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  • #31
Ich fänd das vollkommen überflüssig. Wenn sich jemand aufgrund eines Ehebruchs z.B. mit HIV infizierte und danach seinen Ehepartner infiziert, ist das eine Körperverletzung, die bestraft werden kann. Wir haben aber in D den guten Grundsatz, dass niemand wegen der gleichen Tat zweimal bestraft werden kann.

Außerdem gehören zu so etwas immer zwei Personen. Soll dann der andere Ehepartner immer eine Mitschuld tragen? Das ist doch grotesk.
 
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  • #32
Hallo Nr. 17,
ich gehöre beruflich auch zum Bioto Volljurist. Ein Blick in die Geschichte: Im alten BGB waren die Ehegatten einander zur Geschlechtsgemeinschaft verpflichtet und die Ehefrau hatte die ehelichen Pflichten zu erfüllen. Wenn eine Ehefrau sich permanent weigerte, dann konnte sie geschieden werden - dazu gibt es herrliche Entscheidungen des Bundesverfassungsgerichts, aus den ersten Jahren der BRD - bis in die sechziger Jahre ! In der Zeit gab es natürlich auch keine Vergewaltigung in der Ehe. Es gab die Schuldscheidung und zwar war Ehebruch ein Scheidungsgrund. Ein Ehepartner wurde also schuldig geschieden, der andere unschuldig. Wurden Beamte schuldig geschieden, denn drohte Alimentationskürzung und Kündigung !!!
1977 hat der Gesetzgeber sehr vernünftig entschieden, dass der Staat im Schlafzimmer nichts verloren hat und die Zerüttungssscheidung eigeführt. Das halt ich - w 55 - für eine Anpassung der Gesetze ans GG. Allerdings stimme ich den vielen M zu, die sagen, aufgrund der Fakten
- M arbeiten F erzieht die Kinder - kann es zu Ungerichtigkeiten bei der nachehelichen Finanzregelung - Unterhalt kommen. Allerdings- es gibt für Eheverträge einen weiten Freiraum, den die beiden Partner vor dem Standesamt vertraglich regeln sollten.
 
  • #33
1. Es ist lächerlich und die intellektuelle Bankrotterklärung, wenn man anstatt sinnvoller Argumente von Kastration, Handabhacken oder Steinigung spricht. Es geht hier um Strafen nach dem deutschen StGB, also Geldstrafen oder Gefängnis. Letzteres erscheint auch mir unangemessen, aber ersteres durchaus gangbar.

2. Niemand hier will Liebesentzug oder Sexentzug unter Strafe oder Werte wie Liebe oder Zuneigung erzwingen oder staatlich überprüfen. Bleibt doch mal ernsthaft bei der Sache.

3. Seriöserweise geht es darum zu erkennen, dass die Ehe unter anderem eine Komponente "Wirtschaftsgemeinschaft" hat, die anderen Wirtschaftsgemeinschaften wie GBR oder GmbH in ihren Auswirkungen in nichts nachsteht. Genau wie in solchen wirtschaftlichen Gesellschaftsformen könnte demzufolge auch in der Ehe Betrug und finanzieller Schaden verflgt werden. Durch die Ehe wird de factor ein Vertrag miteinander geschlossen, der natürlich auch in Deutschland theoretisch strafbewehrt sein könnte, ohne dass wir dadurch zivilisatorische oder juristische Errungenschaften aufgeben würden.

@#31: Nun, ich bin keine Juristin, aber soweit ich weiß, sind die möglichen Regelungen in einem ehevertrag eben durch die sogenannte Sittlichkeit begrenzt und die verhindert kurioserweise immer wieder eben jene Regelungen, die wichtig wären, um Fremdgehen, Seitensprünge und ähnliches unmoralisches Verhalten zu sanktionieren. Die Freiheit in Eheverträgen bezüglich des Wegfalls von Unterhaltsansprüchen ist nicht sehr groß -- im Gegenteil sind die meisten Verträge nichtig, wenn es denn mal zur Verhandlung kommt.
 
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  • #34
an #32
Nun, hier und in einem anderem Thread wurden, neben der Ironie (nicht verstanden?) sehr starke Argumente aufgeführt, warum die Idee mit der Bestrafung weltfremd, zu keinem besseren Verhalten, sondern nur noch mehr Unglück und auch enorme Kosten verursachen würde, außerdem unseren rechtsstaatlichen Prinzipien wiederspricht und nicht mit dem GG vereinbar ist.

<MOD: Nicht hilfreicher und angreifender Teil entfernt.>
 
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Gast

  • #35
zu Punkt 2 und 32:

[Mod: Persönliche Diffamierung gelöscht.]

Eine Ehe ist ein auflösbarer Vertrag zwischen zwei erwachsenen Menschen, nicht zwischen zwei Menschen und dem Staat. Der Staat dokumentiert lediglich das Einvernehmen der Personen.

Der Staat ist nicht dazu da, kleinbürgerliche Verlassenheitsängste - deren fragwürdige "Moral" Kohle lautet - zu beschützen.

w, 33
 
  • #36
@#32
Ich bin kein Familienrechtler, aber ich glaube, dass Du da ein bisschen falsch liegst. Nicht die Sittlichkeit begrenzt die von Dir gewünschten Regelungen, sondern allenfalls das grundrechtliche Gebot der persönlichen Freiheit. Die guten Sitten spielen nach meinem Wissen nur insofern eine Rolle, dass die Sittenwidrigkeit eine Grenze darstellt, wenn es darum geht, zu verhindern, dass ein Ehepartner den anderen über den Tisch zieht.

Und auch Deine Argumentation mit dem finanziellen Schaden will mir nicht so richtig einleuchten. Soweit ein solcher überhaupt eintritt, geschieht dies entweder auf der Basis eines zwischen den Ehepartner geschlossenen Ehevertrages oder aufgrund der gesetzlichen Regelungen. Das schließt einen Schaden per Definition eigentlich aus.
 
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Gast

  • #37
27 @ 29 Tja, siri, wer das als Dritte im Bunde mal erlebt hat, daß ein Kerl es wieder und immer wieder versucht... der kommt zu so einem Schluß. Endgültig hat nur geholfen, den Kontakt zu untersagen/untersagen zu lassen ;-)

Nein, natürlich bin ich nicht für staatliches Einschreiten. Finde aber trotzdem, daß sich manche Ehefrauen nach dem x-ten Kind echt gehen lassen und ihn nur noch als Brötchenverdiener sehen. Die brauchen sich dann nicht wundern - das ist Realität, wenn der Kerl sich anderweitig umsieht.
 
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Gast

  • #38
@34
Aber der Staat schützt mich ebenso, wenn ich beim Autokauf offensichtlich über den Tisch gezogen wurde. In dem Fall sind auch erwachsene Personen einen Vertrag eingegangen und der Vertragsbrüchige kann haftbar gemacht werden.

Warum ist das so teuer wie erwähnt wurde? Was ist daran teurer als eine Anzeige wegen Körperverletzung z.B.?

@24
Auch wenn es gravierendere Dinge gibt könnte man Fremdgehen bestrafen. Das Eine schließt das Andere nicht aus, zumal das Fremdgehen wohl eher beweisbar ist. Es müsste ja keiner solch einen Fall anzeigen. Wenn der Betrogene weiterhin diese Ehe führen möchte wird ihn keiner daran hintern.

@22
Nein, die Wunden macht es nicht weg. Aber wenn man immer so argumentiert, würde es keine Geld oder - Gefängnisstrafen geben. Bei einer Verurteilung ist das Kind immer schon in den Brunnen gefallen.
Selbst wenn die Zahl die Zahl der Fremdgeher nicht zurückgeht, bekommt der Betrogene wenigstens etwas Geld für das Fehlverhalten.
 
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Gast

  • #39
Die Idee finde ich putzig.
Um zu einer Gefängnisstrafe verurteilt zu werden, muss es eine Gerichtsverhandlung geben. Ein Urteil kann aber nur gesprochen werden, wenn es eine eindeutige Beweislage gibt.
Sollen die Nachbarn aussagen, sie hätten Geräusche gehört ? Was ?

Da Ehebruch, wie ja Sex überhaupt, selten in der Öffentlichkeit vor Publikum stattfindet, sondern hinter verschlossenen Türen, dürfte es schwer werden, irgendetwas zu beweisen.

w49
 
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Gast

  • #40
Nachtrag:
.....und ich glaube nicht, dass es in den Knästen genug Platz gäbe für all die Ehebrecher.
Dann müsste man neue Gefängnisse bauen. Was das kostet ! Wo wir doch sowieso schon so eine hohe Staatsverschuldung haben. hihi - Witz aus.
w49
 
  • #41
@#37
Siehst Du, das ist eben der unterschied zwischen einem Autokauf und einer Ehe. Das eine ist ein schuldrechtlicher Vertrag, der auf den Austausch von Leistung und Gegenleistung gerichtet ist, und das andere eben nicht. Diesem misslichen Unterschied kann man nur aus dem Wege gehen, indem man nur noch käufliche Liebe konsumiert. Ich weiß zwar nicht, ob ich ein solches Mandat übernehmen würde, aber spannend wäre es bestimmt.
 
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  • #42
@Frederika (2 und 32)

Zum Thema Wirtschaftsgemeinschaft: Hier sieht der Gesetzgeber Ausgleich in Form der wirtschaftlichen Auseinandersetzung je nach Güterstand vor. Das Gleiche passiert in anderen Wirtschaftsgesellschaften auch. Ich sehe nicht die Notwendigkeit einer strafrechtlichen Sanktionierung. Wenn mir als GbR-Gesellschafter meine Partner nicht mehr gefallen, trete ich eben aus. In der Ehe heisst das "Zerrüttungsprinzip" und die Folge "Scheidung". Für die Zerrüttung spielt der Zeitpunkt, zu dem sie eingetreten ist, keine Rolle. Weder Ehe- noch andere Gesellschaftsverträge sind strafbewehrt. Betrug und Untreue (im wirtschaftlichen Sinne) sind immer strafbar, egal, ob sie sich unter Eheleuten, in einer GbR oder sonstwie abspielen.

Zum Thema Krankheiten: Körperverletzung ist auch unter Eheleuten strafbar, auch solche, die durch Ansteckung mit einer Krankheit erfolgt. Ich sehe keinen Handlungsbedarf für zusätzliche Straftatbestände.

Eine praktische Frage, die vielleicht zum Verständnis meiner Position hilft:
Bis wann soll Deiner Meinung nach der Ehebruch strafbar sein?
a) Solange nicht einer von beiden gesagt hat: "Ich liebe dich nicht mehr."
b) Solange nicht einer von beiden gesagt hat: "Ich trenne mich von Dir."
c) Solange nicht einer von beiden den Scheidungsantrag gestellt hat.
d) Ab Rechtskraft des Scheidungsurteils.
 
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  • #43
Ich bin zwar kein Jurist, aber jeder Mensch hat doch (zumindest hier in Deutschland) ein Recht auf sexuelle Selbstbestimmung. Oder nicht? Das wissen die echten Juristen besser.
Das Recht auf sexuelle Selbstbestimmung hört aber nicht auf, nur weil man heiratet. Wenn also einer fremdgeht, hat er sein Treueversprechen dem Ehepartner gegenüber gebrochen. Punkt. Mehr aber auch nicht. Ein Verbrechen liegt auf keinen Fall vor.
Ich bin immer wieder geschockt, wenn ich von Urteilen und deren Vollstreckung in einigen Ländern in der Zeitung lese. Das kann sich doch hier niemand ernsthaft wünschen. Klar, als betrogene Ehefrau würde ich dem Fremdgänger auch die Pest an den Hals wünschen. Aber wenn ich mir vorstelle, eines meiner Kinder würde wegen Ehebruchs ausgepeitscht oder gesteinigt oder käme dafür ins Gefängnis, fände ich das maßlos übertrieben.
 
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  • #44
@42:
Und sexuelle Selbstbestimmung ist auch nicht vertraglich abdingbar - sonst wären wir auch wieder bei "eheliche Pflichten erfüllen".
 
  • #45
@#41: Nein, der Gesetzgeber sieht keinen Schadensersatz vor, sondern lediglich die Aufteilung des vorhandenen Vermögens. Und im schlimmsten Falle hat der Fremdgeher auch noch Anspruch auf Unterhalt vom Betrogenen... DAS ist dann der echte lebenslange Schaden.

Zu nachgestellten Frage: b) soweit nachweisbar (damit ggf. c).
 
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Gast

  • #46
Diese Idee macht ja nur dann Sinn, wenn das Fremdgehen auch zur Scheidung führt. Führt es nicht zur Scheidung entsteht kein finanzieller Schaden, für den der Fremdgehende bestraft werden sollte.

Wie sollen dann die Fälle geregelt werden, in denen ein Paar, nachdem einer der beiden fremdging, glücklich und zufrieden weiterleben?

Sollten alle Eheleute, die sich einmal untreu waren, gesetzlich oder vertraglich zur Scheidung verpflichtet (Ehe) werden?

w28
 
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Gast

  • #47
@#45: Nullo actore, nullus iudex - Wo kein Kläger, da kein Richter.

w/48
 
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Gast

  • #48
Ganz abgesehen davon dass die Frage schon skurril ist, die meisten Antworten darauf sind es auf alle Fälle.

Wo leben wir eigentlich? Hallo, im 21. Jahrhundert!! Ehebruch unter Strafe stellen, sag mal vor was haben eigentlich die meisten hier Angst? Vorm Leben? Ja es gibt Ehebruch, aber sich deshalb als Richter aufspielen wollen. <MOD: Wortwahl beachten!>

w (45)
 
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  • #49
@#46

Der Betrogene ist aber nicht der Kläger, sondern der Staat (Staatsanwalt) erhebt Anklage. Viele Straftaten werden nicht nur dann zur Anklage gebracht, wenn der Geschädigte Anzeige erstattet, sondern ohne eine entsprechende Anzeige.

w28
 
  • #50
@#48: Na ja, juristische Finessen wie die Unterscheidung von Antrags- und Offizialsdelikten oder das Vorliegen besonderen öffentlichen Interesses ist hier im Thread ja wohl nicht von Belang. Es geht ja eher um die durchaus PROVOKANTE und THEORETISCHE These, ob Ehebruch und Fremdgehen nicht größeren Schaden verursacht als manch eine akzeptierte Straftat -- und das kann man bejahen.

Ich denke, diesen Thread sollte mit einem Körnchen Witz betrachten und dann erkennen, dass es in Deutschland sicherlich nicht so weit kommen wird, aber es so absurd auch wieder nicht ist. Traurig genug ist aber, dass es nicht nur nicht verfolgt wird, sondern das Opfer teilweise noch jahrelang für den Täter zahlen muss. Das wiederum halte ich für ein Justizverbrechen.
 
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Gast

  • #51
@45,48
Es gibt auch Straftaten, die nur auf Antrag des Geschädigten verfolgt werden. (z.B. Beleidigung)
 
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  • #52
ich habe mir vor kurzem folgende Gedanken gemacht.

Wenn in unserer gesellschaft die "TREUE" d.h. das "Familiengefägnis" nicht Bestandteil des Hochzeitvertrages wäre, wären wir dann vielleicht viel treuer, offener, weniger egositisch, bemühter, da nicht alles so selbstverständlich ist.

Steht da nicht sowas wie "eheliche Pflichten" in den Gesetzbüchern? - so ein Käse!! falls das stimmt - und dann - "Gewalt in der Ehe". - Der Grund für den Ausbruch liegt doch meist woanders.

Ich bin sogar der Meinung - Ehe sollte nur für eine bestimmte Zeit geschlossen werden. Ca. 5 Jahre - Was würden die fehlenden Einnahmen da den Staat kosten ;-) - wird wohl nichts werden. - Da müsste vorher schon über vieles nachgedacht werden z.B. Geht Frau arbeiten oder wird sie abhängig usw.

Die heutige Zeit ist so schnelllebig. Nur die Gesetze sind noch aus der Steinzeit - das kann doch nicht gut gehen. Dient doch nur dem Staat.

Natürlich träume ich auch von "Der Beziehung für´s Leben". Aber eins weis ich heute - das ich nicht sicher sein kann und will was mich in 5 Jahren interessiert. Und zum Glück kann man in der jetzigen Zeit so viel probieren, lernen und ewig neugierig sein - aber sieht das dann beim Partner gerade auch so aus???? - Oder vielleicht ist es umgekehrt.

w42
 
G

Gast

  • #53
Die 20 nochmal:
[Mod.= gelöscht, absolut an der Fragestellung vorbei.]

Aber mal im Ernst, bestraft werden kann, was gesetzlich verboten ist. Fremdgehen ist es nicht. Wo ist auch der gesetzlich geschätzte Sachverhalt, den Fremdgehen zerstört? Bei uns gibt es keine gesetzlich verankerte Pflicht, andere glücklich zu machen oder die nicht unglücklich zu machen. Und das ist auch gut so. Damit will ich nicht wagen, dass ich fremd zu gehen gedenke. Aber stellt Euch mal die heutigen Scheidungskriege vor, wenn dann auch noch einer daher käme mit "Ach ja, und fremd gegangen ist er/sie damals auch noch, fällt mir gerade ein".
 
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Gast

  • #54
@52
Genau darum geht es ja: eine gesetzliche Grundlage schaffen. Es gibt zwar keine Pflicht andere glücklich zu machen, aber es gibt gesetzliche Strafen, wenn man andere verletzt.

Wenn derjenige beweisen kann, dass man fremdgegangen ist, warum das nicht in den Scheidungskrieg einbeziehen?
 
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Gast

  • #55
an FS:
wenn man Fremdgehen bestrafen würde, würde kein Mensch mehr heiraten! Ist das das Ziel?
 
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Gast

  • #56
Fremdgehen in der Ehe würde ich bestrafen,gekoppelt mit der Anspruchhöhe des Zugewinnausgleiches und Unterhalts.Wer nicht treu ist,geht mit weniger bis nichts in sein eigenes Neuland-egal welcher Status ob Verdiener oder Hausmann/frau-Männlein oder Weiblein.
Wer treu ist hat am ende auch mehr-eventuell sogar doppelt,nämlich alles-(den Teil vom anderen mit)-weil die Ehe dann sicher eher weiter besteht.
...dieses Risiko muß dann jeder selbst abschätzen-bis das der Tod euch scheidet.

m48
 
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Gast

  • #57
Ich würde Aufseher im Frauenknast,die wären dann auch maßlos überfüllt-"Härte" kommt immer gut an;-)!
Die Einseitigkeit der Gesetzeslage und deren Aus/Nutzer lässt uns so Philosophieren-traurig und irgendwann diskutieren wir über Fallbeil und Henker zu diesm Thema.
Manchmal sind unsere Möglichkeiten Sex zu haben größer als unsere tatsächlichen Bedürfnisse-und viele greifen zu.Viele Frauen geben sich an dem einen Tisch bis obenhin "zugeknöpft" und wackeln am Anderen ,mit dem "A..sch".Die Konsumgesellschaft macht es uns vor,den moralischen Zeigefinger erhoben,aber zur Schnäppchenjagd animieren.

m48
 
M

Mooseba

  • #58
Ich habe aus purer Faulheit nicht alle Beiträge gelesen. Aber wurde eigentlich schon die Motivfrage erwähnt? Wenn einer aus purer Not klaut, wird das anders bestraft als wenn er dies aus reiner Gier tut. Mordet jemand aus Rache mit Tunnelblick, bekommt er auch eine geringere Strafe als jemand, der kühl, logisch und komplett moralbefreit vorgeht.

Geht er aus reiner Sexsucht fremd oder weil sie sich ihm ständig verweigert? Geht sie fremd, weil sie sich langweilt oder weil er sich beim Sex nie Mühe gibt bzw. der Sex mit ihm deutlich kürzer ist als die Zigarette danach? Wie würde man diese Motive juristisch bewerten?

Vielleicht wäre es möglich, dies bei einer Scheidung und bei der Unterhaltsregelung etwas zu berücksichtigen. Wenn er fremdgegangen ist, muss er noch einige Euro für sie drauflegen und wenn sie es getan hat, muss sie mit deutlich weniger Geld von ihm klarkommen (in #55 wird das bereits erwähnt). Aber das sollte alles sein, wo das Fremdgehen juristisch relevant ist.

Diese Diskussion ist leider viel zu gefühlsgesteuert und so dürfen in einem modernen Rechtsstaat keine Strafgesetze erlassen werden. Die ewige Diskussion um die Todesstrafe - vor allem für Kinderschänder - ist vergleichbar. Es geht bei der Rechtssprechung auch und vor allem um den Rechtsfrieden, es geht darum, dass die Gesellschaft funktioniert und Sicherheit herrscht. Es geht nicht um die Genugtuung oder gar Rache der Opfer. Oft sind die Strafgesetze, die nach langen emotionalen Debatten erlassen werden, nicht sehr tauglich und hilfreich - z.B. bei der Wirtschaftskriminalität, wo sie vor allem nur mehr Bürokratie verursachen.

m, 28
 
  • #59
Selbst als Betroffener (Betrogener und danach hat Sie finanziel rausgeholt was ging) stell ich mir das gruselig vor. Der Staat mischt sich für meinen Geschmack eh schon viel zu viel in unser Leben ein.

Nein, der Staat kann eben nicht alles besser. Und das würde geradewegs in den Orwellschen Überwachungsstaat führen.

Glaubt Ihr denn wirklich dass die Schuldfrage abgeschafft wurde um gerechter zu sein oder gar dass der Statt sich aus dem Privaten Leben der Bürger raushalten wollte? Nein, es ging einzig und alleine darum die Verfahren zu vereinfachen und zu verkürzen und damit nicht ungebremst neue Richter ernennen zu müssen um der Klageflut Herr zu werden.

Und glaubt mir, ich hätts schon klasse gefunden der Fremdpopperin weniger Geld hinterherwerfen zu müssen. .
 
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Gast

  • #60
@#54: Nein, es würden nur noch die Menschen heiraten, für die Treue innerhalb einer Partnerschaft ein hoher Wert ist. Ich finde das ein sehr angenehmes Unterscheidungsmerkmal.

Vermutlich würden die meisten Personen dann in höherem Alter heiraten, was ich aus vielerlei Gründen (beide können sich erst beruflich etablieren, Scheidungsfolgenkosten sind für beide Beteiligten geringer etc.) sehr vernünftig finde.

w/48
 
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