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  • #1

Freundschaft nach Beziehung machbar?

Mich würde mal interessieren, wie man eine Freundschaft zum Ex hinbekommen kann.

Ich höre immer wieder, bei den einen klappt es, bei den anderen widerrum nicht. Woran liegt das?
Hat das damit zu tun, wie intensiv die Liebe und auch die Beziehung war?

Mir ist klar, dass man mit einem Ex- Partner nichts mehr zu tun haben will, sollte er hangreiflich o.ä. schlimmes gemacht/gewesen sein...

Was sind eure Erfahrungen?
 
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  • #2
Ich habe zu meinem EX Partner noch ein wunderbares verhältnis (beste Freundin) wärend ich aber Verh. bin und KInder mit meinem Mann habe - es geht. Ich Persönich finde den Rosenkrieg auch immer Furchtbar,es geht anders man sollte nur nicht immer im Recht sein (gerade als Frau) ;) alles Gute w31
 
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  • #3
Ich habe noch zu zwei Expartnern ein gute Beziehung - eine eher etwas "enger", die andere sehr lose. Bis vor kurzem hatte ich auch noch einen losen Kontakt zu einem weiteren Ex, der allerdings jetzt nach seiner Heirat eingeschlafen ist. Dies hat aber nichts mit seiner Frau zu tun, sondern mit der Distanz (600 km). So eng waren wir uns auch nicht mehr verbunden, dass wir den Kontakt um jeden Preis aufrecht erhalten müssen.

Mit dem Ex einen guten Kontakt behalten zu können, bedingt aber, dass beide mit der Beziehung abgeschlossen haben, keine Erwartung aneinander haben, dass es wieder etwas werden könnte und man sich gegenseitig allfällige Fehler nicht mehr übel nimmt. Sonst wird es schwierig, ein freundschaftliches Verhältnis aufzubauen. Aber wenn es klappt, ist es super. Wieso sollte ich jemandem ein Leben lang grollen, mit dem ich eine gute Zeit hatte, auch wenn es auseinanderging? Das wäre doch abstrus. Ich glaube auch nicht, dass eine mögliche kollegiale Beziehung mit der Länge und Tiefe der Beziehung zu tun hat, sondern einzig und alleine damit, dass man mit der Beziehung abgeschlossen hat. Manchmal braucht es auch einen zeitweiligen Kontaktabbruch, bis beide die Beziehung verarbeitet haben, bis ein freundlicher Umgang wieder möglich ist. Das muss man eben respektieren und sich oder dem anderen die Zeit geben.
 
  • #4
Nein, das kann eigentlich nicht funktionieren, und zwar gleich aus zwei Perspektiven:

Der Umgang miteinander wird immer von der vormals partnerschaftlichen Nähe und dem Wissen voneinander geprägt sein und sich nie wieder völlig zurück zu einem normalen Freundschaftsverhältnis wandeln.

Zugleich werden neue Partner so gut wie nie enge Freundschaften zu Ex-Partnern akzeptieren, oder wenn, dann nur unter emotionalen Entbehrungen und Schmerzen. Somit sind solche Beziehungen zu Expartnern stets destruktiv für neue Partnerschaften. Expartner im Freundeskreis hat immer einen Anklang von Wanderpokal oder zumindest falscher, unpassender Intimität.

Hinzu kommt, dass schon die Fähigkeit zum Rückbau zur bloßen Freundschaft ein deutliches Indiz dafür ist, dass es zumindest bei dem, für den es problemlos möglich ist, nie wahre Liebe war; wer wirklich geliebt hat, der leidet unter einer solchen nachpartnerschaftlichen Beziehung permanent.

Ich persönlich würde nie Beziehungen meines Patners zu seinen Expartnerinnen dulden. Ich finde das emotional unerträglich und psychologisch absolut unklug. Echte Freundeskreise tauschen keine Partner oder umgekehrt pflegt man keine Freundeskreise mit Expartnern. Das gehört sich weder noch ist es ansatzweise konstruktiv. Mir wäre es absolut zuwider.

Kurz gesagt, Freundschaften oder engere Kontakte zu Exen sind absolut nicht wünschenswert.
 
  • #5
Offensichtlich ist es "machbar", wie es manchmal beschrieben wird von Betroffenen.

Für die nachfolgenden Partner jedoch ist es ein Horrorszenario, wenn die Ex eventuell sogar noch zur "besten Freundin" mutiert ist, mit der ja gerne regelmäßig alle Dinge des (Liebes-) Lebens besprochen werden. Grausam! Die Ex als Freundin verhindert dass eine Liebe einzigartig erlebt wird, denn immer ist da noch eine dritte Person im Bunde, egal wie. - Vielleicht ist dies ja unterschwellig die Absicht, weiterhin Einfluss haben zu wollen.
 
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  • #6
Hinzu kommt, dass schon die Fähigkeit zum Rückbau zur bloßen Freundschaft ein deutliches Indiz dafür ist, dass es zumindest bei dem, für den es problemlos möglich ist, nie wahre Liebe war; wer wirklich geliebt hat, der leidet unter einer solchen nachpartnerschaftlichen Beziehung permanent.

[mod] Ich habe zu meinen Exfreund (4 Jahre Beziehung) ein sehr gutes Verhältnis und wir können uns auch noch immer alles anvertrauen und uns im Notfall aufeinander verlassen. Er ist mittlerweile wieder in einer Beziehung und ich freue mich sehr für ihn. Wir haben uns beide sehr geliebt, aber haben irgendwann gemerkt, dass unsere Zukunftspläne nicht vereinbar sind. Wir beide hielten es daher für sinnvoll beziehungstechnisch getrennte Wege zu gehen und ich würde diese Entscheidung auch im Nachhinein nicht mehr rückgängig machen wollen. Wir beide schätzen unsere Freundschaft sehr und keiner von uns bezweifelt auch nur annährend, dass es keine wahre Liebe zwischen uns war.

w30
 
  • #8
Ich persönlich würde mich eher wundern wenn mein Partner eine schlechte Beziehungen zu seinen Expartnerinnen hätte oder wenn er dies bei mir nicht dulden würde. Ich finde das emotional und psychologisch absolut klug. Echte Freundeskreise halten zu beiden Partner oder umgekehrt pflegt man Freundeskreise mit Expartnern. Das gehört sich so und ist sehr konstruktiv.

Der Umgang miteinander wird immer von der vormals partnerschaftlichen Nähe und dem Wissen voneinander geprägt sein und das ist doch schön.
 
  • #9
Ich persönlich würde mich eher wundern wenn mein Partner eine schlechte Beziehungen zu seinen Expartnerinnen hätte
Geht mir genau umgekehrt. Ich sehe Null Vorteil in fortgesetzten Beziehungen zu Expartnern und würde mich stark wundern, wenn ein neuer Partner mit seinen Exen nicht vollständig abgeschlossen hätte, sondern mich damit belasten würde.

oder wenn er dies bei mir nicht dulden würde.
Ich pflege keine Beziehungen zu Expartnern und würde sie auch bei meinen Partner umgekehrt nicht dulden. Ich finde so etwas schlichtweg völlig inakzeptabel und unzumutbar.

Ich finde das emotional und psychologisch absolut klug.
Exakt das Gegenteil trifft zu.

Das gehört sich so und ist sehr konstruktiv.
Es gehört sich absolut nicht, ist sogar gesellschaftlich und emotional ein No-go.

Der Umgang miteinander wird immer von der vormals partnerschaftlichen Nähe und dem Wissen voneinander geprägt sein und das ist doch schön.
Das ist nicht schön, sondern einfach nur ein HORRORSZENARIO.
 
  • #10
Eine Ex als beste Freundin- naja, das müsste ich nicht haben.

Aber wenn ein Paar, eventuell sogar mit Kindern und sonstigen Problemfeldern, eine Trennung ohne verbrannte Erde geschafft hat, normal- freundschaftlich reden kann, ein gewisses Vertrauen vorhanden ist, dann spricht das sehr für die emotionale Intelligenz der beiden Partner.

Kontaktabbruch macht mich sehr misstrauisch, gerade nach einer längeren Beziehung.
 
  • #11
@8 Ich pflege nun mal auch mit meinen Exen einen sehr freundschaftlichen Umgang. Warum dies ein gesellschaftliches und emotional nogo sein soll ist mir schleierhaft. Nur wer aber seine Trennung nicht verarbeitet hat bzw. "unsaubere" Trennung vollzieht kann dies nicht nachvollziehen. Mit einem meiner besten Freunde war ich vor 25 Jahren mal zusammen, was ist daran unzumutbar oder inakzeptabel. Zum Glück habe ich in meinem Leben keine so verbissenen Männer getroffen, die sich daran gestört haben. Und jetzt mit 50 treffe ich auf Männer, die schon wegen der Kinden ein freundschaftliches Verhältnis zu ihrer EX haben. Wenn dem nicht so wäre würde ich das schlimmer finden.
Ich habe immer in freundschaft mit meinen Exen abgeschlossen. Mich hat es auch nie belastet wenn mein Partner mit seiner Ex befreundet war. Aber da gehört wohl auch gesundes Selbsrbewußtsein dazu. Ich vergleiche mich auch niemals mit EXen wie das hier viele machen.
 
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  • #12
Hier die Fs:

Danke für eure Meinungen! Mir war klar, dass sie sehr unterschiedlich ausfallen werden und jeder hat auf seine Weise Recht! Ich denke, dass das auch viel mit der eigenen Persönlichkeit zu tun hat inwieweit man sich auf so etwas einlassen kann oder nicht.

Ob ich es kann, weiß ich nicht... Aber wenn ich meinen Ex sehe, werde ich ihn sicher nicht gänzlich ignorieren. Wir hatten ein sehr ehrliches und offenes Trennungsgespräch. Unsere Lebenskonzepte waren zu unterschiedlich, aber die Liebe zu groß. Deshalb hat es auch lange gedauert, bis wir beide es eingesehen hatten dass eine Trennung unumgänglich ist- auch, weil die Gefühle irgendwann unter dieser ambivalenten Situation gelitten haben. Dennoch hegen wir aber keine missgünstigen Gedanken füreinander...
 
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