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  • #1

Getrennte Schlafzimmer, wie steht Ihr dazu?

Von meiner Seite muss ich gestehen (mein Partner jetzt ebenfalls) das dies eine ganz schöne Alternative Sache ist. Zumindest unter der Woche, am Wochenende wollen wir unsere Nähe, Wärme, Intimität spüren! Was aber nicht heißt, dass unter der Woche nicht gelebt, gekuschelt, geküsst und andere Zärtlichkeit ausgetauscht wird!

Ich stecke mitten in einer Fortbildung für einen besseren beruflichen Werdegang, bin ein Nachtmensch durch und durch und kann somit Abends bis Nachts einfach am effektivsten lernen. Dann packe ich mein Netbook und meine Unterlagen raus und lese die ganzen Sachen von der „Schule“ nochmal nach. Generell liebe ich es Abends im Bett bis in die Nacht hinein zu lesen. Ich brauche ein kühles Zimmer, wo das Fenster Nachts gekippt ist. Egal bei welchen Temperaturen. Mit dem lesen im Bett kann ich komplett abschalten und so besser einschlafen. Ich habe einen sehr leichten Schlaf und wache so jedes Mal von seinem hin und her umdrehen des Körpers und/oder der Decke auf. Und wenn er dann mal Schnarcht könnte ich an die Decke gehen und die Nacht ist für mich vorbei!

Mein Partner ist genau das Gegenteil von mir. Er mag es warm und kuschelig bis man(n) schwitzt. Er mag es überhaupt nicht, wenn ich das Fenster auf mache. Er will Abends im Bett einfach seine Ruhe haben und schlafen gehen. Nicht gestört werden vom Lesen, Lernen und auf der Tastatur tippen. Er hat einen sehr tiefen Schlaf, brauch aber absolute Ruhe beim Einschlafen. So war er schon sehr oft von mir genervt, weil ich eben die oben genannten Dingen tat.

Wir zwei sind relativ schnell zusammen gezogen (ca. 1 Jahr) und wohnen mittlerweile mehr als ein Jahr zusammen. Diese Lösung, die wir so für uns beiden beschlossen haben, hat bis jetzt unserer Beziehung nicht geschadet. Im Gegenteil, sogar noch intensiver gemacht, weil man ausgeschlafen und entspannter ist und sich sehr auf das Wochenende freut. Wo beide einfach nichts stört und nervt und man gemeinsam aufwacht. Wir lieben uns begehren uns immer noch so sehr, wie am ersten Tag unserer Beziehung!

w/26
 
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  • #2
Läuft doch gut, was willst du wissen?
 
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  • #3
... au ja, das verstehe ich sehr gut.
Wenn ich mit meinem Freund in einem Bett schlafe, ist er total glücklich und schläft auch schnell ein. Ich liege daneben, und gucke mit tellergroßen Augen an die Decke. Es stört mich einfach, wenn jemand da ist... Ich bin es wohl nicht gewohnt.
Irgendwann döse ich dann doch ein. Spätestens nachts um 2 wache ich dann auf, mit dem Gefühl, überhaupt nicht geschlafen zu haben, und bin putzmunter und überdreht. Mein Gutster schnarcht derweil vor sich hin... ich verlasse die Lokalität und lege mich dann in das andere Bett (ja, wir haben getrennte Schlafzimmer), und kann dort bis morgens mir noch etwas Erholung holen.
 
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  • #4
Ähnliche Argumente hatte ich auch, ein Einzelzimmer für mich zu beanspruchen. Mein Mann hatte nichts dagegen.

Nach einigen Jahren führten wir eine Ehe-WG mit körperlichem Austausch alle 4 Wochen. Zärtlichkeiten gab es nicht mehr. In beiden Zimmer stand ein Fernseher, vor dem wir jeweils alleine saßen. Dafür hatten wir einen ruhigen Schlaf.

Nach 9 Jahren waren wir geschieden.

Es muss nicht immer so sein, und heute, nachdem ich 12 Jahre allein lebe, kann ich mir nicht mehr vorstellen, meinen Freund dauerhaft bei mir im Schlafzimmer zu haben, so sehr habe ich mich an das allein schlafen gewöhnt. Aber trotzdem hat meine damalige Vehemenz, mit der ich wie du dieses Thema schön geredet habe, stark gelitten. Auch, wenn deine Argumente absolut nachvollziehbar sind - irgendwas in der Chemie des Paares scheint sich doch zu verändern.
 
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  • #5
Um es mal ganz lapidar auszudrücken: Jeder Mensch hat das Recht auf ungestörten, ruhigen Schlaf, verbunden mit Ritualen, die z.B. das Einschlafen ermöglichen. Bei mir verhält es sich ähnlich wie bei Dir, liebe FS, dazu kommt noch das berühmte "Bäume-Sägen" von der anderen Seite. Mein Partner und ich haben auch getrennte Schlafzimmer, beide aber mit Doppelbetten. Zudem sind unsere Schlafzimmer nach unseren eigenen Wünschen und Vorstellungen eingerichtet, seins eher kahl, meins dann verspielt. Wir sind beide sehr kuschelbedürftig und unser Zusammenleben ist harmonisch und liebevoll. An den Wochenenden schlafen wir meistens im gleichen Bett, aber auch nicht immer. Ob getrennte Schlafzimmer oder nicht sagt definitiv nichts über die Beziehung eine Paares aus. Zu Deiner Frage also: Jederzeit!
 
  • #6
Liebe FS,

sowie ihr das handhabt, scheint es doch sehr gut zu klappen. So lange beide Parteien damit glücklich sind und niemand auf etwas verzichten muss, klingt es nach einer perfekten Variante.

Ich kann es mir allerdings überhaupt nicht vorstellen. Sowohl mein langjähriger Ex-Freund als auch mein jetziger Freund schnarch(t)en ebenfalls. Ohne Ohropax ist an Schlaf überhaupt nicht zu denken. Und trotzdem: Lieber die Dinger im Ohr als ein leerer Platz neben mir. Zum Glück haben wir auch in etwa den gleichen Schlafrhythmus und stehen meistens gemeinsam auf. Für mich geht nichts über gemeinsam kuschelnd einzuschlafen.
 
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  • #7
Mein mann und ich schlafen auch in getrennten schlafzimmern. An we schlafen wir auch mal zusammen aber nicht immer. Wir kommen gut damit klar, sind am nächsten morgen beide ausgeruht und nicht wie früher übermüdet und abgenervt.
 
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  • #8
So wie Du es beschreibst, ist ja alles super.
Hoffentlich sieht Dein Freund das genauso wie Du. Andernfals hätte ich doch ein wenig das Gefühl, ihr seid nicht kompatiebel.
Ich würde den Vorschlag von getrennten Zimmern begrüssen. Wäre aber der Meinung dass die Zimmer nicht im gleichen Haushalt stehen sollten.
Wer die Nähe des Andern nich erträgt, hat ein Beziehungsproblem.
 
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  • #9
Es kann sein, dass es nicht anders geht, aber ich möchte getrenntes Schlafen möglichst vermeiden, zum Glück schnarche ich nicht.
 
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  • #10
Der Gedanke miteinander Sex haben und danach ins eigene Bett spazieren?
Ein unerträglicher Gedanke.
Planen, wann wollen wir Sex haben?
Noch unertäglicher.
Wir sind zusammen zärtlich wenn ein Teil Lust dazu hat. Das passiert zu keiner bestimmten Zeit. Kann sein dass es mitten in der Nacht ist, oder am Morgen früh. Da möchte ich nicht aus dem Bett zu Andern mal vorbei schauen und fragen: magst Du?
Als Singel habe ich das genossen, nach dem Sex nach Hause und dann meine Ruhe haben. Aber in einer Beziehung unerträglich.
 
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  • #11
Meine Frau und ich haben wegen der unerträglichen Schnarcherei ebenfalls getrennte Schlafzimmer. Die Zimmer sind durch eine Zwischentür getrennt. Die Zwischentür habe ich polstern lassen, damit jeder auch wirklich schlafen kann. Das ist sehr viel besser als jeden Morgen totmüde und genervt aus dem Bett zu steigen und sich über den anderen zu ärgern.
 
  • #12
Getrennte Schlafzimmer finde ich absolut klasse. Der Mann schnarcht, daß sich die Balken biegen und ich gucke wie eine Eule die Dunkelheit an. Kommt nicht infrage!
Wir haben auch jeweils Doppelbetten und wenn uns danach ist, schlafen wir auch gemeinsam in einem davon, oft auch mehrere Tage hintereinander.
Was bei mir jedoch NIE im Schlafzimmer stehen wird, ist ein Fernseher!
 
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  • #13
Wie schön das die Meinungen auseinandergehen:) Ich bin mit meinem Partner 14 Jahre zusammen und wir Arbeiten beide hart daher brauchen auch wir viel Schlaf und müssen fit sein doch getrennt zu schlafen finde ich persönlich in einer Bez. eine glatte 6. Das hört sich für mich nach einer Affäre an wenn man Lust hat dann darf der Partner mal eben rüberhüpfen aber dann ist Schluss, weil ich schlafen muss, ich Lese in meinem Bett ebenfalls mein Mann liest gar nicht er guckt dabei fern trotzdem gibt es keine Probleme bei uns wir haben Kinder und trotzdem haben wir Sex dann, wenn wir wollen und nicht nach Terminplan. Ich drücke euch die Daumen, dass es gut geht, was ich anzweifel, im Freundeskreis gab es auch solche Paare, die heute getrennte Wege gehen. Natürlich muss es nicht sein. Alles Gute w31
 
  • #14
Mein Mann schnarcht wie ein Sägewerk und da ich nur ungern Ohropax verwende, sind zwei Betten nötig. Und es gibt nie Sex nach plan oder ähnliches. Meist ist es so, dass wir in einem Bett einschlafen und ich dann umziehe, es sei denn ich muss sehr früh raus oder fitt sein, dann schlafen wir auch getrennt. Auch haben wir uns bei Lust auch gegenseitig aufgesucht. Spontanität geht in keiner weise verloren
 
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  • #15
Ich bin wirklich überrascht wieviele hier getrennte Schlafzimmer haben. In meinem Freundes- und Bekanntenkreis, der nicht klein ist, kenne ich gar keinen. Selber möchte ich keine getrennten Schlafzimmer haben. Mein Mann braucht zum Einschlafen zwar immer seine eigene Betthälfte, jedoch in der Nacht rutscht er regelmäßig an mich ran, ohne wach zu werden. Für mich gibt das ein unglaublich großes Gefühl von Geborgenheit. Ich möchte auch nicht morgens, wenn ich wach werde und ihn spüren will, erst noch in sein Zimmer gehen müssen. Wir lieben es uns morgens gegenseitig mit entspanntem, müden und dann ziemlich wachem Guten-Morgen-Sex zu wecken.

Wenn es bei dir FS anders ist, sehe ich darin allerdings auch kein Problem. Was für ein Paar richtig ist, muss für das andere nicht auch richtig sein. Besprich das doch am Besten mit deinem Freund, wenn er auch kein Problem damit hat, warum nicht. Muss ja nicht in Stein gemeißelt sein so eine Entscheidung.
 
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  • #16
Jedes Paar muss eine individuelle Lösung finden. Ich denke nicht, dass es die Lösung gibt, die für alle passt. Ich persönlich bevorzuge es, gemeinsam in einem Bett zu schlafen. Aber ich brauche auch Raum und eine eigene Decke (was bei uns Jüngeren keine Selbstverständlichkeit ist). Mit einer neuen Partnerin tue ich meist anfangs ein wenig schwer, entspannt zu schlafen. Das vergeht dann...und abends nach dem Sex gemeinsam einzuschlafen, wie auch morgens nebeneinander aufzuwachen, ist sehr angenehm. Da ich aber leider keinen sehr tiefen Schlaf hätte, würde ich mir im Fall einer Sägewerk-Partnerin u.U. schon andere Arragenements einfallen lassen.

m28