• #1

Für wie gesellschaftsfähig haltet ihr die Online-Partnersuche?

Wie offensiv geht ihr mit der Tatsache um, dass ihr Online-Partnersuche betreibt? Erzählt ihr euren Verwandten/Kollegen/Freunden/Bekannten davon? Wie ist deren Reaktion darauf? Gibt es noch viele Menschen, die meinen, wer online seinen Partner sucht, der bekommt draußen keinen Partner ab? Habt ihr ein Gefühl dafür, ob hinter eurem Rücken darüber gelästert wird?
 
G

Gast

  • #2
Meiner Ansicht nach wird sich die Online-Partnersuche in den nächsten 1-3 Jahren als gesellschaftsfähig etabliert haben. In unserer Gesellschaft ist es leider nun mal äußerst schwierig im "echten" Leben potentielle Partner kennen zu lernen. Zumindest empfinde ich das so, und ich bin sicherlich kein schüchternern Mensch.

Sowohl ich selber als auch gute Freunde haben schon positive Erfahrungen mit der Online-Version der Partnersuche gemacht. Teilweise wurde die Art des Kennenlernens verschiegen, teilweise wurde sie auch offen angesprochen. Negative Reaktionen habe ich noch keine erlebt!
 
G

Gast

  • #3
Im direkten Bekanntenkreis ist es anerkannt, wenngleich nicht jeder so suchen möchte/würde. Zu den Eltern, naja, das ist eine andere Generation.

Ich habe meinen Partner bereits vor über 2 Jahren hier über EP gefunden, einige wissen es, andere nicht.

Negativ hat es niemand aufgenommen, gerade weil ich keinen Mann aus meinem direkten Umfeld haben wollte, die - siehe Thread, wo lernt man jemanden kennen - nunmal viel aus Vereinen kamen, und dadurch, aus meiner Sicht, durch zu viele Hände gegangen sind oder einfach vom Stil her nicht zu mir passen.
 
  • #4
Also mein engerer Freundeskreis und meine Eltern wissen bescheid und bisher hat sich niemand dazu negativ geäußert. Ich glaube, dass Online-Dating wirklich normal wird und es gibt nichts, was einem in dem Zusammenhang peinlich sein müßte.
 
G

Gast

  • #5
Also guten Freunden von mir hab ichs erzählt, auch wegen der "Freunde über ihn"-Sparte. Einer hats ausgefüllt und meinte auch, dass er selbst zwar ein Paar kennt, bei denen es so funktioniert hat, er es aber für sich nicht vorstellen kann.
In letzter Zeit wird ja auch immer wieder in den Medien berichtet, dass sich sehr viele nur noch in der virtuellen Welt aufhalten, teilweise sogar physisch dadurch verkümmern (World of Warcraft). Es ist eben inzwischen zu einem höchst beliebtem Kommunikationsmedium geworden, besonders bei der jungen Generation. Warum also auch nicht bei der Partnersuche? Es wird vielleicht noch ein bischen dauern, bis es zum absoluten Standart geworden ist und sich viele damit auch identifizieren können ohne verschweigen zu müssen so einen Lebenspartner zu suchen, aber das wird sicherlich noch kommen. Die Technologie hält eben in alle Lebensbereiche Einzug.
 
G

Gast

  • #6
Meine Familie und Freunde wissen Bescheid. Habe da überhaupt kein Problem mit. Ist doch schon weit verbreitet. Meinen Freund habe ich auch hier kennengelernt und das wissen alle. Mein Freund hält sich mit dem Thema aber eher zurück. Da wissen es nur wenige.
 
  • #7
Ich war letztes Jahr zur Hochzeit meines langjährigsten Kumpels eingeladen. Er hat seine Frau vor 8 Jahren online kennengelernt. Wie das so üblich ist bei Hochzeiten, habe ich mit ein paar Bekannten einen Hochzeitsgag vorbereitet, und dabei kam es auch irgendwann zu der Frage, wie sich die beiden eigentlich kennengelernt hatten. Wir wollten das in ein Lied einbauen. Ich war der einzige, der darüber Bescheid wusste, wo sich die beiden gefunden haben. Alle schauten sich verdutzt an und plädierten dann dafür, dass wir auf diesen Punkt im Lied nicht anspielten. Offenbar hatten sie befürchtet, das Hochzeitspaar damit zu miskreditieren.

Für mich war das ein klarer Hinweis darauf, dass Online-Partnersuche durchaus noch nicht bei jedem angekommen ist.

Bei mir selbst wissen auch Eltern und nähere Freunde darüber Bescheid. Ich habe allerdings auch einen Bekannten, von dem ich weiß, der er auch online sucht, aber er spricht darüber nicht offen.
 
  • #8
Mir wurde seit Jahren dazu geraten - nur ich hatte keine Zeit dafür. Daß ich dann doch aktiv war haben meine gute Freundin und meine Eltern erst ganz am Ende erfahren. Seither bereue ich meine Offenheit, denn meine Eltern fordern seither oft einen Zwischenbericht, den ich zu Ihrem Leidwesen erfolgreich umgehe :) Aber ist schon goldig, wie sie mir auf ihre Art mein persönliches Glück sehr wünschen, denn sie wissen von allem, was ich sonst schon durchgestanden habe!

Mary - the real
 
  • #9
also ich kenne niemanden, für den das nicht selbstverständlich und ganz normal ist.
 
M

Marianne

  • #10
Im engeren Freundeskreis wissen es wenige. Denn wenn ich einige lustige, erstaunliche und auch steile Erlebnisse nicht jemand hätte schildern können, müßte ich zum Psychiater ... ,)
Doch sonst weiß es niemand. Das hat weniger mit Schämen oder Verschweigen zu tun, als vielmehr mit der Tatsache, dass ich dies nicht als ein "Projekt" oder einen Umstand sehe, sondern ich gehe nur mit geöffneten Augen durch die Welt und bin ob meines Single-Daseins offen für das Kennenlernen eines Mannes (mehr ist es für mich wirklich nicht). Das bin ich aber mit oder ohne Elite. Und ich nehme nicht an, dass Menschen generell herumerzählen, dass sie die Augen offen halten. Denn einerseits ist es logisch als Single, andererseits ist es relativ unwichtig für die Menschheit.

Sehrwohl hingegen habe ich schon beiläufig manchmal erwähnt, dass Online Partnersuche recht charmant sein kann und ich dem aufgeschlossen gegenüberstehe. Sollte ich hier einen Lebenspartner finden, wird es mein engerer Kreis erfahren.

Mit Liebesdingen gehe ich generell nicht hausieren... :)
 
G

Gast

  • #11
Wer weniger Zeit aufwenden kann, hat hier eher Schanzen auch falls das System schwerfällig ist.

Wer sich allgemein umsieht, hat mehr Initiativen zu ergreifen.

Gleichwie: Sich zu finden ist unverhofft.
 
G

Gast

  • #12
In meinem Bekanntenkreis sprechen wir auch offen darüber. Ohne online dating hätten vieler meiner Arbeitskollegen (Beratung) echt keine Chance. Es ist echt schwierig, vor allem als Frau alleine aus zu gehen und mit Freundinnen lernt man kaum einen Mann kennen.
 
B

Berliner30

  • #13
Die Frage ist doch eigentlich: Wie gesellschaftfähig sind die online suchenden?

Eine Frau benimmt sich online schon anders (komisch) als in real und eine vollständige Antwort Mail (oder Absage) setzte ich ab Realschule eigentlich voraus.

Die Qualität der Nutzer wird über den Erfolg der online Börsen entscheiden. Leider gibt es zu viele "einfache" Leute, welche man noch nicht mal über den Preis ausfiltern kann.
 
A

AnnaHH83

  • #14
@12 Männer benehmen sich online durchaus auch anders als in der realen Welt.- Ich denke das ist auch in gewisser Weise ganz normal, da man hinter dem Vorhang der anonymität doch Dinge leichter "über die Tastatur" bringt...

Ich würde die Gesellschaftsfähigkeit eines Menschen aber nicht übers Onlinedating festmachen. Mit Sicherheit gibt es hier genauso gesellschafts(un)fähige Menschen, wie im echten Leben auch.

Ich habe auch kein Problem damit, zu sagen, dass ich Onlinedating "betreibe". Und da stoße ich auf Reaktionen die von "Das wär mir viel zu anonym" über "Wie interessant, wie ist das denn so?" bis hin zu "Zeig doch mal, wie das so funktioniert" geht. Und ich persönlich sehe es einfach als eine weitere Möglichkeit unter vielen Anderen, einen für mich passenden Partner zu finden.
 
  • #15
@#12.1: Das ist nicht EIGENTLICH die Frage, das ist einfach eine andere Frage. :) Die ich aber durchaus auch interessant finde. Meiner Meinung nach sind es die Männer, die sich online schräger verhalten als im realen Leben. Ausbleibende Antworten und Absagen kommen wohl bei beiden Geschlechtern gleichermaßen vor. Ebenso schlecht ausgefüllte Profile. Aber Männer scheinen öfter Dates platzen zu lassen oder sagen unvermittelter Dinge kurz vorher ab (siehe Annas Thread). Ich glaube auch, sie lügen öfter in ihren Profilen. Genau werden das aber wohl nur Bisexuelle mit 2 Profilen beantworten können.