• #1

Gefühle für den Exmann während der Beziehung mit meiner Verlobten. Was tun?

Ich befinde mich in einem extremen Gefühlschaos.Ob meine Gefühle echt sind, o ob sie von Ängsten, alten Mustern o nicht verarbeiteten Kindheitstraumata herrühren. Ich bin seit 4 Jahren in einer Beziehung mit einer Frau. Wir lieben uns sehr und haben uns vor 1 Jahr auch verlobt. Wir haben viel gemeinsam, viele gemeinsame Pläne, können über alles reden, sind auf der gleichen Wellenlänge u ziehen uns auch körperlich sehr an. Unsere Beziehung war vom 1. Tag an kompliziert. Ich war glücklich verheiratet und sie stand 5 Monate vor der Hochzeit mit ihrer damaligen Freundin. Noch bevor wir unsere alten Beziehungen beendet hatten, waren wir schon ein Paar. Wir haben unsere Partner aber niemals belogen, sondern mit offenen Karten gespielt. Heute wissen wir, dass wir uns keinen Gefallen getan haben damit, von einer Beziehung in die nächste zu springen. Aber wir waren verliebt und fühlten uns so eng verbunden. Spürten was die andere spürte und ich fühlte mich so befreit und gefunden.... meine Ehe mit meinem (Ex)Mann war grundlegend glücklich. Wir haben 2 Kinder und unsere Beziehung war immer harmonisch u wir stritten eigentlich nie. Mein Mann war immer mein Fels in der Brandung. Ich dachte nie, dass wir uns je trennen würden, auch wenn die Beziehung sexuell für mich sehr schwierig war, dachte ich immer, nur wegen Sex, kann ich doch so eine Liebe nicht aufgeben.

Als ich mich dann in meine Freundin verliebte, fühlte sich das einfach so an, als würde etwas in mir erwachen. Gleichzeitig begann auch die schwierigste Zeit meines Lebens. Meine Freundin konnte mir die Sicherheit nie geben, die ich bei meinem Mann spürte. Jede Krise erschütterte unsere Beziehung grundlegend und wir standen unzählige Mal knapp vorm Schlussmachen. Sie bekam Burnout u Depressionen und auch ich leide zeitweise unter hormonell bedingten depressiven Phasen. Die konnte mein Exmann sehr gut ausgleichen, rechtzeitig erkennen u mich sicher durchweisen. Mir ist klar, dass ich in meiner Ehe viel unselbstständiger war und abhängiger als ich es heute bin, aber ich habe meinen Mann immer geliebt und liebe ihn auch heute noch. Und das ist mein Problem. Es gibt Tage, da spüre ich, dass ich meinen Mann mehr geliebt habe, als ich meine Freundin heute liebe. Dann befürchte ich, dass ich damals den Fehler meines Lebens gemacht habe, als ich mich getrennt habe.
Meine Gefühle schwanken manchmal stündlich. Da fühl ich so viel f meine Freundin u würde sie am liebsten heiraten u im nächsten Moment möchte ich die letzten Jahre ungeschehen machen u wieder mit meinem Exmann zusammen sein. Ich fühle mich deswegen so schrecklich. Vor allem wenn meine Freundin zu mir sagt, ich sei die Liebe ihres Lebens und ich mir denke, dass mein Exmann aber die Liebe meines Lebens war. Gleichzeitig fühle ich mich mit meiner Freundin auf eine Art verbunden, die ich mit meinem Exmann nie hatte. Ich versuche wirklich niemanden zu verletzen, aber ich möchte auch selbst irgendwie heil hier durchkommen u wieder glücklich sein.
 
  • #2
Du sagst, Dein Ex gab Dir Sicherheit.
Wie meinst Du das? Im Sinne von ausgleichende Stabilität, Finanzen usw.

Ich finde es immer schwierig, sich von Gefühlswellen hin und her werfen zu lassen. Mich erinnert es an ein Kind, das nach augenblicklichen Impuls handelt.
Tatsächlich kann eine Erwachsene Person ihre Handlungen nach Vernunft steuern, sonst wärst Du schwer psychisch krank.

Mich ärgert das Hollywood Märchen von der großen Lebensliebe als Ehe-fundament.

Du hast den Mann verlassen. Vielleicht war es doch nicht so super, wie in Deiner Erinnerung.

Überlege mal, was Dir als Basis für eine Ehe wichtig ist. Die Liebe Deines Lebens zu Deinem Mann hat gegen das Scheitern nicht geholfen. Der "Sicherheit" trauerst Du nach, was auch immer Du unter "Sicherheit" verstanden hast. Das ist Dir wahrscheinlich wichtig
 
  • #3
Das brachte wohl der warme Wechsel mit sich.
Offenbar konntest du die Trennung von deinem Mann nie so richtig verarbeiten. Am Anfang warst du frisch verliebt und hast dich komplett auf das Neue eingelassen. Da war keine Zeit deine Ehe zu verarbeiten. Jetzt holst du das nach.

Du müsstest eben schauen, was damals nicht in deiner Ehe stimmte, so dass es zur Trennung kam. Denn dafür muss es einen derart gravierenden Grund gegeben haben, so dass du diesen Schritt vollzogen hast. Man verliebt sich nicht ohne Grund neu, nur weil einem ein weiterer toller Mensch über den Weg läuft.

Du hast die neue Liebe mit einer Frau offenbar als Befreiung empfunden. Akzeptiere das für dich selbst, dass es diesen Schritt gebraucht hat in deinem Leben. Verzeihe dir selbst, dass deine Ehe deshalb zerbrach.
Mit der Verarbeitung einer Trennung ist natürlich auch Trauer, Vermissen und Liebe verbunden. Das man diese Gefühle wieder spürt ist normal. Dennoch gab es eben diesen triftigen Grund für die Trennung. Es funktionierte so nicht mehr. Etwas fehlte.

Genauso müsstest du nun schauen, warum du jetzt an der Beziehung mit deiner Freundin zweifelst. Was läuft nicht gut.
Einen Punkt nanntest du bereits. Dir fehlt die Stabilität. Das ausgleichende Element. Ist das eine gravierender Aspekt, oder hängt es mit deiner Verarbeitung der Ehe zusammen, dass du das so stark empfindest?

LG
 
  • #4
Meine Antwort fällt konsequent, hart aus:
Du spielst ein falsches Spiel mit der Liebe, das ist dein Schicksal, versuchst den einfachsten Weg des Widerstandes zu gehen, ohne Eigenverantwortung, du sagst, du willst niemand verletzen, tust es jedoch ganz extrem und ausslchließlich egoistisch und narzisstisch! Ein zurück gibt es niemals, beide Beziehungen hast du somit vergeigt, weil du nicht weißt, was du willst und auch nicht weißt, was du nicht willst! Du gehst nach dem Wind, wie er gerade geht! Ich würde als Mann niemals eine Frau zurücknehmen, die sich so verhält, sie soll erstmal emotional erwachsen werden, Punkt. Sorge zuerst einmal für das eigene Wohl, mit dir ganz alleine, ohne irgend einen Menschen mit hinein zu ziehen, aufräumen ist bei dir angesagt und alles Weitere wird dir hinzu gegeben!
 
  • #5
Und hier, sehr interessant, meldet sich mal eine FS, die die andere Seite ist von Beiträgen, die wir hier öfters lesen, die irgendwie so lauten: "meine große Liebe trennt sich aus heiterem Himmel".

Ja, das sind Dramen. Und ja liebe FS, Du hinterlässt viel verbrannte Erde und ja, dieses Thema fasziniert mich gerade deshalb so sehr, weil ich genau an solche Kandidaten, wie Du eine bist, niemals geraten möchte.

Die Ursachen für Dein ambivalentes Verhalten würde ich in Deinem Bindungsstil suchen und dieses Thema ist sehr sehr vielschichtig. Aber um es kurz zu fassen: will ich eine glückliche und haltbare Beziehung führen, sollte ich einen Partner haben, der einen gesunden Bindungsstil hat.

Willst Du eine gesunde und glückliche Beziehung haben, dann solltest Du psychisch so aufgestellt sein, dass Du dazu in der Lage bist. Bist Du aber nicht. Du leidest sogar selbst unter Deinem Verhalten.

Genaugenommen solltest Du Dich jetzt einmal nur um Dich und Dein Bindungsverhalten kümmern und erst dann eine Beziehung eingehen, wenn Du richtig gut aufgestellt bist.

Mein Beileid gilt Deinen Opfern, die jetzt auch Gelegenheit haben, ihre Lektionen zu lernen. Und es wird Gründe haben, warum Du so geworden bist und es würde mich mehr als verwundern, solltest Du aus einer glücklichen und intakten Herkunftsfamilie stammen und eine erfüllte Kindheit gehabt haben. Aber wie heißt es so schön: aus ehemaligen Opfern werden die späteren Täter.
 
  • #6
Vielleicht war dir das Leben mit deinem Mann zu einfach, alltäglich, nicht spannend und da hast du deine Freundin kennen gelernt, was neues, aufregendes und jetzt merkst du erst, dass es mit deinem Mann doch ganz schön war. Ihr vielleicht an eurer Ehe arbeiten hättet sollen, in jeder Beziehung gibt es mal Höhen und Tiefen, vielen veranlasst ein Tief dazu, sich von dieser Person zu trennen. Wegwerfgesellschaft 4.0

Gehe in dich und finde heraus was du wirklich möchtest, alleine das du dir Gedanken machst wie schön es mit deinem Ex war, da stimmt irgendwas nicht.

Man lernt erst Dinge erst zu schätzen, wenn man sie nicht mehr hat.

Genauso ist es wenn man plötzlich krank wird, dann lernt man erst zu schätzen wie wichtig die Gesundheit wirklich ist und wie gut es einem wirklich ging.

W 26
 
  • #7
Habe ich es richtig verstanden, du bist weiblich und bisexuell veranlagt oder weißt du es ggf. nicht genau, wohin deine sexuelle bzw. romantisch liebende Tendenz geht? Hinzu kommt auch noch ein eher unsicheres Bindungsverhalten? Vielleicht neigst du wirklich dazu, dich in beide Geschlechter verlieben zu können und bist in diesem Dilemma. Mit deinem Exmann verbindet dich sehr viel und ihr habt Kinder. Wenn du ihn Fels in der Brandung nennst, ist er wohl seelisch sehr stabil, im Gegensatz zu deiner Freundin? Fühlst du dich gespalten? Ich würde zu psychologischer Hilfe raten.
 
  • #8
Deine Frage: was tun? Meine Antwort: sortiere Dich erstmal außerhalb einer Partnerschaft. Schon beim Lesen Deines Beitrags hab ich mehr als einmal den Faden verloren, so durcheinander kommen Deine Gefühle und Vorstellungen hier rüber. Du suchst offenbar Stabilität, weil Du irgendwie die grundsätzliche Orientierung in Deinem Leben verloren hast, kann das sein? Dafür spricht auch der plötzliche Wechsel Deiner sexuellen Präferenzen. Solange Du Dich selbst nicht einigermaßen sortiert hast, verschone doch bitte andere Frauen und Männer als Partner mit Deinen Gefühlsschwankungen.
 
  • #9
Würde Dein Exmann Dich denn zurücknehmen? Wenn nein, dann musst Du durch Dein Gefühlschaos wohl durch. Wir kommen alle irgendwann an einen Punkt im Leben, wo wir alleine mit unseren Entscheidungen dastehen und niemand uns helfen kann außer wir selbst. Das zu erkennen, ist eine Art Reifungsprozess. Kein Partner kann uns von dieser Verantwortung für unser eigenes Leben erlösen.
 
  • #10
Schwierig, was dazu zu sagen.
Mein Eindruck ist, weil Du vom Halt geschrieben hast, den Dein Mann Dir immer gab, dass Du vielleicht Liebe im Sinne von "wirklich freie Liebe" verwechselst mit "Hilfekriegen", "Kindseindürfen", weil Du irgendwas gebraucht hast.
Deine emotional sehr unausgewogene Partnerin gibt Dir anscheinend nicht nur nicht diesen Halt wie Dein Mann, den jeder sich aber eigentlich selbst geben sollte, wenn er nicht völlig unselbständig und abhängig sein will vom Partner, sondern sie ist auch noch eine wirkliche Wackelkandidatin in Sachen Sicherheit. Ich finde, der Wunsch, dem Partner Sicherheit zu geben, dass man auch selbst an der Beziehung festhält und versucht, Kompromisse zu finden bei Krisen, gehört dazu, wenn man meint, man liebe den anderen. Dh. keine Schlussmachdrohungen.

auch wenn die Beziehung sexuell für mich sehr schwierig war, dachte ich immer, nur wegen Sex, kann ich doch so eine Liebe nicht aufgeben.
Ich weiß nun nicht, was genau Du meinst, ich vermute mal, Du wolltest eigentlich lieber keinen Sex. Ich frage mich, wie Dein Mann damit klarkam.
Ob er nun ignoriert hat, dass Du nie was vom Sex hattest oder ob ihr nun kaum Sex hattet - klingt beides nicht nach "glücklich".

Also ich würde sagen:
Den Halt nicht mehr bei Partnern (m/w) suchen.
Dann eure Beziehungsdynamik aufgrund eures Verhaltens erkennen. 4 Jahre und dann ein paar Mal schon kurz vorm Schlussmachen - ich glaube, da kann man sich bei der nächsten Krise etwas beruhigen und sich sagen "mal eine Nacht drüber schlafen, und sehen, was morgen passieren wird". Denn es ist ja bislang nie auseinander gegangen. Und dann würde ich, wenn Du jetzt der Schlussmachdrohende bist, damit aufhören zu drohen, weil Du es ja doch nicht machst, und stattdessen Ruhe reinbringen.
Dann würde ich mich fragen, ob ich wirklich in die sexuell frustrierende Ehe zurück will. Du spaltest bei den "ich will zurück"-Gedanken genau DAS Thema ab, weswegen Du die Ehe losgelassen hast, glaube ich.
Wenn Du Deinen Ex und Deine Partnerin vergleichst in dem, was sie Dir geben/geben konnten und nun ein Eierlegendes Wollmilchschwein willst, bist Du "das Kind", das sich die heile Welt zusammenbastelt will aus partnerschaftlichen Deine-emotionalen-Bedürfnisse-Erfüllern aufgrund von Nicht-Erwachsensein (Ein Erwachsener kann und will sich selbst Halt geben). So funktioniert aber Beziehung nicht und das ist auch nicht Liebe.

Die konnte mein Exmann sehr gut ausgleichen, rechtzeitig erkennen u mich sicher durchweisen.
Du bist aber keine Patientin und kein Kind. Ich denke mal, Du möchtest Augenhöhe. Je mehr Du schaffst, selbständig zu sein, umso eher kannst Du Liebe geben und auf das, was andere Dir geben unter dem Namen "Liebe", wieder aussortieren, wenn es keine wirkliche Liebe ist.
 
  • #11
Von den Kommentrane bin ich gerade richtig erstaunt:

Du spielst ein falsches Spiel mit der Liebe, das ist dein Schicksal, versuchst den einfachsten Weg des Widerstandes zu gehen, ohne Eigenverantwortung, du sagst, du willst niemand verletzen, tust es jedoch ganz extrem und ausslchließlich egoistisch und narzisstisch! Ein zurück gibt es niemals, beide Beziehungen hast du somit vergeigt, weil du nicht weißt, was du willst und auch nicht weißt, was du nicht willst! Du gehst nach dem Wind, wie er gerade geht!
a, das sind Dramen. Und ja liebe FS, Du hinterlässt viel verbrannte Erde und ja, dieses Thema fasziniert mich gerade deshalb so sehr, weil ich genau an solche Kandidaten, wie Du eine bist, niemals geraten möchte.
Da habe ich etwas begriffen:
Vielen hier im Forum geht es vor allem darum, dass sich der Partner sich durchgehend und absolut zu Euch bekennen soll. Nur das ist große Liebe. Nur große Liebe ist wahre Liebe ...etc

Die Liebe darf für manche Menschen nicht schwanken. Sonst ist da Planungsunsicherheit mit der sie nicht klarkommen.

Wenn jemand in seinen Gefühlen schwankt (was ich erstmal als völlig normal ansehe), bekommt ihr schon Angst.

Nunja, ich stehe völlig rational hinter allen meinen Entscheidungen, aber meine Gefühle sind vielfältig und bunt und können sich auch mal drehen.

Insofern gebe ich der FS mal den Tip, für sich selbst eine (oder zwei) Wochen Urlaub alleine irgendwo abgeschieden zu machen (z.B. wandern) und nachzudenken.

Da kann man sich über vieles mal klarwerden, was in einem so brodelt und auch, wen man gerade sehr vermisst, und wen nicht.
Hinterher weiß man mehr.
 
  • #12
Seelenpartnerschaft, sonnenklar.

Google mal in diesem Thema rum, dort findest Du / Ihr die Antworten. Die Lösung bekommt ihr bei Menschen die sich damit auskennen und das zum Job haben. Es gibt einen Weg.

Gehört absolut nicht hierher ich weiss, aber es liegt so was von sicher auf der Hand: Diese Geschichte gehört in die Spiritualität, Esoterik.

Entschuldigung an alle, die nix damit an Hut haben. Aber das ist so was von sicher
 
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  • #13
Insofern gebe ich der FS mal den Tip, für sich selbst eine (oder zwei) Wochen Urlaub alleine irgendwo abgeschieden zu machen (z.B. wandern) und nachzudenken.

Da kann man sich über vieles mal klarwerden, was in einem so brodelt und auch, wen man gerade sehr vermisst, und wen nicht.
Hinterher weiß man mehr.

Das ist ein guter Rat.
Innehalten, sortieren, auch mit dem Vergangenem abschließen.
Die Ehe ist vorbei, es ist der Ex. Es,gab für Dich genug Gründe zu gehen, jetzt zu betreuen, bringt Dir nichts.

Es,kann aber sein, sie ist nicht die Richtige, sie war nur der Katalysator.

Heirate jetzt nicht,,werde Dir erst mal klar, was Du fühlst und willst.
Nimm Dir die Auszeit, wirklich mal alleine.
Abstand für einen neuen Blickwinkel.

Es kann sein,, dass Du dann wieder zu ihr findest oder Du stellst fest, ihr habt Euch kennen gelernt, die rosa Wolken sind weg, es passt nicht.
Etwas ganz normales.

W,50
 
  • #14
Ich finde Du müsstest ehrlich sein und jetzt !!! Deiner Verlobten Deine Krise gestehen. Wenn Du tiefe Gefühle für sie hast tust Du das, denn Du bist fair. Oder hättest Du umgekehrt Freude das erst vier Monate später zu erfahren, wenn sie eine Krise hätte? Du denkst erst musst Du selber den Durchblick haben? Das geht nicht so schnell meine Liebe. Und wenn Du Dich ständig verstellst tut diese Maskerade zusätzlich verletzen, Deine Verlobte wäre doppelt gestraft. Sagst Du es ihr, hast erlaubst Du ihr sich auch damit auseinander zu setzen bevor es lichterloh brennt. Sie kann agieren und steht nicht einfach vor vollendeten Tatsachen.
Vielleicht meistert ihr diese Krise zusammen. Vielleicht zieht sie sich sofort zurück weil es sie verletzt. Oder sie beendet es weil es sie im Selbstwert verletzt.
Wenn Du sie liebst willst Du dass es ihr gut geht. Es ihr nicht zu sagen und irgendwann körperlich krank werden kann auch nicht die Lösung sein. Und das würde irgendwann geschehen...

Du weisst selber, in der Beziehung zum Exmann warst Du im inneren Mangel gewesen, unselbstständig hast Du es genannt. Das ist nicht gesund, aber bequem, er bot Dir ein mühelos Leben. Du schreibst die Wertschätzung davon, weniger von ihm als Person, oder täusche ich mich da?

Kannst Du denn alleine leben und glücklich sein ohne dass Du dafür jemanden brauchst?

Ich würde es ihr beichten und dann ausziehen und trennen. Man kann zwei Personen lieben, das glaube ich Dir.
Klar könntest Du zum Exmann zurück, weil Du aber Dich nicht verändert hast würde es wieder ins gleiche Fahrwasser kommen. Sexualität ist schön und gehört dazu. Auch das ist ein Teil von Dir den Du nicht leugnen kannst.
Lerne nicht in Symbiose mit jemand zu sein. Das geht erst wenn Du gelernt hast reich innerlich zu sein- ohne Abhängigkeit. Ein kleiner feiner Unterschied.
So was kann man in einer Therapie oder bei einer Mentorin aufarbeiten. Und Fachpersonen bringen Gedankenwirbel und Gefühlschaos wieder in eine Struktur.
Es waren beide Lernpartner für Dich . Ich gebe hier den kritischen Stimmen recht: Bist Du beziehungsfähig? Es kann durchaus auch ja heißen ...
 
  • #15
Vielen Dank an jede/n, der/die sich die Mühe gemacht hat, mir zu antworten. Ich hab aber erkannt, dass so ein Forum nicht der richtige Ort ist für meine Situation ... unsere Situation ist so viel komplexer als ich hier schreiben könnte... und ich wurde ziemlich hart verurteilt von einigen hier... mit vielen Interpretationen aus den eigenen Leben der jeweiligen Schreiber/innen... Auf ein paar Antworten würde ich gern eingehen ... Meine Freundin weiß über all die Gedanken, die mich beschäftigen Bescheid... und zu meinem Exmann würde ich diesbezüglich nie etwas sagen, solange ich mir nicht 100% sicher bin, dass ich wirklich ihn will. Was ich ja überhaupt nicht bin - wie ich in meinem Beitrag schon geschrieben habe. Denn ich bin nicht so eine herzlose, falsche Schlange, wie sich hier ein paar ausgemalt haben. Ich schaue mir meine Gedanken und Empfindungen genau an... hab ich immer schon getan ... und werde ich immer tun... denn ich möchte niemanden verletzen. Und da ich gerade in einer schwierigen Lebenslage bin, dachte ich, ich könnte hier ein bisschen konstruktive Unterstützung kriegen ... Danke denen, die es unvoreingenommen versucht haben - wie zb Narandu, Lionne69 u Kirovets.
Es ist natürlich viel verlangt sich vorzustellen wie verwirrend es ist, wenn man sich mit 35 Jahren hetero-Leben plötzlich in eine Frau verliebt, obwohl man dachte, man sei eigentlich mit einem Mann glücklich.
Aber das habe ich zumindest in den letzten Jahren gelernt. Die Menschen suchen sich immer nur einen Teil von Dir aus, nach dem sie dich be- oder verurteilen... ob online oder offline.