• #1

Generell Kontaktpflege, wenn man sich nicht persönlich treffen kann

Hallo an Euch.

Nur eine ganz generelle Frage.
Gerade in der Anfangsphase einer Beziehung, wenn man nicht zusammen lebt, eine gewisse Distanz zwischen den Wohnorten ist, sieht man sich nicht täglich, oft sind mehrere Tage dazwischen und es gibt außer Beruf auch noch andere Termine, Hobbies.

Trotzdem mag ich es persönlich, wenigstens Zeit für ein Telefonat zu finden und wenn es kurz ist, aber ein kleiner Austausch.
Und wenn aus welchen Gründen immer, dazu auch der Raum fehlt, zumindest einen Morgengruß und eine gute Nacht - WhatsApp macht es ja möglich, und ist für mich eine schnelle, nette Geste. Denke an Dich... Müssen ja nicht die schmalzigen Herzchen & Küsschen Smileys sein, auf die reagiere ich eher allergisch, auch keine inhaltsschweren Texte...Nur ganz banal.

Ich erwarte nicht eine sofortige Reaktion, wenn ich schreibe, weil mir gerade danach ist. Checke genauso wenig, ob der andere online ist - diesen Status habe ich selbst manchmal tagelang, weil WhatsApp auf den Smartphone geöffnet ist und ich es sehr selten ausmache.
Bin trotzdem nicht ständig erreichbar und erwarte es von niemanden.

Mir geht es nur um den Kontakt, die Arten und die Frequenz.

Ich merke aber, dass mir vollständiges Schweigen über den Tag hinweg zu schaffen macht, Raum für Kopfkino...
Auch wenn bei den persönlichen Kontakten dafür dann sehr viel Nähe ist. Das löst aber bei mir noch mehr Irritationen aus, weil für mich sehr ambivalent und gar nicht mehr verständlich (außer man impliziert gleich eine wüste Betrugsgeschichte, von der ich explizit nicht ausgehe).

Wie geht es Euch, wie handhabt Ihr das - und ich freue mich gerade, wenn Männer antworten.
Ist mein Wunsch nach zumindest einem Gruß zwischendurch aufdringlich?
 
  • #2
Nein, ist es nicht. Ich finde es normal, dass man sich auch tagsüber mal kurz schreibt oder kurz anruft. Hatte auch immer Partner, denen es genau so ging, wenn man sich mag und der andere einen Platz im Leben einnimmt , ist das ein verständliches Verlangen.
 
  • #3
Ist mein Wunsch nach zumindest einem Gruß zwischendurch aufdringlich?
Ich würde sagen, das hängt davon ab, was das Gegenüber als aufdringlich empfindet.
Es ist reine Geschmackssache.

Ich persönlich brauche diese kleinen WA, die du beschreibst, überhaupt nicht, empfinde sie sogar eher als Pflicht:
Am Abend: spät nach Hause gekommen, schnell was essen, ein bißchen lesen, oder in diesem Forum schreiben, um runterzukommen. Dann duschen und Zähneputzen und die WA an den neuen Mann nicht vergessen und dann endlich ins Bett. Ja, ich sehe das als ein Pflicht an, die es abzuhaken gilt, bevor ich ins Bett kann, genau wie das Zähneputzen.

Aber wie gesagt, das ist mein ganz persönlicher Geschmack.
Viele werden jetzt sagen, sie finden deine täglich beiden WA völlig normal und angemessen, andere werden das zu wenig finden und erwarten, täglich zu telefonieren.
Es gibt kein Richtig und kein Falsch, nur Kompatibilität.

w 48
 
  • #4
Ich brauche das auch, wenn man sich mal ein paar Tage nicht sieht. Wir sind aber auch in einer Fernbeziehung und sehen uns nur am Wochenende. Gerade, wenn es mehrere Tage sind, wird immer Guten Morgen und abends dann gute Nacht gewünscht, mit kleinem Bericht, wie der Tag des Anderen so war.

Das einzige, das mich neuerdings immer ein bisschen stresst, ist dass mein Freund immer täglich facetimen möchte. Das ist mir manchmal zu viel, und ich möchte einfach nur telefonieren oder SMS schreiben und danach ins Bett.
Aber wenn er damit aufhören würde, würde es mir wahrscheinlich auch nicht passen...
 
R

rosenmann

  • #5
Es gibt keine Regel dazu, harmonieren sollte es. Manche brauchen ständiges hin und her Geschreibe, anderen reicht ein Telefonat in drei Tagen.

Und man möchte es nicht glauben, Differenzen bei diesem Thema können sich durchaus soweit hochschaukeln, dass es zu ernsten Streitereien kommt. Es gibt Menschen die sich bereits eingeengt fühlen, wenn der Partner sich ein, zwei WA Nachrichten am Tag wünscht.

Ich selbst fand es immer nett, am Morgen einen kleinen Gruß oder am Abend ein "Schlaf gut!", wo man sich in ein zwei Zeilen erzählt, was heute passiert ist. Das erzeugt ein schönes Verbundenheitsgefühl, ein paar Worte, die sagen, ich denk an dich.

Aber darüber Disskutieren bringt gar nichts, wie ich finde. Es führt allenfalls dazu, dass ein Part dann, wie schon geschrieben wurde, immer schön aus Pflichtbewusstsein simst. Das kommt dann irgendwie nicht von Herzen.
 
  • #6
Ich finde einen Gruß zwischendurch nicht aufdringlich, zeigt er mir doch, das mein Partner an mich denkt.
Einer von uns beiden schreibt morgens einen Gruß und abends wird telefoniert. Gerne sogar. Ist kein Pflichtprogramm.

w47
Seit 2,5Jahren in einer Wochenendbeziehung.
 
  • #7
Für mich klingt es so, als ob du einen gewissen Grundpegel an Nachrichten brauchst, um dein Kopfkino im Zaum zu halten.
Ich stelle mir grad vor, mir sagt jemand: schreib mir bitte jeden Tag in der Früh und am Abend was. Und schon wird das Druck, und Zwang, und Verpflichtung, und halbherzige Nachrichten, weil man nicht immer was zu sagen hat oder was sagen will.
Um dich davon zu befreien, solltest du lieber an deiner Unsicherheit arbeiten. Gerade beim Kennenlernen finde ich solche Anliegen übertrieben. Allerdings wäre für dich wahrscheinlich keine Fernbeziehung besser und jemand mit gleichem Kontaktbedürfnis auch.
 
N

nachdenkliche

  • #8
Ich war ebenfalls in einer sehr fernen Beziehung, 900km, da konnten wir uns nur alle paar Wochen sehen. Sämtliche Urlaubstage haben wir zusammen im Jahr verbracht...Also, wir haben das 8,5 Jahre so gehalten, dass wir immer abends vor dem Licht aus machen noch telefoniert hatten. Dazwischen mal ab und zu, wenn es was wichtiges gab, eine sms...Am Ende war mir klar, wir haben mit dieser Regelmäßigkeit einen riesen Fehler gemac ht. Da geht es mir ganz genauso wie @frei . Ich war einfach nach einem langen Arbeitstag nur noch tot und hatte das Gefühl, ich habe keine Lust mehr zum Quatschen, es gibt nichts Neues...ich kann nicht mehr. Ich denke, er hat auch so gedacht....
Diese Regelmäßigkeit wird zur Gewohnheit und ist tötlich für die Beziehung. Das ist meine Erfahrung. Kommt natürlich ganz auf den Einzelfall an.
 
W

wahlmünchner

  • #9
Ist das nicht ein Klassiker ?
Bei manchen gilt: aus den Augen, aus dem Sinn. Was nicht heißt das er dich nicht mag..nur das er grad mit was anderem beschäftigt ist.
Wenn da keine ähnlichen Bedürfnisse sind ist Stress vorprogrammiert.
Entweder du sagst es ihm (vielleicht schreibt er dann auch obwohl es ihm nicht danach ist) oder du versuchst ihm zu vertrauen und akzeptierst sein schweigen dazwischen oder er ist nicht der passende Mann für dich
Falls es dich beruhigt: es gibt Männer die melden sich ständig, sind schnell bereit Komplimente und Aufmerksamkeit ein zu schenken und sind notorische Fremdgänger, während andere treu sind aber einfach nicht gerne schreiben.
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
  • #10
Finde ich überflüssig.
Warum denn?
Mir gingen diese "kleinen" Nichtigkeiten auf den Keks.
Auch wäre ich die letzte Frau, die sich aufregt, wenn er nicht jeden Tag simst, mailt oder sonstwas, grauenvoll, wo leben wir denn?

Bei total vernetzten Jugendlichen verständlich, die können eh nicht mehr normal kommunizieren. Aber als reife Frau ziehe ich lieber reale Treffen vor, diese kann man kurz vorher meinetwegen auch telefonisch klar machen, man hat sich dann auch was zu erzählen.

Ich bin keine Freundin der übertriebenen digitalen Welt.
Eine Bekannte von mir tippt auch wie wild in ihr Handy, vor kurzem hat sie sich vertippt und ihr digitaler Partner was falsch verstanden, seit dem ist Funkstille - was bin ich froh, mich davon zu distanzieren.
 
  • #11
Guten Morgen Lionne,
ein tägliches zumindest "Guten Morgen" und "Gute Nacht, schlaf schön" eventuell mit einer kleinen Statusabfrage und -angabe ist von mir erwünscht und sende ich auch selbstverständlich, wenn wir uns nicht gesehen haben bzw. sehen. Dagegen telefoniere ich sehr ungern und nur im Notfall. Wie umfangreich und tiefsinnig dies ausfällt ist einfach von der Tagesform abhängig.
Auch da sollte es einfach passen.
 
  • #13
Eigentlich heisst es doch: wie wichtig bin ich meinem Partner,
haben wir eine verbindliche Beziehung, die kann auch ohne viele Nachrichten zwischendurch bestehen, oder habe ich eine Fern-Affäre, wo der Partner froh ist, abtauchen zu können und keine Verbindlichkeit zu leben. Nachrichten können, müssen aber kein Indiz sein. Ein fremdgehender Partner kann auch ständig Guten Morgen und Gute Nacht flöten, dagegen kann der schreibfaule Partner treu und verbindlich sein...
 
  • #14
Liebe Lionne69,

ich kann dein Bedürfnis nach kleinen "Kontaktaufnahmen" zwischendurch voll und ganz nachvollziehen, auch mir ist so etwas wichtig. Zeigt es doch, dass man aneinander denkt. Und gerade deshalb sollte es nicht das übliche "Guten Morgen" und "Gute Nacht" sein. Das ist zwar auch ganz lieb gemeint, birgt aber wie viele schon angesprochen haben das Risiko zu Gewohnheit und Pflicht zu werden. Viel schöner ist mitten am Tag ein "hab gerade das und das erlebt und musste an dich denken" oder ein "blöder Tag, aber die Freude auf übernächstes Wochenende heitert mich auf".
Ok, auch ein Guten Morgen und Träum schön darf ruhig mal sein ;-)
 
  • #15
Die FS

Nein, unter Zwang mag ich gar nicht, der andere soll sich ja wohl fühlen. Bitte auf keinen Fall ein Pflichtprogramm, das kenne ich von einem Bekannten, wäre mir unerträglich.

Aber - wie manche es genannt haben, diese kleinen WAs haben für mich etwas von Verbundenheit, gerade weil und wenn man sich über Tage nicht sieht.
Ein kleines Zeichen, ich denke an Dich. Etwas, was mich freut, mich lächeln lässt und eben hoffentlich auf der anderen Seite genauso, wenn ich aktiv bin.
Ich habe ein gewisses Maß an Nähebedürfnis, genauso wie an Distanz, und für mich war und ist es interessant und ein Realitätscheck, wie es andere handhaben.

Kopfkino, teilweise schon, weil ich es als sehr ambivalent empfinde, sehr schöne, intensive Treffen zu haben, mit sehr viel verbaler aber auch nonverbaler Nähe (kein Sex) - und dann, wie @wahlmünchner schreibt, als ob aus den Augen aus dem Sinn, mehr oder weniger Funkstille. Auch über mehrere Tage hinweg. Bis mal wieder absehbar Platz im Terminkalender ist.
So fühlt es sich manchmal und zunehmend an. Für mich einfach nicht nachvollziehbar.

Ich hatte auch schon eine Fernbeziehung, das ging ganz anders. Kontaktpflege, damals per SMS kurz, unter der Woche, Telefon bei Gelegenheit, und sich sehen, wann es ging. Alles aber beidseitig und freiwillig. Wobei nach einem Jahr dann der Umzug folgte.
Und sonst kenne ich es genau wie @Goody, @QFrederick und @rosenmann beschreiben, womit ich mich immer wohl fühlte.
 
L

Lisachen

  • #16
In der Kennenlernphase habe ich immer aufgehört zu schreiben, wenn ich gemerkt habe, dass ich keine Lust zu schreiben habe. In der Beziehung habe ich auch nie hinter Emails, Telefonate und SMSs hinterher gehechelt. Ich weiß nicht, ob ich ein Sonderling bin aber ich würde es persönlich sehr schön finden, wenn jemand, den ich liebe, mich einfach anruft oder mir schreibt, weil er meine Stimme hören möchte oder wissen möchte wie es mir geht und nicht, weil er denkt, er muss jetzt sich um mich kümmern. Viele denken, dass sie das tun müssen. Ich denke, dass es einfach ein Indiz dafür ist, dass es nicht passt, sonst hätte er oder sie geschrieben. Sonst würde er nicht anders machen können. Viel zu schreiben, kann auch vieles Kaputt machen.
 
  • #17
Hallo Lionne,

ich denke einfach, Dein Partner und Du, IHR müßt Euch mit Eurem Kommunikationsverhalten beide wohlfühlen. Es ist imho wirklich einfach eine Sache der Kompatibilität, von daher nutzen Dir auch viele unterschiedliche Antworten nichts, wenn es sich für Dich nicht stimmig anfühlt...

Ich persönlich halte es eher mit @frei, @Lily321 und @Herakles. Mich nervt es schon beinahe, wenn ich das Wort "What's App" (hoffe, habe es richtig geschrieben) nur höre, und ich habe nicht mal ein Smartphone! (und werde mir mit Sicherheit auch keins anschaffen). Mein Herzblatt hat ebenfalls kein "Smartie". Jeden Tag, wirklich JEDEN Tag, eine Nachricht schicken zu müssen, wäre mir ehrlich ein Graus. Oder gar damit einhergehend die "Pflicht" zu erfüllen, dem anderen irgendwelches "Kopfkino" zu nehmen. Wenn man Kopfkino hat, liegt es an der Beziehung und nicht an fehlendem "What's App". Wenn man einen Fremdgänger an Land gezogen hat, kann der trotzdem zig Nachrichten am Tag verschicken, sogar zwei Minuten nachdem er den Koitus mit einer anderen beendet hat oder fünf Minuten vorher!;-) Smartphones schützen nicht vor Treuebruch lol. Lieben Gruß
 
  • #18
Persönlicher Nachtrag

Mein Bauchgefühl hat mich nicht getrogen.
Er war ambivalent, und trotz der schönen Treffen nicht frei für eine Beziehung. Daher auch die Kontaktpausen.
Er hat es jetzt beendet.
 
  • #20
Irgendwie erinnert holt mich hier meine Vergangenheit bei diesem Thread ein und kann auch mich in diesen Fall sehr gut in den Mann hineinversetzen.

Mit "ambivalent“ hat dies weniger zu tun, sondern eher mit verschiedenen Mitteilungsbedürfnissen.
Mich hat dieses SMS hin und her auch mächtig genervt und die betreffende Dame meinte auch, dass sie nicht Druck aufbauen wollte. Am Ende viel mir nur der Song "I bin´s ned“von Wolfgang Ambros ein.

Eventuell dachte ja der Mann auch "I bin´s net“.
 
R

rosenmann

  • #21
Ich werfe ein, dass das nicht unbedingt vom Geschlecht abhängt sondern auch damit zu tun hat, wer in der Beziehung mehr gibt.

Im Idealfall ist es komplett ausgeglichen, aber oft ist es doch so, dass einer etwas mehr will als der andere. Und derjenige, der mehr will, welcher mehr am großen Tau zieht wünscht sich oft auch mehr Kontakt, in welcher Form auch immer.

Ich oute mich heirmit als ein Mann, der bestimmt nicht ständig eine Nachricht auf dem Display braucht, aber so ein, zwei mal am Tag, ob SMS oder Anruf, ist doch was tolles. Eine Beziehung, die nach dem "Aus den Augen, aus dem Sinn" Prinzip läuft, wäre für mich eher eine Freundschaft. In einer solchen ist das völlig ok, lange nichts von sich hören zu lassen, um sich dann mal wieder intensiv auszutauschen. In einer Beziehung will ich gerade den Unterschied zu einer Freudnschaft spüren.
 
  • #22
@Magnus,

Ich habe ihm nicht gesagt, dass ich diese Erwartung hätte oder mir das wünschen würde. Habe mich auch selbst an den geringen Rhythmus angepasst, um keinen Druck zu erzeugen.
Deswegen habe ich hier vorher Euch gefragt, wie so die allgemeinen Gepflogenheiten sind, wenn man sich nicht (fast) täglich sieht. Dann erübrigt sich das ja.

Das, was ich schließlich mitgeteilt habe, ist dass ich mich nicht wohl fühle
1) wenn man wirklich schöne, intensive Stunden miteinander verbracht hat und dann, nach einer sehr knappen Mitteilung, bin jetzt weg, melde mich wieder, ein vollständiger Kontaktabbruch über 5 Tage erfolgt.

2) Nachdem die Ankündigung beim nächsten kurzen Kontakt war, dass die nächste Pause wohl etwa 2 Wochen betragen würde aufgrund vieler Probleme, und man danach ja sehen könne, wie sich alles klärt, habe ich auch dazu mein Erleben formuliert.
Was ich einfach nicht kann, was mich belastet, ist zu wissen, dass es jemanden schlecht geht, jemand, der mir wichtig ist, Probleme hat und ich nur irgendwann, über viele Tage (14) hinweg, vielleicht dann erfahre, wie es demjenigen geht. Nachfragen würde ich nicht - wenn jemand seine Ruhe haben möchte, kann ich das achten.
Aber das ist nicht mein Verständnis von Partnerschaft.
Für mich gehört Stützen, Halten, ein Austausch einfach dazu, in den Maß wie es der andere holen mag. Oder dafür zu sorgen, dass es Momente einfach jenseits des Alltags gibt, zum Entspannen und für andere Gedanken. Inklusive der notwendigen Rückzugszeiten. Nur nicht in dieser Form, über so lange Zeit.

Das Fazit war nicht, ich bins net,
Das glaube ich nicht, das kam nicht an in der Kommunikation.
Sondern - ich habe Dein Feedback erhalten und für mich reflektiert, und dabei leider realisieren müssen - ich bin nicht frei, weder von Kopf noch von Gefühl, zuviel Altlasten, zuviel nicht wirklich abgeschlossenes...Und einiges mehr genanntes. Das Grundverständnis von Partnerschaft war sehr ähnlich. Und zugleich seinerseits das Nichtwollen von Vertrösten und Warteschleife.

Das kann ich respektieren, genauso wie die Ehrlichkeit, und die Offenheit, das obige war nur die sehr reduzierte Kommunikation. Beidseitig.
 
  • #23
Ich habe dieses Kommunikations-, Mitteilungs- bzw. Rückbestätigungsbedürfnis von Frauen (nicht allen natürlich) auch in festen Beziehungen mit gemeinsamer Wohnung erlebt. Die Erwartung und der Wunsch von ihr, am besten mindestens einmal täglich anzurufen vom/im Büro oder was zu smsen oder zu emailen. Ich hab das zuweilen probiert, um sinnlose Streitereien zu vermeiden, aber logischerweise nie lange durchgehalten, weil es mir einfach kein Bedürfnis ist. Wenn Frau daraus dann schlussfolgerte - und mir zuweilen auch direkt vorwarf - ich sei nicht interessiert an ihr oder mir seien ihre Bedürfnisse wohl offenbar "egal" , dann hat mich das genervt und gestresst und ja, auch verletzt. Dieses Bedürfnis nach ständigen Pseudo-Beweisen für die Liebe/das Interesse des Partners brauch ich wie Fusspilz - schon gar, wenn wir uns doch eh morgens, abends und nachts sehen und sprechen können. Bei getrennten Wohungen und Fernbeziehungen sieht's etwas anders auch, aber auch da sollten beide mit ihren Bedürfnissen aufeinander zugehen, so weit als möglich. Abstand ist ein genauso legitimes Bedürfnis wie Nähe und keinesfalls weniger wertig. m/43
 
  • #24
Nachdem die Ankündigung beim nächsten kurzen Kontakt war, dass die nächste Pause wohl etwa 2 Wochen betragen würde aufgrund vieler Probleme, und man danach ja sehen könne...
Zwei Wochen vielleicht tatsächlich mal extrem beschäftigt zu sein, dass sich keine oder kaum eine Kommunikation ausgeht ist das eine (wobei auch da für wenigstens zwei-drei kurze email/sms immer Zeit sein wird, wenn man will). Das aber bereits im Vorhinein fix anzukündigen, ist für mich die klare Aussage: ich will mich 2 Wochen (plus x?) lang gar nicht mit dir befassen. (Vielleicht auch "ich will jetzt 2 Woche auf keinen Fall gestört werden bei Dingen, die der andere vielleicht bloß nicht erfahren soll?) das hat nic hts mit natürlichem Abstandsbedürfnis zu tun, sondern ist eine definitive, einseitige Beziehungsunterbrechung. Und das lässt ja schon einiges an Schlüssen zu. Viel glück mit dem nächsten , hoffentlich besser passenden Mann! m/43
 
  • #25
das obige war nur die sehr reduzierte Kommunikation. Beidseitig.
Lionne, das tut mir leid, wie es bei dir gelaufen ist….aber als reduzierte beidseitige Kommunikation würde ich es nicht bezeichnen.

Was hättest du anders machen können? Und mit welchem Resultat?

Wenn einer nicht reden will und schweigt, muss der andere ob er will oder nicht mitschweigen. Über die Distanz gibt es nichts anderes, will man nicht richtig nerven; da wird man dazu dann gezwungen. Da kann man sich doch die ganze Kommunikationsführung sparen. Ich würde das eher auf richtige Unehrlichkeit von deinem Partner schieben. Gerade bei Distanzbeziehungen ist nämlich eine sehr offene Kommunikation und Ehrlichkeit von Nöten. Sonst klappt das nicht. Und dabei meine ich nicht 5x am Tag whatsappen "ich denke an dich", sondern 2 - 3 x in der Woche ein richtiges Gespräch (skype vielleicht, damit man sich sieht) oder Brief.