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Gast

  • #1

Gehen oder bleiben?

Hallo zusammen, mein Freund und ich, beide 24, seit 3 jahren zusammen und seit 2 jahren zusammen wohnend, befinden uns in einer Beziehungskrise. Die stimmung zuhause ist oft unentspannt. Er arbeitet sehr viel, das hat er früher auch getan, aber da kam er nach hause und ich hatte das gefühl er freut sich, mich zu sehen. heute kommt er heim und sagt nur kurz hallo und meint dann, dass ICH immer ein langes gesicht ziehen und schlecht drauf sein würde. mir fehlt es einfach an zuwendung. ich möchte mal wieder in den arm genommen werden und ich habe schon lange nicht mehr gehört, dass ich toll bin oder dass er mich liebt. am sa. kam es nochmal zur großen aussprache. wir wissen beide einfach nicht, woran das liegt, wir waren früher ein ganz tolles paar. ich sage, es liegt am alltagstrott, er aber sucht nach der großen einzigen ursache und wenn er die nicht findet, hat er keine kraft mehr zu kämpfen. hatten genau das gleiche problem vor 1 jahr schonmal.
 
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Gast

  • #2
So wie du schreibst scheint er ziemlich eingespannt zu sein in seinem Job. Vielleicht ist er einfach überarbeitet und möchte seine Ruhe wenn er nach Hause kommt. Kenne ich aus meinem Alltag, kann ich gut nachvollziehen. Sprecht euch einfach mal aus, in einer ruhigen Minute, ganz entspannt. Du hast ein Recht darauf zu wissen was Ihn bedrückt, nur so könnt ihr gemeinsam eine Lösung finden. Wieso plant ihr nicht einfach einmal ein ruhiges Wochenende fernab von Arbeit und Alltag. In der Ruhe liegt die Kraft, redet miteinander auch du was dich beschäftigt.
 
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Gast

  • #3
Ja, immer wieder dasselbe Problem! Mit der Zeit stellt man die ungleichen Eigenschaften fest und merkt, dass es aus dem Ruder läuft. Die Ursachen sind nicht im "AUSSEN"! Sondern im "INNERN" zu finden. Ich sage, ihr habt jetzt festgestellt, dass ihr eben nicht so passt, dass man zusammen bleiben kann. Ich sehe keine weitere Chance für eine gemeinsame und liebevolle Zukunft, leider! Die Zeit ist so verplempert! Wenn es nicht passt, dann geht es eben nicht, fertig. Die Gefühle entscheiden das, nicht der Kopf! Ich stimme keiner Partnerschaft zu, wenn diese nicht glücklich, aufrichtig und nicht authentisch gelebt wird. Es werden einige blabla Beiträge kommen, um nicht der Wahrheit ins Gesicht zu sehen, der einfachste, naive, unerfahrene Weg des Widerstandes, nicht mehr und nciht weniger, ok das ist halt die "NORMALITÄT"! m/42
 
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Gast

  • #4
Sehr oft, um nicht zu sagen immer, ist die Umwelt ein Spiegel. Wann hast Du deinen Partner denn das letzte Mal freudestrahlend begrüßt, umarmt und geküsst, wenn er nach Hause kam?

Versetze dich mal in seine Haut. Vielleicht kam er schon oft gestresst nach Hause und hat sich erhofft, dass Du ihm Freude strahlend entgegen kommst und Du hast es nicht getan, weil Du gerade mit irgendwas anderem beschäftigt warst und nur nebenbei wahrgenommen hast, dass er nach Hause kam. Dann wäre verständlich, dass er sich das irgendwann nicht mehr erhofft und sich nicht mehr so sehr, wie früher, aufs nach Hause kommen freut.

Wie verhält er sich denn, wenn DU ihn umarmst? Erwidert er deine Umarmung denn garnicht oder stößt dich sogar zurück? Gibst DU ihm das Gefühl, wenn er Heim kommt, dass er in einer lockeren und entspannten Atmosphäre erst einmal "ankommen" kann, bevor er deine Erwartungen erfüllen soll?

Du scheinst nicht besonders überzeugt von dir selbst zu sein und dir selbst nicht recht zu trauen. Dass Du ein toller Mensch bist, ein liebenswerter Mensch bist, das sollte schon aus deinem Inneren kommen und nicht erst auf Bestätigung von Außen hin. Daß er dich liebt, das solltest Du aus seinem Verhalten dir gegenüber ablesen können., Worte sind hierfür nicht unbedingt erforderlich.

Also wenn mir ein Mann öfter sagen würde "Ich liebe dich", als sein Verhalten das wiederspiegelt, dann würde ich mir Gedanken darüber machen, ob er sich das selbst einreden muss, weil er es nicht mehr fühlt.

w40
 
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Gast

  • #5
"Alltagstrott" ist ein nicht so geeigneter Begriff. Denn auch Menschen, die eure Probleme nicht haben, unterliegen dem "Alltagstrott".

Tatsache ist, dass sich bestimmte Verhaltensweisen in einer Beziehung hochschaukeln, wenn man nicht rechtzeitig aktiv gegensteuert. Guckst du an einem Tag missmutig, denkt er, du willst ihm den Feierabend verderben, und zieht sich am nächsten Tag hinter seinen Schreibtisch zurück. Sitzt er an seinem Schreibtisch, wird dein Gesicht noch missmutiger, weil du denkst, dass es an Zuwendung fehlt. Uswusf...

Oft hilft einfach nur ein bisschen Höflichkeit und Freundlichkeit, auch wenn einem gerade nicht danach ist. Das ist dann kein "sich verbiegen", sondern nur ein "dem Teufelskreislauf entgegenwirken". Irgendjemand hat mal sinngemäß gesagt (ich glaube es war Michael Douglas), dass es doch erstaunlich ist, dass wir dem Partner, den wir lieben, weniger Achtung entgegenbringen als den Menschen, mit denen wir tagein tagaus nur oberflächlich zu tun haben.

Ich habe bei meiner Ex immer vermisst, dass sie mich nicht an der Tür empfangen hat, sondern erwartet hat, dass ich einfach reinkomme (wir hatten getrennte Wohnungen). Für sie war es selbstverständlich, dass ich einfach reinkomme, da ich ja kein Fremder sei und quasi zum Haushalt gehören würde... Alltagstrott oder Unhöflichkeit ? Geändert hat sich nichts.

Ob ihr die Situation also meistert, hängt davon ab, ob ihr euch gegenseitig mindestens so respektvoll behandelt, wie die Leute, die euch nicht so viel bedeuten. Und dazu müsst ihr beide mitarbeiten, du und er.

m41
 
  • #6
Ich sehe bei Euch durchaus noch Chancen auf Besserung. Immerhin hast Du noch Sehnsucht nach seiner Nähe, und Ihr seid miteinander im Gespräch, sucht nach den Ursachen. Sich als Paar auch in Krisen nicht aufzugeben, stärkt eine Beziehung.
Du erwähnst eine andere Krise, die bereits ein Jahr zurückliegt. Wie seid Ihr denn da herausgekommen, lässt sich vielleicht daran anknüpfen?
Und wenn Du glaubst, es liegt am Alltagstrott - wann habt Ihr die nächste Gelegenheit, dem mal für ein verlängertes Wochenende oder einen Urlaub zu entfliehen und Euch mal wieder um Euch zu kümmern?
 
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Gast

  • #7
Anscheinend sprecht ihr beide nicht die gleiche Sprache. Es gibt da ein sehr tolle Buch, das solltet ihr beide mal lesen. Hat meinem Partner und mir super geholfen. Du möchtest anscheinden öfter in den Arm genommen werden oder einfach mal liebevoll über den Kopf gestreichelt werden. Das ist dein Liebesbeweis. Wobei er vielleicht gerne, wenn er nach einem stressigen Arbeitstag nach Hause kommt, etwas warmes zu essen hat. Was er dann als Liebesbeweis sieht. So hat jeder seine eigenen Vorstellungen, vielleicht solltet ihr euch mal darüber unterhalten.
 
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  • #8
@ #6: Wie heißt denn dieses Buch?
 
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  • #9
@#7: das Buch heißt "die fünf Sprachen der Liebe".

Hier gibt's das zu kaufen:

http://www.evbuho.de/shop/show/show_pr/Buch/Familie/Partnerschaft/Die-fuenf-Sprachen-der-Liebe/~kid49/~tplprodukt_1/~prid82.htm
 
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  • #10
@6
Mir geht es gerade ähnlich wie der FS.
Wir wohnen noch nicht zusammen und das macht es nicht leichter.
Er arbeitet sehr viel und derzeit sehen wir uns nur 1x pro Woche.
Sind seit einem Jahr ein Paar und seine Arbeitsbelastung ist sehr hoch - was ich zwar verstehe, aber ich brauche momentan auch viel Zuwendung und habe das Gefühl, dass jeder und alles wichtiger sind als ich.
Wir reden irgendwie auch nicht die gleiche Sprache!
Ständig bitte ich ihn sich mehr Zeit für mich zu nehmen und er bittet mich stattdessen ständig Verständnis für ihn zu haben.
Das ist momentan total frustrierend.
Bis Dezember haben wir uns mehrfach die Woche gesehen, aber seit er ein neues Projekt betreut ist es wirklich schlimm und ich vermisse die Zeit mit ihm so sehr.
Ich werde mir das Buch kaufen - dankeschön!
Dir liebe FS drücke ich fest die Daumen!
w
 
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Gast

  • #11
@#9:
Kaufe dir das Buch. Es hilft euch bestimmt! Ich habe es auch schon Bekannten von uns empfohlen und ihnen hat es auch geholfen. Es ist wirklich sehr schön beschrieben und man möchte dann sofort anfangen, dem Partner seine Liebe zu beweisen. So wie er es eben braucht. Dein Partner sollte aber das Buch auch lesen, sonst bringt es nur wenig!