• #61
@52,53,54,57,59 sowie 47 und 48

Alles nicht gerade ein Ruhmesblatt für Firmen und Vorgesetzte in denen solches möglich ist. Nur, würde eine quote diese Missstände beseitigen oder nicht eher noch ein weiteres Feld der Spielchen eröffnen?

Ganz speziell an 59: Oh weia, in was für Firmen arbeitest Du denn? Ich hatte es zum Glück immer nur mit Firmen zu tun in denen solche Spielchen nicht gespielt wurden. Und das sind alles sehr erfolgreiche gewesen, darunter zwei Weltmarktführer in Ihrem Spezialgebiet wie auch die jetzige. Ich und meine Kollegen sind durch nachweisbare Leistung dorthingekommen, die meisten über Headhunter. Das ein gutes Netzwerk zum Erfolg beiträgt steht dabei ausser Frage, Schliesslich erreicht man Erfolge nicht als Einzelkämpfer sondern als Team.
 
M

Mooseba

  • #62
Mir geht vieles von dem selbstgefälligen Gequatsche hier auf die Nerven. Und scheinbar geht es eher darum zu zeigen, dass man bereits Führungskraft ist - egal ob Frau oder Mann. Frauen wollen mehr in Führungspositionen? Fein! Dann sollten sie endlich lernen, wo die wichtigen Veränderungen stattfinden. Und zwar in der Industrie, in der Forschung und im Internet. Und das sind in der Regel männerdominierte Branchen. Ich habe mittlerweile mir eine Respekthierarchie zugelegt, die sehr zynisch wirkt.

Vor Führungskräften aus der Dienstleistungsbranche habe ich deutlich weniger Respekt als vor welchen aus der produzierenden Industrie. Warum? Weil vor allem die Industrie uns reich gemacht hat und unseren Wohlstand erhält. Dort werden immer noch die höchsten Löhne und Gehälter gezahlt (mal von den Exzessen der Bankenbranche abgesehen), Billiglohnskandale kennt man in Deutschland fast nur aus dem Dienstleistungssektor. Produkt entwerfen und auslegen ---> Rohstoff kaufen und bearbeiten ---> Produkt vertreiben ---> Wohlstand gesichert. Das gilt immer noch. Da kommt die ganze Kohle her, mit der wir unser teures Gesundheitssystem finanzieren und wovon auch die Dienstleistungsbranchen leben. Und die Region mit viel Industrie sind stets die reichsten (Steuerparadiese mal ausgenommen).

Was soll meine scheinbare Abschweifung da oben? Frauen sollten sich ihre Quote selbst schaffen, indem sie viel mehr die klassischen Männerberufe lernen. Der Anteil an weiblichen Studierenden in Maschinenbau, Elektrotechnik etc. sollte dem Bevölkerungsanteil von Frauen entsprechen - 50%. Merkwürdiger- und Interessanterweise sind Frauen von reinen Mädchenschulen viel eher bereit, in einen technischen oder naturwissenschaftlichen Beruf einzusteigen. Und diese Frauen sind garantiert nicht "unweiblicher". Ein Plädoyer für geschlechtergetrennte Schulen? Nein, ein Plädoyer für mehr weiblichen Mut, auch zum Hinterfragen von Geschlechterrollen bereits in der Schule.

Außerdem gibt es bereits technische Studiengänge nur für Frauen. Und diese Studiengänge sind kein bisschen leichter - wie es gern viele männliche Lästerer behaupten. Der Grund ist eher, dass Frauen sich bisher in solchen Studiengängen sehr einsam gefühlt haben und die Männer dort nicht gerade Kant und Sartre unter'm Arm tragen, also in ihren Ansichten oft immer noch in der Pubertät feststecken. Oft habe ich es erlebt, dass die wenigen Frauen von einer Traube von sieben Kerlen umgeben waren, von denen neun Idioten waren. Das nimmt den Damen die Motivation. Solche technischen Studiengänge nur für Frauen sehe ich da als Fortschritt - es sei denn, es entschließen sich plötzlich viel mehr Frauen, solch ein Fach zu studieren und erhöhen somit ihren Anteil in einem Jahrgang schlagartig.

Also zusammenfassend: Geht eher in die Branchen, die uns am stärksten verändern und die unser Land reich machen - und bisher männlich dominierte Branchen sind. Die Dienstleistungsbranchen, in denen Frauen stärker repräsentiert sind, werden mir zu stark aufgewertet heutzutage - nicht wegen der Frauen, sondern weil es Dienstleistungsbranchen sind. Eine Dienstleistungsgesellschaft ist eine verarmende Gesellschaft mit einer Lohnspirale nach unten, die sich bald gar keinen Sozialstaat mehr leisten kann (siehe GB, siehe USA). Mädels, reckt die Faust und auf in die Produktion!

(m28)
 
G

Gast

  • #63
Klar, muss die Quote her - nicht weil man sie unbedingt wegen der Gleichberechtigung will (und dass die Frauen es in den Männerdomänen mit den eigenen Codes viel schwerer haben und benachteiligt sind ist doch so was von klar) - sondern weil sie eine wirtschaftliche Notwendigkeit ist, denn es hat sich gezeigt, dass Unternehmen, wo Frauen mit da sagen haben die wirtschaftlich besseren sind, zumal ja die Zukunft Fähigkeiten von uns benötigt, die viel mit Kommuniaktion zu tun hat. Und außerdem:
Es gilt der Grundsatz: Wo Frauen führen, wachsen Frauen nach. Aber zunächst muss ein erster großer Schritt gemacht werden, er muss verbindlich sein, und da ist die Quote ein gutes Instrument. Sie wird sehr bald für sich selbst sprechen. Und irgendwann braucht man sie dann nicht mehr.
Und können mir mal die Gegner und Gegenerinnen der Quote mal sagen, warum die Schweden, die Förderung der Frauen in Führungspositionen zur Chefsache erklärt haben? Dazu gehört auch die Quote. Weil sie eben weit denken und mit diesem Angebot auch hochqualifizierte Frauen auch ins Land locken - während Deutschland schläft. Dies war ja schon unter Kohl so. Schrecklich altmodisch und konservativ und dann diese schreckliche Diskussion auf der reinen Ebene von Geschlechterpersönlichkeit, wie Frauen sind bequem, wollen gar nicht in die hohen Poste usw. Ja, dann müssen eben die Rahmenbedingungen für Frauen verbessert werden.
Und damit meine ich nicht nur für die Frauen, die Kinder haben. Und für Männer und deren Kinder ist es auch gut, wenn sie um 19 Uhr beim Abendessen sitzen.
 
G

Gast

  • #64
Hier eine Frau, die weiß wovon sie redet: Sabine Agodom

http://www.spiegel.de/panorama/gesellschaft/0,1518,743032,00.html

Und ich fass es mal kurz zusammen: Alle die eine ahnung haben, wie die Wirtschaft tickt sind für die Quote als Hilfsmittel und Frauen sind wie Teebeutel, wirft man ise in hießes Wasser entfalten sie ihr Aroma.
 
  • #65
@62
ok, jetzt mal Butter bei die Fische. Welche Rahmenbedingungen müssen verbessert werden? Was hält die Frauen davon ab Technische Studiengänge zu belegen in denen wie #61 so klar erkannt hat die Musik spielt? Was hält die Frauen davon ab sich in meine Firma überhaupt zu bewerben? Was kann ich machen damit sich die Damen für solche Bereiche Interessieren und dann auch noch Weltweit reisen und kommunizieren wollen? Was?

Antwort einer sehr tüchtigen Dame im Innendienst der ich gerne eine Führungsposition anvertraut hätte: "Das ist es mir nicht Wert, ich will jeden Abend in meinem Bett schlafen".

Und wie naiv bist Du? Es gibt Heutzutage so gut wie KEINE Führungsposition in der Du jeden Abend um 19h bei Deiner Familie bist. Nicht weil Du dann noch im Büro sitzen würdest sondern weil Du irgendwo auf dieser Welt im Hotel oder bei Geschäftsessen bist. Wir sind eine Exportnation und das sind wir nicht geworden weil wir brav im Büro gesessen hätten und darauf gewartet haben dass die Welt unsere Produkte findet. Und auch nicht weil die Männer die das bisher geschafft haben nicht Kommunizieren könnten.

Und genau das ist es auch was es für uns so schwierig macht Frauen für unsere Führungspositionen zu gewinnen. Wenn Reisebereitschaft über den örtlichen Radius hinaus im Anforderungsprofil steht wird die Anzahl der weiblichen Bewerbungen sehr dünn.

Du beantwortest auch genau die Frage nicht wieso es Industrieunternehmen nicht schaffen die Zahl der Frauen in den Führungspositionen deutlich zu erhöhen die eine Frau als CEO haben. Wie die o.g. Beispiele Trumpf und Würth. Beide Damen sind schon etliche Jahre zugange (und das mit hervorragenden Ergebníssen). Auch die finden nicht genügend um solche Quoten zu erfüllen. Und dann? Den Laden dichtmachen? Oder Alibi-Funktionen erschaffen? Das kann sich vielleicht ein Konzern leisten, ein Mittelständler jedoch nicht.

Deshalb: Ja, die Gleichberechtigung weiter vorantreiben (Gleichberechtigung! nicht Gleichschaltung und bitte beidseitig!), Kinderbetreuungsmöglichkeiten schaffen, mehr Frauen in die Technik.... All das hilft uns in der Tat weiter, eine Quote aber nicht.
 
G

Gast

  • #66
@62
Guter Beitrag. Aber nun ist die Quote ja wieder vom Tisch. Deutschland schläft weiter. Wenn ich gestern höre, dass in Ägypten 25 Prozent der Hochschulprofessoren weiblich sind und in Deutschland nur 12 Prozent - gute Nacht! Was hat neulich meine französische Freundin gesagt? "Deutschland ist ein Macho-Land." Und um auf das einzugehen, was Moseeba (#61) geschrieben hat: Deutsche Frauen trauen sich zu wenig. Allerdings liegt das auch an der unsäglichen Kultur, noch um 22 Uhr ein Meeting einzuberufen. Diese familienfeindlichen Sitten sollten wirklich abgeschafft werden, dann gibt es auch mehr Frauen in den oberen Etagen - wenige erfolgreiche Firmen wissen das.
 
  • #67
@65
Meinst Du nicht, dass es vielleicht nötig ist um 22 Uhr ein Meeting einzuberufen?

@62
Meinst Du das die Firmen trotzdem INSGESAMT besser laufen, wenn da Frauen am Hebel sitzen, die nicht so die Leistung bringen wie Männer. Die Männer aber wegen der Quote den Job nicht machen können. Es müsste doch dann Firmen geben, die WEGEN der Frauen besonders gut laufen und Firmen, die WEGEN der Frauen besonders schlecht laufen!?
 
  • #68
ok, liebe 65. ist ja schön wenn Du in dieselbe Kerbe wie #22 haust, nur beantwortet das meine Fragen nicht. Vergleiche mit anderen Ländern hinken einfach weil die Stuktur und Stärke der Deutschen Wirtschaft nun einmal die Technologie ist. Maschinen- und Fahrzeugbau, Chemie, IT. Und das scheint die meisten Frauen hierzulande einfach nicht zu interessieren. Eine Quote würde diese Firmen lediglich weniger konkurrenzfähig machen, einfach mangels interessierten und qualifizierten Kandidatinnen. Daß Frauen andere Qualitäten haben ist ja unbestritten und dass die in den Teams eine Firma weiterbringen auch. Ich krieg nur keine!

Also Bitte liebe Befürworter der quote, wie sollen wir dieses Problem denn lösen wenn die Quote kommen sollte? WIE?

@65 Ein Meeting um 22h habe ich bisher nur zweimal in meiner gesamten Karriere erlebt und dieses hatte den einfachen Grund weil wir per Videokonferenz mit Asien verhandeln mussten und irgendwie muss man sich ja auf eine gemeinsame Startzeit einigen. Soooo häufig ist das nun wirklich nicht, auch wir Männer wollen nicht von 8-23h im Büro sitzen.
 
G

Gast

  • #69
@67
Die traurige Wahrheit ist nun mal, dass die wirtschaftliche Entwicklung schon immer von Männern bedient wurde, wenn sich eine Frau dafür interessierte wurde ihr ganz klar gesagt, dass sie sich als Frau nicht dafür zu interessieren hat. Meine Mutter arbeitete in ihren jungen Jahren im Chemielabor- glaubst du etwa die hatte zu diesen Zeiten eine Chance auf beruflichen Aufstieg? Kaffeeholen, Drecksarbeit und sexuelle Belästigung standen da schon fast im Vertrag.
Und ja, die Zeiten haben sich gebessert, doch man kann doch bitte nicht erwarten, dass Frauen von heute auf morgen plötzlich ein unbendiges Interesse an diesen Berufsgruppen entwickeln nachdem ihnen seit Anbeginn der Zeit vermittelt wurde, dass sie sich gefälligst fern halten sollen wenn Männer arbeiten. Es ist doch bitte offensichtlich, dass die Berufswelt sich im Laufe der Zeit voll und ganz auf Männer ausgerichtet hat- hier davon zu sprechen, dass es schlicht mehr Kinderbetreuungsplätze braucht damit Frauen aufschließen können ist doch bitte die blanke Verarsche! Wie kann man nur glauben, dass man eine Unterdrückungsmentalität die sich über Jahehunderte entwickelte in flockigen 60 Jahren aufheben könnte. Ich gebe dir vollkommen Recht, eine Quote bringt da überhaupt nichts- dabei ginge es nur wieder darum Frauen in ein männliches System zu pressen. Man müsste schon an den Strukturen arbeiten, die Stadt sozusagen von Grund auf neu errichten- und selbst wenn das mal klar ist und man wirklich damit beginnt dann ziehen noch ein paar hundert Jahre ins Land bevor wir an einem Punkt sind wo man von gleichwertigen Arbeitsbedingungen sprechen kann.

Ich verstehe es wenn Frauen unter diesen Bedingungen keine Führungskraft sein wollen. Denn der einzige Weg geht über männliche Verhaltensweisen. Da bleibe ich mir doch lieber selbst treu, lebe mein Leben als Frau als mich als Mann zu verkleiden, männliche Drohgebärden nachahme und gemeinsam mit den Kollegen abfällige Bemerkungen über Sekräterinnen austausche weil sie sich ertreisten figurbetonte Kleidung zu tragen und auch noch über etwas anderes reden als Kohle, Platzhirschgehabe und Machtgeilheit.

Und darfs mal eine persönliche Frage sein? Wie oft hast du einem kleinen Mädchen zum Geburtstag ein Spielzeugauto geschenkt? Und wie oft einem Jungen?
 
G

Gast

  • #70
@65: Dein Kommentar zum Meeting um 22:00 Uhr zeigt doch ganz gut wieso Männer unter anderem leichter vorankommen, bzw. überhaupt mehr Männer in diese Positionen wollen als Frauen.
Ich drücke das jetzt mal ganz bewusst politisch inkorrekt aus: Männern ist die Familie einfach nicht so wichtig wie der Beruf, bzw. glauben Männer nicht das ihre Kinder tot umfallen wenn sie Abends mal nicht da sind und darum haben Männer auch weniger Probleme mit den für diese Positionen notwendigen Arbeitszeiten.
 
  • #71
@68
Du hast schon recht, es war mal so. Und daß sich das nicht von Heute auf Morgen verändert ist auch klar.
Aber, wir sind schon auf einem guten Weg wie ich finde. Die ganzen Drohnummern und Spielchen gibt es schon in meiner Generation nicht mehr so oft, wenn ich die Heutigen Absolventen so sehe weiss ich dass diese das noch weniger machen werden weil bereits Ihre Mütter und Väter nicht mehr diese Denke hatten.

Ich hätte auch mal eine persönliche Frage, wie erklärst Du Dir diese Szene (selbst erlebt). Ein WE mit Jugendlichen (14-18Jahre) in einer Jugendherberge. 80 dieser Jugendlichen stehen in der Sonne da kommt einer der Betreuer mit einem Kinderwagen um die Ecke....... kreischen und fast eine Keilerei wer denn das Süüüüüüse Baby halten darf- Rat mal wieviele Jungs dabei waren. Sind die alle durch die Gehirnwäsche gegangen? Nein, Sie verhalten sich nur gemäss Ihrer Genetischen Ausstattung- und das bestimmt Heutzutage eben auch die bevorzugten Studien und Ausbildungsrichtungen.

Ich versuche schon seit langem mehr Studentinnen für unsere Fachrichtung zu begeistern, leider mit nur sehr mässigem Erfolg.

Zu Deiner Frage: Ich hab noch niemals ein Spielzeugauto verschenkt, auch noch keine Puppe. Dafür jede Menge cooler Sportausrüstungen, Physikbaukästen, Fischer-Technik, alles Gleichermassen an die Jungs wie Mädchen. (Hab eine grosse Familie) Wer diese dann intensiver genutzt hat muss ich Dir wohl nicht sagen. Wäre schön gewesen wenns anders gewesen wäre, wars aber nicht.
 
  • #72
Es ist NICHT (nur) eine Sache der Erziehung und des Angebotes, nach welchem Spielzeug unsere Kleinen greifen! Diese These aus den 60- ern ist schon lange widerlegt! Es gibt Vorlieben für geschlechtsspezifisches Spielzeug von Anfang an.
Auch die Art des Umgangs miteinander zeigt Unterschiede schon im Kindesalter. Mädchen suchen im Spiel Harmonie und ein freundliches Miteinander, während Jungs gerne im Wettbewerb und Spiel ihre Kräfte messen. Das war schon immer so und zeigt sich in allen Kulturen gleichermaßen!

Genau so wenig so liegt es nicht an den "ach so bösen" Männern, dass Frauen sich im Allgemeinen nicht in den harten Kampf um die höchsten Positionen mischen wollen.
 
G

Gast

  • #73
@#70
Ich habe auch eine große Familie und muss dir sagen Spielzeugautos verschenkt man bevorzugt doch eher an die 1,5 -5 Jährigen, mit einem Physikbaukasten oder Sportausrüstung hätten sie in dem Alter noch nicht viel angefangen. Ich hab übrigens lange mit meinem großen Bruder gespielt.. bevorzugt mit Matchboxautos, haben mit Teppichen und Büchern ganze Städte gebaut, ebenso haben wir aber auch (wohlgemerkt für seine) Stofftierente ein Haus gebaut, sie bekocht und wie eine Königin behandelt. Jetzt wo ich älter bin habe ich die Chance meinen kleinen Bruder (18) zu beobachten. Er ist immer einer der ersten der auf die ganz kleinen zugeht, mit ihnen spielt und seelig lächelnd dasitzt wenn er das Baby halten, füttern oder sogar wickeln darf (er geht übrigens in eine technische Fachschule, in die selbe in der ich schon war).

Was deine Szene anbelangt: was passiert wenn ich in die selbe Gruppe von Jugendlichen ein Pornoheft werfe? Komisch wie wenige davon beruflich in der Pornoindustrie landen, nicht? Und was wäre passiert wenn der Betreuer das Baby einem Jungen in die Hand gedrückt hätte und der Junge alleine mit dem Kind gewesen wäre? Gerade in diesem Alter ist der Gruppenzwang nicht zu unterschätzen und auch wenn Frauen genetisch bedingt ein höheres Interesse an Babys haben- dass dein Beispiel so extrem ausfällt hat weitaus mehr Gründe. Oder glaubst du etwa es hat keine Wirkung auf Mädchen wenn sie dank spezieller Puppen schon mit 2 Jahren spielerisch lernen wie man ein Baby versorgt- wohingegen man Jungs in dem Alter bevorzugt aufzieht wenn sie sich dafür interessieren?
 
  • #74
@72
Ach weisst Du, bei den jüngeren hab ich zumeist irgendwelche Stofftiere geschenkt. Auch das gleichermassen Geschlechtsunspezifisch.

Bezüglich der Erziehung kann ich locker auf den Post von 71 verweisen, es ist mittlerweile wissenschaftlich erwiesen dass es Geschlechtsspezifische Unterschiede gibt. Natürlich gehen Männen nicht aus dem Weg wenn Ihnen das Kind in den Arm gelegt wird, aber da kannst Du beobachten dass Männer mit kleinen Kindern völlig anders umgehen als die Frauen (auch ohne Gruppenzwang). Nicht weniger begeistert aber dennoch anders (zum Beispiel ist die Tendenz in hoher Babysprache zu säuseln erheblich geringer). Auch diese Verhaltensmuster sind belegt genetisch bedingt.

Beim Pornoheft vermute ich mal dass es die meisten gar nicht interessiert hätte, kennen die in diesem Alter längst schon und die meisten sehen das wie ich- eher unappetitlich.

Und zu Deinen Puppen, ich wusste gar nicht dass es solche gibt. In meiner gesamten Familie sind die Jungs wie Mädchen mit demselben Spielzeug gross geworden, alle Frauen haben nach 3 Jahren wieder gearbeitet und dennoch verhalten sich die Geschlechter unterschiedlich, vor allem auch in der Berufswahl. Wieso?
 
  • #75
@#72:
Auch unser Sohn bekam natürlich seine eigene Puppe!

Wir, "fortschrittliche" Abkömmlinge der 68- er - Generation, waren damals auch von der Theorie überzeugt, die du hier postest. Zumal die Rollenverteilung in der Familie beispielhaft verteilt war: Wir BEIDE kümmerten uns gleichermaßen um alle Belange des Haushalts und der Kindererziehung. Also scheinbar perfekt!
Also würde unser Sohn garantiert ebenso sein Püppchen liebevoll versorgen, wie er es bei Papa beobachten konnte. - Dachten wir!
Spielzeug lag sowieso für beide Geschlechter in den Regalen herum, jeder konnte sich selbst auswählen, was gerade zum Spielen reizte.

Alles graue Theorie!
Während unsere Tochter ihre Puppe liebevoll zu Bett brachte, schleppte der männliche Wonneproppen die Puppe an den Haaren mit aufs Klo. Allerdings durfte der gelbe Bagger mit ins Bett!

Heute sind beide mitten im Studium. Sie hatten gute Abi- Noten und die freie Wahl, und dennoch entschieden sie sich für die typischen Mädels-/ Jungen- Studiengänge.
 
  • #76
Ich hatte immer geglaubt, daß die unterschiedlichen Verhaltensweisen durch Erziehung geprägt sind. Bis ich meinen Sohn bekam, seit dem weiß ich, daß vieles angeboren ist... er ist zu 200% ein Junge, jeder Zoll. Trotz daß ich mir alle Mühe gebe, mit ihm ausgewogen und viel zu basteln, malen, spielen, rumtollen, liebt er alle gängigen Jungs-Sachen: Kampfroboter, Autos, Eisenbahn, wild raufen. Natürlich hatte ich ihm auch eine Puppe geschenkt, die er manchmal betüdelt. Aber 98% der Dinge, die er mag, sind reine Jungs-Interessen.
Jetzt brauche ich für den Fasching noch ein Darth-Vader-Kostüm - es ist wirklich zum Schießen, daß er nichts auslässt.
 
G

Gast

  • #77
@71/73/74
Wiedermal ein wunderbares Beispiel, dass so mancher nur das liest was er lesen möchte^^
Ich hab nicht behauptet, dass man mit der "richtigen" Erziehung einen Jungen zu einem Mädchen machen kann, sondern nur, dass es auch eine Rolle spielt wie man Kinder erzieht und welche Rollenmuster man ihnen schon von kleinauf antrainiert, so schwer war das doch wirklich nicht zu verstehen. Natürlich kann man diese Einflüsse leugnen, tut euch keinen Zwang an. Ebenso könnte man behaupten, dass sich Werbung nicht auf Kinder auswirkt- wir Erwachsenen können uns dem ja auch so wunderbar entziehen.

Und na klar, Kalle, Jungs zwischen 14 und 18 finden Pornos größtenteils ganz furchtbar, richtig eckelhaft- die surfen alle zuhause nur auf Fußball- und Autoseiten, unter anderem weil Selbstbefriedigung und allgemein Sex in diesem Alter üüüüberhaupt kein Thema ist ^^

Angela, ich habe gesagt, dass die Arbeitswelt sich seit so gut wie immer grundsätzlich an Männer angepasst hat und eben weil Männer und Frauen verschieden sind, ist es vollkommen klar wieso sich so viele Frauen diesem Kampf nicht aussetzen wollen- zu glauben die Wirtschafts stehe auf geschlechtsneutralem Boden ist wirklich naiv.

Diese Diskussion ist wirklich dämlich! Ach.. ich meine herrlich!
 
G

Gast

  • #78
Während Männer eher zielgerichtet sind, ist für Frauen der Weg das Ziel. Das kann in manchen Bereichen von Vorteil sein und fehlt sicher auch in einigen Führungsetagen, aber Visionen und deren Realisierung entstehen dadurch nicht.

Paradebeispiel für Stillstand ist unsere Kanzlerin. Die kuschelt unser Land in den Tod - okay, machmal haut sie auch theatralisch auf den Tisch. Aber dann hat sie auch immer ein Hosen-Kostüm an. Mal drauf achten!
m
 
M

Mooseba

  • #79
An die Frauen hier im Forum, die die Quote verwirklicht sehen möchten: Diese - semi-sozialistische - Regelungswut sollte dann auch konsequent weitergeführt werden: Wenn diese Quote gewünscht wird, sollen sich Frauen auch dazu verpflichten - ja genau: verpflichten - vermehrt technische und naturwissenschaftliche Berufe zu lernen.

Heutzutage wird leider vergessen, wie wir in diesem Land reich geworden sind. Denn irgendwas studieren und dann eine Führungsposition besetzen wollen - das finde ich unverschämt. Das hieße, Karriere auf dem ökonomischen Fundament machen, das von Männern gelegt wurde und vor allem von Männern stabil gehalten wird.

Der Grundsatz, dass man mit einer guten Bildung einen guten Job mit Karrierechancen findet, gilt nur solange, wie es eine Industrie gibt, die noch echten Mehrwert - wie er mit Dienstleistungen niemals möglich ist - schafft. Gibt es keine Industrie mit viel Forschung und Entwicklung, dann können sich viele privilegierte Selbstverwirklicher ihren Job an den Hut oder sonstwohin stecken.

Wenn Frauen immer noch einen großen Bogen um diese Studienfächer machen, dann haben sie keinen Führungsjob in der Industrie verdient. Selbstverwirklichung und freie Berufswahl schön und gut - aber die Ausübung eines Berufs ist immer auch ein Dienst an der Gesellschaft.

Es gibt in ihrer Wichtigkeit einfach Hierarchien zwischen den Berufen - und das ist auch gut so. Viele Berufe sind schwer und haben auch eine anständige Bezahlung verdient - aber sie sind ökonomisch nicht selbsttragend. Überspitzt gesagt subventioniert unsere moderne Industrie den Rest der Wirtschaft. Und dass Dienstleistungsbranchen gegenüber technologischen im Kommen sind, darf immer nur ein kurzzeitiger Trend sein. Sonst entsteht ein Missverhältnis mit unschönen ökonomischen Folgen.

Deshalb bin ich der Meinung, dass Frauen vermehrt klassische Männerberufe lernen müssen, wenn sie vergleichbare Karrieren absolvieren möchten. Übrigens sind bei Ingenieuren die geschlechtsbedingten Gehaltsunterschiede mit am geringsten.

(m28)
 
G

Gast

  • #80
@78
Es ist nicht ganz falsch was Du schreibst. Allerdings würde eine Wirtschaft mit ausschließlich technischen Berufen nicht funktionieren bzw. eine Gesellschaft. Würde es niemanden geben, der die Rechnung ausstellt, käme auch kein Geld rein, keine Ärzte => schlaue Köpfe wären tot. Ja, das weißt Du sicher, aber ich wollte es nur mal erwähnt haben. Beides ist nötig. Ist es wirklich unfair, wenn die Männer in technischen Berufen vermehrt Führungskräfte sind und die Frauen in den anderen Berufen?
 
G

Gast

  • #81
@78
Um die relativen wenigen TOP-Führungspositionen AUCH mit Frauen zu besetzen, reichen die weiblichen Absolventinnen in naturwissenschaftlichen und technischen (Männer-)Studiengänge völlig aus.

Das Argument, es gäbe keine guten Frauen in diesen Berufen, stimmt nicht!

In den Vorständen sitzen zudem besonders häufig BWLer und Juristen, gerade da fehlt es sowieso nicht an weiblichen Spitzenkräften.
 
G

Gast

  • #82
@79
Glaub mir, ein Ingenieur kann eine Rechnung schreiben. Auch wenn er sich erst wieder an Mathe mit Zahlen anstelle von Buchstaben und Symbolen gewöhnen muss.
Ob BWLer aber technisch-schöpferisch tätig sein könnten?
Hat jemals ein(e) Vertriebler(in) in die Entwicklung gewechselt?

Aber es gibt keinen Grund der Frauen daran hindert, auch MINT-Fächer zu studieren und es den männlichen Komilitonen zu zeigen. Im Gegenteil: Die sind mehrheitlich begeistert.

Sarkasmus on*
Dort eine verpflichtende Quote wäre doch auch mal nicht schlecht. Jeder Mann über der Quote wird einfach exmatrikuliert.
Die fehlenden technischen Fachkräfte werden dann einfach aus Indien importiert, hat ja schon mal so hervorragend funktioniert.
Sarkasmus off*
 
M

Mooseba

  • #83
@79
Natürlich benötigen wir die anderen Branchen und ein gutes Sozialsystem. Aber deren Niveau ist eben direkt vom Erfolg bzw. Innovationsstand der Industrie abhängig. Haben wir diese nicht, hätten wir noch ganz andere Schuldenexzesse in den öffentlichen Kassen und den Sozialversicherungen als wir jetzt schon haben. Oder wir müssten uns mit deutlich schlechterer Versorgung zufrieden geben.

@80
Industriearbeit ist immer noch vor allem Männerarbeit. Wenn sich der Frauenanteil in den entscheidenden Bereichen an der Basis des Unternehmens nicht erhöht, soll es sich in der Spitze auch nicht ändern. In anderen Branchen ist eher Handlungsbedarf angebracht, weil es dort eine größere Diskrepanz in Sachen Frauenanteil zwischen Basis und Spitze gibt.
 
G

Gast

  • #84
An alle die die Quote befürworten, es gibt aktuell ein sehr schönes Beispiel dafür was vermehrt geschehen wird wenn sie kommt:

Frau Schröder-Köpf wird Aufsichtsrat bei Karstadt! Und was genau qualifiziert Sie dafür? Sie hatte niemals eine Führungsposition inne, vom Handel versteht Sie auch nix (gelernte Journalistin). Ihre einzige Qualifikation ist dass Sie mit einem Ex-Kanzler verheiratet ist.

Wollt Ihr das wirklich? Also ich nicht. Ich will den besten als Chef, und da ist es mir völlig egal ob Männlein oder Weiblein.

Und ich muss Mooseba völlig Recht geben. Die Wertschöpfung kommt nunmal von der Industrie. Schaut mal nach Grossbritannien, alles auf Dienstleistung getrimmt. Alle wachsen, GB schrumpft. Wieso wohl? Wenn ich keine Industrie mehr habe brauch ich auch keine Maschinenfinanzierung und damit auch weniger Finanzdienstleistung etc.

@80
Na das ist doch eine widersinnige Sache: Natürlich reichen die wenigen Frauen aus diese Positionen auch in einer Quote zu besetzen. Aber hab ich dann wirklich die besten oder geeignesten? Wohl eher nicht. Dann hab ich eine Menge Schröder-Köpfs in den Positionen- keine Ahnung vom Geschäft aber Hauptsache Frau.

Ich bin mir sicher dass dies Eurer Sache mehr schaden als nutzen würde.
 
  • #85
#83
manchmal frage ich mich, wann es manchen endlich peinlich wird!
Ich meine damit nicht dich, sondern die Schröders.

Du hast ein typische Beispiel bezüglich Männemacht gebracht - solange es für Frauen eher möglich ist, sich hochzuschlafen, als durch eigene Leistung hoch zu kommen, ist eine Frauenquote seeehr notwendig.
 
  • #86
Ist es nicht besser wenn Frauen weniger verdienen? Ich frage deshalb, weil es dann bekannterweise schwerer für Frauen ist einen Mann zu finden (weil sie zu ihm aufschauen wollen) und für Männer gibt es ebenfalls weniger potentielle Partnerinnen (weil sie i.d.R. einen höheren Status haben möchten als die Frau und sich dann mehr Frauen nicht für sie interessieren). Ich bin im Grunde für Gleichberechtigung, aber wenn diese zur Vereinsammung beiträgt ...
 
G

Gast

  • #87
Sarkasmus on*
Dort eine verpflichtende Quote wäre doch auch mal nicht schlecht. Jeder Mann über der Quote wird einfach exmatrikuliert.
Die fehlenden technischen Fachkräfte werden dann einfach aus Indien importiert, hat ja schon mal so hervorragend funktioniert.
Sarkasmus off*
So schlecht wäre das nicht, allerdings nur wenn man es von der anderen Seite her angeht. Solange die Quote nicht erfüllt ist werden Frauen eben gezwungen die entsprechenden Fächer zu studieren.
 
  • #88
Anstelle einer Quote wäre folgendes viel nützlicher:

- ausreichende qualitätvolle und bedarfsgerechte Kinderbetreuung

- Mentoringprogramm für ALLE Befähigten

- noch stärkere Inanspruchnahme von Männern zu sog. Babymonaten - nur dann wissen auch die letzten Männer, wie es sich anfühlt, wenn das Kind krank wird und welche tausend Dinge daheim parallel zu organisieren sind und die berufliche Diskriminierung von potentiellen Müttern (siehe Parallelthread) entfällt. Dazu noch konkrete Rückkehrvereinbarungen nach der 1-2 jährigen Babypause; Weiterbildung in der Babypause;
 
  • #89
@87
Jetzt sind wir auf dem richtigen Gleis- genau das ist es! Dazu noch bitte Studienberater die den Damen auch die Technischen Studienrichtungen nahebringen und es regelt sich von selbst.
 
G

Gast

  • #90
Eine feste, branchenübergreifende Quote kann ich mir einfach nicht vorstellen. Dafür gibt es einfach zu viele geschlechtsspezifische Berufe. Und dort rede ich von der freiwilligen Auswahl - Zwangsstudien und ähnliche geniale Ideen rechne ich mal der Komik zu. Soviel Freiheit wird hoffentlich jedem zugestanden bleiben, nicht tun zu müssen, was man nicht will.

Prinzipiell stehe ich Quoten äußerst skeptisch gegenüber, da diese per se im Widerspruch zum Leistungsprinzip stehen. Dabei ist mir allerdings durchaus bewusst, dass auch in der gelebten Realität Leistung respektive Kompetenz bei weitem nicht der einzige Faktor für Erfolg ist: Beziehungen/Kontakte, Sozialverhalten (im Guten und im Schlechten), Betrug, Manipulation und und und.

Die einzige für mich vorstellbare Quotierung könnte sich an dem Anteil der Interessenten orientieren. Wenn sich bspw. nur 10% Frauen in männertypischen Berufen bewerben, ist eine Forderung von 40% aufwärts einfach Unsinn. Ebensolches gilt für den umgekehrten Fall: Man kann z.B. mehr männliche Erzieher und Grundschullehrer fordern, so laut man will. Die Interessenten werden - in dem Fall nicht zuletzt auf Grund der Gegebenheiten von der Bezahlung bis hin zu pauschalen Pädophilievorwürfen - nicht in Strömen kommen.

Wenn man also Quoten in Abhängigkeit der Interessenten setzen möchte, wo misst man dann? Pro Branche, Bundesland oder auf Betriebsebene? Oder gar pro Ausschreibung, pro Abteilung oder ... Möglichkeiten gibt es zu Hauf und ich bin mir sicher, dass es genügend pseudokluge Köpfe gibt, die dort die ultimative Antwort zu wissen glauben. Ich persönlich sehe eher Nährboden für Missbrauch.

Anbei wird jedes gewählte Modell zurecht Trittbrettfahrer anlocken: Nach den Frauen wollen Homosexuelle, religiöse Gruppen und verschiedene Ethnien ihre Quoten. Nachdem die durch sind, kommen die verschiedenen Haarfarben, Musikgeschmäcker und Veganer daher, falls letztere nicht schon auf Grund penetranter Missionierung zu Religionen zählen.

Insgesamt sehe ich das wie mit der Emanzipation an sich: Ganz oder garnicht. Wenn Frauenquote, dann auch Männerquote. Und zwar überall, nicht nur auf Führungsebene. Auch, wenn es die Damen natürlich nur dort reizt.