• #31
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....wohl wahr, aber wenn ich polyamoröses Blut in meinen Adern spüren würde, hätte mein Partner ein Recht darauf zu erfahren, wie ich ticke.
Oder wir sehen oft einfach nur was wir sehen wollen. Ich denke dass (versteckte) Polyamorie oft der wahre Trennungsgrund ist, auch wenn es an der Oberfläche (auch den Beteiligten) anders erscheinen mag. Jeder, insbesondere diejenigen die in ihrem Leben mehr als einen (Sex)partner haben (ca. 85% der Bevölkerung), sollte da mal ganz in sich gehen und ehrlich zu sich selbst sein.
 
  • #32
Liebe FS, ich habe das schon mal erlebt. Mein damaliger Freund und ich hatten eine tolle Beziehung. Irgendwann lernte ich einen Mann kennen. Dann fing die Tag Träumereien an. ich habe dann meinen damaligen Freund für einen anderen verlassen. Die neue Beziehung ging nach 6 Monate in die Brücke. Es war der größter Fehler meines Lebens. Natürliche fühlte ich zu der Zeit dass mir etwas fehlte, aber ich wusste nicht was es war, und heute weiß ich was es war ; Es war gier nach dem Leben. Du darfst das Leben nicht herausfordern. vertreib diese Bilder aus deinem Kopf. Mach nicht den Fehler der ich gemacht habe.
Sei Glücklich wo du bist.
Viel Glück w
Ich kann dem nur halb zustimmen. Sofort verlassen sollte man seinen Partner deswegen nicht. Aber auf jeden Fall verstehen, wo der Haken liegt. Mit einem wirklich passenden Partner kann man solche "Dellen" in einer Beziehung gemeinsam beheben. Nur verstehen muss man sie vorher und drüber reden.
 
  • #33
Kennt jemand solche Schwärmereien in einer gut laufenden Beziehung?
Klar, zumindest alle Männer, zumindest sofern die Beziehung langjährig und über die akute Verliebtheitsphase raus ist. Mann müsste ein Kastrat sein, um nicht auf ein knackiges, junges Mädchen anzuspringen. Und in einer guten Beziehung darf auch die Frau zugeben, dass sie auf die Clooneys, Klebers etc. dieser Welt steht, da darf durchaus drüber gelacht werden. Der Volksmund sagt dazu "Den Appetit kann man sich ruhig woanders holen, gegessen wird zuhause".

Das Bedenkliche in deinem Fall ist allerdings, dass dein Kollege nicht unbedingt knackiger, jünger, muskulöser, hübscher .... als dein Partner ist, sondern - soweit ich dich verstehe - einfach "ein Anderer". So was ist schon ernster, weil es sich nicht mit rein sexuellen Reflexen erklären lässt. Ich kenne das eher aus Phasen des Niedergangs der Beziehung.

manchmal
 
  • #34
Vielleicht hilft ja ein Gedankenexperiment: Was würde man selbst denken, wenn der Partner spiegelbildlich die gleiche Geschichte erzählen würde.

Oder ähnlich wie Leopardin es meinte sich mit den Extremen beschäftigen und bspw. in einen Swinger-Paareclub gehen und schauen, wie man es aushält, wenn der Traummann mit einer anderen Spaß hat.

Wenn es so ist, dass seit Monaten diese Schwärmerei stattfindet, dann bitte den angeblichen Traummann nicht weiter warmhalten. Sexuell besteht die Anziehung zum Arbeitskollegen. Deshalb bitte mit dem Traummann Schluss machen, mit dem Arbeitskollegen eine Affaire starten und dem Traummann die Chance geben, eine Frau zu bekommen, die wirklich auf ihn steht. Und bitte auch das Risiko eingehen, dass die Affaire mt dem Arbeitskollegen doch nicht so toll ist und du lieber den Traummann zurück hättest. Das gehört zur Persönlichkeitsentwicklung dazu.
 
  • #35
Kennt jemand solche Schwärmereien in einer gut laufenden Beziehung? Wie geht man am besten dabei vor, lässt man diese Gedanken zu und genießt sie, in dem Vertrauen, dass sie irgendwann aufhören, oder sollte man sie intensiv versuchen aus dem Kopf zu verbannen?
Vielleicht nimmst du deinen Mut zusammen und redest mit deinem Traummann über deine Bedenken.
Wie es dazu kommen konnte, das ein anderer Mann deine Gedanken besetzt.
Wenn es denn eine "gut laufende Beziehung" ist, wird es sicher möglich sein, über diese Dinge zu reden.
Vielleicht trägt er ja auch irgendwelche Hirngespinste mit sich rum.
 
  • #36
Dein Traumann ist optisch dein Typ. Bist du auch sexuell erfüllt mit ihm?
Kannst du dir eine ernsthafte Beziehung mit deinem Arbeitskollegen vorstellen?
 
W

wahlmünchner

  • #38
Es ist völlig normal das man sich auch mal zu anderen hingezogen fühlt und andere heiß findet. Aber warum immer alle denken " oh mit meiner Beziehung stimmt etwas nicht" finde ich sehr bedenklich
Kein Wunder das es soviele Singles gibt!
Ach und nochwas:
Man kann sich wieder entlieben ...
vor allem indem man die intensiven Blickkontakte, Berührung, private Gespräche ...komplett einstellt.
 
  • #39
Ich erwische mich mittlerweile sehr oft dabei, wie ich mich in Tagträumereien mit ihm verliere, die durchaus romantischen Charakter haben, ich denke sogar oft abends vor dem Einschlafen an ihn. So sehr ich diese kleinen Ausflüchte genieße, so sehr machen sie mir auch Angst. Ich befürchte, dass sich irgendwann wirkliche Gefühle entwickeln, ob von meiner oder von seiner Seite, ich habe das Gefühl, mit dem Feuer zu spielen.

Kennt jemand solche Schwärmereien in einer gut laufenden Beziehung? Wie geht man am besten dabei vor, lässt man diese Gedanken zu und genießt sie, in dem Vertrauen, dass sie irgendwann aufhören, oder sollte man sie intensiv versuchen aus dem Kopf zu verbannen?

Ich will noch erwähnen, dass ich meinen Partner wirklich sehr liebe, ich liebe seinen Charakter, er ist optisch genau "mein Typ" und wir planen unsere gemeinsame Zukunft.

Ich freue mich über eure Einschätzungen und Ratschläge!

W, 29
Bist du sicher, dass du mit deinem Partner tatsächlich glücklich bist?
Wie soll das zusammen, gehen, mit dem einen die Zukunft planen und sich was den anderen angeht ständig in Tagträumen verlieren oder nachts an ihn denken, bzw. auf der Arbeit mit ihm flirten?
 
  • #40
völlig normal das man sich auch mal zu anderen hingezogen fühlt und andere heiß findet.
Ja sicher, solange es "Theorie" bleibt und nicht über einen Zeitraum von Monaten läuft wie bei der FS. Für einen kurzen Moment (ein Tag, eine Stunde) hat doch jeder von uns mal diese Wolke bestiegen...

Wir alle flirten mal, mit Augen und mit dreideutigen Worten. Jedoch alles Andere was darüber hinausgeht wie neckische und geheime 4 Augen-Gespräche und vor allem Berührungen! sind für mich nicht mehr normal und haben außerhalb einer festen Partnerschaft nichts zu suchen. Die FS steigert sich sogar extrem hinein und kann schon an gar nichts anderes mehr denken als an den Kollegen, er rückt in den absoluten Fokus. Ihr Freund verblasst - automatisch. Da kann man nicht mehr von Teenie-Schwärmerei sprechen, sondern es ist schon eine Verliebtheit eingetreten. Somit ist sie anfällig für eine Affäre. Und das trotz des Traummannes zu Hause! Ups, wie kann denn das?

Da muss Frau jetzt handeln:
1. Überlegen, was die feste Partnerschaft noch wert ist. Wenn Entscheidung für diese den Kollegen zukünftig nur noch von weitem sehen oder
2. Schnitt zu Hause und zukünftig als Single mit dem Kollegen turteln.

Beides parallel ist nichts weiter als völlige Inkonsequenz auf Seiten der FS und eine hochgradig miese Nummer gegenüber dem Freund zu Hause.
 
  • #41
Also ich finde, du solltest das nicht zu ernst nehmen und mit Dir selber nicht zu streng sein.
Tagträumereien sind erlaubt und ein Flirt am Arbeitsplatz macht das Arbeiten wesentlich netter ;-)
Also meine Freundinnen sind alle in festen Beziehungen und da ist immer der ein oder andere Mann, mit dem sie sich durchaus mehr vorstellen könnten...Das versüßt den Alltag und gut ists.
Nur solltest Du Dich nicht allzu sehr hineinsteigern, denn das alles passiert nur in deinem Kopf und auch wenn der andere mit Dir flirtet, heißt es nicht, dass er auch nur 5min am Tag an Dich denkt.
Ihr seid 3 Jahre zusammen und da kribbelt es eben nicht mehr wie am 1. Tag. Schmetterlinge im Bauch weichen einem warmen Bauchgefühl.
Ich finde das Fremdflirten völlig o.k., gesund und normal. Dass man nach 3 Jahren mal nach links und rechts guckt, heißt nicht, dass in Eurer Beziehung etwas fehlt... Menschen sind nicht völlig monogam und ein kleiner Flirt ist doch harmlos. So viel Freiheit muss in einer Beziehung drin sein. außerdem pusht es das eigene Ego! ;-)
 
M

Meeresrauschen

  • #42
der Kollege beschäftigt dich so sehr, dass du hier Rat suchst. Ich denke, dass deine aktuelle Beziehung am Ende ist. Klar, einen flüchtigen Gedanken an einen anderen Mann hat wohl jede Frau und erlebt auch mal kurzfristige Schwärmereien- aber wenn es so intensiv ist wie bei dir würde ich dir raten, dem auf den Grund zu gehen. Besonders ist der Satz, du würdest vor dem Einschlafen an ihn denken klingt nach baldigem, ernsthaftem Verliebtsein. Ich stelle es mir sehr schwierig vor, wenn man sich in einer Partnerschaft in jemand anderen so verguckt. Es wird auf jeden Fall auch Interesse bei deinem Kollegen vorhanden sein, da ihr euch schon geneckt habt ect...aber du hast es verdient mit einem Menschen den du liebst zusammenzusein...dein jetziger Partner ebenso...also nur Mut! Mach aber bitte nicht den Fehler, deinen Kollegen nur als Egopush zu benutzen!
 
  • #43
Ich denke, dass es kein Widerspruch ist, einen Mann zu lieben und zu begehren und dennoch die Reize von Anderen wahrzunehmen. Also z.B. zu registrieren, dass Typ x ja einen verdammt knackigen Hintern hat und Typ y sehr schöne Augen...

Wenn man diese fremden Reize aber nicht nur wohlwollend registriert und sich kurz dran freut, sondern dadurch nachhaltig aufgewühlt wird; eine regelrechte Fixierung auf einen ganz bestimmten Mann entwickelt, finde ich das nicht mehr so harmlos. Das würde ich durchaus schon als Fremdverliebtheit ansehen.

Für mich verläuft die Grenze zwischen einer bedeutungslosen "Schwärmerei" und tiefergehendem "Verknalltsein" da, wo ich auch an intensiv und oft an denjenigen denke, wenn er gerade nicht anwesend ist. D.h., wenn nicht nur ein paar Funken zwischen uns fliegen, sondern der Funke im wahrsten Sinne des Wortes auf mich überspringt - sich also in meinem Herzen einnistet und auch längere Zeit nach einer Begegnung dort weiterbrennt. Ja, gerade diese Metapher vom "überspringenden" Funken finde ich sehr passend.

Das ist bei der FS bereits geschehen. Und deswegen finde ich schon, dass hier Handlungsbedarf besteht - in die eine oder andere Richtung.

Ich sehe da zwei Möglichkeiten:

1. Den Kontakt zu dem Kollegen soweit wie möglich einschränken; keine Flirtereien mehr; sexuelle/romantische Fantasien konsequent stoppen und den Fokus auf die Beziehung richten - inklusive einer ehrlichen Auseinandersetzung mit der Frage, was einem dort fehlt

oder

2. Trennung vom aktuellen Partner (ohne vorher den Kollegen "probezufahren"!)

Aber diese Situation einfach so beizubehalten, fände ich nicht ehrlich. Mit dem einen Mann das alltägliche Leben zu teilen und den anderen quasi als - 'tschuldigung - Masturbationsvorlage und geistigen Sehnsuchtsort zu benutzen, das wäre nicht mein Lebensmodell.
 
  • #44
Nein - wenn eine Beziehung wirklich gut läuft, gibt es solche Schwärmereien, wie du sie beschreibst, nicht.
Das ist nämlich etwas anderes, als einfach nur wahrzunehmen, dass es auch andere schöne Männer/Frauen gibt.

Mach dir nichts vor: deine Beziehung läuft nicht mehr wirklich gut - etwas fehlt (dir) - arbeite an deiner aktuellen Beziehung. Wenn das nicht gelingt, trenne dich.
 
  • #45
Klar, zumindest alle Männer, zumindest sofern die Beziehung langjährig und über die akute Verliebtheitsphase raus ist. Mann müsste ein Kastrat sein, um nicht auf ein knackiges, junges Mädchen anzuspringen.
Das ist ja sexuell. Aber bei der FS geht es um Gefühle, auch wenn sie denkt, es sei noch nicht so.
Sexuelle Phantasien sind ja was anderes als romantische. Keine Ahnung, ob das bei manchen Menschen gekoppelt ist, aber ich denke, das sind die Unterschiede zwischen Leuten, die vom Wesen her einen ONS haben könnten (nur sexuell) und denen, die sich nebenher Affären wünschen würden (romantisch-gefühlsmäßig).

Wenn man diese fremden Reize aber nicht nur wohlwollend registriert und sich kurz dran freut, sondern dadurch nachhaltig aufgewühlt wird; eine regelrechte Fixierung auf einen ganz bestimmten Mann entwickelt, finde ich das nicht mehr so harmlos. Das würde ich durchaus schon als Fremdverliebtheit ansehen.
Genau das meine ich auch.

Deswegen finde ich es so hilfreich, sobald man merkt, dass so eine Person im Umfeld ist, den Kontakt sofort abzubrechen oder zu minimieren. Ich war auch in so einer Situation, aber weil ich meinen Partner nie betrogen hätte, denn ich habe ihn geliebt, habe ich versucht, so wenig Begegnungen mit dem anderen Mann zu haben und so kurz und sachlich wie möglich. Die Essenz aus dem ganzen ist, dass meine Beziehung schon damals am Ende war. Aber da so viel Liebe dabei war, habe ich es nicht wahrhaben wollen, dass das, was der andere Mann verkörperte und was mein Freund nicht hatte, total wichtig ist für mich in einer Beziehung. Das war die Lehre, die ich daraus zog: Beim nächsten Mann darauf achten.
 
  • #46
Also meine Freundinnen sind alle in festen Beziehungen und da ist immer der ein oder andere Mann, mit dem sie sich durchaus mehr vorstellen könnten...Das versüßt den Alltag und gut ists.
Ja genau so sehe ich das auch. Dieses kleine Flattern der Schmetterlinge im Bauch heißt doch noch nicht, dass sie wirklich anderweitig verliebt ist oder ihren Freund durch ihre Gedanken schon halb betrügt. Auch in einer festen Beziehung ist man sexuell gesehen doch nicht gegenüber allen anderen Männern/Frauen tot, man kann sich sexuell sicherlich zu mehr als nur einer Person hingezogen fühlen. Attraktivität nennt sich das. Da ist jetzt dieser Mann, den man sehr interessant findet, vermutlich v.a. weil man ihn nicht hat und bei dem anderen Mann der Alltag eingekehrt ist. Das ist halt so und ist ja auch nicht weiter schlimm.
 
  • #47
Guten Morgen zusammen,

hier die FS:

ich bedanke mich für die bisherigen Antworten, die ja doch teilweise sehr unterschiedliche Ansichten vertreten!

Ich muss gestehen, die Aussage, dass man gar nicht erst auf solche Gedanken kommt sofern man wirklich liebt, hätte vor einigen Monaten von mir sein können, diese These hätte ich vehement verteidigt.

Vielleicht ist es noch wichtig zu erwähnen, dass die Tagträume mit meinem Arbeitskollegen nicht wirklich sexueller Natur sind, es sind vielmehr völlig realitätsfremde, dramatische Szenarien, die mir da durch den Kopf gehen (ist mir fast ein bißchen peinlich).
Bei der Selbstbefriedigung denke ich ausschließlich (!) an meinen Partner...

Fehlt dir vielleicht etwas die Romantik in eurer Partnerschaft ;) ?
Das ist für mich momentan die wahrscheinlichste Erklärung, ich bin zur Zeit beruflich sehr eingespannt und verbringe nicht selten 60 Stunden oder mehr in der Woche an der Arbeit. Für Zeit als Paar bleibt da natürlich nicht mehr allzu viel Zeit übrig.

Könnte es sein, wenn du uns hier so davon überzeugen willst, das scheint dir wichtig zu sein, dass du insgeheim dich selbst auch nur überredest, so zu denken?
Nein, das kann ich definitiv verneinen! Wenn ich mit jemandem zusammen sein will und mein Leben mit ihm teilen will, dann mit diesem Mann!

Ich möchte aus all euren Ratschlägen ziehen, dass ich die ganze Sache nicht überbewerten sollte und nicht gleich meine ganze Beziehung in Frage stelle, aber auch, dass ich diese (noch) harmlosen Träumereien nicht unterschätzen darf und an meiner Beziehung arbeiten muss!
 
  • #48
Ich muss gestehen, die Aussage, dass man gar nicht erst auf solche Gedanken kommt sofern man wirklich liebt, hätte vor einigen Monaten von mir sein können, diese These hätte ich vehement verteidigt.
Man kann übrigens immer mal wieder nachlesen, dass sehr viele Männer und Frauen zB beim Sex mit dem Partner an andere Bekannte oder auch Stars etc. denken. Da gibt es zahlreiche Umfragen dazu. So scheinheilig hier auch jeder tut und behauptet, er/sie sei in Gedanken stets nur beim Partner: Ich glaube hier wird sich sehr oft etwas zurecht gelogen, was man als Ideal empfindet. Wie ich schon geschrieben habe, mach dir nicht allzu große Sorgen darüber, außer du verliebst dich jetzt wirklich richtig in deinen Kollegen.
 
  • #49
Hallo Lillylein,
mir geht es ziemlich ähnlich… ausser dass ich Verheiratet bin. Vor etwa einem Jahr habe ich eine neue Stelle angenommen und habe da auch eine Arbeitskollegin kennengelernt (Andere Abteilung aber gleich neben an), Sie geht mir nicht mehr aus dem Kopf. Wir gehen öfters in die Pause zusammen, da wir uns wirklich gut verstehen. Ich würde unsere Beziehung nicht als Flirt bezeichnen jedoch irgendwie intensive. Es ist schwer zu erklären, jedoch gibt mir etwas das verlangen näher zu Ihr zu sein.

Bei mir ist es so dass ich inzwischen so, dass ich sogar immer wieder mein Handy checke ob Sie mir nicht irgendetwas geschrieben hat.

Also, ja, ich kenne solche Schwärmereien in einer gut laufenden Beziehung! Ich habe probiert die Gedanken zu verbannen… jedoch bis heute ohne grossen Erfolg. Habe mir sogar überlegt meiner Arbeitskollegin zu sagen wie ich mich fühle, jedoch befürchte ich, dass Sie sich dann distanziert und dass will ich auch nicht.

Ich finde viele Antworten hier die sehr gut sind, persönlich jedoch finde ich dieses ganze Thema nicht so Schwarz-Weiss… früher schon, jetzt aber nicht mehr. Man sollte sich die Frage stellen was genau Egoistischer ist; Fremdgehen und vielleicht die Beziehung somit zu verbessern (gibt es ja auch) oder weiterhin sich zu quälen um dann viele Jahre später zu merken es geht einfach nicht und sich dann trennen?

Wenn man fremdgeht, wird es sicherlich auf dem Gewissen sitzen. Wenn man bleibt, ist es vielleicht eine Zeitverschwendung von beiden.

Natürlich gehe ich davon aus, dass man zuerst alles Mögliche probiert um die existierende Beziehung wieder in Schwung zu kriegen.

Ich bin in meinen Jahren schon einmal fremdgegangen… war es falsch? Vieleicht. Hat es mir und meiner Beziehung geholfen? Ja. Hatte ich ein schlechtes Gewissen? Ja. Habe ich es gebeichtet? Nein, weil ich mich entschieden habe, dass es nichts bringt meinen Partner zu verletze. Auch hier wieder die zweiseitige Frage, was genau ist Egoistischer? Selber mit dem schlechten Gewissen zu leiden oder den Partner zu verletzten, obwohl es ja eigentlich wieder besser geht?!

Zum Abschluss… wie gesagt es ist nicht so Schwarz und Weiss, ich würde in Deinem Fall dem Gefühl nachgehen.
 
  • #50
Hat es mir und meiner Beziehung geholfen? Ja.
Inwiefern, würde mich hier interessieren, und hat die Drittperson, die hier "geholfen" hat, von Anfang an gewusst, dass Du keine Beziehung mit ihr eingehen wirst?

Du klingst auch, als hättest Du Dich verliebt in die Kollegin und es wäre nicht nur Sex, wenn Du mit ihr was anfangen würdest. Dh. wenn die Dir nun wieder "helfen" sollte in Deiner bestehenden Beziehung, bleibt sie ja am Ende doch allein, vielleicht sehr verletzt, obwohl Du im Moment noch verliebt zu sein scheinst.

Ich finde, die Frage, die man sich hier stellen muss, ist nicht, was egoistischer ist (weil es ja in einer Beziehung nicht nur um einen selber geht, sondern, dass BEIDE glücklich sind), sondern wie man selber tickt:
Ist man nicht in der Lage, eine Beziehung mit Höhen und Tiefen zu führen, ist man nicht in der Lage, den öden Alltag, der alles kaputt macht, aus einer Beziehung fernzuhalten, oder ist man mit dem falschen Partner zusammen? Letzteres kann ja auch anfangs der Richtige gewesen sein, aber dann haben sich beide auseinanderentwickelt oder nur einer ist gewachsen in der Beziehung und hat seine inneren Konflikte bearbeitet.
 
  • #51
Inwiefern, würde mich hier interessieren, und hat die Drittperson, die hier "geholfen" hat, von Anfang an gewusst, dass Du keine Beziehung mit ihr eingehen wirst?
Es hat mir in mehreren Ansichten geholfen, es hat mir bestätigt dass es in einer Beziehung viel mehr Aspekte gibt denn was man annimmt und es halt eben wirklich nicht so "einfach" oder Schwarz-Weiss ist. Natürlich waren da auch Nebenwirkungen, wie; ich war wider zufriedener, die Zeit die ich dann mit meiner Partnerin hatte war auf einmal intensiver, wichtiger und liebevoller. Ich konnte das was wir hatten wieder schätzen. Ich konnte Ihr die Zeit geben die sie brauchte.

Ich hatte "Glück" da sie damals auch in einer Bezihung war und auch sie hatte keine Absicht ihren Mann zu verlassen. Also es ging uns beiden wirklich nur darum das zu erhalten was wir "Zuhause" nicht bekommen konnten.

Ich glaube nicht das ich in meine Arbeitskolegin verliebt bin, eher begehre ich sie. Sie ist jedoch auch eine gute Freundin (die auch in einer Beziehung ist) und das will ich ihr nicht gefährden.

Ich schätze Deine Aussagen wirklich. Es ist nicht einfach die ganze History hier in einem Forum zu erfassen, was man alles probiert hat und wie die Situation ganz genau ist (Gefühle und so). Daher, stehe ich zu meiner Aussage, das dieses Fremdgehen (ob Tat oder nur Gedanke) nicht in jedem Fall schlecht ist, denn es ist wie alles im Leben... Es gibt immer Zwei Seiten.
 
  • #52
@OpenMind8
Vielen Dank für Deine ausführliche Antwort.
Daher, stehe ich zu meiner Aussage, das dieses Fremdgehen (ob Tat oder nur Gedanke) nicht in jedem Fall schlecht ist, denn es ist wie alles im Leben... Es gibt immer Zwei Seiten.
Es geht für mich gar nicht darum, ob es gut oder schlecht oder moralisch böse ist, sondern, ob man sich was vormacht. Ich habe die Erfahrung gemacht, dass der Gedanke an einen anderen Mann ein Symptom war, dass mir was sehr Essentielles in der Beziehung fehlt (daran ist sie unter anderem auch gescheitert, aber erst ewig später nach einem sehr unterkühlten und emotional sehr aufreibenden Endprozess und einer Menge Frust), daher übertrage ich das jetzt als Erfahrung auch auf andere Fälle. Wenn ich anfange, an andere Männer zu denken in einer Beziehung, dann haben die was, das ich bei meinem Partner sehr vermisse. Ansonsten wäre ich ja zufrieden und es wäre mir nicht aufgefallen.

Bei bestimmten Dingen, die mit Verhaltensweisen zu tun haben, kann sich ein Mensch vielleicht ändern, manchmal muss man einfach an sich selbst arbeiten bzgl. Toleranz oder Eigenständigkeit. Aber wenn es sexuelles Begehren ist, befasse ich mich mit der Frage, was dran ist an der vielverbreiteten Aussage, dass es sein MUSS, dass das Sexleben in einer Beziehung einschläft. Da das von meiner Seite aus nicht so ist, würde ich sehr darauf achten, dass das keine Nebensache wird, dh. wenn mir hier was fehlt, dann habe ich einen Partner, der wirklich vom Wesen her nicht passt. Es gibt hier auch Männer, die bis zur Trennung nach Jahren ein gutes Sexleben hatten, also es gibt es, dass es nicht einschlafen muss - dh. ich muss, wenn ich Wert drauf lege, SO einen Partner haben.
 
  • #53
Was Fremdgehen angeht, so vertrete ich die Ansicht, dass man, wenn man jemanden anlügt, den nicht lieben kann. Also jedenfalls nicht so, wie ich das definiere, weil ich mit jemandem nicht zusammen sein könnte, der das mit mir macht. Ich würde auch Freunde aussortieren, die mich anlügen.

Wenn besondere Umstände auftreten, z.B. einer ist lange schwer krank, würde ich das Fremdgehen noch verstehen können. Aber bei Beziehungskrisen oder aus Langeweile nicht. Was so schlimm daran ist, ist die Lüge, nicht unbedingt der Fremdsex. Und ich habe den Eindruck, dass bei solchen heimlichen Beziehungsfrischkuren NIE an die Drittperson gedacht wird. In Deinem Fall war sie nun in der selben Position, aber öfter mal sind das ja Singles, die dachten, sie werden geliebt. (Wenn hier Brechreiz entsteht, weil sie dem Fremdgänger helfen, seine bestehende Beziehung zu kitten, wundert mich das nicht)
Es geht immer nur um den Partner, ob man beichten soll und man hat ausschließlich wegen ihm ein schlechtes Gewissen, denn die Drittperson weiß ja Bescheid (weiß sie nicht wirklich, denn sie hat nur das, was der Fremdgeher erzählt und muss eigentlich vorher schlau sein und sich gar nicht drauf einlassen). Nie hat einer ein schlechtes Gewissen, dass die Drittperson schwer leidet und verletzt wird, sie kriegt hinterher noch gesagt "selber schuld". Stimmt ja auch, aber der Fremdgänger denkt halt nie an die, wenn er meint, seine Beziehung wäre so schlecht, dass er sich vielleicht umorientieren wird und was neues anfangen will.
Ich finde es nun sinnlos, darüber moralisch zu jammern. Es gibt kein Wissen vor der Erfahrung und deswegen hat die Drittperson halt was fürs Leben gelernt.
Es gibt aber Menschen, die immer wieder dasselbe machen, ich meine jetzt die, die in der Beziehung sind und die schon wieder den Drang haben, eine Drittperson sexuell zu "überdenken". Und dann tritt meiner Meinung nach eben hier auf, was sie bei der vorigen Fremdgeh-Sache schon hätten lösen können: Sie haben meiner Ansicht nach wieder einen falschen Partner (oder immer noch denselben und es klappt eben nicht mit ihm). Das meinte ich mit sich was vormachen.
 
  • #54
Es ist absolut normal, dass man zeit seines Lebens Sex-Fantasien nie nur auf einen Partner bezieht. Dafür sind wir gar nicht geschaffen. Sex verlangt nach Abwechslung, nach Fantasie, das ist doch das pure Leben!
Dass Sex allein auf eine Partnerschaft bezogen bleibt, über längere Zeit, das ist eine Illusion. Deshalb sind solche Fantasien nicht schlimm und nicht die Ausnahme. Wissen sollte man nur, wo man aufhören muss - oder will.