plant.

Hätte eine Freundin mir sowas angetan und dann hätte sie nach der Trennung des Mannes, der der Vater meines Kindes ist, ihrs und sein Kind verloren, dann hätte ich ihr was schlimmeres angetan, als so ein Foto. Ich hätte ihr z.B. ein paar Babyschuhe geschickt, mit eine Karte, wo sowas wie Glückwunsch oder so steht.

FS! Die Frauen hatten Mitleid aber mit der anderen Frau und sie dachten: Die Welt ist doch gerecht.

Mein Mitgefühl hat sich bei der Frau, bei dieser Geschichte, auch in Grenzen gehalten.

Du als Mann kannst es nicht nachempfinden was da in den Frauen vorgeht.
 
  • #20
Wie man sich freuen kann, wenn eine Frau im 6. Monat eine Fehlgeburt hat, ist mir ein Rätsel. Mir sind beide Personen nicht besonders sympathisch, aber hier ist immerhin ein Kind tot zur Welt gekommen. Sie hatte wohl früher schon zwei Fehlgeburten, daraus nun die wohlverdiente Strafe für ihr Fehlverhalten abzuleiten...
 
  • #21
Die Frauen wünschen einer anderen die Pest an den Hals, weil sie sich den Ehemann einer anderen geangelt hat, vielleicht aus grundsätzlichen moralischen Gründen, vielleicht weil ihnen das mal selber widerfahren ist.
...
Allerdings hat sich eine Frau meinen Exmann für eine Affäre und vielleicht auch mehr geschnappt. An meinem Verhalten, welches ich in der Folge zeigte, hat man keinerlei Mitgefühl erkennen können. Ich habe meinen Exmann nach allen Regeln der Kunst manipuliert und er verhielt sich der anderen Frau gegenüber so schäbig wie es eben möglich ist, um sie aus seinem Leben zu vertreiben. Ich könnte meine Hände in Unschuld waschen, weil ich ihr ja nichts angetan habe. Tu' ich nicht, ich wusste genau, welche Schalter ich bei meinem Ex knipsen müsste, damit er kopflos-panisch reagiert.
Es war eine Frau, die vom Leben nicht belohnt war und theoretisch tut sie mir Leid, dass sie von meinem Ex so behandelt wurde.
Defacto erfüllt meine persönliche Betroffenheit und dass ich mich mit dem Effekt gerächt habe auch 10 Jahre später mit tiefer Zufriedenheit. Mitleid habe ich nicht - das kommt davon, wenn man sich einen verheirateten Mann schnappt.

Ich glaube nicht, dass der Vorfall generell was über mein Mitgefühl aussagt.
Erst recht sagt ein Statement zu einer Bildzeitungsstory nichts über geringes Mitgefühl aller Frauen.
Ich glaube schon, oder habe wenigstens den starken Eindruck, dass "dieser Vorfall" inklusive Deiner Art, mit ihm umzugehen, sehr wohl nachwirkt. Denn Deine allgemeine Empathie "den Männern" (sic) gegenüber scheint mir sehr reduziert zu sein.
Das Mitgefühl mancher Frauen (nicht aller!) könnte mithin sehr wohl eher ihren Katzen als "den" Männern gelten. Es ist also sehr selektiv.
Wir könnten freilich die Frage umdrehen:
"Sind Frauen zu größeren Gemeinheiten fähig als Männer?" ;-)
 
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  • #22
Man trifft immer wieder auf Frauen und Männer die sich prächtig auf Kosten anderer amüsieren. Die Klatschspalten der Frauenzeitschriften auseinander zu pflücken und sich über Van der Vaarts und Boulahrouz lustig zu machen zeugt auch von einer gewissen Ärmlichkeit. Mir persönlich sind solche Klatschweiber zu anstrengend

n irgendeinem Beitrag hier habe ich auch einmal gelesen, dass eine verlassene Ehefrau es Klasse fand, dass die ehemalige Freundin ihres Exmannes das Kind ihres Mannes verloren hatte.
Das ist primitiv und gehässig und im Grunde nicht die Zeit wert sich über so etwas Gedanken zu machen.

Von einem Mann kenne ich so eine Denke nicht. Schlimmstenfalls gibt es eine gebrochene Nase, aber man tritt nicht den, der am Boden liegt.
Männer machen das auch nur anders. Viele Frauen sind hinterhältiger oder sehr direkt, schon beinahe bösartig. Männer packen das eher diplomatischer deswegen muss der Grundgedanke aber kein anderer sein.
Von Verallgemeinerungen würde ich dennoch absehen.

w33
 
  • #23
Statistische Unterschiede zwischen den Geschlechtern sind nur von akademischen Interesse, denn im Einzelfall ist immer die Persönlichkeit des Individuums entscheidend. Ob es mehr Männer oder Frauen mit einer gewissen Charakterschwäche gibt, hilft einem nicht weiter.

Neulich gingen Studien zu Geschlechtshormonen und Sozialverhalten durch die Medien.
"Der Vergleich ergab: Je höher der zyklusabhängige Spiegel des Geschlechtshormons Östrogen lag, desto niedriger war die Teilungsbereitschaft der Frauen. "Das passt gut zu den Ergebnissen einer aktuellen Studie, bei der Frauen zu den Zeiten schlechter mit Mitmenschen auskamen, an denen sie einen hohen Spiegel von Östrogen im Morgenurin aufwiesen", erklären die Forscher. Aus weiteren Studien ist zudem bekannt, dass auch das männliche Geschlechtshormon Testosteron und das "Kuschelhormon" Oxytocin das soziale Verhalten und die Kooperationsbereitschaft [positiv] beeinflussen."

Interessant finde ich auch die Beobachtung der Autorin Norah Vicent, die als Experiment längere Zeit als Mann verkleidet lebte.

Mod: Zitat ohne Quellenangabe entfernt.
 
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  • #24
Wow, Vikky !
Du warst sauer auf die andere Frau ?
Wieso das denn ?
Dein Mann war der Schuft.
Wieso hast du sie verletzt und nicht ihn ?
Wieso gab es dir Genugtuung, sie zu verletzen ?

Ok, ich tue gerade ein bißchen naiv. Ich weiß natürlich, nicht zuletzt, seit ich hier in diesem Forum zum Menschenversteher werde, dass das oft vorkommt, aber verstehen werde ich es nie.
Weil es völlig unlogisch ist.

Wenn dein Chef einen Kollegen ungerechtfertigterweise dir vorzieht, bist du doch auch auf den Chef sauer und nicht auf den Kollegen.
Oder etwa doch ? Auch das wäre völlig unlogisch.

Übrigens habe ich den Vorfall dieser Prominenten so verstanden, dass die neue Frau die beste Freundin der alten war.
DAS ist dann schon ein Unterschied und berechtigt meiner Meinung nach zur Säuernis.
Ich erwarte von meiner Freundin Loyalität, das ist dann das Problem.
Aber von einer Fremden erwarte ich das nicht, daher kein Groll gegen sie.

w 48
 
  • #25
Wieso hast du sie verletzt und nicht ihn ?
Wieso gab es dir Genugtuung, sie zu verletzen ?
Du hast es nicht richtig verstanden. Ich habe sie nicht verletzt, ich hatte nicht ein einziges Mal Kontakt zu ihr und hatte auch keinerlei Anlaß dafür. Das hat alles mein Ex gemacht, getrieben von der Angst, ich könnte es wahr machen und mich von ihm trennen.

Genugtuung empfand ich, weil sie wusste, dass sie sich mit einem verheirateten Mann einlässt, dass es also ein Opfer gibt (mich) und dass genau dieser Typ sie nun nach allen Regeln der Kunst erledigt um sie loszuwerden. Sie hatte mit mir keine Mitleid, als sie sich meinen Ehemann griff - ich hatte mit ihr kein Mitleid, als er sie so verletzte, dass sie ihn endlich los ließ. Das war einfach ausgleichende Gerechtgkeit des Lebens.

Ich hatte nur Interaktionen mit dem, mit dem ich verbunden war und das war mein Ex.
Ok, dass ich ihm suggerierte, er hätte bei mir noch eine Chance, war nicht fair, aber er hat mich belogen, also vergelte ich Gleiches mit Gleichem. Dass der "Schuft" die Abrechnung in Form der Scheidung bekam war Stufe 2 der Trennung. Rache und Genugtuung können sehr heilsam für die Psyche sein, wenn man sich selber die Finger dabei nicht schmutzig gemacht hat.

Wenn dein Chef einen Kollegen ungerechtfertigterweise dir vorzieht, bist du doch auch auf den Chef sauer und nicht auf den Kollegen.
Oder etwa doch ?
Sofern er mich nicht mit unlauteren Mitteln aus dem Rennen geworfen hat, habe ich keinen Grund auf ihn sauer zu sein. Ich wüsste noch nichtmal, ob ich auf den Chef sauer wäre, sondern würde erst mal gucken, warum er die Wahl getroffen hat. Vielleicht ist der Kollege in einigen Dingen die ihm wichtig sind ja besser als ich. Wenn ich es nicht verstehe, frage ich. Die Beispiele kann man nicht miteinander vergleichen.
 
  • #26
Ich bin eine dieser kalten, garstigen Frauen, die es absolut widerlich findet, wenn die beste Freundin! einer Frau den Mann ausspannt, sich mit dem Mann knutschend und fummelnd durch alle Gazetten produziert und den mentalen Stinkefinger zeigt ("schau her, ICH habe gewonnen!") und dann eine Schwangerschaft vorspielt (es gab NULL Beweise für diese angebliche Schwangerschaft!).

Und dass Männer sofort den weißen Ritter spielen - geschenkt. Sollen sie. Wer solche Aktionen gut heißt, dem ist eh nicht mehr zu helfen. Und die "Dame" aus Hamburg, um die es geht - zufällig habe ich viele Artikel hier über sie liegen, z.B. von der Zeitschrift "Closer" (ja, die lese ich gern, zugegeben). Ich zitiere: "nachdem XY uns angerufen hat...". Also sorry, aber die "Dame" hat den Riesenwirbel selbst angezettelt, sich als Opfer aufgespielt und sich grinsend vor jede Kamera gedrängt. Wo man da Mitgefühl (vor allem für eine völlig Fremde) haben soll, ist mir rätselhaft.

Ich gehe bei der armen Dame vom Neid auf die strahlend schöne beste Freundin aus, die eine tolle Figur hat, einen tollen Mann hatte und eine glückliche Familie. Sie wollte das alles auch und nun hat sie nichts mehr. Dass man da als Frau schadenfroh ist, finde ich nicht verwerflich, eher die künstlich geschockte Haltung der weißen Ritter. Na dann rettet sie doch, wobei ihr bedenken solltet, dass die Dame nicht einen einzigen Tag in ihrem Leben gearbeitet hat ("ich habe mich auf ein Leben als Hausfrau und Mama eingestellt").

Viel Erfolg!
 
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  • #27
Lieber FS,

Zahlreiche wissenschaftliche Studien finden Geschlechtsunterschiede in Bezug auf Mitgefühl (englisch: empathy), und oft findet man bei Frauen höhere Werte in Bezug auf Mitgefühl. Kann man zum Beispiel hier nachlesen:

María Vicenta Mestre, Paula Samper, María Dolores Frías and Ana María Tur (2009). Are Women More Empathetic than Men? A Longitudinal Study in Adolescence. The Spanish journal of psychology, 12, pp 76-83. doi:10.1017/S1138741600001499.

Toussaint, Loren, and Jon R. Webb. "Gender differences in the relationship between empathy and forgiveness." The Journal of social psychology 145.6 (2005): 673-685.

Barraza, Jorge A., and Paul J. Zak. "Empathy toward strangers triggers oxytocin release and subsequent generosity." Annals of the New York Academy of Sciences 1167.1 (2009): 182-189.

Ich glaube, das einmalige Beobachten einer Mittags-Konversation war keine geeignete Basis, um fundamentale Geschlechterdifferenzen aufzudecken. Allerdings bin ich auch kein Fan der neuen Psychologietrends, wo man alles biologisch, mit Hormonen, Zyklen und Evolution erklären muss, wie in den obigen Studien. Vieles haben wir einfach gelernt. Und unter Frauen ist es okay, in der Pause seinen Stress abzubauen, indem man über Promis lästert, die man nicht kennt. Männer haben vielleicht andere Ventile, ihren Frust loszuwerden.
 
  • #28
Tja, ob Frauen nun weniger Mitgefühl als Männer haben...so weit würde ich mich nicht aus dem Fenster lehnen. Ich beobachte allerdings bei Frauen eine Tendenz, sehr schnell und absolut zu urteilen und über alles und jeden kleinkarierte (pseudo-)moralische Wertungen abzugeben.

Dass Männer es allerdings sportlicher nehmen, wenn ihnen ein Rivale die Frau ausspannt, glaube ich kaum. Bei beiden Geschlechtern gibt es primitive und kleingeistige Gemüter, die den Partner als ihr Eigentum betrachten und regelrecht durchdrehen, wenn ihnen dieses abspenstig gemacht wird.

Verletztheit, Traurigkeit, auch Verzweiflung finde ich völlig nachvollziehbar, wenn der Partner sich jemand anderem zuwendet. Das kann auch mal heftige Blüten treiben. Doch vom moralischen Standpunkt aus finde ich Entrüstung über die "Nebenbuhlerin" fehl am Platze. Ich bin der Meinung: jede Frau hat das Recht, um den Mann zu kämpfen, den sie begehrt. Ein verheirateter Mann ist nicht das Eigentum seiner Ehefrau. Wenn eine andere sich für ihn interessiert, kann ihr niemand verbieten, um ihn zu werben.

Würde sich eine andere meinen (nicht vorhandenen) Partner schnappen, würde ich vermutlich toben vor Hass. Aber ich würde sie nicht verurteilen, denn sie hätte nur getan, was in meinen Augen das ureigenste Recht jedes Menschen ist: für das eigene Glück zu kämpfen. Mein Hass entspränge nicht moralischer Entrüstung, sondern wäre irrationaler Natur; schlicht und ergreifend Enttäuschungswut, weil eine andere bekommen hat, was ich für mich selbst begehrte.

Sich über eine Fehlgeburt zu freuen, finde ich heftig. Allerdings muss ich gestehen, dass ein Teil von mir solche Anwandlungen nachvollziehen kann, auch wenn ich darauf weiß Gott nicht stolz bin. Ich bin schon oft von Männern zurückgewiesen worden, habe oft gegen andere Frauen "verloren". Das Schlimmste war für mich immer, wenn der Mann, den ich wollte, einer anderen Frau ein Kind machte. Das war ein Gefühl von absoluter Niederlage - obwohl ich selbst gar nicht weiß, ob ich Kinder will. Ich denke, das ist was archaisches - man gönnt die guten Gene des anvisierten Männchens keiner anderen. Letztlich geht es ja immer um Reproduktionserfolg.

Allerdings - selbst wenn ich sollte Gefühle hätte, würde ich sie sicher nicht in die Welt hinausposaunen - denn ich würde mich abgrundtief dafür schämen.
 
  • #29
Frauen haben eine größere emotionale Bandbreite und Gefühlstiefe - das gilt aber auch für negative Gefühle wie Rachsucht, Schadenfreude, Hass aus Verletztsein, etc. Wo viel Licht ist, da ist auch viel Schatten.
Eine wirklich gute Erklärung. Verständlich und nachvollziehbar. Entspricht auch genau meiner Lebenserfahrung. Frauen haben ganz allgemein eine größere Gefühlswelt. Sie können nicht verstehen, warum wir Männer gewisse Dinge einfach nicht fühlen. Nicht Wahrnehmen. Im positiven, wie auch im Negativen.Definitiv.