• #1

Grenzen setzen

Unsere Grenzen werden ständig getestet, sie wurden auch schon oft überschritten. Besonders schlimm ist, wenn wir unsere eigenen Grenzen kennen und sie nicht respektieren.

Bei mir ist es in der Familie so. Ich muss auch jetzt noch lernen Grenzen zu setzen. Im Job habe ich es auch mal massiv erlebt, es war dort sexuelle Belästigung, ich habe mich gewehrt, wurde nicht ernst genommen und bin gegangen (und nein nicht in diesem Escort Job, erstaunlicherweise nicht! Dort kam das nie vor, wurden Grenzen respektiert. Es war in einem normalen Bürojob...den Escort Job habe ich übrigens aufgegeben!):

Auch sind es bei mir alltägliche Dinge. Zum Beispiel fängt das schon als Kind an. Jemand hat etwas zu Essen, fragt willst du probieren? Ich sagte Nein, die Person fragt wieder nach. Will einem überzeugen zu probieren. Diese Leute meinen es zwar nur gut, aber es ist nervig. Ich werde sehr wütend wenn meine Grenzen nicht respektiert werden.

Das zieht sich durch das ganze Leben. Als Teenager habe ich nie Alkohol getrunken und auch nie geraucht. Bis heute. Ich musste mich aber jahrelang konsequent durchsetzen. Heute wird mal nachgefragt warum ich nicht trinke. Ich zähle dann ein paar meiner Gründe auf, aber es wird sofort akzeptiert. Nur ein paar Männer die mich abschleppen wollen und sowieso fragwürdig sind akzeptieren diese Grenzen nicht. Aber ich gehe dann weg.

Das Gleiche mit der Sexualität. Dort wird immer viel versucht. Es sind auch oft Dinge wie z.B. einfach Hand auf Schoss legen, Hand nehmen. Auf einer Geburtstagsparty letzten Mai war mir wegen einer Frau nicht ganz wohl. Ich habe dann aus Not heraus mich mit einem Typen dort unterhalten. Ich fand ihn nie ganz sympathisch. Später als ich auf der Couch sass, hat er einfach meine Hand genommen. Ich fand das totale Grenzüberschreitung. Ich habe nichts gesagt aber bald meine Hand weggezogen und bin aufgestanden. Später hat er noch gefragt, ob ich zu ihm nach Hause komme. Ich habe Nein gesagt. Wieder hat er 1-2 x gefragt ob ich nicht will. Warum wird es nicht beim ersten Mal Nein sofort akzeptiert? Das nervt mich. Ich war konsequent und habe noch 2 weitere Male Nein gesagt. Der Typ hat später behauptet, es wären nur kulturelle Unterschiede und er wollte, dass ich bei ihm übernachte auf der Couch, damit das Birthday Kind eine gute freie Nacht mit ihrem Freund haben kann. So ein Stuss!

Das sind alles Situationen, in denen meine Grenzen ausgetestet werden. Ihr kennt das sicher alle.

Meine Frage:, vor allem an Leute die mehr Lebenserfahrung haben als ich:

1) Wie kann ich schnellst möglichst lernen, mir sämtliche Grenzen konsequent zu setzen und danach zu handeln? Ich gehe an Familienaufstellungen, bin mir dessen jetzt bewusst und möchte intensiv daran arbeiten. Habt ihr noch weitere Tipps?
2) Wie habt ihr es gelernt? Was habt ihr gemacht? Ist es ein lebenslanger Prozess? Ich hoffe nicht?
3) Wann habt ihr es gelernt? Ich bin jetzt 25.
4) Was sind eure Erfahrungen?

Bin dankbar um jeden Denkanstoss.
 
  • #2
Sei nicht nett bei grenzüberschreitendem Verhalten. Werde laut, dass es auch jeder mitbekommt. Höflichkeit ist zwar fein, aber in diesem Fall behindernd. Es hilft. Ich würde vor 89 Jahren beim Trampen vom Fahrer, zugegebener Maßen auf Recht hilflose Art, angemacht, er wolle bis zur Stadt meine Hand halten. Mein Mund klappte auf, meine Lungen füllten sich mit Luft und ich schrie ihn an was ihm einfiele, was er sich einbilden würde, aber ohne ihn zu beleidigen. Ich wusste selber nicht, dass ich das kann, es passierte ohne eine Sekunde nachzudenken, einfach so. Er schämte sich sofort, entschuldigte sich und ließ mich im Ort raus. Ok, mir ging der Po auf Eis, aber ich hab's getan. Solltest du auch tun. Du musst das üben, anfangs wird es merkwürdig sein, aber bitte werde laut, es soll jeder mitbekommen. Das wird dir auch im Leben helfen, dich durchzusetzen und respektiert zu werden. Glaube einer alten Frau.
 
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  • #3
1) Schnell geht da gar nichts, weil du jahrelang dieses Verhalten antrainiert hast. Es sei denn du bist bereit, es zu ändern, nicht nur vom Kopf her, sondern wirklich innerlich soweit bist. Oder du hast eines Tages die Schnauze voll, dann geht es sehr schnell.
2)Leider doch, da du wie ein Schüler dich jedes Mal steigerst und "schwierigere" Aufgaben bekommst. Aber keine Sorge, es wird jedes Mal leichter 😉. Meine Grenze war erreicht und ab da ging es ratz fatz🤓.Wenn du nicht der Freund der radikaler Schritte bist, fange mit Kleinigkeiten ab, bei deinen Freunden oder Eltern. Also nicht immer ans Telefon gehen oder dem Treffen zusagen etc.
3) Ich habe mich erst mit Ende 30 von meinen Eltern und meinem Ex emanzipiert, aber erlebe nachwievor Situationen, wo es Probleme gibt.
4)Bei mir fallen die Veränderungen sehr schwer, bzw. der Weg dahin. Sobald ich Entscheidungen getroffen habe, geht es schnell und mühelos, also ich kann die Umgebung verändern und mich an was neues schnell anpassen, aber es dauert ewig, bis ich innerlich bereit bin, diese Veränderung zuzulassen. Ich bin innerlich nicht reif und warte, bis jemand kommt und es für mich erledigt😉. Sagen wir so - ich habe keine Probleme, weiter zu gehen, nur muss mich jemand beim ersten Schritt stupsen🙈. Also, schau, woran es wirklich bei dir liegt, dass du nicht handelst.
 
  • #4
Du musst die Grenzen, die Du setzen willst, wirklich wollen.

Gerade bei Männern, wenn Du Dich einerseits ständig gebauchpinselt fühlst, wenn Dir ein Mann Aufmerksamkeit schenkt, dann transportierst Du einfach nicht Deine Grenze.

Es sind auch oft Dinge wie z.B. einfach Hand auf Schoss legen, Hand nehmen.
Warum pfefferst Du dem Mann nicht eine, da kann ich nur sagen selbst schuld. Gegen Übergriffe muss man sich als Frau wehren und das mit allen Mitteln die ich habe. Einem habe ich als seine Hand dort hin wollte wo sie nichts zu suchen hat, die Fingernägel tief in seine Hand gegraben. Der hatte Tränen in den Augen.

Mein Vater hat mir als Kind gesagt, wenn mir einer was will, dann kann ich mir schnappen was greifbar ist und mich zur Wehr setzen.

Damit Du das lernen kannst, besorge Dir gute Erziehungsliteratur, denn es ist nichts anders als das was Eltern auch oft lernen müssen, Grenzen setzen.

Und dann hast Du direkt noch eine Fliege mit der Klappe geschlagen und Deine Kinder später tanzen Dir nicht auf Deiner Nase rum.
 
  • #5
Du musst die Grenzen, die Du setzen willst, wirklich wollen.

Gerade bei Männern, wenn Du Dich einerseits ständig gebauchpinselt fühlst, wenn Dir ein Mann Aufmerksamkeit schenkt, dann transportierst Du einfach nicht Deine Grenze.


Warum pfefferst Du dem Mann nicht eine, da kann ich nur sagen selbst schuld. Gegen Übergriffe muss man sich als Frau wehren und das mit allen Mitteln die ich habe. Einem habe ich als seine Hand dort hin wollte wo sie nichts zu suchen hat, die Fingernägel tief in seine Hand gegraben. Der hatte Tränen in den Augen.

Mein Vater hat mir als Kind gesagt, wenn mir einer was will, dann kann ich mir schnappen was greifbar ist und mich zur Wehr setzen.

Damit Du das lernen kannst, besorge Dir gute Erziehungsliteratur, denn es ist nichts anders als das was Eltern auch oft lernen müssen, Grenzen setzen.

Und dann hast Du direkt noch eine Fliege mit der Klappe geschlagen und Deine Kinder später tanzen Dir nicht auf Deiner Nase rum.
Ja, damit habe ich Mühe, jemanden zu schlagen. Das habe ich noch nie gemacht. Das Einzige was ich mache, ist zu gehen. Ich ziehe mich zurück. Ich gehe nicht offen auf Konfrontationskurs. Sollte ich das dringend ändern?

Kennst du gute Erziehungsliteratur? Denkst du, auch ein Wahrnehmungskurs oder Selbstverteidigung wären sinnvoll? Diese Übergriffe passieren selten, aber ein paar Mal kam es vor. Jedes Mal ging ich weg, ohne die Konfrontation zu suchen. Ehrlich gesagt habe ich auch Angst vor solchen Leute. Ich habe schon gehört, dass sie dann evtl. schlagen oder so. Ich will weg und raus aus der Situation, aber keinen zusätzlichen Ärger. Verstehst du meine Sichtweise?
 
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  • #6
Du kommst mir in Deinen Kommentaren immer wie ein junges Mädchen vor, dass morgens stundenlang vom Spiegel steht, sich durch die Haare streift und meint es sei die Tollste. Und die wenigen Dinge, die noch nicht perfekt sind, besserst Du aus, indem Du zwei kurze Videos auf YouTube schaust, weil für mehr die Energie nicht reicht.

Unsere Grenzen werden ständig getestet, sie wurden auch schon oft überschritten.

Machst Du auch jeden Tag bei anderen, vergessen?

Besonders schlimm ist, wenn wir unsere eigenen Grenzen kennen und sie nicht respektieren.

Deine Aufgabe, nicht die der anderen.


Du willst mit 25 aufhören zu lernen, Dein Leben geniessen.


woran lag es?

Ich werde sehr wütend wenn meine Grenzen nicht respektiert werden.

Nicht gut. Da klingelt es schon bei mir.

Ich habe dann aus Not heraus mich mit einem Typen dort unterhalten. Ich fand ihn nie ganz sympathisch.

Du hast ihn ausgenutzt, manipuliert.
Das ist natürlich okay.

Später als ich auf der Couch sass, hat er einfach meine Hand genommen. Ich fand das totale Grenzüberschreitung.

Das darf er natürlich nicht.

Ich habe nichts gesagt aber bald meine Hand weggezogen und bin aufgestanden.

Hast doch die Grenze gezogen.

Warum wird es nicht beim ersten Mal Nein sofort akzeptiert? Das nervt mich. Ich war konsequent und habe noch 2 weitere Male Nein gesagt.

Kann es sein, dass Du schon bei Kleinigkeiten überreagierst, weil Du ständig Angst hast, dass andere Deine Grenzen verletzen? Dein Mindset.


Du wirst Dein Leben lang lernen, lernen und lernen oder was willst Du mit 29 machen?

Sei nicht nett bei grenzüberschreitendem Verhalten.

Sei nett, weil es Deine unsichtbaren Grenzen sind, die niemand erkennen kann. Sei Dir bewusst, dass Du täglich die Grenzen anderer verletzt, die rotzen Dich auch nicht permanent an, oder?


Sprich normal, es braucht nicht jeder mitbekommen, dass Du Dich nicht unter Kontrolle hast.

Ich würde vor 89 Jahren beim Trampen ... Glaube einer alten Frau.

In Deinem Alter wäre ich froh, die Schrift auf dem Monitor noch lesen zu können.
 
  • #7
Ich könnte mir vorstellen, dass man sich etwas sicherer fühlt, wenn man weiß: Man könnte sich notfalls verteidigen. Selbstüberschätzung wäre allerdings ein Fehler. Man könnte trotzdem in unangenehme Situationen geraten, wo Frau klar den Kürzeren ziehen würde.

Aber so ein Selbstverteidigungskurs bringt vielleicht eine etwas selbstsicherere Ausstrahlung

Viel besser natürlich, sich niemals selbst in Gefahr zu begeben.

Damit habe ich Mühe, jemanden zu schlagen. Das habe ich noch nie gemacht. Das Einzige was ich mache, ist zu gehen.
So habe ich das immer gehandhabt. Ich habe noch nie jemanden geschlagen. Ich könnte das gar nicht.

In Notsituationen - wenn man wirklich körperlich bedrängt würde - käme das wohl ganz automatisch. Mit 14 habe ich das allerdings leider auch nicht fertiggebracht.

Grenzen zu setzen ist immens wichtig. Ich habe das leider erst sehr spät verstanden.
 
  • #8
Ja, damit habe ich Mühe, jemanden zu schlagen.

Das sollst Du auch nicht.
Mein Gott, was für Ratschläge hier.

Das Einzige was ich mache, ist zu gehen. Ich ziehe mich zurück. Ich gehe nicht offen auf Konfrontationskurs.

Du hast Angst davor Grenzen zu setzen und Angst davor Konflikte offen auszutragen, weil Du gelernt, hast dass diese zu Deinen Ungunsten ausgehen werden. Kindheitsmuster, übergriffige Bezugspersonen.


Denkst du, auch ein Wahrnehmungskurs oder Selbstverteidigung wären sinnvoll?

Du must Dein Muster verstehen, Du brauchst keinen SV-Kurs. Wozu? Setze Grenzen, konsequet, habe Dich unter Kontrolle. Gut ist.

Jedes Mal ging ich weg, ohne die Konfrontation zu suchen. Ehrlich gesagt habe ich auch Angst vor solchen Leute. Ich habe schon gehört, dass sie dann evtl. schlagen oder so.

Negativistische Grundeinstellung.
Deshalb wertest Du auch wiederholt Menschen in Deinem Umfeld ab.

Ich will weg und raus aus der Situation, aber keinen zusätzlichen Ärger.

Jede Situation in Deinem Leben wird von Dir als Einmischung in Deine Angelegenheiten interpretiert.
Lebensmotto: "Zeige nicht wer Du bist. Wehre Dich versteckt. Übernehme für nichts die Verantwortung. Schleiche Dich aus jedem Konflikt." - Deine Baustelle.
 
  • #9
Ich habe nichts gesagt aber bald meine Hand weggezogen und bin aufgestanden. Später hat er noch gefragt... Warum wird es nicht beim ersten Mal Nein sofort akzeptiert?
Weil Du von vornherein nicht klar genug auftrittst. Erst sagst du nichts, dann wundert er sich natürlich über Dein "nein"und meinst, Du spielst jetzt Spielchen.

Da Du Grenzüberschreitungen ohne Ende über alle Lebensphasen und Lebenbreiche beschreibst kann es nur an Deine Verhalten liegen, dass Dein "nein" nicht ernst genommen wirst - vielleicht die den kleinen gutaussehenden Mädchen schon früh antrainierte Dauerlächelkoketterie?

Gewöhn Dir an "nein" zu sagen, wenn Du "nein" spürst. Und dann sag "nein" so, dass es ernst genommen wird, z.B. "Sag mal, was läuft bei Dir grad schief, dass Du meinst, mich antatschen zu können?", statt Dich in sozial verträglicher Prosa zu ergehen die von tumben Nüssen nicht verstanden wird.

Wie habt ihr es gelernt? Was habt ihr gemacht? Ist es ein lebenslanger Prozess?
Mein erster Schritt war zu erkennen, dass man beim ausweichen/rückwärtsgehen/sich zurückziehen (meine im Naturell liegende bevorzugte Bewegungsrichtung) leider nicht nach vorn kommt, d.h. sich nichts ändert.

Es ist mir heute immer noch nicht vom Naturell her gegeben aggressiv abwehrend zu werden, sondern eine große Anstrengung.
Weil ich aber verstanden habe, dass es nie besser wird durch versuchtes Ausweichen, mobilisiere ich in solchen Situationen alle meine inneren Kräfte (meinem Psychiater sei Dank, der das mit mir in Rollenspielen geübt hat) und werde kühl, sachlich - nicht heimlich in der stillen Ecke, sondern für alle drumherum wahrnehmbar ablehnend.
Gerade wenn Du das Problem in der Familie hast oder auch im Freundeskreis, dann hat das für den Übergriffigen sofort Blamagepotenzial und er lässt es sein, sowie auch Abschreckungswirkung für alle anderen, die es nach ein paar solchen Erlebnissen mit Dir (auch zuschauen wirkt abscheckend) nichts mehr riskieren.

Wenn Du psychisch intakt bist, dann schnapp Dir eine Freundin und üb mit ihr solche Rollensspiele - in immer neuen Varianten, bis es sitzt für den Regelbetrieb.
Und gewöhn Dir ab, alles und jedermann anzulächeln und somit zu ermutigen Dir zu nahe zu treten.

Es hat gedauert, aber jetzt sitzt es. Ich bin das Thema aber auch erst 25 Jahre später angegangen als Du und habe vermutlich einen anderen Hintergrund.
Ach ja, Sport der Dir eine andere Körperhaltung und ein anderes Körpergefühl gibt, wirkt auch. Ich hatte da einen guten Personal Trainer, der mir das beigebracht hat, inkl. auch mal schreien zu können - brauchte ich aber noch nie im Leben.

Das war alles kein leichter Weg (am Boden liegen mit Heulkrämpfen), hat sich aber gelohnt.
 
  • #10
Ich bin ehrlich gesagt so erzogen worden, zu sagen was mir nicht passt und mich zur Wehr zu setzen, wenn mein Gegenüber Grenzen überschreitet- und zwar energisch was Ton, Gestik, Mimik und Lautstärke angeht.

Generell anfassen geht so gar nicht- da würde von mir nicht nur das Wegschieben der Hand kommen, dass gibt hörbaren Gegenwind.

Und mir wäre es EGAL, wie andere das finden, niemand hat mich anzutatschen- der Typ hätte mich garantiert nicht nach ner Übernachtung gefragt 😂, der wäre danach bedient gewesen.

Merke- Wehre den Anfängen, Grenze ist Grenze. Bei sowas hilft keine Diplomatie, das verstehen solche Typen nicht!
 
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  • #11
Ich bin ehrlich gesagt so erzogen worden, zu sagen was mir nicht passt und mich zur Wehr zu setzen, wenn mein Gegenüber Grenzen überschreitet- und zwar energisch was Ton, Gestik, Mimik und Lautstärke angeht.

Generell anfassen geht so gar nicht- da würde von mir nicht nur das Wgschieben der Hand kommen, dass gibt hörbaren Gegenwind.

Und mir wäre es EGAL, wie andere das finden, niemand hat mich anzutatschen- der Typ hätte mich garantiert nicht nach ner Übernachtung gefragt 😂, der wäre danach bedient gewesen.

Merke- Wäehre den Anfängen, Grenze ist Grenze. Bei sowas hilft keine Diplomatie, das verstehen solche Typen nicht!
Finde ich sehr gut. Ich denke, ich wurde eher zu einem freundlichen, allstets netten Mädchen erzogen und sollte stets gefasst und ruhig bleiben. Meine Mutter sagt mir schon, lass dir nichts gefallen. Aber gleichzeitig meint sie immer: "Was hast du denn gemacht?" und sucht als allererstes den Fehler bei mir. Nie bei den Anderen. Und immer sagte sie: "Sei nett" Blabla. Ich mag dieses Nettigkeitsgetue nicht mehr, es bringt mich nicht weiter.

@Vikky Danke. Das mit der Sportart ist ein guter Tipp. Kommt dir gerade eine bestimmte Sportart in den Sinn? Das mit den Rollenspielen finde ich auch gut. Werde ich machen. Aber ich werde lieber auch zu einem Psychiater gehen oder so. Damit ich das Muster des lieben Mädchens loswerde.

@Kimi 48 Nein, ich bin ein wenig mehr, als ein Mädchen dass sich vor dem Spiegel betrachtet. Ich habe 2 Seiten: Eine sehr oberflächliche Seite die die Aufmerksamkeit geniesst. Und eine andere Seite, eine sehr tiefgründige. Ich habe gemerkt, dass ich die tiefgründige Seite nicht mehr ignorieren kann und mehr leben muss. Ich muss ihr mehr Platz lassen. Das Oberflächliche ist ganz gut, aber meine Gefühle kann ich nicht mehr ignorieren.

Ja, ich habe die Hand weggezogen. Aber viel zu spät. Erst nach 2-3 Minuten. Warum? Warum sage ich nicht sofort Hallo gehts noch? Ich bin viel zu freundlich. Das mag ich nicht. Bei so einem Mann will ich gar nicht freundlich bleiben. Solche Männer widern mich an. Bei einem anderen Mal bin ich auch viel später weggegangen, obwohl mir der Mann viel zu Nahe war und es mir eindeutig unangenehm war. Ich bin dann wie einen Moment gelähmt, überlege was ich tun wolle, und reagiere nicht sofort. Danach gehe ich weg und sage meine Meinung. Aber viel zu gezügelt, viel zu nett. Warum? Wer hat mir das antrainiert so nett und ruhig zu bleiben? Ich will das gar nicht. Ich will ihnen eine scheuern und sagen du verdammter Bastard gehts noch.

Ich denke, eine Therapie würde mir helfen, mal dieses "Muss freundlich bleiben" loswerden. Es tut mir nicht gut und ist auch nicht erstrebenswert im Leben.
 
  • #12
@Kimi 48 danke für den Hinweis, mit Brille geht es gerade so. Doch liebe FS, sei laut, dann bekommt der Aggressor mit, dass es jetzt peinlich wird, es ist nicht die Aufgabe der Belästigten, lieb, nett und leise zu sein. Ich finde deinen Hinweis absolut kontraproduktiv, Kimi. Die FS hat jeden Grund laut zu werden. Wenn du Probleme mit mir hast, das kann ja sein, so gib der FS bitte nicht kontraproduktive Tipps, die das Gegenteil von dem bewirken was Sie braucht.
 
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  • #13
Das mit den Rollenspielen finde ich auch gut. Werde ich machen. Aber ich werde lieber auch zu einem Psychiater gehen oder so. Damit ich das Muster des lieben Mädchens loswerde.
Dann wähl aber richtig aus, denn die wenigsten Psychiater machen das, eher Psychostherapeuten der Verhaltenstherapie. Und klär das vorher, nicht dass du Monate Deiner Zeit in ergebnislos bleibenden Erzählrunden verbringst und danach mehr Probleme hast als vorher - kommt garnicht so selten vor.

Wenn Du mehr Probleme mit Männern hast, dass geh zu einem Mann, am besten zu einem der provokant ist und vor dem Du zurückschreckst - bestes Übungsmaterial.

Das mit der Sportart ist ein guter Tipp. Kommt dir gerade eine bestimmte Sportart in den Sinn?
Ich habe jahrelang normal im Fitnesstudio trainiert, ohne jeglichen Effekt, hatte aber auch schwere Depresssionen, die einen hindern richtig Gas zu geben.

Dann habe ich mir einen erfahrenen Personaltrainer gesucht, der unorthodoxe Ansätze fuhr und überwiegend Leute mit Burnout trainierte, also eher kopflastige Leute.
Und der hat mir die volle Breitseitean Selbstüberwindung (verlassen der Komfortzone) verpasst - rausgehen in den Park, wo man mich sieht und Sachen machen, die ich nicht kann, damit ich die Angst vor Blamage verliere.
Dann alles was die Schnellkraft trainiert, punktgenau Vollgas geben wie du es in den von Dir beschriebenen Situationen brauchst- also Sprinttraining auf der Tartanbahn auch mit Gewichtsweste oder Bremsschirm, damit es besonders anstrengend wird und natürlich in Anwesenheit von jungen Profisportlern, damit es mir richtig wehtut.
Wenn Du mit jemandem Übergriffsstress hast, dann ist Dein Körper drauf trainiert, mit dem Psychostress umgehen zu können, ruhig bleiben, Angriff - ist das gleiche.

Als ich nach ein paar Jahren fit genug war, hat er mich zum Crossfit gebracht und dabei bin ich trotz meines Alters immer noch - kurze, heftige Workouts für die Du alle Deine Entschlusskraft brauchst.
Kampfsport haben wir immer wieder probiert - ich kann nicht auf jemand anderen losgehen, schon Boxsack fällt mir schwer. Der wird aber bis heute trainiert, weil Überwindung zum Wechsel von Rückzug auf Angriff mein Dauerthema ist.

Ansonsten habe ich es vom Naturell her sportlich lieber artgerecht (Langstreckenläuferin), durchhalten statt kämpfen.

Warum sage ich nicht sofort Hallo gehts noch? Ich bin viel zu freundlich. Das mag ich nicht.
Dann guck mal drauf, warum Du zu unfreundlichen Leuten zu lange freundlich bist. Meistens steckt Angst dahinter, dass sie Dich nicht mögen.
Frag Dich: warum willst Du von jemandem gemocht werden, den Du wegen seines Verhaltens und auch sonst garnicht magst. Dann bewegst Du Dich in die Richtung das wirkliche Problem zu lösen, nicht nur an Symptomen rumzubasteln.
 
  • #14
Ich wollte noch anmerken dass diese Grenzüberschreitungen in einem früheren Job vorkamen. Ich habe mich gewehrt, sehr konsequent von Anfang an. Ich wurde nicht erhört, bin dann gegangen. Würde ich jeder Zeit wieder tun.

Das mit dem Hand auf die Schoss legen war ein komischer Typ als ich 20 war. Das andere Beispiel war ein Mann vor einigen Monaten auf einer Birthdayparty. Er kam auch schon während der Party einmal näher, hat mir einfach über den Rücken gestreichelt. Komischer Typ. Bin froh, bin ich diese Leute ALLE los.

Ansonsten passiert mir das nicht. Früher als Teenager beim Thema Alkohol/Rauchen. Heute dort gar nicht mehr (ausser im Ausgang wenn ein komischer Typ will das man trinkt!). Und sonst bei der Mutter: Sie überschreitet viele Grenzen, hasst es aber selber auch. Ich muss mich zur Wehr setzen! Ich denke, sie hat mir auch jahrelang dieses brave Mädchen eingetrichtert.

Aber es ist nicht so, dass ich jetzt ständig belästigt werde. Aber mir ist aufgefallen, dass wen z.B. ein Mann mir zu Nahe ist, ich sehr genau spüre, dass es nicht in Ordnung ist. Und es mir unwohl ist. Ich trotzdem nicht laut werde oder ihm eine scheuere, sondern nachdenke, und dann weggehe. Ich würde das gerne loswerden, dieses brave Mädchen. Any Tipps dabei?
 
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  • #15
Doch liebe FS, sei laut, dann bekommt der Aggressor mit, dass es jetzt peinlich wird, es ist nicht die Aufgabe der Belästigten, lieb, nett und leise zu sein.

Absolut und das wird nicht nur vom grad Übergriffigen wahrgenommen, sondern
- von allen, die bei nächster Gelegenheit gern einen Schritt zu weit gehen
- von allen, die nie über irgendwas nachdenken
- von allen, denen Gleiches passiert und die sich sonst auch nicht wehren
- löst offene Diskussionen um das Thema Übergriffe unterschiedlichster Art im Umfeld aus.

Den meisten sozialen Umfeldern tut das gut, denn wenn man erstmal damit anfängt finden sich erstaunlich viele, die dort Dinge erleben, die ihnen unangenehm sind. So beginnen Veränderungen.

Das duldsame stille Mädchen, das natürlich selbst schuld ist am Übergriff, das ist den übergriffigen Männern das liebste. Dann können sie ungestört weitermachen damit.
 
  • #17
Meinst du, du kommst als das brave Mädchen rüber?

Als du neulich hier erzählt hast, wie du den beiden älteren Frauen eins ausgewischt hast, als du dir die Telefonnummer von diesem Traumtyp geholt hast, dazu deine nun aufgegebene Escort-Tätigkeit, wo selbstsicheres Auftreten m. E. ein Muss ist - da kommt zu mir ein ganz anderes Bild rüber.
Ja, diese Seite habe ich auch. Ich habe keinerlei Probleme fremde Leute anzusprechen und kann sehr direkt sein und mich durchsetzen.

Trotzdem:

3x ist mir das passiert. 1x auf einem Boot. Wir haben getanzt, zu 6. 3 Frauen 3 Männer. Ich die Jüngste von allen. Ein Mann, ca. 45, hat mit mir getanzt. Kam von hinten. Und hat meinen Oberschenkel gestreichelt. Total übergriffig und daneben! Was mache ich Nuss? Denke scheisse, wie komme ich da raus, gehe nach kurzer Zeit weg, anstatt aktiv auf Konfrontationskurs zu gehen.

Das gleiche mit 20. Mann beim Gespräch legt seine Hand auf meinen Schoss. Ich sage nichts und lasse es sein. Warum? Warum nicht Hey gehts noch?

Birthdayparty: Typ läuft an mir vorbei und streichelt mir über den Rücken. Nimmt auf Couch meine Hand. Ich scheisse ihn nicht zusammen! Warum? Warum bleibe ich ruhig und gehe einfach weg?

Ich will das nicht. Ich will solchen Arschlöchern zeigen, was sie sind: Arschlöcher!

Und ehrlich gesagt sind alle 3 Szenen mit Freunden wo gute Stimmung war. Jedes Mal wollte ich die Stimmung nicht vermiesen und auffallen! Nur deshalb schweige ich! Ansonsten habe ich mich immer durchgesetzt! Und ehrlich gesagt war ich alle 3 Male auch perplex, dass jemand sich so eine plumpe Anmache bietet. Ich war darauf nicht gefasst und habe nicht gewusst wie schnell passend reagieren. Ich überlege dann währenddessen, und gehe meistens weg. Das erscheint mir aber eindeutig der falsche Weg zu sein!

Noch was: Ein paar Leute haben klar gesagt, dass dieser Typ von der Birthdayparty ein Arschloch ist das keinen Anstand hat. Viele Leute haben das gesagt. Aber besagte "Freundin" mit ihrem Freund hat darüber gelacht und gesagt, ja er wollte dir näher kommen. Ich habe ihr dann gesagt, dass das so nicht geht. Sie meinte nur: "Klär das mit ihm. Ich halte mich da raus". So viel zu "guten Freunden". Auf solche Leute verzichte ich gerne. Das ist die Iranerin, die mich geghostet hat. Ich bin dankbar, ist sie aus meinem Leben verschwunden.

Ansonsten fallen mir keine solcher Szenen ein.
 
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  • #18
Diese Leute meinen es zwar nur gut, aber es ist nervig. Ich werde sehr wütend wenn meine Grenzen nicht respektiert werden.
Das glaube ich nicht, dass diese Leute es wirklich gut meinen mit einem, wenn ich das schon höre, ich meine es nur gut mit dir, dann wird mir schon schlecht dabei!
Ich habe nichts gesagt aber bald meine Hand weggezogen und bin aufgestanden. Später hat er noch gefragt, ob ich zu ihm nach Hause komme. Ich habe Nein gesagt. Wieder hat er 1-2 x gefragt ob ich nicht will. Warum wird es nicht beim ersten Mal Nein sofort akzeptiert? Das nervt mich. Ich war konsequent und habe noch 2 weitere Male Nein gesagt. Der Typ hat später behauptet, es wären nur kulturelle Unterschiede und er wollte, dass ich bei ihm übernachte auf der Couch, damit das Birthday Kind eine gute freie Nacht mit ihrem Freund haben kann. So ein Stuss!
Das war ein Fehler, dass du nichts gesagt hast, wenn du genau weißt, was du willst, aber auch genau weißt, was du nicht willst, fällt es dir leicht spontan Grenzen zu setzen, auch ein klaren NEIN zu sagen, du wirst immer aufrichtig, authentisch und bestimmend sagen, was du dazu meinst und du zu sagen hast!
Nur unsichere Leute verhalten sich gehemmt und passiv, was beim Mann so ankommt, dass er weiter machen kann!
1) Wie kann ich schnellst möglichst lernen, mir sämtliche Grenzen konsequent zu setzen und danach zu handeln? Ich gehe an Familienaufstellungen, bin mir dessen jetzt bewusst und möchte intensiv daran arbeiten. Habt ihr noch weitere Tipps?
2) Wie habt ihr es gelernt? Was habt ihr gemacht? Ist es ein lebenslanger Prozess? Ich hoffe nicht?
3) Wann habt ihr es gelernt? Ich bin jetzt 25.
4) Was sind eure Erfahrungen?
Zu 1:
Genau wissen was du willst und ebenso genau wissen, was du nicht willst!
Zu 2:
Ich habe das schon immer voll drauf gehabt, ich wusste schon immer als Kind, was ich will und was ich nicht will, das sagte mir meine Mutter sehr oft, diesbezüglich war ich immer extrem anders, nicht so wie die anderen!
Zu 3:
Man lernt ständig weiter, man entwickelt sich ständig weiter, wenn man an seiner Persönlichkeit intensiv arbeitet, arbeite daran, es ist die allerbeste Investition, die man überhaupt tun kann!
Zu 4:
Es ist alles eine Frage des Trainings, wie bei allem, z.B.: Sport, Sprache, Fachwissen, Auto fahren usw.usf.!
Wenn ich mich verbessern und ich mich positiv und ganz bewusst verändern möchte, so sollten mir die 4 Stufen der Veränderung bewusst sein!

1. unbewusst unfähig
2. bewusst unfähig
3. bewusst fähig und die höchste Stufe
4. unbewusst fähig

Was ich hier im Forum am meisten wahrnehme, ist:
die meisten diskutierten Probleme finden auf der ersten Stufe "unbewusst unfähig" statt, deswegen gibt es so viele Pannen und Probleme in Beziehungen!
 
  • #19
Ja, damit habe ich Mühe, jemanden zu schlagen. Das habe ich noch nie gemacht. Das Einzige was ich mache, ist zu gehen. Ich ziehe mich zurück. Ich gehe nicht offen auf Konfrontationskurs. Sollte ich das dringend ändern?
Das ist eine Frage der Situation und der Haltung. Ich flirte nicht, bei einer Unterhaltung mit einem Mann kann der gar nicht auf die Idee kommen, ich hätte den eingeladen. Darum würde ich, wenn der Mann übergriffig werden würde reflexartig reagieren. Dann ist es sehr wahrscheinlich dass er mindestens ein Getränk im Gesicht hätte und wir von alle Umstehenden die volle Aufmerksamkeit.

Ich hab mal 2 Jahre Jiu Jitsu gemacht, aber ich bin nicht so die Sportskanone. Und meine Eltern haben versucht mich mit Jan-Uwe Rogge zu erziehen.
 
  • #20
Ich würde vor 89 Jahren beim Trampen vom Fahrer, zugegebener Maßen auf Recht hilflose Art, angemacht, er wolle bis zur Stadt meine Hand halten.
Vor 89 Jahren, sag mal, wie alt bist du dann, bestimmt weit über 100?
Ich gehe nicht offen auf Konfrontationskurs. Sollte ich das dringend ändern?
In der Gruppe auf jeden Fall und zwar ganz laut, alle müssen das mitkriegen, nur so kannst du das abstellen! !
Ich will weg und raus aus der Situation, aber keinen zusätzlichen Ärger. Verstehst du meine Sichtweise?
Merke: wer dir Ärger macht, bekommt den noch größeren Ärger!
 
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  • #21
Naja… Nein heißt nein. Wie kommt es, dass du selber nicht in der Lage bist, dein Nein zu respektieren und dafür einzustehen? Lieber rennst du schweigend weg?!

Tatsächlich hilft ein Selbstverteidigungssport bei dem nötigen Selbstbewusstsein.

Unabhängig davon hast du jedes Recht respektvoll, konsequent und wenn nötig mit energischen Unterton dein „Nein“ zu verteidigen. Vergiss mal die überfreundliche Höflichkeit und Verschwiegenheit. Ist es nett, wenn ein fremder Mann dich begrabbelt?! Hat er höflich gefragt? Nein. Also zurück mit ihm. Deine freundliche Distanziertheit ist der Grund warum die Menschen dich nicht ernst nehmen. Sie brauchen eine klare Ansage, anderenfalls deuten sie dein vorsichtiges Abtreten als Hintertür, es doch noch zu schaffen! Steh zu dir selbst und deinen Grenzen.
 
  • #22
Wenn du Probleme mit mir hast, das kann ja sein,

Suchst Du eine Rechtfertigung für Deine Reaktion?
Ich habe kein Problem mit Dir. Ich weiß gar nicht wer Du bist. 😅

so gib der FS bitte nicht kontraproduktive Tipps, die das Gegenteil von dem bewirken was Sie braucht.

Deine Meinung.
Ich habe eine andere.
Ich akzeptiere Deine.
 
  • #24
Ich gehe an Familienaufstellungen, bin mir dessen jetzt bewusst und möchte intensiv daran arbeiten.
Was haben denn die Familienaufstellungen ergeben?
2) Wie habt ihr es gelernt? Was habt ihr gemacht? Ist es ein lebenslanger Prozess? Ich hoffe nicht?
3) Wann habt ihr es gelernt? Ich bin jetzt 25.
Aus meiner Sicht wirst Du ein Leben lang auf Menschen treffen, die Grenzen nicht akzeptieren. Im Grunde hilft nu, sich damit abzufinden oder den Kontakt abzubrechen.
 
  • #25
Wieso sollte ich mich rechtfertigen und für was? Ich habe einen Rat gegeben, mehr war es nicht. Was ist denn los?

Das frage ich mich auch, gerade.

Nur kurz. Ich möchte das hier nicht als Chat weiterführen und keinen Rhetorikkurs mit Dir machen. Nicht, dass das hier ausartet, wie in anderen Threads.

Ich habe Deine Aussagen zitiert, weil ich ihrem Inhalt voll widerspreche. Damit habe ich Dich als Person nicht angegriffen, sondern mich rein auf Deine Aussagen bezogen.

Dein "Wenn du Probleme mit mir hast, das kann ja sein" zeigt mir, dass Du Dich persönlich angegriffen fühlst. Du wanderst von der sachlichen auf die persönliche Ebene. Dein Mindset nicht meins.

Nochmal: Ich kenne Dich gar nicht. Warum sollte ich was gegen Dich haben? Einige Leute sind hier extrem feinfühlig. Du darfst hier wie jeder andere auch schreiben. Aber ich kann Deine Aussagen zitieren und kommentieren.

Und ich stimme Deinen Aussagen und Hinweisen einfach nicht zu. Ich behaupte auch nicht, dass sie kontraproduktiv sind. Die FS soll sich Gedanken machen. Punkt. :cool:
 
  • #27
Was haben denn die Familienaufstellungen ergeben?

Aus meiner Sicht wirst Du ein Leben lang auf Menschen treffen, die Grenzen nicht akzeptieren. Im Grunde hilft nu, sich damit abzufinden oder den Kontakt abzubrechen.
Ja, das glaube ich auch. Darum ist es so dringend, sich seiner Grenzen bewusst zu sein und sie zu setzen. Ohne wenn und Aber.

Also: Die Familienaufstellungen sind bei einer Astrologin die auch noch Erfahrung als Paartherapeutin, mit The Work von Byron Katie und eben dem Familienaufstellen hast. Es ist mit echten Leuten, nicht mit Holzfiguren. Andere Leute stellen dein Thema dar. Aufgestellt werden 8 Leute/Dinge. Immer Liebe, Vater, Mutter. Danach ist es individuell. Es können Ex-Freunde, Job, Antrieb, Angst, ein Land, Übergewicht, ein Chef, der Freund...egal was...

Du schilderst dein Problem bzw. deine Probleme. Danach schaut sie auch in deinem Horoskop, mit Geburtsdatum, Zeitangabe und Ort. Dort kann sie schon verdammt viel rauslesen (glaub mir ich habe sehr sehr sehr oft schon seeeeehr gestaunt!). Sie ist mega gut.

Während du das Problem schilderst, schreibt sie auf was aufgestellt wird. Nur du siehst es in ihrem Buch, die anderen Teilnehmer nicht. Für jede Person oder Sache wählst du eine farbige Matte aus und platziert sie im Raum, wo du denkst dass diese Person/Sache in deinem Leben steht. Du stellst 8 Dinge auf. Vater, Mutter und Liebe werden jedes Mal aufgestellt, ansonsten ist es wie schon gesagt sehr individuell. Danach bittest du die Gruppe, dir bei der Auflösung deines Themas zu helfen. Jeder geht auf eine farbige Matte, zu der er/sie sich hingezogen fühlen. Danach bewegen sich die Leute samt Matten im Raum. Frei, wie sie fühlen. Das ist sehr interessant zu beobachten. Du hast die Matten platziert, aber sie bewegen sich in eine ganz andere Richtung und stellen das Bild dar, wie es wirklich ist. Oft ist dir vieles auch dann schon klar. Die Seminarleiterin kommentiert das dann. Danach gehst du zuerst zu der Person mit der Matte, die die Liebe darstellen. Danach zu Vater und dann zur Mutter. Das immer zuerst so. Danach kommen alle anderen Dinge dran. Du kannst alles beklagen, viel Vergangenes, Schmerz, Wut, Enttäuschung, Fragen stellen. Und du musst auch verzeihen. Die Seminarleiterin hilft dir, auch Dinge auszusprechen, die du sonst nie sagen würdest. Es ist sehr sehr intensiv, alle weinen. Es ist Seelenarbeit, aber unheimlich gut. Du lernst auch immer etwas, wenn du bei den anderen Leuten ihr Thema mitaufstellt. Es hat immer mit dir selber auch zu tun.
 
  • #28
Ich habe z.B. 3x die Liebe dargestellt, 2x eine Mutter und 2 x einen Vater. Das krasse ist, ich kannte die anderen Leute 0. Aber ich habe so gestanden, mich so verhalten, wie deren Eltern. Auch so geredet. Ich sage dir, es ist mega krass. Es ist energetisch. Ich habe mich verhalten, wie ich es sonst nie tun würde. Die Leute haben mir danach gesagt, genau so sind ihre Väter/Mütter auch. Stehen sogar gleich, machen die gleichen Bewegungen. Und ich schwöre dir, die Leute die meine Eltern und Bruder und Grossmutter dargestellt waren, waren genau wie sie! Es hätte meine eigene Familie dort stehen können.

Ich habe viel herausgefunden. Ich bin hochsensibel, meinte sie. In meiner Familie funktioniert jeder, aber es ist zu wenig Herzlichkeit vorhanden. Es fehlt die Liebe. Auch hatte ich jahrelang keinen Kontakt mehr zu meiner Grossmutter. Ein paar Tage nach der Familienaufstellung hatte ich wieder Kontakt. Bis heute halte ich guten Kontakt mit ihr!

Zudem hat sie herausgefunden, dass der damalige Job nicht der Richtige für mich war (nicht dieser oben beschriebene Job, anderer!). Auch habe ich vieles mit den Eltern geklärt.

Jetzt werde ich wieder gehen. Sie meint, da ich Aszendent Skorpion bin, ist auch Macht/Ohnmacht ein grosses Thema bei mir. Das stimmt 100%. Wir werden daran arbeiten, dieses Thema bei mir aufzulösen. Auch mein Männerbild muss neu definiert werden. Zudem habe ich noch Ungeklärtes mit den Eltern. Und auch in der Liebe.

Ich gehe im Oktober 2x Aufstellen. 2x stelle ich selber meine Themen auf, viele andere Male helfe ich bei den anderen Leuten als Statist. Aber sie hat gesagt, man fühlt sich eben immer zu den Matten hingezogen, die mit den eigenen Themen zu tun haben. Das habe ich letztes Mal auch so erfahren. Und man löst auch da vieles Unbewusst.

Nach dem Familienaufstellen ist man unglaublich müde. Es ist anstrengend, aber es ist sooooo genial!
 
  • #29
Und ehrlich gesagt sind alle 3 Szenen mit Freunden
Über Dein zu freundliches Verhalten hinaus solltest Du dringend Deinen Freundeskreis überarbeiten oder zumindest Deine Definition von Freund.
Wenn mir sowas in der Dichte pasieren würde, käme ich nicht mehr auf den Gedanken, dass ich mich unter Freunden bewege - schon garnicht, wenn von den anderen da nichts kommt oder gar gesagt wird "hab Dich nicht so, der steht halt auf Dich".
Da wüsste ich, welche Rolle ich für die anderen spiele und die hat nicht im entferntesten was mit Freundschaft zu tun.

wo gute Stimmung war. Jedes Mal wollte ich die Stimmung nicht vermiesen und auffallen! Nur deshalb schweige ich!
Habe ich Dir oben schon gesagt: guck Dir diese Angst an, Dich unbeliebt zu machen/nicht geliebt zu werden. Genau darum lässt Du Dir in diesem Umfeld (vermeintliche Freunde) gefallen was Dir nicht gut tut.
Seien wir doch ehrlich: so verhalten sich keine Freunde und echte Freunde dulden so ein Verhalten nicht. Die entfernen solche Leute aus dem Kreis.

Mir stehen zwar die Haare zu Berge bei dem was Du über Deine Familienaufstellungen schreibst, aber wenn Du das so willst - ok.
Dann solltest Du diese Situationen dort mal aufstellen lassen und Dir angucken, was dabei rauskommt.
 
  • #30
Über Dein zu freundliches Verhalten hinaus solltest Du dringend Deinen Freundeskreis überarbeiten oder zumindest Deine Definition von Freund.
Wenn mir sowas in der Dichte pasieren würde, käme ich nicht mehr auf den Gedanken, dass ich mich unter Freunden bewege - schon garnicht, wenn von den anderen da nichts kommt oder gar gesagt wird "hab Dich nicht so, der steht halt auf Dich".
Da wüsste ich, welche Rolle ich für die anderen spiele und die hat nicht im entferntesten was mit Freundschaft zu tun.


Habe ich Dir oben schon gesagt: guck Dir diese Angst an, Dich unbeliebt zu machen/nicht geliebt zu werden. Genau darum lässt Du Dir in diesem Umfeld (vermeintliche Freunde) gefallen was Dir nicht gut tut.
Seien wir doch ehrlich: so verhalten sich keine Freunde und echte Freunde dulden so ein Verhalten nicht. Die entfernen solche Leute aus dem Kreis.

Mir stehen zwar die Haare zu Berge bei dem was Du über Deine Familienaufstellungen schreibst, aber wenn Du das so willst - ok.
Dann solltest Du diese Situationen dort mal aufstellen lassen und Dir angucken, was dabei rauskommt.
Warum stehen dir die Haare zu Berge bei den Familienaufstellungen? Wegen meinen Themen die rausgekommen sind? Glaub mir, die anderen wurden geschlagen, weggeben...JEDE Person hat ein Päckchen zu tragen! Niemand ist 100% nur Friede Freude Eierkuchen!

Ja, das sind auch keine Freunde. Damalas habe ich das nicht korrekt gefunden, ein paar Wochen danach ging ich mit diesen Leuten auseinander. Es sind keine Freunde. Ich habe andere Freunde, die gesagt haben, das geht gar nicht. Dort passiert das aber erst gar nicht.

Bin froh, dass die Frau samt ihrem Freund aus meinem Leben weg sind.
 
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