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  • #1

Geschieden: Wie schaffe ich ein wenig mehr Freizeit?

Hallo zusammen,

ich würde gerne Ihre Erfahrung anrufen, um eine Lösung für meine Situation zu finden und zwar, wie ich mehr Freizeit für mich schaffe.

Ich bin geschieden und Mutter von 2 Kindern, 2 und 4 Jahre alt. Mein Ex-Mann holt die Kinder jeden Sonntag im Zeitraum zwischen 13 und entweder 18 oder 19 Uhr ab, das bedeutet, dass ich 5 bis 6 Stunden pro Woche habe, um mich abzuschalten. Ich würde gerne ab und zu einen Ausflug oder ähnliches machen und bräuchte daher eventuell einen Tag. Mein Ex-Mann sagt, dass er sein Privatleben hat und sich nicht vergraben wird.

In unserer Gegend habe ich keine Angehörigen, in Frage kommt nur ein Babysitter, aber das ist klar nur eine stundenweise Betreuung.

Ist so eine Situation jemandem bekannt? Wenn ja, wie haben Sie es gelöst?

Vielen Dank im Voraus.
 
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  • #2
Dann antworten Sie dem Ex-Mann, dass Sie auch Ihr Privatleben haben und er sich als Vater Ihrer Kinder diese sicherlich lieber in seiner Obhut weiß, als in der eines fremden Babysitters.

Alles zwei Wochen können die Kinder EINEN GANZEN Tag bei ihm verbringen, sie sind dafür nicht mehr zu klein. Später dann alle zwei Wochen das ganze Wochenende.

Ich könnte aggressiv werden, wenn ich solche Sprüche von Ex-Männern höre. Kinder in die Welt setzen und sich alles vom Leibe halten, damit das männliche Privatleben nicht leidet.... Die Kindesmutter wird es schon richten....

w, 45, 2 Kinder, geschieden, vernünftige WE-Umgangsregelung mit dem Vater der Kinder
 
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  • #3
Liebe FS,

was auch ganz gut ist: sich einen Kreis von alleinerziehenden Müttern und Vätern zu suchen, mit Allen zusammen etwas unternehmen und wenn man sich dann gut kennengelernt hat, kann man auch mal gegenseitig die Kinder ohne deren Mutter oder Vater betreuen.
Gut, Ihr zweijähriges ist noch sehr klein, ob das klappt, weiss ich nicht. Wir haben das jedenfalls so als gegenseitige Unterstützung gemacht, wo ich die Kinder von meiner Freundin mal für einen Tag hatte und sie umgekehrt meine.
Davon abgesehen finde ich, dass Sie - wie Gast 1 auch meinte - mit dem Vater nochmals Tacheles reden sollten. Er will keine Abstriche für seine Freizeit, Sie haben fast keine Freizeit mehr und es ist verständlich, dass jeder diese auch braucht - ohne Kinder. Er ist ziemlich egoistisch, ist ihm wohl zu anstrengend, also, ihm einfach sagen, er muss die Kinder öfters nehmen. Das ist für die ja auch gut.

LG
 
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  • #4
Liebe FS,

im besten Fall machen Sie dem Vater der Kinder klar, dass seine Kinder ebenso zu seinem PRIVATleben gehören.

Hilfreich kann auch ein gemeinsamer Termin beim Jugendamt sein. Manche Menschen sind obrigkeitshörig, und nehmen Worte eines "Offiziellen" ernster.
Sie als Mutter fordern für die Kinder den angemessenen Umgang mit ihrem Vater ein. Ich gehe davon aus, dass ein gemeinsames Sorgerecht besteht. Machen Sie ihm klar, dass dies auch die Sorgepflicht beinhaltet.

Kommunikation ist das A und O. Schreiben sie ihm, wenn es auf mündlichem Weg keinen Erfolg bringt.

Viel Glück.
 
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  • #5
Mal eine Frage vor der Antwort:

Gibt es denn etwas dazu aus dem Scheidungsurteil oder aus einer Vereinbarung?

Denn die jetzige Regelung ist ja nicht aus dem Nichts entstanden.
 
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  • #6
Liebe FS,
auf das Sharingmodell hätte ich mich nicht eingelassen und würde dem Vater jedes zweite Wochenende die Kinder vollständig aufs Auge drücken, inkl. Übernachtung, mit der Begründung, die er auch nutzt: auch Du hast ein Privatleben. Genauso würde ich ihm 1-2 Abende in der Woche für Sport und Kinobesuch einspannen. Alternativ kann der zusätzlich zum Kindsunterhalt den Babysitter bezahlen, wenn er die Betreuungsleistung nicht selber erbringen will. Er hat nicht mehr Anspruch auf Freizeit als Du.

Geh zu einer Familienberatungsstelle eines Sozialverbandes oder bessr noch zum Jugendamt und informier Dich dazu. Dort kannst Du auch einen Gesprächstermin mit ihm machen (moderiert). Meistens nehmen Männer das Jugendamt ernster als die Caritas.
 
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  • #7
Mann soll jedes zweite Wochenende komplett die Kinder nehmen. Schlag ihm das sachlich schriftlich vor und begründe es damit, dass das für die Kinder wichtig ist (stimmt auch, was soll das denn ein paar Stunden, da sind die nur durcheinander und in Hektik). Ansonsten auf jeden Fall einen Babysitter nehmen, damit du mehr Freizeit hast, auch wenn es Geld kostet, auf Dauer ist das total wichtig für dich. Ich mache das auch, bin auch alleinerziehend. Außerdem brauchst du auf jeden Fall eine Kinderbetreuerin, du könntest ja auch mal krank werden, da musst du vorsorgen, dass du jemanden an der Hand hast.
 
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  • #8
Ich würde die Kinder erstmal gar nicht mehr zum Vater schicken. Er ist doch sichtbar genervt und froh, wenn er die Kinder wieder vom Hals hat. Warum ihn also unnötig belästigen? Die Kinder haben es da sowieso nicht schön, wenn der Vater so ein Mürrkopf ist.

Es gibt doch Haushilfen, die für ein paar Euro mehr sicher auch mal länger als einen Babysitter aufpassen können, evtl. sogar mit Übernachtung. Oder eben für einen ganzen Tag lang zeitweise verschiedene Babysitter. Oder hast du keine kinderfreundlichen Nachbarn, die ebenfalls ein paar Kinder haben und mit denen zusammen spielen könnten? Oder eine gute Freundin, die darauf aufpassen könnte?

In deiner Situation scheinen mir Verbindungen sehr wichtig und Leute, auf die du dich felsenfest verlassen kannst. Ansonsten in der Stadt umhören, was es noch für Möglichkeiten gibt.

Am Sinnreichsten scheint mir, dass du zwei oder drei Babysitter einstellst, die sich abwechseln (morgens, mittags, abends).
 
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  • #9
Ich würde die Kinder erstmal gar nicht mehr zum Vater schicken.

Wie kommt man eigentlich auf die Idee, dass einfach eine Seite dies alleine entscheiden kann?

Wenn es ein entsprechendes Urteil gibt (was möglich wäre, wir wissen es ja nicht) kann das Kind per Gerichtsvollzieher aus der Wohnung der Mutter geholt werden, wenn die Mutter die Kinder vorenthält und sich nicht an das Urteil hält.

Genauso würde ich ihm 1-2 Abende in der Woche für Sport und Kinobesuch einspannen. Alternativ kann der zusätzlich zum Kindsunterhalt den Babysitter bezahlen, wenn er die Betreuungsleistung nicht selber erbringen will. Er hat nicht mehr Anspruch auf Freizeit als Du.

Und wieder: Das entscheidet nicht einer allein. Wie kam die aktuelle Regelung zustande? Dann gilt erst einmal "pacta sunt servanda" für beide Seiten. Wenn die Mutter sich einen Babysitter holt, kann sie das natürlich gerne tun, aber auf eigene Kosten. Oder wie wollten Sie die Kosten rechtlich durchsetzen?

Ich würde mich auch nicht zum Jugendamt schleppen lassen.
 
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  • #10
auf das Sharingmodell hätte ich mich nicht eingelassen und würde dem Vater jedes zweite Wochenende die Kinder vollständig aufs Auge drücken, inkl. Übernachtung, mit der Begründung, die er auch nutzt: auch Du hast ein Privatleben. Genauso würde ich ihm 1-2 Abende in der Woche für Sport und Kinobesuch einspannen. Alternativ kann der zusätzlich zum Kindsunterhalt den Babysitter bezahlen, wenn er die Betreuungsleistung nicht selber erbringen will. Er hat nicht mehr Anspruch auf Freizeit als Du.

Hallo,

ich vermute, dass solche Probleme das Resultat der Scheidung an sich sind. "Vollständig aufs Auge drücken" spricht Bände...

Wenn Frau den vollen Unterhalt für die Kinder bezieht, wird Mann davon ausgehen, dass sie dann auch für die Versorgung der Kinder zuständig ist und sich evt. auch keine Wohnung mit Übernachtungsmöglichkeit für die Kinder mehr leisten (können). Bei einer einvernehmlichen Regelung sollte es möglich sein, die Kinder jedes zweite Wochenende zu nehmen. Wenn Kinder sich mit beiden Elternteilen gut verstehen und nicht als Waffe im Scheidungskampf eingesetzt werden, wird der Besuch beim Vater auch keine Pflicht sein, um die Mutter zu entlasten. Das macht das Leben dann für alle Beteiligten einfacher.

m, 46
 
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  • #11
Ich bin geschieden mit drei Kindern. Freizeit habe ich indem ich mit ans Jugendamt gewandt habe da rr sich aus allem raus halten wollte und der Meinung wie deiner war. Nämlich das er ein privat leben hätte und kids nimmt wann er gerade Zeit und Lust hat. Das Jugendamt hat ihn erstmal aufgeklärt. Jetzt hat er jedes zweite Wochenende und die Hälfte der Ferien die kids. Schultermine oder Arzt Termine muss er auch mit Kindern fahren. Nicht nur ich. Er will geteiltes Sorgerecht dann muss er sich auch um alle Angelegenheiten die die Kinder betreffen sich mit drum kümmern.
Solltet ihr das nicht per Gericht gehandelt haben dann wende dich ans Jugendamt.
Das Jugendamt hat übrigens auch Betreuung für kids. Meine werden einmal die Woche geholt für Unternehmungen. Die haben auch andere Sachen im Angebot.
Versuch es mal da. Und keine Angst die helfen auch. Jugendamt ist nicht immer schlecht wie manchedas ssagen
 
  • #12
Wie kommt man eigentlich auf die Idee, dass einfach eine Seite dies alleine entscheiden kann?
...............

Ich würde mich auch nicht zum Jugendamt schleppen lassen.

Selbstverständlich würdest Du das nicht, Du bist ja auch ein Mann und weißt es besser.

Mein Ex hat sich etwa alle drei bis acht Monate für etwa drei Stunden mit den Kindern getroffen - ich habe sie angeliefert, er ging mit ihnen ins Kino und vielleicht noch Eis essen.

Das hat er auch alleine so festgelegt. Da die Kinder keinerlei Anstalten machten ihn öfter sehen zu wollen, sich im Gegenteil eher sträubten, habe ich auch Nichts bei Gericht unternommen. Ich hätte es erzwingen müssen - das hielt (und halte ich immer noch) für den falschen Weg.

Aber - der Preis war hoch. Die Kinder kennen ihren Vater quasi nicht, er sie auch nicht, dafür war und ist die Bindung zu mir eher zu eng.

Ich war irgendwann völlig mit den Nerven zu Fuß, habe nur mit Knirschen im Getriebe durchgehalten. Ohne meine Eltern, bei denen ich immer wieder sein und mich regenerieren konnte, hätte ich nicht durchgehalten.

Schau auf Dich, liebe FS, Du musst gesund bleiben. Mutter-Kind-Kuren, ein entlastendes Netzwerk, das ist ungemein wichtig.
 
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  • #13
Ich frage mich eher - was lag vor der Scheidung? Bist du fremd gegangen und wollst mit dem neuen Lover ein tolles Leben mit "deinen" Kindern weiterführen? Er musste gehen und soll zahlen - und oh, der Lover ist weg und nun hast du keine Freizeit mehr. Dein Ex pocht aber auf sein Privatleben? - Spekulation aus

Wir wissen es nicht, aber hier scheint viel mehr im argen zu liegen als nur sechs Stunden Papazeit. Möglicherweise traust du ihm nicht zu, dass er die Kids über Nacht beherbergt - früher wolltest du nicht, heute will er nicht. Könnte auch sein.

Tja FS, was ist denn nun die Wahrheit hinter der hier veröffentlichten angeblichen Realität?
 
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  • #14
Ich finde es traurig, dass man sich die Kinder gegenseitig zuschustern will und die Aufgabe der Kindererziehung als "JOB" sieht, von dem man "Feierabend" braucht. Ich bin selbst so aufgewachsen, keiner wollte zuständig sein, meine Eltern sind geschieden und jeder wollte seine Freizeit und Freiheit und mich generell zum anderen Elternteil abschieben. Fühlt sich als Kind "große Klasse" an, man fühlt sich nämlich schuldig, dass er andere Elternteil soviel "Arbeit" mit einem hat und dass man überhaupt auf der Welt ist. Am besten, man wäre gar nicht da. Kinder sind kein "Job", sie sind eine Lebensaufgabe und sollten willkommen sein. Bei meinen Kindern habe ich das anders gemacht, und meine Freizeit mit meinen Kindern verbracht, die ich übrigens nie als "Arbeit" empfunden habe, sondern als Teil von mir. Entsprechend haben sie sich entwickelt und nie Probleme gemacht - wieso auch, sie waren/sind gewollt, gewünscht und geliebt - egal zu welcher Uhrzeit.

Nach den Kindern fragt nie jemand, grundsätzlich nicht.
 
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  • #15
Au-pair ist eine Moeglichkeit. Wenn du kein zusaetzliches Zimmer fuer es hast, dann Babysitter. In Wien kostet eine Nanny 8 euro/stunde. Allerdings habe ich nur 1 Kind, kann sein, dass es fuer 2 Kinder teuerer ist.

Ohne mein Kindermaedchen waere ich verloren. Es ist nicht einfach, jemanden vernuenftigen zu funden, aber hat man eine gute Nanny gefunden, ist sie goldwert. Aus Erfahrung wollten keine Oesterreichrinen babysitten, also habe ich eine auslaendische Studentin engagiert. Bin aber selbst eine Auslaenderin. Die Nanny spricht mit meinem Sohn unsere Sprache, kann aber gut Deutsch. Eine auslaendische Studentin kann deinen Kinder eine neue Sprache beibringen, das ist fuer die kleinen nur vom Vorteil. Eine Bekannte hat eine ungarische Nsnny und ihr Sohn versteht Ungarisch und spricht ein wenig.

Du hast dann Freizeit fuer dich, die Kinder sind betreut und lernen dabei noch eine Sprache.

Und dem Vater erklaer bitte, dass es fuer das Wohl der Kinder besser ist, wenn sie zumindest jedes 2. Wochenende bei ihm sind. Es ist wichtig nicht wegen deinem Privatleben, sondern weil die Kinder auch eine Vaterfigur brauchen. Eine Frau erzieht anders, als ein Mann.
 
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  • #16
Selbstverständlich würdest Du das nicht, Du bist ja auch ein Mann und weißt es besser.

Nein, ich würde mich deswegen nicht zum Jugendamt schleppan lassen, weil dort fast nur Frauen arbeiten, viele selbst enttäuscht von einer Beziehung und sich das Jugendamt oft genug für Väter als reines Mütteramt darstellt.

Mein Kind kam zur Welt, als ich noch nicht mit meiner Ex-Frau verheiratet war. Also gingen wir damals zum Jugendamt um zwei Dinge zu regeln: Erstens die Vaterschaft festhalten, zweitens das gemeinsame Sorgerecht eintragen lassen. Das erste hat das "Jugendamt" gleich und gerne gemacht. Kaum waren wir beim zweiten, wurde meine Freundin damals gefragt, ob sie das denn wirklich will, denn dann könne sie ja nicht mehr alleine entscheiden usw. Ich saß daneben und wurde behandelt, als wäre ich Luft. Die Antwort meiner Freundin war dann nur: "Ja sicher, ich habe unser Kind schließlich nicht alleine gezeugt."

Ansonsten kann das Jugendamt gerne Empfehlungen geben, Entscheidungen trifft aber im Endeffekt ein Gericht. Daher wäre mir recht egal, was die sagen.

Mein Kind lebt übrigens seit der Trennung im Wechselmodell. Eine Woche bei mir, eine bei ihr. Die Scheidung lief einvernehmlich und mit viel Lachen in fünf Minuten. Für unsere Regelung mit dem Kind bekamen wir auch aus der Kita Lob, da man dem Kind nichts angemerkt hat, während nicht wenige Trennungskinder (wenn sich die Erwachsenen wie Kinder verhalten) regelrecht in der Entwicklung zurück fallen. Andere Länder sind da viel weiter als wir. Deutschland hinkt diesbezüglich locker 10 Jahre und mehr zurück und bevorzugt immer noch das "alle 2 Wochen am Wochenende"-Modell. Noch heute sehe ich meine Ex-Frau sicher 2mal die Woche und wir telefonieren auch hier und da. Einige Dinge machen wir gemeinsam oder unterstützen uns.
 
  • #17
Such Dir eine andere, sympathische AE, betreut die Kinder einige Nachmittage über gemeinsam und wechsele Dich dann mit ihr ab: In einer Woche betreut die Eine einen Abend lang die Kinder, bringt sie zusammen mit ihren eigenen ins Bett in der Wohnung der Anderen, in der nächsten Woche die Andere umgekehrt. Einzelne Nachmittage können auch schon entlasten oder abweschselndes Kochen.

Ich habe jahrelang die Kinder allein betreut, da mein Ex im Ausland arbeitete, hatte keine Verwandtschaft in der Nähe und kann Dir von Au Pairs nur sehr gemischte Eindrücke weitergeben. Für mich bzw. die Kinder war das nichts. Mir war es auch wichtig, dass die Kinder kein falsches Deutsch lernen, und Au Pairs sind meist junge Menschen in Selbstfindungsphasen. Das kann gut gehen im Miteinander, muss es aber nicht. Billig ist es auch nicht und Du hast einen fremden Menschen permanent um Dich. Zumindest solltest Du deutlich älter sein als die Betreffende, sonst wird es nur anstrengend.
 
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  • #18
Und wieder: Das entscheidet nicht einer allein. Wie kam die aktuelle Regelung zustande? Dann gilt erst einmal "pacta sunt servanda" für beide Seiten. Wenn die Mutter sich einen Babysitter holt, kann sie das natürlich gerne tun, aber auf eigene Kosten. Oder wie wollten Sie die Kosten rechtlich durchsetzen?

Ich würde mich auch nicht zum Jugendamt schleppen lassen.

Wenn man sich das Sorgerecht teilt, hat Mann nicht nur Rechte, sondern auch Pflichten. Ohne Umgang kann er dem Sorgerecht nicht nachkommen. Wer sich nicht kümmern will, soll auch aufs Sorgerecht verzichten und sich aufs Unterhalt zahlen beschränken.
Wenn der Mann seinen Pflichten nicht nachkommt, aber Sorgerecht beansprucht, dann wird er sehr wohl zu erhöhtem Unterhalt (Betreuungskosten) herangezogen, wenn er die Leistung nicht bringt.

Du wirst nicht zum Jugendamt geschleppt - das lädt Dich vor, um Dich über Deine Pflichten zu belehren und zu einer kindervertraeglichen Einigung zu kommen.
Aus der Betreuungsnummer kommt jeder Mann raus, der aufs Sorgerecht und Umgang verzichtet - kann Mann aber nicht nach Lust und Laune ändern. Das Dilemma ist: Männer haben gern alles, wo Rechte drauf steht, die Pflichten wollen sie nicht. Es ist ja auch nicht publikumswirksam wenn die Ex erzählt, er hat aufs Sorgerecht verzichtet.
 
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  • #19
Tja, leider werden Kinder bei Trennung/Scheidung allzu oft zur "Ware" und Väter meinen dann, sie nähmen die Kinder, um der Ex-Frau einen Gefallen zu tun.
Daß sie aber damit von ihrem Recht und Anspurch auf die Erziehung und Bildung der Kinder Einfluß nehmen und eine Beziehung zum eigen Fleisch und Blut gestalten können, habe ich bisher noch nicht gehört. Traurig aber wahr.
Auch mein Partner sagte schon, wenn Du Dich von mir trennst, kannst das Kind grad mitnehmen, ich will dann nichts mehr davon wissen.....
Was sind denn das für Männer/Väter???!
 
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  • #20
Liebe Frau


ich bin gerade mit einem geschiedenen Mann liiert und er behauptet und klagt dass wir uns nicht so oft sehen könnten weil seine Exfrau ihn mit Excel-Tabellen zudröhnt in denen sie schon im Januar alle Wochenenden mit Kinderbetreuung belegt an denen sie die Kinder jedenfalls nicht bei sich haben möchte weil sie gerade einen neuen Partner näher kennenlernen will. Also, mir kommt das alles Spanisch vor. Ist das denn nicht längst gesetzlich geregelt dass die Eltern sich über das Verfallsdatum ihrer Ehe hinaus gleichberechtigt und mit gleichem Zeitverlust für ihr "Privatleben" (sind Kinder eine öffentliche Angelegenheit ?) bemühen müssen dass aus den Sprösslingen was wird ?

Was stimmt denn nun ?
 
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  • #21
@19 - klassisch ist es oft leider so geregelt, dass das Residenzmodell vorherrscht. Bedeutet: Mutter hat die Kinder im Haushalt - 2 x im Monat hat der Vater die Kinder jeweils von Freitag abend bis Sonntag abend. Am besten im Wechsel vierzehntägig. Dazu benötigt man eigentlich keine Excel-Listen, denn das kann sich jeder, ob Männlein oder Weiblein, im Kalender selbst abzählen. Darüber hinaus hat der Vater ein Recht auf jeweils die Hälfte der Ferien - zusammenhängend wohlgemerkt! Nicht nur mal dann ein paar Tage, wenn es der Mutter passt!
Hier gilt dann auch die Zahlung des Kindsunterhalts nach Düsseldorfer Tabelle - diese geldwerten Bonus möchten sich die meisten Mütter nicht entgehen lassen, daher wird vielfach getönt, wie toll das Residenzmodell doch für die Kinder sei. Was allerdings so nicht stimmt!

Besser ist natürlich, man lebt das Wechselmodell - mit wirklich 50:50 Betreuung, Wechsel je nach Alter des Kindes wochenweise und die Ferien ebenfalls wieder hälftig. Dadurch kann und darf jeder auch Elternteil mit Alltag sein, was den Väter mit dem Residenzmodell meistens nicht möglich ist, da die Kinder vom Alltag durch die Mutter stark manipuliert werden können und der Vater dann leider keine Erziehungsarbeit mehr leisten kann. Im Fall des Wechselmodells leisten beide zu 50 % Erziehungsarbeit, beide zahlen zu 50 % die Kosten und BEIDE können für ihren Lebensunterhalt auch arbeiten!!! Ganz wichtig, denn viele Mütter belassen es gerne bei o.a. Residenzmodell, um den Vater bluten zu lassen - und ihm die Kinder zu entfremden. Eine ganz üble Masche, die gesellschaftlich leider mehr als anerkannt ist. Es wird daher Zeit, dass sich etwas ändert - Frau kann und darf sich nicht nur die Rosinen rauspicken (Geld und Kinder ohne Arbeiten zu gehen) und der Mann verliert die Kinder und muss zahlen, zahlen...

w/45
 
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