• #1

Gefühl, der Zug ist weg?

Liebe Community

ich habe mich gerade beim Thema Single-Weihnachten gefragt, wie das so manches Mal sein muss ohne Partner und Kinder, wenn das Alter "weiter voran schreitet" (ab Ende 30). Mit eigenen Kindern wird es bei Frauen dann langsam knapp. Stellt sich irgendwann das Gefühl ein, ach hätte ich doch damals mit diesem Mann doch ein Kind bekommen, ach hätte ich doch da und da anders gehandelt usw.? Ich weiß nicht genau, wie ich es ausdrücken soll, will keinem zu nahe treten. Ich denke nur oft an eine Freundin von mir, die mit 38 Jahren nach 10 Jahren Beziehung ihren Freund verließ und das gemeinsam Aufgebaute (Haus usw.) aufgab und quasi vor dem Nichts stand/steht. Sie sucht nun recht verzweifelt einen neuen Partner und potentiellen Papa. Mir tut das weh da zuzusehen, aber ich sage mir auch, in 10 Jahren war doch genug Zeit, mal zumindest den Kinderwunsch anzugehen? Vielleicht sollte man manchmal einfach nicht so viel nachdenken und abwägen, sondern tun? Oder auch anders, konkret seine Ziele angehen, auch wenn es vlt. nicht die perfekte Beziehung/der perfekte Partner/die perfekten Lebensumstände sind? Wie seht ihr das? Ich jedenfalls versuche aus diesen "Fehlern" anderer zu lernen und beizeiten meine Lebensplanung umzusetzen, auch wenn die Voraussetzungen nicht perfekt sind. Denn so will ich persönlich nicht in 5 Jahren "dastehen".
Wie gesagt, ich will das nicht verurteilen und keinen kränken, mich interessieren einfach eure Gedanken und Erfahrungen.

w33, und die nie vergisst, was mal jemand zu ihr sagte: "Irgendwann stellt man fest, dass man nicht so viel Zeit hat, wie man anfangs dachte..."
 
  • #2
Hallo Miramira,
bist du in der Situation? Hast du Kinder? Ich bin mit Ende 20 nervös geworden zwecks Kindern. Mein Partner konnte sich nach 4 Jahren Beziehung nicht für Kinder entscheiden und sagte wenn ich wirklich unbedingt Kinder will dann ist er der falsche. Jetzt habe ich 2 Kinder und bin sehr sehr froh darüber. Es war zwar hart, weil mein Ex und ich uns ansonsten sehr gut verstanden aber es ist besser so. Für Kinder gibt es nicht den idealen Zeitpunkt. Bin mit sowohl schwanger als auch mit baby umgezogen, kein Problem. Das wird alles immer viel schwieriger dargestellt mit Kind als es wirklich ist.
 
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  • #3
hallo Fs,

Du hast Recht, die Zeit rast dahin und irgendwann schaut man sich verwundert um und denkt, wo ist die Zeit geblieben.

Es gibt keinen Königsweg.
Meine Beobachtung ist leider, dass die, die gedacht haben "ach, komm, Du und unserer Beziehung sind zwar nicht perfekt , aber wir kriegen jetzt mal ein Kind" oder die, die auch gar nichts gedacht haben und einfach gemacht haben, dass die in sehr unzufrieden stellenden Lebenssituationen hängen. Nämlich in einer kaputten Beziehung, die nur des Kindes wegen aufrecht erhalten wird. Ist das eine Option?
Ich kann Dir nur abraten, Dich in so eine Konstellation zu begeben, es sei denn Du bist Dir ganz klar, dass Du auch als Alleinerziehende gerne und gut zurecht kommst.
w
 
  • #4
Das wird alles immer viel schwieriger dargestellt mit Kind als es wirklich ist.
Stimme ich (m) sogar zu.

Anfangs ist die nötige Betreuung am intensivsten. Aber auch nicht ständig. Man hat dabei auch Zeit für den Haushalt, oder für sich selber. Ansonsten die Kind/er einfach in den eigenen Alltag mit einbauen. Ich sehe Mütter und Väter selbst mit Babies in ihrer Freizeit unterwegs. Oder beim einkaufen, etc. (Am Nebentisch im Cafè, vormittags: Vier Mütter plaudernd beim Latte Macchiato )

Wir waren mit dem Kind (2 Jahre alt) Samstag-Abends auf einem Sommerfest im freien mit abschließendem Feuerwerk. Der Junge schlief friedlich in seinem Kinderwagen, und wachte selbst vom Geknalle des Feuerwerks nicht auf.
Unser Kind war vier Jahre alt, mit den Eltern im Sportflugzeug beim Rundflug. Der schlief sogar im Flugzeug ! (Und verpennte den ersten Flug seines Lebens) (Wenn Kinder schlafen, dann fühlen sie sich geborgen und sicher)
Ein junges Paar machte mit ihren Kindern (2 und 3 Jahre alt) eine Reise von Dänemark, durch die USA im VW-Käfer, und durch Mittel- und Südamerika mit Motorrädern. Die Reise strengte sie mehr an, als ihren Kindern. (Deren Buch darüber gelesen)
Geführte Reise im Konvoi durch die Sahara. Der Junior (5) hatte einen Riesenspass dabei, im "größten Sandkasten der Welt" Junges Paar mit Kind (6 Monate alt) im Urlaub mit Auto durch Norwegen - keine Probleme.(Reiseberichte in einer Zeitschrift)
Familie mit Kindern auf einem Segelboot auf Weltreise - keine Probleme. Das einzige Problem: Sie dafür von der Schulpflicht in Dtl. zu befreien. (Bericht im TV)
Dagegen ist der Alltag mit Kindern, ...... fast ebenso relativ einfach. Es kommt darauf an, welche Einstellung man dazu hat, wenn man Kinder hat. Für den Einen ist es eine Ergänzung seines Lebens. Und ein Teller mehr, ein Bettchen mehr.... Der Andere sieht nur die Mehrarbeit mit Kindern, und steigert sich in übertriebenen Stress hinein.
Lieber 1-2 Kinder ggf. als Alleinerziehende/r - als den falschen Partner/in am Hals.
Denn mit Kindern kann man es ggf. einfacher wuppen - als mit dem falschen Partner. Kinder kann man anweisen und erziehen - Erwachsene dagegen kaum.
Ich traf alleinerz. Mütter - die sich frei fühlten, trotz Kind/er. Weil sie den falschen Ex- los waren. Und weil sie trotzdem nicht alleine waren. Kind/er sind kein Ersatz für einen fehlenden Partner - aber ggf. eine Alternative. (m,53)
 
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  • #5
Zitat von Miramira:
"Irgendwann stellt man fest, dass man nicht so viel Zeit hat, wie man anfangs dachte..."

Wie wahr. :)
Und ich glaube, das denkt man, egal, wie man gelebt hat. Man harrt ja manchmal doch in Situationen aus, die man eigentlich aufgeben müsste und es nicht tut, weil man nicht weiß, was danach kommt.

Wenn man unbedingt Kinder will und mit jemandem zusammen ist, der es nicht will, dann finde ich es schon wichtig, dass man sich damit auseinandersetzt, statt die Diskussion dauernd aufzuschieben.

Zitat von Miramira:
wie das so manches Mal sein muss ohne Partner und Kinder, wenn das Alter "weiter voran schreitet" (ab Ende 30).
Mit Partner war es immer ein stressiger Familienmarathon, weil er so seine Traditionen hatte (Kinder hatten wir nicht, weil er keine zeugen konnte), wer wann wo besucht werden musste. War auch ok, aber war eben für mich stressig.
Ohne Partner ist es auch schön, zumal unsere Beziehung am Schluss sehr erkaltet war und wenn ich daran denke, bin ich froh, dass ich das nicht mehr habe und mir dabei denken muss: es ist Weihnachten, ich hab einen Partner, warum fühlt sich das nicht so an, wie es sollte.
Wenn ich daran denke und mir auch die Paare einfallen, die ich so kenne, beneide ich niemanden.
Wenn ich meine Freundin so höre, Heilig Abend irgendwas mit Eltern, 1. Feiertag was mit den anderen Eltern, 2. Weihnachtstag entweder Ruhe oder noch mal Kaffeetrinken. Dann hat kurz darauf der Schwiegervater Geburtstag, also wieder außerhaus mit Feiern befasst, und dann ist Silvester. Nochmal Neujahrskaffee mit Eltern, dann wieder arbeiten. Manchmal auch zwischen den Feiertagen. Das ist für mich nichts, was ich gern hätte. Zumal es bei ihr auch richtige Pflichten sind und nicht, weil sie gern hingeht.

Wenn ich jetzt einen Partner hätte, würde ich wohl das Programm wieder mitmachen, aber so ohne diese Verpflichtungen bin ich auch nicht traurig und feiere mit meiner Familie.
Und wieviele Paare zoffen sich gerade an den Feiertagen oder im Urlaub, weil sie sich da mal richtig erleben und nicht in Arbeit oder Hobbys flüchten können?

Zitat von Miramira:
Stellt sich irgendwann das Gefühl ein ... , ach hätte ich doch da und da anders gehandelt usw.?

Durchaus. Aber Du interpretierst das nur in Richtung Partner und Beziehung. Ich hätte mich z.B. gern zwei Jahre früher getrennt, hatte aber nicht den Mut.
 
  • #6
Manche Paare wollen lieber zuerst ein "Nest" schaffen, bevor sie Kinder bekommen. Aber übersehen dabei, daß es auch andersherum gehen könnte.
Als ich (damals 40) meine Partnerin mit Kleinkind (9 Monate) kennenlernte, wohnten die Beiden in einer 1-Zimmer Wohnung. Und es ging auch knapp zu dritt. (Wir zogen trotzdem recht bald in eine gemeinsame. größere Wohnung. Vor allem ein eigenes Kinderzimmer für das Kind)
Zum Thread: Gewiss, Hausbau UND bereits Kinder sind eine größere Belastung. Aber so manche Familien schafften auch Dieses.
Mir scheint bei diesem Mann, oder gar dem Paar, der Kinderwunsch (bisher) nicht stark ausgeprägt. Der Hausbau war ihnen anscheinend wichtiger. Haus war dann fertig - aber immer noch keine Kinder ?
Wollte dieser Mann jemals Kinder haben ???
 
  • #7
Vielleicht sollte man manchmal einfach nicht so viel nachdenken und abwägen, sondern tun? Oder auch anders, konkret seine Ziele angehen, auch wenn es vlt. nicht die perfekte Beziehung/der perfekte Partner/die perfekten Lebensumstände sind?
Oh, davor möchte ich warnen !
Gerade das Projekt "Kinder haben" erfordert mehr Qualitäten von Partner/in und Beziehung - als wie ohne Kinder.
Ich erlebte auch Mütter, die zu große Kompromisse bei der Partnerwahl eingingen, nur um endlich Kind/er zu haben. Das ging entweder schief -> Trennung. Oder die Frau hatte z.B. einen recht spiesigen Langweiler als Partner.
Es funktioniert nicht, wenn man einfach Kinder in die Welt setzt = vor vollendeten Tatsachen, und dann hofft, der Partner/in könnte sich dem anpassen. Sie sollten vorher den Anderen von seinen Qualitäten als Familienmensch überzeugen, bevor man die Kinder bekommt.
Hat man den falschen Partner/in für Familiengründung - kann man als Kinderlose/r den Partner/in leichter wechseln, als bereits mit Kindern.
 
  • #8
Hallo Isabelle,

Danke für deine Antwort. Nein, ich bin nicht in der Situation, bin 33 und aktuell schwanger. Auch wenn die Umstände nicht perfekt sind ;)
Trotzdem interessieren mich hier andere Meinungen. Ich habe einige etwas ältere Freundinnen und kann deren Verhalten, als wäre alle Zeit der Welt, nicht so nachvollziehen. Daher frage ich hier in die Runde :)

Vielen Dank auch an die anderen.:)
 
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  • #9
Hallo Miramira,

ich werde immer etwas skeptisch, wenn sich jemand, der scheinbar in einer intakten Situation ist , sich über andere, die anders leben, erhebt. Das tust du mit Deiner Frage, die darauf abzielt, von anderen beim eigenen Weltbild Unterstützung zu erhalten.

Andere sollen jetzt auch sagen "also wirklich, die Frauen tun so , als hätten sie alle Zeit der Welt, warten auf die perfekte Beziehung und dann ist es zu spät und dann jammern sie". So denken kann doch nur jemand, der unterschwellig weiß, dass er in keiner Idealsituation ist und Zuspruch braucht für die eigene nicht-idale Situation.

Wenn Deine Beziehung jetzt schon nicht perfekt ist, wird sie durch das Kind noch schiefer werden. Ein Kind kittet keine angeschlagene Beziehung, ein Kind ist eher ein echter Prüfstein für eine Beziehung.

ich wünsche Dir wirklich alles Gute, erhebe Dich nicht über die, die vermeintlich falsch entschieden haben. Denn auch Warten ist eine Entscheidung.
Kümmere Dich lieber darum zu schauen, wie Deine Beziehung verbessert werden kann, wie viel Abstriche an perfekter Beziehung du bereit bist zu akzeptieren oder wie ggf. ein Leben als Alleinerziehende fröhlicher sein könnte als mit einem Partner, der einem nur Energie raubt anstatt sie zu geben.

w
 
  • #10
Es klingt, als würdest du mit dem Blick auf ältere Freundinnen (von denen eine sogar "verzweifelt" sucht) und ihr ich-suche-weiterhin-das-Optimum-Verhalten dein eigenes Unbehagen mit den nicht perfekten Umständen deiner Schwangerschaft ein wenig ausgleichen wollen.
Diese Frau ist in einer ähnlichen Situation wie du:
https://www.elitepartner.de/forum/frage/schwanger-aber-ich-liebe-ihn-nicht-genug.58517/

Grundsätzlich kann dich dir nur voll zustimmen, wir haben viel weniger Zeit als angenommen. Allerdings hat dies die nächste Generation von Frauen schon viel besser verstanden - mein Eindruck aus vielen Gesprächen/Diskussionen mit Frauen u30. Wer wie deine Freundin gemeinsames Haus und langjährige Beziehung aufgibt, wird dafür trifftige Gründe haben, die sich nicht mehr durch Rationalisieren verleugnen lassen. Zwischen "nicht mehr ertragen können" und "nicht perfekt" ist ein großer Unterschied.
Glückwunsch, wenn du deinen Frieden mit einer nicht perfekten Partnerschaft machen kannst. Das meine ich völlig ohne Ironie und denke: Klug gehandelt, du packst die aktuelle Lebenssituation beim Schopfe und verlierst dich nicht in vagen Vorstellungen einer optimalen Zukunft.
w
 
L

Lexcanuleia

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  • #11
Man muss im Leben auch bereit sein etwas zu opfern. Wenn man ab 20 nicht bereit ist die Partys und die Karriere pläne auf der Seite zu stellen und Kinder zu bekommen , dann sollte man mit Ende 30 kein schlechtes Gewissen haben. Man sollte hinter seinem Entscheidung stehen.
 
  • #12
Hier die FS

Wow, es ist ja schon sehr heftig, was da hinein interpretiert wird von wegen ich suche eine Rechtfertigung meines Lebensmodells und erhebe mich deswegen über andere Modelle. Bis hin zu der Annahme ich wäre in ähnlicher Situation wie eine Schwangere, die ihren Partner nicht liebt. Das finde ich etwas dreist! Vielleicht wurde es ja überlesen, aber ich wollte keinen mit meiner Frage verletzen! Wieso bekomme ich bitte solche Aussagen um die Ohren geschleudert? Mein nicht perfekter Umstand ist, dass ich derzeit und in näherer Zukunft leider nicht mit meinem Partner zusammen ziehen kann! Also bitte nicht mehr hinein interpretieren als es ist! Ich kann aufgrund einiger Reaktionen nur vermuten, dass ich mit meiner Frage genau ins Schwarze getroffen habe! Getroffene Hunde bellen, sagt man...

Nix für ungut! Bin für weitere Erfahrungen und Meinungen dankbar.
 
  • #13
Bis hin zu der Annahme ich wäre in ähnlicher Situation wie eine Schwangere, die ihren Partner nicht liebt. Wieso bekomme ich bitte solche Aussagen um die Ohren geschleudert? Nix für ungut!
Ich hatte dir den Link angegeben, weil besagte Frau sich auch mit dem Thema "Was ist perfekt?" beschäftigt. Etwas unbedacht zwischen Tür und Angel mein Post, wollte dir nicht das SELBE Problem unterstellen.
Nix für ungut.
 
  • #14
Bei mir hat es sich einfach nicht ergeben und dennoch sitze ich an Feiertagen nicht Einsam rum. Ich bin mit meinem Leben im Reinen. Nette Freunde ... einen Partner der mich liebt. Stressfreies Weihnachten und ruhige Tage runden diese Zeiten ab. Es plärrt kein Kind rum weil es die Puppe nicht bekommen hat die sie sich für 95 € ausgesucht hat.
Wir werden wohl schön essen und sitzen dann fröhlich unter den Tannenbaum. Vielleicht gehen wir auch zur Kirche.

Habe ich also etwas verpasst ohne den Kindersegen? Macht dich das jetzt unglücklich das mein Leben ok ist ohne Kind? Schwanger in einer defekten Partnerschaft wäre für mich das schlimmste was geht und ich frage mich was euch Frauen reitet diese Kinder dennoch zu bekommen!? Da wird darüber rumdiskutiert ob man sich Schwanger von einen Beta - Mann trennen soll und was Frauen fühlen wenn sie von einen Mann 10 Jahre hingehalten worden sind!?
Bereite dich auf dein Kind vor und lege Geld beiseite denn so wie es sich bei dir anhört stehst du bald als AE da. Bei Gott beneiden tue ich dich damit nicht.
 
  • #15
Meine Beobachtung ist leider, dass die, die gedacht haben "ach, komm, Du und unserer Beziehung sind zwar nicht perfekt , aber wir kriegen jetzt mal ein Kind" oder die, die auch gar nichts gedacht haben und einfach gemacht haben, dass die in sehr unzufrieden stellenden Lebenssituationen hängen.

Kenn ich auch zwei Fälle.
Fall eins seit fast zehn Jahren solo und unglücklich auf der Suche als AE.
Fall zwei war geschlagene 17 (!) Jahre als AE solo und fand jetzt mit Volljährigkeit der Tocher einen neuen Partner.
Beide AE schon im ersten Lebensjahr des Kindes.
Nehmt es mir nicht übel, aber mein Leben so weit hinten an zu stellen, da muss einem das Kind schon sehr viel geben und die beiden waren/sind schon arg gefrustet. Womit ich nicht ausdrücken will, dass es jeder so gehen muss.

Daher ja, keine Zeit mit unpassenden Männern verplempern, aber auch nicht überstürzt und weil auf einmal die 3 vorne beim Alter dran steht in einer kriselnden Beziehung den "Rettungsanker" Kind auswerfen, der dann keiner ist!
 
  • #16
Als Frau hast Du Deine besten Jahre Anfang 20. Da bist Du jung und attraktiv und kommst praktisch für jeden geschlechtsreifen Mann zwischen 16 und 99 als potentielle Partnerin in Frage. In dieser Zeit hast Du alle Chancen der Welt und das beste, was eine Frau m.E. machen kann ist, diese Chancen auch zu dieser Zeit zu nutzen: Um einen Mann an sich zu binden, der auch eine Familie und Kinder möchte.

Wenn Du diese Zeit aber mit Karriere oder Party verstreichen lässt oder Dich von einem Mann hinhalten lässt, dann kommst Du in der Tat in Zugzwang. Dann bist eine Frau, die seine beste Zeit hinter sich hatte, und nur noch zweite Wahl. Das einzige, was man dann noch machen kann ist, die Ansprüche noch schneller zu reduzieren, als sich die eigenen Chancen verringern. Und das ist für viele ziemlich hart.
 
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  • #17
Ich denke, dass man sich diese Frage auf jeden Fall irgendwann stellen wird. Es gibt immer irgendetwas, das andere haben, etwas, dass nicht gelebt wurde als Zeit dazu war.
 
  • #18
Liebe Miramira,

Ja es ist so wie du schreibst. Wenn du dich umschaust, wirst du immer Menschen finden, die etwas in ihrem Leben nicht erreicht haben, was sie gerne erreicht hätte. Aus unterschiedlichen Gründen sind sie gescheitert. Vielleicht konnte deine Freundin oder ihr Mann aus gesundheitlichen Gründen keine Kinder bekommen oder sie hat tatsächlich rumgetrödelt und muss nun mit den Konsequenzen leben - und wird es selbst am besten wissen, was das zu bedeuten hat. Du hast die Kurve, was den Kinderwunsch betrifft, rechtzeitig gekriegt, freu dich. Und das meine ich ernst.
Du wirst aber auch immer auf Menschen treffen, die ihren Wunsch viel schneller und zielstrebiger umgesetzt haben als du. Die Frage ist, welche Menschen willst du sehen?
Was ich sagen will - nimm diese Menschen wahr, aber auch die andern, die es schneller und besser als du hinkriegen und alles relativiert sich wieder. Beobachte nicht nur die "in deinen Augen Versager" sondern auch die "Winner". So läufst du keine Gefahr, dich tatsächlich über vermeintliche "Verlierer" zu erheben, und kannst ihnen sogar auch gut zuhören ohne Mitleid oder Vorurteil.
Und dann konzentriere dich vor allem auf dich selbst und finde oder erhalte dein inneres Gleichgewicht - ganz egal was andere erreicht oder nicht erreicht haben.
Alles Gute dabei :)
 
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  • #19
Was Du auch wie machst - in der Midlifecrisis bekommst Du vermutlich das Gefühl, irgendwas verpasst zu haben. Wenn Du Kindetr hast, denkst Du möglicherweise, was verpasst zu haben. Wenn Du Single bist, auch. Und das muss nicht mal sein, dass Du bedauerst, nie Kinder bekommen zu haben. Ich bedauere all die Dinge, die ich wegen meiner Exbeziehung nicht gemacht habe (tanzen mit anderen Männern - no way, segeln mit einem Freund vom Studium und sogar noch einer andere Frau - sollte ich nicht, etc.)
Und keine Sorge, ich hab Dich so verstanden, wie Du geschrieben hast - Du willst Fehler vermeiden und meinst, weil Deine älteren Freundinnen jetzt jammern, dass sie früher ihre Entscheidungen falsch getroffen hätten. Haben sie aber nicht. Damals waren sie nicht bereit und heute jammern sie. Dh. damals wäre auch nicht der richtige Zeitpunkt gewesen.
Das schlimmste ist, wenn Du merkst und weißt, dass die Beziehung oder die Umstände schlecht für Dich sind, und Du sie aus Angst vor Veränderung nicht loslässt. Dann kannst Du wirklich um verpasste Chancen weinen. Manche kommen auch nie wieder.
Ansonsten würde ich sagen, dass Deine älteren Freundinnen die Situation nicht so sehen, wie Du sie verstehst. Klar sind sie vielleicht verzweifelt, aber hätten sie jetzt ein Kind oder würden in den schlechten Beziehungen verweilen, würden sie genauso jammern.

Es ist leider so - mit Anfang Dreißig kannst Du nicht sagen, was Dir mit Anfang Vierzig in Deinem Leben vergeudet vorkommen wird. Du kannst nur auf Deine innere Stimme hören und dann später sagen "es war falsch, aber es hat sich richtig angefühlt und deswegen ist es das auch". Das Wissen, das Du dann haben wirst, KANNST Du jetzt nicht haben und den Verlusten auch nicht entgehen.
 
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