G

Gast

Gast
  • #1

Gibt es die Liebe ohne Distanz?

Ich frage mich ob es heutzutage überhaupt noch möglich ist, eine Liebesbeziehung einzugehen und dauerhaft in der Partnerschaft glücklich zu werden, wenn man selten bis nie das Bedürfnis nach Distanz hat. Zwar bin ich keine Frau, die jede freie Minute mit ihrem Partner verbringen muss und ihr komplettes Leben seinetwegen auf den Kopf stellt. Aber ich bin nie genervt, wenn ein interessierter Mann sich um meine Nähe bemüht und freue mich immer über Aufmerksamkeit (auch wenn ich nicht jedem Treffen zusagen kann, weil ich manchmal schon anderweitig verplant bin). Wenn ich zu Hause bin, gehe ich immer ans Telefon (außer wenn ich das Klingeln nicht höre, weil ich schlafe oder dusche). SMS und Mails werden zeitnah beantwortet.

Wenn ich mich bewusst für eine Bindung mit einem Mann entschieden habe, wünsche ich mir dass er mir regelmäßig zeigt was ich ihm bedeute. Damit meine ich nicht, dass er mich mit teuren Geschenken überhäufen soll. Ich möchte in seinen Alltag eingebunden werden, gemeinsam mit ihm Pläne für Unternehmungen machen, im Fall einer Fernbeziehung auch unter der Woche regelmäßigen Kontakt mit ihm haben... ich möchte einfach das Gefühl haben, meinem Partner nicht egal zu sein. Und für mich ist es das Normalste auf der Welt, dass mein Partner an 1. Stelle steht und nicht meine Familie, Freunde, Arbeit und Hobbys. Irgendwie fand das bisher noch kein Mann so richtig gut, das hat sie eher abgeschreckt. Oft habe ich das Gefühl, dass viele Männer in der heutigen Zeit nur dann Nähe zulassen, wenn den Frauen andere Dinge wichtiger sind als die Beziehung. Ich kann nicht verstehen, was daran so toll sein soll.
 
  • #2
Selbstverständlich ist es eine Frage der Zuverlässigkeit und Vertrauenswürdigkeit, dass man Mails, Telefonbescheide etc. einigermaßen zeitnah und auch verbindlich beantwortet.
Wenn der Mensch einem wichtig ist, ist man zuverlässig. Ansonsten bricht man den Kontakt ab.
Aber bei dem Rest, den du schreibst, würde ich als potentieller Partner oder als potentielle Partnerin schon Reißaus nehmen oder zumindest auf deutliche Distanz gehen.
Für mich stünde der Partner NIE an erster Stelle. Du schreibst uns nicht, wie alt du bist, aber ich bin davon überzeugt, dass bei zunehmendem Alter eben nicht mehr die Partnerschaft an erster Stelle steht, sondern andere Interessen und Verpflichtungen.
Meine Kinder, mein Beruf, mein soziales Umfeld, meine Lust am Reisen, Lesen und Unternehmen stehen absolut an erster Stelle. Wenn der Partner da hineinpasst (auch sehr gerne mit "Korrekturen" und ein wenig Anpassungsversuchen meinerseits), wäre es wunderbar! Wenn ich zusammen mit ihm etwas unternehmen könnte und es dadurch eine noch schöne Reise o.ä werden würde - herrlich!
Aber ich verzichte nicht auf Reisen, Beruf, Besuche, Interessen, nur um es meinem Partner recht zu machen. Dazu bin ich einfach zu alt und zu gereift (ich bin 57).
Wenn mich ein Partner so bedrängen würde, dass er erwarten würde, ich solle so "zur Verfügung stehen", wie du es beschreibst, würde ich Atemnot bekommen und mit Sicherheit keine Beziehung wollen.
Ein Partner soll gut integriert sein/werden in mein Leben, zu mir passen und eine schöne Erweiterung meines Lebens bedeuten, nicht jedoch Einengung und Bedrängung.
Selbstverständlich ist es nicht so, dass man auf egoistische Weise immer nur nach seiner eigenen Nase leben soll. Aber eine Partnerschaft sollte erfüllend für beide sein, so dass man die Zeit, die man miteinander verbringt, gerne und freiwillig miteinander verbringt und nicht, weil man aufgesetzte Normen hat wie "der Partner/die Partnerin steht an erster Stelle".
Mit deiner klammernden Einstellung jagst du doch jeden Interessenten gründlich weg.
 
G

Gast

Gast
  • #3
Das man arbeitet, um zu leben, sich nicht ausschließlich über Arbeit definiert, ist gesund und in Ordnung.

Du scheinst keine eigenen Interessen zu haben; Deine Kinder/Familie und Freunde scheinen für Dich nur in Zeiten der Partnerlosigkeit interessant zu sein. Sobald ein neuer Partner da ist, sind sie abgeschrieben ....

Ich schließe mich hier #1 an, jemand, der überhaupt kein eigenes Leben hat und mit meinem Erscheinen in seinem Leben Kinder, Familie, Freunde in die hintere Reihe verweisen würde, wär für mich nicht interessant. I
 
G

Gast

Gast
  • #4
Ich (die FS) bin Mitte 30 und habe keine Kinder. Natürlich pflege ich auch wenn in einer Beziehung bin weiterhin regelmäßigen Kontakt mit meiner Familie und meinen Freunden, und ich würde auch niemals von einem Mann verlangen, das für mich einzuschränken. Ich habe mehrere unterschiedliche Interessen, die ich ebenfalls nicht für einen Mann aufgeben würde. Und ich erwarte auch nicht, dass der Partner mir jederzeit zur Verfügung steht. Schließlich habe ich auch nicht immer Zeit.

Mir ist es allerdings wichtig, dass mir mein Partner regelmäßig sein Interesse an meiner Person zeigt. Dazu gehören für mich Telefonate, SMS oder Mails (je nachdem, welche Art der Kommunikation er bevorzugt) an den Tagen, an denen wir uns nicht sehen. Ich erwarte nicht, dass er mich rund um die Uhr mit Aufmerksamkeit zuschüttet. Ich finde es nur etwas traurig, wenn ich z. B. eine Fernbeziehung habe und unter der Woche wenig bis nichts von meinem Partner hören - das war in der Vergangenheit der Fall. Außerdem wirkt es ein wenig befremdlich auf mich, wenn der Partner am WE ab und zu nur alleine sein oder Zeit mit Kumpels verbringen möchte, wenn er unter der Woche eine Menge Zeit für sich und seine Freunde hat. Dann bekomme ich das Gefühl, dass ihm die Freunde wichtiger sind als ich.
 
G

Gast

Gast
  • #5
Sind Kinder da kann Frau nicht vehement genug die Präsenz des Mannes einfordern. Sind die Kinder draussen, wird der Mann ersetzbar und seine Präsenzzeit massiv gekürzt. Zu feige um konsequent allein zu sein, schnappt Frau sich trotzdem einen Mann, den man am ausgestreckten Arm festhält. Ich erwarte nicht 100%ige Aufmerksamkeit der Frau, doch habe ich mir angewöhnt zuerst ein paar Fragen zu stellen. Wenn dabei dann herauskommt, dass ich nur der Pausenfüller bin.... Tschüssi.....
 
G

Gast

Gast
  • #6
Ich habe hier in den verschiedenen Rubriken schon geschrieben: wenn ein Mann eine Frau will, wird er alles machen, um diese Frau zu bekommen. Er wird schreiben, anrufen, die Kumpels werden ihm egal, das Wetter wird keine Rolle spielen und die Entfernung wird er nur als Herausforderung betrachten. ABER nur wenn er dich WILL. Wenn nicht, oder nicht so viel, oder schon "gewollt", bitte, gib doch ihm keine Vorwürfe! Wirst du auf einen tollen Abend mit deinen Freunen verzichten, nur um dich mit irgendwelchem Typen zu treffen, der dir schon alles über sich erzählt hat, die Ohren voll mit seinen Problemen, Hoffnungen, Erwartungen gepumpt hat , jeden Tag ansimst, auch wenn du unter der Dusche bist, jeden Tag anruft, auch wenn du gerade deinen Lieblingsfilm anschaust, deinen Nachbar verführst oder neues MakeUp ausprobierst? Wirst Du das wirklich machen? Dann musst du mal horchen, wie laut deine bioUhr tickt - die Männer hören so was ganz deutlich. Eine Frau mitte 30 ohne Kind ist Gefahr im Verzug. Verstehe doch die Männer, die haben vollkommend Recht . Entspann dich und lass locker, beantworte nicht jede sms, nicht jede e-mail, aber nur die, auf die du wirklich lust hast. Geh nicht ans Telefon, wenn du dich gestört füllst. Lebe dein Leben und lass die anderen auch leben ! W38
 
G

Gast

Gast
  • #7
Ich finde Deine Gedanken nicht abwegig und sehe es ähnlich, aber im Zweifel und Notfall stehen die Kinder vor der neuen Partnerin.
 
G

Gast

Gast
  • #8
Ich finde es schade, dass der FS gleich vorgeworfen wird kein eigenes Leben zu haben, nur weil eine Partnerschaft bei ihr an Stelle Nr. 1 steht! Für viele Menschen ist es doch normal, dass eine Partnerschaft im Leben an Stelle Nr. 1 steht. Klar, wenn man Kinder hat, stehen die eher an Nr. 1 und der Partner an Nr. 2.
Bis es so ist, dass der Partner an Nr. 1 steht, sollte es natürlich dauern. Wenn das schon nach kurzer Zeit so ist, ist das nicht mehr gesund. Wenn es aber nach Jahren an Beziehung nach einer evtl. Hochzeit so ist, ist das doch völlig normal, wie ich finde. Der richtige Partner zeichnet sich auch dadurch aus, dass man nicht auf Freunde und Hobbies verzichten muss.

Menschen haben ein unterschiedlich hohes Bedürfnis nach Nähe und Distanz. Und da sollte man sich einfach einen Partner suchen, der da ähnlich ist!

@ FS: Ich nehme mal an, mit deinem letzten Satz meinst du eine Situation in einer Fernbeziehung. Richtig?

Ist doch logisch, dass man auf SMS und Mails zeitnah antwortet, wenn einem die Person wichtig ist. Wieso sollte man da nicht zurückschreiben? Das ist doch Quatsch!

Das man sich wünscht, dass der Partner einen wertschätzt und dieses auch zeigt finde ich auch vollkommen logisch. Studien haben gezeigt, dass Wertschätzung stabilisierend auf Beziehungen wirkt.
 
G

Gast

Gast
  • #9
liebe fs,

ich glaube, heutzutage beginnen die meisten beziehungen dort, wo sie früher aufgehört haben: man geht sich so gut es geht, aus dem weg. früher war das ein alarmzeichen, dass etwas nicht stimmt, heute ist es ein zeichen, dass alles in ordnung ist und dass beide partner ein gesundes bedürfnis nach distanz haben.
du musst dich schon an die spielregeln halten und immer brav so tun, als stünde dein partner an dritter oder vierter stelle, sonst wird dir gleich klammerhaftigkeit vorgeworfen. sicher - in einer gesellschaft, in der die fähigkeit, sich auf echte nähe dauerhaft einzulassen, derart massiv in den keller gegangen ist, bedeutet jedes bedürfnis nach nähe etwas alarmierendes.
für meine eltern stand der partner immer an erster stelle und ich kann mich nicht entsinnen, dass sie kein "eigenes leben" geführt hätten. sie hatten es nicht nötig, durch übertriebenes distanzierungsverhalten ihre unabhängigkeit zu demonstrieren. trotz vollkommener nähe sein eigenes ich zu behalten ist die grosse kunst, dagegen ist es bei krampfhafter distanz wirklich ein kinderspiel. wer seinen liebsten / seine liebste erst an stelle nr. 2, 3 oder sonstwo sieht, kann auch gleich allein bleiben. menschen, die man liebt, sind doch keine pausenclowns für die langweiligen oder einsamen momente im leben.
 
G

Gast

Gast
  • #10
Wenn jemand zu fest einengt hat er klar eine Störung. Er will Kontrolle. Lösung: sofortiger Beziehungsabbruch! Es wird sonst krass.
Wenn jemand in einer Beziehung hauptsächlich Distanz will und sich sehen nur ab und zu zulässt, hat er/sie ein Problem mit Nähe, oder hat den/die Partner(in) nur als abrufbares Nebengeräusch um nicht alleine zu sein. Er verpackt es einafch freundlich in Erklärungen wie Freiraum und 'viel um die Ohren'...... Lösung: sofortiger Beziehungsabbruch. Es wird sonst schmerzhaft + beleidigend.
 
G

Gast

Gast
  • #11
menschen, die man liebt, sind doch keine pausenclowns für die langweiligen oder einsamen momente im leben.

Menschen, die man liebt, nimmt man aber auch keinen Teil ihres Lebens weg, indem man sich ihnen wie eine Fußfessel ans Bein bindet und überallhin dabeisein will, natürlich unter Berücksichtigung der eigenen Schwächen, sondern läßt ihnen die Freiheit, das eine oder andere auch weiterhin alleine zu tun. Für meine Eltern zum Beispiel war diese Gewährung stets selbstverständlich, meine Mutter hätte niemals gefordert, daß mein Vater seine Lieblingsmusik nicht mehr hören darf, weil sie seinen Geschmack nicht teilt und lieber was anderes oder gar nichts hören will, sie setzt sich dann halt mit einem Buch auf die Terrasse. Deswegen halten sie es ja auch schon 50 Jahre miteinander aus.
 
  • #12
Ich finde es erschreckend wie der Fragenstellerin unterstellt wird, sie wäre zu einengend oder binde sich wie eine Fußfessel ans Bein. Genau diese Aussagen demonstrieren nur das von # 5 bereits angesprochene übertriebene Distanzierungsverhalten.

Für die meisten bis Mitte 30 oder Anfang 40, die auf der Suche nach einer Partnerschaft sind, ist es immer noch das Ziel irgendwann ein gemeinsames Leben zu haben und eine Familie zu gründen. Vor diesem Hintergrund finde ich jegliches Distanzierungsverhalten kontraproduktiv und geradezu lächerlich!

Wenn alles andere wichtiger ist als der eigene Partner, ist dieser einfach nur ein Freizeitbegleiter, mit dem einfach noch eine körperliche Beziehung hat und diesem Punkt Exklusivität herrscht.

Ich persönlich sehe es wie die Fragenstellerin, ich möchte auch in den Alltag meines Partners eingebunden sein und Aufmerksamkeit bekommen. Für mich ist es auch ganz normal täglich von einander zu hören, in Pläne miteinbezogenen zu werden und Zeit miteinander zu verbringen. Dabei meine ich aber nicht, dass irgendetwas für den Partner aufgegeben werden muss, wie bspw. #10 den Musikgeschmack nannte. Trotz Partnerschaft abe ich nach wie vor ein sehr zeitintensives Hobby, welchem ich täglich nachgehe, treffe regelmäßig meine Freunde und habe einen stressigen Vollzeitjob. Für mich schließt sich Partnerschaft und die Pflege der eigenen Kontakte und Interessen nicht aus.
 
G

Gast

Gast
  • #13
Die Menschen und ihre Bedürfnisse sind veschieden. Letztendlich mußt Du einen Partner finden der ähnliche Erwartungen hat. Aber: In jeder Beziehung müssen Kompromisse gemacht werden und Ihr müsst einen für beide akzeptablen Weg finden mitneinander klar zu kommen.

Das bedeutet, daß man seine Vorstellung einer Beziehung formuliert und mit einem Partner/potentiellen Partner austauscht.

Generell existiert aber ein Charaker, eine Persönlichkeit aus vielen Facetten, nicht nur aus "Beziehung". Ein Mensch der alles für die Beziehung zurücksteckt wird vermutlich zwangsläufig für den Partner immer langweiliger - erst überraschendes, neues, ungewöhnliches, macht ihn interessant. Sowas gibt es aber kaum wenn man den ganzen Tag aufeinanderhockt. Das ist aber nur meine Meinung.

Das größte Problem heute ist nicht der Wunsch nach Nähe oder Distanz, das größte Problem ist die Egozentrik, die uns nicht mehr Kompromisse mache lässt und eine Beziehung über einen Forderungskatalog definiert.

Lies Dir mal Deinen zweiten Absatz durch: Da steht nicht, "ich wünsche mir, daß die Partner sich in einer Beziehung regelmässig zeigen, was sie sich bedeuten". Da steht aber ganz viel "ICH will ... ICH möchte ... ICH möchte .....".
 
G

Gast

Gast
  • #14
@12: Was daran falsch zu formulieren was man sich in einer Beziehung wünscht? Solange man noch Single ist weiß man ja nicht, was der potenzielle Partner sich wünscht. Kompromisse können erst geschlossen werden, wenn ein Partner zum Kompromisse schließen da ist.
 
G

Gast

Gast
  • #15
Ich (die FS) habe wie gesagt keine Kinder und möchte auch keinen Mann mit Kindern von einer anderen Frau als Partner haben. Von daher war das bei mir noch nie ein Thema.

@#5: Du schreibst, ich soll auf Mails und SMS nur antworten, wenn ich Lust dazu habe. Das mache ich, denn ich habe grundsätzlich Lust darauf und finde es alles andere als gut, wenn ein Mann auf meine Mails und SMS nicht antwortet. Dann hake ich ihn ab, denn wer mich ignoriert, hat keinen Respekt vor mir und verdient mich nicht. Ich gehe auch immer ans Telefon, weil ich mich über jeden Anruf freue. Natürlich gibt es auch Ausnahmesituationen. Ich springe sicherlich nicht aus der Dusche, nur weil mein Telefon klingelt. Und wenn ich schlafe, dann schlafe ich. Aber wenn ich gerade ein gutes Buch lese, lege ich es zur Seite wenn mein Telefon klingelt. Schließlich läuft mir das Buch nicht davon, ich kann doch nach dem Telefonat problemlos weiterlesen.

@#8: In der Ehe meiner Eltern war es nicht anders. Obwohl die Beiden ständig die Nähe des Partners genossen haben, führten trotzdem beide ein eigenständiges Leben und haben nichts für die andere Person aufgeben müssen. Wenn mein Vater vor dem Fernseher saß und sich ein Fußballspiel anschaute, hat sich meine Mutter eben anderweitig beschäftigt. Und es ging ihnen gut.

Mir ist es u. a. sehr wichtig, mit meinem Partner tiefgründige Gespräche zu führen. Meine Ex-Freunde hatten allerdings überhaupt kein Interesse daran, ebenso wenig an gemeinsamen Aktivitäten. Ihnen ging es in erster Linie um den Sex, und ihre restliche Freizeit haben sie lieber alleine vor dem PC oder vor dem Fernseher verbracht. Wenn sie Lust auf Aktivitäten in der Stadt hatten, gingen sie lieber mit männlichen Freunden aus als mit mir. Einem Großteil meiner Freundinnen und Arbeitskolleginnen geht es mit ihren Partnern nicht anders.

Was soll ich mit einem Mann, der mir nur im Bett Aufmerksamkeit schenkt und ansonsten seinen Alltag lieber alleine gestaltet oder mit Kumpels teilt? Dann könnte ich genauso gut ONS und Affären haben und im Alltag nur noch mit guten Freunden unterwegs sein... oder sehe ich das zu eng?
 
  • #16
Meine Güte, wenn man so viel miteinander zu tun haben will, dann muss man sich halt jemand suchen, mit dem man eine weitestgehende Interessensübereinstimmung hat.

Selbst der Drang zu tiefgründigen Gesprächen als einziges wirkliches Interesse -> auch dafür finden sich haufenweise Männer, die sonst nichts anderes vorhaben mit ihrer Zeit und in ihrer Beziehung.

Mindestens genauso viele, wie Männer, die an nichts anderes als ihren PC, Fernsehen und den Ausflug mit Kumpels in die Kneipe denken.

Ich hab eher das Gefühl, dass Du Dich bis jetzt mit totalen Langweilern umgeben hast und es auch noch an Interessensüberdeckung fehlte. Such Dir wieder einen solchen Langweiler, jedoch einen mit Hauptinteresse 'tiefgründige Gespräche' sowie 'Einbindung in den Alltag' und alles wird gut. Auch davon gibt es zuhauf. Vielvielviel mehr als von denen, die alles alleine machen wollen und denen alles andere wichtiger ist. Vielleicht fallen sie Dir einfach nur nicht auf, weil sie so alltäglich normal sind.
 
G

Gast

Gast
  • #17
Ich denke, der letzte Beitrag von frizzante enthält einen Teil der Wahrheit. Ich vermute auch, dass du bisher dich für die falschen Männer interessiert hast. Versuch einfach bei den nächsten Männern, die du kennen lernst zu schauen ob ihr da Gemeinsamkeiten habt oder nicht. Wenn man sich öfter trifft merkt man sowas schnell.
 
G

Gast

Gast
  • #18
Ich habe die Männer übrigens nicht online kennengelernt, sondern im realen Leben. Ich war mit Freunden unterwegs, entweder in Kneipen oder auf Konzerten, bei Sportveranstaltungen oder auf bestimmten anderen Events. Gemeinsame Interessen gab es sehr wohl. Nur waren die Männer zufrieden, wenn man alle 6-8 Wochen was unternommen hat, immer die Freunde dabei waren und sie den Großteil dieser Zeit mit ihren Kumpels verbracht haben.
 
G

Gast

Gast
  • #19
Wenn ich hier manche Antworten so lese, verstehe ich die Welt nicht mehr. Habe wieder ein neues No-Go gelernt: den Partner an 1. Stelle setzen. Aha.

Ich sehe das anders. Mein Partner steht bei mir absolut an erster Stelle. Die Frage ist nur, wie diejenigen, die das so vehement ablehnen, 1. Stelle definieren. Ich habe einen Full-time-job, ein zeitaufwendiges Hobby, das ich allein betreibe.. und trotzdem und immer möchte ich in einer Beziehung die Möglichkeit haben, am Leben meines Partners teilhaben zu können. Wir sehen uns z. B. nur am Wochenende. Selbstverständlich telefonieren wir täglich, tauschen uns aus etc. Ich habe eine Partnerschaft, kein Hobby mit Menschenbeteiligung. Woher soll den Nähe entstehen, sich Vertrauen entwickeln, wenn man sich bspw. 2x/Woche trifft, um "schöne Dinge" miteinander zu unternehmen? Nach meiner Erfahrung braucht man nach 1 Woche des Nicht-Sehens erst wieder einige Zeit, bis das leichte Fremdeln weg ist. Man hat 5 Tage ohne den anderen gelebt, und plötzlich soll man Nähe zulassen. Sorry, das ist mir zu abstrakt. Dazu gehört für mich mehr. Eben Wissen, was der andere getan hat. Wie es ihm ging. Und selbstverständlich wird meinem Partner auch mitgeteilt, was ich wann mache. Und selbstverständlich wird jede Kontaktaufnahme beantwortet. Wie Nebeneinander herleben aussieht, habe ich bei meinen Eltern erlebt. Es erstaunt mich sehr, dass hier einige in diese Richtung tendieren.

Wo hier klammern beobachtet wird, erschließt sich mir nicht.
 
  • #20
Nur waren die Männer zufrieden, wenn man alle 6-8 Wochen was unternommen hat, immer die Freunde dabei waren und sie den Großteil dieser Zeit mit ihren Kumpels verbracht haben.

Also bitte - das ist doch das klarste Indiz dafür, dass Du Dir echt die falschen Langweiler ausguckst.
Ich kenne keinen, null, nada, nicht einen einzigen Mann in Beziehung (selbst nicht solche Herren, die ich eher flapsig als 'Single in Zweierbeziehung' bezeichnen würde), der nur alle 6-8 Wochen was mit seiner Freundin unternimmt.
Und ersatzweise 'tiefgründige Gespräche' führen sie ja auch nicht mit Dir.
Derart vollständig desinteressierte Typen muss frau echt gezielt mit der Lupe suchen, sonst findet sie die doch gar nicht?

Oder zusätzliche Alternativen:
Entweder Du unterliegst da einer argen Fehlwahrnehmung in der Feststellung, es hätte durchaus gemeinsame Interessen gegeben. Oder Du bist trotz gemeinsamer Interessen so langweilig, dass der Reiz, mit Dir alleine Zeit zu verbringen, geringer ist, als anderen Beschäftigungen nachzugehen bzw. den eigentlich gemeinsamen Interessen alleine (glaub ich nicht, sonst würden Deine Freunde/innen ja nicht Zeit mit Dir alleine verbringen wollen). Oder Du bringst die von Dir intendierten gemeinsamen Aktivitäten nicht schmackhaft und enthusiastisch genug rüber.

Das Wahrscheinlichste wird aber wohl sein, dass Du Dir mit sicherem Händchen die Falschen suchst. Ist echt ne Leistung, denn ein Mann, der sich weniger distanziert verhält als die merkwürdigen Gestalten, die Du da beschreibst, findet sich an jeder Ecke.
 
G

Gast

Gast
  • #21
Ziemlich unterschiedlich die Ansichten, da sieht man eben, dass man auch etwas Glück braucht um einen Partner mit halbwegs den selben Vorstellungen zu finden. Mit den anderen, wirds halt dann auf Dauer nix.

Ich bin auch so ziemlich auf, Partner ist die klare Nr1 mit viel Luft dazwischen bis alles andere kommt. Wie soll man sonst zusammen ein Leben auf Dauer bestreiten, wenn man nur sich selbst immer vorrückt, den Partner vergisst, oder gar noch die ganzen Probleme und Eltern, Freunde, oder auch das Kind ständig vor den Menschen den man liebt, schiebt?

Das kann gar nicht gut gehen. Zusammen durchs Leben gehen, und sich wirklich über alle Lieben, daraus entsteht doch erst eine echte uneinnehmbare Ferstung. Wüsste nicht warum ich lieber in meinem Singleindianerzelt hausen sollte, was bei jedem Unwetter droht davonzufliegen...

Mitte 30(M)

MfG
 
G

Gast

Gast
  • #22
Wenn ein Mann seine Freundin nur alle paar Wochen sehen möchte, ist das ziemlich klar ein Zeichen, dass er kein ernsthaftes Interesse an ihr hat. Ein Mann der verliebt ist möchte seine Freundin in der Regel mehrmals in der Woche sehen. Oft sogar täglich.

Also liebe FS, du hast anscheinend kein gestörtes Bedürfnis nach Nähe. Du suchst dir lediglich die falschen Männer aus.
 
G

Gast

Gast
  • #23
W31
Danke an die FS und alle anderen. Ihr habt mir Impulse geschenkt, um meine Nähe/ Diszanz Vorlieben zu differnzieren..

Ich bin mir da manchmal unsicher in der Kennenlernphase. Wenn ich Interesse an jemandem habe, möchte ich ihn eben noch mehr kennenlernen und 'oft' sehen, hören, schreiben. Aber ich möchte ihn auch nicht vereinnahmen..

Es ist und bleibt spannend... :)
 
Top