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  • #1

Gemeinsame sexuelle Vorlieben - Grundlage oder eher Nebensache?

Aus meiner Sicht und Erfahrung gehen die meisten Beziehungen/Bekanntschaften meist wieder zu Ende, wenn es im sexuellen Bereich nicht passt. Anscheinend ist das immer noch ein Tabuthema in vielen Köpfen, aus heutiger Sicht völlig inakzeptabel. Lernt man bsp. im Cafè kennen, findet sich sympathisch, muss man sich auch (irgendwann mal) offenbaren. Doch trauen sich die wenigsten ihre Wünsche und Sehnsüchte dem anderen mitteilen. Für mich kommt eine Partnerschaft definitiv nicht mehr in Frage, wenn nicht vorher geklärt ist, in welche Richtung man auch sexuell tendiert. In meinem speziellen Fall ist es SM, was logischerweise den passenden Partner bzw. die passende Partnerin voraussetzt Fremdgehen kommt für mich definitiv nicht in Frage, daher ist es mir unverständlich warum bei der Partnerwahl darauf kein oder nicht genügend Wert gelegt wird.
 
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  • #2
Ob SM oder Fetisch, das Problem hat mindestens jeder 20. Bürger, also ziemlich viele. Ich habe das selbe Problem. Jedoch habe ich mich nicht auf eine Spielart festgelegt sondern bin sehr vielseitig und wandelbar (mir geht es vorrangig um die Abwechslung), leichter hab ich es auch nicht.
Ich suche daher eine experiementierfreudige Frau die offen für neue Dinge ist und eine direkte Art hat, dann kann man ziemlich schnell feststellen wie weit sie den eigenen Wünschen entgegen kommt. Gerne werden auch noch ein paar Anspielungen in Mails, Gesprächen verpackt und geschaut wie sie reagiert. Somit ist es auch möglich über nicht darauf ausgelegte Online-Plattformen zu suchen. Du glaubst gar nicht, wie viele "normale" Frauen sich für andere Sachen interessieren. Bisher hat es halt nur noch nicht beidseitig gefunkt, aber ich bin guter Dinge.
 
  • #3
die mehrzahl steht auf "normalen" sex, deshalb ist das kein primäres thema. Für menschen die aus der sm-szene kommen ist es möglicherweise das wichtigste thema weil sie sich bewußt sind, dass die meisten nichts damit anfangen können.
Ich persönlich würde auch die flucht ergreifen wenn mir eine offenbart sie wird nur scharf wenn sie mir irgendwelche schmerzen udg.. zufügt *g*
 
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  • #4
@ Thomas SM heißt doch nicht zwangsweise Schmerzen. SM kann auch scharfer Fesselsex sein und beim Peitschen geht es nicht um die nachträglichen Striemen auf der Haut (geht auch nicht mit jeder Peitsche, darauf stehen die wenigsten). Wenn ich von einer Frau höre, es macht sie scharf, wenn sie oder der Mann gefesselt ist, ist das für mich noch kein SM und somit normal... das mögen übrigends viele Frauen (geben es nicht zu, kennen es nicht) wenn man es ihnen langsam beibringt finden viele auch schnell gefallen daran und wollen mehr ... eine Basis ist damit gegeben.
 
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  • #5
@Thomas - Kein Angriff, aber ... ich glaube, du würdest das Interesse einer solchen Frau von Haus aus schon gar nicht wecken.

Ich stelle mir gerade die Frage, ob ich für einen Mann, den ich sehr mag, auf diese ganzen Möglichkeiten verzichten möchte und überhaupt könnte. Das Problem stellt sich ja längst nicht nur im BDSM-Bereich. Für mich ist diese Frage nicht ganz einfach und vor allem nicht abschließend zu beantworten. Ich glaube ich könnte mich einschränken, ganz besonders auch, weil ich Kinder haben möchte. Wesentlich schöner fänd ich es aber, wenn ich mich mit meinem Partner ausleben könnte. Ich weiß nämlich nicht, ob ich nicht doch irgendwann ausbrechen würde und mich bei sich bietender Gelegenheit anderweitig ausleben würde.

@Schreiber: Die Ausprägung deiner Vorliebe muss ja auch irgendwie passen. Darf ich fragen, wie weit du SM auslebst? Bis wohin müsste deine Partnerin mitgehen?
 
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  • #6
@4 Bist du eine Frau? Wenn ja, auf welche Typen fährt den eine z.B. SM Begeisterte Frau ab bzw. wie findest du einen geeigneten Partner bzw. wie suchst du nach Ihm?
Ich bin übrigends Schreiber 3+1
 
  • #7
Sexuelle Vorlieben müssen nur dann bereits in den ersten Treffen besprochen werden, wenn sie außergewöhnlich sind. Normale Sexualität kann man spielerisch ausprobieren und fertig.

Klar, wer auf SM oder Fetische steht, muss ganz espezielle Partner suchen. Dafür gibt es aber auch spezielle Singlebörsen, die dann weitaus geeigneter wären. Auf EP erwarte ich normale Männer mit normalen Wünschen.

Ich diskutiere auf jeden Fall keine sexuellen Vorlieben, bevor es soweit ist. So hält es wohl die breite Mehrheit.
 
  • #8
#4 das seh' ich nicht als angriff sondern es erleichtert mich soger, weil es bedeutet, es gibt doch dinge die mir erspart bleiben :)
 
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  • #9
Wer immer mit dem Strom schwimmt, wird die Quelle nicht erreichen. Als Verfasser dieses Threads kenne ich Verzicht, weil man eben jemand sehr gerne mag - doch auf Dauer ist das keine Lösung. Nicht ausgelebte Wünsche und Sehnsüchte führen zu Frust und dann zu den Folgen, die keiner haben möchte.

@Nr. 4: SM heißt auch Grenzen zu finden. Es beginnt im Kopf, teilweise fängt es mit netten Kleinigkeiten im Alltag an (z.B. Dresscode), privat gehe ich immer so weit, wie meine Partnerin bereit ist mitzugehen. Grenzen liegen für jeden Menschen woanders. Bei mir liegen sie aber eindeutig da, wo ungesetzliches anfängt. Leider kann man hier nicht direkt den Verfasser einer Antwort anschreiben, sonst könnten wir uns mal näher unterhalten.
 
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  • #10
@5 Ja, ich bin eine Frau. Wenn ich ganz speziell nach SM suchen würde, würde ich über ein entsprechendes Portal gehen oder über andere Märkte, die in jedem guten Erotikshop zu finden sind. ;) Irgendwie finden sich die Gleichgesinnten immer wieder ... auch über die "normalen" Plattformen, wie du es oben schon erwähnt hast.

Dominante BDSM-begeisterte Männer sind in der Regel auch im Alltag sehr dominant und geben, wie du auch schon geschrieben hast, immer wieder entsprechende Signale von sich. Auf diese Signale würde ich reagieren: Dominanz, Selbstbewusstsein, Spielereien und Austestereien ... Offenheit, Direktheit, ein forderndes Wesen, Offensive ... da gibt es viel.

In der Vergangenheit war es eher so, dass ich gefunden wurde. ;)

Vielleicht kannst du mir noch besser beschreiben, welche Signale du aussendest. :) Würde mich wirklich sehr gerne darüber austauschen. Überhaupt gibt es da so Vieles, worüber ich mich da mit dir austauschen könnte, glaube ich. ;)
 
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  • #11
Das Problem ist, daß man es Menschen nicht zwangsweise ansieht wie sie "gepolt" sind.
Und das "wie" empfindet auch jeder anders. Hmm.. ich kann hier nur versuchen meine Chiffre-Nr. zu hinterlassen 7E1EE3E1 - wenn die Redaktion das löscht wirds schwer :)
 
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  • #12
@Verfasser
Du sprichst von dem, was mich so sehr reizt.

Wirklich SEHR schade!
 
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  • #13
@9 da man hier im Forum leider keine Chiffre oder Email Adressen veröffentlichen . Ich kann dir nur soviel verraten (deine Annahmen sind alle zutreffend, ich war erstaunt über so eine präzise Einschätzung) das ich um die 30 bin, Berliner, und Unternehmer, mache mein eigenes Ding, was andere Denken ist mir egal, mein eigener Vorteil zählt, ich lasse mir von anderen nur sehr wenig vorschreiben was ich zu tun oder zu lassen habe, habe klare Auswahlkriterien bei der Partnerwahl, schreibe hier in EP-Forum öfters,
nun mal zu meinen Tells:
ich schreibe (Profil) und sage, das ich furchtbar neugierig, offen, sehr direkt bin, abwechslungsreichen bzw. vielseitigen Sex möchte und biete (eine Frau die das mag steigt meistens darauf ein), ich mir "vieles vorstellen kann und neuen Dingen aufgeschlossen bin", ich möchte über alles reden können, wenn das Thema Bett kommt frage ich was für ein Bett sie hat ... beim Metallbett frag ich direkt nach warum?wieso? ob sie Fesselspiele mag?..., beim Thema Kondome bevorzuge ich die mit noppen -da die Wirkung und nicht der Geschmack im Vordergrund steht, manchmal schaue ich nebenbei Reportagen im Fernsehen -aufgenommen- oder hab ich neulich durch Zufall einen spannenden Artikel gelesen und baue das im Gespräch ein, Frage auch in oder vor dem ersten Date was Frau sich wünscht + was für sie guter Sex ist + was sie gar nicht mag bzw. womit ich sie sofort in die Flucht schlagen würde (auf die lockere Art), beim Thema Schuhe frag ich sie wie hoch Ihre Absätze sind … was sie mit High Hells verbindet bzw. warum sie diese trägt…
Ich war auch schon auf speziellen Seiten, leider sind dort zu 95% Männer und keine ernsteren Ansichten vertreten.
Eine Frau zu finden die ein etwas weiter gefasstes Sexleben wünscht, ist schwer zu finden, vielleicht schreibst du mal wie du gefunden wurdest bzw. was für Signale du sendest.

Ansonsten schau dir doch mal meinen umfangreichen Beitrag #16,#18 zum Thema: Welche Spielzeuge /Spielarten habt ihr schon ausprobiert und wie befunden?
 
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  • #14
@12 - schön, dich wiederzusehen! bin noch immer begeistert von deiner spielzeugkiste!!! ;)))
 
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  • #15
@13 Meine Spielzeugkiste befindet sich unter 7E19205E und könnte bei passender Gelegenheit auch noch größer werden...
 
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  • #16
@10/14 ich bin sehr gespannt, ob die angabe der nummern jetzt die jeweilige interessentenliste sprengt!!! ;)))

werde heute abend auf die frage zu den signalen antworten. ;)

euch allen ein schönes WE!!!
 
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  • #17
@Verfasser zu #8

Die Auswahl wird verdammt klein, wenn ich mich auf diesen einen ganz speziellen Wunsch fixiere. Wärst du bereit, dich auf einer anderen, kostenlosen Plattform mit mir zu unterhalten? Ich würde mich sehr darüber freuen.

@Schreiber 1, 3, 5 etc.
Ich war einfach immer nur da und habe zugehört ... ohne aufgrund von Unwissenheit zu stigmatisieren. Ich habe nie speziell nach BDSM-Interessen gesucht, sondern bin immer wieder darüber gestolpert. Mir sind keine Hochglanzdominas oder brutale Sadisten begegnet, sondern ganz "normale", niveauvolle Paare, die mich einen Einblick in ihre Welt nehmen lassen haben - weil ich interessiert und offen war. Meine Optik und meine Art werden sicherlich auch eine Rolle gespielt haben.

In einem ersten Gespräch flirte ich, wenn es passt und mein Gegenüber in die Offensive geht. Und wenn mein GP offen spricht, gibt es für mich keinen Grund, mich mit meinen Fantasien zurückzuhalten. Das hat für mich weniger mit einer Diskussion zu tun, als mit einem Spiel.

Ich behaupte nach wie vor, dass es nicht schwierig ist, eine Frau zu finden, die sich mehr wünscht, als Vanilla-Sex. Insbesondere in der Altersgruppe, die für dich interessant sein dürfte. Einer Umfrage zufolge soll jeder 8. BDSM-Fantasien haben.

@Frederika:
Für mich ist es nur eine Frage der Zeit, bis inklinierender Sadomasochismus als Erweiterung des normalen sexuellen Spektrums verstanden wird. Ich persönlich habe BDSM in mein Spektrum aufgenommen und begegne vielen anderen (auch hier), für die BDSM Normalitiät ist. Von daher fühle ich mich auch auf dieser Plattform gut aufgehoben. ;)
 
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  • #18
Was bitte ist BDSM?
 
  • #19
BDSM = Bondage & Discipline, Dominance & Submission, Sadism & Masochism

Also eine Zusammenfassung von allen sexuellen Praktiken, die mit Fesseln, Dominanz und Schmerzen zu tun haben.

Ich kann zwar harmlose Fesselspiele mit weichen Handschellen und Seilen noch nachvollziehen, aber alles darüber hinausgehende gehört für mich nicht zur normalen Entfaltung der Sexualität. Solche Wünsche sind nicht Standard und mir zum Glück auch noch nicht begegnet. Wer Schmerzen oder Unterdrückung als erregend empfindet, mit dem stimmt meines Erachtens was nicht.

Ich glaube, wenn man sich erst einmal in solchen Kreisen aufhält, dann trifft man auf soviele Gleichgesinnte, dass man den Eindruck gewinnen könnte, es wäre verbreitet. Die Mehrheit staunt jedoch nur und könnte sich solche Praktiken nicht vorstellen.

Im übrigen sei erwähnt, dass "jeder achte hat Phatansien" absolut gar nichts mit dem tatsächlichen Wunsch nach Ausführung solcher Praktiken zu tun hat. Masturbationsphantasien über Fesselung, Vergewaltigung oder Schmerzen sind bekanntermaßen etwas komplett anderes als die Wirklichkeit -- die Gedanken sind frei und tun nicht weh. Schmerzen sind für die überwältigende Mehrheit der Bevölkerung nicht kompatibel mit Lustempfinden. Die Kombination Lust/Schmerz ist nicht normal -- ob man sie als abartig oder einfach nur unnormal ansieht, ist sicherlich Ansichtssache.
 
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  • #20
@ Frederika

Sorry, mein Fehler. Streich die Passage mit den Fantasien und ersetze sie durch: Jeder 8. TEILT unsere LEIDENSCHAFT.

Um das Thema SM zu verstehen und diskutieren zu können, bedarf es mehr, als den Begriff zu googeln. ;) Wir kennen noch immer nicht den Unterschied zwischen SM und Algolagnie! Und wir haben noch immer keinen blassen Schimmer, welcher Wunsch hinter BDSM stehen kann!

Du bist doch ein helles Köpfchen. Warum setzt du es nicht ein? Seit wann gibt es SM? Wie sehen die medizinischen und psychologischen Erklärungsansätze aus? Was kann in einem "normalen" Menschen den Wunsch wecken, sich sexuell unterzuordnen oder zu dominieren? Ab wann sprechen wir denn überhaupt von BDSM?

Warum beschränkst du dich auf ein Statement, dass keinerlei Erfahrung oder Einfühlungsvermögen zeigt?

Und, um auf die Frage des Verfassers zurückzukommen: Was hat deine persönliche Meinung zum Thema BDSM mit der ursprünglich gestellten Frage zu tun? Kannst du auf das Reiten oder A Tergo verzichten? Wie gehst denn DU mit einem Partner um, der sich eigentlich nur die Missionarsstellung wünscht?

Reduziere doch mal gedanklich deinen Partner auf Wünsche, die du persönlich überschreiten oder sogar weit überschreiten möchtest. Vielleicht kannst du dann die Problematik bzw. die Motivation des Verfassers für dieses "Frage" nachvollziehen!
 
  • #21
@#19: Gut, dass wir uns schon mal bezüglich der Phantasien einig sind. Thema erledigt.

Zu Deinem vorletzten Absatz: Meine Antwort auf den Fragesteller war bereits in #6 gegeben. Mit #18 habe ich nicht dem Fragesteller, sondern Dir geantwortet und lasse mir diebezüglich auch nicht die Worte im Munde umdrehen. Es ist für dieses Forum üblich, dass sich die Themen entwickeln und auch Meinungen getauscht werden, die nur noch bedingt mit der ursprünglichen Titelfrage zu tun haben.

Wir sind uns einig, dass man einen Partner finden sollte, dessen sexuelle Vorlieben zueinander passen. Wenn man sich einem neuen Partner leicht anpaßt, also Dinge ausprobiert oder ggf. leicht zurücknimmt, dann ist das für mich kein Problem. Wenn die Beziehung entspannt und liebevoll ist, kann man seine sexuellen Vorlieben ausreichend synchronisieren. Wenn es einfach nicht passt, dann stellt sich das sicherlich gleich in den ersten Wochen heraus.

Konkret auf Deine Frage: Wenn ich einen Mann kennenlernen würde, der sich nicht nackt zeigt, nur im Dunkeln möchte und nur in Missionarsstellung, dann würden wir bestimmt keine lange Zukunft haben. Ich verüble es ja auch keinem SM-Fan, wenn er sich passende Partner sucht, mit denen er seine Vorlieben ausleben kann. Habe ich das irgendwo gesagt? Keineswegs, siehe #6.

Meines Wissens nach ist die Kombination von Lust und Schmerz abnormal, ebenso Unterdrückung. Heutzutage wird zwar alles politisch-korrekt und übertolerant als "noch im Normalen" bezeichnet, aber letztlich entsprechen bestimmte Verhaltensformen einfach nicht der Natur der breiten Masse, sondern beruhen auf einer Störung -- mit der man sicherlich leben kann.
 
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  • #22
@ Frederika

Dir fällt extrem leicht, was Mediziner und Psychologen seit Jahren sehr schwierig finden! Erstaunlich!

Informiere dich doch bitte mal über die Diagnose von Paraphilien bzw. Störungen der Sexualpräferenz. Du wirst feststellen, dass es da ein paar kluge Köpfe gibt, die das Thema nicht so einfach abtun, wie du. :)

Und dann informierst du dich bitte mal darüber, wann SM überhaupt das erste Mal in der Literatur in Erscheinung getreten ist. Du wirst erfahren, dass eine neue Gesellschaft dieses neue Verlangen überhaupt erst hervorgebracht hat und darüber hinaus sogar den oft dahinter stehenden Wunsch finden!

Menschen, die sich so unwissend und so unbedacht über dieses Thema äußern, sind diejenigen, die das absolut falsche Bild in der Gesellschaft fördern. Du übersiehst ja sogar schon den ausdrücklichen Hinweis des Verfassers, dass SM bereits mit dem Dresscode beginnt! Es gibt so unendlich viele Nuancen ... aber um das - ohne einen blassen Schimmer von der Thematik zu haben - sehen zu können, muss man schon eine gute Portion Fantasie und vor allem Einfühlungsvermögen besitzen.

Es ist so leicht, Frederika, SM als "abnormal" abzutun, Leute einem Mileu zuzuordnen, sie als Minderheit abzustempeln ...

Schade, ich hätte da jetzt einen wesentlich differenzierteren Beitrag von dir erwartet. :)
 
  • #23
@#21:

Einen differenzierteren Beitrag hätte ich eher von dir erwartet. :)

Dir missfällt offenbar, dass Frederika die angesprochenen sexuellen Verhaltensformen als abnormal bezeichnet und die Behauptung, dass sie auf Störungen beruhen.

Du verweist auf Mediziner und Psychologen, die über diese Frage offenbar sinnieren. Warum fasst du nicht kurz die Gegenargumente dieser Leute zusammen? Du forderst Frederika auf, sich über die Diagnose von Paraphilien bzw. Störungen der Sexualpräferenz zu informieren, was mit einer umfangreichen Literaturrecherche verbunden wäre, für die niemand Zeit hat. Warum fasst du diese Punkte nicht kurz zusammen, um deinen Standpunkt zu untermauern?

Du verweist auf "kluge Köpfe", die das Thema nicht leicht abtun. Ich kann dir Konferenzartikel nennen (allerdings in einer ganz anderen Forschungsdisziplin), in denen ebenfalls kluge Köpfe schlichtweg Blödsinn aufgeschrieben haben. Also dein Hinweis auf "kluge Köpfe" allein überzeugt nicht.

Übrigens sprichst du in deiner Nachricht von "Störung der Sexualpräferenz" - nun ja, damit bestätigst du ja genau das, was Frederika in #20 ausgesagt hat.

Du weist darauf hin, dass SM ja bereits mit dem Dresscode beginne. Solange es nicht nur damit beginnt, sondern auch damit endet, hätte ich überhaupt kein Problem mit einer SM-Frau. Da ich diesen Dresscode gar nicht kenne, würde ich sie wahrscheinlich nicht mal als solche identifizieren.

Also meiner Ansicht nach musst du ein bisschen "Butter bei die Fische" legen, wie wir hier in Hamburg sagen. Mich würde nämlich durchaus interessieren, warum ich mir keine Sorgen zu machen bräuchte, wenn ich doch mal an eine SM-Frau geraten sollte. Und ich möchte dafür keine Literaturrecherche durchführen und erst Recht nicht Frederika das zumuten.
 
  • #24
International Classification of Diseases
Sektion Verhaltensstörungen
ICD-10: F65 - Störung der Sexualpräferenz; F65.5 Sadimasochismus

Die medizinische Einordnung ist international anerkannt und wird eigentlich nur durch die Selbsteinschätzung des BDSM-Szene hinterfragt. Natürlich gibt es gerade auf psychologischen und sexualtherapeutischen Gebiet seit einigen Jahrzehnten einen ungeahnten Liberalismus, der jedes noch so abartige Verhalten als irgendwie naürlich versucht zu umzudeuten. Ob das immer "kluge Köpfe" sind, sei dahingestellt. Verrennen können sich auch Professoren!

Jeglicher Ansatz, etwas als "normal" oder "unnormal" zu bezeichnen, ist natürlich offen für Diskussionen. Der medizinisch-naturwissenschaftliche Ansatz richtet sich danach, was Schäden vermeidet und zur artüblichen, von der überwältigenden Mehrheit als lustvoll empfundenen Sexualität gehört. Es gibt viele Studien, die eindeutig zeigen, dass Schmerzen, Ablenkung, Gefahrenwahrnehmung zu einer automatischen Unterdrückung sexueller Erregung führen -- was evolutionsbiologisch auch äußerst sinnvoll und natürlich ist.

Es ist daher gerechtfertigt, die Kombination von Schmerzen und Lust als unnatürlich zu bezeichnen. Sie laufen dem natürlichen und biologisch sinnvollen Verhalten der Gattung Mensch einfach entgegen.

Ich verurteile niemanden, wenn er so fühlt -- wahrscheinlich kann er es sich ja auch gar nicht aussuchen. Ich kann aber zugleich nicht nachvollziehen, wie man so ein Verhalten pauschal als normale Variante menschlicher Sexualität bezeichnen kann. Das ist sie eindeutig nicht.

Jedem das seine. Aber nicht jedem alles.
 
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  • #25
@Frederika

Widerspruch: LLH hat Revise F65 ins Leben gerufen und hat Unterstützung nicht nur aus dem BDSM-Bereich, sondern auch von Mitgliedern der Lederszene und Fetischisten, die die verschiedenen Organisationen aus dem homo-, bi- und heterosexuellen Bereich der Szene repräsentieren, auch aus Psychologen, Psychiatern und Sexualwissenschaftlern in und außerhalb Norwegens. (Alles ganz bedenkliche Gruppen! *prust*)

Von dir unberücksichtigt: DSM-IV: Die USA haben 1994 den Sadomasochismus als eine gesunde sexuelle Neigung anerkannt, sofern diese das alltägliche Leben der Person nicht
beeinträchtigt, sprich keine klinisch bedeutsame Leiden in sozialen, beruflichen oder anderen wichtigen sozialen Funktionsbereichen vorliegen. (Amerika ... ist gaaanz weit weg ... aber noch viel wichtiger ... welcher SM-ler leidet schon unter seiner Leidenschaft???!)

Von dir außer Acht gelassen: Dänemark hat als erstes EU-Land im Jahre 1995 Sadomasochismus aus seiner nationalen Klassifikationsliste entfernt. (Where is Denmark??? Gar nicht so weit weg!!!)

(Homosexualität wurde in Deutschland übrigens 1973 aus den diagnostischen Manualen entfernt. :) Hat sicherlich auch einiges an Aufklärung und Zeit gekostet.)

Manchmal können sich Professoren auch ganz effektiv irren, zumindest, wenn diese Resultate aus den Irrungen hervorgehen. :)

Es ist daher nicht unbedingt gerechtfertigt, die Kombination von Schmerz und Lust als unnatürlich zu bezeichnen. :)

Wegen der restlichen Vermutungen, verweise ich sogar auf Wikipedia. Selbst dort werden Vorurteile, Klischees und Zahlen verarbeitet, was mir wieder zeigt, wie bekannt die Problematik ist.

Etwas ausführlicher: http://www.schlagabtausch-hd.de/i/diplomarbeit_online.pdf.

No comment zu den letzten beiden Absätzen! ;) Aber wirklich sowas von no comment!!!!! ;)))

@ ThomasHH - Und nu?
 
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  • #26
@24
Was hast Du denn für einen Hintergrund, wenn ich fragen darf?
Und was ist LLH, DSM-iV???

Leute, Ihr schreibt hier von Dingen, von denen ich im Leben (w, 36J) noch nicht gehört habe und die ich mir wahrscheinlich nicht mal vorstellen kann ...
Wieviele Partner hat man denn so, wenn man sich in diesem Bereich gut auskennt???

Habe schon bei dem bisher einzigen Sexualpartner in meinem Leben das "Problem", daß es mir peinlich wäre, wenn er rumerzählen würde, daß wir (richtigen) Sex hatten.
Bin wohl das, was man prüde nennt - und was Männer leider so richtig in Fahrt und mich in ungewollte Situationen bringt.

Gebt mir bitte Tips!, wie ich vermeide, solche Männer anzuziehen! Gerate nämlich immer an die Falschen.
 
  • #27
@#24: "LLH...nicht nur BDSM, sondern auch Leder und Fetischisten" ... na, genau das meinte ich doch. Die Interessengruppen der Betroffenen agieren ganz klar in eine andere Richtung als Mediziner. Da sind wir uns einig. Dass die Gruppen, die die verschiedensten Abarten von Sexualität vertreten, zusammenarbeiten, ist doch naheliegend und unstrittig.

Mir ist es persönlich aber auch vollkommen egal, ob man Sadomasochismus als Krankheit, Störung oder einfach nur als unnatürlich einstuft. Letzteres ist es aber auf jeden Fall. Die überwältigende Mehrheit der Bürger kann sich eine Kombination aus Schmerzen und Lust nicht vorstellen. geschweige denn genießen. Die verbleibende Minderheit soll machen, was sie will, aber mein Verständnis geht gegen Null, wenn man unbedingt allen anderen einreden will, dass das normal, natürlich und ausprobierenswert ist. Das ist es nämlich wahrlich nicht.
 
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  • #28
@Frederika

Och Gott, "einreden" ... da hätte ich mir aber etwas vorgenommen! ;)

Richtigstellen heißt weder pro noch contra Schmerz. Diesbezüglich habe ich mich nämlich gar nicht geäußert, ganz im Gegensatz zu dir! Mir ging es um die "Minderheit", nicht um dich.
 
  • #29
@#24: Und nu bin ich auch nicht viel schlauer. :)

Du hast ja im Wesentlichen doch wieder nur wissenschaftliche Referenzen angegeben und ausgesagt, dass sich ein paar andere Länder auf eine Sichtweise geeinigt haben, die deiner wohl ähnlich ist.

Glaubst du wirklich, dass solche Argumente geeignet sind, dass ein "normaler" heterosexueller Mensch damit an einer so fundamentalen Ansicht zweifelt, dass Lust und Schmerzen beim Sex nicht zusammen passen? Ganz bestimmt nicht. Aber fühle dich nicht verpflichtet, meine Meinung zu diesem Thema irgendwie verändern zu müssen.

Allenfalls stelle ich in #24 eine Verbesserung deines Diskussionsstil fest im Vergleich zu deinen vorhergehenden Postings. Wenn man allerdings bedenkt, dass das hier kein Wissenschaftsforum ist, ist sie eher dezent wahrnehmbar.

Davon ab find ich es interessant, dass es offenbar überhaupt seriöse (?) Forschungen zu diesem Thema zu geben scheint. Möchte nicht wissen, was auf den Konferenzen so abgeht - da werden vielversprechende theoretische Ansätze bestimmt gleich in die Praxis umgesetzt. *g*
 
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  • #30
@ ThomasHH

Du, dann mach dich doch schlau! Fundstellen hast du ja und das Internet bietet zahlreiche Informationen.

Wenn ich eine Reise nach Ägypten machen möchte, unterhalte ich mich vorzugsweise mit Menschen, die schon einmal dort waren oder sich mit dem Land beschäftigt haben. Alle anderen interessieren mich nicht. Und ich bekomme wirklich Falten auf der Stirn, wenn diese Leute mich auch noch fragen, warum ich nicht in ein anderes Land fahren möchte, weil es in einem anderen Land vielleicht gesitteter zugeht. ;) Mit dem Kopf muss ich dann schütteln, wenn diese Leute mir nach Fakten auch noch mit der Forderung kommen, anderweitig zu überzeugen!!! ICH will nach Ägypten! Was du willst ist mir persönlich völlig egal.

Ganz abgesehen davon kann ich herzlich wenig Verständnis für die Leute aufbringen, die Sigmund Freud gedanklich nach einer Konferenz die theoretischen Ansätze in die Praxis umsetzen lassen. Da springt mir das hiesige Niveau wieder direkt ins Gesicht! *fg*