• #31
Ich kenne tatsächlich keine Patchwork-Familie, bei der alles Friede-Freude-Eierkuchen ist.

Leid, Eifersucht, Neid, Streit usw. ist bei den meisten an der Tagesordnung.

Wenn du unbedingt den Sohn für dich gewinnen möchtest, musst du dich anders verhalten. Wer immer nur dasselbe tut, darf sich nicht wundern, wenn das Ergebnis dasselbe ist.

Alternativ könntest du dir natürlich auch eine Mann ohne Altlasten suchen.

Einen Mann ohne "Altlasten" gibt es ab einem gewissen Alter nicht.
Irgendwann bist du vielleicht die "Altlast", da du noch sehr jung bist, denkst du anscheinend nicht soweit:)
 
  • #32
Ja, du verlangst zu viel. Der Sohn ist 20 und kann selber entscheiden, wen er bei der Feier dabei haben will. Was willst du auf einer Feier, bei der dich das Geburtstagskind nicht haben will. Was musst du da nach außen demonstrieren. Willst du dein Revier markieren?
 
  • #33
Als Scheidungskind verwundert mich das Verhalten des Sohns nicht, insbesondere vor dem Hintergrund, dass Du in erst 3x in vier Jahren gesehen hast. Der Sohn hat also keine gesteigertes Bedürfnis, Dich zu treffen.

Der Fehler liegt in den bisherigen 4 Jahren. Hier hätte man den Kontakt aufbauen und stärken müssen,.
 
  • #34
Ich verstehe dich und deine Bedürfnisse. Aus welchem Grund solltest du diese hinten anstellen? Für mich undenkbar, so behandelt zu werden. In meiner Welt müsste der Mann an meiner Seite mich Schritt für Schritt in die Familie einführen, sonst wäre es ja doch nur eine Affäre. Das denkt die Familie wahrscheinlich auch. Finde es weltfremd, deine Wünsche hier als außergewöhnlich zu deklarieren und sein Verhalten als normales Verhalten, was man halt zu respektieren hat, wenn er das nicht will. Hat auch nichts mit Revier markieren zu tun, sondern mit einem gesunden Selbstwertgefühl. Wenn du das brauchst um zufrieden zu sein, ist das so. Ich würde überlegen, das zu beenden, weil dir etwas sehr elementares fehlt.
 
  • #35
In meiner Welt müsste der Mann an meiner Seite mich Schritt für Schritt in die Familie einführen,
Vielleicht ist dem Sohn peinlich mit der Mutter und neuen Freundin des Vaters zu feiern. Oder seine Mutter ist alleine und hat keinen Partner und er möchte ihr nicht weh tun.
Wir hatten letztens auch eine Hochzeit in der Familie. Theoretisch waren meine Nachfolgerin und ich beide eingeladen und ich habe freiwillig darauf verzichtet hinzugehen, weil ich mich geschämt habe. Das wäre für meine Kinder, für meinen Ex und für seine neue Freundin auch nicht schön. Allerdings sollte mein Sohn heiraten, werde ich hingehen.
 
  • #36
Liebe FS
Kennst Du sonst den Rest der Familie? Die Eltern deines Freundes? Seine Freunde? Wenn ja, würde ich die Situation an deiner Stelle akzeptieren.
Die Altfamilie will dich nicht um sich haben. Das musst du akzeptieren. Dein Freund kann nicht viel dagegen tun, es ist die Feier seines Sohnes und er will dich nicht sehen.
 
  • #37
Hallo,

Wie alt sind deine Kinder?

Der Sohn deines Partners ist in einem Alter, in dem er anfängt sein eigenes Leben zu leben. Die Begeisterung eines gemeinsamen Ausflugs in den "Kletterpark" mit dem geschiedenen Vater und seiner Freundin, hält sich da sicherlich in Grenzen. Auch gemeinsame Urlaube mit den Eltern sind in der Altersgruppe gerade nicht angesagt.
Du bist eben nicht im Focus dieses jungen Mannes.
Der Sohn lädt ein. Also gehe ich davon aus, dass er seine eigene Wohnung hat. Sicherlich ist er noch kein überaus geübter Gastgeber und das bekochen von Gästen ist ebenfalls neu.
Zudem wird es vielleicht nicht die geräumigste Bude mit ausreichend Sitzplätzen geben.
Lass ihn älter werden und weniger schüchtern, lass ihn seine Entwicklung machen in dem Alter und es wird sich von selbst ergeben.

Kurz gesagt, ich weiß gar nicht worüber du dich eigentlich aufregst. Einen Grund zur "Verzweiflung" sehe ich erst recht nicht.

Auf der Abi-Feier bist du wirklich fehl am Platz.
 
  • #38
Man muss als Paar nicht immer zusammenhängen, sondern kann auch getrennt etwas unternehmen.
Das heißt ja nicht das man nichtmal was alleine unternehmen kann. Allerdings ist hier auch noch die Ex. Wenn es um den eigenen Freundeskreis geht ist es ja was anderes. Ich gehe auch mal zusammen mit meinen Freunden weg. Meine Frau auch mit ihren. Es geht hier aber um seine ehemalige Familie. Wenn er wirklich zu ihr stehen würde hätte er gesagt entweder meine Freundin kommt mit oder ich komme nicht.
 
  • #39
Das heißt ja nicht das man nichtmal was alleine unternehmen kann. Allerdings ist hier auch noch die Ex.…
Willst du damit sagen, dass das Nichteinladen für die FS weniger schlimm gewesen wäre, wenn die Ex ebenfalls nicht kommen würde?
Das ist doch Kindergarten.

Wenn er wirklich zu ihr stehen würde hätte er gesagt entweder meine Freundin kommt mit oder ich komme nicht.
Erpressung also.
Ob die etwas Positives bewirken wird, wage ich zu bezweifeln.
Tzzz …
 
  • #40
Was wäre deiner Ansicht nach die Alternative?
Dass er den Sohn nötigt, die FS ebenfalls einzuladen?
Dass er als Vater sonst auch nicht hingeht?
Ja, genau das.
Das eine oder das andere.
Der inakzeptable Akt geht vom Sohn gegen den Vater aus, das ist blanker Egoismus - „entweder du kommst alleine oder gar nicht“.
Die Schwäche des Vaters besteht darin, sich diesem unmöglichen, lieblosen, unemparhischen Verhalten eines Erwachsenen (!!!) zu beugen, wohl aus Angst, die Beziehung zu gefährden.

Gerade noch akzeptabel fände ich, wenn dein Freund kurz bei der Feier vorbeischaut und sich dann entschuldigt. Das wäre ein deutliches Zeichen, ohne gleich dicken Ärger auszulösen.

Ich muss sagen, ich kenne aus zwei Beziehungen die Situation, dass die Partnerin emotional „überstark“ auf die erwachsenen Söhne fixiert ist und sämtlicher Kritik daran ausweicht. Ob das sich in eurem Fall so verhält, weiß ich natürlich nicht. Man muss einfach entscheiden, inwieweit das einen wirklich tangiert. Beim Leben im gleichen Haushalt ist es sicher schwierig, wenn es sich nur um ein paar Termine handelt, weniger. Aus deiner Frage lese ich allerdings heraus, dass sich das Verhalten schon an eurer Beziehung zweifeln lässt. Da würde ich - nach der Chance eines ernsten Gesprächs - Konsequenzen ziehen.
 
  • #42
Als mein Sohn 20 wurde, hat er eine riesen Fete gefeiert mit ca. 25 Jugendlichen in einer gemieteten Hütte, da war kein einziger Erwachsener dabei.

Es war übrigens kein Kindergeburtstag 😂😂😂, wie kommst du bei einem 20jährigen Erwachsenen auf diese Bezeichnung 🤣???

Du bringst den jungen Mann durch deine Forderung in die Bredouille. Einerseits möchte er seine leiblichen Eltern dabei haben, andererseits sind da irgendwelche Partner der Eltern außen vor.
Das ist meistens so, musst du akzeptieren! Es ist ja auch eine blöde Konstellation wenn du neben der Mutter am Kaffeetisch sitzt und alle machen einen auf fröhlich. Mir wäre das unangenehm.

Solange ihr nicht verheiratet seid, wird sich daran wohl wenig ändern.
Das nächste mal lade ihn einfach auch nicht zum Geburtstag deiner Kinder ein, vielleicht merkt er dann dass er an eurem Status was ändern sollte...
 
  • #43
Ein Vater, der seinen Teenagersohn verlässt und eine neue Beziehung anfängt, handelt auch egoistisch. Ich bin mir außerdem 100 Prozent sicher, dass der Sohn weder den Vater noch die Mutter und am Allerwenigsten die neue Freundin dabei haben möchte. Er möchte sicherlich mit seinen Freunden feiern und nicht mit alten Leuten.
Naja, du kennst den Sohn doch gar nicht, odee? Ich jedenfalls wollte meinen 20. Geburtstag durchaus auch mit meinen Eltern feiern. Mit Freunden dann getrennt davon auch.
 
  • #44
Als mein Sohn 20 wurde, hat er eine riesen Fete gefeiert mit ca. 25 Jugendlichen in einer gemieteten Hütte, da war kein einziger Erwachsener dabei.
...
wie kommst du bei einem 20jährigen Erwachsenen auf diese Bezeichnung 🤣???
Häh? Ist man jetzt deiner Meinung nach mit 20 erwachsen odee ist man es nicht? Oder wie soll ich es verstehen, das beim 20 Geburtstag deines Sohnes kein Erwachsener dabei war? War er selbst nicht dabei? 😉
 
  • #45
Willst du damit sagen, dass das Nichteinladen für die FS weniger schlimm gewesen wäre, wenn die Ex ebenfalls nicht kommen würde?
Das ist doch Kindergarten.
Normalerweise bin ich ja für einen kompletten Kontaktabbruch wenn man sich trennt. Gut wenn man gemeinsame Kinder hat ist es vielleicht was anderes.
Erpressung also.
Ob die etwas Positives bewirken wird, wage ich zu bezweifeln.
Tzzz …
Mag sich vielleicht etwas hart anhören. Aber wie würdest du es finden wenn du niemals eingeladen wirst. Außerdem ist der Sohn kein kleines Kind mehr. Er ist schließlich schon 20.
Als mein Sohn 20 wurde, hat er eine riesen Fete gefeiert mit ca. 25 Jugendlichen in einer gemieteten Hütte, da war kein einziger Erwachsener dabei.
Das ist ja auch was anderes. Hier wollte er aber nur den Vater und nicht die Mutter dabei haben. Wenn er die FS wirklich lieben würde dann hätte er darauf bestanden, dass sie auch mitkommen darf.
 
  • #46
Es geht hier aber um seine ehemalige Familie. Wenn er wirklich zu ihr stehen würde hätte er gesagt entweder meine Freundin kommt mit oder ich komme nicht.
Kann man machen. Oder auch nicht. Ich würde das bei eigenen Kindern ansprechen (die Erwartung kann die FS haben), aber den Wunsch der Kinder respektieren. Was soll Druck da bewirken?

Mag sich vielleicht etwas hart anhören. Aber wie würdest du es finden wenn du niemals eingeladen wirst.
Ich gebe zu, erstmal eigenartig. Aber hat es wirklich Auswirkungen auf die Beziehung, wenn man einzelne Male im Jahr nicht zum Geburtstag eingeladen wird? Ich meine nicht.
Es gibt hier wohl keine enge Vater-Sohn-Beziehung, schade genug. Auch der Vater wird vermutlich nur eingeladen, weil er der Vater ist. Muss man sich da als nicht willkommene Frau dazudrängen? Würde ich mir ersparen.
 
  • #48
Ich gebe zu, erstmal eigenartig. Aber hat es wirklich Auswirkungen auf die Beziehung, wenn man einzelne Male im Jahr nicht zum Geburtstag eingeladen wird? Ich meine nicht.
Es gibt hier wohl keine enge Vater-Sohn-Beziehung, schade genug. Auch der Vater wird vermutlich nur eingeladen, weil er der Vater ist. Muss man sich da als nicht willkommene Frau dazudrängen? Würde ich mir ersparen.

Richtig: und ich glaube sogar, dass der Vater an dieser Tafel dort gar nicht viel mitzusprechen hat. Will er seinen Sohn sehen, kommt er eben ohne die Neue (egal wie lange sie nun schon die Neue ist), oder er darf wegbleiben, da sie nicht erwünscht ist. Da wird er sicher nicht zweimal drüber nachdenken und sich das ohnehin schon ziemlich dürftige Verhältnis zu seinem Sohn dadurch noch mehr kaputtmachen.
Es gibt ja Leute hier, die sagen:
Ja, genau das.
Das eine oder das andere.
Der inakzeptable Akt geht vom Sohn gegen den Vater aus, das ist blanker Egoismus - „entweder du kommst alleine oder gar nicht“.
Die Schwäche des Vaters besteht darin, sich diesem unmöglichen, lieblosen, unemparhischen Verhalten eines Erwachsenen (!!!) zu beugen, wohl aus Angst, die Beziehung zu gefährden.
Logisch! Und das ist auch nicht unempatisch oder sowas. Es heißt ja nicht, dass man dem Vater die neue Person an der Seite nicht gönnen würde, sollen sie doch glücklich werden. Aber man selbst will mit der Person nichts zu tun haben, man will mit ihr nicht konfrontiert werden. Sie ist nicht die Familie des Sohnes und er will sie nicht kennenlernen (vermutlich) und infolgedessen auch nicht am Geburtstag, also der Familientafel, dabei haben. Der Vater kann in seinem Leben doch machen was er will, und soviel Frauen haben, wie er will, aber das MUSS doch den Sohn nicht tangieren. Er war vor der neuen Frau da und hat die älteren Rechte. Er ist in ein Familiengefüge hineingeboren worden, was dann offenbar im Nachhinein kaputt ging. Dies dann durch irgendwelche Ersatzpersonen kitten zu wollen, ist nicht sein Bedürfnis und kann auch nicht herbeimanipuliert werden. So einfach ist das.
Ein Vater, der seinen Teenagersohn verlässt und eine neue Beziehung anfängt, handelt auch egoistisch. Ich bin mir außerdem 100 Prozent sicher, dass der Sohn weder den Vater noch die Mutter und am Allerwenigsten die neue Freundin dabei haben möchte. Er möchte sicherlich mit seinen Freunden feiern und nicht mit alten Leuten.
Hö? Geburtstage werden doch immer zweimal gefeiert. Einmal in Familie und einmal mit Freunden. So ist das doch auch heute mit 40 noch. Hier wird's doch wohl um die Familienfeier gehen. Die Feier mit den Freunden steht doch hier gar nicht zur Debatte.
 
  • #49
Mit 16 wollte ich mich gerade von meinen Eltern abnabeln. Hätten sie sich da scheiden lassen, hätte ich ganz sicher nicht den Kontakt zu der neuen Freundin intensivieren wollen. 16! Nicht 6 Jahre war der, als ihr zusammengekommen seid. Da kann es auch sein, dass der Sohn gesagt hat, will er nicht. Was soll der Vater da machen? Bei kleinen Kindern mag Mühe geben ja nutzen. Aber mit 16 ist man kein wirkliches Kind mehr. Jetzt mit 20 eh nicht. Gerade männliche Teenager sind oft gar nicht erpicht auf enge Beziehungen zu den Eltern oder anderer Familie. Und dann soll der Vater sich gegen seinen Sohn stellen, nicht zu dem Geburtstag gehen, in einem Alter, in dem man froh ist, wenn man überhaupt noch einen Draht zu dem Kind behält nach einer Trennung? 😆 @Jochen1 Sehr unrealistisch…man kann sich den Kindern gegenüber meist nicht so verhalten wie Freunden oder auch der Schwiegermutter gegenüber, gerade, wenn man ihnen das Leben mit einer Trennung schwer gemacht hat aus ihrer Perspektive und sie noch im Gehirnumbau sind. Das kann sogar ich als Nicht-Mutter verstehen, einfach, weil ich selbst Teenager war. Dass es blöd ist für die Freundin, versteh ich. Aber so ist’s eben manchmal. Ich fahr auch so gut wie nie mit zur Mutter meines Freundes wegen der Religionsproblematik. Hätte gern eine nette, tolle Schwiegermutter, die mich herzlich aufnimmt, aber so versteh ich, dass mein Freund lieber allein hinfährt, weil die Lage eben nicht wie im Bilderbuch ist manchmal.
W, 38
 
Zuletzt bearbeitet:
  • #50
Aber man selbst will mit der Person nichts zu tun haben, man will mit ihr nicht konfrontiert werden. Sie ist nicht die Familie des Sohnes und er will sie nicht kennenlernen (vermutlich) und infolgedessen auch nicht am Geburtstag, also der Familientafel, dabei haben. Der Vater kann in seinem Leben doch machen was er will, und soviel Frauen haben, wie er will, aber das MUSS doch den Sohn nicht tangieren. Er war vor der neuen Frau da und hat die älteren Rechte. Er ist in ein Familiengefüge hineingeboren worden, was dann offenbar im Nachhinein kaputt ging. Dies dann durch irgendwelche Ersatzpersonen kitten zu wollen, ist nicht sein Bedürfnis und kann auch nicht herbeimanipuliert werden
Das mag zwar „gesunder Egoismus“ sein, dennoch ist es einfach nur egoistisch, wenn einem die Bedürfnisse und die Situation des Vaters derart komplett egal sind. Ich frage mich, woher und wie man als Sohn - der wahrscheinlich zu Genüge vom Vater unterstützt wurde - zu so einer Haltung kommen kann.
Auch wenn dieses Verhalten durchaus mainstreamfähig ist, scheint da psychologisch und kulturell einiges schief zu laufen.
 
  • #51
Das mag zwar „gesunder Egoismus“ sein, dennoch ist es einfach nur egoistisch, wenn einem die Bedürfnisse und die Situation des Vaters derart komplett egal sind. Ich frage mich, woher und wie man als Sohn - der wahrscheinlich zu Genüge vom Vater unterstützt wurde - zu so einer Haltung kommen kann.
Auch wenn dieses Verhalten durchaus mainstreamfähig ist, scheint da psychologisch und kulturell einiges schief zu laufen.
Im Gegenteil. Deine Ansicht ist totaler Mainstream.
Das Bedürfnis des Vaters ist nicht egal. Er kann jederzeit eine neue Freundin haben. Sein Liebesleben kann er aus Kindersicht definitiv haben. Und das ist ein Bedürfnis, das auch der Sohn durchaus akzeptieren und tolerieren wird. Er will nur mit der Frau nichts zu tun haben und schon gar nicht an seinem Geburtstag. Er hat keine Bindung, hat sie dreimal gesehen und mag sie möglicherweise aus irgendeinem Grund nicht. So what? Das passiert im Leben.
Wenn du mit jemandem nichts zu tun haben willst, dann kann man dich doch auch nicht zwingen, dich mit der Person an einen Tisch zu setzen. Nochmal: die Frau gehört aus Sicht des Sohnes nicht zur Familie und sie soll es offenbar auch nicht. Der Sohn wird immer das Kind seines Vaters bleiben, die Frauen kommen und gehen.

Ich finde es eher egoistisch, sich nicht hineinversetzen zu können in die Lage des Sohnes.
 
  • #52
Hätte gern eine nette, tolle Schwiegermutter, die mich herzlich aufnimmt, aber so versteh ich, dass mein Freund lieber allein hinfährt, weil die Lage eben nicht wie im Bilderbuch ist manchmal.
Hat dein Freund noch nie mit deiner Schwiegermutter darüber gesprochen? Wenn meine Eltern so zu meiner Frau waren dann hätte ich zu ihnen gesagt entweder ihr bebehmt auch dementsprechend oder ich komme nicht mehr.
 
  • #53
Glaubst du wirklich das du den Status hast den seine Ex hat(te). Du darfst davon ausgehen das sich das nicht ändert. Der Sohn entscheidet wen er sehen will und wer bei seinem Geburtstag dabei ist. Du musst einfach akzeptieren das du in der Familie keinen Rang hast und diesen wirst du auch nie bekommen.
Warum auch? Das ist doch überhaupt nicht schlimm. Ich verstehe dich da nicht.
Ich würde mir wünschen, dass mein Partner klar kommuniziert, dass ich seine Partnerin bin und er den Geburtstag nicht im Kreise seiner "alten" Familie, ohne mich feiern möchte.
Was eine einstellung von einer erwachsenen Frau, was soll er dir damit beweisen. Seine Liebe?
 
  • #54
Als mein Sohn 20 wurde, hat er eine riesen Fete gefeiert mit ca. 25 Jugendlichen in einer gemieteten Hütte, da war kein einziger Erwachsener dabei.
Kannst Du nicht vergleichen. Hier feiert der junge Mann mit der Familie, aber nicht mit der FS, weil er sie nicht als Familienmitglied auffasst und das ist sie ja auch nicht.
Ihr Problem ist, nicht akzeptieren zu wollen, dass sie nicht auf einer Ebene mit den anderen Familienmitgliedern steht - siehe Parallelthread "ist Blut dicker als Wasser".

Gerade noch akzeptabel fände ich, wenn dein Freund kurz bei der Feier vorbeischaut und sich dann entschuldigt. Das wäre ein deutliches Zeichen, ohne gleich dicken Ärger auszulösen.
Tut er nicht - seine Bedürfnisse sind so, dass er mit der Altfamilie feiern will.
Die FS muss verstehen und zufrieden damit leben können, dass sie mit jemandem verpartnert ist, der nicht die gleichen Patchworkbedürfnisse hat wie sie. Sie ist froh, wenn er sich in ihre Familie integriert, er will sie raushalten - wahrscheinlich auch, um sich in weiten Teilen ein neues Leben außerhalb dieser Familie aufzubauen, nicht immer nur in seiner Freizeit in einem Familienverband rumglucken.

Das nächste mal lade ihn einfach auch nicht zum Geburtstag deiner Kinder ein, vielleicht merkt er dann dass er an eurem Status was ändern sollte...
Vielleicht fälllt das aber auch der FS selber auf die Füße: sie will ihn ja dabei haben und er könnte froh sein wenn er da nicht mehr hinmuss.

wenn einem die Bedürfnisse und die Situation des Vaters derart komplett egal sind. Ich frage mich, woher und wie man als Sohn - der wahrscheinlich zu Genüge vom Vater unterstützt wurde - zu so einer Haltung kommen kann.
Das sind Annahmen. Vielleicht wahrscheinlicher bei den vorliegenden Verhalten ist, dass der Vater den Sohn nicht unterstützt hat und den Eltern bei ihrer Trennung die Bedürfnisse der Kinder komplett egal waren. Darum sind jetzt den Kindern die Elternbedürfnisse egal.
Die FS schreibt ja, das Vater und Sohn nicht besonders eng sind.
 
  • #55
Wenn du mit jemandem nichts zu tun haben willst, dann kann man dich doch auch nicht zwingen, dich mit der Person an einen Tisch zu setzen
Das würde ich von jedem Freund erwarten, dass er mich zusammen mit Freundin einlädt und sich keine Einzelbesuche, zumindest nicht immer und grundsätzlich, ausbedingt. Beim Sohn und anderen Familienmitgliedern kann ich das plötzlich nicht mehr voraussetzen - wie schräg ist das denn?
Dass das eine gewisse „Zumutung“ sein kann, ist klar. Aber genau das heißt Egoismus - überhaupt keine Bereitschaft für Zugeständnisse zeigen. Und genau das ist Schwäche - solchen Egoismus zu akzeptieren, um den Kontakt nicht zu gefährden.
Und ja, es ist Mainstream, Kinder zu gnadenlosen Egoisten zu erziehen.
 
  • #57
Hat dein Freund noch nie mit deiner Schwiegermutter darüber gesprochen? Wenn meine Eltern so zu meiner Frau waren dann hätte ich zu ihnen gesagt entweder ihr bebehmt auch dementsprechend oder ich komme nicht mehr.
Also, das ist ja jetzt etwas Off-Topic für die FS, aber es ist eben so, dass sie denkt, ihr Sohn kommt in die Hölle wegen dem Zusammenleben mit mir und Deutsche sind eh alle der letzte Dreck. Was soll mein Freund da mit ihr sprechen? :D Das ist ihre Geisteshaltung. Sie bleibt aber seine Mutter. Ich würde nie verlangen, dass er den Kontakt komplett zu ihr abbricht, nur, weil sie da eben eine religiöse Fanatikerin ist und denkt, nur Muslime sind die wahren Menschen. Denn unser Leben ist davon null betroffen. Er hält nicht zu ihr, es hat nur einfach keinen Zweck, mit ihr darüber zu diskutieren. Er wird ihr auch nie sagen, dass er Atheist ist - wozu? Man kann nicht alle Familienprobleme lösen und muss man auch nicht, man muss es auch nicht bis in sonstwas eskalieren lassen, wenn keiner darunter leidet. Das sagen sogar Familientherapeuten, die ich kenne. Mein Freund hat sich von seiner Mutter schon lange distanziert, er sieht sie halt dreimal im Jahr (Opferfest, Zuckerfest, wenn er Weihnachten nach Hause fährt) und hat zwischendrin kaum Kontakt. Ich würde nie auf die Idee kommen ihn da zu zwingen, den Kontakt komplett abzubrechen oder sonstwas. So sind alle zufrieden, soweit seine Mutter zufrieden sein kann mit ihrem verkorksten Leben. Erzwingen kann man eh nie, dass jemand einen mag oder akzeptiert (sie mag mich übrigens, also wenn ich konvertieren würde und wir in der Moschee heiraten würden, dann wäre das sofort anders). Man kann sich mit manchen Situationen auch einfach abfinden oder arrangieren, die sich eben nicht komplett auflösen lassen. Ich finde es immer schwierig, wenn jemand seinen Partner vor die Wahl stellt "ich oder deine Familie", sofern man auch so wie es ist zufrieden sein könnte. Klar, wenn es so den Alltag des Paares bestimmt, dass der andere den Partner vor der Familie verschweigt oder ständig zur Familie geht und den Partner allein daheim lässt, dann ist es was anderes. Aber auch dann denke ich: Druck erzeugen bringt meist nichts. Dann muss man sich eben trennen, wenn einem das zu bunt wird, was ich in vielen Situation auch verstehen kann.
 
  • #58
Es ist vollkommen in Ordnung, dass der Junge dich nicht mag. Er hat seine Gründe, auch wenn es nur der Grund ist, dass du die Neue bist. Es ist sein gutes Recht, dich nicht sehen und einladen zu wollen.

Du magst sicherlich auch einige Menschen nicht und gehst denen daher aus dem Weg?!
Am besten man akzeptiert solche Gegebenheiten einfach und zerbricht sich den Kopf. Verbiegen und mich noch mehr anstrengen würde ich an deiner Stelle nicht.
 
  • #59
Das würde ich von jedem Freund erwarten, dass er mich zusammen mit Freundin einlädt und sich keine Einzelbesuche, zumindest nicht immer und grundsätzlich, ausbedingt. Beim Sohn und anderen Familienmitgliedern kann ich das plötzlich nicht mehr voraussetzen - wie schräg ist das denn?
Dass das eine gewisse „Zumutung“ sein kann, ist klar. Aber genau das heißt Egoismus - überhaupt keine Bereitschaft für Zugeständnisse zeigen. Und genau das ist Schwäche - solchen Egoismus zu akzeptieren, um den Kontakt nicht zu gefährden.
Und ja, es ist Mainstream, Kinder zu gnadenlosen Egoisten zu erziehen.
Nein. Es ist - Gott sei Dank - im Laufe der Zeit nur dazu gekommen, auch mit der Weiterentwicklung der Psychologie etc, dass Menschen langsam lernen, sich von Sachen abzugrenzen, die ihnen nicht gut tun. Und wer hat die jungen Menschen dazu erzogen? Unsere Generation! Und zwar mit recht. Meine Generation und die Generationen davor hatten nämlich nix zu melden, wenn Vater oder Mutter einem einfach einen neuen Partner vorgesetzt hat. Wer das als Kind selber erlebt hat, weiß, wie bescheiden sich das anfühlt. Das isz einfach nur purer Egoismus der damaligen Eltern gewesen…
Heute hört man viel mehr Rücksichtnahme, auch schon den kleinsten gegenüber.

Meiner eigenen Mutter wäre damals Anfang der 80er gar nicht in den Sinn gekommen, auf mich Rücksicht zu nehmen oder ein halbes bis ein Jahr zu warten, bis mir mein „wunderbarer“ Stiefvater vorgestellt worden ist. Das hatte man als Kind einfach hinzunehmen. Da wurde null gefragt, wie es einem damit geht, dass da dieser Typ ständig mit am Esstisch sitzt. Er hat mir nie was getan, aber ich konnte ihn nicht leiden und es war auch einfach nicht mein Vater. Wir kamen trotzdem miteinander klar, aber das heißt ja nicht, dass beim Kind da nichts passiert.

Und da der Sohn nun schon 20 wird, wird er doch wohl selbst entscheiden dürfen, wen er in seinem Leben haben will und wen nicht.🤷‍♀️Dazu bedarf es noch nicht mal eine besondere Abneigung der FS gegenüber, es bedarf eigentlich überhaupt keiner Rechtfertigung.
Und wenn der Vater auf die Idee kommen sollte, „entweder wir beide oder niemand“, dann wird der Sohn eventuell sagen „ok, dann eben niemand“. Das wird der Vater nicht wollen, schließlich ist es sein Sohn. Das kann kein Vater wirklich wollen, und nochmal: der Sohn ist nicht verantwortlich dafür, dass seine Eltern eine Ehe in den Sand gesetzt haben. Er MUSS überhaupt niemanden akzeptieren, außer seinen Eltern.

Das heißt nicht, dass ich das ebenso handhabe in meiner Familie, aber ich kann mich da sehr sehr gut in solche Konstellationen hineinversetzen.
 
  • #60
Und ja, es ist Mainstream, Kinder zu gnadenlosen Egoisten zu erziehen.
Wo genau steht eigentlich dass der Sohn entschieden hat dass die FS nicht mit zur Feier darf?
Vielleicht hat seine Mutter gesagt: „Wenn du die einlädst komme ich nicht.“
Und dann wollte er lieber seine Mutter dabei haben.

Oder der Vater hat Bedenken gehabt seine Exfrau mit der FS an einen Tisch zu setzen. Könnte ja schlechte Stimmung erzeugen...

Es war dem Sohn vielleicht total egal, und er hat auf die Bedürfnisse seiner Eltern gehört?

Warum muss er dann ein Egoist sein?
 
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