• #1

Gründe wieso Menschen heiraten

Es gibt gerade einen Thread im Bereich "Beziehung" ("Heiraten obwohl es für ihn das 3. Mal ist") in dem die FS immmer wieder erwähnte, aus "romantischen Gründen" heiraten zu wollen. Mir ist aufgefallen dass viele Antworten in die Richtung ging, eine Hochzeit hätte nichts mit Romantik zu tun.

Nun interessiert mich, aus welchen Gründen ihr eine Hochzeit anstreben oder eben gerade nicht anstreben würdet.

Dazu möchte ich sagen dass ich (w, 25) immer der Ansicht war, ich würde nie heiraten wollen. Ich kenne kaum ältere Erwachsene die nicht geschieden sind oder zumindest in 2. oder 3. Ehe leben (meine Eltern inbegriffen). Ich dachte auch immer es sei naiv zu denken, man würde sein restliches Leben lang nur einen einzigen Menschen lieben. Wenn Bekannte oder Freude in meinem Alter heiratet habe ich meistens den Kopf geschüttelt. Dazu muss ich sagen, dass ich nicht gern im Mittelpunkt stehe und eine Hochzeit einfach so viel Geld kostet, dass ich für Reisen ausgeben könnte zb. Im Grunde ists ja nur eine Feier und ein Stück Papier... oder?

Nun jedoch, da ich selbst (wenn auch nur seit 8 Monaten) einen Partner habe mit dem ich sehr glücklich bin, könnte ich mir durchaus vorstellen IRGENDWANN (nächsten 2-3 Jahren) zu heiraten (wenn dann noch alles so ist wie bisher) und ich weiß gar nicht so wirklich warum. Ich denke mir nur, es wäre so schön einen gemeinsamen Nachnamen mit meinem Liebsten zu haben, sagen zu können: "Das ist mein Mann", eine wirkliche Familie sein usw... Ich bin eher ein rationaler Mensch und als Anwaltsanwärterin sehe ich nun genug Ehen die scheitern und die rechtlichen Probleme die sich daraus ergeben können. Nur irgendwie denke ich in letzter Zeit etwas anders darüber... bin ich in die "Verliebtheits-Blind-Phase" getappt?

Nennt mir eure Gründe, wieso ihr denkt dass Menschen heiraten wollen oder warum ihr heiraten würdet oder eben nicht.
 
  • #2
- Absicherung im Todesfall (Hinterbliebenenrente, Steuerfreibetrag beim Erbe), durch die bessere Absicherung günstigere Kreditzinsen
- kostenlose Krankenversicherung falls einer mal keiner Erwerbsarbeit nach geht
- bessere Steuerklasse und damit auch höhere, vom Netto-Einkommen abhängige, Lohnersatzleistungen (Krankengeld, Elterngeld)
- Möglichkeit den Nachnamen zu wechseln
- weniger Bürokratie bei der Geburt eines gemeinsamen Kindes
- einfachere Adoption oder Aufnahme eines Pflegekindes
- man wirkt verantwortungsvoller und konservativer, was in manchen Kreisen positiv ist
- die Erbfolge ändert sich (man enterbt die Eltern und Geschwister)
- manche mögen auch die Hochzeit selbst (Feier, tolles Kleid, ganze Familie kommt)
 
  • #3
Ich würde gern heiraten, weil ich mit meinem Partner sehr glücklich bin, ihn liebe und mit ihm alt werden möchte. w42
 
  • #4
Im zunehmenden Alter mit Stagnation / Abnahme der weiblichen Attraktivität ist das ein völlig normaler Prozess. Die Ehe gilt nicht umsonst als Absicherung der Frau. Obendrein befinden wir uns in Zeiten mit viel Ungewissheit und Negativschlagzeilen, die den "Hafen Ehe" als sicheres Ziel erscheinen lassen.
Ich würde nicht heiraten, da die Gesetzgebung und vor allem die Auslegung(!) i.d.R. zum Nachteil des Mannes verläuft. Eventuell wenn SIE sehr vermögend ist, aber auch nur nach genauer Prüfung.
 
  • #5
Auch ich wollte niemals heiraten und sah den Sinn darin nicht ein. bis ich mit Ende 40 irgendwann dachte, es wäre schön, sein Leben zu teilen, auch zu heiraten. Da mag mancher sagen, das geht ja prima auch ohne Heirat. Ja, das tut es - und nein, das tut es nicht. Für mich hat sich durch die Heirat emotional und im Grad der Nähe doch eine Änderung ergeben, wir beide finden, dass wir uns noch näher gekommen sind, eine Verbindlichkeit ohne Netz eingegangen sind, die wir beide als positiv empfinden. Füreinander einstehen, egal was kommt, in guten und kommenden schlechten Zeiten. Eine Verbindung schaffen, aus der der Ausbruch - gewollt - nicht einfach so geht, man nicht einfach so die Tür zumachen kann. Auch wenn das für manche Zyniker extrem kitschig klingen mag, so empfinden wir es beide als deutlichen Unterschied zu vorher. Was die Zukunft bringen mag, wer weiß das, aber unser Bedürfnis, sich vor der Welt zueinander zu bekennen und auch den gleichen Namen zu tragen, war extrem stark. Es ist als wenn man von einem Raum in einen anderen geht.
 
  • #6
Also ich habe vor knapp 4 Jahren geheiratet. Für uns beide war es aus Liebe und weil es sich richtig angefühlt hat. Wir wussten beide natürlich das unsere Beziehung durch eine Ehe nicht besser oder sonstwas werden würde, trotzdem fühlt es sich für uns jetzt noch verbindlicher an. Einfach wie nun wirklich angekommen in meiner eigenen Familie.
Außerdem wollten wir Kinder (inzwischen ist unsere Maus 7 Monate) und mir war ein gemeinsamer Familienname wichtig. Ja ich habe den Namen von meinem Mann angenommen weil ich das einfach schön finde.. Gehört für mich persönlich einfach dazu.
Es gab weder Überlegungen finanzieller Art, noch sonstige wirtschaftlichen oder berechnenden Gründe.
Es war von beiden freiwillig und gewollt und bis auf die Geburt unserer Tochter der schönste Tag im Leben für uns. Ja das klingt furchtbar kitschig und romantisch und vielleicht naiv aber es ist trotzdem so und ich glaube auch daran das es richtig war und halten wird.

Dazu muss ich sagen in unserem Umfeld gibt es fast keine Scheidungen. Meine Eltern sowie Schwiegereltern sind glücklich verheiratet seit Jahrzehnten. Gerade meine Schwiegereltern sind mein Vorbild. Einfach toll wieviel sie auch nach 35 Jahren Ehe noch liebevoll miteinander umgehen und wieviel gemeinsame Ziele sie noch haben. Auch sonst gibt es nur 1 Onkel der geschieden ist, inzwischen aber auch wieder verheiratet und zufrieden.

w31
 
  • #7
Ich hatte nie den kitschigen Kleinmädchentraum von einer Heirat, da ich in einer Partnerschaft viel Wert auf Freiheit und Unabhängigkeit lege. Ich brauche nicht mal eine gemeinsame Wohnung, daher erst recht keine Heirat.
 
  • #8
Hier im Forum wird hauptsächlich den Frauen geraten zu heiraten, damit sie abgesichert sind, wenn sie beruflich für die Kindererziehungszeiten kürzer treten. Insbesondere haben sie dann weniger Altervorsorge und können dann also von Witwenrente im Strebefall des Ehemannes profitieren.
Natürlich spielt auch die bessere Lohnsteuerklasse für die Partner eine Rolle.....
 
  • #9
Für mich sprechen mehr Gründe dagegen als dafür und bin lieber Ringlos glücklich mit guter Erfahrung!
Die Ehe hat garantiert kein Monopol auf glückliche Partnerschaften. Auch wer keine Lust auf eine Hochzeit hat, kann eine ernsthafte und haltbare Beziehung führen. Wer seine Liebe feiern will braucht nicht zwingend einen Standesamt-Termin wenn es im Herzen stimmt. Wer in „wilder Ehe“ zusammenlebt, profitiert auch davon, dass die Partnerschaft immer etwas „unsicher“ und weniger selbstverständlich wirkt. Dadurch bleibt auch der Alltag stets einen Tick spannender und unberechenbarer. Auch brauche ich kein Schriftstück (Trauschein) um meine Liebe zu beweisen und meine Liebe als meine Frau zu bezeichnen!
Ohne eine Scheidung kommt man aus dieser Heirats-Nummer nicht mehr raus und es ist Schluss mit lustig! Spätestens aber, wenn das „Jawort“ schon so einige Jahre verklungen ist, ist man sich des anderen ziemlich sicher und die so wichtige Romantik etc. pp. geht dahin, es dafür viele Beispiele im naheliegenden Umfeld und auch hier. Hochzeitvorbereitungen und die Hochzeit selbst ist auch Stress hoch drei; denn: Auch an diesem Tag ist es nicht unwahrscheinlich, dass man vor lauter Stress nicht viel vom ganzen Zauber genießen kann. Kosten Scheidung! Viele sind der Meinung, dass eine Scheidung nicht sehr teuer ist.
Selbst bei einer einvernehmlichen Scheidung hält der Partner auch nicht davon ab, seinen Teil vom gemeinsamen Vermögen zu beanspruchen.
Und ich bin es niemandem schuldig. Mein Herz gehört alleine mir. Nicht den Eltern, Großeltern, zukünftigen Schwiegereltern oder Freunden. Niemand sollte gegen seinen Willen heiraten, nur um irgendjemanden nicht zu enttäuschen oder ihm einen Gefallen zu tun. Keine noch so große Dankbarkeit kann einem für eine unglückliche Ehe entschädigen. Glaube mir!
Ehe kann nicht alles und ist kein Verbandskasten!
Leben hat immer mit Veränderung zu tun, die Zeit ändert alles – auch den Charakter. Das ist nun einmal der Lauf der Welt, was sich beim Partner nicht immer positiv beeinflussen lässt, auch diesbezüglich gibt es genügend Beispiele!
Meine Devise lautet: Lieber nie, als zu früh!
Wer so richtig verliebt ist – also so wirklich richtig mit stark erhöhtem Schmetterlingsaufkommen in der Magengegend - kann es manchmal gar nicht erwarten, seinen Partner vor den Traualtar zu zerren. Wer es aber mit seiner Ungeduld zu weit und/oder zu falsch treibt, kann schnell eine böse Überraschung erleben.
 
A

Ares

  • #10
Einziger Grund für mich: Liebe.

Nachdem ich damit auf die Nase gefallen bin, sehe ich es heute differenzierter. Mir ist bewusst, dass ich dieses Versprechen für ein ganzes Leben nicht halten konnte und dass ich eigentlich bei der Heirat nicht darüber nachgedacht habe, ob ich es unter allen Umständen für ein ganzes Leben halten will. Darum würde ich dieses Versprechen heute nicht mehr geben. Eine Ehe und die damit verbundenen Versprechen, aber auch juristischen Auswirkungen, als lebenslanges Konzept halte ich für nicht zielführend und in einer Beziehung für schädlich.
 
  • #11
Eine Verbindung schaffen, aus der der Ausbruch - gewollt - nicht einfach so geht, man nicht einfach so die Tür zumachen kann.
Ich persönlich stelle eine solche Aussage, die mit gesetzlichem Stempel ausgestattet ist für eine echte und innere Beziehung in Frage? Das ist genau einer der wichtigsten Gründe, warum ich es nie getan habe!
unser Bedürfnis, sich vor der Welt zueinander zu bekennen und auch den gleichen Namen zu tragen, war extrem stark. Es ist als wenn man von einem Raum in einen anderen geht.
Ich persönlich brauche mich vor der Welt nicht zu bekennen, es geht einzig alleine und ausschließlich um zwei Menschen dabei! Ich bin es niemandem schuldig! Dein Herz gehört allein dir. Und nicht etwa deinen Eltern, Großeltern, zukünftigen Schwiegereltern oder Freunden. Und auch deinem Partner gehört es nur, weil du es ihm geschenkt hast. Deswegen ist es auch allein deine Verantwortung, ob und für wen du dein Jawort aussprichst. Niemand sollte gegen seinen Willen heiraten, nur um irgendjemanden nicht zu enttäuschen oder ihm einen Gefallen zu tun. Keine noch so große Dankbarkeit kann dich für eine unglückliche Ehe entschädigen.
 
  • #12
Meine persönlichen Gründe zu heiraten sind schon öfter genannt worden, aber ich möchte hier eine erlebte Geschichte als Denkanstoß geben:

Bei einem nicht verheirateten Paar bekam der Mann Speiseröhrenkrebs.(die beiden hatten wir bei der Bestrahlung kennengelernt) Sie sicherten sich in alle Richtungen notariell ab; Patientenverfügung, umfassende Vollmachten, immer beglaubigte Kopien davon dabei, immer die private Mobilnummer des beurkundenden Notars (befreundeter Notar) für Nachfragen dabei.

Im fortgeschrittenen Stadium bekam der Mann nachts Blutungen. Einlieferung in die Notaufnahme eines Krankenhauses, in dem das Paar leider noch nicht bekannt war. Stabilisierung des Mannes und ab auf die Intensiv (er war dort noch über eine Stunde wieder bei Bewußtsein). Die Partnerin bekam die gesamte Zeit keinen Zutritt. Die Vollmachten interessierten das Personal einen Scheiß; Verweis auf das Büro. Das Sekretariat des Krankenhauses prüfte 2-3 Stunden die Dokumente.

Sie saß die ganze Zeit auf dem Gang vor der Intensiv (also nicht Gang der Intensiv, sondern davor) Irgendwann tat sich was und Schwestern und Ärzte liefen hektisch in ein Patientenzimmer (die Partnerin beobachtete durch die Tür zur Intensiv).

Dann kam jemand auf dem Sekretariat und sagte der diensthabenden Stationsschwester, dass die Dame zu dem Pateinten gelassen werden muß! Sie ging rein und sah gerade noch, wie die Apparate abgebaut wurden und ihr Lebensgefährte fertig gemacht wurde, für den Kühlraum.

Angestrengte Klage gegen das Krankenhaus (von mir finanziert mit den besten Anwälten, die für Geld zu haben sind):

Prozess verloren mit den Worten des Richters "Zwischen Diagnosestellung und Versterben hätte es für das Paar genügend Gelegenheit gegeben, ihr Verhältnis zu legitimieren. Der Staat stellt den Schutz der Ehe immer noch über ein paar Stück anderweitiges Papier und daher war das Vorgehen des Krankenhauspersonals verhältnismäßig"

V.m45
 
  • #13
Hallo!
Nee, die Ehe ist nicht einfach nur eine Feier und ein Stück Papier.
Die Ehe zieht viele rechtliche Folgen nach sich - positive und negative. Meine Vorschreiber haben das schon dargestellt.
Ich bin immer wieder erstaunt, dass Leute beim Kauf eines Autos, Abschluss eines Miet- oder Arbeitsvertrags lange überlegen und sich beraten lassen - auch juristisch. Beim Kauf einer Immobilie klärt der Notar lange über Risiken, Rechte und Pflichten auf. Über die Erstellung einer Vorsorgevollmacht und eines Testaments denkt man lange nach.
Aber bei der standesamtlichen Hochzeit, die viel gravierendere Folgen hat, und mit der eine Vielzahl an juristischen Konsequenzen folgen, wird darüber nicht gesprochen. Dann soll es nur ums Gefühl gehen.
Merkwürdig
 
  • #14
Das liegt doch auf der Hand: Nein, weil...
...Scheidung teuer und Kräfteraubend ist
...man im Endeffekt keine finanziellen Vorteile hat
...man nur abgesichert sein muss, wenn man Kinder hat (es sei denn, man findet es toll unselbständig zu sein und vom Partner versorgt zu werden) -> möchte ich nicht
...es total stressig ist und ein Haufen Geld kostet, wovon ich lieber unverheiratet mit meinem Partner in den Urlaub fliege.

Noch Fragen?? :D Ich denke nicht.
 
  • #15
Ich möchte nicht heiraten, weil
- ich bei einer Scheidung finanzielle Nachteile hätte.
- weil ich mich unfrei fühlen würde, ich möchte jederzeit, quasi tagesaktuell entscheiden können, ob ich mit meinem Freund zusammenbleiben möchte und nicht verharren, weil mir der Bürokratiekram zu mühsam wäre.
- weil ich alles, was ich mit einer Feier assoziiere, bieder und schleimig finde, noch dazu teuer. Wenn überhaupt, würde ich im Standesamt heiraten, in einem Kostüm, das ich schon habe und danach würden wir mit 10 Leuten essen gehen und mir peinliche Reden verbitten.
- weil das Kind dann ohne wenn und aber zu mir gehört und ich alles alleine entscheiden kann.
- weil ich für mich nichts finde, das für eine Hochzeit spricht.

Hintergrund I:
Ich bin beim Vater aufgewachsen, meine Eltern haben sich getrennt, als ich drei Jahre alt war.
Mit meinem Ex / Kindesvater war ich nicht verheiratet und schlage noch heute drei Kreuze, denn anderenfalls würde ich bis zum St.Nimmerleinstag bezahlen, denn er ist ein Parasit und lebt vom Staat.

Hintergrund II: Mein Freund möchte mich heiraten und startet gelegentlich Testballons ( 'also, wenn du mich fragen würdest, ob ich dich heiraten will, würde ich nicht nein sagen' ).
Ich reagiere darauf, indem ich lache, ihn in den Arm nehme und sage, dass ich das sehr süß finde. Mehr nicht. Ich hoffe, dass er nicht direkt fragt, denn dann muß ich hart antworten und das geht sicher nicht spurenlos an ihm und unserer Beziehung vorbei. Nebenbei, um Mutmaßungen vorwegzunehmen: er ist der beste Mann, der mir je begegnet ist und ich kann mir sehr gut vorstellen, mit ihm zusammenzubleiben, bis einer von uns stirbt.
Er verdient genug Geld für sich und er versteht sich super mit meiner Tochter. Das alles ist es nicht.

w 48
 
  • #16
Vertrauen, Liebe, Absicherung etc. Unabhängig davon was meine Vorschreiber meinen. Ich bin verheiratet und werde evtl. heuer geschieden. Aber viele Negativpunkte müssen doch gar nicht zutreffen. Unser Hochzeit war günstig (wenige € 100,00). Kostenargument passe. Wenn wir uns Scheiden lassen, dann geht das im Guten. Stressargument passe.
Ich würde auch nochmal heiraten. Mann kann es immer alles schwarz malen oder bunt sehen. 50 % alle langfristigen Beziehungen gehen auseinander. Aber 50 % halten.
Und wenn hier jemand meint, ein Auto wird immer mit Vertrag gekauft...Privat kaufe ich so eines auch mit Handschlag und Vertrauen. Und wenn von vornherein so wenig Vertrauen da ist, dann käme mir zumindest mal Zweifel an der Qualität der Beziehung...
 
  • #17
Ich bin jetzt 20 Jahre geschieden und wollte in meiner letzten Beziehung (15 Jahre Partnerschaft) nie heiraten.
Ich hatte bei diesem Mann nie das Gefühl, ja diesen Mann würde ich gerne heiraten! Und es war auch gut so.
Doch jetzt lebe ich seit 2 1/2 Jahren mit einem Mann zusammen, den ich gerne heiraten würde - weil ich Ihn liebe!
Er jedoch ist erst seit 1 1/2 Jahre geschieden - ich war nicht sein Trennungs-und Scheidungsgrund!
Alleine aus dieser Tatsache, dass seine Scheidung erst so kurzfristig war, würde ich ihn nie unter Druck setzen mich zu heiraten.
Entweder er will es oder nicht (und dann ist es auch gut)!

w/52
 
  • #18
Aber bei der standesamtlichen Hochzeit, die viel gravierendere Folgen hat, und mit der eine Vielzahl an juristischen Konsequenzen folgen, wird darüber nicht gesprochen. Dann soll es nur ums Gefühl gehen.
Merkwürdig
Ich vermute: Würde man die Brautpaare vor der Trauung umfassend aufklären, würde ca. die Hälfte nicht mehr heiraten wollen. Und die andere Hälfte verlangt Bedenkzeit.(Um sich z.B. mit einem Anwalt zu beraten)

Erbrecht: Will man eine Immobilie an den Partner/in vererben, ist das fast nur als Ehepaar möglich. Wegen der wesentlich höheren Freibeträge bei der Erbschaftssteuer.

Ansonsten: Was nützt eine geerbte Immobilie, wenn man sie wegen der höheren Erbschaftssteuer verkaufen muß ?
Der Verstorbene wünscht sich, dass sein Partner/in darin wohnt.
Aber sie kann es nicht, weil sie die Erbschaftssteuer nicht bezahlen kann. Weil sie nicht verheiratet waren. Für mich: Unfair.

Eine EheFRAU mußte bei der Scheidung 120.000 DM Vermögensausgleich an ihren Ehemann bezahlen. Zwölf Jahre später soll sie monatlichen Unterhalt wegen ihm bezahlen.
Sie gab ihren Job auf, damit man ihr nichts pfänden kann.
Alles nur, weil sie mal geheiratet haben. Als (ehem.) unverheiratetes Paar müßte sie das Alles nicht zahlen.

Zumal sie auch während der Ehe mehr Einkommen hatte, als ihr Ehemann. (Aber später weniger Rente durch den Rentenausgleich)

Jeder Ehepartner kann auf Namen und Rechnung seines Ehepartners einkaufen gehen. Es sei denn, der Partner unterbindet das, mit einem gerichtlichen Verfahren.

Eine Ehefrau trennte sich heimlich von ihrem Ehemann und zog mit den drei Kindern und dem halben Hausrat aus. Unterwegs kaufte sie einen Couchtisch - Rechnung ging an ihren Ehemann.

Unser Staat will Ehe und Familie besonders schützen.
Es scheint aber eher, man muß juristisch Paare und Familie vor dem Staat schützen ?
 
P

Provence

  • #19
Im zunehmenden Alter mit Stagnation / Abnahme der weiblichen Attraktivität ist das ein völlig normaler Prozess. Die Ehe gilt nicht umsonst als Absicherung der Frau.
So’n Quatsch! Abnahme der weiblichen Attraktivität ?? Dann müsste ich ja wohl ständig damit rechnen, dass mein Partner bei der nächstmöglichen Gelegenheit (der Begegnung mit einer hübscheren Frau) ausreißt? Absicherung durch Heirat? Ebenso eine völlig abstruse Vorstellung … Es gibt ja auch die Möglichkeit der Gütertrennung oder die eines Ehevertrages, der den Versorgungsausgleich (und mehr) ausschließt, usw.

Dem von @Valmont #12 beschriebenen Fall kann man überall, auch verheiratet, begegnen: z.B. wenn die Eheleute unterschiedliche Familiennamen haben. Ich selbst habe aber die Erfahrung gemacht, dass notariell beglaubigte Vollmachten überall problemlos anerkannt werden.

Steuervorteile entfallen, sobald beide Partner annähernd gleich viel (oder wenig) verdienen. Also auch kein Grund.

Bleibt die Liebe. Oder das bessere Bauchgefühl. Beides subjektive, aber gute Gründe. Nicht für mich, aber das steht auf einem anderen Blatt ...
 
  • #20
Nach 2 Ehen weiß ich nicht, ob nochmal. Eher unwahrscheinlich, aber wer weiß. Die Idee der freien Trauung finde ich gut und würde genau den Gefühl entsprechen, warum ich nochmals heiraten würde.
Heirat ist für mich die Zeremonie, das Versprechen gegenüber dem anderen, ein sehr grundlegendes Bekenntnis zur Beziehung. Mein Mann / meine Frau klingt doch anders und fühlt sich für mich anders an als Lebensabschnittspartner. Wenn es passt, fühlt es sich für mich schon gut an, "meine Frau".
Wenn dieses Bedürfnis da wäre, mich so zu bekennen, dann sprechen auch sicherlich manche rechtlichen Aspekte dafür, so wie in der Geschichte von Valmont.

Man kann sich auch friedlich trennen.
Vor der letzten Eheschließung hatten mein Ex und ich einen sehr ausführlichen Ehevertrag geschlossen - mit Unterhaltsverzicht, Vermögensklärung, etc., was uns dann eine sehr komplikationslose und einfache Scheidung ermöglichte, einvernehmlich, sehr günstig und keiner hatte / hat finanzielle Nachteile.
Aufwand 1h Anwalt für die Unterlagen, 10min bei Gericht.. (und einige sehr sachliche Gespräche zwischen uns beiden für die Details, aber nachdem wir beide keinen Ärger wollten, wozu auch )
Es ist also regelbar, und ich würde vor einer Eheschließung immer einen Ehevertrag abschließen, zur beidseitigen Sicherheit.
 
  • #21
Gründe wieso Menschen heiraten?
Ich glaube die meisten Menschen die das machen, machen sich darüber keine große Gedanken, erst dann viel mehr, wenn sie die Ehe wieder auflösen möchten, sprich die Trennung umsetzen und die Scheidung einreichen! Die verspätete Reue mit finanziellen Forderungen kommen dann zum Tragen, meist im Rosenkrieg!
 
  • #22
Männer meinen ja oft, Frauen würden v.a. aus finanziellen Gründen heiraten wollen...aber ich denke, dem ist nicht so, zumindest nicht bei der überwiegenden Mehrheit, schon gar nicht bei Akademikerinnen.

Nach allem, was ich so in Gesprächen und in Foren mitbekommen habe, geht es der typischen "Heiratswütigen" (damit meine ich Frauen, die ihren Freund verlassen würden, wenn es keine Hochzeit gibt) vielmehr darum, sich selbst und der Umwelt etwas zu beweisen. Auch wenn man weiß, dass eine Ehe keine Garantie darstellt, sieht man in der Bereitschaft, das Wagnis einzugehen, doch zunächst mal einen Liebesbeweis. Und auch alle anderen sollen sehen, dass man es geschafft hat, diesen tollen Mann zum Versprechen aller Versprechen zu bewegen. Damit kann man sich aufwerten gegenüber anderen Frauen, die es "nur" zur Freundin/Lebenspartnerin "schaffen". Und auf das Geheiratetwerden kann man sich umso mehr einbilden, je skeptischer Männer dem Thema Ehe gegenüberstehen. Wenn die meisten Männer davor zurückschrecken, kann man es ja erst recht als außergewöhnlichen Liebesbeweis sehen, wenn einer sich doch darauf einlässt.

In vielen Fällen geht es ums weibliche Ego, um Sicherheitsstreben - mehr emotionaler als finanzieller Natur - und um intrageschlechtlichen Wettbewerb.

Als bei mir vor einiger Zeit die ersten Hochzeitseinladungen eintrudelten, stieß ich auf der Suche nach Infos zu Geschenken, Kleiderordnungs-Nogos etc. auf ein Hochzeitsforum. Aus Neugier habe ich dort etwas rumgestöbert und fand u.a. einen Thread "wir warten auf den Antrag" oder so ähnlich, in dem sich lauter verzweifelte Ehe-Aspirantinnen versammelten. Das war erhellend, aber auch erschreckend. Wer den Heiratswahn mancher Frauen verstehen will, sollte mal in so ein Forum schauen. Wobei man natürlich fragen muss, wie repräsentiv sowas ist; ob dort nicht eine bestimmte Klientel überproportional vertreten ist. Nämlich die Klientel, der es mehr um den Status "Ehefrau" und um die bombastische Feier geht als um den Mann dazu.

Es gibt ja auch den Spruch: je rauschender die Hochzeitsfeier, desto kürzer die Ehe - kann mir gut vorstellen, dass da was dran ist.

Ich persönlich finde die Vorstellung, sich in einer romantischen Zeremonie ein Versprechen zu geben, schon romantisch, aber ich MUSS das nicht haben. Wenn man nicht heiratet, sollte man aber bestimmte Vorkehrungen treffen z.B. für den Krankheitsfall.
 
  • #23
Ich war schon einmal verheiratet und würde auch wieder heiraten.
Der Grund: Liebe.
Meine 1.Hochzeit war nicht teuer und meine Scheidung nach über 20 Jahren war auch nicht teuert. Teuer wird es nur, wenn man es so macht. Wir haben nur standesamtlich im kleinen Kreis geheiratet und das würde ich auch wieder so machen. Das kostet keine 500,-.
Und unsere Scheidung war damals auch nicht teuer, weil wir uns gütlich geeinigt haben und die Vermögenswerte schon vorher aufgeteilt haben.
Ich liebe einen Partner und darum würde ich ihn sofort heiraten (werde ich wohl demnächst auch). Warum auch nicht. Ich muss nicht versorgt werden und muss auch nicht froh sein, dass mich noch ein Mann nimmt. Wir lieben uns einfach und hoffen, dass es bis zum Lebensende reicht. Wenn nicht, ist auch alles geregelt, keiner wird den anderen ausnehmen.
 
  • #24
Ich hätte auch nicht unbedingt heiraten "müssen". Nun bin ich aber wirklich sehr glücklich darüber und kann nur bestätigen, dass es sich dadurch wirklich vertiefter und inniger anfühlt.

Mein Mann war die treibende Kraft und hätte es auf Dauer nicht ertragen, ohne Trauschein zusammenzuleben. Daher auch an @frei der Rat: schaue genau, wie wichtig dies Deinem Partner ist. Die meisten Deiner Ängste können durch vereinbarte Gütertrennung und einen Ehevertrag aus dem Weg geräumt werden.
Es gibt Menschen für die eine Heirat essentiell ist, für andere hingegen nur ein nice-to-have, für andere ein No-go. Wenn ein Mensch zur ersten Gruppe gehört, dann frisst ihn die Zurückweisung irgendwann auf und es kommt unweigerlich zur Trennung.

Kleinmütige Ängste, wie sie hier viele Männer äußern, zeugen bereits davon, dass sie nicht fähig sind, zu einer lebenslangen Verbindung mit einem Menschen. Mein Mann ist nicht so: Er verdient sehr gut und teilt alles mit mir (gemeinsame Konten, gemeinsame Immobilien), er glaubt einfach an uns. Ich würde für ihn auch durchs Feuer gehen. Kopfschüttelnd lese ich hier immer Beiträge von Frauen, die Männer abwerten, weil sie beruflich scheitern. Ich habe in meinem ersten Beruf so viele junge Menschen sterben sehen. Was ist dagegen eine Phase der Arbeitslosigkeit, pah! Wie könnte das meine Liebe zu meinem Mann minimieren? Ich bin überglücklich, dass er lebt und bei mir ist! Dieses Glück mache ich mir auch immer wieder bewusst, z.B. wenn er von einer langen Autofahrt kommt etc.

Zudem haben wir auch beide das Glück, dass wir aus Familien kommen, denen Scheidung unbekannt ist. Wir überblicken mehr als 50 Ehepaare in beiden Familien über lange Zeiträume. Seine Familie ist traditionell und katholisch, vielleicht gibt es dort häßliche Ehen, die nur wegen des Leumunds erhalten wurden (kommt mir aber nicht so vor!). Meine Familie ist protestantisch-gewerkschaftlich-sozialdemokratisch geprägt. Nie habe ich auch nur ein schlechtes Wort über Scheidungen oder Geschiedene gehört. Das ist bei uns kein Stigma, nicht im Geringsten. Ich sehe die schuldlose Scheidung als wichtige feministische Errungenschaft! Dennoch hilft es viel, wenn man Vorbilder hat und dadurch die Zuversicht es zu schaffen!
 
G

Ga_ui

  • #25
Die Basis fürs Nichtheiraten wurde bei mir schon früh im Elternhaus gelegt: Eltern und Großeltern haben mich nie in Ruhe gelassen mit dem Thema und haben viel über mich im Leben bestimmt, wie es zu laufen hat. Auch beruflich, freundschaftlich ... wen ich als Freund und Freunde haben durfte. Das prägt. Ich war im späten Erwachsenenalter also erstmal froh, alleine zu sein, und Herr meines eigenen Universums zu sein.

Ich bin 10 Jahre älter als du, da hat man schon längere Beziehungen hinter sich, die zwecks verkorkster Erziehung genauso verkorkst abliefen, und man weiß da dann schon, dass eine Beziehung höchstwahrscheinlich nicht bis zur Rente hält, wenn man wirklich realistisch bleibt.
Ich hätte gar nicht das Geld für eine Scheidung, zusammenwohnen, usw. Man ist damit wieder sehr schnell abhängig.

Ehrlich gesagt stelle ich auch fest, dass viele in meiner Generation so sind wie ich. Sie wollen einfach nur ihre Ruhe gelassen werden und allein sein. Zudem wollen kinderlose Mittdreißigjährige meist keine Kinder mehr, wo sich eine Ehe rentieren würde. Gerade zwischen 30 und 40 strebt eine Karriere an. In diesen Jahren kann man sich beruflich gut und ungestört ausleben. Mit 40 muss man damit nämlich nicht mehr anfangen!

Ich habe einige alte Bekannten und sogar meine Verehrer und Ex-Freunde dieses Jahr heiraten sehen. Ich könnte mir vorstellen, dass die Ehe sehr lange hält. Die sind aber anders als ich. Das sind einfach Menschen, die unter gar keinen Umständen allein sein wollen, sich sexuell nicht exzessiv ausleben müssen, und jeden Tag jemanden um sich brauchen.
 
  • #26
Ich würde auf jeden Fall ein zweites Mal heiraten, aus Liebe und tiefer Verbundenheit. Ohne wenn und aber, weil mein heutiger Partner einfach der Richtige ist. Da kann man mir noch so viele rationale Gründe aufzählen, die dagegen sprechen könnten. Ein Eheversprechen ist für mich einfach die Krönung einer Beziehung.
Dieser Wunsch besteht aber erst, seit ich mit meinem heutigen Partner zusammen bin.

Meine erste Heirat in jungen Jahren war rückblickend ein Fehler. Ich habe mich dazu hinreißen lassen, obwohl mir das Zusammenleben ohne Trauschein (und mit Kind) völlig gereicht hätte. Nach der Scheidung habe ich mir geschworen, so einen Fehler kein zweites Mal zu machen. Mit Fehler meine ich aber nicht die Heirat per se, sondern die falsche Partnerwahl plus Heirat.

Mein heutiger Partner ist auch geschieden, aber seine Ex-Frau und er haben sich so einvernehmlich und fair getrennt, dass sie heute noch einen guten Kontakt zueinander haben. Das imponiert mir sehr und es passt zum Charakter meines Partners. Da ich ähnlich gestrickt bin, bin ich davon überzeugt, dass wir - im schlimmsten Fall - selbst eine Trennung vernünftig und respektvoll hinbekommen würden. Also auch das ist für mich kein Argument.

Und zum Thema "alternatives Liebes-Versprechen ohne rechtliche Konsequenzen": Ganz bestimmt eine schöne Alternative. Aber ein klassisches Eheversprechen hat für mich einen ganz anderen gesellschaftlichen Stellenwert.

Finanzielle Aspekte spielen dabei für mich übrigens keine Rolle, da ich schon immer auf eigenen Beinen stand und sicher nicht vorhabe, daran nach einer Heirat etwas zu ändern. Also: Heiraten nur aus Liebe.
w, Ü50
 
  • #27
Ich hätte früher gerne geheiratet, aber jetzt nicht mehr. Die Männer meiner gewünschten Altersgruppe sind mindestens einmal geschieden (ja, die erste und manchmal sogar zweite Frau wurde natürlich geheiratet, die dritte ist es dann nicht mehr wert) und extrem verbittert.
Wenn ein Mann kein Bedürfnis hat mich zu fragen, dann würde ich von mir aus auch niemals drängen, dazu wäre ich zu stolz. Aber ja, irgendwo träume ich immer noch von einem Mann, der mich fragt, weil er mich liebt. Die anderen Gründe sind typisch deutsche Bürokratenüberlegungen und lassen sich mit einem Ehevertrag regeln.
 
  • #28
Deiner Ängste können durch vereinbarte Gütertrennung und einen Ehevertrag aus dem Weg geräumt werden.
Die Eheverträge sind in der Regel noch nicht einmal das Papier wert, auf denen Sie gedruckt sind. Da verdienen nur die Notare und Anwälte, die diese Verträge ausarbeiten.
Z.B. 1. Trennungsunterhalt wird auch trotz Ehevertrag fällig.
2. Nachehelicher Unterhalt ebenso.
Sollte dies im Ehevertrag ausgeschlossen sein, dann kann man schon diesen Vertrag anfechten, da er gegen bestehendes Recht ist.
Ein Ehevertrag macht nur Sinn, wenn beide dasselbe Einkommen haben und deshalb Pkt. 1 + 2 nicht anfällt. Nur in diesen Fall benötigt man sowieso keinen Ehevertrag.
 
P

Provence

  • #29
Sollte dies im Ehevertrag ausgeschlossen sein, dann kann man schon diesen Vertrag anfechten, da er gegen bestehendes Recht ist.
Das trifft nur dann zu, wenn der Ehevertrag »sittenwidrig« ist: falls unterhaltspflichtige Kinder da sind, die darin nicht berücksichtigt wurden. Oder der/die Partner/in zeitnah unvorhergesehen »ohne eigene Einkünfte« ist.

Hat das Paar keine Kinder (bzw. ist aus dem gebärfähigen Alter heraus) oder tritt die Erwerbslosigkeit eines Partners Jahre später ein, schmälert das die vereinbarten Punkte im Ehevertrag nicht. Besonders der Zugewinnausgleich kann über einen Ehevertrag ausgeschlossen werden. Sofern beide Partner zum Zeitpunkt der Vereinbarung vergleichbare Einkünfte hatten.
 
  • #30
Die Eheverträge sind in der Regel noch nicht einmal das Papier wert,
Wenn man Gütertrennung vereinbart, dann gehen die finanziellen Risiken gleich NULL. Allerdings kann man dann auch nicht gemeinsam wirtschaften und die dazugehörigen steuerlichen Vorteile ausschöpfen.
Bezüglich deiner vorgebrachten Ängste bezgl. des Trennungsunterhalts kann ich nur sagen: dieser ist doch m.W. nur fällig, bis die Ehe rechtskräftig geschieden ist? Das sind doch nur max. 3 Jahre (und es ist sehr selten, dass es so lange dauert, üblich sind 12 Monate!). Ich empfinde solche Äußerungen, wie den oben zitierten, als bloße Propaganda.