• #1

Freunde, die nach der Trennung wieder auftauchen

Ich habe eine Freundin, die immer abtaucht, sobald sie einen Kerl hat und als Single wieder da ist, als sei nichts gewesen. Sie war zwei Jahre lang in einer toxischen Beziehung, der Mann hat sie beleidigt und an den Haaren gezogen. Nun ist Schluss und auf einmal schreibt sie ständig in einen Gruppenchat, wer Zeit habe, sie wolle feiern gehen.

Letzte Woche waren drei Mädels auf Kreta im Urlaub, da ist sie mit einer anderen Freundin auf einmal spontan nachgereist. Die anderen scheinen sie direkt wieder aufgenommen zu haben, ich bin da ehrlich gesagt skeptisch. Zwei Jahre lang hat sie nur abgesagt, sich mit keinem getroffen und nun ist man wieder in bei ihr? Oder bin ich da zu streng?
 
  • #2
Ich habe eine Freundin, die immer abtaucht, sobald sie einen Kerl hat und als Single wieder da ist, als sei nichts gewesen. Sie war zwei Jahre lang in einer toxischen Beziehung, der Mann hat sie beleidigt und an den Haaren gezogen. Nun ist Schluss und auf einmal schreibt sie ständig in einen Gruppenchat, wer Zeit habe, sie wolle feiern gehen.

Letzte Woche waren drei Mädels auf Kreta im Urlaub, da ist sie mit einer anderen Freundin auf einmal spontan nachgereist. Die anderen scheinen sie direkt wieder aufgenommen zu haben, ich bin da ehrlich gesagt skeptisch. Zwei Jahre lang hat sie nur abgesagt, sich mit keinem getroffen und nun ist man wieder in bei ihr? Oder bin ich da zu streng?
Ich find sowas nicht schlimm. Manchmal hat man im Leben eben Phasen, wo die Freundschaft bisschen in den Hintergrund rückt, und dann wieder andersrum. Woher kannst du dir eigentlich ein Urteil über ihre "toxische Beziehung" bilden, wenn du doch zwei Jahre gar keinen Kontakt hattest?

Ich finde, dass Freundschaft sich erst dann auszeichnet, gerade WENN man die Freundin nach einer solchen Zeit wieder ganz normal integriert.
Am Ende ist es aber auch irrelevant, wie ich das finde und handhabe, denn du scheinst es ja als einen Aufregen zu empfinden. Also handle danach, wie du dich fühlst. Im Grunde ganz einfach.
 
  • #3
Ja, so ist das Leben. Du bist bestimmt noch ziemlich jung und fühlst Dich veräppelt. Ich sehe solche Geschichten weitaus entspannter als Du. Deine Freundin hat doch keine Verpflichtung Dir gegenüber. Entweder ist sie ein Mensch der wirklich zu Deinem Leben dazu gehört oder nicht. Entweder ist sie für Dich eine Freundin, die sich auch mal lange Zeit nicht melden braucht oder nicht. Sie hat Deine Reaktion bestimmt schon gespürt. Was bist Du nun für sie?
Nein, nur zu unüberlegt
 
  • #5
auf einmal schreibt sie ständig in einen Gruppenchat, wer Zeit habe, sie wolle feiern gehen.
Ja, dann machen es diejenigen, die möchten und du lässt es eben. Sie hat ja dich nicht direkt gefragt, oder?

Wir sind alle ein Work in Progress und lernen bestenfalls dazu. Letztendlich wisst ihr alle nicht, wie ihre Beziehung gelaufen ist und was da alles wirklich vorgefallen ist. Warum sie vielleicht nicht die Kraft hatte für Freundschaften.

Ich kann dir nicht sagen, was du tun sollst. Ich habe meinen Freunden immer das Gefühl gegeben, dass ich da bin egal was passiert. Ich habe nur diejenigen aus meinem Dunstkreis verbannt, die sich null für andere interessiert und die Freundschaft dafür missbraucht haben, permanent ihren eigenen Müll über uns auszukippen aber nicht ein einziges Mal da waren wenn man sie mal gebraucht hätte. Oder die mit permanent erhobenem Zeigefinger und „ich habe es dir ja gesagt“ unterwegs waren.

Bei meiner besten Freundin war es so, dass sie einen sehr harten Weg hinter sich hatte und deshalb sehr lange alleine war. Dann lernte sie ihren jetzigen Partner kennen und dann richteten sich unsere Treffen immer nach seinem Terminkalender. Das führte dazu, dass sehr lange Pausen zwischen unseren Treffen waren (sie hat ja schließlich auch andere Freunde, die sie „unterbringen“ musste).
Ich habe mich für sie gefreut und es auch irgendwie verstanden aber ich habe nicht eingesehen, dass ich MEIN Leben nach dem Terminkalender ihres Freundes gestalte und dafür dann andere Dinge zurück stelle. Als habe ich nicht darüber diskutiert, sondern mein Leben ganz normal geplant und entweder es hat gepasst, wenn sie mal wieder Zeit hatte oder nicht.
Und dann hat sie aus Eigeninitiative wieder angefangen, ihre Freundschaften zu pflegen, nicht nur wenn ihr Freund was anderes vorhatte.

Vieles erledigt sich von selbst wenn man sich konsequent nach eigenen Bedürfnissen verhält.

Könnte da eventuell noch mehr bei dir im Argen sein in Bezug auf diese Freundin als nur diese zwei Jahre?
 
  • #7
Wie gesagt, sie ist super unzuverlässig und sagt selbst, sie "sei eben so". Und das stößt mir sauer auf.
Dann ist es egal, wie die anderen das sehen. Du darfst es so sehen, wie deine Werte sind.

Könnte es auch sein, dass die anderen erst gar keine Erwartungen an sie haben, sondern es ihnen egal ist, wenn sie dabei ist dann gut und wenn nicht auch gut? Vielleicht ist sie für die anderen auch keine FREUNDIN, sondern eine Bekannte und sie machen in ihrem Leben nichts von ihr abhängig. Deshalb tangiert sie ihre Unzuverlässigkeit nicht. Und deshalb ist bei ihnen auch keine „emotionale Ladung“ auf dieser Bekanntschaft.

Ich bin ehrlich, mir würde der Umgang mit jemandem, der unzuverlässig ist, auch nichts geben. Aber wenn die Person bei Events dabei ist, wo ich mit mehreren anderen Freunden bin, wäre mir das egal. Nur planen würde ich mit ihr nichts.
 
  • #8
mir würde der Umgang mit jemandem, der unzuverlässig ist, auch nichts geben. Aber wenn die Person bei Events dabei ist, wo ich mit mehreren anderen Freunden bin, wäre mir das egal. Nur planen würde ich mit ihr nichts.
Sehe ich auch so !
Jemand, der unzuverlässig ist, den würde ich weg lassen , aber wenn eine Freundin nach einer gescheiterten Beziehung wieder ankommt und aber sonst zuverlässig ist, würde ich das tolerieren und sie wieder aufnehmen .
 
  • #9
Als erstes solltest Du Deinen Freundschaftsbegriff überdenken - Freundin oder doch nur Bekannte? Beziehungsarten können sich im Zeitverlauf durch Verhalten verändern und es ist sehr hilfreich, wenn man sie dann für sich selber auch entsprechend umbebenennt. Das erspart Enttäuschungen.
Bei Bekannten ist es mir egal, ob sie öfter und länger mal in der Versenkung verschwinden, weil sie für mich nicht wichtig sind.

Letzte Woche waren drei Mädels auf Kreta im Urlaub, da ist sie mit einer anderen Freundin auf einmal spontan nachgereist. Die anderen scheinen sie direkt wieder aufgenommen zu haben, ich bin da ehrlich gesagt skeptisch.
Du warst doch nicht dabei, es hat Dir Deinen Urlaub nicht vermiest. Was also ist Dein Problem damit?

s.o. definiere für Dich, was für eine Art von Beziehung Du mit dieser Fraru haben willst und leb genau das, z.B. Du lädst Deine Freundinnen ein, sie ist nicht mehr Deine Freundin, nur eine entferntere Bekannte. Na, dann lädst Du sie halt nicht ein.

Vieles erledigt sich von selbst wenn man sich konsequent nach eigenen Bedürfnissen verhält.
Genau so geht gutes Leben.
 
  • #10
Ich halte es ausnahmsweise mal mit dem neuen Testament : Wer von Euch ohne Schuld ist, der werfe den ersten Stein.
 
  • #11
Als erstes solltest Du Deinen Freundschaftsbegriff überdenken - Freundin oder doch nur Bekannte? Beziehungsarten können sich im Zeitverlauf durch Verhalten verändern und es ist sehr hilfreich, wenn man sie dann für sich selber auch entsprechend umbebenennt. Das erspart Enttäuschungen.

Das ist ein echter Zufall- genau das tat ich heute.

Drei Frauen würde ich als meine engsten Freundinnen bezeichnen, dazu habe ich viele Bekanntschaften, mit denen ich mal einen Kaffee trinken gehe- wo mich dann aber doch das eine oder andere stört.
Sei es charakterlich oder dass wir intellektuell nicht ganz auf einer Wellenlänge liegen oder halt besagte Unzuverlässigkeit, die ich nicht im engsten Kreis haben möchte.

Damit fahre ich sehr gut, das ab und an für mich nochmal "festzuzurren". Erst neulich wanderte eine eigentlichte Freundin in die Kategorie "Bekanntschaft", da sie sich bei einem Mädelsabend mit zwei anderen Freundinnen von mir absolut daneben benommen hat. Beispielsweise betitelte sie einen Kumpel von mir als "totales Opfer", erzählte etwas von Dualseelen und dass sie kein Freund der Coronaimpfung sei. Das war wirklich sehr peinlich und seitdem gehe ich auf Abstand.
 
  • #12
Ich weiß es von einer gemeinsamen Freundin, wo sie oft zum Nägel machen hingeht.
Nun, dann ist sie eng mit diesen Freundinnen geblieben, mit Dir nicht, sie ist dieser Gruppe nachgereist, die damit auch kein Problem haben, wo ist Deines,, wenn Du nicht mal dabei warst?
Kann es sein, dass Du noch gar nicht gemerkt hast, dass Ihr keine Freunde mehr seid?
Du sortierst auch, und 2 Jahre Funkstille, da wird sie sortiert haben.
 
  • #13
Sehe ich auch so !
Jemand, der unzuverlässig ist, den würde ich weg lassen , aber wenn eine Freundin nach einer gescheiterten Beziehung wieder ankommt und aber sonst zuverlässig ist, würde ich das tolerieren und sie wieder aufnehmen .
Ich auch. Unzuverlässig mag ich auch nicht. Das ist mir zu anstrengend.
Aber ich weiß, es gibt diese Phasen, da muss jeder Zeiten für sich leben, um zu wachsen... oder auch nicht zu wachsen, sondern, um eben seine Fehler zu machen, die nötig sind, um zu wachsen...:)
Ist es aber so, dass das nur eine Schönwetter-Freundin ist, dann sag ich gern "Nein, Danke". Ansonsten zieh ich sie aus dem Schlamm, putzt sie schön ab, und freue mich, dass sie es überlebt hat.
w48
 
  • #15
Ich habe auch eine solche Person im Freundeskreis. Da ich gerne Zeit mit ihren verbringe und sie als Mensch wirklich mag, ist es für mich jeweils okay, wenn die Freundschaft nach Beziehungsende wieder auflebt. Aber so ganz eng wird man dann natürlich nicht mehr, es ist eher so eine Schönwetter-Freundschaft ohne gegenseitige Verpflichtungen oder Abhängigkeiten.
 
  • #16
Hat meine beste Freundin früher auch immer so gemacht. Damals hat es mich auch immer geärgert aber dann hatte ich auch einen Freund und war dann ebenso 2 Jahre wie vom Erdboden verschluckt. Von meinen Freunden hat das aber niemanden gestört. Dann haben alle angefangen, Familien zu gründen und jetzt sind die Kontakte sowieso eingeschlafen.
 
  • #17
Ist es aber so, dass das nur eine Schönwetter-Freundin ist, dann sag ich gern "Nein, Danke".
Ich bin auch gerne eine Schönwetterfreundin, ich habe leider sehr viele Depressive erlebt , die ich versucht habe, die schönen Seiten des Lebens fühlen zu lassen . Deshalb bewusst , eine Schönwetterfreundschaft, natürlich auch mit der Möglichkeit, in die Tiefe zu gehen in Gesprächen und zuzuhören, wenn jemand Probleme vorträgt.
 
  • #19
Dass Freunde nicht mehr so oft Zeit haben wenn sie in einer Beziehung sind ist ja im Grunde genommen verständlich. Allerdings ist es wirklich so, dass viele von ihnen die Freundschaft komplett schleifen lassen. Da hätte ich dann ehrlich gesagt auch kein Interesse mehr darauf.
Ich find sowas nicht schlimm. Manchmal hat man im Leben eben Phasen, wo die Freundschaft bisschen in den Hintergrund rückt, und dann wieder andersrum. Woher kannst du dir eigentlich ein Urteil über ihre "toxische Beziehung" bilden, wenn du doch zwei Jahre gar keinen Kontakt hattest?
Du hast natürlich schon recht. Man sollte sich über ihre Beziehung kein Urteil bilden. Allerdings hat die Freundin die Freundschaft 2 Jahre lang komplett schliefen lassen.

Weißt du ich bin wirklich der letzte der kein Verständnis hat wenn Freunde nicht mehr so viel Zeit haben wie früher. Das ist ja bei mir auch der Fall. Allerdings sollte man schon noch Kontakt zu seinen Freunden haben und sich nicht erst dann melden wenn die Beziehung in die Brüche gegangen ist.
 
  • #20
Wenn’s nicht die engste Freundin ist, die einen links liegen lässt wenn man Probleme hat und sie einen Freund, ist mir das egal. Außerdem ist sie noch jung, oder? Vielleicht lernt sie ja dazu mit dem Alter. In einer toxischen Beziehung ist oft auch der Partner der, der sein Opfer isolieren will, muss nicht mal ihr Wille gewesen sein.
Ich seh das entspannt. Ich hab auch manchmal länger keinen Kontakt zu Leuten, weil jeder beschäftigt ist, aber wenn man sich dann sieht, ist es super. Bei meinem besten Freund, der frisch verheiratet in einer anderen Stadt lebt, weiß ich: hör ich nichts von ihm, geht es ihm gut. Und hab ich Probleme, kann ich mich immer an ihn wenden. Wir sehen uns 2-4mal im Jahr, das ist dann wie früher. Das reicht aus, um die Freundschaft am Laufen zu halten.
W, 39
 
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