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  • #1

Gehört sexuelle Belästigung zum Leben einer Frau?

Ich bin 42, und es hat in meinem Leben schon ein paar sexuelle Übergriffe gegeben.
Zwei erfolgten durch meinen Ex-Freund und einen durch den Sohn eines Bekannten, als er mich in meiner Wohnung besuchte.
Ein ehemaliger Kollege versuchte auch mal angetrunken mich zum Sex zu nötigen.

Das alles liegt schon mehrere Jahre zurück, aber vergessen kann ich das natürlich nicht.
In den letzten Jahren ist mir das nicht mehr passiert, dafür wurde ich mehrfach mit sexueller Belästigung konfrontiert. Belästigt wurde ich von Kollegen, einem Arzt und einem Mann, den ich jahrelang für einen guten Freund gehalten habe. Ich wurde angegegrapscht, mir wurden intime Fotos zugeschickt und ich bekam sehr anzügliche und freche Angebote.

Zu meiner Person: ich bin sicherlich hübsch, aber keine Schönheit. Bin eher ein introvertierter und ziemlich schüchterner Mensch.

Würdet ihr sagen, dass es nicht mit meiner Person zusammenhängt, sondern einfach oftmals zum Frauenleben dazugehört?
Ich dachte lange, es würde eher die Frauen treffen, die sich aufreizend kleiden und sich aufdringlich einparfümieren als die, die eher unscheinbar sind.
 
  • #2
Liebe Fragestellerin, sexuelle Belästigung ist ungenau definiert und ein sehr breiter Bereich, der irgendwo zwischen störend-anzüglich-harmlos und Vergewaltigung liegt. Ich finde den Begriff daher weitestgehend ungeeignet für so eine Diskussion.

Gehört es zum Leben einer Frau dazu...

+ ...anzügliche Angebote und Bemerkungen zu bekommen? -- Ja, ich denke schon. So etwas passiert einfach, je nach sozialem Umfeld öfter oder seltener, grober oder harmloser, netter oder dreister. Das lässt sich wohl nie ganz vermeiden, aber Wiederholungen lassen sich ja nach eigenem Auftreten schon ganz gut verhindern. Ich finde das nicht so schlimm, denn damit lässt sich umgehen. So ist eben das Leben; es gibt halt Armleuchter.

+ ...angegrabscht und körperlich belästigt zu werden? -- Nein, ich denke, dass das bei weitem nicht allen Frauen passiert und es sehr viel mit sozialem Umfeld und eigener Ausstrahlung zu tun hat. Aber natürlich auch damit, wie man Gefahren vermeidet (Besuche in Wohnung?) und ihnen vorbeugt und natürlich wie zuvor auch damit, welche Ausstrahlung und welches Auftreten man hat.

Zu Deiner Hypothese mit unscheinbar vs. aufreizend: Genau das glaube ich gerade nicht. Insbesondere die verkrampften Armleuchter, die keine Frau erobern können, Typus verklemmter Triebtäter, machen sich viel eher an schüchterne, wehrlose und unscheinbare Frauen heran, von denen sie weniger Gegenwehr, weniger Erfahrung und weniger entschlossenes Auftreten erwarten. Aufreizende Frauen müssen wohl mit verbaler Ansprache und plumpen Ageboten leben, aber nicht unbedingt öfter mit körperlichen Übergriffen.

Am besten schützt im ganz normalen Alltag Selbstsicherheit, Selbstbewusstsein, Rückgrat, Mumm und Unverklemmtheit. Wer bei kleinsten Anzüglichkeiten auf empfindsam oder verklemmt macht, muss sich nicht wundern, wenn die Reaktion immer wieder scherzhaft oder belästigend provoziert wird. Wer über den Dingen steht, erfährt solche Belästigungen nicht.

Mit mir kann man über alles reden, auch über Sex. Da bringt es gar keinem Spaß, mit damit ärgern zu wollen -- er würde allerhöchstens eine sinnvolle Antwort erhalten. Ich strahle es wohl auch aus, dass ein Mann, der mich anfasst, eher ein Ei verliert als dass ich verschämt die Sünde wittere. Damit habe ich zumindest noch kein Problem gehabt. Auf der anderen Seite lade ich auch keine Männer in meine Wohnung ein, bei denen ich mir nicht sehr sicher bin, und ich vermeide auch Situationen wie nächtliche Bahnfahrten, angetrunkene Kollegen oder entgleisende Partys. Das ist alles nicht mein Stil, da trete ich immer rechtzeitig die Bremse.
 
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  • #3
@Frederika
Ich bin entsetzt über Deine Argumentation. Du lässt es so aussehen, als wären Frauen, die sexuelle belästigt würden selber schuld. Das muss jawohl ein Witz sein. Selbst wenn ich halbnackt durch die Straße laufe, darf mir niemand Gewalt antun!

Dass man den Sohn eines Bekannten in die Wohnung lässt, finde ich ehrlich gesagt normal. Niemand rechnet dabei mit einem sexuellen Übergriff.

Bei einer Sache muss ich Frederika allerdings recht geben. Angemacht werden meist nicht die offenherzigen Frauen, sondern die schüchternen, denen die feigen Kerle nicht zutrauen, dass sie sich wehren.

Ich denke Du solltest dringend einen Selbstverteidigungskurs machen, der gibt dir dann hoffentlich so viel Selbstvertrauen und eine so starke Ausstrahlung, dass du die Tricks gar nicht mehr wirst anwenden müssen.
 
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  • #4
Ohne daß es bei Dir zutreffen muß, finde ich, ist den Frauen mit Begriffen wie Belästigung oder Stalking ein recht starkes juristisches Machtinstrument in die Hand gegeben worden. Es ist eine Interpretationsfrage.

Ruft ein Mann oft an und Frau mag ihn, ist das gut. Mag sie ihn nicht, wird die gleiche Handlung als Stalking oder Belästigung ausgelegt. Ruft der Ungewünschte wenig an, ist das OK. Tut das der Begehrte, wird ein Thread eröffnet mit dem Titel: "Er ruft nicht an, hat er kein Interesse?" Ich glaube, Männer sind oft verdammt, russisch Roulette zu spielen, wollen sie bei einer Frau landen, denn niemand weiß, ob es sich lediglich um das Zieren (Zappeln lassen) handelt oder aber um Abneigung. Also auch mal in die andere Position versetzen.

m, 38
 
  • #5
Ehrlich gesagt habe ich mich noch nie sexuell belästigt gefühlt. Natürlich versuchen Männer sich auf die ARt zuweilen auch mehr als plump zu nähern, aber mir ist noch niemand begegnet, der sich nach klaren Worten nicht zurück gezogen hätte. Also ist das auch keine Belästigung. Ich dneke, wenn eine Frau solche Erfahrungen macht, dann sollte sie an ihrer Art nein zu sagen arbeiten.
 
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  • #6
Was verstehst Du unter "sexueller Belästung"? Ich würde auch sagen, das ist ein sehr dehnbarer Begriff, was die eine Frau als sexuelle Belästigung empfindet, ist für eine andere Frau evtl. keine Belästigung, allenfalls eine dümmliche, unüberlegte Bemerkung.

Vieles liegt auch am eigenen Verhalten - aufreizende Kleidung, sich in Gefahr begeben im Sinne von: Spätabends mit der U-Bahn fahren, sich in einem fragwürdigen Umfeld bewegen, gleich beim Date in fremde Wohnungen gehen usw.

Vllt gehst Du auf den Begriff "Belästigung" etwas näher ein.

w
 
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  • #7
Ich glaube, dass es eher die Frauen trifft, die schüchtern und introvertiert rüberkommen, denn die sexuelle Belästigung oder gar Vergewaltigungsversuche haben ja etwas mit Macht gegenüber der Frau zu tun.
Ich hatte meine ersten sexuellen Belästigungen mit 10 (Exhibitionisten), dann mit 13 hat ein Mann um die 30 mich in eine Solariumkabine gelockt und wollte mich ausziehen - er selber war schon nackt. Im Studentinnenalter gabs auch jede Menge Exhibitionisten, auch perverse Anrufe usw.
Eine Affäre wollte mich auch mal zum Sex zwingen, als ich nicht wollte - hat aber nicht geklappt, aber er hat es auch irgendwann gelassen - körperlich gesehen hätte ich keine Chance gehabt - er war muskulös und 1.93m.

Ich denke aber, dass "solche Männer" in der Regel vor mir eher Angst haben. Die suchen sich schüchterenere Opfer aus. Ich bin ziemlich selbstbewusst, 1.80m, schlank, kann mich durchsetzen und ich muss sagen, wenn mich einer falsch anfasst, wohl möglich mit Gewalt, wäre ich zu allem fähig - das müsste der Mann erst mal überleben...sage ich jetzt mal so.
Allerdings weiß ich aus meinem Erlebnis mit 13, dass die Angst einen in dem Moment so lähmt, dass man wie ein hypnotisiertes Karnickel vor der Schlange gar nichts macht.

Ich denke, es gehört zum Frau-Sein einfach dazu.

w, 39
 
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  • #8
Ja- ich denke es gehört zum Leben einer Frau.-
Manche Männer reizt das, glaube ich.
Fängt an mit anzüglichen , sexuell gefärbten , unpassenden Bemerkungen...
geht weiter mit , teils offen ausgesprochenen sexuellen Angeboten.
Der aktuelle Freund wäre doch nix, oder ich sei doch sowieso grade allein.-
Aber Hallo, nur weil ich allein bin, will ich nicht angemacht werden auf so eine Weise,
dass mir offen Sex angeboten wird!
Diese Männer erhalten von mir :deutliche Antworten, werden ignoriert, aus meinem Umfeld so rasch und nachhaltig wie möglich entfernt!Und weh tut mir das-aber das darf ich nicht zeigen, das wollen die.
w51
 
  • #9
Zu meiner Person: ich bin sicherlich hübsch, aber keine Schönheit. Bin eher ein introvertierter und ziemlich schüchterner Mensch.

Würdet ihr sagen, dass es nicht mit meiner Person zusammenhängt, sondern einfach oftmals zum Frauenleben dazugehört?
Ich dachte lange, es würde eher die Frauen treffen, die sich aufreizend kleiden und sich aufdringlich einparfümieren als die, die eher unscheinbar sind.

Sexuelle Belästigung ist eine Form der Machtausübung, ein Täter sucht sich nie ein Opfer was ihm überlegen sein könnte. Wenn eine Frau viel Selbstbewusstsein und sexuelle Erfahrung ausstrahlt, dann wird ein Täter sie selten als Opfer nehmen, denn sie wird ihm Konter bieten und sich vielleicht auch noch über ihn lustig machen und das will der Täter nicht. Er will sein eigenes Selbstwertgefühl stärken und sich bei der Tat als ganzer Mann fühlen, da ist ein Opfer was gehemmt und schüchtern ist, viel sicherer für ihn.

Bei sexuelle aufreizenden und selbstsicheren Frauen, da versuchen Männer durch ihre Sprüche zulanden und die Frau auf sich aufmerksam machen aber sie zwingen sich nicht körperlich auf.

Mir hat sich noch nie versucht ein Mann körperlich aufzuzwingen, wenn dann wollten sie, dass ich es freiwillig mache. Und ich habe mich schon in sehr gefährliche Situationen begeben. Wenn dann einer was mit einem Spruch versucht hat, dann gabt es so eine Antwort zurück, dass sich seiner Eier ganz weit verkrochen haben und da nichts mehr zum stehen kam.

Z.B. wenn ein Mann zu mir sagt; na Mäuschen wie wäre es mit uns beiden, wollen wir mal schauen was wir bei uns auslösen? Dann würde ich sagen; danke, der Brechreiz den du bei mir ausgelöst hast, der reicht mir. Ich bekomme dann vielleicht zurück gesagt; na so eine Sch***** wie dich würde ich nie freiwillig anfassen, ich wollte dir mal auch einen guten F*** gönnen. Dann würde ich sagen; ahha okay, dann spar dir doch die Sprüche bei mir und geh gleich zu einer Nutte, die kosten dich zwar ein paar € aber die widerspricht dir nicht.

Also fast immer knicken dann solche Typen spätestens bei dem zweitem Satz ein und wenn dann doch noch was kommt, dann greift ein Angriff an die Männlichkeit immer. Also z.B. so was wie; ob dein Schw*** auch so groß ist, wie deine Klappe, wenn nicht, dann spar dir die weiteren Sprüche. Und wenn er doch so groß ist, dann brauchst du doch die Sprüche gar nicht, um eine Frau ins Bett zubekommen.

Mit einer selbstsicheren Art, einer festen Stimme und einem etwas herablassenden Ton, da knickt jeder Typ ein. Also wirklich jeder, egal wie betrunken er war, hat es bei ein paar Sprüchen belassen.
 
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  • #10
Ich habe den Eindruck, dass dies tatsächlich ein Tabu-Thema ist - vermutlich auch in der Kommunikation unter Frauen. Ich sage dies als Mann.
 
  • #11
Ruft ein Mann oft an und Frau mag ihn, ist das gut. Mag sie ihn nicht, wird die gleiche Handlung als Stalking oder Belästigung ausgelegt. Ruft der Ungewünschte wenig an, ist das OK. Tut das der Begehrte, wird ein Thread eröffnet mit dem Titel: "Er ruft nicht an, hat er kein Interesse?"

Also bitte, wenn ich einen Mann doof finde, dann sage ich es ihm, er soll mich in ruhe lassen, er soll sich nicht mehr melden. Einen Mann den ich mag, aber wie du sagst zappeln lassen will, zu dem bin ich weiter nett und freundlich. Ich sage nichts negatives oder wimmele ihn ab. Also das ist ein ganz großer Unterschied.

Gast 9, du könntest recht haben, Frauen überspielen das gerne, sie tuen das gerne als Nichtigkeit ab, sie wollen nicht das Opfer sein. Es wird oft unterbewusst dem Opfer die Schuld gegeben.
 
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  • #12
Also so wirklich schlimm belästigt habe ich mich nie gefühlt. Die einzigen konkreten Situationen dieser Art waren einmal ein ständiges Anstarren im Schwimmbad durch einen mir Unbekannten, ein Hinterherpfeifen auf der Straße durch einen ekligen Typen und - als ich 15 war - ein Anfassen an der Schulter durch einen Bekannten meines Vaters, von dem ich wusste, dass es zweideutig gemeint ist.

Im übrigen denke ich, dass natürlich keine Frau an solchen Situationen selber schuld ist. Allerdings sollte man sich zum einen schützen, indem man lernt, Menschen genau einzuschätzen und einfach sehr vorsichtig ist und zum anderen sollte man lernen, sehr selbstbewusst aufzutreten und auch mal laut und agressiv zu werden, wenn man sich in einer Situation unwohl fühlt.
 
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  • #13
Teilweise ist es wirklich fraglich, welche Sprüche man als sexuelle Belästigung ansehen kann. Vieles ist halt Auslegungssache, es sei denn es wird ein eindeutiges Angebot gemacht.
Als ich neulich beim Zahnarzt in einer Wurzelbehandlung war und der Arzt im Zahn herumstocherte, meinte er:"Ich muss sehen, in welcher Stellung ich am besten reinkomme."
Vielleicht war es nur eine unglückliche Wortwahl, aber es kann natürlich auch durchaus zweideutig gemeint gewesen sein.

w/38
 
  • #14
Also bitte, wenn ich einen Mann doof finde, dann sage ich es ihm, er soll mich in ruhe lassen, er soll sich nicht mehr melden.

Das entscheidene Wort ist das "ich". Was für Dich gilt , gilt nicht generell. In der Tat ist es so, dass abwimmelndes Verhalten, auch freundlicher Natur, in der Regel Indiz für einen Korb ist, und ich würde mir die Energie sparen und würde das auch jedem Freund dringend so raten.

@FS: Es hat definitiv mit deiner Außenwirkung zu tun, egal ob das manche political correct halten oder nicht. Die Welt ist aber kein Ponyhof. Es gibt auch Männer, die schnell zu einem Prügelknaben werden, alleine durch ihre Körperhaltung und ihr Blickverhalten. Wichtig ist ein fester, ernster Blick in die Augen, wenn das Gespräch abzudriften droht.
 
  • #15
ich fahre nachts U-Bahn, geh allein in Kneipen, trage gerne tiefe Ausschnitte und hohe Absätze, bin geschminkt, parmümiert und nicht grottenhäßlich. Aber ich bin NIE sexuellen Belästigungen ausgesetzt. Daran kann´s also nicht liegen.

Selbstbewußtsein bedeutet, sich seiner selbst, seinen eigenen Wünschen und Zielen bewußt zu sein. Ich denke, daß normale Männer das bei einer Frau spüren und nicht mal daran denken, übergriffig zu sein. Gegen Kranke und Perverslinge hilft nichts (vielleicht etwas Vorsicht, ein Selbstverteidigungskurs und schnelle Beine).
Ein Mann, der mir gegenüber in meinem Haus übergriffig werden würde, könnte nur ganz schnell einen Rückzug machen und sich entschuldigen, dann bin ich vielleicht! großzügig und zeige ihn nicht an.
 
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  • #16
Ich hatte bisher einmal eine Situation, in der ich wirklich sexuell belästigt wurde: Es war abends um ca. 22 Uhr, ich bin vom Bahnhof nach Hause gelaufen, ich wohne nur 5 Minuten davon entfernt. Plötzlich war ein Typ hinter mir, grapscht mich zwischen den Beinen an und sagt "Ich will mit dir f*!" Zum Glück kamen in dem Moment andere Leute um die Ecke, dann ist er abgehauen. Ich weiß nicht, was sonst passiert wäre, habe seitdem immer ein mulmiges Gefühl, wenn ich abends alleine nach Hause laufen muss.
 
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  • #17
Mich hat mal ein betrunkener Typ in einem Club begrapscht. Verbale Angriffe hat fast jede Frau in meinem Umfeld mal erlebt, ganz egal ob extro- oder introvertiert. Wirklich vermeiden kann man es wohl nicht, es sei denn man bleibt den ganzen Tag zu Hause.

w27
 
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  • #18
Früher mussten Frauen mit sexueller Belästigung leben, es schien absolut normal, dass Männer sich gegenüber Frauen so verhalten durften. Im Zeitalter von Emanzipation und Gleichberechtigung ist dies nicht mehr hinnehmbar und muss/darf geahndet werden. Solange, bis es auch der letzte Mann kapiert hat. Eine Frau muss sich unbehelligt in U-Bahnen, fremden Wohnungen, nächtlichen Straßen aufhalten dürfen, ohne damit rechnen zu müssen sexuell belästigt zu werden! Nicht die Frau muss Vorsorge betreiben dass dies nicht geschieht, sondern der Mann muss endlich lernen, dass ein Überschreiten der Grenzen Sanktionen nach sich zieht! Es liegt auch an den Frauen, ein Überschreiten der Grenzen zur Anzeige zu bringen. Doch wieviele Frauen sind dazu bereit? Es ist vermutlich nur eine Minderheit.
Sexuelle Belästigung ist stets als solche einzustufen, wenn Frau sich durch anzügliche Bemerkungen, Berührungen belästigt fühlt. Es zählt die weibliche Definition und nicht die männliche.
Es ist in der Tat so, dass vor allem unsicher wirkende Frauen belästigt und angepöpelt werden. Frauen die Selbstsicherheit ausstrahlen werden seltener zum Opfer.
Es gibt einige Berufe, z. B. Pflegeberufe, wo Frauen mit sexistischer und sexueller Anmache regelmäßig rechnen müssen. M.M. nach müssen solche Greise aus gemischten Pflegegruppen aussortiert und zusammengeführt werden und dürfen nur noch von männlichen Pflegepersonen versorgt werden. Das eine Frau solche geilen Scheintoten verpflegen soll, ist schlichtweg unzumutbar. Doch die Realität sieht eben anders aus - es gibt zu wenig männliche Pfleger.
FSin ich mag dir nur eines raten: bringe jede sexuelle Belästigung zur Anzeige!
 
  • #19
Ich bin entsetzt über Deine Argumentation. Du lässt es so aussehen, als wären Frauen, die sexuelle belästigt würden selber schuld. Das muss jawohl ein Witz sein. Selbst wenn ich halbnackt durch die Straße laufe, darf mir niemand Gewalt antun!
Du hast ja selbst erkannt, wie unsinnig so eine Argumentation wäre -- warum sollte ich so etwas meinen? Das ist Quatsch, da sind wir uns einig, und natürlich habe ich das so nicht gemeint.

Aber bedenke doch bitte, dass es einen Unterschied zwischen Schuld und Risiko gibt.

+ Niemand darf belästigt werden. Punkt. Es ist immer verwerflich und niemals ist das Opfer schuld.
+ Wer sich in Gefahrensituationen begibt, der wird öfter Opfer werden. Auch das ist logisch.

Man muss den Tatsachen schon in die Augen schauen. Erste Dates in der privaten Wohnung (haben schon einige Umnachtete hier vorgeschlagen) rechtfertigen natürlich niemals Straftaten und begründen auch keine Mitschuld, aber dass sie die Gefahr faktisch erhöhen, Opfer eines Übergriffs zu werden, ist gleichfalls logisch und einfach zutreffend. Gleiches gilt für nächtliche Bahnfahrten, Partys mit angetrunkenen Typen und ähnliches.
 
  • #20
Nicht die Frau muss Vorsorge betreiben dass dies nicht geschieht, sondern der Mann muss endlich lernen, dass ein Überschreiten der Grenzen Sanktionen nach sich zieht!
Wer ist denn "der Mann"? Die überwältigende Mehrheit der Männer ist anständig und die Armleuchter und Triebtäter lernen es eben nicht so einfach.

Nichtsdestotrotz muss man als Frau natürlich dennoch die Risiken minimieren. Wie man im Straßenverkehr auch trotz Vorfahrt mal in die andere Richtung guckt, Abstand hält, fremde Fehler ausgleicht und gefährliche Situationen meidet, so muss man das eben als Frau auch in bezug auf sexuelle Belästigung machen. Das Leben ist kein Ponyhof -- wir müssen eben damit Leben, dass es Armleuchter und Triebtäter gibt und daher vorsichtig sein.


Es liegt auch an den Frauen, ein Überschreiten der Grenzen zur Anzeige zu bringen. Doch wieviele Frauen sind dazu bereit? Es ist vermutlich nur eine Minderheit.
Richtig. Das liegt aber darin, dass solche Dinge schwer zu beweisen sind und ich es auch richtig finde, dass da nicht einseitig der Frau geglaubt wird, wenn nur die beiden anwesend waren. Das wäre ja Willkür und völlige Erpressbarkeit des Mannes. Ohne Zeuge und ohne Beweise ist es eben schwierig -- und genau das sind ja auch die Situationen, die eine Frau vermeiden sollte, wenn sie sich nicht wirklichs icher ist.

Hinzu kommt bei diesen Diskussionen aber auch, dass meiner Meinung nach hier Dinge miteinander vermengt werden und allesamt unter "sexuelle Belästigung" subsummiert werden, die gar nicht ansatzweise vergleichbar sind.

Der Übergang zwischen plumper Anzüglichkeit und Flirten ist fließend und je nach sozialem Umfeld und persönlichem Verhältnis stark unterschiedlich empfunden. Verbale Übergriffe kann man verbal stoppen und erst wenn sie zum Beispiel in Mobbing, Drohungen oder psychische Gewalt übergehen, sind die den Terminus Belästigung wert.

Anders dagegen körperliche Übergriffe, die ganz klar tabuisiert und leicht abgrenzbar von erlaubten Berührungen sind. Hier wird es wirklich ernst. Wer im Zuge politische Korrektheit aber verbale und körperliche Grenzverletzungen vermengt, der tut der Sache damit keinen Gefallen, weil gerade klare Definitionen und klare Grenzen helfen, Grenzverletzungen zu erkennen und zu vermeiden.

Sexuelle Belästigung ist stets als solche einzustufen, wenn Frau sich durch anzügliche Bemerkungen, Berührungen belästigt fühlt. Es zählt die weibliche Definition und nicht die männliche.
Sorry, aber das ist doch nicht Dein Ernst? Es muss eine gesellschaftliche Definition her. Aber warum in aller Welt sollte ein Geschlecht mehr Rechte haben als das andere? Das ist doch undemokratisch.
 
  • #21
Gehört der Generalverdacht zum Leben des Mannes? Ja, Ledier!
 
  • #22
@17
Nicht die Frau muss Vorsorge betreiben dass dies nicht geschieht, sondern der Mann muss endlich lernen, dass ein Überschreiten der Grenzen Sanktionen nach sich zieht! ...Sexuelle Belästigung ist stets als solche einzustufen, wenn Frau sich durch anzügliche Bemerkungen, Berührungen belästigt fühlt. Es zählt die weibliche Definition und nicht die männliche.

Und Du fragst Dich wieso wir Männer die ja zu 98% solches nicht tun mittlerweile bei diesem Thema allergisch reagieren? Wie schon weiter oben gesagt ist dies eine wunderbare Waffe die auch schon mal gerne benutzt wird konkurrenten auszuschalten (hab ich bei einer Angestellten selbst erlebt) oder Ex-Männern die Kinder vorzuenthalten.

Bitte richtig verstehen: Ich billige echte Sexuelle Belästigung keineswegs, nur solche Sprüche helfen niemanden. Vor allem nicht den betroffenen Frauen.

Selbstverständlich kann Frau diese Gefahr deutlich minimieren. Auch das ist hinlänglich bekannt, nämlich mit einem geraden, aufrechten Selbstbewussten auftreten. Ein Selbstverteidigungskurs kann dabei sehr helfen.Und dass man als Frau leider besser nicht um Mitternacht in dunklen Ecken rumtreiben sollte auch. (was ich auch keinem Mann empfehlen würde, überfallen wird man auch als solcher)
Was Du empfiehlst ist in etwa so als ob Du vor Schutz vor Räubern empfiehlst nicht die Tür abzuschliessen sondern die Täter härter zu bestrafen und das auflesen eines Apfels als Diebstahl zu bezeichnen.

Im Endeffekt liebe FS: Ja, mit gewissen Risiken muss man leben- aber Du kannst die Wahrscheinlichkeit dafür deutlich reduzieren. Ich würde Dir daher tatsächlich einen Selbstverteidigungskurs empfehlen und evtl. auch weitere Aktivitäten die Dein auftreten und Selbstbewusstsein stärken- hilft auch in anderen Bereichen weiter.
 
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  • #23
Ich habe auch die Erfahrung gemacht, je mehr man "abweisend" ist, desto mehr sind Männer interessiert. Besonders verheiratete und ältere Männer belästigen Frauen immer wieder - jedenfalls so meine Erfahrung.
Ich betone immer wieder, dass ich einen Partner habe, aber trotzdem laufen mir Kollegen und Chefs nach.
Und ich flirte absolut nicht gerne.
Manchmal denke ich, dass ich selbst schuld bin - und zwar aus folgendem Grund:
Ich habe einfach Angst vor Belästigung und somit sende ich automatisch "Opfersignale".
w42
 
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  • #24
warum in aller Welt sollte ein Geschlecht mehr Rechte haben als das andere?

Vielleicht, weil mehr Frauen von Männern belästigt werden als umgekehrt?

Daß es sich bei den Opfern vorwiegend um Frauen handelt, ist keine Folge ungleicher Rechteverteilung, sondern ungleich verteilter Triebhaftigkeit. Folglich müssen nicht die Rechte zwischen Täter (meist ein Mann) und Opfer (meist eine Frau) demokratisch ausgewogen sein, sondern bestenfalls zwischen Opfer A und Opfer B. Mit anderen Worten: wenn ein Mann sexuell belästigt wird, muß er selbstverständlich die gleichen Rechte haben wie eine Frau. Aber wie oft kommt das denn vor? (m/54)
 
  • #25
Ich war in meinem Leben extrem viel alleine unterwegs und bin natürlich auch einmal schräg angequatscht worden.

Meistens hat es gereicht, dass ich den Kerl angeschaut habe- oder vielleicht einen (1) Satz geantwortet habe. Das war genug.

Eine Ausnahme: Auf zwei Männer, die meine Freundin und mich in eine Seitenstrasse zerren wollten, bin ich im spontanen Reflex mit erhobenen Fäusten los gegangen- die waren so überrascht, dass sie sofort weggerannt sind.

Ich habe nie Angst- und das spüren alle Männer, ob auf der Strasse oder im sonstigen Leben. Es hängt von der Frau ab, was ihr passiert- helfen kann ein Training, das die Reflexe schult und Selbstbewusstsein vermittelt.
 
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  • #26
Sexuelle Belästigung ist stets als solche einzustufen, wenn Frau sich durch anzügliche Bemerkungen, Berührungen belästigt fühlt. Es zählt die weibliche Definition und nicht die männliche.

Mit diesen 2 Sätzen widersprichst du dir im Grunde selbst. Zum einen sagst du, sobald (eine !) Frau sich beleästigt fühlt, ist das Verhalten des (einen !) Mannes als Belästigung zu werten und anzuzeigen. Dannach weichst du deine Aussage wieder auf, und reduzierst sie ganz allgemein auf auf einen weiblich Konsens. In denke, du vertrittst die radikalste Variante von allen, und wolltest sagen, dass sexuelle Belästiugung bereits vorliegt, wenn eine Frau das individuell empfindet. - Damit hättest du im Grunde absolut Recht, immer wenn sich jemand (ganz individuell) sexuell belästigt fühlt, sollte er/sie mit der Unterstützung der Gesellschaft rechnen können.

Ganz wichtig finde ich, als 1. Schritt der Deeskalation das Überschreiten der Grenze ganz klar zu kommunizieren z.B. mit "Ich fühle mich von Ihnen sexuell belästigt." Die erste ungewollte oder unbewußte sexuelle Belästigung sollte m.E. aber nicht strafbar sein. Dafür ist das individuelle Empfinden was Belästigung ist einfach zu unterschiedlich. (Eindeutige sexuelle Belästigung durch Fremde ist damit natürlich nicht gemeint.)

Als Mann wird man von Frauen übrigens auch "sexuell belästigt". Mir wurde auch schon öfter auf den Po geklatscht, und ich wurde im Büro ganz unverblümt von einer Frau angemacht mit "ich will nur Sex". Aber sowas rückt man wieder zurecht, und steht drüber.
 
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  • #27
Jeder wird schon einmal sexuell oder verbal belästigt worden sein,egal ob Weiblein oder Männlein.Wie ungesittet es auf einen trifft und wie man damit umgeht,ist hier glaube ich ein wesentlicher Unterschied,zwischen den Geschlechtern.Man kann nicht große Beachtung,auf einander zugehen wünschen und den Mut des Anderen am Ende Kategorisieren in Positiv und Negativ abtun.Es ist meist lediglich eine Wahrnehmung der eigenen Wünsche,wenn beide das selbe tun,ist es noch lange nicht das gleiche!
Wenn man positive verbale und körperliche Signale durch andere erhält und teilweise auch wünscht,sollte man diese nicht gleich mangels eigenen Interesse an dieser Person,in negative Umwandeln!
Klare Worte und Selbstbewußtsein aussenden,sowie die eigene Selbstherrlichkeit und Wehleidigkeit herabsetzen.Das kapieren dann auch die meisten,ob weiblich oder männlich.
Als Mann erfährt man solche Dinge durch Frauen auch,ob Begrabschen,als heiße Schnitte,Schnuckelchen usw.betitelt zu werden oder einen Klaps auf den Hintern zu bekommen.Mir als Mann auch schon oft passiert...Neigt man da nicht schnell die Duldung in äußerst negativ und äußerst positiv zu splitten!
Männern macht das weniger aus,weil sie sich Begehrtheit erkämpfen müssen und Frauen meinen (und teilweise ist es auch so) es in die Wiege gelegt bekommen zu haben.
Respektvoll aber nicht unnahbar,daß ist für mich das Idealbild im Umgang miteinander-weibliche "Hochnasen" gibt es eh schon mehr als genug!

m49
 
  • #28
@22
Ich habe auch die Erfahrung gemacht, je mehr man "abweisend" ist, desto mehr sind Männer interessiert
.
Also erstens ist das ein natürlicher Reflex- gilt ebenso für Frauen- die laufen auch scharenweise den "coolen" nach die sich erst abweisend verhalten.

Zweitens darfst Du Dich da bei Deinen Geschlechtsgenossinnen beschweren die dieses Verhalten von den Jungs geradezu einfordern. Ist schwer zu unterscheiden ist es nun desinteresse oder "streng Dich gefälligst mehr an".

Manchmal denke ich, dass ich selbst schuld bin - und zwar aus folgendem Grund:
Ich habe einfach Angst vor Belästigung und somit sende ich automatisch "Opfersignale".

Nicht ganz falsch- bitte aber sprech nicht von Schuld! Deine Angst äussert sich in Unsicherheit gegenüber Männern. Da es den meisten Männern die so etwas tun ja nicht um den Sex an sich geht sondern sich selbst durch das herabsetzten eines anderen strärker zu fühlen geschieht Dir das öfter als anderen. Nichts fürchten solche Gnome mehr als eine starke Frau.
Auch Dir dürfte ein kleines Reaktionstraining helfen, mindert die Angst und stärkt die Ausstrahlung.
 
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  • #29
Also ich, w, bin immer davon ausgegangen, dass sexuelle Belästigung einfach zum Leben dazugehört, ich kann mir nicht vorstellen, dass irgendeine Frau über 20 nicht weiß, was das ist.
Ich habe bisher zum Glück nie echte sexuelle Gewalt erlebt, aber schon in meiner Jugend bin ich einfach so auf der Straße begrapscht worden (Hand im Schritt ist nicht interpretierbar, das ist Belästigung), mir haben Männer Perversitäten 'zugerufen' (im Parkhaus, auf gut 20m Distanz: ey, Mädel, wenn du wüßtest, wie reich ich bin, würdest du mein Sperma literweise trinken), und bisher habe ich in jedem Job einen Vorgesetzten oder Kollegen gehabt, der durch Worte und Taten eindeutig zu weit ging.
Für mich ist das einfach ein Teil des Lebens, manchmal empfinde ich das als schlimmer, manchmal als harmlos, aber es ist kaum vorstellbar für mich, dass es Frauen geben soll, die nichts dergleichen erlebt haben wollen.
Dabei muss ich sagen, dass ich in der Tat Frauenparkplätze nutze, dunkle Ecken abends vermeide, vorsichtig mit meinem persönlichen Daten bin und nicht übertrieben reizvoll (oder nuttig) rumlaufe, und wahrscheinlich durchschnittlich attraktiv bin. Aber darauf kommt es wohl auch nicht an - ich will nur sagen, dass man als Frau noch so vorsichtig sein kann, ganz bleibt einem das sicher nicht erspart.

Und zum Thema, wann ist es Belästigung - ich hatte tatsächlich mal einen Stalker, dem habe ich auf jede erdenkliche Art deutlich gemacht, dass ich kein Interesse habe, er hat mich trotzdem ein Jahr lang verfolgt - was wirklich schlimm war. Allerdings bin ich da in meinem männlichen Umfeld nicht auf viel Verständnis gestoßen, offensichtlich schien jeder zu denken 'you can't blame a guy for trying' - was ich wahrlich nicht so sehe. Nach einer deutlichen Abfuhr muss dann einfach auch mal Schluss sein....
 
  • #30
Ich bin davon überzeugt, dass jede Frau irgendwann einmal unerwünschte Anzüglichkeiten (angrabschen, plumpe Sex-Angebote,...) erlebt.

Man kann aber einiges dazu tun, das zu minimieren. Da es diesen Männern vor allem um das Ausleben von Macht geht, suchen sie sich ein offensichtlich unterlegenes Opfer: vor allem die unsichere, unscheinbare, ruhige Frau. Wer selbstbewusst auftritt, gerät eher nicht in den Fokus dieser Typen, da kann frau noch so aufreizend gekleidet sein.

Ich bin mit 18 oder 19 Jahren mal auf einer Party von einem Betrunkenen massiv angegrabscht worden, so dass ich mich richtig körperlich wehren musste. Das ist auch mein einziges Erlebnis dieser Art. Sonst wirke ich wohl auch deutlich zu selbstbewusst, um ein Opfer zu werden - obwohl ich auch nachts U-Bahn fahre, durch dunkle Straßen laufe und auf Parties eher offensiv gekleidet bin.
 
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