Status
Es sind keine weiteren Antworten möglich.
G

Gast

  • #1

Gefängnisstrafe für Ehebruch?

Ich wurde gestern in eine Diskussion verwickelt, in der eine Dame die Ansicht vertrat, Fremdgeher sollten offiziell durch den Staat bestraft werden. Sie hielt dabei Gefängnisstrafen für angemessen, weil die Folgen für die Betrogene und eventuell für die Kinder erheblich seien. Sie ist ca. 45++, recht frauenbewegt und seit mehreren Jahren geschieden, weil ihr Mann wohl öfters fremdging. Wie denkt Ihr darüber? Falls Ja, welche Strafen findet Ihr angemessen?
 
  • #2
da es genug Menschen gibt, die Treue und Betrug nicht so schlimm finden, und auch Beziehungen und Ehen mit solchen Menschen aufrecht erhalten, wieso sollte man das bestrafen. Es ist auch nicht der Betrug und das Fremdgehen an sich worunter die Ehe und die Kinder letztlich leiden, sondern wie die Partner mit einander umgehen. Ein Paar was respektvoll mit einander umgeht und bei denen Ehrlichkeit und Offenheit wichtig ist, da wäre so was nicht so schlimm. Schlimm ist wie die Partner dann über und miteinander sprechen und wie sie gegenseitig die Kinder in diesen Ehekonflikt mit rein ziehen. Auch ohne Ehe kann man ein gutes Elternpaar sein und gemeinsam Kinder groß ziehen ohne seelische Schäden bei den Kindern zu verursachen
 
  • #3
Ich fände es richtig, wenn Fremdgehen und Ehebruch bestraft werden würden.

1. Die Ehe ist eine sehr weitreichende Wirtschaftsgemeinschaft und für viele Menschen wahrscheinlich die finanziell folgenreichste Entscheidung ihres Lebens (auch wenn es gut geht). Das Gefährden und Zerrütten dieser Wirtschaftsgemeinschaft vernichtet im allgemeinen erhebliche Werte. -- Insofern ist nicht einzusehen, dass schon Kleindiebstahl härter bestraft wird, von Steuerhinterziehung und Betrug ganz zu schweigen. Eine aufgrund von Fremdgehen zerrüttete Ehe verursacht im allgemeinen höhere Schäden als die vorgenannten Straftaten.

2. Fremdgehen verursacht erhebliche gesundheitliche Gefahren. Schon die Gefährdung selbst sollte strafbar sein, aber spätestens beim nachweisbaren Infizieren mit sexuell übertragbaren Krankheiten sollten harte Strafen folgen, insbesondere bei unheilbaren (HIV, HPV, Herpes genitalis, ...). Es ist nicht einzusehen, warum diese Form der zum Teil extremen Körperverletzung weniger bestraft wird als beispielsweise häusliche Gewalt oder Vergewaltigung.

3. Auch wer nicht fremdgeht, sondern umgekehrt durch Ehebruch andere Ehe gefährdert und zerrüttet, sollte bestraft werden. Dies ist ebenso mit wirtschaftlichem Betrug und im Ansteckunsgfall mit Körperverletzung gleichzusetzen.

Dass Fremdgehen und Ehebruch nicht strafbar sind, ist eigentlich eine Schande für ein zivilisiertes Land. (Nachtrag: Wohlgemerkt, es geht um Geldstrafen und Vorbestraftsein, nicht um archaische Strafen wie Steinigung.)

Niemand muss heiraten. Jeder darf sich trennen. Aber während der Vertrag gilt, müssen Verstöße eben auch geahndet werden.
 
G

Gast

  • #4
Wäre nicht besser eine Bestrafung, die dem Fremdgänger dasselbe Gefühl vermittelt, wie es die betrogene Ehefrau mitsamt den Sorgen für die Kinder hat(te)?
 
G

Gast

  • #5
google mal nach Gefängisstrafe Ehebruch.

Der Fall ist doch im Iran erst da: Steinigung wegen Ehebruch. Brauchen wir das auch ?

Und wie handhabst den Fall, daß Mann und Frau einvernehmlich in den Swinger Club gehen und wenn jeder mit einem / einer Fremden Sex haben im Einverständnis des andern ?

Und wie bestrafst denjenigen, der ahnungslos jemand trifft und mit ihm Sex hat ? soll der erst sich den Personalausweis zeigen lassen und beim Einwohnermeldeamt nachfragen ob der andere verheiratet is ?

Ich denke mal eher, daß sie mit ihrem Leben und ihrer Vergangenheit weder klarkommt noch damit abgeschlossen hat.

im übrigen:

http://www.elitepartner.de/forum/fremdgehen-und-ehebruch-als-straftat-einfuehren.html

und:

niemand muß heiraten und jeder kann einen Ehevertrag schließen um die Folgen der Trennung abzumildern und zu erleichtern.
 
G

Gast

  • #6
Wo bitte soll der Staat sich denn noch überall einmischen?

Und vor allem - wer soll das bezahlen? Aber ihr alle, die er moralisch so perfekt seid, ihr zahlt sicher gern dafür!

Und @ 3 ........... seit wann gehen nur Männer fremd?

w, 47 noch nie fremd gegangen, und an dem was andere in ihren Beziehungen tun völlig uninteressiert. Das ist nämlich deren Sache!
 
G

Gast

  • #7
Na da wären unsere Gefängnisse aber voll.
Wir leben in Deutschland im 21-Jahrhundert.
 
G

Gast

  • #8
Meine Antwort: NEIN. Zum Glück haben wir ein Grundgesetz.
Ich wusste nicht das es Menschen in D gibt die solche Ansichten haben.
Dann stellen wir uns auf eine Stufe mit totalitären Regimen wie im Iran und Saudi Arabien.
Eine Anwendung solcher Gesetze finde ich absolut unpraktikabel und weltfremd.
So lange in einer Beziehung kein Verstoss gegen aktuelle Gesetze geschieht ist Sex eine Privatangelegenheit aus der sich der Staat weitestgehend heraushalten sollte.-

Ich vermute das zu leichtfertig geheiratet wird.
Dann währe es besser das die Zahl der Eheschliessungen zurückging.

In so manchen "wilden" Ehe sind die Partner einander treuer als bei einem "richtigen" Ehepaar.
Ich würde eine Ehe die für einen bestimmten Zeitraum geschlossen wird sinnvoll finden.
Der sollte u.a. von dem Vorhandensein von Kindern abhängig sein. M 53J
 
G

Gast

  • #9
Ach was, zumindest für Frauen ist die heutige Regelung besser:
- Frau poppt fremd
- Ehe scheitert
- Frau sahnt ab

Was will Deine frauenbewegte Freundin denn daran ändern, ist doch klasse so.
 
G

Gast

  • #10
Noch mal #7
Dies ist interessant:
Die dunkle Seite des Ehebruchs
http://www.oezbay.com/ehebruch.html.

Wenn der Staat schon in den Hosen herumwühlt dann sollten die Gesetze gegen kriminelle sexuelle Machenschaften einiger Kirchenmitarbeiter mit Gefängniss bestraft werden. M 53J
 
G

Gast

  • #11
Ja klar, Steinigung fände ich auch angemessen.
Nein im ernst - die Vorstellungen Untreue unter Strafe zu stellen kann doch nicht Euer Ernst sein.
Da ist überhaupt nichts zu Ende gedacht. Erstmal nützen Strafen nicht wirklich. Sieht man doch in den Ländern wo Ehebruch unter Strafe steht.
Natürlich kann Ehebruch für den Betroffenen eine erhebliche Verletzung (seelischer Übergriff) bedeuten, mehr als ein Diebstahl. Aber was ist denn dann mit Liebesentzug oder wenn der Sex verweigert wird? Müsste ja dann auch bestraft werden. Alle diese Handlungen sind die Ausübung eines grundsätzlichem Freiheitsrechts, was wir Gott sei Dank hier genießen.
Die Überschreitung der moralischen und ethischen Ordnung wird ja gerade nicht (weil wir ein zivilisiertes Land sind) verfolgt, da es den Nähebereich der Menschen betrifft und nicht verallgemeinerbar ist. Hier kann nur bestraft werden durch Ausgrenzung, Verächtlichmachung und dies passiert ja auch. Also jemand der Fremdgeht und es kommt raus - der wird schon bestraft nur halt nicht durch ein Strafgesetz.
Also ich finde es eine Schande für ziviliserte Leute, dass sie diese schräge Idee haben, Fremdgehen unter gesetzliche Strafe zu stellen.
Manchmal bin ich froh, dass wir hier keine Volksabstimmung haben.
w/62
 
  • #12
Na ja, also ganz von der Hand zu weisen sind Frederikas Argumente nicht.

Hier redet sicher niemand von Steinigung oder ähnlichen Strafen, aber Fakt ist auch, dass Fremdgehen negative finanzielle und im schlimmsten Fall gesundheitliche Konsequenzen für den Betrogenen/ die Betrogene hat. Wer absichtlich oder grob fahrlässig einem anderen Menschen finanziellen oder gesundheitlichen Schaden zufügt, macht sich in einem Rechtstaat strafbar und/oder schadenersatzprflichtig. Von daher liegt es schon nahe, über eine Bestrafung nachzudenken.

Im Moment ist die Rechtslage sicher mehr als unbefriedigend. Ich denke da nur an den Klassiker: Frau betrügt Mann, Mann lässt sich scheiden und darf dann auch noch für die Frau zahlen. Ergo: Frau geht fremd und wird finanziell dafür belohnt. (das gibt es natürlich auch mit vertauschten Geschlechtern und anderen Konstellationen, war nur als Beispiel gedacht)

Offene Ehen, Besuche von Swinger Clubs etc. sind Abweichungen vom "normalen" Zweck der Ehe und könnten dann entsprechend zwischen den Ehepartnern schriftlich vereinbart werden, um rechtlich Folgen des Ehebruchs zu vermeiden. Also rechtlich darstellbar wäre das alles sicherlich.

Aber jemanden zu bestrafen, der durch Ehebruch eine andere Ehe gefährdet, halte ich für wenig praktikbel (wie will man nachweisen, das der/diejenige davon gewusst hat, dass das Date verheiratet ist?)

Ich habe keine wirklich abschließende Meinung zu diesem Thema, bin aber gespannt, was andere hier schreiben. Vor allem die Meinung von Juristen würde mich interessieren.

m38
 
G

Gast

  • #13
Gefängnisstrafe für Ehebruch?
Wer soll denn diese Kosten tragen für Gefängnisaufenthalt und dafür, dass die Arbeitskraft nicht mehr prduktiv am Arbeitsplatz erscheinen kann, Einbußen im Bruttosozialprodukt ....usw.

Ich bin noch nie fremd gegangen, bin auch schon mehrfach von verschiedenen Partnern betrogen worden und verachte Männer dafür. Mir ist es auch egal, ob verheiratet oder nicht, für mich ist das persönlich als Betroffene kein großer Unterschied. Ich würde aber auch nicht jeden Partner nun sofort heiraten wollen, nur um ihn rechtlich vom fremd gehen abhalten zu können, was am Ende sowieso nicht funktionieren wird.
Wahrscheinlich heiratet dann niemand mehr ... was mir übrigens total egal wäre, ich wollte noch nie heiraten und habe das auch weiterhin nicht vor (und bin auch schon MItte 40).

Wenn Partner die vertragliche Vereinbarung des gegenseitigen Fremdgehverbots in der Ehe "entschädigt" sehen wollen, dann empfehle ich das in einem Ehevertrag mit gegenseitigen Entschädigungssummen festzuhalten für den Fall, dass der andere beim Fremdgehen erwischt wird. Die Entschädigung kann man sich ja dann als Geschädigte/r versuchen, zivilrechtlich einzuklagen.

Dass einige hier Gefängnisstrafe für Untreue befürworten ... das sind ja fundamentalistische Rechtsgedanken.
 
G

Gast

  • #14
Wenn wir Frederikas Argumente weiterspinnen, dann müssten wir mindestens wieder ins vorletzte Jahrhundert zurück.
Nicht das Fremdgehen bringt einen wirtschaftlichen Schaden sondern die Scheidung. Und Gründe für Scheidungen gibt es genügend.
Beispiel: Der Mann tyrannisiert Frau und Kinder, zwar nicht körperlich, das wäre ja strafbar, aber emotional. Er verweigert ihre jede Zärtlichkeit und behandelt sie wie eine Sklavin.
Die Frau geht einmal fremd.
Wer hat nun eine größere Schuld auf sich geladen? In "Vertrag" steht auch "willst du sie lieben und ehren..."
Und wie sollen das denn überhaupt gehen? Da müsste man dann Beiweise sichern, Privatdetektiv anheuern, vor Gericht gehen usw. , das kostet schonmal eine ganze Menge Geld, denn es reicht ja nicht, einfach nur jemanden zu beschuldigen. Wie sieht es da mit der wirtschaftlichen Belastung aus? Wer kann sich das leisten? Oder soll das der Staat zahlen?
Und wie sollen die Strafen aussehen? Steinigen? An den Pranger stellen? Gefängnis? Geldstrafe? Und wenn es eine Hausfrau mit 3 Kindern trifft? Toll, sie kommt dann ins Gefängnis, weil sie ja kein Geld hat und die Kids kommen ins Heim.
Tolle Idee *kopfschüttel*

w 55
 
  • #15
Praktische Frage an die Befürworter: Sollten die Staatsanwaltschaften beim Verdacht auf Ehebruch zur Videoüberwachung von Schlafzimmern befugt sein, in denen Tathandlungen begangen werden könnten?

Und wenn wir bei der Verpflichtung zur Einhaltung der vertraglichen Ehepflichten sind: Sollte der wechselseitige Anspruch der Ehegatten auf Geschlechtsverkehr (§ 1353 Abs. 1 BGB) als Anspruch auf eine unvertretbare Handlung in Zukunft nach § 888 ZPO im Wege der Festsetzung von Zwangsgeld und ggf. Zwangshaft vollstreckbar sein?

Fremdgehen mag man – je nach den konkreten Umständen – moralisch für mehr oder weniger verwerflich halten; eine Straftat darf es in einem Rechtsstaat ganz sicher nicht darstellen.

Ich halte es im übrigen auch für einen zivilisatorischen Fortschritt, daß bei der Ehescheidung nur noch die Zerrüttung festgestellt, aber nicht mehr die Verschuldensfrage geklärt werden muß.
 
G

Gast

  • #16
Liebe Fragestellerin, lieber Fragesteller, ich fände eine Bewährungsstrafe angemessen und die Ableistung von Arbeitsstunden in einer Institution die dem Gemeinwohl dient. Allerdings gehe ich davon aus, dass dann die Zahl der Eheschließungen (weiter?) sinken würde und das ist sicherlich nicht im Sinne des Gesetzgebers.

Außerdem fände ich es gut, wenn solche Leute keine öffentlichen Ämter bekleiden dürften und ihren Beamtenstatus verlieren würden, aber auch dies ist wohl nicht gewünscht.

w/48
 
G

Gast

  • #17
Unter den Befürwortern sind Promovierte warmherzige Menschen, die zu großer Empathie fähig sind...ich frage mich, wie das alles zusammen passen soll.

Gut, dass der Staat sich immer mehr aus diesen Privatdingen raushält.
Die Kosten dafür wären wesentlich höher als der Schaden, der entsteht, wenn ein Partner betrogen wird.
 
G

Gast

  • #18
Kurze Korrektur zu #14 :

§ 1353 (1) betrifft die eheliche Lebensgemeinschaft und lautet:
"Eheliche Lebensgemeinschaft.(1) Die Ehe wird auf Lebenszeit geschlossen.

Die Ehegatten sind einander zur ehelichen Lebensgemeinschaft verpflichtet; sie tragen füreinander Verantwortung."

Ein Anspruch auf GV steht da meiner Erinnerung nach nicht drin.

Verflixt, wo ist Volljurist?
 
  • #19
Na klar, Handabhacken und Kastrieren ist das Mindeste...

Sag mal, Fragesteller/in, in welchem Land leben wir eigentlich? Iran? Saudi-Arabien? Ich bitte doch dringend diejenigen, die solche Fragen stellen, sich mal eine halbe Stunde ins Internet zu hängen und die einschlägigen und anhängigen Fälle dort zu studieren.
Und dann bitte auf die Knie vor Dankbarkeit, solche Verhältnisse hier NICHT zu haben.
Manchmal denke ich, es gehen die Themen aus, als daß man mit Fragestellungen provozieren muß.
 
G

Gast

  • #20
So ein Schwachsinn! Wenn man Fremdgehen bestrafen würde, wären es die Kinder, falls vorhanden, die nur noch mehr leiden würden.
An Frederika: eben, niemand muss heiraten - und so naiv kann man garnicht sein, davon auszugehen, dass Fremdgehen in einer Beziehung nie vorkommen könnte.
w
 
G

Gast

  • #21
Ehebruch unter Strafe zu stellen, hieße praktisch, bei Ehescheidungen das Schuldprinzip wieder einzuführen. Zum Glück haben wir das hinter uns. Ich finde es richtig, das der Staat zwei verheirateten quasi sagt "kommt gefälligst gemeinsam miteinander zurecht" und nur für eine einigermaßen gerechte Trennung sorgt, falls es denn so sein soll. Alles andere wäre eine unerträgliche Einmischung ins Intimleben der Leute.
Im übrigen kann ich heute meinen Ehepartner jederzeit verlassen, einfach ausziehen, und mich nach einem Trennungsjahr scheiden lassen. Da wird sie nicht mal gefragt. Ist das schöner? Soll das auch strafbar sein oder verboten werden?
Vielleicht zeigt der Wunsch nach Bestrafung eines Ehebruchs einfach den Wunsch, der Staat möge möglichst alle Probleme verhindern. Aber sollten die Leute nicht dazu gebracht werden, ihre zwischenmenschlichen Probleme selber iun die Hand zu nehmen?
 
G

Gast

  • #22
Wenn es auch ein Gesetz gibt, das dafür sorgt, daß sich

+die Frau nicht gehen lässt
+nicht herrisch oder zickig ist
+den Sex nicht verweigert

kann man gerne darüber reden - sofern die vorigen staatlichen Maßnahmen bei der Ehefrau nichts gebracht haben ;)
 
  • #23
Also wirklich ... ich bin einfach nur platt.
Wie kann man denn ernsthaft so ein Ansinnen haben und äußern?
Ich kann nur folgern, dass diese Dame das Erleben bezüglich ihres Ex-Mannes ((bisher) noch) nicht verarbeitet hat.
So eine Forderung kann doch nicht wirklich ernst gemeint sein.
Unvorstellbar.
Ist ja mittelalterlich.
Es scheint mir eher, dass dieser Wunsch/diese Haltung der Dame einem Gefühl des Hasses auf diesen Mann bzw. einem Gefühl der Rache entspringt.
Bei allem Verständnis dafür, was Fremdgehen bei der betrogenen Person auslösen/bewirken kann ... und ja, es können auch Kinder unter die Folgen kommen ,,, aber 'per Gesetz bestrafen' kann nicht die Lösung sein ... für Fremdgänger.
Und heilt es wirklich die entstandene Wunde, macht es die Verletzung ungeschehen?
Geht es nicht nur um eine Form der Genugtuung?
Und ich glaube nicht, dass Gesetze, die solches ahnden würden, entsprechenden Personenkreis vom Fremdgehen abhalten könnten.
Dann dürfte es insgesamt ruhig und still und friedlich und harmonisch in unserem Land zugehen, da es ja schon für alles Mögliche Gesetze gibt, die Anwendung finden.
Es wird trotz allem weiterhin gestohlen, betrogen, gemordet und und und ...
Alles mal ganz ruhig, ein paar Gänge runterschalten und sachlich daran gehen.
 
G

Gast

  • #24
<MOD: Nicht hilfreich.>
 
G

Gast

  • #25
Ein etwas anderer Blick auf die Fragestellung:

Psychische Gewalt erniedrigt und nimmt die Selbstachtung. Ein Mensch kann einen anderen durch wiederkehrendes psychisches Quälen gar vernichten. Durch scheinbar harmlose Anspielungen, durch versteckte Feindseligkeiten, durch Lügen und Demütigungen kann man Menschen, die einen lieben, zugrunde richten.

Das Problem:

Diese Form von Gewalt, die weitaus schmerzvoller als physische Gewalt oder ein finanzieller Verlust sein kann, ist zumeist für Dritte nicht greif- und beweisbar. Und somit nicht justiziabel. Das Fremdgehen selber ist ja mitunter beweisbar, aber letztlich doch nur die Spitze des Eisberges oder gar ein einmaliger Fehltritt. Was ist gravierender? Monatelange oder gar jahrelange pervide psychische Gewalt oder einmaliges Fremdgehen? Oder wie sieht's aus, wenn das Opfer irgendwann ausbricht und in die Arme eines anderen flüchtet? Natürlich kann man bei der zuletzt genannten Frage antworten: erst trennen, dann in die Arme eines anderen. Aber die Melodie, die das Leben zuweilen spielt, ist mitunter etwas komplexer.

Es gibt mitunter auch eindeutige Fälle, wo ein Partner den anderen einfach betrügt. Das ist äußerst bitter für den Betrogenen, rechtfertigt aber nicht die vom FS zur Diskussion gestellte Bestrafung, da sie, wie oben dargestellt, oftmals ins Leere laufen würde und die vermeintlich klaren Fälle eben nicht so häufig anzutreffen sind.

Im Übrigen glaube ich, dass Liebe eine Kategorie bleiben sollte, die nicht ökonomisiert werden sollte. Es ist eine freiwillige Übereinkunft, ein Gefühl, das aus dem Herzen erwächst.

Ein letzter Punkt: Es gibt durchaus Beziehungen, die auch nach einem Betrug und entsprechender Zeit des Bereuens sowie des Verzeihens wieder eine wunderbare Intensiterlangt haben. Wenn das unumstößliche Prinzip, sofort trennen immer Anwendung finden würde, hätte auch so manches sehr Wertvolles nie wieder eine Chance zum Wachsen bekommen.

Eine glückliche langjährige und innige Beziehung lässt sich nicht durch Regularien erzwingen. Die Versuche gab es schon in der Vergangenheit ...
 
G

Gast

  • #26
Liebe Foristen, niemand spricht sich hier für "Kastration", "Steinigung", "Handabhacken" etc. aus. Meiner Meinung nach ist es jedoch sehr interessant, dass wie so oft genau die Personen, die sich gegen eine Ahndung meiner Meinung nach unzivilisierten Verhaltens (im vorliegenden Beispiel Ehebruch einhergehend mit Lüge und Betrug; Fälle in "gegenseitigem Einvernehmen" wie bei einer "offenen Ehe" schließe ich hier aus) die Segnungen unserer Zivilisation (nämlich genau das Fehlen drakonischer Strafen) für sich in Anspruch nehmen.

w/48
 
G

Gast

  • #27
@3: Wäre nicht besser eine Bestrafung, die derFremdgängerin dasselbe Gefühl vermittelt, wie es der betrogene, finanziell abgezockte und um die Kinder beraubte Ehemann hat(te)? Nicht nur die Männer gehen fremd, Frauen haben viel bessere Karten: Lover, Trennungsgeld, Kinder, Kindsunterhalt, Zugewinnausgleich, Versorgungsausgleich - also den Ehemann betrügen ist wirtschaftlich gesehen für die Frau ein finanziell lukratives Geschäft. Und er vegetiert danach nur noch am Existenzminimum. Da müsste Madam schon bestraft, statt belohnt werden.
 
G

Gast

  • #28
21@23
Humorigen Anteil/Ironie trotz Ernsthaftigkeit des Themas gut erkannt ;-)
Obwohl... wenn ich so darüber nachdenke... *grübel*:
Ich bin dafür, daß irgendjemand dafür sorgt, daß Fremdgeher mit fremdgehen aufhören. Irgendjemand sollte eigentlich an erster Stelle die Ehefrau sein, die ihren Angetrauten an der Kandare hält. Können das die Frauen nicht? Warum?
 
  • #29
Ergänzung von #14 an #17 zu Begriff der "ehelichen Lebensgemeinschaft" nach § 1353 Abs. 1 BGB: Die Ehe ist Geschlechtsgemeinschaft und verpflichtet grundsätzlich zum ehelichen Verkehr, BGH NJW 1967, Seite 1079. Ich halte es aber für erfreulich, daß man nicht beim Amtsgericht - Familiengericht - beantragen kann, die Gattin/ den Gatten zu verurteilen, sich soundso oft pro Woche zur Vollziehung des Beischlafs bereitzufinden. - Das Urteil stammt übrigens noch aus Zeiten, als bei der Ehescheidung noch das Verschuldensprinzip galt.
 
  • #30
Nein, bitte nicht!
Eine solche Maßnahme würde unweigerlich zu Steuererhöhungen führen!!!

#27
ich möchte eigentlich nicht für die Handlungen eines anderen Menschen verantwortlich gemacht werden - auch nicht dann, wenn es sich um meinen Partner handelt. Schon mal was von Selbstverantwortlichkeit gehört?
Deine Ansicht bleibt dir natürlich unbenommen, sie erscheint mir aber etwas kindlich (und reaktionär) und erinnert an ein 4-jähriges Kind das ein anderes kind gegen das Schienbein tritt weil es von diesem doof angeschaut wurde.
 
Status
Es sind keine weiteren Antworten möglich.