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Gast

  • #31
Oooch Frederika, so viel Zeit sollte sein.

Ich genieße es auf einen authentischen Gentleman zu treffen und empfinde den Coment von #8 ziemlich zutreffend.

Auch ich gehörte damals der Generation, wo die Frauen sich emanzipieren wollten, an. Wieso wollten diese Frauen nur ein besserer Mann werden, wo es auf das Zusammenspiel ankommt. Yin & Yang...
 
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Gast

  • #32
#29, ich habe es da anders gehalten...
 
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Gast

  • #33
ich #29 an #31. auf was bezieht sich Dein Beitrag? Geht es eeetwas genauer?
 
  • #34
@#30: Wenn Du meine Kommentare in diesem Forum verfolgst, wirst Du erkennen, dass ich nun wirklich nicht übermäßig der Emanzipation und der Manssweiber anhänge. Eine Frau sollte schon Frau sein und nicht nur ein Mann-Imitat. Da stimmen wir völlig überein! :)

Ich finde manche Dinge nur einfach unerträglich altmodisch. Gerade dieses In-den-Mantel-Helfen kommt mir immer wieder saublöde und wirklich unpraktisch vor. Da ziehe ich den mir selbst dreimal schneller an und aus. Völlig unnötig heutzutage. Ich rede jetzt von normalen ersten Dates oder zweiten Dates mit Restaurantbesuch. Wenn es nun (was ich beim Dating noch nicht erlebt habe!) ein absolute Nobelrestaurant ist, dann habe ich kein Problem damit mitzuspielen -- zickig sein will ich da nicht. Aber wie oft geht man schon in ein Nobelrestaurant? Ich wurde beim Dating noch in keines eingeladen. Thomas hat im übrigen recht, dass bei den wirklich guten die Kellner den Kram erledigen.
 
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Gast

  • #35
Zauberstern....@apollo..

Es wäre sicher ein großes Vergnügen mit DIR auszugehen........ Ich beneide heute schon die Königin an Deiner Seite....
wenn man dem Mann erst erklären muss, WAS überhaupt einen Gentleman ausmacht... dann ist es sowieso schon zu spät....

lieben Gruß
 
A

Apollo

  • #36
An #24

Das hat mit Generationsfrage nicht das Geringste zu tun, vielmehr jedoch mit einer bestimmten Einstellung zum Mensch Frau. Ich brachte damit lediglich meine subjektive Empfindung und Anschauung zum Ausdruck. Und überhaupt, schon mit 20 Jahren empfand ich das Benehmen gleichaltriger Jugendlichen als abscheulich. War das auch ein Generationsproblem? Oder ein Problem meiner anders gearteten Erziehung und anders verlaufenen Sozialisierung? Ein Problem für mich war das gewiß und ist es bis zum heutigen Tag.

Die klassischen Heimatländer des gentleman oder gentil homme, sind England und Frankreich - und nicht Deutschland. Und das werden sie auch bleiben. Hierzulande kann man z.B. auch keine fremde Frau, keinen fremden Mann ohne Nennung des Familiennamens höflich anreden. Hierzulande entschuldigen sich die Leute, wenn sie einen Fremden auf der Straße nach der Uhrzeit oder einem Straßennamen fragen. Das spricht Bände über deutsche Verhältnisse hinsichtlich der Umgangsformen. Welche Schuld haben sie denn dadurch auf sich geladen? Das wird auch seine Gründe haben, wie man es auch hier bestens studieren kann. Wer hat in Deutschland die höfliche Anrede "Meine Dame" und "Mein Herr" unmöglich gemacht? Das war doch nicht immer so. Wohl nicht diejenigen Frauen und Männer, die des Gentlemans bedürfen, oder? Welche gesellschaftlichen Veränderungen gingen diesem Verlust voran, ehe es zu solchen Veränderungen kam, die viele, auch hier nei EP, beklagen? Auch in osteuropäischem Ausland gibt es Äquivalentes zum englischen oder franzözischen Gebrauch dieser höflichen Anredeformen.
Übrigens, je nach gesellschaftlicher Klasse modifizieren sich die Umgangsformen. Eine Elite erkennt man mitunter an einem Mehr an Höflichkeit (ein anderer Nahme von Distanz oder Respekt). Die breite Masse der Deutschen will Authentizität, sie will sich "sauwohl" fühlen und das kann er offensichtlich nur dann, wenn er er selbst sein kann. Woher soll sie auch Verständnis fürs Artifizielle haben? Alles Zivilisatorische ist doch etwas Künstliches und nicht Naturgegebenes. Hierzulande gibt es einen perversen Kult der Authentizität.
 
  • #37
#34 in dem film "Eve und der letzte Gentleman" wurde es treffend definiert. ein gentleman ist, wer dafür sorge trägt, dass man sich in sein er gegenwart wohl fühlt.
 
G

Guest

  • #38
Thomas, ich glaube das ist eine ausgezeichnete sprachliche Fixierung des Konzepts. Damit hat sich meine anstehende Frage erledigt und ich muss nicht so viel tippen - danke ;)
 
G

Gast

  • #39
Tanja
Interessant, wie fremd dem deutschen Mann doch das Wort Gentleman zu sein scheint! Denn dieser Begriff hat nicht in erster Linie etwas zu tun mit dem Einhalten von auswendig gelernten Regeln, sondern mit einer inneren Einstellung und Herzensbildung! Hält Mann sich nur an Regeln, wirkt es aufgesetzt, gekünstelt, unecht. Ein echter gentleman sucht bei seiner Angebeteten von sich aus nach Verhaltensweisen, die ihr ein Lächeln ins Gesicht zaubern. Das kann unter Umständen individuell ganz verschieden sein. Er zeigt ihr damit Respekt und ein stückweit auch, dass er verstanden hat, dass Frauen sich einfach wohler fühlen, wenn es etwas gesitteter, zarter, kultivierter zugeht als in einer reinen Männergesellschaft. Und er zeigt, dass er bereit ist, sich um diese Frau zu bemühen, um sie zu werben, sich ritterlich zu verhalten, sie im Ernstfall auch zu "beschützen" und für sie da zu sein.
 
A

Apollo

  • #40
Zauberstern #34 !!!

das Vergnügen wäre auch meinerseits. Ich habe leider keine Königin an meiner Seite und damit ich eine haben könnte, müßten wir Emails oder Chiffrenummern austauschen. Aber soviel ich weiß, geht das auf dieser Plattform hier nicht. Ich werde es mal versuchen, aber ich verspreche mir nichts davon. Kannst du mir irgendeinen Hinweis geben?
Alle Umgangsformen nützen nichts, wenn sie nicht gefühlt werden. Dann - und nur dann - wirken sie aufgesetzt und steif, weil nicht das Gefühl die Bewegung und Handlung begleitet, sondern die Überlegung: "Was muß ich tun, um höflich zu wirken". Man studiere Männer in Anzügen in Begleitung einer Dame.
 
  • #41
@#36: Ja, mit der Definition kann ich auch leben! :) Allerdings fühlt sich halt nicht jede in einem ganz normalen Restaurant wohl, wenn der Mann sich benimmt wie in einem Nobelrestaurant. Das sollte auch beachtet werden. Es muss halt zur Umgebung und Situation passen.
 
A

Apollo

  • #42
#38 Tanja

Ich sehe das genauso. Da jedoch die Frauen, zumindest in Deutschland, immer maskuliner und die Männer immer femininer werden, gibt es immer weniger Menschen von jener Art, auf die du anspielst. Verkürzt dargestellt: Emanzipation bedeutet auf der einen Seite die Befreiung der Frau von ihrer Weiblichkeit, und auf der anderen die Befreiung des Mannes von seiner Männlichkeit. Wem damit gedient ist, weiß niemand. Ob dadurch für beide mehr Freiheit errungen worden ist, darf man bezweifeln und zurückweisen angesichts der gegenseitigen Frust. Ob hier oder dort - weder Fisch noch Fleisch. Die stattgefundenen Veränderungen können nicht mehr rückgängig gemacht weden. Sie zu korrigieren kostet im nachhinein enorm viel Mühe.
 
G

Gast

  • #43
Jetzt blick ich gar nicht mehr durch. Erst eben wurden auf dieser selben Plattform zwei Artikel des Inhalts das grobschlächtige Bad Guys besonders anziehend sein sollen veröffentlicht (eine Dame verherrlichte sie gar in einem Buch) und nun sollen plötzlich Gentlemen und Manieren gefragt sein also das genaue Gegenteil!
Was ist den nun Realität? Was wollen Frauen wirklich? Immer gerade das, was sie nicht haben können?
 
A

Apollo

  • #44
An #40

Warum sollte man sich deiner Meinung nach nach dem Geschmack der anderen richten, wenn man davon überzeugt ist, daß sein guter Geschmack in jeder Situation standhält? Es gehört schon ein überdimensionales Selbstbewußtsein dazu, die mißbilligenden Blicke der anderen zu ertragen, wenn man mit guten Umgangsformen Aufsehen erregt oder mit ihnen gar aneckt. Das ist nämlich der Dreh: der Gentleman geht nicht unter sein Niveau, nirgends und zu niemands Liebe.
 
A

Apollo

  • #45
#6

Wie zeitgemäß das alles ist, wofür du kein Verständnis hast, kannst du hier an den Komentaren ablesen. Du mußt das nicht praktizieren, wenn das nicht nach deinem Geschmack ist. Aber ich befürchte für dich, daß du mit ihm zu einer Minderheit gehörst.
 
A

Apollo

  • #46
An #12

Gutes Benehmen im Sinne von gute Manieren ist immer etwas Künstliches (wie Kunst auch), da es in der Natur nicht anzutreffen ist und es von Menschen auf Menschen übertragen wird. Es trägt den Namen Erziehung und soll Natürlichkeit ersetzen, unterdrücken oder, wo dies nicht geht, sie wenigstens regulieren. Sie dient u.a. zur Konfliktreduzierung und -vermeidung in der menschlichen Zivilisation. Sollte zumindest.
Manche Formen der Etikette schleifen sich ab mit der Zeit, werden durch andere ersetzt, aber der wesentliche Kern bleibt erhalten. Ess kommt jedoch genauso häufig vor, daß scheinbar abgelegte Formen des Umgangs wiederbelebt werden.
Affektiertheit hingegen kann man bei jemandem feststellen, dem es Mühe macht, sich ungezwungen höflich und maniriert zu benehmen. Das macht sich dann sehr unangenehm bemerkbar.
 
  • #47
@#43: Apollo, ich meinte weniger, dass man sich nach dem Geschmack anderer richten soll, als dass man sich situationsadäquat verhalten sollte. Eine Party der Freiwilligen Feuerwehr verlangt eben nach anderem Benehmen als ein Nobelrestaurant. Wer einfach nur seine eigenen Maßstäbe des perfekten Gentlemans gelten läßt, der ignoriert gerade die wichtigste Grundregel (siehe Thomas!), nämlich dass sich der andere in seiner Gesellschaft wohlfühlen soll.

Ich finde, ein wirklich gebildeter und lebenserfahrener Mensch kann sich auf jedem Parkett bewegen, ohne schlecht aufzufallen: Von Fastfood bis Michelin-Sternchen, von Strand bis Berghütte. Überall gelten andere Gepflogenheiten. Wer immer seine eigenen Maßstäbe anlegt, mag zwar vor Selbstbewußtsein strotzen, aber ein angenehmer Umgang ist er deswegen für andere noch lange nicht. Ich habe auf Berghütten schon die Klugscheißer erlebt, die auf Siezen bestanden haben und saubere Oberhemden zum Wechseln hochgeschleppt hatten: Die waren der große Lacher und absolut nicht ernstzunehmen.

Ich möchte mich in der Gegenwart eines Mannes einfach wohlfühlen. Und nicht affektierte, antiquierte Erwartungen erfüllen müssen. Wenn man sich in einem Cafe oder normalen Restaurant trifft, dann möchte ich mich da auch benehmen, wie in einem normalen Cafe oder Restaurant. So einfach ist das. Warum schlage ich wohl einen bestimmten Ort vor? Weil ich mich da wohl fühle und eine entspannte Atmosphäre herrscht. Nicht weil ich eigentlich lieber in einem Nobelresturant das erste Date gehabt hätte.
 
G

Gast

  • #48
Ich selber benehme mich immer ggü. den Damen als Gentleman. Beobachte aber immer wieder, dass viele Frauen A...loch-Magnete sind, sich von denen runterbuttern und wie Dreck behandeln lassen. Suchen sich immer wieder diesen Typ Idiot aus und sagen dann "Alle" Männer wären so! Irgendwie schon leicht schizophren!
 
G

Gast

  • #49
Tanja sagt es so richtig : Emanzipation bedeutet auf der einen Seite die Befreiung der Frau von ihrer Weiblichkeit, und auf der anderen die Befreiung des Mannes von seiner Männlichkeit !
Psychologisch gesehen heißt aber Emanzipation einfach, daß eine Frau ein narzistisches egoistisches kleines Kind geblieben ist ! Daher läßt sich die Emanzipation zu den neurotischen Geisteskrankheiten einreihen ! Das darf Mann heute zwar nicht mehr sagen, aber spätere Kulturen werden es erkennen, daß daran unsere derzeitige Zivilisation zugrunde gegangen ist !
 
G

Gast

  • #50
Wenn Frau oder Mann selbst über Manieren verfügen, erwarten sie doch meist selbstverständlich eine Parität. Ich selbst komme mit einem Mangel dieser Selbstverständlichkeit leider gar nicht klar und kann es durch keine andere männlichen Charaktereigenschaft ausgleichen, wenn der Mangel deutlich groß ist. Wie hilfreich ist es doch beim ersten, zweiten Date ein gemeinsames Essen zu versuchen. Hier haben sich schon "Abgründe" aufgetan und ich war im Nachhinein froh, dies so früh bemerken zu können.
 
G

Gast

  • #51
Beim ersten Date registiere ich aufmerksamn, was er kann oder nicht kann:
zuerst die Treppe hoch gehen,
die Türe aufhalten,
beim weggehen in den Mantel helfen,
das Getränk mitbezahlen, wenn es für den ersten Kaffe nicht reicht, braucht man ihn nicht wieder zu treffen,
kein Handy dabei oder an,
kurz um den üblichen Knigge, nicht übertrieben, aber so 2/3 sollte er schon schaffen, um einen guten ersten Eindruck zu machen, sonst war es das :)
Alexandra
 
A

Apollo

  • #52
An #48

Das sagt nicht Tanja, das sage ich, APOLLO. Nichts für ungut.
 
A

Apollo

  • #53
An #48

Wenn du schon die Psychologie erwähnst: Narzismus ist nicht nur bei Frauen, sondern auch bei Männern vorhanden. Nichts daran ist an sich zu verwerfen. Es wird in der Psychologie zwischen zwei Persönlichkeitstypen unterschieden: dem eben erwähnten narzistischen und dem atavistischen. Probleme entstehen immer dann, wenn Einseitigkeit vorherrscht.
 
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Gast

  • #54
Was hält Ihr von #3 ?
 
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Gast

  • #55
Hallo zusammen,
Danke - Anke... für denBeitrag zuvor ...
Ich bin einfach immer höflich und halte auch einmal einem älteren Herrn die Tür auf -ist das OK ?? Uwe,49 J.
 
G

Gast

  • #56
Nicht alles konservative ist schlecht, schon mal gar nicht gutes Benehmen. Ist für mich eine Selbstverständlichkeit, nur um den Spieß mal umzudrehen: Ich musste mich in der Regel für das Benehmen von Frau schämen... :)
 
G

Gast

  • #57
gute Manieren sind auf jeden Fall wichtig.
Ab und an leider erlebt: Mann meldet sich nach dem ersten Treffen nicht mehr, OBWOHL er frau angeblich wiedersehen wollte. Ist es auch nach einem gelungenen Date zu viel verlangt, zu seinem Wort zu stehen bzw. gentleman-like um die Frau ein wenig zu werben?
oder ist das mittlerweile out und ich habe das nur nicht mitbekommen?
 
  • #58
@56: Du sprichst mir aus der Seele.

Anstatt sich an antiquierten Dingen wie "in-den-Mantel-helfen" oder "Autotür-öffnen" regelrecht aufzugeilen (sorry), wäre es viel wichtiger, dass man auf jede Zuschrift antwortet, freundliche Absagen schickt und nach einem Treffen auf jeden Fall zeitnah und nett Feedback gibt.

Solche Formen von Höflichkeit, kombiniert mit Pünktlichkeit und guter Ausdrucksweise, sind mir wesentlich wichtiger als überholte und auswendig gelernte Kniggeregeln, die von den meisten Möchtegern-Gentleman dann am ersten Abend zuhause schon ad acta gelegt werden.
 
G

Gast

  • #59
#50
Bei der Treppe verhält es sich genau umgekehrt: Zuerst geht die Dame die Treppe hinauf, der Herr folgt ihr - damit er sie ggf., falls sie auf einer Stufe stolpert, auffangen bzw. abstützen kann.

Tja, ist so eine Sache mit den Ansprüchen an andere...
 
  • #60
@#58: Alleine schon diese dämlichen Begründungen für die antiquierten Knigge-Regeln lassen mich lachen:

"Damit die Dame die Treppe nicht herunterfällt" -- dümmer geht es in der heutigen Zeit ja wahrlich nicht. Genau so mit dem Stuhl hinschieben im Restaurant. Als ob Damen hilflos wären. Das hat nichts mehr mit Höflichkeit zu tun, sondern ist nur noch anachronistisch.

Übrigens habe ich, durchaus Dame :), gelernt, dass die Dame auf Treppen hinterher oder auf breiten Treppen im Gespräch nebenher geht: "Damit der Herr der Dame nicht unter den Rock schauen kann". Diese Begründung halte ich für stichhaltiger.