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Gast

  • #31
#20 + #22
Die Betriebe hatten genug Zeit, den leistungsorientierten Frauen die entsprechende Positionen zu geben. Sie haben es nicht getan. Ich glaube, Ihr versteht etwas grundsätzlich falsch: Quote bedeutet nicht, dass Memmen eingesetzt werden.
Der sehr gute Beitrag einer Frau: "Wenn ich ein Mann wäre, würde auch freiwillig keine Frau in die Top-Position lassen. Genau darum bin ich für die Quote."
Eines sollte Euch auch zu denken geben: Sogar Hans Olaf Henkel ist für die Quote. Es wäre schön, wenn es anders ginge, aber es geht offensichtlich nicht anders.
 
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Gast

  • #32
Siri

Sklavenhaltung und Adelsgesetz sind von Anfang an falsch da nie eine faire Chance bestand dass ein Sklave ein Gutsbesitzer wird. Das "warum" muss wohl keiner erklären. Es ging um Unterdrückung, Rassismus und Skalven!
Als Frau bin ich doch kein Sklave!
Die Unis stehen Männlein und Weiblein frei und jeder hat die gleiche Chance dorthin zu gehen. Was ein jeder daraus macht ist doch seine Sache und damit eine freie Entscheidung. Das mit Versklavung zu vergleichen ist doch lächerlich.
Wir sind mehrere Frauen bei uns in der Familie die sehr gut Karreire gemacht haben bzw. machen. Wir haben sicher mal gegen Vorurteil anzukämpfen und mussten uns etwas mehr beweisen, gerade z.B. meine Tante die knapp 60 ist.
Das Frauen in Führungspositionen vor 20 Jahren noch anders angeschaut wurden als heute, weiss auch jeder.
Aber mittlerweile ist doch kein AG mehr so blind und blöd um allein aufgrund des Geschlechts zu entscheiden. Manchmal spielen äusserere Gegebenheiten eine Rolle wie z.B. extra Toiletten und Garderoben die teils ja Pflicht bei 2erlei Geschlecht sind und manhcmla einfahc nicht möglich sind.
Aber ich bleibe dabei: Wer will, schafft es , wer nicht darf es ruhig bleiben lassen.
Aber einen dekorativ tollen Posten zu haben, um als Quotenfrau ab und zu ein Meeting zu leiten ist absurd bis lächerlich und erst recht diskriminerend für alle Frauen die was drauf haben!!!!

Nochmals 26
 
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Gast

  • #33
Liebe #19, das ist ein großartiger Beitrag, der mir aus dem Herzen spricht und viele meiner Erfahrungen wiedergibt.

Ich habe es nach allgemeiner gängiger Vorstellung vermutlich "geschafft". Ich bin seit 20 Jahren in hohen Führungspositionen, oft auch in Bereichen, in denen ich die einzige Frau war. Ich gelte als tough und klar und strukturiert und strategisch. Habe lange die Frauen-Quote abgelehnt, weil dann ja vor allem Quoten-Frauen die Jobs besetzen. heute bin ich uneingeschränkt dafür. Die Frauen-Quote betrachte ich nicht als ZIEL, sondern als einen SCHRITT, damit Frauen besseren Zugang zu Führungspositionen erhalten.

Und mit diesem erreichten Schritt werden sich dann viele Dinge anders entwickeln, als sie heute sind, und wie im einzelnen, wissen wir jetzt noch gar nicht.

So, wie Führungspositionen derzeit gelebt werden, das ist ja oft weder für Männer noch für Frauen gut. Wenn mehr Frauen dabei sind, werden sich sicher auch Gewohnheiten, Sichtweisen und das ändern, was man heute als gesetzt sieht. Dann wird es mehr Frauen auch in Top-Positionen geben, die eine Vereinbarkeit auch mit einem Mutterdasein fordern (schaut doch mal in die USA, wieviel Top-Managerinnen und Top-Forscherinnen dort selbstverständlich auch Familie haben!!!!). Dann wird es auch mehr Männer geben, die anfangen, umzudenken, neue Ansprüche zu formulieren. Oder eben schlicht anders arbeiten.

Ja, viele Frauen wollen unter den derzeitigen (!) Bedingungen bestimmte Führungspositionen nicht haben. Weil sie kein Interesse daran haben, sich allein in einem Haifischbecken zu tummeln, gegen Männervorstellungen in fast allen Bereichen ständig kämpfen zu müssen, vor allem danach bewertet zu werden, ob sie zu- oder abgenommen haben, Frewild bei Kongressen zu sein, oder eben einen beträchtlichen Teil ihrer Arbeitszeit mit Schaukämpfen verbringen zu müssen.

Aber das spricht nicht gegen die Frauen, sondern gegen Rahmenbedingungen, die das Potential von so vielen klugen und gut ausgebildeten Frauen ungenutzt lassen.

Also, die Quote wird aus meiner Sicht nicht dazu führen, dass Frauen in Führungspositionen genauso werden wie Männer in Karrierepositionen, sondern dass sie die Arbeitsweisen und Umgangsweisen ändern - und damit Unternehmen auf längere sicht produktiver und konkurrenzfähiger machen.

Übrigens: die Quote soll für Großbetriebe gelten. Nicht für den Familienbetrieb oder Kleinstbetrieb!

w, 56

PS Manchmal habe ich den Eindruck, dass die Debatte über die Quote auch eine Neid-Debatte ist. durch die - Männer und Frauen! - die aus welchen Gründen auch immer es nicht gewollt oder geschafft haben, weiter aufzusteigen.....
 
  • #34
@19
Aha, ein Dax-Vorstand hat die Zeit in einem Partnerschaftsforum zu posten? ich lass das mal dahingestellt sein, Ich kann es für Dax-Unternehmen nicht beurteilen weil ich bereits vor lnger Zeit für mich beschlossen habe dass es kein Arbeitsumfeld für mich ist. Dort muss ich zuviel Politik machen und darf zu wenig das machen was mich und das Unternehmen voranbringt.
Aber ich kann für den Mittelstand reden und da haben die Frauen keinerlei Nachteile, es kann sich dort keiner leisten nicht nach Leistung sondern nach Geschlecht aufzustellen. Wenn das mein Konkurrent tut und ich nicht bin ich schnell weg von Markt. Im Mittelstand gibt es etliche Frauen ganz oben, völlig ohne Quote. Diese haben allerdings nie das Unternehmen selbst aufgebaut, Pioniergeist und Risikobereitschaft scheint Ihnen also doch abzugehen.

Ja, ich kenne solche lamentos auch von Kollegen beiderlei Geschlechtes. Sie sind nicht brfördert worden weil die Nase krumm ist, weil sie nicht Golf spielen, weil Sie nicht den Chef in den A*** gekrochen sind... und doch war fast immer der Beförderte einfach der/die Bessere.

Und, Liebe 19, auch Dein Post enthält so manches was ich als ungeeignet für eine Führungsposition halte:
- Klagen statt machen
- die Einbildung dass ein zweiter Studienabschluss einen zur Besseren Führungskraft macht
- Du verengst wirklich Deine Rückschläge aufs Geschlecht
- Du lässt eine Teambildung nicht zu weil Du unterschwellig immer das Gefühl hast dass die Kollegen/Chefs was sexuelles von Dir wollen. Ein Netzwerk ist für jeden wichtig und das baut man nicht in einem Abendessen mit dem Chef auf sondern durch Leistung in gemeinsamen Projektgruppen, dadurch dass man andere auch glänzen lässt (das vergessen die einem nie und wenn man Hilfe braucht sind sie da). Willst Du Unterstützung, gebe Unterstützung.

Kann es sein dass es andere Gründe dafür gab?

@28
Oh, ich bin für eine echte Gleichberechtigung. Das heisst für mich egal welchen Geschlechtes, Standes, Hautfarbe etc. die gleichen Startvorraussetzungen. Eine quote ist genau das Gegenteil davon. Und sie ist schädlich für die Wirtschaft, gäbe es nur eine 30% Quote könnte mein Chef den Laden dichtmachen. Unsere Führungspositionen sind alle zwingend mit starker Reisetätigkeit verbunden und dafür bekomme ich schlichtweg keine Frauen. Es bewirbt sich keine, weder intern noch extern.
 
G

Gast

  • #35
Ich, m, habe weit über 10 Jahre lang Unternehmen geleitet und viele Arbeitnehmer eingestellt, sowohl Frauen als auch Männer.

Aufgrund meinen Erfahrungen bin ich gegen die Frauenquote. Einige Punkte sind oben bereits beschrieben worden, wie keine Anerkennung der Frau (Qotenfrau) oder Schaffung von Scheinpositionen.

Was die #19 schreibt, ist ein Prozess, den mindestens 80% der männlichen Arbeitnehmer auch erleben müssen, da diese Stellen sehr begrenzt sind. Es gibt natürlich noch konservative Branchen, wo Frau im Nachteil ist. Ich sehe aber nicht, dass man dies durch Wechsel des Arbeitgebers oder Einschalten eines qualifizierten Headhunters ändern könnte, wenn man es drauf hat.

Was mir aufgefallen ist, Frauen treten ganz anders als Männer im Geschäftsleben auf. Eine Sache ist das persönliche Verkaufen, das können definitiv viele Frauen nicht gut. Das wird dann negativ abgewertet, wie von einigen Postern hier auch. Aber stellen Sie sich vor: Wenn Sie sich noch nicht einmal intern verkaufen können, wie sieht es denn nach aussen aus? Die repräsentative Rolle ist mit einer der wichtigsten, die sie als Top-Führungskraft einnehmen müssen. Wer das nicht kann, ist nicht für den Job geeignet.

Große strategische Entscheidungen müssen getroffen werden, manchmal auch gegen erhebliche interne Widerstände. Auch hier gilt wieder das Verkaufen, sowohl nach innen wie nach aussen. Dafür muß man viel Präsenz zeigen und sowohl seinen Mitarbeitern gegenüber kompetent auftreten als auch den Geschäftspartnern und Kunden. Ich sage nicht, dass eine Frau das nicht kann, aber es sind gegenwärtig nicht viele in der Lage dazu.

Was hier auch negativ eingestuft wird, sind die sogennanten männlichen Seilschaften. Natürlich gibt es die und die sind für eine Führungskraft absolut überlebenswichtig, sowohl intern als auch extern. Ich frage mich, warum viele Frauen das nicht auch so handhaben? Es ist ein extrem wichtiges Managementmittel, um Probleme auf den kleinen Dienstweg zu regeln oder die Stimmung aufzufangen. Jeder, der sich dagegen ausspricht, hat nicht die nötige Qualifikation für den Job.

OK, ich bin jetzt wirklich hart ins Gericht gegangen. Das ist aber neben anderen Aspekten das, was ich erleben durfte. Komischerweise gibt es aber Powerfrauen, die den Job ausfüllen können. Diese sind dann meistens ledig und leben für die Arbeit. Viele Frauen wollen das zurecht nicht. Männer leben auch für die Arbeit, sind aber trotzdem häufig verheiratet. Das liegt sicher daran, dass sie nicht erwarten, dass Frau mindestens die gleiche Position innehaben muss. Ein weiterer Punkt zum Nachdenken für die Frauen.

Es gäbe zu dem Punkt noch so viel zu schreiben, aber der Platz ist begrenzt, zum Glück :).
 
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Gast

  • #36
@30
Na meinst du etwa, ein Hans Olaf Henkel kann es sich erlauben, anders als ''politisch korrekt'' zu antworten? Wie naiv....
Irgendwann hab' ich als Mann mal jemanden gefragt, warum ich keine Kinder gebären kann!
Lapidare Antwort: weil es eben so ist!
 
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Gast

  • #37
Das ist wieder das klleingeistige denken unserer Politiker, welche in keinerlei Bezug zur Realität stehen. Wirtschaftlich ist jemand der gut ist und um das zu sein, braucht man gute Leute. Gute Leute sind flexibel, belastbar, arbeitsfähig (schwere Arbeiten), können permanent ohne Kinderzeiten arbeiten, haben sich schon in der Praxis bewährt ...
Fazit: Hohe Leistung = hohe Position / Stelle
Warum das nun bisher eher nur auf Männer zutrifft? Als Personalchef äußere ich mich nicht weiter dazu, sonst kommt iregnd eine Dschungel Emanze und verklagt mich :)
 
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Gast

  • #38
Die Politiker sollen sich lieber dafür stark machen, damit nicht mehr geschlechtsspezifisch bezahlt wird und dass jeder Mensch hier in Deutschland mit einem Vollzeizjob gut leben kann! Das wäre 1000x vernünftiger!
 
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Gast

  • #39
#28 schwerer Denkfehler: Adels- und Sklavenstand waren gesetzlich oder gesellschaftlich regelt und anerkannt.
Es gibt heute keine Gesetze mehr die Frauen benachteiligen, sondern nur Gesetze die Männer benachteiligen. Und wer öffentlich etwas gegen Frauen sagt, würde sofort gelyncht.
Es gibt also nicht nur Gleichberechtigung (Chancengleichheit) sondern bereits Frauenprivilegierung.
Du verwechselst es mit Gleichstellung (Ergebnisgleichheit trotz unterschiedlicher Voraussetzungen).
 
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Gast

  • #40
Komisch, wenn alles in Ordnung ist und Frauen sogar im Vorteil (@38), wieso sind sie dann nicht in den Dax-Vorständen? Das konnte hier bisher noch niemand, der gegen die Quote ist, beantworten.
 
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Gast

  • #41
@30: "Ich glaube, Ihr versteht etwas grundsätzlich falsch: Quote bedeutet nicht, dass Memmen eingesetzt werden."
Nein ich verstehen hier nichts falsch, du denkst nur nicht weiter. Wer bestimmt denn wer die Toppositionen in einer Firma einnimmt? Das machen genau diejenigen die diese Position schon innehaben. Wenn wir denen jetzt sagen sie müssen 40% Frauen unter sich haben, haben sie zwei Möglichkeiten:
1) Ein Teil von ihnen gibt ihre Toppositionen auf um Platz für Frauen zu machen und da den Leute auf diesen Positionen ja ohnehin nichts an ihrem Job liegt werden sie das sicher machen (Achtung: Ironie)
2) Sie schaffen neue pseudo Positionen damit sie die Quote erfüllen ohne ihre eigenen Positionen zu gefährden.

Man müsste jetzt schon vollkommen geistig umnachtet sein um da noch nicht zu erkennen für was sich die Firmen Vorstände entscheiden.
 
G

Gast

  • #42
@36
Permanent ohne Kinderzeiten arbeiten - das ist wieder so eine antiquierte Forderung. Ach ja, warum trifft das wohl nur auf Männer zu? Weil die Frau zu Hause sitzt und dem ach so fleißigen Mann die Kinderchen vom Leib hält. Müsste er sich nämlich um die kümmern, wäre es ganz schnell aus mit der Karriere.
 
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Gast

  • #43
@35
Wenn jemand sich politisch inkorrekte Äußerungen erlauben kann, dann ist es Herr Henkel. Oder meinst Du, der würde bei Gegenwind einknicken?
 
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Gast

  • #44
Beitrag 31 war AN Siri gerichtet als Antwort zu Ihrem Beitrag in 28

nochmals 26 und 31
w
 
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Gast

  • #45
@39

1) Als die Herren und Damen (ups! Damen und Herren), die heute in den Vorständen sind, vor 20-30 Jahren studierten, war der Anteil der Frauen in den MINT Fächern und auch Jura und BWL wesentlich niedriger als heute.
2) Die deutsche Unternehmenslandschaft (Blue Chips, KMU etc.) besteht überwiegend aus klassischen, aber hochspezialisierten Industrieunternehmen in den Sektoren Automotive, Verfahrenstechnik/Chemie, und Elektrotechnik
--> Folgerung: Das geeignete Personal für Vorstandsleute rekrutiert sich v.a. aus ehemaligen Spezialisten obengenannter Fächer, die auch weit überwiegend männlich sind.
 
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Gast

  • #46
@44
Du wirst doch nicht etwa die politisch völlig unkorrekte Aussage tätigen wollen, dass man weibliche Ingenieure über 40 mit der Lupe suchen muss? (Schon mal eine Topposition von Grünschnäbeln besetzt gesehen? Ausnahme: IT-Gründer)
Sowas kann doch nicht sein weil es nicht sein darf!
 
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Gast

  • #47
@42
Eben genau der nicht!!!
Ich erinnere da nur Einen, der hat neulich ein Buch mit ziemlich politisch inkorrekten (wenngleich richtigen) Betrachtungen veröffentlicht!
Dieser jemand hat nun gar nix mehr zu sagen - kaltgestellt nennt man sowas!
Du verstehst, wie ich es meine?
 
G

Gast

  • #48
@Kalle von 19

Überraschung: Es gibt tatsächlich auch Vorstände in Unternehmen außerhalb der 30 DAX-Unternehmen. Die Dax-Unternehmen umfassen rund 160 Dax-Vorstände, und davon besetzen derzeit gerade mal drei Frauen Vorstandsposten. Ich kann Dir tatsächlich bestätigen, ich bin keine dieser 3.

Und entgegen Deiner irrealen Vorstellung, dass man sich als Vorstand mit nichts anderes mehr beschäftigen muss, als mit dem Unternehmen, ist falsch. Es wird Dich überraschen, gut organisierte Vorstandsmitglieder eines Unternehmens mit knapp 12.000 Mitarbeitern haben tatsächlich Zeit, sich auch mal in ruhigeren Phasen mit anderen Dingen die Zeit zu vertreiben. Ich besetze dabei auch keinen Quotenposten. Aber ich arbeite im Allgemeinen schon immer in einem extrem hohen Tempo und manchmal gewinne ich auch den Eindruck, ich denke auch doppelt so schnell. Gekoppelt mit strategischer und analytischer Stärke, Kompetenz und Erfolg klappt es auch gerade deswegen sehr gut mit der Unternehmensleitung. Das macht den Unterschied.
Ich habe schon aus der 2. Reihe heraus das Unternehmen nach vorne getrieben und war und bin aufgrund von unermüdlicher Ausdauer die Ansprechpartnerin für gerade die Probleme, an denen andere zuvor schon gescheitert sind. So habe ich langsam immer mehr Bereiche unter meine Leitung subsummieren können. Und irgendwann ist jeder mal zur rechten Zeit am rechten Ort.

Was Du hingegen als Klagen beschreibst, ist in Wirklichkeit kein Klagen, sondern Realitätsbschreibung und Begründung dafür, dass ich eine Frauenquote heute unterstütze. Nicht, weil ich als Frau weicher führe, denn das ist in meinem Fall nicht der Fall. Ich fordere meinen Führungskräften schon sehr viel Leistung ab. Aber mein Belohnungssystem ist weiblich geprägt und das Personalentwicklungsprogramm berücksicht besonders auch die Förderung von weiblichen Kompetenzträgern. Und diese Entwickung wird erst in Initiative eines weiblichen Vorstands besonders gestärkt.

Das Argument, dass auch Männer es schwer haben, habe ich auch selber benannt. Ich habe bislang nur noch von keinem einzigen männlichen Kollegen gehört, dass ER in seiner beruflichen Karriere von weiblichen Vorgesetzen eines Abends im Büro unseriöse Angebote erhalten hat oder bedrängt wurde. Ich kenne aber sehr viele Frauen, die berichten, das schon erlebt zu haben und anschließend sogar ausgebremst worden zu sein.
Du hast offenbar keine Erfahrung damit, dass Männer im Job Anzüglichkeiten auch nutzen, um Frauen in unangenehme Bedrängnis zu bringen, ohne dass tatsächliches Interesse besteht. Und gerade das passiert Frauen auch überwiegend dann, wenn Frau als Konkurrentin zu gefährlich wird. Und irgendwo findet sich immer ein ebenfalls ehrgeiziger Mann, der diese Spielchen sehr gut beherrscht. Es ist und bleibt ein effektives Instrument, um Frauen in Verteidigungsposition zu bringen. Wer das beschwichtigt, kennt sich nicht aus.

Seitdem ich einen der Chefposten besetze, haben alle anzüglichen Übergriffe von Männern schlagartig aufgehört. Irgendwann lernt Frau auch durch "Training" darauf gekonnt zu reagieren und Mann in seine Ecke zurück zu treiben, ohne eine gewisse Beschämung oder Beklemmung zu empfinden. Das kannst Du schon annehmen, dass das kein Mitarbeiter sich das heute noch traut.
 
  • #49
Ich sehe das Ganze mit gemischten Gefühlen und habe dazu noch keine abschließende Meinung.
Aber ein paar Gedanken:

1. Frauen sind oft zu bescheiden und stellen ihr Licht gern unter den Scheffel. Männer können erheblich besser auf den Pudding hauen, auch wenn oft die Leistung nicht stimmt.
Mein Motto: "Tu Gutes und rede davon".

2. Frauen finden Geld oft "böse". Sie schämen sich, gutes Geld für gute Arbeit zu VERLANGEN und geben sich mit dem zufrieden, was man ihnen zugesteht.

3. Solange für viele Männer beruflicher Ehrgeiz heißt: möglichst viele Stunden im Büro abhängen (das heißt nicht zwingend produktiv zu sein!) und den täglichen Wettbewerb darin zu gewinnen, wer als letzter das Büro verläßt, läßt sich das für Frauen mit ihrem Wunsch nach Vereinbarkeit von Familie und Beruf nicht machen. Ob es sinnvoll ist, steht auf einem anderen Blatt.

4. Frauen machen sich manchmal "nicht gern die Hände schmutzig" - das heißt, sie scheuen Berufe, in denen es dreckig und laut zugeht. Dreck und Lärm wird aber oft gut bezahlt.

Ich arbeite auf dem Bau, wo es nur wenige Frauen gibt. Ich kenne zum Beispiel eine sehr tüchtige Bauingenieurin, die von einem Katzentisch neben der Treppe aus arbeitet, während der männliche Kollege ein separates Zimmer und ein größeres Auto hat. Keine Diskriminierung? Ich kenne beide als gleich fähig.

Das A und O ist die Kinderbetreuung und die Vereinbarkeit von Familie und Beruf. Aber daran arbeiten wir ja gerade in Deutschland...
 
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Gast

  • #50
@47
Touche! Gut gebrüllt und nun in einer Art und Weise dass ich Dir das abnehme. Ja, ich weiss dass es immer wieder Männer (echte Vollidioten) gibt die Sexuelle Anzüglichkeiten benutzen um Konkurrentinnen aus dem Feld zu schlagen. Da schäme ich mich durchaus fremd. Ich schrieb ja auch dass ich genau wegen solcher und anderer Spielchen das Experiment Grossfirma für mich gestrichen habe. Aber ich halte eine Quote nicht für geeignet das Problem zulösen. Ich glaube auch nicht dass sich dann am Benehmen solcher Menschen etwas ändern würde.
Übrigens liegt es am Vorgesetzten ob diese Idioten und andere Blender damit durchkommen. Der schaut nämlich dann nicht wirklich genau hin. Das kannst Du ja jetzt in Deinem Unternehmen ja anders machen. Aber bitte nicht nur auf die Frauen schauen.

In kleineren Unternehmen kommt Mann damit nämlich nicht durch, der Chef sieht unmittelbar die Leistung und wenn Ihm das Unternehmen gehört (er also keiner dieser Söldner ist die wenns schiefgeht halt das nächste Unternehmen ruinieren) wird er einen Teufel tun und den schlechteren für eine Führungsposition besetzten nur weil er mit dem Golf spielen kann oder der Ihm nach dem Mund redet. Den Unterschied machen Heute die Menschen aus.

Was würdest Du denn meinem Chef und Inhaber des (wesentlich kleineren) Unternehmens denn raten wenn die Quote wirklich kommen würde zu tun? Eigentlich können wir dann nur dicht machen weil sich keine Frau findet die sich diesen Job antun möchte (qualifiziert wären einige, wenn auch weniger, nur die wollen nicht ständig im Flieger sitzen). Das wäre nun wirklich nicht im Interesse der Firma und der übrigen Mitarbeiter, oder? Und wir sind mit diesem Problem nicht alleine. Selbst Firmen wie Trumpf oder Würth die eine Frau als CEO haben schaffen die angedachten Quoten nicht einmal Ansatzweise. Einfach weil in den technischen Richtungen kaum Frauen im Studium zu finden sind (in meinem Semester gabs 250 Männer und eine Frau, noch Fragen?)

Also was sollen diese Firmen denn tun?
 
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Gast

  • #51
@47
Was würde denn passieren, wenn die bedrängten Frauen anschließend das Geschehen ansprechen würden bzw. die Androhung danach (vielleicht sogar der Ehefrau oder waren dies Singles). Würde dies einfach ignoriert? Würde man es der bedrängten Frau glauben? Kann es nicht sein, dass Männer genauso oft wegen andere Dingen ausgebremst werden, z.B. wegen Meinungen, die dem Vorgesetzten nicht passen, mit anderen Instrumenten? Kann es nicht auch sein, dass Frauen besonders gefördert worden, weil sie mit den jeweiligen Verantwortlichen geschlafen haben? Sicher gibt es das, aber wie teilt sich das auf, gleicht es sich aus?
 
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Gast

  • #52
Ich habe absolut nichts gegen eine gerechtere Verteilung der Führungspositionen in Unternehmen. Warum orientiert man sich nicht an den Zahlen der Angestellten? Wo viele Frauen angestellt sind, sollen auch viele Frauen mitentscheiden. Gerne auch deutlich mehr als 40%.

Aber eine Verpflichtung auf 40% würde in manchen Branchen zu ausgesprochen seltsamen Blüten führen. Bestes Beispiel ist mein eigener Arbeitgeber: Wir bestehen zu 100% aus Männern (mittelgroßes IT-Unternehmen), die Verwaltung ist durch Outsourcing praktisch abgeschafft und wir haben leider auch keine weiblichen Bewerber. Wir wären also entweder gezwungen "irgendjemanden" in eine Führungsposition zu holen oder ein Gehalt weit jenseits jeglicher Vernunft zu zahlen. Die erste Variante ist kontraproduktiv und die zweite sorgt für Unfrieden im Unternehmen.

@49
Die Beobachtung im Studium kann ich leider nur bestätigen: Trotz enormer Anstrengungen seitens der Hochschule Frauen für den Fachbereich zu begeistern, hatten wir bei knapp 180 Männern gerade mal 8 Frauen dabei. Beim Abschluss des Studiums sah das Verhältnis noch schlimmer aus. :(

m34
 
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Gast

  • #53
Aber hallo,
es gibt einen Satz, der für die Frauenquote ist: Marie von Ebner-Eschenbach sagte: Eine Kluge Frau hat 10.000 Feinde- jeden dummen Mann. Es gibt mehr dumme Männer - und gleiches gilt für Frauen - wie gescheite, fleißige. Und dumme, unfähige, Männer werden sage ich jetzt in einer bewußten Übertreibung - I M M E R den Frauen vorgezogen. Deshalb also eine Frauenquote. Alledings ist die Limitierung durch Zahl der Absolventen / Arbeitnehmer eines Fachgebiets wichtig.

Übrigens- wieso sind fast 100 Prozent der Kindertagesstättenleitungen M, während fast 100 % der dort arbeitenden W sind ??
 
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Gast

  • #54
Es ist doch schön, dass meiner Vagina jetzt auch die Türen zur Führungsetage offenstehen und das nur weil ich sie habe.
Die Befürchtungen sind doch einer ganz anderen Natur, wer oben mitspielen will soll es sich auch verdienen und zwar durch Leistungen, nur aufgrund des Geschlechts und aufgrund eines Gesetzes eine solche Position bekleiden zu dürfen, riecht stark nach weiblicher Bevorteilung und diesen Stempel will denk ich, keine Frau auf ihrer Stirn prangen sehen.
Andererseits, haben es Frauen schwerer in diese Etage zu kommen,eben weil sie eine Vagina haben. Sie menstruieren und haben Stimmungsschwankungen, werden schwanger usw. das alles scheint ein Grund zu sein uns weniger gut zu bezahlen und und weniger attraktive Jobs machen zu lassen. Finde da einer den Weg hinaus. Verrückt diese Welt.
 
G

Gast

  • #55
Was macht Frau wenn sie einen männlichen Mitbewerber ausstechen will? Sie behauptet sexuell am Arbeitsplatz belästigt worden zu sein. Resultat: Helle Empörung überall im Unternehmen, Solidaritätsbekundungen vom Betriebsrat für die Frau, der Vorstand veröffentlicht eine Presseerklärung wie bestürzt man über das Fehlverhalten des Mitarbeiters ist. Der Mann, der nicht weiss wie ihm geschieht, wird versetzt (wenn er Glück hat) oder entlassen, Frau und Familie gehen auf Distanz. Existenz ruiniert. Passiert viele Male jedes Jahr in Deutschland. Regt sich niemand drüber auf. Kann nur jedem Mann raten, bei Karrierefrauen auf der Hut zu sein.
 
  • #56
Fürs erste ist das Thema "Frauenquote" auf der politischen Bühne vom Tisch.
Frau Merkel lehnte diese heute rigoros ab. Na dann...
 
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Gast

  • #57
Hallo #52,

Deine Frage "Übrigens- wieso sind fast 100 Prozent der Kindertagesstättenleitungen M, während fast 100 % der dort arbeitenden W sind ?? "

ist nun wirklich sehr leicht zu beantworten, wenn Du einmal darüber nachdenkst: Die Leitung setzt ja ein völlig anderes Anforderungsprofil voraus als die Kinderbetreuung.

Bei der Leitung geht es vornehmlich um Planung, Organisation, Buchhaltung und Rechnung. Deine "W" machen aber die BETREUUNG der Kinder, das Anforderungsprofil und auch der Ausbildungsgang sind völlig unterschiedlich.

Sehr bedauerlich und durchaus auch bedenklich ist allerdings in der Tat, das die Kinder fast nicht durch Männer gefördert werden. Daran dürfte allerdings eine Frauenquote genauso wenig ändern wie eine Männerquote.
 
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Gast

  • #58
@#54
Da fragt man sich doch wie oft Männer es nötig haben Mitbewerber auf so drastische Art zu beseitigen. Ich glaube das sind nicht viele. Sind nun also Männer die besseren Menschen oder kommen ihnen die festgefahreren Systeme der Wirtschaft entgegen sodass sie gar nicht so weit gehen müssen? Fragen über Fragen...
 
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Gast

  • #59
Ich bin für eine Männerquote im Haushalt, es sollte jetzt vorgeschrieben werden, wer den Haushalt zu Hause macht, damit die Frauen frei sind!
 
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Gast

  • #60
@57: da solltest du dich keinen Illusionen hingeben. Es gibt nur zwei Möglichkeiten vorwärts zu kommen, entweder Vitamin B oder eben solche Aktionen.
Es mag sein das Männer öfter mit Vitamin B voran kommen als Frauen, aber es gibt auch genügend Männer die eben ihre Konkurrenten einfach beseitigen wenn das notwendig ist.
Man hat als Mann natürlich nicht so eine bequeme Möglichkeit aber es gibt andere Mittel und Wege und ich schäme mich nicht zuzugeben dass ich das habe selbst auch ein paar mal gemacht habe. Die Auswirkungen waren zugegebenermaßen nicht ganz so dramatisch aber auch dabei wurden Karrieren beeinträchtigt.