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Gast

  • #1

Habe ich ihn wirklich eingeengt?

Mein Ex-Freund und ich (beide 21) haben uns vor 3 Monaten getrennt. Er wollte die Trennung, da er sich eingeengt in unserer Beziehung gefühlt hat.
Zur Info, wir waren 5 1/2 Jahre zusammen und haben seit 2 Jahren zusammen gewohnt, studieren beide an derselben Uni, aber unterschiedliche Richtungen.
So liefen unsere letzten beiden Monate ab:
Er lernte neue Leute kennen, gar kein Problem im Grunde, aber er wollte nur noch mit ihnen Zeit verbringen und redete ununterbrochen von denen.

Unsere typische Woche sah so aus:
Montags kam ich um 21 Uhr nach Hause, da ich nach der Uni immer zum Sport ging. Wir unterhielten uns kurz und dann ging jeder in sein Bett. Mein Ex-Freund und ich hatten getrennte Betten, da er angeblich schlecht schlief, wenn er mit jemanden im Bett schläft und noch nicht so weit sei, jeden Tag mit seiner Freundin im Bett zu schlafen.
Dienstags fuhren wir gemeinsam in die Uni und sahen uns gegen 18 Uhr wieder. Jeder ging in sein Zimmer und erst später wurde dann zusammen Fernseher geschaut.
Mittwochs lief ähnlich ab.
Donnerstags sahen wir uns gegen 19 Uhr, er war beim Sport mit Freunden und dann wurde abends gemeinsam - wie immer - Fernseher geschaut.
Freitags wurde zusammen eingekauft und abends dann Fernseher geschaut. Wochenende lernte jeder und abends wurde gemeinsam gegessen und ein Film geschaut.
Sonst traf sich jeder 2-3x im Monat mit den eigenen Freunden allein und 2-3 x gingen wir gemeinsam mit Freunden feiern, Kino etc. Aber in den letzten 2 Monate gab es eben keine Zeit mehr für uns allein.

Sonst gingen wir immer ca. 1 x im Monat gemeinsam aus, wandern, ... aber seit er seine neue Freunde hatte, gab es das nicht mehr. Wenn ich fragte, ob wir was machen, dann zog er sich sofort zurück und meinte, er möchte nicht dauernd etwas mit mir machen. Er möchte das spontan entscheiden und es kann eben auch vorkommen, dass er 3-4 Wochen einfach mal keine Lust hat.
Ich wurde dann natürlich auch mal sauer, wenn er mir erzählte, er macht dies und das und hat aber am Wochenende keine Zeit für mich, da er lernen muss.

Was meint ihr? Habe ich ihm wirklich zu wenig Freiraum gelassen?
 
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  • #2
Um es kurz auf den Punkt zu bringen: Du warst einfach nicht mehr interessant für Ihn und er hatte keine Gefühle mehr für dich. Ihr kamt sehr jung zusammen und das man sich grade in dem Alter auseinander entwickelt und andere Interessen hat, ist völlig normal. Es ist aber nicht ok wie er dabei mit dir umgegangen ist, anstatt Klartext zu sprechen. Für Ihn war die Situation nämlich mehr als eindeutig und du wolltest es nur nicht so ganz erkennen...
 
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Gast

  • #3
Hallo :)
Nein, daran ist es nicht alleine gescheitert.
Aber: Ihr habt Euch sehr jung kennengelernt, habt schnell wie ein trautes Ehepaar zusammengelebt und einen Routine-Alltagsablauf entwickelt wie viele ältere Pärchen nicht.
Ihr seid beide in einen neuen Lebensabschnitt gekommen und so bitter das sein mag, man entwickelt sich weiter. Aus den Schuhen der alten Beziehung heraus.
Neue Leute, neue Impulse, neue Wege.
So einfach ist das.

Das ist immer ein bisschen traurig, aber es begleitet uns unser ganzes Leben lang.
Schaue dankbar und vielleicht ein bisschen wehmütig zurück, aber genieße dein Leben jetzt.
Es werden neue Partner kommen, du wirst Erfahrungen machen und das ist gut so.
Trotzdem wird er immer einen wichtigen Platz behalten.

Alles Liebe, w35
 
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  • #4
Es liest sich für mich nicht so, als hättest du ihn eingeengt. Das mag wohl sein subjektives Empfinden gewesen sein, weil er einfach das Interesse verloren und sich entliebt hat. Statt das zuzugeben, schiebt er dir den schwarzen Peter zu. Er scheint voll nach dem Lustprinzip zu leben wie ein junger Hund. Und wenn der immer die spaßigste Option sucht, kann es sein, dass er abhaut, weil das Frauchen eben langweiliger ist als Fußball, Hasen und was es sonst noch so gibt ... schräger Vergleich vielleicht, aber nicht ganz unpassend.
Sehr gut möglich ist auch, dass eine Frau aus seiner neuen Clique eine Rolle spielt. War bei meinem Ex auch so, nur zugegeben hat er es nicht.
 
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  • #5
Nein, für mich hört es sich nicht so an, als ob du ihm zu wenig Freiraum gelassen hast. Vielleicht hat er den Satz, dass er sich eingeengt gefühlt hat, ganz anders gemeint als du ihn verstanden hast.

Ich gehe jetzt einfach mal von mir aus, als ich ungefähr in deinem Alter war. Mit 20 habe ich eine knapp 4-jährige Beziehung beendet. Auch ich habe mich eingeengt gefühlt. Das heißt nicht, dass mein Freund mir zu wenig Freiraum gelassen hat. Das bedeutete für mich, dass ich noch so jung war und das Gefühl hatte, ich lebe in einem Trott wie ein altes Ehepaar. Dieser Trott kommt auch bei dir rüber, wenn du beschreibst, wie sich Woche für Woche alles wiederholt hat.

Ich hatte das Gefühl, dass mein Leben schon mit 20 Jahren gelaufen ist. Die Vorstellung, dass das alles Tag für Tag so weitergeht für die nächsten 40 oder 50 Jahre, erstickte mich. Andere in meinem Alter planten damals, für ein Jahr ins Ausland zu gehen, in eine andere Stadt zu ziehen, probierten schräge Dinge aus, hatten wilde Affären oder was auch immer. Ich hatte das Gefühl, meine Jugend wegzuschmeißen, wenn ich bei diesem Mann bleiben würde, der schon alles für mich plante (Eigentumswohnung, zwei Kinder etc.). Ich musste da raus und ich habe das auch nie bereut.

Vielleicht ging es deinem Freund ähnlich. Man könnte es natürlich auch so formulieren, dass er noch zu jung und unreif ist, um sich endgültig fest zu binden und dass du da schon einen Schritt weiter bist.

Die meisten bleiben sowieso nicht bei ihrer Jugendliebe. Von daher: Mach dir keinen Kopf. Du hast keine Fehler gemacht, ihr habt euch einfach auseinandergelebt bzw. in verschiedene Richtungen entwickelt.

Alles Gute dir.

w 42
 
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Gast

  • #6
Du hast ihm nicht zu wenig Freiraum gelassen, aber wie du euren Alltag beschreibst, war das keine Partnerschaft, sondern eine WG. Dass der Wochen-Tag nicht gemeinsam verläuft, ist in jeder Partnerschaft bei arbeitenden Menschen so. Aber ihr habt auch eure Freizeit großteils ohne dem anderen verbracht - weil Gemeinsamtkeit kein Bedürfnis war? Was außer Fernsehen habt ihr denn noch gemeinsam gemacht? Außer ein Mal im Monat ausgehen kann ich nichts erkennen. Und für getrenntes Schlafen solltet ihr noch wenigstens 30 Jahre Zeit haben.
Seine neuen Freunde (Freundin/nen?) sind ihm wohl wichtiger als du. Entweder ihr wollt(!) beide eure Beziehung verbessern, oder ihr lasst es besser bleiben und geht getrennte Wege.
 
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Gast

  • #7
Die Sache ist die, dass hier wirklich keiner sagen kann, ob du ihn zu sehr einggengt hast oder nicht. Was zählt, ist das Empfinden deines Exfreundes, und er hat sich nun mal eingeengt gefühlt, ganz egal, ob dieses Gefühl berechtigt war oder nicht. Erfahrungsgemäß ist das eine Standardausrede von Männern, die eine Beziehung beenden wollen. Der wahre Grund ist meistens, dass sie die Frau / Freundin einfach nicht mehr lieben. Nimm es als Erfahrung, du kannst es nicht ändern. Liebe kann man nicht einfordern, und dass eine Beziehung zu Ende geht, weil einer nicht mehr will, ist leider trauriger Alltag. Bitte vergiss auch nicht, dass ihr beide noch sehr jung seid und euch sicherlich in den Jahren eurer Beziehung entwickelt habt. In den seltensten Fällen geht diese Entwicklung in dieselbe Richtung. Und überleg mal: Willst du wirklich für immer mit einem Mann zusammen sein, den du schon seit Teenagertagen kennst? Wäre das nicht sehr langweilig? Also gib dir eine angemessene Trauerzeit und lebe dann dein leben mit Spaß und Genuss. Lass dir ruhig Zeit mit einer neuen Beziehung, höre auf dein Gefühl.
w
 
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Gast

  • #8
Ihr seid so jung und habt ein derart durchgeregeltes Leben geführt? Hilfe, das klingt für mich ja schlimmer als der schlimmste Rentneralltag. Klar, dass dein Freund da ausgestiegen ist, es war ihm schlicht und ergreifend zu langweilig.
 
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Gast

  • #9
Euer Wochenablauf klingt für mich mehr nach altem Ehepaar als eine Beziehung junger Leute Anfang 20. Jeden Tag morgens raus, arbeiten (bzw. studieren), abends gemeinsam essen, vor der Glotze hängen, schlafen. Tagein, tagaus. Selbst am Wochenende (nur, dass das Studium eben zuhause stattfand). Es gibt Menschen, die das toll finden, aber den meisten jungen Leuten dürfte da früher oder später die Decke auf den Kopf fallen. Wo ist bei Euch die Abwechslung geblieben? Und die Freude am Leben?

m29
 
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Gast

  • #10
Ich denke nicht. Es hört sich alles sehr normal an, wie eben nach einer langen Beziehung. Gewohnheiten schleifen sich ein - und dem einen gefällt das manchmal mehr als dem anderen. Vielleicht denkt Dein Freund, er verpasst etwas weil Ihr Euch so früh gebunden habt. Akzeptiere die Trennung, auch wenn nach so langer gemeinsamer Zeit das natürlich weh tut. Irgendwann wirst Du ganz sicher denken, es hat auch sein Gutes, dass Du jetzt auch wieder neue Erfahrungen sammeln kannst. Es ist schön beständig zu sein - aber in Deinem Alter sollte man ruhig auch noch etwas Neues kennenlernen. Nun bist Du offen, womöglich magst Du jetzt sogar ins Ausland gehen eine Zeit lang? Viel Glück bei allem Kommenden. Frau, 48
 
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  • #11
Liebe FSin,

es besteht ja ein Unterschied, ob du ihn wirklich eingeengt hast oder ob er sich eingeengt fühlte.

Ihr seit ganz schön lange zusammen gewesen und vielleicht war es für jeden von euch die erste Liebe und das ist natürlich schade, wenn es auseinander geht.

Du wirkst aufgrund der Beschreibung des Alltags mit den Tagen von Montags bis zum WE ziemlich strukturiert, so als ob bei dir alles ziemlich geplant und organisiert abläuft. Ich persönlich finde das gut, bin allerdings in einem Alter, wo ich dein Vater sein könnte.
Aus meiner Erfahrung mit dem Studentenleben kann ich mir vorstellen, dass dein ex-Freund die Freiheit und die Spontanität des Studentenlebens schätzt und sich nun herausstellte, dass ihr doch nicht so gut zusammen passt, zumal Wandern für 21-jährige Studenten nicht so das typische Hobby ist.

Was ich an deiner Stelle so nicht mehr machen würde: Ich möchte nur mit einem Partner zusammen sein, mit dem ich auch das Bett teile.

m
 
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Gast

  • #12
Liebe FS,
Du bist nicht in einer Partnerschaft, sondern lebst mit ihm in einer WG.
Euer Freizeitprogramm (dauerfernsehen) ist grauenhaft langweilig für junge Menschen, wie ihr es seid. Das klingt eher nach ü50 und 30 Jahren Ehe, als nach Studentenpaar. Kein Wunder, dass er ausbricht und mit anderen was unternimmt.
Gewöhn' Dir schnell ein anderes Freizeitverhalten an, was Dich für einen anderen jungen Mann attraktiv macht und zwar für einen, der jede Nacht mit Dir im Bett liegen will. Sorry, aber da war von Anfang an der Wurm drin.
 
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  • #13
Vielen Dank für eure zahlreichen Antworten!
Ich wollte dieses Leben so nicht, wie es stattgefunden hatte. Dieses ewige Fernseher schauen war mir Leid. Ich wollte etwas unternehmen, zusammen in den Urlaub, was erleben. So wie es immer davor war.
Wir hatten die Jahre zuvor immer viel unternehmen: Bungee sprung, Urlaub in Norwegen, Frankreich, Kino, feiern.
Aber wie gesagt, vor 2 Monaten kam der Punkt, an dem er nichts mehr mit mir unternehmen wollte. Ich habe mich stets bemüht, dass wir etwas gemeinsam unternehmen, aus dem Trott herauskommen. Ich hatte sogar vorgeschlagen, dass wir wieder auseinander ziehen, aber er wollte nichts davon.
Ich war schon immer die, die sich sehr darum bemüht hat, dass wir etwas unternehmen. Ich wollte raus, und er wollte immer lieber daheim bleiben. Deswegen war ich sehr erstaunt über seinen Sinneswandel. Seine alten Freunde übrigens auch.

Auch wenn der Schmerz immer mal wieder kommt, bin ich in gewisser Weise auch froh, aus dieser Beziehung draußen zu sein. Ich wohne jetzt alleine, und genieße mein Single-Leben, was ich ja quasi davor noch nie hatte.

Aber wo ich mir sicher bin. Ich habe nichts durchgeplant, ich wollte diesen ewigen altes-Ehepaar-Trott nicht. Und habe es versucht. Aber wenn man gesagt bekommt, dass man keinen Bock darauf hat, keine Vorschläge von seiner Seite komme, dann weiß man auch irgendwann nicht weiter.
Dies kann ich wirklich sicher sagen, dass ich dies ganz und gar nicht wollte. Ich bin und war immer die, die viel mehr unternehmen wollte.
 
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  • #14
## 10, 11: Ich wollte dieses langweilige Leben nicht, und das war erst in den letzten Monaten so. Davor haben wir viel unternommen, besonders ich habe mich dafür immer eingesetzt. Ich habe Vorschläge gemacht, die aber oft abgelehnt wurden und lieber gegen Fernsehen eingetauscht worden sind, jedenfalls in den letzten 2-3 Monaten vor Beziehungsende.
Und seine alten wie auch meine Freunde wissen, dass ich immer die war, die etwas unternehmen wollte, er aber meistens nicht gezogen hat.

Um ehrlich zu sein, fühle ich mich in meiner eigenen Wohnung jetzt sehr wohl. Treffe mich mit meinen Freunden, gehe feiern, mach dies und das.

Und dass er nicht bei mir schlafen wollte, hatte ich so akzeptiert, aber war nie damit einverstanden. Aber was soll man dagegen tun. Ich verlasse niemanden nur weil er eine Macke hat. Ich denke, es gibt schlimmere Dinge. Jedoch habe ich es mir immer gewünscht, dass er endlich bei mir schlafen möchte.
 
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  • #15
Der Satz "Ich fühle mich eingeengt" ist der Klassiker beim Schlussmachen! Und es hat gar nichts mit dir oder deinem Verhalten zu tun - lass dir bloß keine Schuldgefühle einreden!
Dieser Mann wollte raus aus der Beziehung und benutzt Ausflüchte aus Angst vor Konfrontation. Die wahren Gründe wirst du nie erfahren.

Die Vorzeichen, die du beschreibst (Zweisamkeit beschränkte sich auf gemeinsame Fernsehabende, er will alleine schlafen, Freizeit lieber mit seinen Freunden verbringen als mit dir) deuten auf seine Unzufriedenheit in der Beziehung und das Abnabeln von dir als Partner hin.
Ich vermute, ihr wart zuletzt mehr zwei Mitbewohner einer Wohngemeinschaft als ein Liebespaar, der Alltag hat euch eingeholt, Sex hat wohl keine große Rolle mehr gespielt (?). Seine Prioriäten waren eben andere als deine. Aber ihr beide seid noch sehr jung, steckt mitten in der Ausbildung, die Welt steht euch offen, da hat man(n) wohl andere Dinge im Kopf als eine Langzeitbeziehung.
Ich weiß, es tut weh und deine Gedanken drehen sich nur um ihn. Aber glaube mir, es werden noch andere, liebenswertere Männer, die dich zu schätzen wissen, kommen.
Kop hoch, konzentriere dich auf dein Studium, gehe aus, verbringe Zeit mit deinen Freunden. Viel Glück.
 
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  • #16
Euer Alltag hört sich tatsächlich etwas langweilig und spiessig an - besonders für zwei junge Menschen Anfang 20. In dem Alter wäre ich vor Langeweile fast gestorben, Fernsehen, bisschen Quatschen, Wandern (untypisches Hobby für ganz junge Leute) getrennte Betten, Hiiiiilfe. Es kommt ja auch hinzu, dass Ihr Beiden Teenager gewesen seid, als Ihr Euch kennengelernt habt, dass irgendwann die Beziehung einschläft oder dass man sich weiterentwickelt ist fast normal in dem Alter. Es hat eben von den Interessen und Vorstellungen nicht mehr gepasst, FS.

Natürlich ist es schade, dass es nun vorbei ist, war ja auch Deine erste Beziehung. Er ist 21 und hatte vermutlich keine Lust, auf so einen durchstrukturierten und einseitigen Alltag.

w
 
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Gast

  • #17
Der hatte jeden erdenklichen Freiraum und garantiert keinerlei echtes Interesse an Dir.
 
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  • #18
Danke für die weiteren Antworten!

Was heißt hier durchstrukturiert? Ich habe ihm dies nicht vorgegeben. Ich selbst wäre gerne mehr ausgegangen, hätte gerne etwas unternommen.
Ich habe schon lange das Gespräch mit ihm gesucht, dass wir etwas ändern müssen, dass mir diese Beziehung so wie sie ist keinen Spaß macht. Ich bin keine alte Frau, ich will was erleben.
Jedoch ist er mir immer ausgewichen und meinte, ich enge ihn ein und will nur Zeit mit ihn verbingen.
Ich habe dies aber so gesehen, dass wir fast gar keine Zeit mehr miteinander verbringen. Ich hatte keine Lust auf dieses ewige Fernseherschauen. Aber wie soll man es ändern, wenn der Partner keine Lust hat etwas zu ändern bzw. es so sieht, dass ich noch mehr Zeit mit ihm verbringen möchte.

Es hat anfangs sehr wehgetan, aber mittlerweile geht es mir gut so wie es ist. Nicht ich habe ihm dieses Leben aufgezwungen, sondern er hatte keine Lust mehr mit mir allein etwas zu unternehmen. Ich hätte das alles anders gemacht, aber dazu braucht man leider zwei in einer Beziehung.

Das mit dem beieinander schlafen war schon von Anfang an in unserer Beziehung so. Ich habe mich oft gefragt, woran es lag. Ich bin keinesfalls hässlich, habe eine gute Figur. Soweit darf ich das von mir behaupten ;)

Ich habe nur die Frage gestellt, weil ich nicht wusste, ob ich wirklich alles zu eng gesehen habe. Aber anhand eurer Antworten sehe ich, dass ich ihm nicht zu wenig Freiraum gelassen habe.
Mir geht es nach 3 Monaten schon sehr gut damit, ich kann mein Leben leben und es macht mir Spaß!

Das Problem ist nur, dass er nicht wirklich akzeptieren will, dass ich vorerst keinen Kontakt mehr haben möchte. Als ich dies sagte, erwiderte er: "Er möchte mich gerne anrufen, mir schreiben, wenn er an mich denkt."
Das ist nur eine von vielen Sätzen, die er seit unserer Trennung gesagt hat.
 
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  • #19
<Mod.>


Liebe FS,
vielleicht empfindet dein Freund sein Leben auch als "langweilig" und weiß sich selbst keinen Rat, wie er es aufregender gestalten könnte. Deswegen muss halt die Beziehung zu dir herhalten und er schiebt dir den schwarzen Peter zu. Dabei liegt es ganz bestimmt nicht an dir oder das du ihn eingeengt hast.
Fühl dich gedrückt!!
 
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  • #20
Liebe FS,

ich bin in genau deiner Situation nur umgedreht (m).
Bin jetzt 23 und sie wird 20 und die Beziehung lief 2,5 Jahre.

Auch ein ähnliches Schema: Beide auf der selben Uni nur unterschiedliche Richtungen. Nur sie wohnte am Campus und mir blieb das verwährt also wohne ich Zuhause und anfangs gabs auch keine Probleme nur wollte sie mehr Zeit im Studieheim verbringen und sagte dass mir nie. So ist sie brav jedes Wochenende zu mir mitgefahren. Wir haben gemeinsam schon viel unternommen wenn sie bei mir war nur fehlte ihr trotzdem was nämlich ihre Ruhe und das sie für sich allein sein konnte.

Sie hat heute mit mir Schluss gemacht, weil sie die Liebe nicht mehr fühlte sondern mich eher als allerbesten Freund. Ich hätte ihr gerne den Freiraum gegeben nur hat sie nie mit mir darüber geredet was sie wirklich will sondern immer nur mich entscheiden lassen.
 
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Gast

  • #21
Lieber Gast #19,

es tut mir sehr leid für dich und ich kann es sehr gut nachvollziehen, wie es dir im Moment geht. Aber was ich dir sicher sagen kann, der Schmerz wird weniger!
Bei mir sind es nun 3 Monate und ich muss sagen, ich komme sehr gut mittlerweile klar. Natürlich grübele ich immer wieder darüber nach, suche auch v.a. bei mir die Fehler, deswegen habe ich auch hier die Frage gestellt und ich habe viel mit Freunden geredet, insbesondere mit Freunden, die uns beide sehr gut kannten.
Rede darüber, dadurch fällt es dir leichter und du verstehst alles auch etwas besser, bzw. es nimmt dir auch die Schuldgefühle.

Noch ein paar Tipps, aber jeder muss da selbst seine Methode finden:

- fahre in den Urlaub, einfach ein paar Tage/Wochen weit weg von allem (ich weiß, die Uni hat uns seit heute wieder :D)

- gehe aus mit Freunden, auch wenn das anfangs etwas schwerfällt

- mach Sport, falls du das gerne machst und power dich aus!

Ich wünsche dir alles Gute!
 
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Gast

  • #22
Hier wurden schon gute Denkansätze gegeben. Wenn man getrennt schlafen will, braucht man auch nicht zusammen ziehen! Seine vorgeschobenen Gründe, ein eigenes Bett zu haben, schienen mir eher als Ausflucht. Er will alleine sein! Er braucht seine Ruhe. Er will gar nicht mit dir zusammen wohnen. Das ist normal in dem Alter. Also wird er erst recht keine Lust mehr haben, mit dir noch Unternehmungen zu machen, weil er ja ohnehin in der Wohnung immer mit dir zusammen ist und auf dich trifft.

Mit 21 Jahren schon zusammen zu wohnen ist halt auch nicht mehr klug und zeitgemäß. Früher war das vielleicht normal, aber heute ist das einfach risikoreich und unüberlegt! Du merkst ja, es klappt nicht. Ihr seid viel zu jung, habt euch noch nicht ausgelebt. Mit 21 Jahren engt erfahrungsgemäß ALLES ein. Also hätte mir in dem Alter jemand gesagt, er will mit dir zusammenwohnen, ich hätte ihm den Vogel gezeigt. Du gehst mit deinem Freund wandern? Ja, auch sehr komisch und langweilig. Das machen wir Älteren ja nicht mal.

Ich denke, für so junge Leute wie euch, solltet ihr besser getrennte Wohnungen haben. Ich hätte meinen Kindern so etwas eh nicht erlaubt oder gutgeheißen mit 21 schon zusammen zu leben. Es geht in dem Alter sowieso bald wieder auseinander. Spätestens mit 30, wenn ihr beide neue Lebenswege einschlägt oder mit dem Studium fertig seid und das Leben euch in verschiedene Richtungen zieht.